Kapitel 13
Sorry, dass ich für dieses Update so unendlich lange gebraucht habe, aber die Schule hat mich nach den Ferien überrumpelt. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen! Außerdem leide ich zur Zeit unter einer furchtbaren Schreibblockade, aber ich hoffe, dass diese bald zu Ende geht und, dass das nächste Kapitel wieder früher kommt...
Leah und Lexie saßen in ihrem Zimmer auf ihrem Bett. Alexandra hatte ihrer Schwester gerade von ihrer Reise berichtet und nun schwiegen sie, denn sie waren sich nicht sicher, ob es gute oder eher schlechte Neuigkeiten waren. Auf der einen Seite wussten sie jetzt nach was oder wem sie suchten, auf der anderen Seite hatten sie jedoch nicht die geringste Ahnung, wie ihre Suche jemals von Erfolg gekrönt sein konnte. Nachdenklich betrachtete Alexandra die Kette. Sie war also Schuld an diesem ganzen Schlamassel. Was sollte sie jetzt machen? Rumsitzen würde ihr auf jeden Fall nicht weiter helfen.
Als hätte Constance ihre Gedanken gehört, kam sie in diesem Moment durch die Tür.
„Ich muss jetzt ins Schloss. Ich habe eine Aufgabe für euch. Was haltet ihr davon, wenn ihr für mich mal auf den Markt geht. Wie brauchen für heute Abend etwas zu essen.
„Ja, natürlich.", antworteten die Geschwister und machten sich kurze Zeit später mit einem Korb und etwas Geld bewaffnet auf den Weg. Als sie auf dem Marktplatz ankamen, hielten sie die ganze Zeit Ausschau nach jemanden, der die Kette tragen könnte. Als sie an einem Stand etwas Gemüse kauften und Lexie gerade die Konsistenz eines Apfels prüfte, glaubte sie fast, eine Frau mit ihrer Kette gesehen zu haben. Diese stellte sich jedoch nur als ein normaler blauer Stein heraus. Enttäuscht machte sie sich mit Leah auf den Rückweg. Wenn sie noch länger nicht nach Hause konnten, müssten sie sich etwas einfallen lassen. Sie konnte nicht ewig Constance auf der Tasche liegen. Irgendwie musste sie sich Geld verdienen. Alexandra beschloss Constance zu fragen, ob sie eine Idee hatte.
Als Constance durch die Tür kam vernahm sie einen köstlichen Duft. Sie wollte schon in die Küche, aber Leah kam ihr entgegen und hielt sie auf.
„Wir sind noch nicht ganz fertig", sagte sie geheimnisvoll und führte Constance zu einem Sessel.
„Was kocht ihr denn da?", wollte Constance neugierig wissen.
„Das erfährst du gleich...". In dem Moment rief Lexie aus der Küche. „Leah, wo bleibst du?"
„Komme schon?", antwortete die kleinere Schwester und eilte in die Küche und ihrer Schwester zur Hilfe.
Constance lächelte ihr hinterher. Sie hatte Leah so lieb gewonnen und war sich nicht sicher, ob sie sie gehen lassen konnte. Aber sie sah auch, dass sie ihr Zuhause vermisste und wollte das sie glücklich war. Sie höre hinter sich Schritte und drehte ihren Kopf. D´Artagnan war durch die Tür gekommen und sah sie fragend an.
„Nach was riecht es hier?"
„Ich habe keine Ahnung. Die Zwei kochen."
„Wir sind fertig", kam eine Stimme aus der Küche und neugierig setzen sich Constance und D´Artagnan an den Tisch. Lexie trug einen Teller, auf dem ein Stapel teigartiger Fladen lag und stellte ihn stolz auf den Tisch.
„Was ist das?", fragte D´Artagnan etwas misstrauisch.
„Pfannkuchen", grinste Leah.
„Noch nie gehört"
„Kein Wunder, ist ja auch noch nicht erfunden."
Constance nahm sich einen Pfannkuchen und biss hinein.
„Hm, ist das lecker!"
Jetzt traute sich auch D´Artagnan und die Geschwister sahen zufrieden dabei zu, wie es auch ihm schmeckte.
Kurze Zeit später waren alle Pfannkuchen aufgegessen und alle lehnten sich satt und zufrieden auf dem Stuhl zurück.
„Ich wollte da noch eine Sache besprechen", meldete sich Alexandra zu Wort. „Ich dachte, mir, wenn wir noch länger hier bleiben, dann sollte ich vielleicht etwas Geld verdienen."
„Und an was hast du da gedacht?", wollte D´Artagnan wissen.
„Ich weiß auch nicht", gab Lexie zu und sah fragend zu Constance.
Doch es war das Musketier, welchem die Idee kam. „Ich denke, ich habe da eine Idee. Serge sucht jemanden, der ihm der in der Küche helfen kann. Vielleicht zeigst du ihm mal, wie man diese Pfannkuchen macht.".
Beim dem Gedanken, dann auch mehr Zeit mit den Musketieren verbringen zu können, strahlte Alexandra und willigte sofort ein.
Am nächsten Tag ritt also nicht nur D´Artagnan, sondern auch Alexandra in die Garnison. Als sie hinter D´Artagnan vom Pferderücken rutschte und sich umschaute, bemerkte sie, dass es für diese frühe Stunde doch schon ziemlich belebt auf dem Hof zuging. Einige Musketiere trainierten mit ihren Degen und Alexandra erwischte sich dabei, wie sie nach einem ganz bestimmten Musketier Ausschau hielt. D´Artagnan nahm sie jedoch direkt mit in die Küche, in der sie Serge kennenlernte. Er war sehr freundlich und freute sich über ihre Hilfe.
„Es ist nicht immer einfach sie alle satt zu kriegen", erzählte er ihr, als D´Artagnan gegangen war.
„Das kann ich mir gut vorstellen"
Nachdem sie Teller gespült, Suppe gekocht, Wasser geholt und einige Botengänge erledigt hatte, setzte sich Lexie draußen auf eine Bank, schloss die Augen und genoss die Sonne, die so fröhlich vom Himmel strahle. Bis auf einmal die Bank neben ihr knarrte und sich neben ihr jemand niederließ.
„Oh Hallo", begrüßte sie Aramis.
„Hallo, ich habe schon gehört du bist jetzt öfter hier", sagte Aramis und sah dabei mehr als zufrieden aus.
„Ja, das ist richtig"
„Das freut mich!", sagte Aramis lächelnd. „Ich will dir etwas zeigen, komm mit"
Lexie hatte keine Zeit mehr etwas zu erwidern, denn Aramis war bereits mit einem geheimnisvollem Blick voraus gegangen. Zügig liefen sie an trainierenden Musketieren vorbei und Lexie bewunderte mit welcher Eleganz man doch eine Waffe führen konnte. Sie fragte sich, wie wohl Aramis dabei aussah. Bei der einen Gelegenheit, bei der sie ihn kämpfen gesehen hatte, hatte sie andere Prioritäten gehabt, als Aramis zu bewundern. Das Musketier bog gerade um eine Ecke und verschwand in einem Raum. Neugierig darüber, was Aramis ihr wohl zeigen wollte, folgte sie ihm. Sie sah sich in dem Raum um und sah fragend zu Aramis auf.
„Du wolltest mir die Waffenkammer zeigen?", fragte sie vorwurfsvoll und betrachtete die Waffen verschiedenster Arten, die an der Wand hingen.
„Nein, ich wollte einfach nur mit dir alleine sein", sagte das Musketier liebevoll und nahm Lexies Gesicht in seine Hände.
Alexandra musste grinsen: „Und da ist dir kein bessere Ort eingefallen", vervollständigte sie seinen Gedankengang.
„Ich musste improvisieren", verteidigte sich Aramis und Lexie legte ihre Arme über seine Schultern.
„Na, wenn das so ist", schaffte sie noch zu sagen, bevor Aramis sie näher an sich zog und sie leidenschaftlich küsste.
„Aramis? Wo bist du?", konnten die Zwei einen ungeduldigen Ruf von Draußen vernehmen.
„Ich komme gleich", rief das Musketier über seine Schulter und an Lexie gewandt „Ich hoffe, wir sehen uns morgen wieder."
„Das würde mich auch freuen", antwortete Lexie und stellte sich auf die Zehenspitzen, um das Musketier ein letztes mal zu küssen"
Aramis lächelte, drehte sich um und verließ die Waffenkammer, um Athos Rufen nachzukommen.
Lexie blieb noch einen Moment stehen, schloss die Augen, atmete tief durch und seufzte schließlich. Sie war verwirrt. Sie wollte noch immer zurück in das 21. Jahrhundert, das war klar. Nur Aramis machte es ihr nicht leichter.
Sie wollte gerade ebenfalls aus der Waffenkammer treten, als ihr jemand entgegenkam.
„Bonjour, kann ich euch helfen", fragte ein mittelgroße Musketier mit hellbraunen, schulterlangen Haaren und blauen Augen."
„Nein, danke ich habe mich nur hierher verirrt und wollte gerade wieder in die Küche"
Das unbekannte Musketier schaute Lexie fragend an. „In die Küche findest ihr zurück?"
Lexie lächelte ihn an: „Ja, ich denke das schaffe ich"
„Dann noch einen schönen Tag". Der Mann nahm seinen Hut ab und verbeugte sich höflich.
Dabei fiel Alexandras Blick auf eine Kette, die nun aus seinem Hemd baumelte. Ihr Atem stockte. Das war sie, ihr Kette... Sie hatte sie gefunden. Unsicher was sie nun tun sollte blieb sie wie angewurzelt stehen und musterte ihr gegenüber. Ein Musketier? Ihr Vorfahre war also ein Musketier!
Bevor sie den armen Mann noch länger anstarren konnte, verließ Lexie den Raum. Wieder Draußen angekommen atmete sie tief durch. Sie hatte die Kette gefunden, sie würde nach Hause kommen! Alles würde wieder gut werden, endlich gab es Hoffnung. Sie überlegte, was sie jetzt tun sollte. Wie könnte sie an das Erbstück kommen? Nachdenklich wanderte sie über den Hof, bis sie D´Artagnan begegnete.
„Ich hab sie gefunden", war das Einzige, was sie sagte.
„Was hast du gefunden?", fragte das Musketier verwirrt.
„Die Kette"
„Wirklich? Komm mit..."
D´Artagnan führte sie zu einem anderen Teil des Hofes, in dem auch die restlichen drei Musketiere zu finden waren.
„Wer hat sie?", forderte er Lexie auf, weiter zu erzählen.
„Einer der Musketiere!", antwortete sie.
„Was?"
„Wer?"
Die Musketiere waren eindeutig genauso überrascht, wie Lexie.
„Weiß ich nicht, er ist mir eben in der Waffenkammer begegnet."
Porthos sah sie verdutzt an „Was hast du in der Waffenkammer gemacht?", fragte er neugierig.
„Das ist doch jetzt unwichtig", wurde er schnell von Aramis unterbrochen, was ihm einen misstrauischen Blick von den Anderen einhandelte.
„Er hatte braune Haare, blaue Augen, einen braunen Hut, war noch relativ jung und sah nicht schlecht aus", erinnerte sich Alexandra an die Erscheinung zurück.
„Aha", war Aramis Reaktion auf diese Beschreibung.
„Hört sich nach Laurent an", vermutete Athos.
„Wie sollen wir an die Kette kommen? Ich werde nicht einen von uns beklauen", warf D´Artagnan schnell ein.
„Natürlich nicht!", sagte Aramis selbstverständlich und wandte sich dann grinsend Porthos zu: „Mein Freund, ich glaube, dass ist dein Einsatz!"
„Daran dachte ich auch gerade", erwiderte das größere Musketier, grinste geheimnisvoll und machte sich auf den Weg, um seinen Plan zu vollenden.
Lexie sah Porthos verwirrt nach: „Was? Wo will er hin", fragte sie, die verbleibenden Musketiere, welche Anstalten machten ihm zu folgen.
Ein paar Minuten später fand sich Lexie - wie sollte es auch anders sein - mal wieder in einer Taverne wieder. Lexie wurde klar, was Porthos vorhatte, als er Laurent freundschaftlich auf die Schulter klopfte und ein paar Karten auspackte. Anscheinend trafen sie sich hier öfter zum Spielen, doch diesmal würde es einen anderen Einsatz geben. Lexie wusste nicht, wie Porthos Laurent dazu gebracht hatte, seine Kette als Spieleinsatz zu verwenden, doch war froh, als sie aus der Ferne beobachtete, wie das Musketier zustimmte.
„Wird er denn auch gewinnen?", fragte Lexie unsicher und wandte sich an die Musketiere, die von einem etwas weiter entfernen Tisch aus mit ihr zusammen das ganze beobachteten.
„Wird er!", versicherte Athos selbstsicher und wandte sich wieder seinem Glas zu.
Auf Alexandras irritierten Blick hin, klärte Aramis sie auf:
„Er hat da so seine Methoden, musst du wissen. Und er würde hierbei nichts aufs Spiel setzen, wir wissen doch, wie wichtig dir das ganze ist!"
„Was ist, wenn er erwischt wird.", erkundigte Alexandra sich skeptisch.
„Och" Lexie entgingen nicht die Blicke, die sich die drei auf ihr Frage hin zuwarfen und ahnte, dass genau das wohl schon mehr als einmal vorgefallen war. Als die Musketiere dann auch noch anfingen wie verrückt zu grinsen, wollte Lexie lieber doch nicht wissen, was in diesem Fall passieren würde. Sie konnte es sich schon denken, so wie sich jetzt alle ansahen.
Athos Prophezeiung ging in Erfüllung und Porthos hatte es nur eine halbe Stunde später wirklich geschafft, die Halskette zu „gewinnen".
