A/N: So, ich weiß jetzt, was es heißt, Probleme mit dem Hochladen zu haben. –grummel- Dauernd kam nur die Mitteilung, dass bei mir „Error Type 2" passiert ist... Naja –seufz- jetzt hab ich es aber auch wieder geschafft, ein neues Kapitel zu schreiben und; Oh Wunder; auch hoch zuladen! Ich hoffe, ihr verzeiht mir die langen, langen Hochladezeiten... :(

Disclaimer: J.K.R. und Warner Bros. Ich verdiene hiermit kein Geld und habe es auch nicht vor.

Warnings: Slash! Also geht es um die Liebe/Zuneigung zweier Jungs zueinander. Hübsch gesagt, oder? Also, wenn ihr so was nicht mögt, tut es euch und mir nicht an.

So und nu geht's los!


"Was? Hast du noch nicht genug geredet, Weasley?"

„Du bist tausend Umwege gelaufen, Malfoy. Ich muss jetzt auch zu Zaubertränke und ehe ich meine Zeit damit verschwende, zurück zur großen Halle zu laufen, gehe ich lieber auch hier lang." Ron hatte sich sehr zusammen nehmen müssen, um das mit fester Stimme sagen zu können.

„Fein. Und weshalb sprichst du da mich an? Bist du etwa zu blöd, alleine zu laufen?" Diese Worte schmerzten Ron unerwartet. Malfoy sagte dies mit so einer Leichtigkeit, als wäre gestern nichts gewesen. Dabei war er in diesem Klassenraum noch so... lieb? Nun, er war jedenfalls freundlich, ja sogar sympathisch gewesen. Man hätte es fast liebenswürdig nennen können. Und nun war da nur wieder dieses fiese Verhalten, welches er sonst auch auflegte. Der einzige Unterschied war nur, dass Ron das einfach nicht mehr ignorieren konnte. Zugegeben, er hatte dies zwar nie ignorieren können, aber sonst konnte er auf solche Kommentare immer bissig und mit Hass antworten. Jetzt verletzte es ihn nur umso mehr.

Ruhig atmete Ron einmal tief ein und wieder aus, um den Frust wegzuspülen.

„Nein, Malfoy. Ich hatte nur Angst, du fändest den Weg nicht zurück.", warf er ihm an den Kopf. Angesprochener schnaubte auf und beschleunigte seinen Schritt. Es fiel ihm schon so schwer genug, Ron zu ignorieren und wenn es nötig war, harsch zu antworten. Doch nun, wo ihm dieser ihm wie eine Klette hinterherkam war es schon nahezu unmöglich, sich nicht einfach an ihn zu drängen und nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Nicht, dass er es nötig gehabt hätte... Es war doch wirklich nur zum Verzweifeln, wie sehr er sich danach sehnte, Rons Körper wieder berühren zu können, doch genau das verbot er sich selbst. Sein Verlangen nach Berührung war es nicht wert, seinen Ruf dafür aufzugeben. Es war sicher nur wegen seiner Hormone. Später würde er noch als Schwuchtel gelten, wenn ihm bewusst wurde, dass er Ron aufgrund eines jugendlichen Triebs so toll und wichtig gefunden hatte und er sich damit tatsächlich nur geirrt hatte. Dann wäre es zu spät, seinen Ruf wider her zustellen.

Aber was wäre wenn es kein Irrtum war? Wenn er und Ron eventuell wirklich... eine Zukunft hätten? Oder immerhin eine berauschende Affäre. Es wäre also vollkommen unbegründet, sich jetzt so kindisch zu verhalten. Aber war der Optimismus hier wirklich an richtiger Stelle?

„Malfoy?" Ron versuchte nun schon zum wiederholten Male, Draco anzusprechen und jetzt endlich reagierte er. Erschrocken schaute er auf.

„Was?", blaffte er unfreundlich zurück. Er war sich nun wieder absolut sicher, dass Optimismus hier nicht angebracht war. Dafür war die Situation doch zu unrealistisch.

„Ganz ehrlich, ich glaube dir nicht, dass das Gestern nur so zum Spaß war. Oder du kannst extrem gut Schau spielen, was an sich schon nicht möglich ist, wo du doch ein grobschlächtiger Slytherin bist."

„Ach? Und Gryffindors sind da besser? Dumm und prüde, bilden sich noch dazu auf alles was ein. Ihr seid wirklich Abschaum. Ich hoffe doch sehr für dich, dass du mich auf dem Rest des Weges nicht mehr ansprichst. Ich komme immer noch nicht dahinter, weshalb du zu meinen glaubst, dass du dich dabei mit mir 'unterhalten' musst. Wenn du schon so lästig sein musst und mir folgst, damit du dich nicht verläufst, dann hab auch den Anstand einfach dein ungestümes Mundwerk zu halten!", empörte sich Draco. Es fiel ihm aber alles andere als leicht, Ron so fertig zu machen, aber es blieb ihm nichts anderes übrig, wenn er Abstand zwischen Ron und sich bringen wollte.

„Du kannst mir nicht verbieten, zu reden! Bevor du mich so hohl angeschnauzt hast, wollte ich eigentlich nur höflich Smalltalk betreiben."

„Ich habe es nicht nötig, mit einem Weasley Smalltalk zu betreiben! Freunde dich endlich mit dem Gedanken an, dass du es mir nicht wert bist."

„Ach? Aber gestern war ich es dir sogar noch wert, mich auf dem Gang zu knutschen! Ich erinnere dich- es war zwei Gänge von der großen Halle entfernt! Dort, wo jede Sekunde jemand hätte vorbeischauen können! Und dann hast du mich in ein Klassenzimmer geschleppt, mit dem Ziel, mir zu zeigen, wie gut es wäre, wäre ich schwul. Na, klingelt's endlich? Du hast gestern für mich deinen, ach so tollen, Ruf aufs Spiel gesetzt, Malfoy! Ich wüsste nicht, was dich so dringlich daran hindert, meine Versuche, freundlich zu sein, wenigstens ein bisschen gutmütig zu erwidern!" Obwohl er es mit so viel Selbstsicherheit gesagt hatte, lief Ron nun unvermeidlich rot an. Ebenso Draco. Seine Miene verzerrte sich aber immer mehr, bis es so wirkte, dass er lediglich rot war vor Wut.

„Weasley! Bist du des Teufels? Sag das doch nicht so laut, du Idiot! Und wenn du unbedingt so glauben willst, dann bitte, aber damit bist du ebenso aufsässig, wie Parkinson." Mittlerweile waren beide stehen geblieben Draco stand vor Ron breitbeinig und wutentbrannt. Seine Maske saß perfekt, wobei er doch so hoffte, Ron wolle sich mit ihm gut stellen, ihn wieder küssen... um mehr daraus werden zu lassen.

Ron merkte ein winziges, unscheinbares Funkeln in Dracos Augen, welches alles andere als zornig wirkte. Es gab ihm den nötigen Mut. Die Bestätigung, dass er mit seinen Vermutungen nicht gänzlich falsch lag. Draco hatte doch immer seine Maske auf, also würde er jetzt auch verbergen, was er wirklich dachte und fühlte. Mit der ruhigsten Miene und Stimme, die er aufbringen konnte, begann er zu sprechen.

„Mit dem Unterschied, Draco, dass du mich willst und Parkinson nicht." Dracos Augen weiteten sich. Woher nahmen die Gryffindors sich immer ihren Mut, wenn sie ihn brauchten? Beruhigen Draco. Wenn du ihn wieder und wieder zurückweist, wird er es irgendwann lassen. So schlimm, wie Pansy kann er unmöglich sein.

„Ach? Und woher nimmst du dir da die Sicherheit?", höhnte er, etwas aufgesetzt.

„Glaub mir.", sagte Ron ganz sanft und tat dabei einen Schritt an Draco heran. „Ich weiß es einfach." Damit verschloss er Dracos Lippen. Ron gab sich keine Zeit, sich über sich selbst zu wundern. Der Kuss fühlte sich richtig an, doch Draco war, wie erstarrt. Selbst bei dieser sanften Berührung zuckten tausend kleine, liebliche Blitze elektrisierend und erregend durch seinen Körper und er fragte sich, ob Ron ebenso fühlte. Draco blinzelte, wollte auf den Kuss eingehen, war es doch genau das, was er eigentlich wollte, besann sich aber und drückte Ron hart und bestimmend von sich weg. Mit zartrosa Wangen und großen Augen starrte er ihn an.

„Was, bei Salazar, sollte das, Weasley?" Oh, Draco kochte innerlich! Wie gern hätte er sich doch nun auf den Rothaarigen gestürzt und ihn mit Haut und Haaren vernascht. Doch würde er weiter auf diesen Gedanken, geschweigedenn diese Handlung eingehen, hätte er bald wieder einmal ein Problem, zumal er sich geschworen hatte, den Rothaarigen zu ignorieren. Verklärt schüttelte er den Kopf, bedachte Ron noch mit einem seiner patentierten Wenn-Blicke-töten-könnten-Blicke, drehte sich um 180 Grad und schritt von dannen.

„Wag es nicht, Derartiges zu wiederholen, sonst bist du tot, Weasley!", konnte Ron noch vernehmen, ehe Draco um die nächste Ecke bog.

Mit geröteten Wangen und ziemlich unzufrieden schlurfte Ron in dieselbe Richtung, in die auch Draco gegangen war. Er ließ sich ab jetzt nur noch von dem Geräusch der Schritte leiten. Ein weiterer Zusammenstoß mit Draco und es würden die Fetzen fliegen. So, wie es schien, wollte der Blonde tatsächlich nichts von ihm. Er war von ihm nur benutzt worden. Es hätte ihm gestern Abend schon auffallen sollen, dass Draco sicher alles sagte, um jemanden rumzukriegen. Die einzige Frage war, weshalb gestern ausgerechnet Ron Dracos Ziel gewesen war. Hatte er es so nötig gehabt? Aber dann hätte er sich Person Nummer zwei suchen gehen müssen, da er mit Ron nicht unbedingt weit gekommen war. Nicht wirklich motivierend. Ich muss mir Draco unbedingt aus dem Kopf schlagen. Vielleicht war das gestern auch alles nur aus Verwirrung heraus. Vielleicht sollte ich mich einfach wieder um Mine kümmern. Komischerweise heiterte Ron nicht einmal der Gedanke an Hermine wieder auf.

Lustlos schlurfte er zum Klassenraum für den Zaubertränkeunterricht. Draco stand etwas abseits und sah ungerührt aus, eigentlich genau, wie immer. Blaise war nirgendwo zu sehen, ebenso wenig Seamus. Harry und Hermine blickten ihm erwartungsvoll entgegen, als er auf sie zukam.

„Und? Wie ist es gelaufen? Sag schon!", drängte Hermine ihn.

„Hermine, weshalb ist dir das eigentlich so wichtig? Du weißt genau, dass nicht er mein Ziel ist.", entgegnete Ron etwas unfreundlich. Er war auch nicht gut aufgelegt. Besonders nicht zu diesem Gespräch. Hermine errötete und blickte ihn böse an.

„Tja, wenn du immer so freundlich zu deinem Ziel bist, wird es dich sich gar nicht erreichen lassen wollen!", brauste sie auf und stapfte in den Raum, da Snape ihn gerade geöffnet hatte. Ron hatte nur einen verständnislosen Blick für sie übrig. Er wandte sich an Harry.

„Was wollte sie mir jetzt damit sagen?"

„Ich glaub, sie fand es nicht gut, dass du sie als Ziel bezeichnet hast. Aber was sie damit sagen wollte, war, dass sie gar nicht zulassen will, dass du dein Ziel, wie du sie so schön bezeichnetest, erreichst." Ron machte ein noch dümmeres Gesicht, als zuvor. „Sie wird nicht auf deine Annäherungsversuche anspringen.", erklärte Harry in einfacheren Worten. Ron ging ein Licht auf.

„Harry, weshalb kannst du so was verstehen?", jammerte er. Harry musste glucksen.

„Im Gegensatz zu dir verbringe ich mehr Zeit mit Mädchen. Nach einer Weile gewöhnt man sich dran und versteht, was sie von einem wollen."

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das auch können will. Es wäre wirklich weniger umständlich, nur mit anderen Jungen sein Leben zu verbringen."

„Ist ja nicht so, als wäre das unmöglich... besonders in deinem Fall.", gab Harry zu bedenken, während auch sie sich nun in den Raum begaben.

„Könnten wir genau dieses Thema heute mal unter den Tisch fallen lassen?", stöhnte Ron auf.

„Also ist das mit Draco nicht gut gelaufen?"

„Harry! Was hab ich grad gefragt?"

„Schon gut." Die beiden besetzten zwei Plätze in einer hinteren Reihe und ließen den Unterricht über sich ergehen. Snape schien heute für seine Verhältnisse gut aufgelegt zu sein. Er zog Gryffindor insgesamt nur 13 Punkte ab und Harry musste auch nicht Nachsitzen. Dafür Ron. Er war etwas grantig zu Snape gewesen, als dieser seinen Trank bemängelt hatte. Er meinte, Ron hätte diesen mit Absicht falsch gebraut, um ihn zu provozieren. Ron hatte... etwas unfein geantwortet und war für heute Abend zum Nachsitzen verdonnert worden. Der perfekte Abschluss für diesen ohnehin schon perfekten Tag.

Auf dem Weg zu Verwandlung -erneut gemeinsam mit den Slytherins- durfte Ron feststellen, dass Draco ihm komplett aus dem Weg ging, Hermine kein Wort mit ihm redete und Harry kein interessantes Gesprächsthema einfiel, über das es sich zu reden gelohnt hätte. Also beschäftigte Ron sich damit, in der Gegend umherzugucken. Es war sogar recht interessant. Seit Harry ihm gestern erzählt hatte, dass Seamus anscheinend mit Blaise Zabini zusammen war, hatte er versucht, einen Blick der vermeintlichen Beziehung zu erhaschen. Tatsächlich war Seamus recht langsam Richtung Verwandlung gegangen, und auch Blaise hatte sich zurückfallen lassen. Als Ron, wie allen anderen auch in den nächsten Gang gebogen war, kamen die beiden nicht mal hinterher.

Ron wartete ein wenig und spielte mit dem Gedanken, hinter die Ecke zu spähen. Vielleicht würde er ja das süße Paar dabei erwischen, wie sie miteinander liebäugelten, oder vielleicht einen zärtlichen Kuss tauschten. Die Vorstellung, zwei Jungen beim Küssen zu sehen, schien durchaus verlockend. Bis jetzt hatte er es nur selbst erlebt. Vorsichtig schlich Ron sich den Gang zurück und blieb an die Wand gepresst stehen. Und was würde er machen, wenn er sie dort tatsächlich knutschen sah? Oder, wenn sie ihn beim Spannen bemerken würden? Sein Herz schlug um einiges schneller, als sonst, während er vorsichtig um die Ecke spähte. Was er dort sah, verschlug ihm den Atem. Seamus hatte Blaise an die Wand gedrängt und schob gerade eine Hand unter dessen Pullover. Die andere hatte sich in seinen Nacken gelegt und zog ihn zu einem Leidenschaftlichen Kuss heran. Ron konnte vernehmen, wie Blaise sanft in den Kuss hineinstöhnte. Seine Hände lagen auf Seamus' Hüfte und glitten langsam aber sicher weiter hinunter. Ron war wie paralysiert von der Handlung und konnte sich einfach nicht abwenden. Seamus lehnte sich gerade vor, küsste Blaise' Hals entlang, hinauf zu seinem Ohr, wo er innehielt um ihm etwas zuzuflüstern. Blaise wurde schlagartig rot und musste grinsen. Ein weiteres Mal küssten sie sich stürmisch. Blaise' eine Hand lag nun ruhig auf Seamus Po, die andere hatte sich in seine Haare gekrallt. Es war Gestöhne zu hören, jedoch war es unmöglich, zu unterscheiden, von wem es ausging. Seamus Hand steckte irgendwo tief unter Blaise' Pullover und die beiden sanken zu Boden, wo Seamus auf seinem Freund zu sitzen kam.
Die beiden so zu sehen ließ Rons Herz höher schlagen und ihm das Blut nicht ausschließlich ins Gesicht pumpen. Der sanfte Rotton in seinem Gesicht, der an einen Feuerwehrwagen erinnerte biss sich mit der Farbe seiner Haare. Rasch wand er sich von den beiden Küssenden ab und verschwand zurück hinter die Ecke. Peinlich berührt lehnte er sich an die Wand und massierte seine Schläfen, um sich von diesem anregenden Anblick zu erholen. Dass Seamus und Blaise sich auch gar nicht darum kümmerten, dabei entdeckt werden zu können. Zu seinem Leidwesen musste er feststellen, dass er aber eben diese Tatsache ausgenutzt und sogar etwas... genossen hatte. Ron fluchte leise und rappelte sich auf, um schnell zum Unterricht zu kommen.


A/N: Ähem... ja. Dieses Kapitel ist ziemlich viel kürzer, als es meine Kapitel normalerweise sind. Es tut mir auch wirklich Leid, aber dieses Ende war mir lieber, als es erst enden zu lassen, wenn Ron zum Nachsitzen muss, denn dann wäre das Kapitel seeeehr viel länger, als sonst geworden- schätze ich. Außerdem sprach da auch etwas die Faulheit aus mir... Ich hoffe, es hat trotzem gefallen ^^