Erinnerungen
Viele Erinnerungen rannten durch ihren Kopf und sie versuchte sie mit dem heißen Wasser wegzuspülen, doch irgendwie funktionierte das nicht wirklich. Sie fragte sich, wie lange sie das psychisch und physisch noch aushalten kann…
…Sie hatte schon viele Expeditionen unternommen und hatte einiges auf ihren Reisen erlebt.
Im Oktober letzten Jahres, war sie nach Ägypten gereist, um das Artefakt des Horus zu suchen. Allerdings befreite sie dabei unwissentlich den altägyptischen Gott, Seth, der die Welt mit seinen Plagen quälte und die zu vernichten drohte.
Lara musste ihren Fehler wieder gut machen und trat gegen Seth an.
Auch ihr Mentor Werner von Croy, war in die Geschehnisse verstrickt. Er wandte sich von seiner einstigen Schülerin ab und erschwerte Laras Weg.
Im Horus Tempel, der Ägyptischen Stadt Edfu, kämpfte Lara schließlich gegen den Gott und es gelang ihr ihn auch tatsächlich wieder in sein ewiges Grab einzusperren.
Allerdings hatte sie keine Zeit mehr sich über ihren Sieg zu freuen, den das ganze Grabmal stürzte, durch die Ausmaße des Kampfes, über ihr ein.
Werner floh unterdessen und lies Lara zurück, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden ihr zu helfen.
Sie versuchte zu fliehen, doch die herunterfallenden Steinmassen, waren einfach schneller und begruben die Archäologin in ewiger Dunkelheit.
Wenige Tage später, hatten ihre Freunde von ihrem Zuhause aus in England ein Suchteam zum eingestürzten Horus-Tempel geschickt, mit der Hoffnung, die Abenteurerin zu finden. Doch alles, was sie fanden, waren ihre Pistolen und ihren Rucksack.
Dann hatte die Welt Lara Croft für tot erklärt.
Doch irgendwo in der nordafrikanischen Wüste, dicht neben einer Oase in einem, der vielen Zelte, erwachte die Archäologin.
Sie hatte überlebt.
Eingeborene hatten sie gefunden und befreit und zu ihrer Heilerin, einer Schamanin namens Putai, gebracht.
Lara verbrachte dort fast einen Monat, bis sie sich von ihren Verletzungen erholt hatte. Doch dann spürte sie allmählich, das sie wieder nach hause musste und wollte.
Also brach sie wieder auf in die zivilisierte Welt, die Erinnerungen an die Ereignisse in Ägypten und den Verrat ihres einstigen Lehrers, nahm sie, als schwarzer Fleck auf ihrer Seele mit.
Die Zeit in der sie wieder zuhause war, tat ihr unglaublich gut und es ging ihr von Tag zu Tag immer besser.
Schon bald war sie wieder fast die Alte.
Werner hatte von ihrer `Auferstehung´ gehört und wollte mit ihr sprechen, allerdings blockte sie ab und ging im aus dem Weg.
Dann fasste er Mitte Februar einen Entschluss. Eigentlich wollte er ihr einige Unterlagen zukommen lassen, die sie für ihn aufbewahren sollte, da er einen Auftrag in Paris angenommen hatte, doch er hielt es für klüger ihr einen Brief zu schreiben und alles in ihren Briefkasten zu werfen.
Lara las den Brief wenige Tage später, doch seine Entschuldigungsversuche interessierten sie nicht im geringsten. Sie warf den Brief wütend in den lodernden Kamin.
Die Unterlagen, die er dabei gelegt hatte, waren allerdings zu Schade, um sie wegzuwerfen, also verstaute sie letztlich doch in ihrem Arbeitszimmer.
Dann im März wurde sie von ihrer besten Freundin, Detective Sara Pezzini aus New York City, um Hilfe bei einigen Übersetzungen gebeten.
Es stellte sich heraus, das sie dazu, doch die Unterlagen von Croys benötigte und sie war froh diese doch nicht verbrannt zu haben.
Lara fand heraus, dass es wohl ein Zepter gegeben hat, das sehr mächtig gewesen sein soll. Es soll einem vergessenen Volk gehört haben, namens Dailmarer.
Doch sie wurden verfolgt.
Die Bösen schienen nie zu ruhen und über alles bescheid zu wissen, denn die wollten das Zepter für ihre Zwecke missbrauchen.
Lara entdeckte eine Höhle auf der griechischen Insel Kithira und dort die erste Hälfte des Zepters. Doch Lara, Sara und Jack tappten dort in eine Falle und Lara wurde entführt.
Sie erwachte irgendwo in Frankreich und sollte dem Drahtzieher - Oliver Martinez - helfen an den zweiten Teil zu kommen. Natürlich weigerte sie sich.
Kurz darauf begegnete sie einem alten Freund - Eric Ashmore. Er war von den Gaunern angeheuert worden, das Zepter zu finden, doch er befreite Lara und flüchtete mit ihr.
Allerdings endete ihr Flucht in einem Fluss.
Lara konnte aus dem Autowrack entkommen, doch Eric konnte sich nicht befreien. Sie schwamm zurück, um ihm zu helfen, doch auch sie schafft des nicht.
Letztlich ertrank er in dem eisigen Fluss.
Ihre Suche nach dem zweiten Teil führte sie nach Kamtschatka, an den Kurilensee in Russland. Einen guten Freund hatte sie verloren und sie wollte verhindern, dass Eric umsonst gestorben war, deshalb setzte sie die Suche fort.
Diesmal wurde sie von ihren besten Freunden Jack und Sara abermals begleitet, doch auch ihr Freund Chase, den sie liebte, war dabei. Obwohl Lara ihnen davon abgeraten hatte, den ihr Instinkt warnte sie. Sie wusste etwas schreckliches würde passieren.
Wieder einmal sollte sie nicht unrecht behalten.
Die Bösen hatten sie gefunden und der Anführer zwang Lara dazu, den zweiten Teil des Zepters zu finden. Als der Anführer die beiden Teile des Zepters in den Händen hielt, zwang er Sara, die Trägerin der Witchblade, die beiden Teile zusammen zu fügen, oder ihre Freunde würden sterben.
Sara tat dies widerwillig, denn nur das Feuer der Witchblade konnte die beiden Teile zusammenfügen oder zerstören.
Doch dann begann ein Kampf zwischen Lara, ihren Freunden und den Bösen.
Schließlich waren alle Gegner erledigt und mithilfe von Lara, Sara mit der Witchblade, der Wächterin des Zepters und einer gewaltigen Druckwelle, wurde das Artefakt letztlich zerstört.
Dann dachten sie, sie hätten es überstanden, doch Martinez überraschte sie.
Er schoss auf Lara, doch Chase sprang dazwischen. Er find die Kugel für sie ab.
Weinend hielt sie ihn in den Armen, als er im sterben lag und fühlte sich einem Nervenzusammenbruch nahe. Sie hatte ihre Mutter verloren und ihren Vater, aber noch nie hatte sie einen geliebten Menschen so sterben sehen. Jack und Sara mussten sie schließlich von der Leiche ihres Freundes wegreißen, denn Wasser des Kurilensees drang in die Höhle ein und überflutete alles.
Lara drehte sich zurück, sie konnte und wollte ihren Liebsten nicht zurücklassen, aber ihnen blieb keine Zeit. Sie wehrte sich, doch Jack hielt sie fest. Dann endlich wurde sie Ohnmächtig.
Die nächsten Wochen waren hart für sie. Die Trauer über Chases Tod wollte einfach nicht weichen. Ihre Freunde Sara, Jack, Madeleine, Sammy, Zip und Alister wollten ihr helfen, doch sie zog sich zurück.
Eine Leere war in ihrem Leben entstanden, die, so glaubte sie, niemals wieder aufgefüllt werden konnte.
Eines Tages, über drei Wochen später, riss sie ein Telefonat aus ihrer Lethargie. Es war ihr Mentor Werner von Croy, der sie damals in Ägypten im Stich gelassen hatte. Er klang ziemlich durcheinander, und er schien wirklich Angst zu haben. Er faselte von einem Auftrag, den er nicht hätte annehmen sollen und das sein Leben in Gefahr wäre.
Lara dachte erst gar nicht daran, ihm zu helfen, doch ihre Freunde überredeten sie in den nächsten Flieger nach Paris zu steigen. Vielleicht würde Lara so wenigstens ihre Probleme mit ihrem Mentor regeln können, dachten ihre Freunde.
Als Lara an der Tür zu Werners Appartement klopfte, stieg erneut die Wut in ihr auf, als sie an Ägypten zurückdachte. Werner öffnete die Tür und Lara trat ein.
Dann begann er zu erzählen, weshalb er sie hergebeten hatte. Lara hörte ihm zwar zu, aber ihr Gesichtsausdruck blieb unverändert.
Sie hatte ihm noch immer nicht verziehen und das wusste er auch.
Werner erzählte ihr irgendetwas über fünf Gemälde der Finsternis und einen dunklen Alchemisten, der mit der Macht und der Hilfe dieser Gemälde, die Nephillim - irgendwelche Engelswesen - auferstehen lassen wollte. Aber er wollte diesem Mann eines dieser Gemälde nicht geben, also war sein Leben in Gefahr und er hoffte auf Laras Hilfe. Er gab ihr sogar eine Adresse, wo sie sich hinwenden sollte, wenn ihm etwas passieren würde.
Doch sie dachte nicht daran ihm zu helfen.
Lara machte ihm laute Vorwürfe, wegen Ägypten, dann schrie Werner etwas und Lara wurde gegen eine Wand geschleudert.
Als sie dann wieder erwachte, war die Wohnung ihres Mentors verwüstet und seltsame Symbole waren an die Wand geschmiert worden - mit frischem Blut.
Werner lag auf der Seite, den Rücken zu ihr gewandt. Langsam ging sie auf ihn zu und rief seinen Namen.
Er regte sich nicht.
Behutsam drehte sie ihn um und erblickte den verstümmelten, ausgebluteten Leichnam ihres ehemaligen Mentors.
Geschockt stand sie auf und sah auf ihre Hände.
Sie trieften vor Blut.
Dann hörte sie in der Ferne Polizeisirenen und sie musste fliehen.
In ganz Paris wurde nach ihr gefahndet, da sie beschuldigt wurde Werner von Croy getötet zu haben. Es war ihr unmöglich die Stadt zu verlassen, da man ihr Gesicht überall kannte.
Lara begab sich zu der Adresse, die Werner ihr gegeben hatte und hoffte, das diese Frau - Margot Carvier - ihr helfen konnte.
Madame Carvier öffnete der Archäologin die Tür. Doch sie hatte natürlich auch davon gehört, dass die Engländerin Werner von Croy auf dem gewissen haben soll. Dennoch, Werner war einer ihrer Vertrauten und hatte Margot darum gebeten, Lara sein Notizbuch auszuhändigen, falls ihm etwas geschehen sollte.
Widerwillig übergab Margot das Päckchen der Engländerin, die daraufhin wieder verschwand.
Am nächsten Morgen hockte sie in einem stillgelegten Bahnwaggon, in einem der Pariser Gettos, und las sich das Notizbuch ihres Mentors durch.
Allem Anschein nach befand sich eines der Gemälde in einer Ausgrabungsstätte unter dem Louvre.
Also machte sie sich auf den Weg, wenn das der einzige Weg war, ihre Unschuld zu beweisen. Sie beschaffte sich Ausrüstung bei Louis Bouchard - dem König der Pariser Unterwelt. Aufgefallen, war ihr dort ein Mann, er war anscheinend immer dort, wo Lara eben auch war und sie notierte sich im Geiste diesen Fremden im Auge zu behalten.
Dann drang sie tief unter die Erde und hatte es unter etlicher Anstrengung und Rätsel auch geschafft, das Gemälde zu bergen. Als sie wieder auf dem Rückweg war, wurde der Louvre allerdings von Söldnern gestürmt und sie musste aufpassen, dass sie nicht entdeckt wurde.
Langsam schlich sie durch eine Halle, dann schwirrte plötzlich etwas an ihr vorbei und im nächsten Moment hatte sie eine Pistole am Kopf.
Es war ein Mann, derselbe, so erinnerte sie sich, der ihr schon im Getto begegnet war, als sie sich ihre Ausrüstung besorgt hatte.
Er entwaffnete sie langsam und hielt sie mit seiner Pistole in Schach und dann standen sie sich gegenüber.
Sie hatten lange einander angestarrt und Lara hatte etwas eigenartiges dabei gefühlt.
Ein Teil von ihr wünschte sich, dass er für immer diese tiefblauen Augen ansehen durfte.
Doch Plötzlich sprintete der Fremde davon.
Die Söldner hatten sie entdeckt.
Lara spurtete ihm hinterher, durch Gänge und Hallen.
Sie versuchte mit dem Fremden Schritt zu halten, und ihre Verfolger abzuhängen.
Plötzlich stand der Fremde neben ihr und drückte ihr das goldene Etwas an den Hals aus dem fünf spitze Klingen schnellten.
Wieder blickten sie einander an und wie durch Geisteshand schwirrte das Etwas davon und zerschnitt sie Seile einer großen, runden Steinplatte, die dann zum Ausgang rollte.
Der Fremde sprang hindurch und auch Lara schaffte es gerade noch, bevor die Steinplatte den Ausgang blockierte und den Verfolgern den Weg abschnitt.
Wieder hastete sie ihm hinterher.
Er saß lächelnd auf der Brüstung des Treppenhauses und als Lara auf ihn zulief, ließ er sich nach hinten fallen und stürzte in die Tiefe.
Lara war erschrocken, dieser Sturz hätte ihn töten müssen, doch als sie hinunterblickte, war er wie eine Katze sicher auf dem Boden gelandet. Lara spurtete ihm abermals hinterher, das Treppenhaus hinunter zum Ausgang…
Sie wollte ihn so viel fragen.
Draußen lag er auf dem Boden - bewusstlos. Dann bekam sie selbst einen Schlag auf den Hinterkopf und verlor ebenfalls das Bewusstsein.
Louis Bouchard fand und weckte sie.
Sie lies sich zurück zu von Croys Wohnung bringen, da sie etwas nachschauen wollte. Am Tatort wurde sie angegriffen, von Bouchards Killern.
Sie überlebte und schwor sich, das er dafür bezahlen würde. Seine Spur führte nach Prag und genau dorthin folgte ihm Lara.
In Prag ging ihre Suche weiter. Sie musste den dunklen Alchemisten - Pieter van Eckhardt - aufhalten, ihn stellen und damit ihre Unschuld beweisen.
Sie holte sich viele Informationen über Eckhard und die Cabal - eine Vereinigung aus fünf Alchemisten, ähnlich der Mafia, nur um einiges gefährlicher.
Die Cabal hatte Lara gejagt, als sie in deren Hauptquartier eingedrungen war, das Strahov Gebäude. Dann betrat sie eine Schleuse und plötzlich ging das Licht aus und die Türen zu.
Sie saß in der Falle.
Zuerst dachte sie, die Cabal hätte sie erwischt, doch es war der Fremde aus Paris, der ihr offensichtlich wieder einmal gefolgt war. Er versprach sie bald wieder da raus zu lassen, nachdem sie ja so viel Unsinn angestellt habe, dann entfernte er sich.
Einige Zeit später, die Lara wie Stunden vorkamen, ging das Licht wieder an und die Schleusentüren öffneten sich erneut.
Hastig kletterte die Archäologin an einigen Stangen der Wand hoch und hielt sich an der Decke fest.
Der Fremde betrat die Schleuse, konnte sie aber nicht sehen.
Hinter ihm ließ sie sich fallen und trat ihm die Waffe aus der Hand. Ihre eigene hatte sie erhoben und zielte auf seinen Kopf.
Dann verlangte sie antworten.
Der Fremde, dessen Name Kurtis Trend lautete, erzählte ihr was sie hören wollte. Sie hatte erfahren, wie sie Eckhardt besiegen konnte und sie hatte erfahren, warum dieser Kurtis hier war.
Er wollte den Tod seines Vaters rächen, den Eckhard vor einem Jahr ermorden lies.
Lara und der Fremde beschlossen zusammenzuarbeiten, so hatten sie eine größerer Chance zu siegen, dann trennten sich ihre Wege und Lara zog los, um das letzte Gemälde zu erbeuten.
Später betrat sie einen Raum, eine Art Arena, nachdem sie das letzte Gemälde aus den unterirdischen Gewölben des Strahovs geholt hatte.
Oben auf einem Podest stand Eckhardt mit einem seiner Handlanger, Marten Gunderson.
Sie hatten Kurtis gefangen genommen.
Eckhard verlangte von der Engländerin, das die ihm das Gemälde geben soll, sonst würde der Fremde sterben.
Lara konnte nichts anderes tun as zu gehorchen, sie wollte nicht noch mal für den Tod eines Unschuldigen verantwortlich sein.
Eckhardt fing das Gemälde auf und stieß den Fremden zu Lara in die Arena hinunter. Dann verließ der Alchemist den Raum mit seinem Handlanger.
Ein riesiges Tor öffnete sich hinter ihnen und eine gewaltige Insektenartige Kreatur attackierte Lara und Kurtis.
Der Fremde riss Lara zur Seite und half ihr zu entkommen. Er machte eine Hexenleiter, sie stieß sich ab und flog durch die Luft in Richtung des Podests, wo Eckhardt eben gestanden hatte.
Für einen kurzen Moment fühlte sie sich als würde sie schweben.
Sie wollte Kurtis helfen, aber er drängte sie dazu Eckhard aufzuhalten. Also ließ sie ihn mit dem Monster allein.
Langsam betrat sie das Reich des Alchemisten.
Er hatte sie sofort erblickt. Ein heftiger, harter und schwerer Kampf entbrannte und Lara hatte zwei von drei Kristallsplitter in seinen Körper gerammt.
Die drei Splitter hatte sie von Kurtis bekommen und das war die einzige Möglichkeit Eckhardt zu besiegen.
Gerade als sie mit dem dritten zustechen wollte, hielt sie jemand zurück und schleuderte sie zu Boden.
Es war Jochim Karel - einer von Eckhardts Handlangern.
Er hatte ihr den letzten Splitter abgenommen und Eckhardt damit vernichtet.
Karel war ein lebender Nephillim und ein Gestaltenwandler, wie er jetzt zeigte, als er offenbarte, das all das hier sein Werk gewesen war und er Werner von Croy ermordet hat, als er sich in Eckhardt verwandelte.
Er erschien ihr in vielen Gestalten, denen sie in den letzten Tagen begegnete war, darunter auch in Kurtis Gestalt.
Nun lies es sie an der Existenz von Kurts Trend zweifeln.
Lara wurde wütend und bekämpfte Karel.
Es dauerte nicht allzu lange, bis sie merkte, das sie so kaum eine Chance gegen ihn hatte, also spurtete sie in die Mitte des Raumes, wo der schlafende Nephillim hing.
Lara tötete das Schlafende Wesen und ein mächtiger Energiestrahl wurde entfacht. Lara zögerte nicht lange, sondern rannte zum Ausgang.
Dann eine Explosion und sie wurde die letzten Meter weggeschleudert.
Als sie in Sicherheit war verschnaufte sie einen Moment, es war vorbei.
Dann fiel ihr Kurtis wieder ein. Sie hatte ihn mit diesem Monster allein gelassen.
Sie spurtete zu der Arena zurück, doch es war nichts zu sehen.
Langsam Schritt sie in die Mitte, als sie etwas glänzendes inmitten einer Blutlache erblickte. Sie bückte sich und griff nach dem runden Etwas. Es war die Waffe, die Kurtis damals im Museum und im Strahov benutzt hatte. Aber all das Blut auf dem Boden, beunruhigten sie.
War es Kurtis´ Blut? Selbst wenn er hier rausbekommen war, wäre er gestorben, da er zu viel Blut verloren hat.
Gab es Kurtis eigentlich wirklich oder war es die ganze Zeit Karel gewesen?
Plötzlich reagierte die runde Waffe in Laras Hand und die fünf scharfen Klingen zuckten daraus. Es bewegte sich von selbst und führte Lara Richtung Ausgang.
Lara hatte gesiegt und die Beweise für ihre Unschuld gefunden, doch als sie sich der Polizei stellte wurde sie dennoch eingesperrt.
Zwei Wochen saß sie in einem Gefängnis und in dieser Zeit ging es ihr sehr schlecht. Sie schlief kaum, wurde von Alpträumen heimgesucht, die ihr langsam den Verstand raubten. Von dem Essen wurde ihr Zeitweise so schlecht, dass es ihr wieder hochkam und sie hatte schrecklich, stechende Kopfschmerzen.
Ihre Freunde versuchten zwar sie zu besuchen, doch sie wurde immer noch für die Mörderin gehalten und durfte mit niemandem reden.
Zwei Wochen war sie in dieser Isolation, dann endlich wurde sie freigelassen und kehrte nach hause zurück…
Lara stellte das Wasser der Dusche ab und schlüpfte dann in ihren kuscheligen, weisen Bademantel. Vor dem großen Spiegel kämmte sie sich ihre Haare und verdrängte ihre Erinnerungen.
Doch diese runde Waffe von dem Fremden, war ihr immer noch ein Rätsel, das sicher verschlossen in ihrer Waffenkammer lag.
Als sie wenige Minuten später wieder in ihrem Schlafzimmer war, ließ sie sich erschöpft in ihr großes Himmelbett fallen. Sie drehte sich auf den Bauch und kuschelte sich in eines ihrer großen Kissen. Allerdings hatte sie Angst davor die Augen zu schließen, denn sie wollte das alles nicht noch einmal Träumen.
All die Ereignisse hatten sich in ihre Seele gebrannt und wollten sie einfach nicht mehr loslassen…
