Hallo erstmal an alle meine werten Leser, vielen Dank für die Reviews. Ich freue mich natürlich über jedes, das hilft mir mich zu verbessern. Also, solltet ihr Fragen oder Anregungen haben scheut euch nicht sie zu schreiben.
ALso bis bald, bleibt mirt gewogen, Euer Phil
Zum Fuchsbau auf Umwegen
Er war ein elender Quälgeist. Malfoy erfüllte in Harrys Augen den Beweis das Männer mehr jammern je weniger krank sie sind. Die ersten 2-3 Tage nachdem Draco aufgewacht war hatte er kaum etwas auszusetzten gehabt. Zwar kam hin und wieder eine spitze Bemerkung, aber die ging nicht über das übliche Niveau hinaus und konnte von Harry problemlos ignorieren werden. Aber kaum das Draco soweit kuriert und erholt war dass er eigentlich hätte aufstehen können da maulte er bei jeder Kleinigkeit wie schlecht es ihm doch ginge.
In der Zwischenzeit hatte Harry auch seinen Freunden geantwortet. Er wartete nur noch darauf ob bzw. dass er die Zustimmung erhielt zwei Gäste mitbringen zu dürfen - wenigstens für die Geburtstagsfeier.
Eine Woche nachdem Draco in Spinners End angekommen war bequemte er sich dann doch aufzustehen.
Vielleicht zum Glück von allen dreien war dieses Zusammenleben weit weniger unangenehm als es sich der einzelne ausgedacht hätte.
Draco merkte schnell das sich Potter hier anders verhielt als in der Schule. Wenn man seine Freunde das Wiesel und das Schla…nein, das würde ihm nicht mehr so schnell über die Lippen kommen wenn er sich nicht noch eine Standpauke von Severus einfangen wollte. Also wenn man Granger nicht erwähnt konnte man sich mit Potter doch zivilisiert unterhalten. Sogar das eine oder das andere Schachspiel war gut verlaufen. Wer hätte gedacht dass Potter auf solche Ideen kommt. Irgendetwas musste Severus mit dem Jungen angestellt haben und er hätte zu gerne gewusst was.
An diesem Samstagnachmittag kam Ron´s Eule Pig zum Wohnzimmerfenster hineingeflattert und schuhute aufgeregt. An seinem Bein hing ein Päckchen das gerade klein genug war das die kleine Eule es tragen konnte. Das Päckchen enthielt eine Taschenuhr mit Kette und eine Nachricht. Kaum leserlich wie sie war stammte sie von Ron.
*Harry, ich soll dir von Mum ausrichten das Du deine Gäste mitbringen darfst. Wir erwarten euch dann am nächsten Freitag. Du hattest ja gesagt dass ihr per Floo- Netzwerk anreisen werdet. Aber aus Sicherheitsgründen hast du die Taschenuhr bekommen. Sie ist ein Notfall-Portschlüssel der dich direkt zum Fuchsbau bringt. Du musst sie nur aufziehen, der Portschlüssel aktiviert sich dann innerhalb von drei Minuten Ich freue mich auf unser Wiedersehen, Gruß Ron.*
Harry steckte die Uhr ein. Nun war es also soweit. Er hatte die ganze Zeit schon überlegt wie er Draco davon überzeugen konnte ihn zu begleiten ohne das dieser Hohn und Spott über ihn kommen lässt. Er machte sich auf die Suche nach Draco und fand diesen in der Küche. Er hatte sich Tee gemacht und wollte sich damit und dem Buch das er las an den Küchentisch setzen. Zuerst tat Harry als wollte er sich ebenfalls eine Tasse Tee machen du beobachte Draco aufmerksam. Dann fasste er den Entschluss einfach direkt zum Punkt zu kommen- so sehr es ihm auch widerstrebte. „Draco?"
„Hmm…" kam ein die Antwort.
„Ich wollte Dich zu meiner Geburtstagsfeier zu den Weasleys in den Fuchsbau einladen."
Wo gerade eben noch ein lesender Teenager saß war nun ein Tee hustender und sprudelnder Wasserspeier in Form von Draco Malfoy.
Hilfsbereit schlug Harry ihm auf den Rücken. Solange bis der andere abwinkte und versuchte langsam und gleichmäßig zu atmen. Wieder Einigermaßen gefasst meldete sich nun der Angesprochene:" Sag mal Potter willst du mich umbringen. War es dafür dass Du mich gesund gepflegt hast? Was für mich ja schon Schande genug ist dass Du die Arbeit des Dunklen Lords beendest?"
Auch wenn Harry diese Aussage ärgerte reagierte er nicht. ´Ja, Malfoy ist wieder Gesund! ´.
„Jetzt mal wirklich. Was für ein spiel wird das?"
"Nein Draco, ich will dich nicht umbringen. Nur zu deiner Information ich meine das ernst was ich gesagt habe. Wenn ich spielen will sage ich das meisten vorher."
Skeptisch schaute ihn Draco an. „Jetzt wie ich es. Du willst Weasley umbringen. Überleg doch mal was in dieser „Löwenhöhle" los ist wenn ausgerechnet Du einen Slytherin wie mich anbringst? Glaubst Du nicht das Du es bereuen wirst?"
Für einen Augenblick wusste Harry nicht was er sagen sollte. Doch dann war sein Ehrgeiz wieder geweckt. „Stell Dich nicht so an Malfoy. Du wirst ja wohl mit ein paar Gryffindors klar kommen. Wenn Du nicht ganz so sehr den Superreichen raushängen lässt ist, denke ich, das schlimmste was Dir passieren kann dass dich Mrs. Weasley mit Kuchen überfüttert."
„Meine Güte Harry das war ja schon fast Slytherin von dir." gab der blonde überrascht zurück.
„Du wirst es nicht glauben aber ich bin wahrscheinlich mehr Slytherin als du denkst"
„Du hast Recht, das glaube ich nicht. Du bist doch Gryffindors Goldjunge."
„Aber der Sprechende Hut hat mich ursprünglich nach Slytherin sortieren wollen."
Harry erzählte daraufhin die Geschichte von seinem ersten Schultag und seinem Gespräch mit dem Sprechenden Hut. Obwohl er es selbst nicht vermutet hätte so hat Draco schon nach dem Abendessen seine Bedenkzeit, die er sich erbeten hatte, beendet und zugestimmt mit in den Fuchsbau zu kommen. Schon allein die Gesichter der Weasley zu sehen war es wert, dachte er sich.
Die folgende Woche kam und ging wieder. Das aufregendste und möglicherweise sogar wichtigste Ereignis war als Severus und Harry gemeinsam auf Draco einredeten ganz klar zu sagen wie es mit ihm weitergehen soll. Doch dieser sträubte sich nur und versuchte dem Gespräch aus dem Weg zu gehen, immer wieder das Thema zu wechseln oder sich beharrlich auszuschweigen.
Schließlich sagte Severus, der das Thema vorübergehen niederlegen wollt: "Also gut Draco. Du musst uns, ja eigentlich niemandem sonst, sagen was Du über die ganze Angelegenheit denkst. Nur bringst Du uns dadurch auch in keine einfache Lage. Du bist vom dunklen Lord schwer bestraft worden und sollst bald einer der seinen werden. Auf der anderen Seite bist Du von seinem ärgsten Feind in einer Notlage versorgt worden. Zwischen zwei Stühlen kannst du nicht sitzen. Und ich weiß wovon ich rede. Ich weiß dass Du Angst hast und versuch nicht das abzustreiten. Du kannst nicht davor davon Laufen dich einer Seite anzuschließen. Wenn Du glaubst Dir die Zeit nehmen zu können dir die richtige Seite auszuwählen dann irrst du dich. Je länger Du wartest umso schwieriger wird es. Es geht auch nicht darum auf der „Richtigen" Seite zu stehen. Die gibt es nicht. Wichtig ist das Du dich für eine entschieden hast."
Damit drehte er sich um und gebot Harry mit einer Handbewegung ihm zu folgen.
„Ich… ich will kein Todesser werden…"kam es da leise.
Beide drehten sich wieder um.
„Gut, dann werden wir alles tun das dass nicht geschieht. Umso besser das Wir morgen zum Fuchsbau gehen. Da können Wir alles weiter besprechen. So Jungs, soweit das. Jetzt geht und packt eure Sachen"
Erleichtert über das Ende dieser Unterhaltung stoben die drei auseinander.
Am nächsten Tag standen zwei zur Abreise bereite Teenager und ihr verjüngter Lehrer vor dem Kamin bereit zum Fuchsbau zu gehen.
Harry war aufgeregt und gespannt auf die Reaktionen der anderen. Das ankommen von Draco war ja schon Grund genug zur Aufregung aber ein verjüngter Severus Snape mit Pferdeschwanz, einem schwarz-weis gestreiften dünnen Pullover, den schwarzen Jeans und Chucks war gewiss Grund genug den einen oder anderen in Schockstarre zu versetzen. Harry warf als erster Floh- Pulver ins Feuer und rief:" Fuchsbau" .Das selbe taten Draco und Severus.
Doch der Ort an dem alle drei auf einmal aus dem Kamin fielen war alles andere als das Weasley Zuhause. Sie fanden sich in einer kleinen halb zerfallenen Hütte wieder. Aus den dreckigen Fensterscheiben konnten sie dichten Nebel erkennen.
Draco wollte schon zu meckern beginnen:" Also wenn das hier das Weasley heim ist dann ist es echt noch schäbiger als ich dachte."
Durch die vorwurfsvollen Blicke der anderen Beiden brach er wieder ab. „Das ist nicht das Haus der Weasleys, um ehrlich zu sein ich weiß nicht wo wir hier sind. Das ist alles sehr seltsam."
„Eines ist klar," sagte Severus „Wir sind hier an keinem Ort der uns willkommen heißt."
„Ja und kalt ist es auch. Sogar der Nebel da draußen sieht nicht einladend aus." lamentierte Draco wieder.
S.: „Warte mal Nebel, Kälte…."
H. : „Nein, nicht schon wieder!"
Severus und Harry atmeten beide tief ein.
„Was ist?" fragte Draco nervös.
„Dementoren" antworteten beide wie aus einem Mund.
Severus packte beide an den Handgelenken und zerrte sie aus der Hütte. „Ohne Floh- Pulver können wir den Kamin nicht benutzen. Zumal wir ja nicht wissen ob er nicht nach unserer Ankunft nicht automatisch versiegelt wurde. In der Hütte zu bleiben ist auch ausgeschlossen. Wir müssen zusehen das Wir wegkommen."
Der Nebel durch den sie gingen lies nur erkennen das sie an einem Feld vorüber liefen. Doch in dem Moment in dem Severus die Richtung in die Sie gingen überprüfen wollte kamen sie schon angeschwebt. Die schwarzen Umhänge dieser Wesen wogten um sie und keiner der drei konnte ausmachen woher sie ganz genau kamen und wie viele es waren.
In einer schnellen Bewegung seines Zauberstabes ließ Severus eine silberne Hirschkuh erscheinen die sie schützen sollte. Doch auch wen sie es für einen Augenblick schafften die Dementoren zurück zu schlagen und weg zu laufen so wurden sie doch weiter verfolgt.
Immer wieder kamen Dementoren aus dem Nebel. Es war schwierig, besonders für Severus, einerseits davon zu laufen und andererseits den Patronuns aufrecht zu halten. Vor allem gegen so viele.
Harry fluchte als sie zwischen ein paar Bäumen Zuflucht gefunden hatten: „Zu dumm dass wir nicht Zaubern dürfen."
„Kannst du einen Patronus?" kam es von dem schwer atmenden Severus.
Harry nickte.
„Was ist mit Dir Draco?"
„Nicht besonders gut…" gab dieser zurück.
„Gut, besser als nichts. Wir müssen nicht nur schnell herausfinden wo wir sind, sondern auch wie wir zum Fuchsbau kommen. Aber wenigstens haben wir zu dritt bessere Chancen. Ich weiß ihr seid noch minderjährig. Darum seht mich an und hört gut zu. Ich Severus Snape, Meister der Zaubertränke und Professor in diesem Fach an der Hogwarts Schule erlaube euch hiermit eure Zauberstäbe zur Verteidigung gegen Dementoren zu nutzen."
„Mir ist gerade etwas eingefallen. Ich habe doch noch den Notfall Portschlüssel. Ich muß ihn nur aktivieren und in drei Minuten sind wir weg."
Seine zwei Begleiter sahen Harry erstaunt an, dieser zog sofort die Uhr aus seiner Tasche.
Magisch wurde die Uhrenkette in drei Teile geteilt und verlängert, so waren alle drei mit der Uhr verbunden.
Harry zog die Uhr auf.
Mit einem Mal waren sie wieder umgeben von Dementoren. Schreckliche Kälte zog ihre Arme und Beine hinauf.
Schwer gelang es Harry seinen Patronus zu beschwören. Der von Draco war nur ein wabernder, leuchtender Nebel. Dieser löste sich auch schnell wieder auf. Die Hirschkuh verflüchtigte sich auch langsam und der Hirsch von Harry hatte nicht genug Kraft alle drei alleine zu schützen. In immer stärker werdender schmerzender Kälte sanken die drei allmählich zu Boden, bis sie ruckartig von dem Ort weggerissen wurden.
