Kapitel 7

Grissom fragte sich, ob es eine gute Idee war Sara zum Frühstück in sein Haus zu bringen.

Das sie dort ungestört seien würde, war nur ein Vorwand. Das wenigstens gestand er sich ein.

Sara war verwundert als grissom in eine Wohngegend einbog. Frühstücksgaststätten waren hier eher nicht vorhanden.

Dann hielt er plötzlich vor einem relativ großen Haus und Sara fiel ein, dass Warrick erwähnt hatte, dass Grissom in dieser Gegend wohnte.

Was zum Teufel hatte er vor?


Grissom fuhr in die Auffahrt, stieg aus und sah sich nach Sara um.

Sie hielt am Straßenrand, machte aber keine Anstalten auszusteigen.

Langsam ging er zu ihr.

„Grissom, was soll das? Ich dachte wir gehen frühstücken."

„Im Haus ist alles vorhanden. Ich bin fast jeden Tag hier."

„Griss, so hatte ich mir das nicht vorgestellt."

Sie sah ihn ein paar Sekunden an bevor sie weitersprach.

„Hast du dir überlegt was du von mir willst?"

Grissom sah sich um. Die Nachbarn waren in dieser Gegend relativ zurückhaltend, aber eine Szene auf offener Straße, wollte er gern vermeiden.

„Sara, bitte. Lass uns ins Haus gehen."

Sie wusste, dass sie nicht so einfach nachgeben sollte. Aber wenn er sie so bittend ansah, konnte sie ihm nicht widerstehen.

Langsam stieg sie aus dem Auto aus.

„Gut, ich gebe dir Zeit mich zu überzeugen. Aber die ist begrenzt."

Grissom nickte und ging an ihrer Seite ins Haus.

Er schloß die Tür auf und ließ Sara den Vortritt.

„Schau dich einfach um. Ich mache uns rasch etwas zu essen."

Ohne Saras Antwort abzuwarten verschwand er.

Sie ging den Flur entlang und betrat den großen Wohnraum.

Grissom hatte nicht gelogen. Die Atmosphäre war kühl, aber man merkte, dass das Haus noch immer benutzt wurde.

Sara setzte sich auf die Couch. Was sollte sie jetzt machen?

Natürlich hatte sie versucht darüber nachzudenken, aber Herz und Verstand lagen in einem ständigen Wettstreit und bisher hatte keine Seite gewonnen.

Sie konnte einfach nicht stillsitzen.


Von der Küche aus hörte Grissom Sara hin- und herlaufen.

Sie war anscheinend genauso nervös wie er, aber er konnte es besser verbergen.

Rasch stellte er Geschirr, Kaffe und Muffins aufs Tablett. Im Kühlschrank stand noch Orangensaft.

Mehr konnte er Sara nicht anbieten, jedenfalls was das Essen anging.

Grissom trug das Tablett ins Wohnzimmer und stellte alles zurecht.

„Sara. Kommst du?"

Sie stand am Fenster und sah in den Garten. Anscheinend hatte sie ihm nicht gehört.

Grissom ging hinüber und berührte sie leicht.

Sara zuckte zusammen und dreht sich um und sah ihn an.

„Grissom, was sollen wir nur machen?"

Statt einer Antwort strich er ihr über die Wange. Als sie ihn nicht abwehrte, küsste er sie vorsichtig auf den Mund.

Nur ganz leicht. Dann schaute er sie wieder an.

„Ach, Grissom. Ich habe mich so nach dir gesehnt."

Selbst wenn er gewollt hatte, nach diesem Seufzer konnte er nichts anderes tun als sie wieder zu küssen.

Leidenschaftlich, fordernd.

Am liebsten wäre er noch weiter gegangen, aber er hatte ihr ja versprochen zu reden.

Schwer atmend standen sie sich nach einer Weile gegenüber.

Dann nahm Grissom ihre Hand.

„Lass uns reden."


TBC