Disclaimer: Gilmore Girls gehört mir nicht und mit dem veröffentlichen dieser Story verdiene ich nicht einen Cent!
A/N: Hier jetzt ein neuer extra langer Teil zum lesen. Noch immer gilt: Bitte hasst mich nicht für die Wendungen, die kommen! Alles wird gut ;) Achso, Feedback wäre ganz cool! Dann muss ich nicht erst in meine Stats und meinen Reader Traffic schauen, ob jemand die Story liest ;) Außerdem ist es Anspron die Stoy endlich mal zu Ende zu bringen.
Jetzt aber viel Spaß!
Rory war erleichtert, als es zum Unterrichtschluss klingelte. Sie war noch nie so froh gewesen endlich nach Hause zu dürfen. Auch wenn der Weg nach Hause an diesem Tag eine Unterhaltung mit Tristin bedeutete.
Immer und immer wieder hörte sie Max letzte Worte. „Ich würde sogar behaupten, dass er verliebt ist." Konnte es wirklich sein? Konnte Tristin DuGrey verliebt sein? Und dann auch noch in sie, Rory Gilmore?
Nur langsam verließ sie das Schulgebäude. Sie war sich sicher, dass sie ohnehin eine Weile auf ihn warten werden würde, ehe sie los fuhren. Umso überraschter war sie, als er bereits an seinem Auto auf sie wartete.
„Maria, ich dachte schon, du würdest nicht kommen." Er öffnete die Beifahrertür, damit sie einsteigen konnte.
„Tut mir leid, ich dachte, ich hätte ein bisschen Zeit." Sie stieg ins Auto ein und beobachtete Tristin, wie er um das Auto ging, um dann hinter dem Lenkrad Platz nahm und den Motor startete. Sie konnte ihn nicht anschauen. Sie hatte Angst vor dem, was sie dann wohlmöglich fühlen würde. Stattdessen schaute sie aus dem Fenster.
Tristin hingegen warf immer wieder einen Blick auf Rory. Er konnte es noch immer kaum fassen, dass sie seinem Angebot zugestimmt hatte. Doch jetzt musste er das Gespräch beginnen, denn sie würde es anscheinend nicht tun. „Rory?"
Sie drehte sich nicht zu ihm. Sie befürchtete, dass man ihr ansah, welche Wirkung es auf sie hatte, wenn er sie mit ihrem richtigen Namen ansprach. Wieder hatte sie dieses unglaubliche Gefühl durchströmt.
„Rory, könntest du mich bitte anschauen? Ich würde gerne mehr als deinen Hinterkopf sehen, wenn ich mit dir rede."
„Tristin, du solltest dich sowieso lieber auf die Straße konzentrieren. Meine Mom wird dich nämlich umbringen, wenn du einen Unfall baust." Rory bemerkte, dass ihre Wangen glühten, doch konnte sie nicht sagen, was der Grund für dieses Glühen war.
Hätten sie gestanden, hätte Tristin in diesem Moment seinen Kopf gegen das Lenkrad geschlagen. Rory konnte wirklich stur sein, wenn sie es wollte. Tristin hatte keinen Zweifel, dass diese Gabe von Lorelai kam.
„Okay Maria, wenn du mich nicht anschauen willst, bitte. Du müsstest ja bereits wissen, dass du damit die Einzige an der Chilton bist."
Obwohl Rory ihn nicht sah, wusste sie, dass er grinste. Wie aus Reflex wirbelte ihr Kopf zu ihm herum und sie funkelte ihn an. „Weißt du was Tristin, ich glaube ich nehme doch lieber den Bus. Halte bitte sofort an."
Tristins Grinsen verschwand sofort, an dessen Stelle trat ein Lächeln, das sich vollkommen von dem was Rory kannte, unterschied. „Ich glaube, der Bus würde hier nicht halten. Außerdem war es gar nicht so gemeint. Ich wollte nur, dass du mich endlich anschaust Rory." Er konnte sehen, wie ihre Wangen einen noch dunkleren Rotton annahmen.
„Okay, du willst reden, dann rede." Rory wunderte sich selbst, vorher diese Seite kam. Sie war noch nie wirklich zickig gewesen. Doch Tristin schaffte es sowieso Seiten ihn ihr hervor zu bringen, von denen sie nicht ein Mal wusste, dass sie existierten.
„Ruhig Mar'! Kein Grund gleich die Krallen auszufahren." Tristin bereute seine Aussage sofort, als er sah, wie Rory ihr Gesicht wieder zum Fenster drehte. Er fasste den Beschluss zu warten bis sie in Stars Hollow waren, ehe er wirklich mit Rory reden würde.
Die restliche Fahrt über hingen beiden ihren Gedanken nach. Was keiner von ihnen ahnte war, dass ihre Gedanken sich fast vollständig glichen.
Luke war damit beschäftigt die Theke abzuwischen, als Lorelai das Diner betrat. Er schaute verwirrt auf die Uhr, da ihm erst jetzt auffiel, dass Lorelai nicht zum Frühstück da gewesen war. Er beobachtete sie, wie sie kurz mit Babette und Miss Patty sprach und stellte fest, dass sie ziemlich mitgenommen war. Er hatte keine Ahnung was passiert war. Als er sie am Vortag abgesetzt hatte, war alles in Ordnung gewesen.
Noch bevor Lorelai an der Theke angekommen war, hatte Luke ihr einen Kaffee eingegossen. Sie setzte sich auf einen der Hocker, zog die Tasse zu sich und nahm einen großen Schluck. Luke schien sie überhaupt nicht richtig zu sehen. Zumindest sah sie seinen besorgten Blick nicht.
„Lor', ist alles in Ordnung? Ist etwas mit Rory?" Luke fing an sich Sorgen zu machen. So wie in diesem Moment erlebte man Lorelai selten.
Erst jetzt schien sie zu bemerken, dass Luke vor ihr stand. „Dean hat mit Rory Schluss gemacht."
Luke zweifelte einen Moment, ob er wirklich richtig gehört hatte. Die Beziehung der beiden hatte doch völlig intakt geschienen.
„Was ist denn passiert? Jess hat doch nicht irgendeine Dummheit gemacht?"
Lorelai schaute zu Luke. Er schien wirklich besorgt und sie war der Meinung, dass er auch jedes Recht dazu hatte.
„Nein, Jess hat nichts mit der Sache zu tun. Jedenfalls nicht richtig. Rory hat auf dieser Party einen anderen geküsst, nachdem Rory sich mit Jess gestritten hat."
Luke traute seinen Ohren kaum. Rory küsste einen anderen, obwohl sie mit Dean zusammen war? „Wer war es?"
„Erinnerst du dich an ihren Mitschüler, der neulich hier war? Er hat ihr schon früher das Leben zur Hölle gemacht. Sie hat ihn dafür gehasst und plötzlich küsst sie ihn und riskiert damit ihre Beziehung zu Dean."
Luke wollte etwas erwidern, als Jess aus der Wohnung auftauchte. „Rory hat was getan?" Er wartete die Antwort nicht ab, sondern stürmte aus dem Diner.
Dean konnte noch immer nicht glauben, was passiert war. Er hatte mit vielem gerechnet, als er Rory gesehen hatte, aber nicht, dass sie ihn mit Tristin betrogen hatte.
In der Schule hatte er kaum etwas mitbekommen, weil seine Gedanken immer wieder zu Rory wanderten. Hoffentlich würde ihm die Arbeit bei Doose's leichter fallen. Er brauchte das Geld.
Dean wollte gerade den Laden betreten, als ein schwarzer BMW seine Aufmerksamkeit erregt. Er hatte dieses Auto noch nie in Stars Hollow gesehen, Ihm viel auch niemand ein, der ein solches Auto besitzen könnte.
Als der Wagen an ihm vorbei fuhr, konnte Dean seinen Augen kaum trauen. Rory saß in dem BMW und Tristin am Steuer. Beide schienen ihr Umfeld kaum wahrzunehmen, da sie sich angeregt unterhielten.
Rory war so in ihren Gedanken verloren gewesen, dass sie nicht ein Mal bemerkt hatte, dass sie Stars Hollow erreicht hatten.
Erst Tristins Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Maria, du müsstest mir langsam sagen, wo wir lang müssen. Ich weiß nicht wo du wohnst."
Rory schaute kurz zu Tristin „Da vorne musst du links rum."
Tristin bog links ab und wandte sich dann an Rory: Sag mal Mar' ist es nicht langweilig in so einer kleinen Stadt zu leben?"
Rory war überrascht, dass Tristin eine solche Frage stellte. Sie hätte wetten können, dass er sie sobald sie in Stars Hollow waren wieder auf den Kuss ansprechen würde.
„Um ehrlich zu sein, kann ich mir gar nichts anderes vorstellen. Jeder kennst jeden und jeder hilft jedem."
„Aber wenn dich jeder kennt, weiß deine Mom doch sofort, wenn du etwas angestellt hast. Du musst dich also immer benehmen."
Rory lachte kurz auf. Natürlich dachte Tristin nur daran, wie man Dummheiten anstellen konnte, ohne dass jeder wusste, wer es war. „Tris' du vergisst, dass ich nicht so bin wie du. Mir fällt es leicht nichts anzustellen."
Tristin wusste kaum was er sagen sollte. Er war es gewöhnt, dass seine Freunde ihn mit Tris' ansprachen, aber er konnte sich nicht daran erinnern, dass Rory ihn jemals so genannt hatte. Als er sich wieder gefangen hatte, fragte er: „Ist es das was du von mir denkst? Dass ich nur Dummheiten mache und sonst nichts kann?" Seine Stimme klang ungewollt gereizt. Er wollte Rory nicht verletzen, aber mit einem solchen Verhalten, wäre das kaum zu vermeiden.
Zu Tristin Überraschung schien Rory jedoch in keinster Weise verletzt, sondern viel mehr verlegen oder peinlich berührt. Er hätte sich am liebsten selbst für sein Verhalten geohrfeigt. Er hasste es, wenn Rory sich wegen ihm verlegen fühlte.
Er wollte sich gerade bei ihr entschuldigen, als sie anfing zu sprechen: „Das wollte ich nicht damit sagen Tristin. Nur wenn du ehrlich bist, hast du mir bisher kaum ein anderes Bild geliefert. Denk nur daran, warum du Chilton verlassen musstest und auf die Militärschule gekommen bist."
Rorys Stimme klang nicht mal annähernd so, wie Tristin es erwartet hatte. Sie war vollkommen ruhig und… weich. Das war die einzige Beschreibung, die Tristin einfiel.
„Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit nicht unbedingt mit meinem Verhalten geglänzt habe. Vor allem mit meinem Verhalten dir gegenüber. Aber dafür habe ich mich doch bereits entschuldigt oder nicht?"
Rory nickte kurz und deutete dann auf die nächste Kreuzung. „Die nächste rechts. Dann sind wir gleich da."
Tristin nickte und sagte nichts mehr. Er hielt es für besser mit dem Gespräch zu warten bis sie aus dem Auto heraus waren.
Jess saß auf den Treppen zum Gilmore-Haus. Er wollte mit Rory reden. Er konnte nicht glauben, was Lorelai erzählt hatte, so lange er es nicht von Rory selbst gehört hatte.
Rory würde sich niemals mit jemandem wie diesem Chilton-Schnösel abgeben. Zumindest dachte Jess das. Vollkommen überzeugt war er jedoch nicht.
Jess wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ein schwarzer BMW vor dem Haus hielt. Er beobachtete, wie die Türen sich öffneten und traute seinen Augen kaum, als Rory aus dem Wagen stieg.
Tristin bemerkte als erster, dass jemand auf den Stufen saß und meinte nur locker: „Oh hi."
Rory wunderte sich für eine Sekunde, wen Tristin begrüßt hatte, als auch sie Jess sah. Normalerweise hätte sie sich gefreut ihn zu sehen, aber sie befand sich auch ohne ihn in einem totalen Gefühlschaos.
Sie wusste, dass sie sich neben Tristin auch mit Jess aussprechen musste, aber schließlich konnte sie schlecht mit beiden gleichzeitig ein klärendes Gespräch führen.
„Jess, ich…" Sie blickte verzweifelt von Jess zu Tristin und wieder zurück. Sie musste jedoch gar nicht weiter sprechen, weil Jess diese Aufgabe übernahm: „Sag nichts Rory! Ich hatte eigentlich gedacht, dass Lorelai sich mal wieder irgendwas ausgedacht hatte. Niemals hätte ich angenommen, dass sie mit einer solchen Behauptung Recht haben könnte. Wie kannst du dich nur mit einem wie ihm abgeben?" Jess deutete abfällig zu Tristin, ließ Rory jedoch nicht aus den Augen.
„Ist dir nicht klar, dass er ein Spieler ist? Er kümmert sich nicht um die Gefühle anderer und schon gar nicht um die Gefühle eines Mädchens. Er wird dich verletzen und das weißt du auch. Warum also lässt du dich auf ihn ein?"
Rorys Verzweiflung wich einer Woge von Wut. Wie konnte Jess nur so etwas behaupten?
„Jess, niemand gibt dir das Recht so über Tristin zu reden. Du kennst ihn nicht, also solltest ihn auch nicht beurteilen. Und du bist sowieso der Letzte, der sich aufregen sollte. Du hast mich hängen lassen, obwohl du wusstest, dass ich jemanden zum reden brauche." Rory atmete schwer. Sie hatte nicht ein einziges Mal geatmet und schnappte nun nach Luft. „Du solltest jetzt wirklich besser gehen."
Jess schaute sie verblüfft an. So hatte er Rory bisher noch ne erlebt. „Wie du willst, aber denk bloß nicht, ich werde dich trösten, wenn er dich verletzt!" Er blickte ein letztes Mal voller Abscheu auf Tristin und ging fort, ohne Rory noch ein einziges Mal anzuschauen.
Rory schaute ihm hinterher bis er hinter der nächsten Ecke verschwunden war. Dann lehnte sie sich erschöpft gegen den Wagen und schloss ihre Augen. Würde dieses Theater jemals ein Ende nehmen? Wie lange konnte ein Mensch eine solche Situation überstehen, ohne Schaden davon zu tragen?
„Alles okay Rory?"
Rory spürte eine Hand auf ihrem Arm. Langsam öffnete sie die Augen und sah Tristins besorgten Blick. Wann hatte er sich nur so sehr verändert?
„Ja, ich denke schon. Es geht im Moment nur alles drunter und drüber. Vor zwei Wochen war noch alles okay und plötzlich habe ich das Gefühl, als wäre mein Leben ein einziger Trümmerhaufen. Mein Freund hat mit mir Schluss gemacht, Jess benimmt sich völlig komisch und zu guter Letzt kann ich nicht Mal mit meiner Mom darüber reden, weil wir uns gestritten haben."
Tristin beobachtete Rory genau, während sie sprach. Sie schien wirklich verzweifelt zu sein. Er wusste nicht warum, aber plötzlich verspürte er den Drang sie in den Arm zu nehmen. Er fühlte sich mitschuldig an ihrer Situation.
Ehe er genau wusste, was er tat, zog er Rory zu sich und schloss sie fest in seine Arme.
Zu Tristins Überraschung stieß Rory ihn nicht fort, sondern erwiderte die Umarmung.
Rory konnte es kaum fassen, dass sie sich nicht gegen Tristin DuGreys Umarmung sträubte. Doch die Wärme und Geborgenheit, die sie spürte, hinderte sie daran ihn von sich zu stoßen. Stattdessen schmiegte sie sich noch enger an ihn, schloss ihre Augen und atmete seinen unverkennbaren Duft ein.
Tristin blickte zu ihr hinunter und konnte sein Glück kaum fassen. Er hielt Rory Gilmore in seinen Armen. Das einzige Mädchen, das seinem Charme widerstanden hatte und ihm so gut wie nie eine Chance gegeben hatte. Das Mädchen, das ihn so sehr in ihren Bann gezogen hatte, dass nur der Gedanke an sie, seine Zeit auf der Militärschule erleichtert hatte. Wie oft hatte er sich in den Monaten auf der Schule einen solchen Moment vorgestellt? Wie oft hatte er darüber nachgedacht, was passiert wäre, wenn er Chilton nicht hätte verlassen müssen?
Einer Sache war sich Tristin jedoch vollkommen sicher. Seinen Vorstellungen kamen nicht mal in die Nähe der Realität.
Es dauerte einen Moment bis Rory bewusst wurde, was sie tat. Erschrocken trat sie einen Schritt zurück und schaute Tristin verlegen an.
Sein Blick hatte jedoch nichts Triumphierendes an sich. Rory sah etwas in Tristins Augen, was sie noch nie zuvor gesehen hatte. Plötzlich wurde ihr bewusst, was Max Medina gemeint hatte. „Er hat noch nie ein Mädchen so angesehen, wie er dich ansieht. Ich würde sogar behaupten, dass er verliebt ist."
Tristin dachte immer wieder an die Ereignisse des Vortages. Niemals hatte er geglaubt, dass er Rory Gilmore so nahe sein würde, ohne eine Ohrfeige fürchten zu müssen. Sogar seine Eltern hatten bemerkt, dass es ihm wirklich gut ging und das sollte etwas heißen.
Als er die Schule betrat, warf er einen kurzen Blick auf seine Uhr. Wenn ihn nicht alles täuschte, war Rory bereits da.
Er beachtete seine Mitschüler kaum, sondern ging zielstrebig zu Rorys Schließfach. Er musste sicher gehen, dass er das nicht nur geträumt hatte. Er war so sehr auf sein Ziel fixiert, dass er kaum mitbekam, wie ihm fast sämtliche seiner Mitschülerin schmachtende Blicke zuwarfen, in der Hoffnung sie würden die Nächste an seiner Seite sein.
Rory war bereits vor einiger Zeit zur Schule gekommen. Nachdem sie zwei große Becher Kaffee getrunken hatte, war sie nun dabei ihre benötigten Bücher aus dem Schließfach zu holen.
Sie hatte die Nacht zwar kaum geschlafen, aber trotzdem fühlte sie sich völlig fit, was nicht nur an der extragroßen Portion Kaffee lag.
Sie hatte lange darüber nachgedacht, was passiert war. Eigentlich sah ihr ein solches Verhalten überhaupt nicht ähnlich, aber irgendetwas an dieser Situation war anders gewesen.
Tristin war noch etwa fünfzig Meter von Rorys Schließfach entfernt, als er sie entdeckte. In dem Moment, als er ihre braunen Haare entdeckte, wurde ihm klar, dass er dem Drang sie in seinen Armen zu spüren wieder nicht widerstehen konnte.
Rory wollte gerade ein Buch in ihrem Schließfach verstauen, als sie spürte, wie sich zwei kräftige Arme um ihre Hüften schlangen und sich ein Kopf auf ihre Schulter legte.
„Guten Morgen Maria, hast du mich vermisst?"
Rory hörte, wie die ersten Schüler um sie herum anfingen zu flüstern, kümmerte sich jedoch nicht weiter darum. Sie drehte sich in Tristins Armen und legte ihre Hände auf seine Brust. Dann lächelte sie ihn verschmitzt an. „So sehr, wie einen juckenden Hautausschlag."
„Maria, du verletzt mich! Ich habe gedacht, dass du jetzt ein wenig netter zu mir bist."
„Tja, und ich dachte, dass du jetzt endlich meinen Namen wüsstest, aber so kann man sich halt irren."
„Maria, du verletzt mich!" Tristin fasste sich gespielt an die Brust, so als ob ihn jemand tödlich verwundet hätte.
„Als ob dich so was wirklich stören würde. Warum bist du eigentlich nicht bei einer deiner vielen Verehrerinnen?" Rory schaute Tristin direkt in die Augen.
Obwohl er sie fest in den Armen hielt, war sie sich nicht sicher, ob sie wirklich hören wollte, was er dachte.
Tristin hingegen fing an zu grinsen. „Ich dachte, meine größte Verehrerin steht im Moment vor mir Mar'." Er schloss Rory noch fester in die Arme.
„In deinen Träumen Tris'."
„Jede Nacht Maria, jede Nacht!"
Rory konnte nur den Kopf schütteln. Wahrscheinlich würde Tristin sich nie komplett ändern. Ein kleiner Rest seines alten Ichs würde wahrscheinlich immer bleiben.
„Tristin!" Ein brünettes Mädchen kam auf die beiden zugestürmt.
Der Angesprochene stöhnte leise auf und verdrehte die Augen. Nur langsam richtete er sich an das Mädchen, einen Arm noch immer locker um Rory gelegt. „Summer, hallo. Wie kann ich dir helfen?" Er versuchte so gut wie möglich, seine Stimme nett klingen zu lassen. In Wahrheit war er nur durch Summers pure Anwesenheit genervt.
Summer hingegen schien nichts dergleichen wahrzunehmen. Auch Rory schien sie nicht zu sehen.
„Josh gibt am Freitag eine Party und ich wollte wissen, ob du mit mir hingehen möchtest."
„Ähm…" Tristin kratzte sich kurz am Hinterkopf. „Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt hingehe. Selbst wenn werde ich bestimmt nicht mit dir gehen, sondern mit Rory."
Rory atmete erleichtert aus. Sie hatte nicht ein Mal bemerkt, dass sie die Luft angehalten hatte.
Summer schien sie erst jetzt richtig zu sehen. Sie schaute kurz von Tristin zu Rory und wieder zurück. Dann meinte sie: „Ja klar, als wenn du dich wirklich mit Gilmore abgeben würdest." Sie schnaubte verächtlich, während sie Rory erneut musterte.
Diese spürte, wie Wut in ihr aufstieg. War es wirklich so unwahrscheinlich, dass er wirklich etwas von ihr wollte?
Tristin fühlte sich schlecht für das, was Summer gesagt hatte. Ihm war klar, dass Rory so etwas verletzte. Er wollte jedoch auf keinen Fall riskieren, dass sie unsicher wurde, was ihn betraf.
Er bemerkte, dass einige Schüler gespannt die Unterhaltung verfolgten. Auch Madeline, Louise und Paris standen in der Gruppe von Schülern.
Paris sah aus, als würde sie jeden Moment vor Wut platzen. Tristin konnte jedoch nicht genau sagen, ob es wegen Rory oder Summer war.
„Ich wüsste nicht, was es dich angeht, ob ich mich mit Rory treffe oder nicht." Tristin bemühte sich gar nicht erst seine Stimme herzlich klingen zu lassen. Er fragte sich, was er jemals auch nur im entferntesten an Summer gemocht hatte.
„Tristin, überleg doch mal. Du, der König der Schule und Rory Gilmore, der Bücherwurm?"
Rory wusste nicht, was passiert war, aber plötzlich fand sie ihre Sprache wieder: „Wow Summer, du weißt immerhin wie ein Buch aussieht. Ich hab mich schon immer gefragt, wie du es auf diese Schule geschafft hast."
Sie konnte hören, wie einige Schüler leise kicherten.
Summer schien für einen Moment vollkommen verblüfft. Sie fasste sich jedoch schnell wieder und funkelte Rory an. „Gilmore, du bist doch nur irgendein Mädchen für Tristin. Ein Mädchen, das er wie jedes andere nur erobern will. Bei dir dauert es halt nur ein wenig länger. Du bist eine Herausforderung für ihn."
Rory zuckte zusammen. Sie hatte es satt, dass die Leute sie immer wieder als Tristins Herausforderung bezeichnet. Ehe sie antwortete, wurde ihr jedoch klar, dass Summer sie einfach nur provozieren wollte.
Die Schüler um sie herum schienen voller Erwartung, was passieren wurde.
Zu ihrer Überraschung, wandte Rory sich jedoch von Summer ab, nahm ihren Rucksack und schloss ihr Schließfach. Dann wandte sie sich lächelnd an Tristin: „Wir sehen uns im Unterricht." Sie hauchte ihm einen Kuss auf den Mund und bevor sie ging, lächelte sie Summer noch ein Mal an. Kurz nachdem sie zwischen den staunenden Schülern verschwunden war, löste sich die Menge auf, während Tristin und Summer zurück blieben.
Als Tristin sicher war, dass sich niemand mehr für sie interessierte, flüsterte er leise: „Summer, lass Rory in Ruhe! Ich wüsste sowieso nicht, warum es dich kümmern sollte. Wir haben schon vor einer Ewigkeit Schluss gemacht. Ich bin jetzt mit Rory zusammen und daran wirst auch du nichts ändern können!" Er gab Summer nicht die geringste Chance etwas zu erwidern, sondern drehte sich um und verschwand in dieselbe Richtung, wie Rory.
Rory saß bereits eine Weile an ihrem Platz, als Tristin den Raum betrat und sich neben sie setzte. Er schaute sie stolz an. „Ich habe Summer noch nie so gesehen. Sie hasst dich."
Rory schüttelte den Kopf. Es kümmerte sie relativ wenig, was andere über sie dachten. „Tristin, du müsstest doch eigentlich wissen, dass es für mich keine Rolle spielt, wer mich hasst und wer nicht."
„Dann ist es dir also auch vollkommen egal, was ich von dir denke, Maria?" Tristin beugte sich dicht zu Rory, so dass sie seinen Atem auf ihrer Haut empfinden konnte.
Sie spürte, wie ein leichtes Kribbeln fuhr. Seit wann hatte Tristin nur eine solche Wirkung auf sie?
Tristin bleib ihre Reaktion nicht verborgen. „Ich wusste doch, dass ich diese Wirkung auf dich habe Mar'."
Rory schaute ihm direkt in die Augen. „Tris', wann wirst du es endlich kapieren? Ich habe einfach noch keine Möglichkeit gefunden, dich endgültig los zu werden."
„Maria, du verletzt mich!" Tristin fasste sich gespielt an die Brust.
Rory konnte nichts mehr erwidern, da die Schulklingel ertönte und Max Medina sich von seinem Platz erhob.
„Guten Morgen." Max machte eine kurze Pause in der Hoffnung, dass jemand seine Begrüßung erwidern würde. Er hoffte jedoch vergebens. „Okay danke, dass sie mich alle so herzlich begrüßen. Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändern wird."
Er klatschte kurz in die Hände, was seine Schüler nichts Gutes ahnen ließ. „Ich habe lange überlegt, wie ich einige von ihnen dazu bekomme, wirklich mal zu lesen. Ich weiß, dass es Schüler unter ihnen gibt, die sich bisher so gut es geht um die Lektüren gedrückt haben."
Vereinzelte Schüler lachten kurz. Was ihr Lehrer sagte, war ja auch wirklich nicht vollkommen erfunden.
„Wie auch immer, sie werden alle ein Buch ihrer Wahl lesen und es dann in der Klasse vorstellen. Es soll jedoch nicht einfach nur ein Vortrag sein. Ich möchte, dass sie sich Gedanken darüber machen, wie sie alles darstellen." Max stoppte kurz, als er bemerkte, dass ein Schüler komplett abgelenkt war.
„Mister DuGrey, ich kann mich zwar noch ganz gut daran erinnern, wie es ist frisch verliebt zu sein, aber trotzdem wäre es sehr nett, wenn sie mir ab jetzt so viel Aufmerksamkeit schenken, wie Miss Gilmore zuvor."
Tristin schaute überrascht zu seinem Lehrer, während ein Großteil der Klasse leise kicherte. „Es tut mir Leid, Mister Medina."
„Dankeschön. Wo war ich? Achso, wie gesagt, sollen sie sich etwas für die Präsentation des Buches ihrer Wahl etwas einfallen lassen. Sie können alleine arbeiten oder aber als Paare. Nur denken sie bei der Wahl ihrer Partner daran, dass ihre Note dann auch von der Leistung beider Schüler abhängt. Es bringt also nichts, wenn sie mit Miss Geller oder Miss Gilmore zusammen arbeiten wollen, aber selbst nichts tun wollen. Ich werde es sowieso bemerken. Sie haben einen Monat Zeit für diese Aufgabe. Ich lasse mich einfach überraschen, wofür sie alle sich entscheiden und hoffe einfach darauf, dass sie bei ihrer Wahl die richtige Entscheidung treffen. Noch Fragen?" Er schaute durch die Reihen.
Die ersten Schüler hatten bereits angefangen zu flüstern mit wem sie arbeiten würden. Zu Max Überraschung hatten auch Rory und Tristin ihre Köpfe zusammengesteckt.
„Wir machen das doch zusammen, oder?" Tristin hatte sich wieder zu Rory gebeugt.
Rory begann zu lächeln. „Du hast Mister Medina doch gehört, es bringt dir gar nichts, wenn du mich als Partner wählst und ich die ganze Arbeit mache."
Ein Grinsen breitete sich langsam auf seinem Gesicht aus.„Oh Maria, mir fallen da schon ein paar Dinge ein, die mir die Zusammenarbeit bringen würde, auch wenn du alles machst."
„Änderst du dich jemals?" Rory schüttelte den Kopf.
Tristins Kommentare machten ihr schon lange nicht mehr so viel aus, wie früher. Sie hatte sich daran gewöhnt und genoss ihre gegenseitigen Sticheleien richtig.
„Das musst du schon selber raus finden." Tristin blickte ihr direkt in die Augen. War jedoch überrascht, als Rory den Blick erwiderte.
Tristin wusste nicht, wie lange sie sich angeschaut hatten, als Max Stimme sie beide zurückholte.
„Keine Fragen? Okay, dann fahren wir jetzt mit dem Stoff fort."
Die Stunde verging ohne größere Zwischenfälle, die ungewöhnlich gewesen wären. Als es zum Ende klingelte, stürmten die gleichen Schüler aus dem Raum, wie an jedem Tag, während andere sich wie immer etwas Zeit ließen.
Tristin stand bereits an der Tür, während Rory noch dabei war ihre Sachen in ihrem Rucksack zu verstauen. Wie lange konnte man dafür schon brauchen?
„Kommst du Maria? Ich wollte dir vor der nächsten Stunde noch einen Kaffee spendieren."
Rory schaute strahlend auf. „Sag das doch gleich!" Sie schmiss ihre restlichen Sachen in die Tasche und warf sie dann über ihre Schulter.
Tristin stöhnte erleichtert auf. „Na endlich, ich dachte schon, ich würde Wurzeln schlagen."
„Tristin!" Sie schlug ihm auf die Brust.
„Was? Ich hab doch recht!" Er legte ihr einen Arm um die Schulter und zog sie so sanft mit sich.
Rory konnte fasst nicht glauben, dass sie ihn nicht sofort von sich stieß. Früher wäre das sofort passiert. Aber aus einem unerfindlichen Grund, hatte sie sich innerhalb von einem Tag daran gewöhnt, von Tristin berührt und umarmt zu werden.
Die Klingel ertönte gerade, als Rory den Raum zu ihrer nächsten Stunde betrat. Sie schaute entschuldigend zu ihrer Lehrerin. „Es tut mir leid Misses Cooper. Ich hatte ein kleines Problem mit meinem Schließfach."
Die Lehrerin nickte nur kurz, woraufhin Rory ihren Platz zwischen Paris und Louise einnahm.
„Guten Morgen, ich denke sie wissen, was zu tun ist." Sie nickte kurz in die Runde und setzte sich an ihren Tisch, während die Schüler Tische für ihre Gruppenarbeit zusammen schoben.
Rory arbeitete wie fast immer mit Paris, Madeline und Louise zusammen. Sie stellte überrascht fest, dass alle drei Mädchen sie erwartungsvoll anstarrten. „Was?"
„War wirklich dein Schließfach Schuld an deinem zu spät kommen oder doch eher ein gutaussehender Mitschüler von uns?" Louise schaute sie neugierig an.
Rory konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Tristin hat mir einen Kaffee spendiert und da hab ich halt die Zeit vergessen."
„Du und Tristin? Was ist passiert?" Paris bemerkte die Blicke ihrer Freundinnen und fragte trocken: „Was? Kann ich mich nicht auch mal für so was interessieren?"
„Sollten wir nicht an unserem Projekt arbeiten?" Rory wollte dieses Thema nicht unbedingt mitten im Unterricht ansprechen.
„Wir müssen uns doch sowieso schon nach der Schule zusammensetzen, also können wir jetzt auch etwas anderes machen."
Rory erkannte, dass sie keine Chance hatten, aus dieser Sache heraus zu kommen. Also begann sie bei der Party und den Ereignissen, die darauf gefolgt waren.
„Vielleicht sollte ich jetzt langsam fahren, du wirst sicher deine Ruhe wollen." Tristin hielt es für das beste, Rory erst Mal alleine zu lassen, anstatt sie zu bedrängen. Er wollte nicht riskieren, dass sie ihn komplett von sich stieß.
Rüry schüttelte langsam den Kopf. „Willst du nicht noch mit rein kommen? Wir haben noch Reste im Kühlschrank, die wir uns warm machen könnten."
Tristin traute seinen Ohren kaum. Hatte Rory ihn wirklich eingeladen? Warum nur?
„Warum eigentlich nicht. Ich wüsste da auch noch ein paar andere Sachen, die wir zusammen machen könnten." Er grinste sie mit seiner ganz eigenen Art an.
„Vergiss es DuGrey. Das Einzige, was wir gemeinsam tun, sind Hausaufgaben." Rory drehte sich um und ging ins Haus ohne auf Tristin zu warten.
Er schaute ihr kurz hinterher. Wann hatte sie nur soviel Macht über ihn bekommen? Er war sich sicher, dass er alles tun würde, was Rory von ihm verlangte. So etwas hatte er bei noch keinem Mädchen zuvor gedacht.
Nur langsam ging er auf das Haus zu. Etwas in ihm fürchtete, dass alles nur ein Traum war.
Rory war sich sicher, dass Tristin ihr folgen würde, drehte sich also nicht nochmal um.
Sie öffnete die Haustür und ließ sie für Tristin offen stehen, während sie sich auf den Weg in die Küche machte.
Völlig verwirrt blieb sie stehen, als Lorelai plötzlich vor ihr auftauchte.
„Mom, hey! Was machst du denn hier?"
„Ich musste rasch etwas holen. Lorelai schaute kurz auf die Uhr. „Warum bist du schon da? Dein Bus kommt doch eigentlich erst in zwanzig Minuten."
„Ja schon, aber Tristin hat mich hergefahren."
„Du hast was gemacht? Was ist bloß los mit dir?"
Tristin trat in das Haus und konnte hören, wie Rory mit ihrer Mutter sprach, etwas in ihrer Reaktion sagte ihm, dass es besser wäre sich im Hintergrund zu halten.
„Mom, hatten wir diese Unterhaltung nicht schon? Ich habe beschlossen, Tristin eine zweite Chance zu geben. Warum kannst du das nicht auch?" Rorys Stimme klang flehend. Tristin konnte es kaum ertragen sie so zu hören.
„Ist dir klar, dass es genau das ist, was er will? Er wird dich benutzen und dann fallen lassen. Du weißt selbst am besten, wie sehr er dir das Leben zu Hölle gemacht hat! Menschen wie er ändern sich nicht. Sie sind gar nicht in der Lage dazu."
„Tristin hat sich geändert! Sogar Max glaubt es!"
Lorelai schien einen Moment verwirrt. Seit wann redete Rory mit Max über solche Dinge?
„Was macht Max so sicher? Was wenn er sich genauso irrt wie du Rory?"
„Mom, verstehst du nicht, dass ich Tristin mag? Oder willst du es nur nicht akzeptieren? Er wird diese zweite Chance von mir bekommen. Vielleicht ist es genau das, was er braucht."
„Weißt du was, tu was immer du willst! Ich halt mich ab sofort aus diesen Angelegenheiten heraus. Ich treffe mich heute Abend mit Luke. Du brauchst nicht zu warten, ich weiß nicht, wann ich nach Hause komme." Mit diesen Worten drehte Lorelai sich um und verschwand durch die Hintertür.
Rory kämpfte mit den Tränen, während sie alleine in der Küche zurück blieb. Zumindest fast.
Sie fühlte zwei Hände auf ihren Hüften, während sie sanft umgedreht wurde. Kurz darauf spürte sie, wie sie zwei starke Arme fest umarmten.
Sie schmiegte sich an Tristin. Warum war er immer dann da, wenn sie jemanden zum anlehnen brauchte?
Tristin wusste nicht, wie lange er Rory in den Armen gehalten hatte, ehe sie sich etwas nach hinten beugte, um ihn anschauen zu können. Er heilt sie weiterhin fest in seinen Armen.
Etwas tief in ihm schmerzte, als er Rory so sah. Schließlich war er nicht ganz unschuldig an ihrer Situation.
„Es tut mir leid Rory. Das ist alles meine Schuld."
Rory musste lächeln, als er sie mit ihrem richtigen Namen ansprach. Wie immer, hatte sie diesen angenehmen Schauer verspürt.
„Es muss dir nicht Leid tun! Meine Mom muss sich wahrscheinlich einfach nur an den Gedanken gewöhnen."
„An welchen Gedanken? Den, dass ich eine zweite Chance bekomme oder den, dass du mich magst?"
Rory spürte, wie ihr die Hitze ins Gesicht schoss. Bei dem Streit mit Lorelai hatte sie nicht daran gedacht, dass Tristin alles hören konnte. „Ich, ähm… ich…"
„Pssst." Tristin legte ihr einen Finger auf die Lippen, bevor er ihr langsam die Überreste der Tränen aus dem Gesicht strich. „Schon gut, du musst nichts sagen." Er schaute ihr direkt in die Augen. Wenn er dieses Blau sah, konnte er einfach alles andere um sich herum vergessen. „Weißt du Rory, ich mag dich auch."
Rory wusste, dass er die Wahrheit sagte. Zum einen, weil er sie mit ihrem richtigen Namen angesprochen hatte und zum anderen, weil sein Blick so liebevoll war, dass sie es kaum fassen konnte.
Tristin spürte plötzlich einen Wunsch in sich aufkommen, den er einfach nicht unterdrücken konnte. Ehe er selbst genau wusste, was er tat, hatte er sich zu Rory gebeugt und sie sanft geküsst.
Als Rory seine warmen Lippen auf ihren eigenen spürte, vergaß sie alles, was gewesen war und dachte nur an diesen Moment.
Sie spürte, wie Tristin sie noch fester in seine Arme nahm, während sie ihre Hände um seinen Nacken schlang.
Keiner von beiden wusste, wie lange der Kuss gedauert hatte, als sie sich voneinander trennten und sich gegenseitig anschauten.
„Ja, ich mag dich wirklich Maria."
Rory schüttelte den Kopf. Wie konnte Tristin nur immer noch in sein altes Schema fallen?
„Denk dran, ich habe eine zweite Chance von dir bekommen." Bevor Rory etwas antworten konnte, küsste Tristin sie bereits wieder.
Louise und Madeline hatten der Erzählung gespannt zugehört. Ihre Augen leuchteten, wie bei kleinen Kindern zu Weihnachten.
„Heißt das, Tristin und du sind jetzt zusammen?"
Rory nickte lächelnd. Tristin hatte wirklich eine zweite Chance von ihr bekommen. Eine Chance von der sie selbst gedacht hatte, er würde sie nie erhalten.
Madeline und Louise umarmten sie stürmisch. „Wir freuen uns ja so für dich Rory!"
Rory schaute leicht beunruhigt zu Paris. Was würde sie denken?
Als Rory jedoch ihr lächeln sah, entspannte sie sich und meinte dann: „Wo das jetzt geklärt wäre, können wir ja endlich mit unserem Projekt weiter machen."
