Liebe Leser, ich bin im Moment mit meinen Geschichten etwas im Verzug. Aber durch den Urlaub und die Feiertage bin ich aus dem Tritt gekommen, trotzdem braucht Ihr Euch keine Sorgen machen. Ich bin allerdings immer beeindruckt, wie häufig andere AUtoren posten können. Hut ab.

So und ein letztes: ich habe gerade Rory2 als Autorin entdeckt. Sie schreibt wirklich tolle FF.


Lieber Severus,

ich hoffe, dass Sie mir die persönliche Anrede verzeihen, aber nach so langer Zeit erscheint es mir

so selbstverständlich. Natürlich macht es keinen Unterschied, denn wie alle anderen Briefe wird auch dieser den Weg ins Feuer finden.

Ich bin heute durch einen Park spaziert und war ganz melancholisch als ich die vielen älteren Paare sah. Ihnen kommt das verrückt vor, habe ich nicht Recht?

Aber wenn ich sie sehe, dann frage ich mich wie es ist eine große Liebe zu erleben?

Was sage ich da? Große Liebe, nein Liebe allein ist schon so etwas großes, da braucht man keine weiteren Adjektive.

Ach Severus, warum kann ich sie nicht leben, diese meine Liebe?

Ich bin sicher – wir würden es schaffen, nicht wahr?

Leider wird es nie dazu kommen und deshalb beende ich diesen Brief, der Sie natürlich nicht erreichen wird.

Ich denke immer an Sie und hoffe, dass es Ihnen gut geht.

Ihre Hermine Granger

Sie seufzte tief auf, nahm das rote Wachs zur Hand und versiegelte die Pergamentrolle.

Ein paar Stunden später, würde sie dabei zusehen wie die Flammen alles auffraßen.

X

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Severus Snape saß vor seinem Kamin und wartete. In den letzten Wochen hatte er ein Gefühl dafür entwickelt, wenn er einen Brief von ihr bekommen würde. Beim ersten Mal war er schockiert und überrascht, denn dort stand viel von dem was er empfand. Es war offensichtlich, dass die Briefe zwar für ihn bestimmt waren, Hermine aber nicht wusste, dass ihr Kamin eine Art Briefkasten war. Ihm konnte das nur Recht sein, denn so wusste er, wie es ihr ging und was sie für ihn empfand. Ihre Briefe kamen fast immer, wenn sie sich einsam und allein fühlte. Wenn sie ihn brauchte. Nachdem er das Muster erkannt hatte, fragte er sich, ob er nicht zu ihr gehen sollte?

Wie würde sie ihn empfangen, wenn er vor ihr Tür stand?

Ihn auslachen?

Sich freuen?

Ihn in den Arm nehmen?

Er nahm Hermines letzten Brief in die Hand.

Sie sprach über Liebe. Liebte sie ihn? Liebte er sie?

Seit mehr als zwei Jahren sehnte er sich nach ihr.

Es wurde Zeit, dass er handelte. Endlich zu leben begann. Mit Hermine, wenn es nach ihm ging.