Zurück aus Miami
Grissoms Arbeit in Miami lief wie gewohnt in geordneten Bahnen. Tagsüber war er abgelenkt, am Abend – das war eine andere Sache. Er telefonierte mit den Kollegen der Nachtschicht. Mit allen außer Sara.
Natürlich bemerkte Sara das, aber sie war ihm nicht böse. Nach dem Kuss konnte sie sich vorstellen wie er sich fühlte.
Sie jedenfalls hatte große Probleme alles zu verarbeiten. Immer wieder sah sie Grissom vor sich, fühlte den Kuss.
Was sollte nur werden, wenn er wiederkam? Würde er so tun als wenn nichts passiert war, würde er ihre Probezeit nicht verlängern um seine Ehe nicht zu gefährden?
Ihre Gedanken drehten sich im Kreis und kosteten sie ihren Schlaf.
Zwei Wochen später packte Grissom seinen Koffer.
Die Zeit in Miami war vorbei, seine Frau erwartete ihn morgen zurück.
Aber wollte er noch eine schlaflose Nacht in diesem Hotel verbringen?
Grissom griff zum Telefon und fragte beim Flughafen nach einem früheren Flug.
Sara hatte gerade geduscht und wollte schlafen gehen als sie das Klopfen an der Tür hörte.
Ohne durch den Spion zu sehen, öffnete sie die Tür.
Grissom, sie sah ihn in jedem ihrer Träume. Aber jetzt war sie doch wach. Sah sie nun schon Geister.
„Kann ich reinkommen?"
Sie nickte nur. Anscheinend war er wirklich hier.
„Ich bin früher zurückgeflogen", antwortete er auf seinen fragenden Blick.
„Wir müssen miteinander reden. Kann ich mich setzen?"
Als Sara noch immer nichts erwiderte, wurde Grissom unsicher.
„Oder willst du dass ich gehe?"
„Nein, entschuldige. Ich bin nur so überrascht, dass du hier bist. Was wolltest du mir sagen?"
Gil Grissom hatte sich alles so schön zu Recht gelegt. Und nun saß er neben ihr und bekam kein Wort heraus.
Stattdessen sah er sie nur an. Dann streckte er seine Hand aus und wartete was Sara machte.
Sie sah ihn an und nahm seine Hand. Grissom zog sich zu sich auf den Schoß.
„Ich musste ständig an dich denken."
Sara sah ihn an. Ihr war es genauso gegangen.
Sie fuhr ihm durch die Haare und küsste ihn. Grissom brauchte nicht viel mehr Ermunterung um den Kuss zu erwidern.
Nach einer Weile wurde seine Küsse immer drängender. Seine Hände wanderten an ihrem Körper entlang und Sara spürte wie er langsam ihr T-Shirt hochschob.
Nicht das sie etwas dagegen hatte, aber sie musste einen Versuch unternehmen mit ihm zu sprechen.
„Grissom, bist du sicher, dass wir das tun sollten?"
Er stoppte sofort und sah sie an.
„Wir sollten es nicht tun. Ich sollte sofort gehen. Das wäre vernünftig. Aber ich will bei dir bleiben und in den nächsten Stunden Dinge mit dir tun…"
Sara wurde ganz verlegen als sie seinen Blick sah.
„Kannst du mit den Schuldgefühlen umgehen, Grissom? Denn die wirst du haben."
„Sara, ich kann an nichts anderes denken als an dich. Ich will dich."
Sie nickte nur, stand auf.
„Kommst du?"
Schweigend gingen sie in ihr Schlafzimmer. Sara zog die Vorhänge zu, so dass nur noch wenig Tageslicht in den Raum gelangte. Dann räumte sie die Decke zur Seite und setzte sich auf das Bett.
Grissom sah sie an.
„Zieh dich aus."
Sara schaute an sich herunter. Da gab es nicht viel auszuziehen.
„Bitte."
Als sie nichts mehr anhatte, ging Grissom zu ihr hinüber.
Er begann sie zu streicheln und zu küssen. Sara schloss ihre Augen und genoss die Gefühle, die er in ihr auslöste. Er war so sanft und zärtlich.
Nach einer Weile hielt sie es nicht mehr aus. Sie musste ihn berühren.
„Grissom, bitte. Du hast viel zu viel an."
Er setzte sich auf und zog seine Strümpfe aus, dann ein Hemd. Als er seinen Gürtel und die Hose öffnen wollte, half sie ihm.
Dann legten sie sich auf Bett und sahen sich an.
Sara begann sein Gesicht zu streicheln. Dann küsste sie ihn leicht und flüsterte:
„Ich glaube ich habe mich in dich verliebt."
Making Love
„Ich glaube ich habe mich in dich verliebt."
Die Worte waren aus ihrem Mund bevor sie darüber nachgedacht hatte. Sicher wollte Grissom das nicht hören.
„Sara, Liebling. Sag so etwas nicht. Du kennst mich doch gar nicht."
Was hatten denn Gefühle damit zu tun, fragte sich Sara.
Aber sie war froh, dass Grissom so schnell darüber hinwegging.
„Leg dich auf den Rücken", forderte sie ihn auf.
„Sara, ich weiß nicht."
„Aber ich. Lass mich nur machen. Wenn es dir nicht gefällt, werde ich aufhören."
„Ich bin sicher, dass es mir gefällt."
Sie lächelte und begann ihn zu küssen. Langsam arbeitete sie sich abwärts. Sie streichelte seinen Oberkörper. Er war weich und glatt und trotzdem so männlich.
„Nun?", fragte sie.
„Bitte mach weiter."
Mit ihrer Zunge fuhr sie über seine Brustwarzen. Grissom stöhnte auf. Was machte diese Frau nur mit ihm. Er strich ihr durch die Haare und hielt ihren Kopf an dieser Stelle.
„Griss, wenn ich „weitermachen" soll, dann musst du mich loslassen."
Er reagierte sofort und Sara lachte leise auf.
„Sara, ich verspreche dir, dass ich mich „rächen" werde."
„Gut, ich werde dich daran erinnern."
Grissom fand keine Worte für das was Sara mit ihm machte. Sie küsste ihn, leckte und biss ihn und es war einfach wundervoll.
Dann spürte er wie ihre Hand nach unten wanderte und seinen Penis berührte.
Sie streichelte ihn auch hier, dann umfasste sie ihn und Grissom hatte das Gefühl, dass er diese Tortur nicht eine Sekunde länger aushalten würde.
Er versuchte sie aufzuhalten, aber sie rieb ihr Bein an seinem und er hatte keinen Erfolg.
„Bitte Sara, ich halte es nicht mehr aus."
„Oh bitte, der Spaß fängt doch gerade erst an."
„Da hast du Recht."
Zu ihrer Überraschung richtete er sich auf und drehte sie so, dass sie auf dem Rücken lag.
„Hey."
„Selber Hey. Du hattest deinen Spaß. Jetzt bin ich an der Reihe. Sara, wenn du dich nicht wohl fühlst und nicht magst wie ich mit Dir rede, sag es mir."
„Was ? Nein. Es macht mich total an, wenn du so redest. Ist das schlimm?"
„Es ist sexy. Du bist sexy. Du lässt mich so viele Dinge fühlen. Und ich habe so viele Ideen was ich mir dir machen möchte."
„Alles nur leere Drohungen", scherzte Sara um dann aufzustöhnen als er ihre Brust küsste.
„Wirklich. Dann magst du es nicht?", fragte Grissom und fuhr mir der Zunge zwischen ihren Brüsten entlang.
„Soll ich aufhören?"
„Wage es nicht."
In den nächsten Minuten sprachen die beiden kein Wort mehr. Beide küssten und streichelten sich, sahen sich in die Augen.
Grissoms fuhr langsam mit seiner Hand zwischen ihre Beine. Sie kam ihm entgegen und er begann sie leicht zu reiben.
Sara konnte nicht genug von seinen Berührungen bekommen. Jeden anderen Gedanken verdrängte sie. Es war egal, ob es verboten war, aber Sara wollte ihn endlich in sich spüren.
„Bitte Grissom, liebe mich. Ich brauche dich."
Er brauchte keine weitere Aufforderung. Langsam drang er in sie ein.
„Sara, wie fühlst du dich?", fragte er bevor er weitermachte.
„Wunderbar, mach weiter. Ich hatte nur eine Weile keinen Sex."
Irgendwie machte dieses Geständnis Grissom noch mehr an.
„Lass dich gehen, Sara. Ich will dass du es geniest."
Grissom drang weiter in sie ein und begann sich in ihr zu bewegen. Sara schlang ihre Beine um ihn und presste ihn immer enger an sich heran.
Langsam verlor er die Kontrolle. Er hörte ihren schnellen Atem, bemerkte wie sie immer lauter stöhnte.
„Sara, ich bin gleich soweit. Bitte."
„Ja. Oh ja. Das ist so wunderbar. Grissom."
Dann fühlte sie nur noch wie eine Welle der Erregung über sie hinweg rollte, sie hörte ihren schnellen Atem und wie Grissom aufstöhnte.
Vorsichtig lies er sich fallen.
Als er zu Atem kam, nahm er Sara in den Arm und rollte sich zur Seite. Er verteilte leichte Küsse auf ihr Gesicht.
„Ich glaube, dass ich mich auch in Dich verliebt habe."
Realitäten
„Das ist schön", flüsterte Sara bevor sie einschlief.
Das war es wirklich, dachte Grissom. Nur gab es da ein kleines Problem: er hatte eine Ehefrau.
Aber im Moment wollte er nicht darüber nachdenken, sondern die Stunden mit Sara genießen.
Er gab Sara einen Kuß und driftete ebenfalls in den Schlaf.
Es war am späten Nachmittag als Sara durch die Sirene eines vorbeifahrenden Feuerwehrautos geweckt wurde.
Vorsichtig stand sie auf und ging ins Badezimmer. Beim Blick in den Spiegel sah ihr eine strahlende Frau entgegen.
Und genauso fühlte sie sich – wundervoll.
Nachdem sie sich etwas gewaschen und die Zähne geputzt hatte, schlich sie zurück ins Schlafzimmer. Wenn Grissom noch schlief, konnte sie sich an ihn kuscheln.
Grissom war wachgeworden als er das Wasser rauschen hörte. Hoffentlich kam Sara gleich zurück. Er fragte sich, ob sie es bereute mit ihm geschlafen zu haben.
„Hallo."
„Oh, du bist schon wach."
Sara ging zum Bett hinüber und legte sich zu ihm.
„Hast du mich vermisst?"
„Sehr."
„Sara, bereust du es?"
„Nein, Grissom. Niemals. Es war wunderschön."
Sie sah ihn an und er antwortete auf die Frage, die sie nicht zu stellen wagte.
„Nein, ich bereue es nicht. Keine Minute. Aber ..."
Bevor er weitersprechen konnte, küsste sie ihn.
„Wir haben noch eine Stunde Zeit. Warum mit Reden verschwenden?"
Zwei Stunden später stand Grissom unter der Dusche. Bevor die Schicht anfing musste er nach Hause. Christine erwartete ihn.
Als er das Wohnzimmer betrat, stand Sara am Fenster. Sie drehte sich um und lächelte ihn an.
„Ich muss gehen."
„Ich weiß. Wir sehen uns heute Abend."
Grissom ging zur Tür und öffnete sie. Dann kam er zurück und küsste sie.
Bevor Sara wieder Luft holen konnte, war er gegangen.
Sara betrat das Gebäude mit Schmetterlingen im Bauch.
Nie war sie so aufgeregt gewesen, wenn sie ins Labor ging. Aber heute war ein besonderer Tag.
Am Morgen hatte sie mit Grissom geschlafen und nun sollte sie ihm als normale Kollegin gegenüber stehen.
Sie zog sich um und machte sich auf den Weg in den Breakroom. Alle anderen waren schon da und warteten auf Brass.
Warrick und Nick wollten von Grissom wissen was für tolle Clubs er in Miami gesehen hatte. Catherine musste lachen als sie sein entsetztes Gesicht sah.
„Gil, bist du überhaupt ausgegangen? Ich weiß du bist verheiratet, aber ansehen ist gestattet. Also haben dir die Latinas gefallen?"
Grissom spürte, dass er rot wurde. Er schaute in Saras Richtung.
„Ich war aus. Wirklich. Aber auf die Frauen habe ich wirklich nicht geachtet."
Alle, bis auf Sara fingen an zu lachen.
„Was?", fragte Grissom.
Zum Glück kam in diesem Moment Brass in den Raum und alle widmeten sich den heutigen Fällen.
Danach hatte Sara keine freie Minute mehr und auch Grissom war damit beschäftigt Berichte zu schreiben und Formulare auszufüllen damit er die Kosten für die Reise zurückkam.
Als er dann auf die Uhr sah, war die Schicht vorbei und er machte sich auf den Weg nach Hause.
Sara sah Grissoms Auto davon fahren. Er hatte nicht ein persönliches Wort mit ihr gesprochen, aber sie waren auch keine Minute allein gewesen. Allerdings hatte Sara insgeheim gehofft, dass Grissom ein wenig für sie finden würde.
Aber das war dumm gewesen. Grissom hatte zwar gesagt, dass er nichts bereute. Auch One Night Stand konnte man nicht bereuen.
Aber so traurig sie in diesem Moment auch war, die Stunden mit Grissom konnte ihr keiner nehmen.
