Disclaimer: die Figuren gehören nicht mir, sondern Joanne K. Rowling (außer Samantha ;) ). Ich leihe sie mir lediglich aus und möchte auch kein Geld mit ihnen verdienen.

Anm. d. Autorin: Hier ist direkt auch Kapitel vier. Ich hoffe, es gefällt euch. Ich wäre vor Spannung beinahe umgekippt beim Schreiben, aber mehr verrate ich nicht. *grins* ;) Das Kapitel knüpft direkt an Kapitel drei an.

Kapitel IV

Der Werwolf

Mit schnell pochendem Herzen ließ Samantha sich auf die Couch im Wohnzimmer nieder. Ihre Tasche ließ sie achtlos daneben fallen. Remus hingegen verschloss die Türen und die Fenster und sprach mehrere Zauber auf die Wohnung, um sie vor Eindringlingen zu schützen. Selbst den Kamin, welcher am Flohnetzwerk angeschlossen war, verbarrikadierte er mit verschiedenen Bannen. Erst als er das Gefühl hatte, dass die Wohnung sicher war, setzte er sich ebenfalls auf die Couch. Beruhigend legte er seinen Arm um Sam und zog sie an sich. Sie zitterte noch immer am ganzen Leib. „Geht es dir gut?", fragte Remus vorsichtig und streichelte ihr sanft über den Kopf. „Es geht schon", flüsterte die junge Hexe heiser und versuchte ein Schluchzen zu unterdrücken. Teilweise wünschte sie sich, sie wäre an diesem Morgen im Bett geblieben.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, beruhigte sich Samantha wieder. „Onkel Remus, was ist Hogwarts?", fragte sie neugierig. Ihr Patenonkel seufzte schwer. „Hogwarts ist eine Schule für Zauberei und Hexerei. Wenn ein Zauberer oder eine Hexe das elfte Lebensjahr vollendet hat, wird er oder sie dazu eingeladen, ihre Ausbildung in Hogwarts zu absolvieren. Du hast leider keine Einladung bekommen!", erklärte er gewissenhaft und zog sein Patenkind in eine feste Umarmung. Dann biss er sich auf die Unterlippe, um ein Schluchzen zu unterdrücken. Er hatte sie angelogen. Natürlich hatte sie eine Einladung erhalten. Schließlich war sie eine äußerst begabte Hexe mit vielen Fähigkeiten. Aber er hatte sie abgelehnt. Zu gut konnte er sich noch daran erinnern, wie oft er in seiner Schulzeit geärgert und getriezt worden war, bis er endlich James, Sirius und Peter kennen gelernt hatte. Seine Freunde hatten ihn damals aus der Versenkung gerettet. Hatten ihm beigebracht, dass das Leben auch Spaß machen konnte.

Samantha würde es wahrscheinlich ähnlich ergehen, denn schließlich war sie die Tochter von Sirius Black – ein Massenmörder und Freundeverräter. Remus wollte ihr einfach weiteres Leid ersparen.

„Das ist halb so wild! Ich lerne eh lieber mit dir, Remus! Und meine Schule und meinen Verein kann ich schließlich auch nicht einfach in Stich lassen", erklärte Samantha und befreite sich vorsichtig aus der festen Umarmung. Tief sah sie in seine dunklen Augen. „Ich möchte von nun an bei den Vollmonden hier bleiben", sagte sie nun entschlossen. Dieser Tag hatte ihr deutlich vor Augen geführt, dass sie sich nicht genug um die Geschehnisse in der Zaubererwelt gekümmert hatte. „Das kommt gar nicht in Frage! Du gehst wieder zu Andromeda und Ted!", widersprach Remus energisch. Andromeda war die Kusine von Sirius und Ted ihr Ehemann. Sie kümmerten sich gerne um Samantha.

„Mein Entschluss steht fest! Ich weiß, du willst mich nur beschützen, aber es wird an der Zeit, dass ich lerne damit umzugehen! Heute hatte ich wirklich Angst und mir ist klar geworden, dass ich mich nicht einmal hätte verteidigen können. Du kannst mich nicht ewig beschützen, Remus", entgegnete die junge Hexe mit fester Stimme.

Der Werwolf seufzte schwer. In seinen Augen schwammen Tränen. Eigentlich war ihm schon lange klar, dass Samantha es sich nicht anders überlegen würde. Langsam nickte er, bevor er ihr fest in die Augen sah: „Aber es gibt Regeln, die du beachten musst!" Samantha nickte. „Ich bin bereit, sie zu lernen und zu beachten!", sagte sie entschieden. Sanft schlossen sich ihre Finger um seine Hand und drückten sie leicht. Erneut seufzte Remus schwer.

In diesem Moment wirkte er unendlich schwach. Seine Haltung war gekrümmt. Seine Schultern waren gesenkt. Sein Gesicht offenbarte jede einzelne Falte. Seine Augen waren traurig und verzweifelt. Und seine Haare sahen noch grauer aus, als es sonst der Fall war. Mitleidig sah Samantha ihren Patenonkel an und drückte seine Hand ermutigend. „Ich habe einfach nur Angst, dass dir etwas passieren könnte", flüsterte er mit rauer Stimme. Schnell nahm er seine Hände vor sein Gesicht und verbarg es hinter ihnen. Dann schluchzte er plötzlich kräftig. Die junge Hexe spürte, wie sich ein dicker Kloß in ihrem Hals bildete. Langsam füllten sich auch ihre Augen mit Tränen. Bevor sie auch in tiefes Schluchzen verfiel, nahm sie ihren Onkel in ihre Arme. Leider war sie noch zu klein, um ganz um ihn herum reichen zu können. „Du brauchst... keine Angst... haben", presste Sam zwischen den Schluchzern hervor und schmiegte sich enger an ihren Onkel.

Vorsichtig befreite sich Remus aus ihrer Umklammerung, um sie daraufhin fest in seine Arme zu schließen. Nun weinte das junge Mädchen noch heftiger. „Ich gehe wieder... zu Tante Andromeda... nur... wein bitte... nicht mehr", rief sie laut gegen die warme Brust ihres Paten. Mit einer Hand wischte sich Remus über das Gesicht und beruhigte sich nach einem tiefen Seufzen wieder.

Langsam entließ er Samantha aus seiner Umarmung, um ihr in die Augen sehen zu können. Ihr Gesicht war puterrot angelaufen und auch ihre Augen waren gerötet vom Weinen. Remus schniefte und zog ein Taschentuch aus seiner Hosentasche, um damit Sams Gesicht abzuputzen. Sie nahm es ihm aus der Hand und schnäuzte sich lautstark. Dann stopfte sie das Tuch in ihre eigene Hosentasche. „Du hast ja recht", flüsterte Remus mit noch immer heiserer Stimme. Sanft strich er ihr dabei über ihre noch feuchte Wange. „Langsam wird es an der Zeit, dass du lernst mit solchen Situationen umzugehen und auch, wie man sich verteidigt", murmelte er weiter, nun etwas lauter.

„Wer ist überhaupt dieser Harry Potter?", fragte Samantha in die Stille hinein. Nachdem sich die beiden wieder einigermaßen beruhigt hatten, waren sie gemeinsam in die Küche gegangen, um das Abendessen vorzubereiten. Konzentriert schnitt sie gerade eine Stange Porree in Ringe, als ihr diese Frage über die Lippen glitt. „Er ist ein Junge in deinem Alter. Du kennst ihn eigentlich", antwortete Remus, während er zwei Putenschnitzel in der Pfanne anbriet. Erschrocken sah die junge Hexe von ihrer Arbeit auf. „Wie ich kenne ihn?", rief sie aus und legte das scharfe Messer beiseite. Der Werwolf konzentrierte sich weiter auf seine Arbeit am Herd und nahm nun mit einem Topflappen den Deckel vom kochenden Reis runter. „Ihr zwei habt als Kinder miteinander gespielt", erklärte er im Plauderton und rührte vorsichtig im Reis herum. „Das muss aber schon sehr lange her sein, sonst würde ich mich doch daran erinnern", entgegnete Sam und nahm wieder das Messer zur Hand. Remus indessen wendete die Putenschnitzel und drehte sich dann zu ihr um.

„Vor zehn Jahren waren dein Vater und ich mit zwei sehr netten Menschen befreundet. Sie hießen James und Lily Potter. Zwei Monate bevor du geboren wurdest, bekamen sie einen kleinen Sohn – Harry. Zur selben Zeit trieb ein sehr dunkler Zauberer sein Unwesen-...", erzählte er, bis er plötzlich von Samantha unterbrochen wurde: „Der Reis kocht gleich über!" Remus hielt in seinen Erzählungen kurz inne, drehte sich kurz um und stellte die Herdplatte etwas niedriger. „An Halloween nach deinem ersten Geburtstag passte ich auf dich auf, während dein Vater unterwegs war, um ein paar wichtige Dinge zu erledigen, wie er mir sagte. Kurz nach Mitternacht stand er plötzlich wieder im Wohnzimmer. Er zitterte am ganzen Leib und seine Kleidung war zerfetzt und schmutzig. Er sagte, dass James und Lily tot wären, ihr Sohn aber überlebt hatte. Der-der-nicht-genannt-werden-darf war irgendwie an das Geheimnis ihres Aufenthaltsortes gelangt. Dann war er zu ihrem Haus gegangen und hat sie beide ermordet", erzählte Remus. Sein Blick war dabei in die Ferne geschweift und seine Stimme klang zum Ende hin immer rauer und trauriger.

Nach einer kurzen Pause sprach er mit belegter Stimme weiter: „Aus irgendeinem Grund hatte Harry den Todesfluch von Du-weißt-schon-wen überlebt. Du weißt ja, einen der unverzeihlichen Flüche. Jedenfalls kam der Fluch auf ihn zurück und der dunkle Lord verschwand, während Harry lediglich eine Blitznarbe auf der Stirn zurückbehielt. Manche sagen, dass er immer noch irgendwo herumgeistert und nur darauf wartet, wieder an die Macht zu kommen!" Samantha sah ihren Onkel erschüttert an. „Wieso hast du mir das nicht schon mal eher erzählt?", murmelte sie leise. Sie traute sich kaum, lauter zu sprechen, so sehr hatte die Erzählung ihres Onkels sie aufgewühlt.

Remus wandte sich ihr wieder zu und nahm das Brettchen mit dem geschnittenen Porree. Dann warf er das Gemüse zu den Putenschnitzeln und legte einen Deckel auf die Pfanne. „Bisher hielt ich dich noch zu jung dafür, Samantha", gab er ihr mit einem tiefen Seufzen zur Antwort, „eigentlich finde ich das jetzt auch noch. Aber wenn du lernen möchtest, dich zu verteidigen, dann musst du auch wissen, vor wem du dich verteidigen musst!" Sam nickte ernst. Ihr war klar, dass die rosigen Zeiten ihrer Kindheit und das verspielte Lernen der Zauberei, nun vorbei waren.

„Onkel Remus?", fragte sie nach einer gefühlten Ewigkeit der Stille. „Ja, Sam?", antwortete Remus, während er den Tisch deckte. „Auf den ganzen Schock heute, brauche ich erstmal einen Kakao und am liebsten auch ein Stück Schokolade", seufzte sie schmollend und legte resignierend den Kopf auf den Tisch. Der Werwolf lachte lautstark. Mit seiner freien Hand wuschelte er dem jungen Mädchen durch die kurzen Haare, welche nun pechschwarz waren. „Dann kriegst du das auch. Das Stück Schokolade gibt es aber erst nach dem Essen", antwortete Remus lachend. Dann zauberte er seiner Patentochter einen großen Becher mit extra schokoladigem Kakao darin.

Etwa zehn Tage später herrschte in der Wohnung von Remus und Samantha eine spürbare Spannung. Die Luft war beinahe elektrisiert. Samantha änderte unentwegt ihre Frisur und ihre Haarfarbe, weil sie furchtbar nervös war. Jedes Mal, wenn ihr Pate sie ansprach, explodierten ihre Haare plötzlich und nahmen ein grelles Pink an, vor Schreck. So nervös war sie nicht mehr gewesen, als sie von ihrer Klassenlehrerin gezwungen worden war, vor der ganzen Schule „Ave Maria" zu singen, und das war schon drei Jahre her.

Quälend langsam zogen die Stunden ins Land und Remus ging es nicht viel besser als seiner Patentochter. Am Morgen schon war er mit quälenden Kopfschmerzen aufgestanden. Über den Tag hatte er kaum etwas gegessen oder gesprochen. Stattdessen hatte er überwiegend resigniert ins Leere gestarrt. Die wenigen Worte die er sprach, hatten zumeist zur Folge, dass Samantha furchtbar erschrak.

Endlich war es sechs Uhr am Abend, aber anstatt, dass sich die Spannung langsam löste, wurde sie nur noch schlimmer. Immer nervöser blickte Sam zwischen der Uhr auf dem Kaminsims und ihrem Onkel hin und her. Dieser war auf dem großen Sessel im Wohnzimmer in sich zusammengesackt. Seine Atmung ging immer unstetiger und auf seiner Haut zeichneten sich deutlich Schweißperlen ab. Aufgeregt verschlang Samantha ihre zweite Tafel Schokolade an diesem Tag. Sie wusste genau, dass sie ewig brauchen würde, um diese Pfunde wieder abzutrainieren, aber das war ihr im Moment egal.

„Samantha, ... es ist soweit", hauchte Remus vom Sessel her zwischen zwei Atemzügen. Erschrocken sah die junge Hexe ihn an. Ihre Haare waren erneut zu einem pinken Afrob explodiert. Zitternd stand sie auf und blickte sich um. Sie wusste, dass sie nun etwas tun musste, aber was genau, war ihr in ihrer Panik entfallen. „Ganz ruhig... atme tief durch... was habe... ich dir gesagt?", murmelte Remus. Seine Atmung ging immer schwerfälliger.

Tief atmete Samantha ein und aus. „Ich muss dich jetzt in dein Zimmer einsperren!", antwortete sie mit zitternder Stimme. Der Werwolf nickte zustimmend. Schwerfällig erhob sich aus seinem Sessel. Daraufhin ließ er sich von seiner Patentochter in sein Zimmer führen.

Remus' Zimmer war eher spartanisch eingerichtet. Lediglich ein Schrank für seine Sachen und ein Bett standen darin. Die Fenster waren vergittert. Bei seinem Einzug in die Wohnung hatte er schon dafür gesorgt, dass sie es waren.

Vorsichtig half Samantha ihrem Onkel, sich auf das Bett zu legen. Dann schluckte sie. „Ich werde dich jetzt in deinem Zimmer einsperren und dieses mit einigen Zaubersprüchen verbarrikadieren", erklärte sie und versuchte das Zittern, welches ihren Körper durchfuhr, zu unterdrücken. Remus nickte schwach. „Ich werde... ebenfalls ein paar Zaubersprüche sprechen,... nur um... sicher zu gehen! Sprich bitte auch... einen Zauber gegen die... Geräusche. Was auch immer... passiert... öffne nicht diese Tür... nicht bevor es... Tag ist... versprich es mir!" Seine Worte waren nur noch ein zitterndes Flüstern und Sam musste mit den Tränen kämpfen. Entschlossen nickte sie. Dann verließ sie das Zimmer.

Mit einer Kette, welche sie einen Tag zuvor im Baumarkt gekauft hatte, verschloss sie die Tür. Dann hob sie zitternd ihren Zauberstab. Tief atmete sie noch einmal ein und aus, als sie merkte, dass sie sich nur schwer konzentrieren konnte. Schließlich sprach sie ihre Zaubersprüche auf das Zimmer, um das Zimmer zu verbarrikadieren. Einmal versuchte sie, die Tür zu öffnen, wurde jedoch von ihrem eigenen Zauber davon abgehalten. Erleichtert nickte sie.

Die Stunden vergingen. Samantha war auf der Couch eingenickt, als sie plötzlich ein deutliches Schnüffeln erwachen ließ. Erschrocken riss sie die Augen auf und lauschte in die Dunkelheit. ‚Nein, er kann nicht ausgebrochen sein... das kann einfach nicht sein', dachte sie angsterfüllt. Vorsichtig suchte sie unter ihrer Decke nach ihrem Zauberstab, als plötzlich ein lautes Knurren zu hören war. ‚Das kam aus dem Zimmer... wäre er im Wohnzimmer, wäre es lauter und nicht so dumpf gewesen', versuchte sie sich in Gedanken zu beruhigen.

Endlich fand sie ihren Zauberstab und flüsterte leise: „Lumos." Im nächsten Moment kam ein kleiner Lichtstrahl aus der Spitze des Stabes. Mit pochendem Herzen biss sie sich auf die Unterlippe und fand endlich den Mut, aufzustehen, und das Wohnzimmerlicht anzuknipsen. Mit zwei großen Schritten war sie am Lichtschalter angelangt. Fest kniff sie ihre Augen zusammen, als sie ihn umlegte. Nach einigen Augenblicken wurde ihr klar, dass nichts passierte. Im Wohnzimmer war niemand. Nur sie allein.

Sie ließ das Licht an und setzte sich zurück auf die Couch. Die Decke zog sie eng um sich, wie ein Mantel, der sie vor allem beschützen könnte. Ein lautes Heulen. Erschrocken zuckte Samantha zusammen. ‚Ich habe den verdammten Lärmschutzzauber vergessen', dachte sie bei sich. Erschrocken weiteten sich ihre Augen. ‚Was ist, wenn ich noch mehr wichtige Zauber vergessen habe?' Ein tiefes Knurren. ‚Wenn ich sterben muss, dann will ich es nicht merken.'

Ein Kratzen an der Tür. Ein lautes Aufheulen. Gepolter. Samantha konnte deutlich hören, wie der Werwolf sich in dem Zimmer wild austobte. Holz knackte. Stoffe wurden zerrissen. Langsam zog sie ihre Knie bis unter ihr Kinn. Ihre Arme schlang sie um sie. Vorsichtig wippte sie sich vor und zurück. ‚Es ist bald vorbei' versuchte sie sich zu beruhigen, ‚er kann da nicht raus.'

Erneut schien der Werwolf zu schnüffeln. Deutlich konnte die junge Samantha es hören. Ein kehliges Knurren. Ein Kratzen an der Tür. Ein Poltern. Ein lautes Aufheulen. Immer wieder von vorne. Der Werwolf versuchte durch die Tür zu kommen. Die Zauber hielten ihn auf. Die junge Hexe wollte schreien. Wollte ihrer Angst Luft machen. Doch fürchtete sie, dass das den Wolf nur noch wilder machen würde. Ein lautes kräftiges Heulen.

Samantha begann zu weinen. Sie hatte Todesangst. Mit ihren Händen hielt sie sich ihre Ohren zu. Doch die Geräusche waren immer noch laut und deutlich. Leise schluchzte sie vor sich hin. Ihre Augen hielt sie geschlossen, aus Angst, er könnte plötzlich vor ihr stehen, wenn sie sie aufmachte. Ein Kratzen. Ein Heulen. Ein Knurren.

Die Nacht verging quälend langsam. Erst als sich draußen die ersten Sonnenstrahlen zeigten, war Samantha auf dem Sofa eingeschlafen. Ihren Zauberstab hielt sie dabei fest umklammert. Das Wohnzimmerlicht war noch angeschaltet. Ihr Gesicht war von Tränen verschmiert. Aber sie hatte es überlebt. Beim nächsten Mal jedoch, würde sie auch einen Lärmschutzzauber sprechen. So schnell wollte sie diesen Lärm nicht noch einmal mitmachen.