Hallo ihr lieben, ich wollte nur kurz erwähnen, da ich noch ein ganz frischer FF-Schreiber bin kann es sein das diese Story an manchen Stellen ein bischen dünn ist. Ich hoffe das tut eurem vergnügen trozdem keinen Abbruch. In dem Sinne, viel Spaß´mit dem zweiten Kapitel. Belibt mir gewogen, Euer Phil.

Auf nach Spinners End

Nun meldete sich Snape wieder: „Gut, dann wird es wohl das Beste sein wenn ich über die anstehenden Sommerferien darauf warte wieder ich Selbst zu werden."

„Ich denke auch das es so Richtig ist, Albus" sagte Prof. McGonagall. „Er kann ja so lange in seinem Haus bleiben und wir werden bestimmt jemanden finden der von Zeit zu Zeit nach ihm sieht. Vielleicht auch bis wir etwas anderes vom gehört haben."

„Professor, ich würde in der Zeit gerne bei Professor Snape bleiben. Irgendwie fühle ich mich mitverantwortlich und will mich gerne nützlich machen."

Zum Erstaunen aller kamen diese Worte von Harry. Wobei doch jeder wusste das Snape und Potter noch nie sonderlich gut miteinander auskamen.

„Würdet ihr uns für einen Augenblick entschuldigen?" sagte Dumbledor „Poppy, Minerva könnten wir kurz hier im Büro reden?"

„Ich denke ich hätte gerne etwas Gesellschaft," gab Snape nun seinen bisherigen Kollegen zu bedenken, kurz bevor die Bürotür geschlossen wurde.

Die beiden Teenager wurden allein gelassen. Nach knapp zehn Minuten waren ihre Lehrer wieder da. Die Entscheidung viel zur Überraschung der Beiden positiv aus. Nach einem weiteren Zehn- Minuten Gespräch verließen Harry und Severus nun den Krankenflügel um ihre Sachen zu packen.

Im gehen sagte Harry: „Danke für deine Zustimmung."

„Ist schon gut, auch wenn Du James Potter sehr ähnlich siehst hast Du hast etwas an dir was mich an einen alten Freund erinnert…."

Weiter sprach er nicht und wandte sich wieder um.

Auf dem Weg in den Gryffindorturm überlegte Harry wie er Ron und Hermine erklären sollte dass er in diesem Jahr nicht den Zug nach Hause nehmen würde. Ron würde wahrscheinlich in Ohnmacht fallen wenn er ihm die volle Wahrheit erzählte, also beschloss er sich an grobe Fakten zu halten und nur das nötigste zu erwähnen.

Am nächsten Tag begleitete Harry seine zwei besten Freunde noch nach Hogsmead ums sie zu verabschieden. Er versprach beiden gut auf sich acht zu geben und sobald wie möglich zu schreiben. Nachdem der Hogwartsexpress abgefahren war ging er zum Schloss zurück um seine Sachen wie vereinbart zur Abreise in die große Halle zu bringen.

Ein wenig ungeduldig wartete Severus darauf dass Harry endlich ankommt. Nicht das der andere zu spät war, nein, er selbst war nervös.

Dumbledor war am letzten Abend in seine Quartiere gekommen um ihn über einige wichtige Geschehnisse der letzten 20 Jahre zu informieren. Dabei hatte er sich allerdings kurz gefasst um den Teenager nicht zu überfordern, aber ihn auch nicht in den kommenden Wochen zu vielen Überraschungen ausgesetzt.

Schließlich standen die Zwei in der Großen Halle und warteten darauf das sie abgeholt wurden.

Mit einer knappen Viertelstunde Verspätung schritt dann Remus Lupin auf die jungen Männer zu.

Harry zog freudig seinen ehemaligen Lehrer in eine Umarmung und begrüßte ihn herzlich. „Hallo Remus; du bist es also der über die Ferien auf uns achten soll."

„Ja, es sieht ganz danach aus. Ich muß zwar gestehen das ich mir damit ein Zubrot verdiene aber Du weist ja wie es bei mir um die Arbeit steht."

„Remus?" kam es nun leise von der anderen Seite. „Remus Lupin? Jetzt kann ich erst wirklich glauben das 20 Jahre vergangen sind. Du siehst alt aus."

„Glaub mir Severus, Du hast mit Mitte 30 Auch nicht besser ausgesehen. Aber kommt, wir wollen nach London. Über alles Wichtige und Unwichtige könne wir auch später noch reden."

Damit verließen die drei das Hogwartsgelände.

Wenige Meter dahinter stoppte Remus und hielt seinen Begleitern eine Zeitung hin. „ Das ist unser Portschlüssel, haltet alles gut Fest. In ein paar Sekunden geht es los…..5..4..3..2..1 …."

Die Landung war etwas holprig, aber alle drei kamen nebst Koffer und Taschen unversehrt an.

Harry sah sich mit leichtem Staunen um. „Das ist ja eine Muggel- Wohnsiedlung. Wo genau sind wir?"

„Das ist Spinners End, London. Hier bin ich aufgewachsen. Das Haus meiner Eltern oder besser mein Haus ist nicht weit von hier. Kommt mit." Severus ging eilig voraus. Er war nun noch gespannter zu sehen was aus seinem Haus geworden war. Kaum angekommen öffnete er die Tür und trat ein. Ehe er noch etwas sagen konnte verabschiedete sich Lupin schon wieder da er noch weitere Aufträge erledigen müsse aber in zwei Tagen käme er wieder. Schließlich seinen die zwei keine kleinen Kinder mehr und könnten sich gewiss selbst versorgen.

Severus wand sich wieder an Harry. Er sollte erstmal im Flur warten bis Severus das ganze Haus gesehen hätte, dann würden sie sehen wie es weiter geht.

Die schnell „Bestandsaufnahme" von Severus dauerte tatsächlich nicht lang.

Harry wurde im Gästezimmer einquartiert.

Der prüfende Blick in den Kühlschrank verriet dass sie noch einkaufen mussten. Den ganzen Nachmittag über herrschte Schweigen. Nur die Frage ob Harry sich etwas Spezielles zu Essen wünsche, was er verneinte, unterbrach das Schweigen.

Severus ging alleine einkaufen

Am späten Nachmittag ergriff Harry die Initiative und fragte Severus ob er nicht Lust auf eine Partie Schach hätte. Als dieser Zustimmte wertete Harry das als Positives Zeichen.
´Ich kann mir Vorstellen das er erst einmal warm werden muß…vielleicht hat ihn die dauernd schlechte Behandlung von Sirius und meinem Vater so still und unzugänglich werden lassen..´ überlegte Harry als er zusah wie Severus wieder eine Figur von ihm schlug.
`Aber im Schach ist er besser als Ron` Bei diesem Gedanken musste Harry unwillkürlich lächeln.

„Was ist?" wurde er auf einmal gefragt.

„ Nichts weiter, ich finde nur das du herforragend Schach spielen kannst."

Auf dieses unerwartete Kompliment wusste Severus nichts zu sagen. ´Kann das tatsächlich sein? Ich habe im Prinzip noch nie von einem Mitschüler ein Kompliment bekommen- wenn ich Sie ausschließe. Auch wenn er wie Potter aussieht, ich glaube ich kann mich an ihn gewöhnen. ´

Letztlich war Harry sich nicht ganz sicher aber er hatte das Gefühl das sich Severus etwas entspannt hatte. Der Rest des Abends wurde nun angenehmer.

Severus begann nun gelegentlich Fragen zu stellen. Über den letzten Krieg, über den jetzigen, den Fall und die Wiederauferstehung des Dunklen Lords und noch so manch anderes.

Harry bemühte sich sehr die Fragen so gut es nur ging zu beantworten. Wobei er zwar zu gab der Junge zu sein „der-lebt" allerdings immer davon absah zu erwähnen wer seine Eltern waren.

In der folgenden Woche entwickelten die zwei eine Gewisse Routine.

Aller zwei Tage kam Remus zu Besuch. Er musste jedes Mal verblüfft feststellen dass nicht nur das Haus in einem Ordentlichen Zustand war, sondern dass sich der Junge Severus mit Harry wesentlich besser verstand als der Alte. Vielleicht war das für die beiden Die Chance endlich miteinander aus zu kommen. Es würde sich für beide als Vorteil herausstellen - so hoffte er.

Die Hausarbeiten wurden abwechselnd von je einem übernommen oder gemeinsam erledigt. Da nur Harry Hausaufgaben machen musste bot sich Severus an sie durch zu sehen. Schließlich war er nicht umsonnst einer der Jahrgangsbesten. Letztlich fragte Harry sogar ob er nicht Zaubertränke Nachhilfe bekommen konnte. Gerne willigte Severus ein. Er wusste ja dass sich im Keller ein kleines Labor befand. Bei ihrer ersten Übungsstunde warnte er Harry eindringlich nur das zu tun was er ihm sagte. Nach ein paar leichten Startschwierigkeiten klappte die Zusammenarbeit ganz gut.

Einmal sagte Severus zu Harry:" Ich kann nicht ganz verstehen warum du in Zaubertränke so miese Noten hast. Du kannst doch auch kochen, und das sogar ganz gut. Bei Dir muß man nur mit ein paar anderen Methoden an die Sache heran gehen und du könntest sogar ein „Ohnegleichen" bekommen…..Ich muß ja ein echt engstirniger Lehrer gewesen sein. "

Den letzten Satz verstand Harry nicht mehr doch bei den Worten seines Gegenübers fühlte Harry sich ein wenig seltsam. Er konnte dieses Gefühl nicht recht deuten. Leider blieb ihm keiner Zeit darüber nach zu denken. Schließlich musste er sich um seinen Trank kümmern. Es wurde später beschlossen die Zaubertänkeübungen in den Tagesplan mit aufzunehmen.

So vergingen die ersten zwei Wochen der Sommerferien.

Harry konnte sein Glück kaum fassen. Es war das erste Mal das er nur die Arbeiten machen musste, die wirklich nötig waren. Kein Hungern, kein Geschrei von Seiten seiner Verwandten und die Freiheit sogar das Haus verlassen zu dürfen. Auch wenn die Auflage von Remus war das sie nur zu Zweit gehen sollten, war das doch besser als gar nichts. Severus ließ sich sogar zu Ausflügen ins Muggel- London überreden.

Auch ihm machten diese Ferien bisher großen Spaß. Er öffnete sich Harry gegenüber immer mehr. Er spielte sogar mit dem Gedanken ihn vielleicht als seinen Freund zu bezeichnen. Auf diese Art und Weise hatte er den Sommer noch nie verbracht. Kinobesuche, Einkaufen, Schachspiele und Abendliche Gespräche und Diskussionen waren noch nie sein Ferienprogramm. Insgeheim dankte er für diesen Unfall.

Die Zwei kamen aber auch nicht umhin zu bemerken dass Severus doch deutlich der Erwachsenere von ihnen war. Manchmal hatte es sogar den Anschein dass er wieder sein altes Selbst war, nur nicht so verbitter und verschlossen.

Gerade das störte Harry sogar am wenigsten. Im Gegenteil er empfand es als angenehm dass wenigsten einer von ihnen die Rolle des Erwachsenen hatte. Umso mehr wuchs in ihm der Wunsch sich bei Severus dafür zu entschuldigen in sein Denkarium geschaut zu haben. Und auch wegen den andere Dinge, die zwischen ihnen passiert waren. Auch wenn er wusste das Severus nicht ewig 16 bleiben würde, hielt er dennoch an der Hoffnung fest dass sich in der Zeit nach seiner Rückverwandlung doch ein gemäßigter Umgang ergeben würde.