Mit Grüßen von meiner gefühlsmäßig sehr engagierten Muse. Viel Spaß !
Kapitel 8
Grissom hatte darauf bestanden, dass sie sich an den Frühstückstisch setzen.
So kam er nicht in die Versuchung Sara zu berühren.
Er schenkte Kaffee ein und begann leise zu erzählen.
„Ich habe Christine vor einer Weile an der Universität getroffen. Wir wurden Freunde und haben geheiratet. Es schien eine gute Idee zu sein. In meinem Alter habe ich nicht mehr daran geglaubt die große Liebe zu finden oder mich überhaupt zu verlieben. Alles lief ruhig und in geregelten Bahnen."
„Bis ich auftauchte", beendete Sara seinen Gedankengang.
„Ja. Anfangs habe ich gedacht, dass es vorbeigeht. Ich wollte mich nicht in dich verlieben."
Er tat Sara fast leid. Nur gut, dass sie soweit voneinander entfernt saßen.
Dann hörte sie ihn weiterreden.
„Weißt du, ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren würde. Dass es mir fast egal ist, wenn ich Menschen die mir vertrauen belüge um mit dir zusammen zu sein.
So ein Mensch bin ich nicht."
Sara nahm die Tasse in die Hand. Sie brauchte etwas an dem sie sich festhalten konnte.
„Willst du mit mir Schluss machen?"
Er schüttelte den Kopf und Sara atmete auf.
„Was willst du dann?"
Er sah sie mit einem ernsten Blick an. Sara Sidle – so jung, so emotional, so lebendig – hatte sein Leben verändert. Er konnte nicht mehr zurück.
Deshalb war die Frage auch nicht mehr was er wollte. Der unbekannte Faktor in seiner Zukunft war sie.
„Sara, ich will mit dir Zusammensein. Und ich will mich nicht verstecken müssen. Und ich will nicht mehr lügen."
Sara sah ihn an.
Verstand sie ihn richtig?
„Was ist mit deiner Frau?"
„Ich werde mit ihr reden. Du weißt, was dass bedeutet?"
Sie nickte.
„Du würdest dich meinetwegen scheiden lassen?"
„Ich kann so nicht leben. Aber bitte versteh mich nicht falsch, du bist nicht Schuld daran. Ich mache es auf jeden Fall."
„Dann wären wir beide frei."
Sie konnte nicht glauben, dass er sein Leben für sie verändern würde. War sie ihm so wichtig? Niemand … Sie merkte, dass ihr die Tränen kamen.
„Honey, eigentlich ist das kein Grund zum Weinen."
„Ich weiß. Aber du bist der erste dem ich wirklich wichtig bin."
„Das kann ich mir nicht vorstellen. Deine Familie …"
Sara schüttelte den Kopf. Hoffentlich hörte er auf zu fragen. Sonst würde sie ihm alles erzählen. Dazu war es einfach zu früh.
In der Zwischenzeit war Grissom doch aufgestanden und zu ihr gegangen.
Er kniete sich vor ihren Stuhl und nahm ihr Gesicht in seine Hände.
„Was meinst du ? Wartest du auf mich ?"
Sara nickte.
„Gut."
Sie sahen sich an und küssten sich.
„Hast du noch Hunger?", frage Grissom nach einer Weile.
„Sonst bringe ich dich nämlich nach Hause. Einverstanden ?"
Noch immer sagte Sara kein Wort.
„Sara, ist alles in Ordnung ? Du sagst ja nichts."
„Alles ist in Ordnung. Es ist nur …"
„Was ?"
„Ich liebe dich so sehr."
XXXOO
