A/N: So, nach fast einem Jahr kommen neue Teile. Die Pause sollte nie so lang werden, aber irgendwie kam mein Leben immer dazwischen. Dafür kommen jetzt gleich mehrere Kapitel auf einmal!
Disclaimer: Ich verdiene nichts mit dem Schreiben und die Charaktere gehören mir nicht. Na ja, von Mia einmal abgesehen.
Rorys erste Schulwoche war fast um. Sie musste noch vier Stunden durchhalten, dann wäre auch der Freitag geschafft. Die letzte Woche war für sie einfach nur unerträglich gewesen. Sie hatte Jess seit dem Abend seiner Entscheidung insgesamt nur zehn Minuten gesehen und jede einzelne Sekunde dieser Zeit war unsagbar schwer für Rory gewesen. Noch nie zuvor hatte sie sich so schlecht gefühlt. Am liebsten wäre sie die ganze Woche zu Hause geblieben. Amilias Anwesenheit in der Schule erleichterte die ganze Sache auch nicht gerade. Schließlich waren sie und Jess sehr gut befreundet und es verging kein Tag, an dem sie Rory nicht irgendetwas über ihn erzählte.
Tristin hatte sie außerdem die gesamte Woche belagert, um sie immer wieder daran zu erinnern, dass er eine Party geben wollte.
Rory hätte es niemals öffentlich zugegeben, aber dieser Freitagabend war ein wirklicher Lichtblick für sie.
Emily und Richard hatten ihr erlaubt dem Freitags-Essen fern zu bleiben, nachdem sie erfahren hatten, dass es sich um eine Party im Hause der DuGreys handelte. Schließlich kannten sie und die DuGreys sich bereits seit Jahren.
Meist wurden Rorys winzige Anflüge von Vorfreude jedoch durch Amilia und ihren Schwärmereien für Tristin sofort wieder beseitigt.
Rory wollte gerade zu ihrem Schließfach, als Max Medina auf dem Gang erschien. Er lächelte ihr entgegen. „Hallo Rory. Ich halte dich ja nur ungern von deiner Mittagspause ab, aber ich würde gerne kurz mit dir reden." Er hielt die Tür des Klassenzimmers auf.
Rory betrat den Raum nur wiederwillig. Zwar mochte sie Max sehr, aber in der letzten Woche hatte sie oft genug mit irgendjemandem reden müssen. „Wie kann ich ihnen helfen Mr. Medina?"
Max zuckte kurz zusammen. Dass Rory ihn nicht mit seinem Vornamen ansprach, versetzte ihm doch einen leichten Stich. „Ich wollte sicher gehen, ob bei dir alles in Ordnung ist."
Rory wurde unruhig. „Ähm... mir geht es... ähm... gut. Danke der Nachfrage."
„Rory bitte, wenn etwas nicht stimmt, kannst du es mir sagen. Du warst die ganze Woche über immer wieder unkonzentriert und deine Leistungen sind auch nicht so gut, wie sie es für gewöhnlich sind."
„Ich hatte einfach keinen so guten Start, aber das wird schon." Rory ging auf die Tür zu, wandte sich jedoch noch ein Mal um. „Ich würde gerne gehen, wenn das alles war."
„In Ordnung, aber wenn doch mal jemandem zum Reden brauchst, kannst du jederzeit zu mir kommen." Max lächelte ihr gefühlvoll entgegen.
„Danke, Mr. Me... danke Max!" Rory lächelte ebenfalls. Obwohl sie sich Max nicht anvertraut hatte, fühlte sie sich das erste Mal seit einer Woche wieder etwas besser. Als sie die Cafeteria betrat, wurde sie bereits von Tristin erwartet. „Hey Maria! Ich dachte schon, du willst gar nicht mehr kommen."
Rory, die sich mittlerweile daran gewöhnt hatte, dass Tristin sie Maria nannte, musste doch ein wenig lächeln. Tristin hatte sich auf der Militärschule wirklich verändert. Zwar bemerkte man von dieser Veränderung nichts, wenn er von seinen Freunden umgeben war, aber gegenüber Rory war er nun so gut wie immer zuvorkommend. „Mr. Medina wollte mich kurz sprechen."
„Achso, du kommst doch heute Abend, oder?"
„Tristin, ich habe es dir bestimmt schon hundert Mal gesagt! Ja, ich komme zu deiner Party."
Über Tristins Gesicht huschte ein Grinsen, das Rory noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. „Also, wir sehen uns dann später Tristin." Sie ging weiter auf den Tisch zu, an dem Paris und die Anderen saßen. Tristin folgte ihr jedoch.
„Hallo Tristin!" Amilias Lächeln zeigte, dass sie wirklich etwas von Tristin wollte. Sogar ein Blinder hätte bemerkt, wie sie ihm um jeden Preis gefallen wollte.
„Hallo Mia, schön dich zu sehen. Du kommst doch heute Abend auch, oder?"
„Klar! Ich muss doch auch mal ein paar andere Leute, als euch kennen lernen."
„Stimmt, was ist mit dir Paris?"
Paris schaute von einem Buch auf, dass sie neben ihrem Mittag zu liegen hatte. „Ich werde Rory heute Abend doch nicht im Stich lassen." Paris wusste zwar nicht, was genau passiert war, aber sie hatte bemerkt, dass es Rory schlecht ging und mittlerweile waren sie schließlich so etwas wie Freundinnen, also musste sie im Notfall auch für Rory da sein.
„Es wird also ein super Abend! Bis nachher dann!" Er nickte den Mädchen kurz zu und verschwand dann in einen anderen Teil der Cafeteria.
Kaum war er verschwunden, fing Amilia an von ihm zu schwärmen. Rory und auch Paris schalteten jedoch auf Durchzug und vertieften sich stattdessen in ihre Lektüren.
