Final Fight
Kurtis erschrak.
Es ging einfach zu schnell.
Er konnte es trotz seiner Fähigkeiten nicht verhindern.
Die Grabjägerin zuckte, weitete die Augen und blieb abrupt stehen, als sich etwas in ihren Rücken bohrte.
,,Nein!!´´ schrie Kurtis aufgebracht und sprang auf.
Lara starrte ihn mit großen Augen an, dann begann sie zu schwanken.
Ihre Beine gaben nach.
Kurtis packte sie, bevor sie stürzte und setzte sie sanft auf dem Boden ab.
Sie kniete vor ihm, doch beugte sich instinktiv etwas nach vorne, weil da etwas war, was ihr unangenehm war.
Lara krallte sich an ihm fest und befand sich im Schockzustand. Sie wusste, was sie getan hatte, doch das Adrenalin, das durch ihren Körpern schoss, verschleierte die letzten Sekunden etwas.
Kurtis weitet vor Grauen die Augen, als er sah, das der Kristallsplitter tief in Laras Rücken steckte, unterhalb ihrer Schulterblätter.
Blut strömte aus ihrer Wunde.
,,Oh Gott,…´´ begann er hektisch und fasste ihr an die Schultern, ,,….Oh Gott Nein!…Bitte nicht!…Lara?!´´ Er wusste nicht wo und wie er sie anfassen sollte.
Kurtis blickte ihr besorgt ins Gesicht du vergaß alles um sich herum.
Der Schock stand noch immer in ihrem Gesicht geschrieben. Schmerz zischte durch ihren Rücken und das nicht zu knapp.
Sie kniff die Augen zusammen und brachte nur ein Stottern hervor: ,,…K…Kurtis…´´
,,Warum?…Warum hast du das gemacht?…´´ er war fassungslos und nahm ihr Gesicht in seine Hände, ,,…Ich hätte mich schon irgendwie mit meine Fähigkeiten geschützt. Oh Lara…warum?´´
Sie sah ihn an und atmete unregelmäßig und flach, denn bei jedem Atemzug tat es höllisch weh, doch sie brachte ein schwaches Lächeln hervor: ,,D..Du…hättest das selbe…auch für mich getan…Ich k…konnte nicht…zulassen, das dir was passiert…´´ dann verzog sie das Gesicht und stöhnte, ,,…Aau!´´
,,Schhh…´´ begann er, ,,…Versuch dich nicht anzustrengen. Ich werde dich hier raus bringen.´´
,,Das sehe ich anders!´´ rief Damian dazwischen…
Kurtis blickte auf.
Er hatte ihn ebenfalls vergessen. Doch nun war ihm klar, das er es nicht so leicht haben würde.
,,Oh, wie niedlich ihr zwei ausseht. Ein wirklich hübsches Pärchen…´´ begann Damian sarkastisch und doch finsterem Blick und sein Handschuh glühte, ,,…dumm nur, das die Kleine bald tot sein wird…Vielleicht hättest du die Güte, es zu beenden Trent, denn ich will dich genauso, wie sie.´´
Ja, er hätte die beiden jetzt einfach töten können. Doch er wollte sie beide leiden sehen. Damian wusste, er würde leichtes Spiel mit Kurtis haben, wenn dieser wütend war.
Kurtis entgegnete nichts.
Er blickte nur stumm zu dem Alchemisten zurück und empfand nichts als Wut und Hass.
,,Du musst es tun…´´ sagte Lara schwach und blickte Kurtis an, der Schock war gewichen ,,…Du musst ihn töten, Kurtis…Dann ist es vorbei.´´
,,Lara, ich…´´ begann Kurtis, doch brach ab.
Er war hin und her gerissen.
Einerseits wollte er das Damian dafür bezahlt und er wollte ihn fertig machen. Andererseits wollte er Lara nicht alleine lassen. Er wusste nicht wie schwer sie verletzt war.
,,Bitte…´´ hauchte Lara und schloss die Augen.
Sie spürte, wie warmes Blut ihren Rücken herunter lief und das fühlte sich gar nicht gut an.
Kurtis sah zu ihr und Besorgnis stand in seine Augen geschrieben.
Doch er nickte.
Den zweiten Splitter hielt er bereits in der Hand, doch dann fiel es ihm wieder ein: ,,Lara, ich brauche…´´
,,…den dritten Splitter…Ja ich weiß…´´ sie schluckte.
Kurtis wusste, was er tun musste und er tat es keinesfalls gerne.
Mit leicht zitternder Hand umfasste er das Ende des Splitters, der noch aus Laras Rücken herausragte.
,,Halt dich einfach an mir fest…´´ er schlang den freien Arm um sie, um sie zu halten. Kurtis atmete einmal tief durch, dann fasste er sich Mut den nächsten Schritt zu tun.
Sein Herz klopfte laut in seiner Brust und es tat ihm mindestens genauso weh wie ihr, doch er beschloss es, schnell zu tun.
Er zog.
Lara krallte sich in seinen Oberarm, schloss die Augen und schrie auf.
Sie spürte, wie der Splitter aus ihr heraus gezogen wurde und das fühlte sich echt schrecklich an. So, als würde jemand an ihren Nervenenden herum schneiden. Dann war es vorbei und plötzlich konnte sie wieder etwas besser atmen.
Erleichtert atmete sie durch, doch war beunruhigt, als sie fühlte, wie ein Schwall Blut aus der Wunde floss.
,,Komm…hier her…´´ er griff ihre Arme und zog sie sachte zur Wand. Lara lehnte sich mit der Schulter dagegen und blickte Kurtis an.
,,Halt durch, okay…´´ sagte er und sah ihr eindringlich in die Augen, ,,…ich komme zu dir zurück.´´
,,Ich weiß…´´ ihre Stimme versagte ihren Dienst.
Kurtis beugte sich vor und gab ihr eine flüchtigen Kuss auf die Stirn, dann stand er auf.
Nun lag es an ihm…
,,Wirklich echt niedlich…´´ grinste Damian gehässig, ,,…Ich kann es gar nicht erwarten ihr den Rest zu geben, sobald du aus dem Weg geräumt bist!´´
Der Alchemist machte sich um Lara keine Sorgen, denn bei dem Blutverlust, den sie erleiden würde, wäre sie bald zu schwach um Kurtis zu unterstützen und dessen war er sich hundertprozentig sicher.
Kurtis ging wütend und schnellen Schrittes in die Mitte des Raumes. Er trat Damian entgegen ohne daran zu denken, was aus ihm werden würde, denn er wusste, das Lara Hilfe brauchte und sie würden nicht eher rauskommen, bis das erledigt war.
Mit Hass in seinen Augen sah er den Alchemisten an.
,,Sparen Sie sich ihre dummes Sprüche…´´ fauchte Kurtis sauer, ,,…Kommen Sie endlich zur Sache!´´
Damian blickte Kurtis in die Augen: ,,Wenn du das so willst!´´
Er streckte blitzschnell seine Hand nach vorne und schoss Energie auf Kurtis ab.
Kurtis sprang zur Seite und rollte sich am Boden ab.
Er war noch in der Hocke, doch blickte zu Damian und konzentrierte sich.
Dann wurde Damian zurückgeschleudert und knallte mit dem Rücken gegen den Tisch.
Kurtis warf ohne zu zögern den zweiten Splitter nach ihm, den an dem noch immer Laras Blut hing. Damian sah es allerdings diesmal kommen und duckte sich rechtzeitig.
Der Kristallsplitter flog über den Tisch hinweg und landete klappernd auf dem Boden.
,,So einfach werde ich es dir nicht mehr machen, Trent!´´ schrie Damian und richtete sich wieder auf.
,,Ach ja?…´´ auch Kurtis war wieder auf die Beine gekommen, ,,…Wo ist dann Ihre Verstärkung?´´
Damian grinste: ,,Für dich brauche ich noch keine, du Stück Dreck, aber sie werden bald kommen!…Es war alles geplant. Meine Männer sollten euch hierher locken, wo ich bereits auf euch gewartet habe!´´
,,Dumm nur, das wir in Ihrer Waffenkammer gelandet sind, was?´´ sprach Kurtis spottend.
Während diese, eher kleinen Unterhaltung hatten die beiden begonnen, sich zu umkreisen, ähnlich wie zwei Gladiatoren in einer Arena.
,,Ich muss zugeben, das ich nicht erwartet haben, das ihr dort reinkommt, aber du musstest ja deine Zaubertricks anwenden…´´ entgegnete Damian, ,,…Doch so sei es eben. Gegen mich, wirst du nicht ankommen, es wird dir dein Leben kosten, noch bevor die liebe Lara ihren letzten Atemzug getan hat.´´
,,Das werden wir noch sehen!…Jahrhunderte lang haben die Lux Veritatis gegen das Böse gekämpft, letztlich sogar ihr Leben gelassen… und ich bin sicher, das mich meine Vorfahren mich hier und heute bei diesem Kampf unterstützten und ich werde Sie vernichten, Damian, auch wenn es das letzte ist was ich tue!´´
Damian verzog wütend sein Gesicht: ,,Dann verreckst du eben!´´
Er stürmte auf Kurtis zu.
Damian entfachte Energie aus seinem Handschuh und wollte Kurtis ins Gesicht schlagen, doch er konnte rechtzeitig ausweichen und Damians rechtes Handgelenk packen.
Der Alchemist drückte seine Hand vor, als wolle er die Energie Kurtis ins Gesicht drücken. Doch Kurtis schaffte es, das es Damian nicht gelingen konnte.
Dann schnellte Damians andere Hand vor und wollte sie Kurtis in den Bauch rammen, doch auch diese Hand fing Kurtis ab.
Damian legte sein ganzes Gewicht in seine Arme und seine Augen glühten vor Hass.
Er wollte Kurtis erreichen.
Und zwar jetzt.
Kurtis hielt dagegen an und ließ es nicht zu, das er ihn erwischte.
Mehrere Sekunden vergingen und keiner von beiden war stark genug, den anderen zu überwältigen.
Doch was Damian in seiner Wut übersehen hatte, war, das Kurtis mittels seiner Fähigkeiten den Kristallsplitter, den er eben noch in den Händen hielt, schweben ließ.
Kurtis ließ den Splitter vorschießen.
Damian sah es aufblitzen, doch es war schon zu spät.
Der zweite Splitter bohrte sich Damian bis zum Anschlag in die Brust.
Es zischte erneut.
Damian van Eckhardt brüllte vor Schmerz auf und ließ ab von Kurtis.
Er krümmte sich und torkelte nach hinten.
Wieder hatte er ihn erwischt. Wieder hatte Trent einen kleinen Sieg errungen und war seiner Vernichtung näher gekommen.
Damian wusste, das er sterben würde, wenn es Trent auch noch gelingen würde ihm den dritten Kristallsplitter in die Stirn zu rammen. Das musste er verhindern.
Doch er war nun nicht mehr so siegessicher, wie zu Anfangs. Er war verwundet, doch seine Männer würden gleich kommen und dann würde Trent endlich sterben.
Als Damian sich erheben wollte, hatte Kurtis sich schon auf ihn gestürzt…
Beide flogen in einem Bogen zu Boden.
Kurtis schlug noch im Fallen, voller Hass, auf Damian ein.
Rechts gegen seine Wange, links gegen seine Wange.
Er wusste, das es niemals gut war, sich bei einem Kampf durch Gefühle lenken zu lassen, doch er konnte nicht anders. Auch er war bald nervlich am Ende und er fragte sich, warum das alles passieren konnte. Diese ganze Organisation, die Cabal mit allem Drumherum, wünschte er einfach zum Teufel.
Dann trieb Kurtis ihm die Faust in den Magen, dann die andere.
Er ließ all seine Wut auf einmal raus, blitzschnell und ohne jegliche Art zu zögern.
Doch dann griff Damian urplötzlich Kurtis´ rechtes Handgelenk und blockte den nächsten Schlag ab. Er entfachte Energie aus seinem Handschuh und schleuderte sie blitzschnell gegen Kurtis´ Brust.
Kurtis flog nach hinten, runter von Damian und knallte auf den Boden.
Kurtis drehte den Kopf kurz nach rechts und sah unter dem Tisch durch, dort lag der letzten Splitter.
,,Denk nicht mal dran Trent!…´´ Damian erhob sich, doch man sah bereits, das er blass war. Blut strömte aus seiner Seite und seiner Brust.
Die beiden Splitter steckten noch immer in ihm.
Er hob den Handschuh und schoss erneut.
Kuris rollte sich schnell zur Seite, doch die Wucht der Energie sprengte ein muldenförmiges Loch in den Boden.
Steinbrocken lösten sich und wurden umher geschleudert.
Kurtis schützte sein Gesicht, doch sah dann wieder einen Energiestrahl auf sich zu kommen. Er schaffte es auch diesem zu entkommen, indem er sich abermals zur Seite rollte.
Wieder wurden Steinbrocken aus dem Boden geschlagen und wirbelten durch die Luft.
Dann ließ Damian einen dritten Energiestrahl auf den am Boden liegenden Kurtis schleudern, doch diesmal hatte Kurtis sein Chirugai gegriffen.
Er hielt es vor sich und genau, wie vorhin, wurde die Energie zu Damian zurückgeschleudert.
Damian sah das, unter der Helligkeit, nicht kommen und wurde dann von seiner eigenen Energie getroffen. Er stürzte nach hinten.
Kurtis sprang blitzschnell auf und lief zum Tisch.
Doch auch Damian war wieder da, denn er hatte seinen Sturz abgefangen, und hastete Kurtis hinterher. Er packte ihn am Kragen, als Kurtis dran war über den Tisch zu springen, um zu dem dahinter liegenden, letzten Kristallsplitter zu kommen.
Kurtis rammte seinen Ellenbogen nach hinten, um Damian von sich weg zu stoßen.
Damian zuckte zwar, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Er riss an Kurtis´ Arm um ihn vom Tisch wegzubringen.
Kurtis ließ sich nach hinten fallen, um Damian zu Boden zu bringen.
Es klappte auch.
Nur im Fallen, zerrte Damian Kurtis mit sich mit.
Beide Männer knallten erneut zu Boden.
Kurtis rollte sich blitzschnell von Damian weg und kam wieder auf die Beine. Ebenso wie der Alchemist.
Dann standen die beiden sich gegenüber.
Sie starrten einander in die Augen.
Kurtis hatte sein Chirugai in der Hand und Damian trug seinen glühenden Handschuh.
Jeder wartete darauf, das der andere den ersten Schritt machte.
Eine lange, kurze Weile verging…
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Sie sah eine T-Kreuzung vor sich und stoppte, als sie vielen Schatten sah.
Dann stürmten einige Söldner durch den Gang, der den kreuzte indem Sara sich befand. Doch die Männer sahen sie nicht.
Etwas schien da zu passieren.
Das wusste Sara und sie hastete ohne zu zögern hinterher.
Eben noch hatte sie ihre Verfolger abgehängt und teilweise erledigt, auch weitere Söldnern, die ihr über den Weg liefen, hatte sie unschädlich gemacht.
So war sie nun hierher gekommen und sie wusste, das, wenn sie links um die Ecke lief, sie direkt zu dem Wintergarten kommen würde.
Sara stoppte kurz vor der Kreuzung, denn sie wollte den Söldnern nicht in die Arme laufen. Dann spitzte sie um die Ecke und sah, das die Männer sich an der Tür zum Wintergarten zu schaffen machten.
Sara hörte auch Kampfgeräusche und wusste, das dort ihre Freunde waren.
Sie fasste den Entschluss die Söldner hier etwas abzulenken, damit die ihr Ziel nicht erreichen konnte. Sara trat ohne weiteres Zögern in den Gang.
,,Hey!…´´ rief sie den schwarz gekleideten Söldnern zu.
Abrupt drehten die Männer sich zu ihr um, es waren acht, wie Sara nun erkennen konnte.
,,…kann ich mitmachen?´´ fragte Sara provozierend und hob die glühende Witchblade vor ihren Körper.
Das tat sie auch keine Sekunde zu spät, denn die Männer eröffneten das Feuer mit ihren Waffen.
Die Blade formte einen Schutzschild und jede Kugel prallte ab und schlug gegen Wände, Boden und Decke. Zwei der Söldner wurden von zurück geschleuderten Projektilen erwischt.
Tot gingen sie direkt zu Boden.
Die Schießerei stoppte.
,,Ihr könnt mich so nicht besiegen, Jungs…´´ begann Sara dann und senkte die Witchblade. Sie wollte die sechs übrigen Männer von der Tür weg locken und ablenken.
,,..Kommt her und ich geben euch eine faire Chance…´´ sagte Sara dann.
Zwei der Söldner stürmten vor, mit erhobenen Messern, bereit auf Sara ein zu stechen.
Sara duckte sich unter dem Hieb des ersten Mannes und blockte den des zweiten Mannes ab, indem sie sein Handgelenk packte.
Sara verdrehte es auf den Rücken und hatte den Mann dann als Schutzschild vor sich.
Der erste Söldner hatte das nicht wirklich mitbekommen, sondern erneut ausgeholt und stach zu.
Tief drang sein Messer in den Körper ein, doch mit Schrecken erkannte der Mann, das er seinen Kumpanen, statt der Trägerin, erwischt hatte.
Blut sprudelte aus dem Bauch des zweiten Mannes, der noch kurz zuckte, aber dann vor Sara tot zu Boden glitt.
,,Du dreckige Schlampe!´´ schrie der zweite Mann und Wut beherrschte ihn.
Er stach abermals zu, doch Sara wisch aus, indem sie nach hinten sprang.
Dann fuhr das Messer von oben auf Sara herab.
Sie streckte die Hand aus, griff das Handgelenk des Angreifers, verdrehte es, es knackte, und trat dem Mann dann in den Magen.
Er keuchte und beugte sich nach vorne, doch sogleich folgte ein Schlag mit der stählernen Faust der Trägerin gegen die Schläfe des Mannes und er sank neben seinem Komplizen zu Boden.
Doch dann packte ein weiterer Söldner Saras Schulter und schlang die Arme um ihren Oberkörper.
Ihm waren die restlichen drei, mit Kampfgeschrei, gefolgt.
Als dann einer Sara von vorne angriff, trat sie abermals, mit beiden Füßen aus. Der Mann stolperte zurück und prallte gegen die anderen zwei.
Gleichzeitig hatte Sara sich jedoch an ihm abgestoßen und ihr Körpergewischt nach hinten geworfen. So brachte sie den Mann, der sie festhielt ins trudeln und er musste um sein Gleichgewicht kämpfen.
Sara konnte einen Arm befreien und rammte ihm ihren Ellenbogen in sie Seite.
Der Man ließ sie nun vollends los und Sara nutze das aus. Sie packte ihn an den Schultern, zog seinen Oberkörper runter und ihr Knie bohrte sich in seinen Bauch. Daraufhin fiel der Söldner auf die Knie.
Sara bemerkte die anderen drei von hinten herannahen und fackelte nicht lange. Sie streckte die Faust aus und ein Energiestrahl entwich der Blade.
Die drei Söldner fielen in einem Bogen zu Boden.
Währenddessen, hatte Sara nicht den Kragen des Mannes, der von ihr kniete und halb benommen war, losgelassen.
Jetzt drehte sie sich zu ihm, hob seinen Kopf an und schlug ihm mit der Faust gegen die Wange. Sie wich einen Schritt zurück und trat ihm dann gegen den Kopf, woraufhin auch dieser Mann zu Boden ging.
Doch dann sah sie im Augenwinkel etwas aufblitzen.
Es war eine Klinge eines Angreifers, die wieder von oben auf sie herab fuhr.
Sara griff noch rechtzeitig das Handgelenk des Söldner mit ihren beiden Hände, wich gleichzeitig aus, sodass sie jetzt neben ihm stand und nutzte den Schwung des Mannes, um seinen Angriff weiter zu leiten.
Tief versank das Messer in dem Bauch des Söldners, der aufschrie und dann umkippte, nachdem Sara ihm noch den Ellenbogen ins Gesicht gerammt hatte.
Diesmal wurde sie erneut am rechten Arm gepackt und eine Klinge über ihren Arm getrieben, doch die Witchblade verhinderte eine Verletzung, indem sie Sara, wie einen Panzer, umschloss.
Blitzschnell schossen Ranken der Witchblade vor und schlangen sich um den Mann. Er schrie auf vor Schreck.
Dann stach der letzte Gegner zu, doch Sara trat ihm noch rechtzeitig das Messer aus der Hand.
Wütend hob er sein Gewehr und schoss, doch wieder wurde Sara durch den Schutzschild geschützt. Sie trat erneut aus und trat die Brust des Mannes, der daraufhin zu Boden fiel.
Sara drehte den Kopf und wandte sie wieder dem Söldner zu, der verzweifelt versuchte sich aus den Ranken zu befreien, die ihn wie eine Würgeschlange umschlungen hatten.
Sara stoppte die Ranken, kam zu dem Mann und schlug ihm die Handkante gegen den Hals. Blut schoss ihm aus dem Mund und er sackte zu Boden.
Die Ranken zogen sich derweil zurück in die Witchblade.
Dann drehte Sara sich wieder zu dem letzten Gegner um, der wieder auf die Beine gekommen war und mit ausgestreckten, bloßen Händen auf sie zukam, als würde er sie würgen wollen.
Doch Sara machte eine Überschlag nach hinten und als sie ihre Beine nachzog, schlugen sie gegen das Kinn es Mannes, der wieder ins Schwanken kam.
Sara stand wieder, als er nach ihr austrat und zu ihrem Kopf zielte. Sie duckte sich rechtzeitig unter seinem Bein.
Dann trat er erneut aus, zu ihrer Hüfte.
Sara formte mithilfe der Blade erneut eine stählernen Schutzschild und das Bein des Mannes krachte dagegen.
Er zuckte, doch ließ sich nichts anmerken.
Dann schnellte er vor und schlug zu.
Die Polizistin blockte seinen Schlag ab und leitet seine Faust weiter, an ihr vorbei.
Jetzt befand sie sich allerdings auf der ungeschützten Seite des Söldners und ihre Faust krachte in seine Rippengegend. Daraufhin folgte ihre andere.
Der Mann keuchte und knallte gegen die Wand, doch drehte sich um und gerade als Sara erneut zuschlagen wollte, fasste er ihren Arm.
Dann bohrte sich seine Faust in ihren Bauch und Sara zuckte zusammen, doch sie ließ sich fallen. Dabei krallte sie den Mann und warf ihn über sich hinweg.
Er knallte hinter ihr gegen die Wand und rutschte zwar zu Boden, doch stand gleich wieder auf. Schneller, als Sara es konnte.
Er trat von oben auf sie herab.
Sara rollte sich zur Seite und ergriff ihre Chance.
Sie trat kräftig aus und traf den Mann mit voller Wucht zwischen die Beine.
Er stöhnte auf, griff sich in den Schritt und fiel auf die Knie, was Sara nutzte um ihm ihren Fuß ins Gesicht zu rammten.
Blut schoss aus seiner nun gebrochenen Nase und er schlug bewusstlos nach hinten.
Sara erhob sich und blickte sich außer Atem um.
Niemand rührte sich mehr, denn alle Söldner waren erledigt. Sie hatte gesiegt.
Sara atmete tief durch, doch sie durfte keine Zeit verlieren, denn sie wusste, das ihre Freunde sie brauchten. Gerade machte sie Anstalt zum Wintergarten zu gehen, als sie plötzlich viele Schritte und wütendes Kampfgeschrei hörte.
Noch mehr Söldner kamen um die Ecke und stürmten auf Sara zu.
Sie blickte ihnen finster entgegen und stellte sich in Verteidigungsposition. Es waren viele Gegner, doch sie würde schon mit ihnen fertig werden…
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Plötzlich verlor Damian die Geduld.
Er brüllte vor Hass los und schleuderte Energie auf Kurtis.
Kurtis hob sein Chirugai und der Energiestrahl wurde davon wieder abgeleitet.
Die Energie bohrte sich hinter Damian in die Wand, da er es schaffte sich rechtzeitig unter der zurück kommenden Energie zu ducken.
Es knallte und Steinbrocken wurden aus der Wand herausgeschlagen.
Damian schoss erneut.
Kurtis wich dem Energiestrahl aus, der sich dann hinter ihm in die Wand bohrte und abermals lösten sich Steinbrocken.
Dann entfachte Damian ein drittes mal Energie, diesmal aber mehrer Strahle in kurzen Abständen.
Kurtis duckte sich unter dem Ersten.
Er blockte den zweiten mit dem Chirugai ab. Dieser wurde zur Decke geschleudert und dicke Risse bildeten sich in dem Glas unter der Wucht des Aufpralls.
Dann machte Kurtis eine Hechtrolle, um der Dritten Energiewelle zu entgehen
Kurtis war noch in der Hocke, als er erneut sein Chirugai erhob, um Damians Angriff zurück zu schleudern.
Diesmal aber schaffte Damian es abermals nicht, auszuweichen und er wurde getroffen. Er torkelte nach hinten, doch fing seinen Sturz ab.
Seine Angriffe stoppten jedoch vorerst und genau das hatte Kurtis beabsichtigt.
Kurtis hatte das Chirugai weg gesteckt, sich erhoben spurtet nun auf ihn los.
Er wusste, das er gegen diese Energie kaum eine Chance hatte, also musste er verhindern, das Damian seinen Handschuh benutzen konnte.
Doch wie sollte er die beiden trennen?
Kurtis tat einfach das, was er am besten konnte. Er improvisierte.
Im die Hand abschlagen wäre auch keine schlechte Idee gewesen, doch Kurtis hatte kaum Zeit, eines der Schwerter auf zu heben, die Lara und er eben trugen.
Stattdessen stürmte seine Faust vor und krachte in Damians ungeschütztes Gesicht.
Der Alchemist spuckte Blut, doch wurde nun so richtig wütend. Er biss sich auf die Unterlippe und schluckte den Schmerz einfach runter.
Dann entfachte er Energie aus seinem Handschuh und schlug auf Kurtis ein.
Kurtis weitete die Augen, als er Damians Faust mit samt Energie auf sich zukommen sah und er duckte sich noch rechtzeitig. Dabei trieb er Damian seine Faust in den Magen.
Damian keuchte, doch packte Kurtis´ Schulter mit seiner freien Hand. Dann gab er ihm eine Kopfnuss und rammte Kurtis seine Faust in die Seite.
Kurts stöhnte leicht, denn diese Seite tat ihm ohnehin schon weh und durch die Energie wurde das allen verstärkt. Er ging zu Boden und legte instinktiv die Hand auf seine rechte Seite.
Doch Kurtis ließ sich nicht unterkriegen.
Er hob seine Beine, als der Alchemist auf ihn eintreten wollte und trat kräftig aus. Seine Beine stießen hart gegen Damians Bauch.
Der Alchemist keuchte auf und rang nach Luft im ersten Moment. Das nutzte Kurtis aus, um ihm gegen das Schienbein zu treten. Er hörte etwas knacken und dann stürzte Damian zu Boden.
Ob er dem Alchemisten etwas gebrochen hatte, wusste er nicht und es war ihm auch ehrlich gesagt völlig egal.
Außer Atem ergriff Kurtis seine Chance und sprang auf…
Kurtis hastete zu dem Holztisch und hörte hinter sich das Zischen, als Damian noch am Boden liegend einen Energiestrahl entfachte.
Kurtis zwang sich nicht auf zu geben, sprang vom Boden ab und rollte sich blitzschnell über den Tisch.
Er knallte auf der anderen Seite zu Boden, als die Energie über ihn hinweg zischte und sich polternd in die Mauer über der Tür bohrte.
Dann sah er nach links und nur eine Armlänge von ihm entfernt lag der letzte Kristallsplitter. Laras Blut klebte noch immer daran.
Für den Bruchteil einer Sekunde, kamen wieder die Bilder in ihm hoch.
Die Bilder, als Lara sich zwischen ihn und diesen blöden Splitter warf.
Die Bilder, als das Ding in ihr steckte und er gezwungen war, es aus ihr heraus zu ziehen.
Doch er ließ sich jetzt nicht weiter ablenken. Er drängte die Bilder zur Seite, denn nur so konnte er ihr noch helfen.
Kurtis packte zu und stand wieder auf.
Er hob die Hand bereit zu werfen, doch Damian war verschwunden.
Kurtis fragte sich einen Sekundenbruchteil, was geschehen war, wo Damian war, doch das war schon einen Sekundenbruchteil zu viel.
Plötzlich packte ihn jemand an dem Arm, in dessen Hand er den Splitter hatte und verdrehte diese auf den Rücken.
Kurtis griff sich an die rechte, schmerzenden Schulter und wusste, das es Damian war. Er hatte sich an ihn heran geschlichen.
Kurtis wunderte sich darüber, das der Alchemist so schnell gewesen war.
Damian stieß Kurtis brutal gegen den Tisch, doch Kurtis wandte sich in seinem Griff. Er rammte seinen freien Ellenbogen abermals nach hinten, doch er traf nur ins Leere.
Dann fühlte er sich angehoben, als Damian all seine Kraft aufbrachte und Kurtis über den Tisch schleuderte.
Wieder knallte Kurtis auf den Boden, diesmal aber mit seiner verletzten rechten Seite und heftige Schmerzen zuckten durch seine Rippengegend.
Hustenreiz überkam ihn und er schnappte nach Luft, als sie ihm aus den Lungen getrieben wurde.
Er kniff kurz die Augen zusammen, doch durfte - verdammt noch mal - nicht aufgeben.
Er wusste aber auch, das er nicht ewig so weiter machen konnte.
Er war erschöpft.
Erschöpft von den Strapazen der letzten Stunden, die auch ihn in einem gewissen Punkt erledigt hatten.
Doch dann dachte er an Lara.
Sie brauchte ihn.
Sie würde es ohne ihn wahrscheinlich nicht schaffen und er hatte sie geschworen, ihr zu helfen. Sie zu retten, am Leben zu halten, und im nächsten Moment, war er wieder voll bei der Sache…
Kurtis hielt den Splitter noch immer fest in seiner rechten umklammert und blickte auf.
Keine Sekunde zu spät, denn Damian war gekommen und wollte seinen Fuß in Kurtis Bauch rammen.
Kurtis rollte sich zur Seite.
Damian eilte hinterher und wollte abermals auf ihn eintreten.
Wieder rollte Kurtis sich zur Seite.
Dann versuchte Damian es ein drittes mal, doch diesmal, war Kurtis in der richtigen Position, um aus zu treten.
Er tat es.
Er fegte Damian Beine weg und der Alchemist stürzte wieder zu Boden.
Kurtis verlor keine Sekunde und rappelte sich auf.
Seine Ohren mochten ihn wohl täuschen, doch er vernahm Kampfgeräusche von dem Gang hinter der Tür, aus dem er und Lara eben kamen. Er hatte aber jetzt keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob es vielleicht Sara war, die Damians Verstärkung abgefangen hatte.
Kurtis hoffte es zumindest.
Dann kam Damian ebenfalls wieder auf die Beine, kaum das er zu Boden gegangen war.
Doch der Alchemist hatte erneut Energie entfacht und ließ sie gegen Kurtis strömen.
Kurtis griff sein Chirugai und blockte die Energie ab.
Damians Angriff ließ nicht nach.
In seinen Augen funkelten Hass und eiserner Siegeswille.
Immer mehr Energie verließ den Handschuh.
Kurtis hatte Mühe diese Energie aufzuhalten und mit dem Chirugai abzublocken.
Funken sprühten umher und wenn etwas brennbares da gewesen wäre, hätte es sofort Feuer gefangen, doch so prallte ein Teil der Energie an dem Chirugai ab und knallte lauthals gegen die Mauern, den Boden, die Glasdecke und die Glaswände. Viele Risse bildeten sich in diesem Panzerglas und breiteten sich langsam aus.
Es erforderte sehr viel Kraft gegen Damian stand zu halten und Kurtis wusste, das er nicht mehr lange durchhalten würde.
Also tat er es.
Kurtis zählte innerlich bis drei und hoffte, das es klappen würde. Dann duckte er sich blitzschnell und zog dann erst die Hände zu sich.
Wie er erwartete, schoss die Energie über ihm hinweg und schlug dicke Brocken aus der dahinter liegenden Wand.
Dann realisierte Damian was geschah und stoppte seinen Angriff.
Er zielte erneut mit seinem Handschuh auf Kurtis, doch Kurtis hatte den Alchemisten bereits erreicht.
Kurtis sprang ab und in der Luft trat er nach Damian. Er traf seine Schulter und Damian torkelte einige Schritte zurück.
Dann eilte Kurtis hinzu und schlug ihm mit der Faust gegen die rechte Schläfe.
Dann gegen die linke.
Kurtis trat dem Alchemisten auf den Fuß und rammte ihm den Ellenbogen in die Rippen.
Damian zuckte heftig und beugte sich etwas vor.
Kurtis sah sie ungeschützte Stirn des Alchemisten. Darauf hatte er gewartet.
Auf diese Chance.
Kurtis hob den Splitter, bereit zu siegen. Doch plötzlich wurde er von einem Energieblitz getroffen, noch bevor er Handeln konnte.
Damian hatte seine Energie erneut entfacht.
Kurtis wurde nach hinten geschleudert und knallte hart zu Boden, als die Energie auf seine Brust traf. Der Kristallsplitter entglitt seiner Hand und schlitterte über den Steinboden davon.
Kurtis blieb auf dem Rücken liegen.
Das Bild vor seinen Augen verschwamm kurz.
Diese Energiewelle hatte ihn voll erwischt und ihm beinahe das Bewusstsein geraubt.
Er schöpfte hastig Atem.
Dann sah er im nächsten Moment Damian über sich: ,,Das ist dein Ende, Trent!´´
