A/N: Na, was soll ich sagen? Ich bin schrecklich langsam! :'( Ich hoffe, es gibt noch Leute mit genug Geduld, immer so lang auf mich zu warten... Und abgesehen davon, dass ich langsam bin, bin ich auch noch blöd. Das geht ja richtig bergab mit mir. Und zwar hab ich mich dazu entschlossen, die Kapitel jeweils kürzer zu machen, damit ich öfter hochladen kann. So kommt die Motivation auch schneller wieder und vielleicht werden die Kapitel von selbst wieder länger... hoffentlich. Also nicht wundern, dass es diesmal sehr viel weniger ist... :(
Disclaimer: Darf ich vorstellen: J.K. Rowling, die Urheberin aller Harry Potter Bücher. Die Rechte liegen bei ihr und den Warner Brothers. Ich kann höchstens den Verlauf der Handlung für mich beanspruchen. Danke für ihre Aufmerksamkeit.
Warnings: Slash! ;D
Als Ron sich endlich dazu durchgerungen hatte, seine Augen zu öffnen fielen ihm gleich zwei ungewöhnliche Aspekte auf. Erstens: Harry lag mit in seinem Bett. Zweitens: Er lag an ihn gekuschelt mit nichts am Leib, außer seiner leicht verrutschten Unterhose.
Dazu kam auch noch der dritte ungewöhnliche Aspekt, dass auch Ron bis auf seine Unterhose nichts anhatte. Wie in einem schlechten Drama überschwappten die Erinnerungen an den letzten Abend ihn plötzlich und ohne Vorwarnung.
Harry war, während er selbst schon fast geschlafen hatte, noch in sein Bett gekrabbelt gekommen, um zu erfahren, was alles in seinem Brief an Draco stand. Da war auch schon die nächste Erinnerung: er hatte den Brief an Malfoy tatsächlich geschrieben und abgeschickt. Und dabei hatte er Zabini getroffen. Der hat ihm auch noch gedroht, falls er Dracos Gefühle verletzen sollte. Ron war sich nun wirklich etwas unsicher geworden, ob er, falls es überhaupt so weit kommen sollte, der Richtige für Draco wäre und er lange genug die Muße dazu hätte, hinter die eisige Maske blicken zu versuchen, die beinahe perfekt alles verbergen konnte. Und jetzt wurde er gleich durch Harrys Anwesenheit noch mehr verunsichert, da der ihn gestern dazu veranlasst hatte, ihn sich „wohl fühlen" zu lassen
Dieses "Versuchen, Harry sich wohl fühlen zu lassen" war darauf hinaus gelaufen, dass Rons Handlungen den Schwarzhaarigen wirklich und wahrhaftig erregt hatten. Und Harry hatte ihn zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht aufhören lassen. Wieso auch? Etwa, weil Ron das ganze Szenario extrem peinlich gewesen war? Er hatte das ja nicht mal aus freien Stücken getan, aber schlecht war es letzten Endes auch nicht gewesen; es war sogar eher Gegenteiliges der Fall gewesen. Eigentlich schade, dann müsste Ron sich jetzt über nichts, als den üblichen Malfoy-Wahnsinn den Kopf zerbrechen. Aber natürlich war ihm das nicht vergönnt. „Wieso auch?", nuschelte Ron leise und missmutig. Der Decken-Mensch-Haufen neben ihm begann sich zu bewegen und Harry guckte ihm entgegen mit verschlafen blinzelnden Augen.
„Wer klingt denn da so früh am morgen schon schlecht gelaunt?"
„Setz deine Brille auf, dann erkennst du's vielleicht.", grummelte Ron, der nach so einer schlaflosen, verwirrenden Nacht nicht auch noch humorvoll als Pessimist bezeichnet werden wollte.
„Hast du schlecht geschlafen?"
„Das nicht, aber außerordentlich wenig. Und zudem hat mein bester Freund seine homosexuellen Züge eindeutig zu weit an mir ausprobiert." Harry grinste unverschämt selbstzufrieden, dafür, dass Ron diese Anschuldigung wirklich ernst meinte.
„Aber heute Nacht hatte es noch allen Anschein gehabt, dass es dir nicht weniger gefallen hat als mir." Ron guckte etwas beschämt beiseite.
„Harry, du könntest wenigstens ein Bisschen Reue zeigen! So was macht man einfach nicht!" Das hysterische Quietschen Rons erheiterte Harry noch mehr und er lehnte sich wagemutig an seinen besten Freund heran.
„Ich bin sicher nicht der erste, der seinem besten Freund so sehr vertraut, dass er an ihm seine sexuellen Interessen ausprobieren würde, ohne zu befürchten, dass die Freundschaft daran zerbrechen könnte." Das alles hatte Harry in einem sehr anzüglichen Ton in Rons Ohr geflüstert. „Außerdem habe ich gestern bemerkt, wie du mich beim Duschen angeguckt hast. Oder eher, wie du krampfhaft versucht hast, mich nicht anzugucken." Ron schluckte und das nicht nur, weil Harry sich gerade seinen Hals entlang zu seinen Lippen küsste.
„H-harry, lass de... oh... den Mist. Wir müssen zum..."
„Zum was müssen wir?", hauchte Harry verführerisch hinter Rons Ohr und leckte darüber.
„Zum... äh... ?"
„Ich denke, er wollte sagen, ihr müsst zum Frühstück." Seamus hatte seinen Kopf zwischen den Vorhängen hindurch gesteckt und betrachtete das Treiben der beiden - oder eher gesagt Harrys Treiben – skeptisch. Ron atmete erleichtert aus, als Harry von ihm abließ und Harry machte einen Gesichtsausdruck, als hätte man einem Kleinkind seinen Lolli weggenommen.
„Seamus, du hast ein denkbar schlechtes Timing." Der schwarzhaarige Wuschelkopf schmollte ihn an, aber davon ließ sich Seamus nicht beeindrucken.
„Ansichtssache", nuschelte Ron und wurde von Harry dafür in die Rippen gestoßen.
„So und bevor ich jetzt irgendwelche wirren Erklärungen von euch zu Ohren bekomme und ihr in die Große Halle abhaut, verschwindet ihr ins Bad, macht euch fertig und überlegt euch, was ihr mir danach sagen wollt.", sagte Seamus in seinem besten mütterlichen Ton, verschränkte die Arme und blickte erwartungsvoll auf die beiden nieder. Harry nuschelte ein paar unverständliche Dinge, rückte seine Unterhose zurecht und zog Ron mit sich an Seamus vorbei aus dem Bett. „Und wehe, du versuchst im Bad, Ron zu irgendwas Unangemessenem zu überreden.", mahnte er noch, doch Harry zuckte nur die Schultern. Als er die Tür zum Badezimmer hinter sich geschlossen hatte, beugte er sich vor zu Ron und meinte:
"Küssen ist nicht unangemessen, oder?"
„Das hab ich gehört!", kam es von draußen und Harry zuckte zusammen.
„Seam erlaubt einem aber auch gar nichts."
„Harry, damit hat er aber auch recht. Wir müssen schnell zum Frühstück- Hermine wird sonst noch saurer sein als sie ohnehin schon ist. Außerdem will ich nicht, dass da noch mehr zwischen uns beiden passiert, nur weil du experimentierfreudig bist. Such dir dafür doch jemanden, der nicht auf eine Beziehung aus ist." Ron war sich in etwa darüber bewusst, dass diese Worte sehr harsch klangen, doch ihm war wichtig, seine Verhältnis zu Harry nicht zu gefährden und dazu musste er seinem besten Freund bewusst machen, wie ernst es ihm war.
„Bist du denn auf eine Beziehung aus?"
"Na ja, mit dir zwar nicht, aber du weißt, dass ich erstmal klären muss, was jetzt zwischen Malfoy und mir passiert und nicht passiert."
„Und wenn sich herausstellt, dass zwischen dir und Malfoy nichts mehr passiert, dürfte ich dich dann wieder küssen?" Ron konnte nicht sagen, ob Harry ein Bisschen beleidigt klang, oder ob er sich das bloß einbildete.
„Ist es dir denn so wichtig, das mit mir zu machen?" Ron war mehr und mehr verwirrt, was Harry von ihm wollte. Dass es sich lediglich um die Erkundung seiner Sexualität handelte wagte Ron mittlerweile leicht anzuzweifeln. Doch wenn es denn mehr als das war, warum unterstützte Harry ihn dann in Angelegenheiten Draco betreffend, oder hielt ihn von nichts ab?
„Hab ich dir nicht vor ein paar Minuten erst erklärt, dass das einfacher ist, mit seinem besten Freund?" Der Schwarzhaarige klang etwas ungeduldig, strich sich fahrig die Haare aus dem Gesicht und ging, um sich schnell zu duschen, an Ron vorbei. Der wurde aus Harrys Verhalten einfach nicht schlau.
„Harry, das kannst du mir schlecht vorwerfen, wenn man bedenkt, dass ich dir diesen bestimmten Gefallen schon ausführlich getan habe."
„Schon gut, lass uns jetzt beeilen.", kam es etwas gereizt vom Harry. „Du solltest auch duschen nach gestern Nacht." Ron wurde rot, bei dem Gedanken daran, dass er seinen ersten Höhepunkt mit einem anderen Jungen zusammen ausgerechnet mit Harry geteilt hatte.
„Ich... aber, wir... ich meine...", stotterte der Weasleyspross und wurde erbarmungslos rot, als Harry sich seiner Unterhose entledigte.
„Ron, nach dieser Nacht sollte man meinen, kenne ich dich definitiv sehr gut, also ist es unnötig bei so einer Lappalie, wie mit mir zu duschen, rot anzulaufen. Zudem haben wir schon etliche Male gemeinsam geduscht." Ron fand das von sich selbst auch ausgesprochen dumm, doch verhindern, oder gar beenden konnte er sein Rotwerden nicht. Er senkte den Kopf, zog unendlich langsam seine Boxershorts aus und stellte sich zu Harry unter die Dusche, wie er es gestern Abend auch schon getan hatte.
Ron beeilte sich beim Duschen, wie noch nie und war peinlich genau darauf bedacht, nur mit dem Rücken zu Harry zu stehen. Dieser hatte nicht noch einmal probiert, Ron in irgendeiner Form zu verführen, oder zu berühren, so wie Seamus es verlangt hatte.
Der Ire stand mit verschränkten Armen und einem abwartenden Gesicht im Schlafsaal. Er wartete, dass seine zwei Sorgenkinder mit der Morgentoilette fertig waren, ehe sie ihm erklären würden, was bitteschön diese Nacht passiert war, weshalb es passiert war und was sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen hatten.
Und da kamen sie, frisch gewaschen und mit trockengezauberten Haaren. Ron sah aus, als hätte er was ausgefressen und Harry, der tatsächlich etwas zu beichten hätte, guckte drein, wie ein unschuldiges Engelchen. Ein wenig zu unschuldig, befand Seamus und wendete sich zuerst an ihn. Er spitzte vorwurfsvoll die Lippen und tippte dem Sucher der Gryffindors an die Brust.
„Mr. Harry James Potter, bekennen Sie sich schuldig, in Anklagepunkt eins, Ronald Billius Weasley heute Morgen angemacht zu haben?"
„Er hat mich dazu provoziert."
„Und wodurch?"
„Dadurch, dass er Ron ist." Ein empörtes, aber leises „Hey!" seitens Rons, das keinen interessierte, verhallte im Raum.
„Soso..." Seamus nickte. „Und welche Motive hatten Sie sonst noch?"
„Hör auf, mich zu siezen, Seam. Ich hab es Ron gestern Nacht auch schon erklärt, dass es mit ihm leichter ist. Ich wollte nur ausprobieren, ob mir Männer gefallen, okay? Und jetzt hab ich Hunger.", verabschiedete Harry sich genervt. Im Gehen schnappte er sich schnell seine Schultasche und verschwand dann aus dem Schlafsaal. Der zurückgelassene Seamus blickte den zurückgelassenen Ron fragend an.
„Gestern Nacht?" Die tausend Fragezeichen waren ihm quasi ins Gesicht geschrieben. Ron seufzte einmal tief.
„Ja, Seam, gestern Nacht ist schon was passiert, okay? Harry hatte sich so erklärt, wie dir gerade eben. Es hat mich auch stutzig gemacht als er mich heute Morgen weiterhin... sobehandelt hat, verstehst du? Vielleicht tickt er in der Hinsicht einfach anders als wir..." Odervielleichtwillerwasvondirundhatvor,dichsovonMalfoyfernzuhalten, dachte Seamus, behielt es aber für sich. Mit solchen Annahmen ging man lieber erstmal nicht hausieren. Ehe er Ron etwas in die Richtung erzählen würde, müsste sein Verdacht erst bestätigt worden sein. „Na ja, lass uns frühstücken gehen, ich haben jetzt echt Hunger."
Sodela. Das wares, mein kurzes Kapitel : So richtig glücklich bin ich damit zwar nicht, aber das wird schon noch :) Ich hoffe jedenfalls, das es schmackhaft war, trotz der Kürze. Denn das mit „In der Kürze liegt die Würze" muss ich mir erst noch zu eigen machen ^^
Glg, SpinatKeks 3
