Disclaimer: Die Figuren (außer Samantha) gehören alle Joanne K. Rowling und nicht mir. Ich leihe sie mir lediglich aus und möchte auch kein Geld mit ihnen verdienen.

Anm. d. A.: Da staunt ihr, was? Kapitel 12 war ratzfatz fertig! Es ist der Tag direkt nach der Party.

Nikolauskind: Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Wegen der Zeitlinie: Bei ihrem Abschlussball ist Samantha 16 Jahre alt. Jetzt ist sie 19. Ich halte mich nicht genau an die Bücher, was im nächsten Kapitel besonders deutlich wird. Ich hoffe, die Geschichte gefällt dir trotzdem.

Stroiner: Es tut mir leid! ^^ Ich hoffe, ich kann dich mit diesem Kapitel etwas versöhnen. ^^

Kapitel XII

Teenager halt

Nur wenige Stunden nachdem Samantha eingeschlafen war, wurde sie von einem mächtigen Lärm aufgeweckt. Verwirrt öffnete sie die Augen und starrte ins Schwarze. Einen Moment blieb sie verwundert liegen. Schließlich begriff sie, dass sie ihre Decke bis über den Kopf gezogen hatte. Mit einer schnellen Bewegung deckte sie sich auf. Neben ihrer Gewohnheit lag sie mit ihrem Kopf am Fußende ihres Bettes.

Nach einem Augenblick der Orientierungslosigkeit begriff sie, woher der ohrenbetäubende Krach kam. Im Flur vor ihrem Zimmer schrie jemand. „Ronald Weasley! Was hast du dir dabei gedacht? Ich habe geglaubt, ich hätte meine Kinder ordentlich erzogen!" Mrs. Weasley hatte offenbar bemerkt, dass Ron in der letzten Nacht ein wenig getrunken hatte.

„Der arme Ron. Er tut mir richtig leid", murmelte Tonks von ihrer Liege her leise. „Kann sie das Geschimpfe nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Nach dem Mittagessen zum Beispiel?", fragte Sam träge und warf sich die Decke wieder über den Kopf. In ihrem Kopf schwirrte es und in ihrem Magen rumorte es. Offenbar war es in der vergangenen Nacht wohl doch etwas zu viel gewesen.

Ein lautes Schnarchen ertönte und verwundert lugte Samantha unter ihrer Decke hervor. „Wer schnarcht hier denn so?", fragte sie vorsichtig. „Das ist Harry. Er liegt hier neben meiner Liege auf dem Fußboden. Bis vor fünf Minuten hast du ihm noch eine ordentliche Konkurrenz geboten, Sammy", antwortete Tonks träge. Offensichtlich hatte auch sie mit den Auswirkungen der vergangenen Nacht zu kämpfen.

Empört über diese Aussage rief Samantha: „Ich schnarche nie! In meinem ganzen Leben habe ich noch nicht geschnarcht!" „Schon als Kind hast du geschnarcht, aber noch nie so laut wie letzte Nacht", erwiderte Tonks daraufhin. „Das musst du geträumt haben", entgegnete Sam schmollend.

„Und jetzt geh in die Küche und iss etwas! Dieses Elend kann man sich ja nicht mit ansehen", drang die laute Stimme von Mrs. Weasley durch die Tür. „Aber ich habe echt keinen Hunger, Mum", antwortete Ron mit einer Stimme, die all sein Elend, welches er momentan verspürte, wieder spiegelte.

„Vielleicht sollten wir auch frühstücken gehen", murmelte Hermine von ihrem Nachtlager. „Vermutlich hast du Recht", antwortete Samantha, welche spürte, dass sie keinen Schlaf mehr finden würde. Dazu war sie einfach schon zu wach. Langsam setzte sie sich auf. Schlagartig drehte sich in ihrem Kopf alles und ein Gefühl von Übelkeit ergriff sie. Einen Moment blieb sie bewegungslos sitzen, bevor sie sich dann doch entschloss, sich wieder hinzulegen. „Nur noch eine halbe Stunde", murmelte sie und deckte sich wieder zu. „Von mir aus auch ruhig eine ganze. Oder auch zwei", antwortete Tonks.

Schweigend blieben die drei Mädchen in ihren Betten liegen. Gelegentlich seufzte eine von ihnen schwer. Niemand konnte mehr schlafen. Nur Harry sägte fleißig den Regenwald ab. Ihm störte es gar nicht, dass er auf dem harten Fußboden lag. Er hatte nicht einmal eine Decke.

Vor ihrem inneren Auge ließ Samantha die vergangene Nacht noch einmal Revue passieren. Sie hatten zusammen ein bisschen gefeiert. Hatten zusammen Flaschen drehen gespielt. Dabei war halt etwas Alkohol geflossen. Außerdem hatte sie sich sehr nett unterhalten. Und Draco einen kleinen Abschiedskuss gegeben.

Entsetzt setzte sie sich in ihrem Bett auf. Wie ein Faustschlag ins Gesicht drehte sich in ihrem Kopf plötzlich wieder alles. Doch sie ignorierte den Schwindel einfach. Auch das Zittern, welches ihren Körper ergriff, ignorierte sie. Hatte sie tatsächlich den Blondschopf geküsst? Deutlich sah sie sein Gesicht vor sich. Sie spürte seine warme Haut an ihren Lippen. Vorsichtig strich sie mit einem Finger über ihren Mund. Sie hatte ihn tatsächlich geküsst. Es war zwar nur ein kurzer Hauch auf seine Wange gewesen. Dennoch schlug ihr Herz nun wie wild.

Ein Klopfen an der Tür riss sie plötzlich aus ihren Gedanken. Verwundert blickte sie sich um. Der Schwindel in ihrem Kopf war langsam verebbt. „Gibt es Überlebende da drin? Und ist Harry bei euch?", rief Remus durch die geschlossene Tür. „Wir leben noch, Onkel Remus, keine Panik", antwortete Samantha amüsiert. Auch wenn es jedem von ihnen an diesem Morgen ziemlich elendig ging, so starb man doch nicht gleich an so was. Zumindest nicht, wenn man es nicht übertrieb. „Harry ist auch hier, Liebling. Er schläft tief und fest", antwortete Tonks schließlich auf die zweite Frage. Bevor die Unterhaltung weiter durch die geschlossene Tür geführt werden musste, öffnete sie diese mit einer Handbewegung.

Sofort platzte Remus ins Zimmer. Im ersten Moment spiegelte sich noch Wut in seinem Gesicht, doch dann verzog er es angewidert. Mit einem Schlenker seines Zauberstabs öffnete er ein Fenster. „Hier riecht es wie in einer Whiskybrennerei", rief er empört aus. Samantha schmunzelte in sich hinein. Die kühle Luft, welche nun den Raum durchflutete, erfrischte sie und in ihrem Kopf wurde es langsam klarer. Tief sog sie die Luft durch ihre Nase ein. Das Gefühl von Übelkeit verschwand langsam und machte einem regen Hunger Platz.

„Samantha Lillian Black!" Mit lautem Getöse platzte Sirius ins Zimmer. Mit einem breiten Grinsen begrüßte die Angesprochene ihn. „Was fällt dir ein, hier einfach eine Party zu veranstalten und die anderen zum Trinken zu verleiten. Ron sitzt in der Küche vor seinem Frühstück und sieht aus, als hätte er den Tod vor sich!", brüllte Sirius aufgebracht. Sam musste schmunzeln bei der Vorstellung, jedoch verkniff sie es sich lieber. Sie wollte den Ärger nicht unnötig anheizen. „Ich komm gleich runter und helfe dem armen Ron. Aber vorher würde ich mich gerne anziehen. Wenn ihr beide also bitte aus meinem Zimmer verschwinden würdet", antwortete sie gelassen. Die beiden Männer warfen noch einen besorgten Blick auf Harry, welcher noch immer auf dem Boden lag und schlief. Dann gingen sie hinaus.

„Oh man, die beiden sind ja echt sauer", murmelte Tonks. Das schlechte Gewissen sprang ihr förmlich aus dem Gesicht. „Keine Sorge, ich kümmere mich gleich darum. Glaub mir, die beiden sind wahrlich auch keine Unschuldslämmer!", entgegnete Sam und verschwand in ihrem Badezimmer. Frische Sachen zum Anziehen hatte sie schon am Abend vorher ins Bad gelegt.

Sie gönnte sich eine besonders lange Dusche. Dabei wechselte sie die Temperatur immer wieder für einen kurzen Augenblick auf eiskalt, um ihren Kreislauf wieder richtig in Gang zu bekommen. Danach bettete sie Harry, mithilfe eines Schwebezaubers, in ihrem Bett.

Mit einem breiten Grinsen betrat Samantha ihre Küche. Dort saß Ron vor einem Teller mit Rührei und Würstchen und stocherte angewidert darin herum. Sein Gesicht war so weiß wie ein Bettlaken in einem Krankenhaus. „Du brauchst gar nicht so zu grinsen, junges Fräulein", sagte Remus aufgebracht. Zusammen mit Sirius saß er am Kopfende des Tisches. Beide hatten sie die Arme vor der Brust verschränkt und sahen sie wütend an. Ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen, nahm sie eine große Tasse aus ihrem Schrank. Dann stellte sie ihren Wasserkocher an und schöpfte einige Löffel von einem Pulver in die Tasse. „Warum sollte ich nicht grinsen? Ich hatte einen wirklich schönen Abend mit meinen Freunden. Weißt du, wie lange das her ist, seit ich das letzte Mal so einen Spaß hatte?", entgegnete sie und goss heißes Wasser in die Tasse. Dann rührte sie einige Male um und stellte es vor Ron hin, wobei sie den Teller mit dem Essen weg schob. „Hier Ron, das wird dir helfen. Das ist ein gutes Katerfrühstück. Wenn du denkst, es geht dir besser, dann kannst du dir etwas Brot aus dem Schrank nehmen und es hineintunken", erklärte sie freundlich. Sie hatte ihm eine heiße Brühe zurecht gemacht. Ihr selbst hatte das schon einige Male geholfen. Vorsichtig schlürfte Ron an seiner Tasse und nach einiger Zeit kam schon wieder etwas Farbe in sein Gesicht.

Nachdem Samantha Ron versorgt hatte, wandte sie sich an ihren Vater und ihren Onkel. „Was habt ihr eigentlich für ein Problem? Jahrelang hat es euch nicht geschert, was ich treibe und jetzt wollt ihr mich plötzlich belehren? Ich bin neunzehn Jahre alt. Wir alle sind erwachsen und jeder, der mitgemacht hat, wusste, worauf er sich einließ. Ich habe niemanden überredet. Außerdem", sie holte tief Luft und legte ihr frechstes Lächeln auf, bevor sie weiter sprach: „wir sind Teenager. Und Teenager müssen manchmal Spaß haben und in euren Augen Scheiße bauen. Ihr zwei seid in eurer Jugend auch keine Unschuldslämmer gewesen. Denkt mal darüber nach." Zufrieden stellte sie fest, dass der Groll aus den Gesichtern der beiden Herren verschwunden war. Stattdessen machte sich Verblüffung darin breit. Ron hatte schlürfend zugehört und grinste nun breit in seine Tasse.

Da Samantha nur Schweigen erntete, verließ sie die Küche. In ihren Augen war es unglaublich, dass die beiden sie für alles verantwortlich machten. Ja, sie hatte den Alkohol bereitgestellt und hatte auch die Idee dazu gehabt. Aber sie alle waren nun mal erwachsen und jeder hätte ‚Nein' sagen können. Schließlich war sie doch kein Unmensch, der jemanden zum Trinken zwang.

In der Bibliothek legte sich Sam auf die Couch und starrte an die Decke. In ihrem Kopf begann es von neuem zu schwirren. Vielleicht war sie doch schuld daran, dass es den anderen nun so elendig ging. Schließlich hätte sie frühzeitig die Party beenden können. Oder sie hätte den Alkohol weglassen können. Mit Cola oder anderen Getränken konnte man auch eine Menge Spaß haben. Außerdem sähe ihr Zimmer dann auch nicht so furchtbar aus, wie momentan.

Plötzlich öffnete sich die Tür zur Bibliothek. Verwundert beobachtete Samantha Lillian, wie Ron wankend zu ihr hinüber kam und sich ihr gegenüber in den großen Sessel setzte. „Allzu fit siehst du ja noch nicht aus. Vielleicht solltest du dich noch eine Runde hinlegen", gab Sam besorgt zu bedenken. Ronald lächelte zaghaft. „Deine Suppe hat aber schon echt geholfen. Mir ist längst nicht mehr so schlecht, wie vorhin noch", erwiderte der Rotschopf daraufhin. Beruhigt nickte sie und starrte wieder an die Decke. Langsam wurde ihr wieder schlecht. Vermutlich, weil ihr Hunger größer wurde.

„Samantha, du hattest recht mit dem, was du vorhin zu Sirius und Remus gesagt hast. Und ich finde es unfair, dir die Schuld dafür zu geben, dass es mir so schlecht geht. Das habe ich auch meiner Mutter gesagt. Jetzt backt sie einen Entschuldigungskuchen für dich", erklärte der Weasley-Sprössling und lachte zum Ende hin kurz. „Es tut mir leid, dass du soviel Ärger bekommen hast. Aber es war ein echt toller Abend. Ich habe Hermine und Harry schon lange nicht mehr so fröhlich gesehen. Hermine weint in letzter Zeit sehr oft", sprach Ron besorgt weiter.

Plötzlich erinnerte sich Sam wieder daran, was Hermine am vergangenen Abend zu ihr gesagt hatte. Sie hatte ihren Eltern das Gedächtnis gelöscht. Um sie zu beschützen. Und Tonks ging es momentan auch nicht besonders gut. Schuldbewusst setzte sie sich plötzlich auf. Hätte sie diese Party nicht veranstaltet, dann hätten die beiden ihre schwere Seelenlast einmal herauslassen können. Aber so? Sie musste das wieder gut machen.

Etwas zu schnell erhob sie sich von der Couch und blieb einen Moment lang wankend stehen. Nachdem der Schwindel in ihrem Kopf wieder nachgelassen hatte, sagte sie endlich: „Ron, sag deiner Mutter, sie soll den Kuchen in mein Zimmer bringen, wenn er fertig ist. Dann komm auch dahin", rief sie und verschwand aus der Bibliothek.

In ihrem Zimmer lagen noch alle in ihren Betten. Harry war zwar mittlerweile aufgewacht, schien aber noch außerstande, irgendetwas anderes zu machen, als an die Decke zu starren. Ohne ein Wort zu sagen, setzte sich Samantha zu Harry aufs Bett. Eine Weile schwiegen sich alle an, bis schließlich auch Ron ins Zimmer kam. „Mum bringt den Kuchen gleich. Oh man, haben wir diese Sauerei hier verursacht?", rief er und setzte sich zu Hermine auf die Liege.

„Hermine, das mit deinen Eltern tut mir leid", sagte Sam halblaut und griff nach Hermines Hand. „Wieso? Was ist denn mit ihnen?", fragte Ronald erstaunt. Sogleich wurden ihre Augen wässrig und die ersten Tränen kullerten ihre Wangen hinab. Dabei drückte sie ihr Gesicht in ihr Kissen. Tröstend legte Ron seinen Arm auf ihre Schulter. „Ich hab den Gedächtniszauber bei ihnen angewendet. Sie können sich nicht mehr an mich erinnern und sind jetzt in Australien", erklärte Hermine mit zitternder Stimme. Sie weinte, doch tat sie selbst dies mit Beherrschung.

Harry erhob sich aus seiner liegenden Position und kniete sich vor Hermine. „Wieso hast du uns das nicht erzählt?", fragte er mit sanfter Stimme. „Ihr hattet alle eure eigenen Probleme. Da wollte ich euch nicht auch noch mit meinen belasten", antwortete sie leise. „Hermine! Wir sind deine Freunde. Du kannst uns immer alles sagen! Das ist keine Belastung!", rief Ron empört und Harry nickte zustimmend. Langsam setzte sich Hermine auf. Dann begann sie zu erzählen.

Samantha spürte, dass sie nun nicht mehr gebraucht wurde. Der Stein war ins Rollen gebracht worden. Jetzt war es an der Aufgabe von Hermines besten Freunden, ihr zu helfen. Ohne ein Wort zu sagen ging sie zu Tonks hinüber und setzte sich neben sie. „Das hast du gut gemacht, Sammy", murmelte Nymphadora. „Danke, Tonksie. Und das mit dir und Onkel Remus kriegen wir auch hin", antwortete Samantha leise. „Du musst wissen, Remus hat Angst. Er lebt in einer Gesellschaft, die Werwölfe nicht duldet. Das hat er akzeptiert. Aber er will nicht, dass es dir so schlecht ergeht, wie ihm. Von der Gesellschaft verachtet", erklärte sie leise weiter. Zu gut konnte sie sich noch an die Geschichten erinnern, die Remus ihr erzählt hatte. Wie er in seiner Schulzeit gemieden wurde. Wie er immer angesehen wurde, wenn er mit Samantha in der Winkelgasse war, um Bücher über Werwölfe für ihre Studien zu kaufen. Wie sehr er bei den Vollmonden litt.

Sie war mit den Gedanken abgeschweift und hatte für einen Moment in Erinnerungen geschwelgt. Erschrocken zuckte sie zusammen, als Tonks ihr plötzlich den Arm um die Schultern legte. Ein heftiger Schmerz durchfuhr sie. Sofort nahm Nymphadora ihren Arm zurück. „Entschuldige. Ich habe nicht daran gedacht", sagte sie nervös. Der Schmerz verging so schnell wieder, wie er gekommen war. Tief atmete Samantha durch, dann lächelte sie ihre Kusine an. „Schon gut. Ich wünschte nur, ich könnte es auch so leicht vergessen, wie andere es können", erwiderte sie leise. „Ach, Sammy." Tonks seufzte schwer und drückte ihrer Kusine liebevoll die Hand. „Wenn du darüber reden möchtest, ich-..." „Ich weiß, Tonksie. Aber momentan bin ich noch nicht bereit dazu. Außerdem solltest du dich erst einmal um deine eigenen Probleme kümmern. Geh und red mit Onkel Remus. Und wenn er nicht auf dich hören will, dann red ich mal mit ihm", sagte Sam mit fester Stimme und hob drohend eine Faust dabei. Nymphadora lachte munter auf. „Du hast Recht, Sam!" Mit diesen Worten stand sie mit neuem Mut auf und verließ das Zimmer.

Nachdenklich sah Samantha ihrer Kusine einen Augenblick lang nach. Hermine war noch darin vertieft, Harry und Ron von ihren Eltern zu erzählen. Leise verließ die Hexe ihr Zimmer. Im Flur kam ihr Mrs. Weasley entgegen, mit dem versprochenen Kuchen in den Händen. „Oh, Samantha. Ich habe hier... ähm... einen Kuchen. Ich-...", stammelte die Mutter von sieben Kindern nervös. „Vielen Dank, Mrs. Weasley. Bringen sie ihn doch bitte hinein. Da drin wird er dringender benötigt", erwiderte Sam freundlich. Bevor sie Molly jedoch weitergehen ließ, sagte sie noch: „Übrigens, Mrs. Weasley, es tut mir sehr leid, dass sie wegen mir, soviel Ärger hatten. Ich hoffe, sie waren nicht zu streng mit Ron." „Ach, Kindchen, ist schon gut. Teenager halt. Die müssen gelegentlich Unsinn machen. Fred und George machen den ständig und mit Charlie habe ich schon weitaus schlimmeres durchgemacht", erklärte Molly fröhlich. Dann verschwand sie in Samanthas Zimmer und überraschte die drei Freunde darin mit dem frischgebackenen Kuchen.