Kapitel 19:

„ÜBERRASCHUNG!!!!!" Ich wusste überhaupt nicht was los war, dort standen Zack, Cloud, Reno, Rude und Vinc.
‚OK' dachte ich mir ‚hier bin ich falsch' ich wollte mich gerade wieder umdrehen, als mich Zack schon am Handgelenk schnappte, und mich hineinzog. „Hier wird sich nicht verdrückt, immerhin haben wir was zu feiern." Ich wurde genau in die Mitte der Truppe verfrachtet und sah mich absolut schockiert um. „Was?....." ich brachte keinen vernünftigen Satz raus. „Nun komm schon Jan, ich hab es doch auf deinem Ausweis gestern Morgen als ich vom duschen zurückkam gesehen." Kam es nur von Reno. ‚Hä, mein Ausweis? Was stand denn dort drauf?' „Ich verstehe nicht." Ich wusste wirklich nicht was sie von mir wollten. „Nun stell dich doch nicht so an, wir wissen es doch eh alle." War was Cloud sagte. „Wie kann man denn sowas vergessen, also wirklich." „Ok, wir machen es anders. Truppe in einer Reihe aufstellen."
Alle versammelten sich neben Zack, während ich immer noch auf dem Stuhl saß, na gut, Vinc saß noch in der Ecke, er hatte wahrscheinlich keine Lust, würde ich auch in so einer Situation machen.
Und dann fing es an.

Alle (außer Vinc): „HAPPY BIRTHDAY TO YOU,
HAPPY BIRTHDAY TO YOU,
HAPPY BIRTHDAY LIEBER JAAANNN,
HAPPY BIRTHDAY TO YOOOUUUUUUUUUUUU!!!!!!!"

Ich viel nach hinten weg. Jetzt wusste ich auch was los war, ich hätte angeblich Geburtstag, aber ich habe doch eigentlich erst in 3 Monaten. Ich musste überlegen. ‚OK, Reno sagte er hätte es auf meinem Ausweis gesehen' dann viel der Groschen. ‚Klar kann ja sein, das ich hier an einem anderen Tag Geburtstag habe, aber deswegen muss man ja nicht gleich so etwas veranstalten.'
Nachdem ich meine Gedanken wieder geordnet hatte, blieb mir wohl nichts anderes übrig als mich dieser Prozedur zu unterziehen. Ich setzte also ein künstliches Lächeln auf, und wartete ab was nun weiter passieren sollte.
Nachdem sich alle wieder von ihrer Gesangseinlage eingekriegt hatten, kamen sie alle noch einmal einzeln zu mir und gratulierten mir wie normale Menschen. Wobei ich von jedem eine Kleinigkeit bekam. Auspacken wollte ich die Sachen jetzt nicht, dafür habe ich später noch genug Zeit. Dennoch fragte ich mich warum, und vor allem, wieso!
„So, und jetzt wird richtig gefeiert bis der Arzt kommt. Reno schalte die Musik ein, Cloud hol die Getränke, Vinc, hol die Partyspiele…..VINCE!!!!!...Na dann eben nicht, Rude, holst du eben die Spiele raus." Kamen die Anweisungen von Zack. Ich stand kurz davor aufzustehen und zu gehen. ‚Partyspiele? Hallo? Ich bin doch kein kleines Kind mehr.' Ich konnte dabei nur mit dem Kopf schütteln. „Jan, freust du dich gar nicht?" „Hä?...Oh, doch, klar doch Cloud, ich bin nur überrascht wie ihr dies alles so schnell organisiert hattet." „Ach so, ja, das war witzig." Der kleine Blondschopf lachte Herzhaft als er mir die Geschichte erzählte. „Zack und ich hatten uns doch gestern Morgen noch auf dem Platz unterhalten, und da kam dann Vincents Truppe mit Reno vorbei, der mich gleich erkannte." „Den kleinen kann man auch überall erkennen." Kam es belustigend als Zwischenruf."Na gut, er kam auf mich zu, und erzählte mir dann, das du Geburtstag hast, und als Zack dies hörte, hat er sofort mit der Planung angefangen." „Jep, sowas mache ich gerne. Jetzt weist du auch warum ich gestern keine Zeit für deine Führung hatte." Gab er mit einen Augenzwinkern von sich. „Und Rude und ich haben vorhin alles eingekauft und danach alles mit Vinc vorbereitet, als ihr euch die Gegend angeschaut hattet."
„Ok, genug geredet, jetzt wird gefeiert." Zack eröffnete die Feier. „Jan, was möchtest du trinken? Wir haben Bier, Wodka, Rotwein, Sekt und Whisky." ‚Wer soll denn das alles trinken? Die haben ja für die ganze Kompanie eingekauft.' Ich schaute skeptisch auf die gestapelten Kisten und Flaschen. Tja, jetzt hatte ich ein Problem, warum? Ganz einfach,
Ich räusperte mich kurz, und konnte mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen. „Also…. Ich danke euch wirklich vielmals für die ganze Aufmerksamkeit…auch für die tollen Geschenke. Ähm, wie soll ich dies sagen….Das Problem ist nur, das ich kein Alkohol trinke." Zack fiel glatt die Kinnlade runter und sah mich ganz erschrocken an. „Das kann doch gar nicht sein. Also irgendwas musst du doch davon gerne trinken." Wieder zog er einen Schmollmund. „Wir haben extra so viel Verschiedenes geholt." „Nun komm schon, bitte, bitte…" Cloud sah mich wieder mit diesem hilflosen Blick an. Ich legte meine linke Hand an meinen Hinterkopf. „Ich weis doch das ihr euch Mühe gegeben habt, aber, ich trinke nun mal nichts, weil ich einfach nicht so viel vertrag, versteht ihr das?" Nun sah mich Reno mit großen leuchtenden Augen an. „Dann brauchst du doch einfach nicht so viel zu trinken." „Genau, Problem erkannt und gelöst. Also, was möchtest du nun?" Ich seufzte noch mal kurz, und gab mich dann geschlagen, ich währe hier sowieso nicht nüchtern rausgekommen.
Ich ließ mir also ein Glas Rotwein geben. Zack nahm sich eines der Biere, Cloud machte es ihm nach, Reno nahm sich ein Glas Cola Whisky, Rude ein Glas Cola Wodka, und Vinc begnügte sich mit einem Glas Sekt.

Die Party war voll im Gange, wir redeten, lachten, und sangen zu der mir unbekannten Musik. Nachdem ich mein drittes Rotweinglas geleert hatte bin ich umgestiegen auf Cola Wodka, und danach nahm ich mir noch eins mit Whisky. Dann habe ich nur noch ein Bier nach dem anderen geleert.
Ich wusste nicht wie lange wir feierten, irgendwann hatte ich nichts mehr mit bekommen. Ich weis nur noch, dass irgendjemand das blöde Spiel Wahrheit oder Pflicht vorgeschlagen hatte, und wir dies dann spielten. Also eines wusste ich ganz genau, im nüchternen Zustand währe jetzt die Zeit gekommen zu gehen.

Als ich langsam zu mir kam, hatte ich einen höllischen Kater. Ich faste mir an die Stirn und drehte mich stöhnend im Bett wieder um. „Sie sind also endlich wach Rekrut?!" Das konnte jetzt nicht sein. Ich glaubte ich verhörte mich, musste eine Nachwirkung des Alkohols sein, mir kam es fast so vor als hätte ich eine mir nur zu gut bekannte Stimme vernommen.
Ich zog mir die Decke über den Kopf und versuchte wieder ein zu schlafen. Ich spürte wie sich jemand neben mich aufs Bett setzte, und mir die Decke vom Kopf weg zog. Ich hielt die Augen geschlossen, und drehte mich auf die andere Seite. „Noch 5 Minuten" war das einzige was ich dazu rausbekam und kuschelte mich in das Kissen. Dann spürte ich nur noch wie mir jemand mit der Hand durch Haar strich bevor ich wieder eingeschlafen bin.

Kapitel 20:

Ich öffnete leicht meine Augen, und fand mich in einem großen Doppelbett wieder. Ich richtete mich langsam auf, und sah mich mit verschlafenden Blick, und wahnsinnigen Kopfschmerzen um. Ich ließ meinen Blick langsam nach links schweifen, danach nach rechts, und ließ mich anschließend wieder in die Kissen fallen. Mir tat alles weh.

Erst nach etlichen Minuten wurde mir klar, dass ich nicht in meinem Quartier war. Als ich es merkte sprang ich auf, leider etwas zu schnell, denn mir war so schwindelig, dass ich gleich wieder ins Bett fiel. Ich erhob mich wieder, dieses mal allerdings langsamer. Ich schaute mich noch einmal kurz um, und bemerkte dann dass ich nur in Boxershorts im Zimmer stand.
Das einzige was mir jetzt dazu einfiel war schnell meine Sachen zusammen zu suchen und sie anzuziehen, und so schnell wie möglich in mein Zimmer zurück gehen. Ich war zwar schon neugierig darauf wo ich mich gerade befand, aber ich wollte nicht unbedingt den Bewohner treffen, vor allem nicht, weil ich überhaupt nicht wusste wie ich hier her gekommen war, noch dazu warum ich verdammt nochmal in Unterwäsche hier gelegen habe.
Ich ging aus dem Schlafzimmer hinaus, und befand mich in einer Art Wohnzimmer. Ich blickte etwas irritiert über den Raum. Jetzt musste ich schnell die Ausgangstür finden, ich sah 4 weitere Türen. Ich begab mich auf die mir am nächsten liegende, hinter der befand sich ein riesiges Badezimmer, dies könnte ich auch gut gebrauchen, aber ich wollte hier raus. Ich ging dann zu der auf der gegenüberliegenden Seite, und stand im Flur. Ich schaute mich kurz um, und entdeckte auf der linken Seite einen Fahrstuhl, ich stieg ein und drückte den Knopf fürs Erdgeschoß. Als ich ausstieg wusste ich wenigstens das ich mich im Shinra-Komplex befand, ich war anscheinend immer noch im rechten Flügel, ich ging also in Richtung linker Flügel, und führ mit dem Lift in die 14. Etage zu meinem Quartier. Ich begab mich schnellstmöglich dorthin, öffnete die Tür, und ging gleich ins Bad.
Als ich wieder rauskam, zog ich mich aus, und legte mich ins Bett. ‚Ich wusste doch das ich nicht viel vertrage, jetzt habe ich einen Filmriss, eine Nacht bei jemanden verbracht den ich wahrscheinlich nicht mal kenne, und? Habe ich was vergessen?... Ach ja, und wahrscheinlich gleich noch 1 Woche Strafrunden, weil ich das Morgendliche Training verpasst habe.'
Ich zog mir die Decke über den Kopf, und wollte einfach nur weiter schlafen. Irgendwann ging die Tür auf, und ich sah mich mit verschlafenen Augen um und entdeckte Reno der geradewegs ins Zimmer gekrochen kam. Er stöhnte schwer und ließ sich auf sein Bett fallen. Dann schaute er mich nur wehleidig an, und drehte sich um und schien einzuschlafen.
Ich wunderte mich zwar, das er mich nicht fragte wo ich die Nacht über war, und was ich hier die ganze Zeit gemacht habe, aber man konnte erkennen, das er sehr fertig war, und nur eines brauchte. Genau das gleiche wie ich, Ruhe.
Ich drehte ihm ebenso den Rücken zu, und schlief auch wieder ein.

Irgendwann konnte ich dann nicht mehr schlafen und stand auf. Da ich immer noch nicht meinen Wecker bekam, ging ich zu dem Nachtisch meines Zimmerkammeraden. 17:21Uhr. ‚Ganz schön lang geschlafen. War bestimmt auch eine anstrengende Nacht.' Als ich mir selber bewusste wurde was ich gerade dachte, versuchte ich mich wieder zwanghaft zu erinnern was nach diesem blöden Spiel passiert ist, aber ich konnte einfach nicht.
Ich atmete schwer und ging dann ins Bad, danach holte ich mir frische Sachen aus dem Schrank, und ging mich duschen. Nachdem ich fertig war brachte ich die dreckigen Sachen gleich zur Reinigung, dort bekam ich auch meine Uniform die ich letztens zur Reinigung gegeben hatte. Auf den Rückweg ging ich bei der Kantine vorbei, und wollte erst einmal was in den Magen bekommen.

Dort angekommen sah ich dann auch schon 3 jämmerliche Gestallten an einem Tisch in der Ecke sitzen. ‚Na wenigstens habe ich nicht als einzige so einen Kater.' Ach ja, Schadenfreude ist die beste Freude. Ich nahm mir etwas zu essen und begab mich zu den drei armseligen Individuen, und setzte mich neben den kleinen Blonden.
Sie sahen mich alle aus schmerzverzerrten Gesichtern an, ich musste mir mein Lachen verkneifen.
Anscheinend war ich die einzige die den heutigen Tag ausfallen ließ. Wir aßen und begaben uns dann wieder auf den Weg, ohne das jemand das Wort ergriff. Wir ernteten viele Blicke, na gut, sieht ja auch lustig aus wenn eine vierer Gruppe aussieht als würde sie gleich Tod umfallen.
Vor der Kantine verabschiedeten wir uns dann von Zack mit einer einfachen Handbewegung, man sah ihn nur schwankend den Gang entlang gehen.
Wir restlichen drei begaben uns zum Lift und stiegen ein. Auf der 12 Etage stieg Rude aus, und las uns beide alleine zurück, Cloud und ich stiegen auf unserer Etage aus. Kurz bevor Cloud in sein Zimmer verschwand fragte ich ob ich mit reinkommen könnte. Wir gingen hinein, drinnen war sein inkompetenter Mitbewohner. Als er mich sah schreckte er ein wenig zurück. Ich zeigte stumm auf die Ausgangstür mit einem Blick in den Augen von den ich nicht mal wusste das ich so schauen kann. Ohne zu fragen rannte er förmlich aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich, ich setzte mir vor Cloud auf den Boden, er legte sich ins Bett.
„Hattest du eigentlich mit deinem Mitbewohner nochmal stress gehabt?" Er sah mich mit einem Bemitleidenswerten Blick an, drehte sich dann wieder um, legte seinen linken Handrücken auf die Stirn und schaute an die Decke.
„Nein…Ich glaube er hat zu viel angst vor dir." Er sprach sehr schläfrig und ruhig. „Gut, das freut mich." Ich legte eine kleine Sprechpause ein, und fing danach an mit leiser Stimme zu reden. „Sag mal Cloud. Was ist gestern eigentlich noch passiert?" Er sah mich etwas irritiert an, ich zog meine Mundwinkel ein klein wenig nach oben und sah ihn unschuldig an. „Was gestern noch passiert ist? Hmmm….Lass mich mal kurz überlegen." Jetzt legte er eine Sprechpause ein, nach kurzer Zeit sprach er weiter. „Also wir saßen, haben gefeiert, dann haben wir Rommé gespielt, danach Poker, und dann hatte Reno das Spiel Wahrheit oder Pflicht vorgeschlagen." „Ok, bis dahin geht mein Gedächtnis auch noch, aber ab da an hört es dann auf." Er sah mich etwas unverständlich an. „Wirklich? Du hast eigentlich von uns allen am klarsten gewirkt, wir hatten uns schon gewundert, da du sagtest du verträgst nicht viel." Wieder legte er eine kurze Pause ein. Er atmete tief ein, und kräftig aus bevor er weiter sprach. „Ich glaube so gegen 2 Uhr bist dann gegangen, genau kann ich dies jetzt aber nicht mehr sagen, und von da an haben wir bis morgens um 6 Uhr alleine weitergefeiert, und anschließend Frühstücken gegangen." Ich sah ihn etwas verständnislos an. „Und ihr habt euch nicht gewundert wo ich war, oder warum ich heute Morgen nicht beim Appell war?" Skepsis war in meinen Augen zu erkennen. „Wir dachten uns wir lassen dich lieber schlafen…Und keine Sorge wegen dem verpassten Appell, darum wollte sich Zack schon kümmern."
‚Na dann bin ich ja beruhigt.' Weiter hilf es mir aber auch nicht, denn ich war immer noch keinen Schritt weiter mit der Beantwortung der Frage, wie bin ich in ein fremdes Bett gekommen.
Ich seufzte kurz, stand auf, bedankte mich nochmal für den kleinen Rückblick, und wollte das Zimmer verlassen.
„Jan!" „Ja?" Ich drehte mich noch einmal kurz um. „Was ist denn Cloud?" „Ist etwas vorgefallen das du mich nach gestern Nacht gefragt hast?" Ich sah ihn nun etwas verwirrt an, ich meine ich konnte ihm wohl kaum die Wahrheit sagen, ich wusste ja nicht mal selbst was passiert war. Mit einem kleinen Lächeln sprach ich. „Nein, ich wollte nur wissen wie…" Ich überlegte kurz. „…wie ich ins Bett gekommen war, mehr nicht." Ich drehte mich dann schnell um, und verließ das Zimmer.
Erst wollte ich zurück ins Zimmer gehen, entschied mich dann aber dafür nach draußen zu gehen.

Draußen angekommen ging ich einfach in der Gegend herum, bis ich an eine der Trainingshallen vorbei kam, ich guckte ob sie offen war, und ich hatte Glück. Ich betrat sie und schaute mich in den Geräteräumen um. Viele von den Sachen dort hatte ich noch nie gesehen, und ich wollte auch überhaupt nicht wisse wozu man z.B. diesen Art Bock, mit oben rauskommenden Nägeln gebrauchen sollte, also Bockspringen tu ich mit diesem Ding nicht!
Dann erblickte ich etwas was mein Herz höher schlagen ließ. Dort in der Ecke lag ein Ball, zwar kein Volleyball, aber dies machte nichts, hart genug war er. Ich ging zurück in die Haupthalle, und stellte mich ungefähr 3 Meter von der Wand weg und fing an mit der Wand als Gegner zu spielen.
‚Endlich mal Richtig schön Wut ablassen, und einfach drauf hauen.' dachte ich mir so während ich immer wieder auf den Ball einschlug.
Nach einiger Zeit brachte ich immer ein wenig mehr Abstand zwischen mir und die Wand, um die Schlagkraft zu erhöhen, dass einzige schwierige war, das ich mir selbst die Bälle gut zustellen musste.
„Einen Trainingspartner bräuchte man." Ich atmete schwer aus.
„Vielleicht kann ich dir Gesellschaft leisten." Erschrocken drehte ich mich um.

Kapitel 21:

„Vincent?!" Er nickte kurz, kam zu mir rüber und nahm den Ball an sich, dann ging er ein paar Schritte von mir weg, und drehte sich zu mir. „Wollen wir anfangen?" Ich sah ihn etwas verunsichert an. „Du kannst Volleyball spielen?" ein kleines Lächeln huschte ihm übers Gesicht. „Ich kenne diese Sportart leider nicht, aber ich habe dich beobachtet, und denke dass ich dies hinbekommen werde. Du wolltest doch nur jemanden haben der dir hohe Bälle zuwirft, oder?" Ich sah ihn zufrieden an, und nickte. „Gut, dann las uns beginnen."
Er warf mir präzise Bälle zu, das musste ich schon sagen. Ich traf sie zwar nicht alle so wie ich wollte, aber es hatte trotzdem Spaß gemacht. Nach gut einer Stunde konnte ich nicht mehr, mein ganze Innere Handfläche hat geschmerzt. Ich ging zu Vinc und bedankte mich für das gute Zuspielen. „Immer wieder gerne Masaru." Ich musste kichern. „Bitte nennen Sie mich Jan, dies mag ich lieber." Und wieder zierte ein kleines Lächeln sein Gesicht und ein nicken folgte. „Gerne, Jan. Und sag du bitte Vincent zu mir." Er brachte den Ball noch weg, während ich die Halle bereits verließ. Draußen wartend stand ich und schaute in die Ferne, es war bereits dunkel geworden. Man konnte von hier aus gute ein paar Lichter der Stadt sehen.
Als Vinc ebenfalls die Halle verließ gingen wir zusammen zurück zum Gebäude, auf dem Weg dorthin habe ich immer wieder zur Stadt geschaut. „Warst du schon einmal in Midgar?" „Nein, bis jetzt nicht." Ich schaute runter zum Boden, und gleich danach mit einem Lächeln wieder nach oben. „Aber bald schaue ich sie mir an." Wieder stille.
„Du hast Morgen erst Nachmittag Unterricht wenn ich mich recht erinnere, oder Jan?" Ich schaute ihn mit leicht geneigtem Kopf etwas fraglich an. „Ja, soweit ich weis habe ich morgen erst ab 13 Uhr Psychische Kriegsführung…. Wieso?" Sein Blick ging weiterhin nach vorne gerichtet. „Dann zeige ich dir Morgenfrüh einen kleinen Teil der Stadt." Ich sah in ungläubig an, und musste mich zusammenreißen das mir nicht der Unterkiefer nach unten sackt. „ich deute diese Geste mal als ein Ja. Wir treffen uns dann Morgen am Ausgangstor um 9Uhr." Mit diesen Worten verschwand er dann in Richtung rechten Flügel, und ließ mich vorm Lift stehen.
Einige Zeit stand ich noch ungläubig einfach nur in der Gegend, nach etlichen Minuten begab ich mich dann endlich in den Lift und begab mich in mein Zimmer. Als ich rein kam lag Reno immer noch im Bett und schnarchte wie am ersten Tag als ich hier aufwachte. Ich rollte nur mit Augen, ging ins Bad, und machte mich Nacht fertig, dann wurde es zeit ins Bett zu gehen. Einschlafen war leider nicht sehr einfach, wie gesagt, eine ganze Holzfäller-Mannschaft. ‚Jetzt hätte ich gerne Ohrstepsel.'
Ich drehte mich nach links, nach rechts, hielt mir die Ohren mit den Händen zu, danach mit einem Kissen. Nichts funktionierte. Nach einer Ewigkeit resignierte ich, ich stand auf, zog mir schnell eine Hose über, und ging aus dem Zimmer.
Nach einiger Zeit stand ich vor einer Tür und klopfte mit der Hoffnung dass der Zimmerbewohner dies hört, und mir die Tür aufmacht. Nach einiger Zeit kam es auch dazu, und ein verschlafender und sehr müde aussehender Zack sah mich. Ich schenkte ihn ein flehendes Lächeln, und fragte ob ich die Nacht bei ihm mit verbringen könnte. Er sah mich ziemlich verwirrt an und sagte das er nur ein Bett hätte, aber dies störte mich nicht, darauf sah er mich wieder fragend an, ließ mich dann aber rein, und wir legten uns ins Bett, ich auf die Wandseite, und er zum Zimmer hin. Es ist zwar ungewöhnlich mir ein Bett mit einem Jungen zu teilen, aber bei Zack konnte ich mir sicher sein das nichts passieren würde, jedenfalls hoffte ich dies für den Frieden der Nacht. Wir lagen beide mit dem Rücken zu einander und schliefen auch gleich ein.

‚Schön warm.' Ich wusste nicht wieso, aber ich fühlte mich so gut wie schon lange nicht mehr. Dieser schöne Citrus Duft der mir in die Nase stieg, die warme Umgebung, die langen Finger die mir den Rücken kraulten, der beruhige……… Moment!!!
Ich öffnete schnell meine Augen und erkannte dass ich in den Armen von jemand lag, mein Atmung und mein Herzschlag erhöhten sich instinktiv. Auf einmal spürte ich auch noch heißen Atem auf meiner Stirn. Ich richtete meinen Blick nach oben und erkannte Zack. Als ob er meine Bewegung gespürt hätte öffnete er leicht seine Augen, und zog die Mundwickel ein wenig nach oben. Dann nahm er eine seiner Hände, und strich mir sanft eine meiner Strähnen aus dem Gesicht, und kam näher an mich heran.

Kapitel 22:

Ich richtete mich vor Schreck auf, und sah ihn einfach nur verwirrt mit großen Augen an. Darauf musste der Schwarz Haarige Lachen und richtete sich ebenfalls auf, dabei stützte er sich auf seine Hände ab. „Guten Morgen. Gut Geschlafen?" Ich brachte kein Wort raus, sah ihn nur weiter an. Er verschränkte seine Arme hinter den Kopf und ließ sich zurück in das Kissen fallen. Danach nahm er wieder eine seiner Hände und strich mir erneut über den Rücken, und strich dabei der Länge nach meine Haare entlang. Ich zuckte unter der Berührung kurz zusammen, was ihm ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. „Also im Schlaf hat es dir gut gefallen. Du hast dich sogar noch mehr an mich geschmiedet, so hätte ich dich gar nicht eingeschätzt Jan." Diese leise sanfte Stimme. Ich brachte immer noch kein Wort raus, schüttelte einfach nur leicht den Kopf, worauf hin er mich ein wenig skeptisch ansah, und sich wieder erhob.
Ich schloss die Augen, drehte mein Kopf von ihm weg, Atmete ein paar mal geleichmäßig ein und aus.
‚Beruhige dich Jenni, es ist nichts passiert, lass dich von so etwas nicht verunsichern.' Nachdem ich mich akklimatisiert hatte, öffnete ich meine Augen wieder. Ich drehte mich wieder zu ihm um, und schenkte ihm eines meiner sanftesten Lächeln das ich drauf hatte. Eigentlich war dies nicht beabsichtigt, ich wollte lediglich Fragen wie spät es gerade war, doch als ich sah wie ihm der Atem stockte, und er leicht rot im Gesicht wurde konnte ich es mir einfach nicht verkneifen, es war einfach eine spontane Reaktion, wo ich nicht überlegte sondern Handelte.
Ich beugte mich langsam zu ihm runter, und legte meine Lippen sanft auf die seinen. Da ich die Augen einen Spalt weit geöffnete hatte, konnte ich seine weit aufgerissene Augen sehen, und musste lächeln. Seine Lippen waren so weich, so schön angenehm. Als er versuchte Luft zu holen, und seinen Mund ein wenig öffnet drang ich mit meiner Zunge in seinen Mund ein. Ich versuchte erst gar nicht ihm am Kuss beteiligen zu lassen, denn ich wollte ihn lediglich ein wenig Schocken. Ich strich mit meiner Zunge über sein Zahnfleisch, langsam. Er schloss die Augen, und wollte mir gerade entgegen kommen, als ich von ihm abließ, und aufstand. Ich ging zur Tür, und drehte mich kurz bevor ich rausgehen wollte um, und sah einen verlangenden Blick. Ein Lächeln zog sich über mein Gesicht. „Das war die Rache dafür, dass ich letzte Nacht einen Blackout hatte." Und verließ dann das Zimmer.

Ich musste jetzt einfach schnell in mein Zimmer, denn ich stand kurz vor einem Lachanfall. Dort angekommen schmiss ich mich gleich aufs Bett und konnte einfach nicht mehr anders, ich lachte laut, und herzhaft. Reno war zum Glück nicht mehr hier, er war bestimmt bereits beim Frühstücken dachte ich mir so.
Nachdem ich fertig war, und mir das gesamte Zwerchfell von der Lachattacke wehtat, schaute ich nun zu Renos Uhr, 5:52Uhr. Gut, hatte ich noch genügend Zeit um mich zu duschen, und dann Abmarsch zum Morgenappell, denn dies fiel leider nicht aus, na gut, ich hatte gestern schon geschwänzt, das konnte ich nun nicht ständig machen.

Ich begab mich zum Trainingsplatz, dort sah ich schon Cloud und Zack die sich eifrig unterhielten, als ich dazu kam, merkte ich das der schwarz Haarige ganz rot wurde, Cloud merkte dies nicht, da sein Blick auf mich gerichtet war. „Na Jan, gut ausgeruht?" „Ja klar, es geht doch nichts über einen wundervollen Tag im Bett." Sagte ich freudestrahlend. Zack räusperte sich kurz, und sagte dass wir uns langsam in die Reihe stellen sollten. Wir taten wie uns befohlen, während er nach vorne ging.

6:30Uhr. „Still gestanden!!!!" Der Schreihals vom Dienste. Mir huschte wieder ein Grinsen übers Gesicht, ich fragte mich, was der eigentlich noch macht, außer uns jeden Morgen still stehen zu lassen. Die Morgendliche Anwesenheitskontrolle folgte wieder einmal. Der General sah mich mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
‚Toll, ich bekomme bestimmt noch was wegen gestern von ihm zu hören.' Ich unterdrückte ein seufzen. Dann ging es schon los, wieder einmal laufen. Ja, so langsam gewöhne ich mich an dieses Leben, aber dennoch könnte man diesen Frühsport weg lassen, ich währe auch schon mit ein paar Liegestützen und Kniebeugen zufrieden, so um die 20 von allen würden doch auch reichen.

Ich wusste nicht wieso, warum, oder weshalb, aber ich lief eine gute Geschwindigkeit, und dies sogar konstant, so gut, das ich vielleicht ohne Todesangst die Strecke in einer Stunde schaffen könnte. Zum ersten Mal war ich nicht in der Mitte, und auch nicht das Schlusslicht wie beim Schulsport, sondern ich lief ganz vorne mit. Vielleicht lag es daran, das ich mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt hatte, oder auf die Vorfreude das ich mir später endlich mal Midgar in live anschaue, und nicht nur über Bildschirm, wo man nicht alle Ecken sehen kann.
Wieder eine meiner Angewohnheiten kam zum Vorschein, ich fing an während des Laufens vor Freude zu summen, erst leise, doch dann ein wenig lauter. Irgendwann fing ich dann sogar an leise zu singen. Das beste Lied was mir gerade in den Sinn kam, ich wusste nicht ob es vielleicht daran lag das ich hier beim Militär war, jedenfalls stammte es von Rammstein, Links 2 3 4.
Ich sang es immer wieder, immer ein wenig lauter.

Kann man Herzen brechen?
Können Herzen sprechen?
Kann man Herzen quälen?
Kann man Herzen stehlen?

Sie wollen mein Herz am rechten Fleck doch,
seh ich dann nach unten weg...

Da schlägt es links, ..., links

Können Herzen singen?
Kann ein Herz zerspringen?
Können Herzen rein sein?
Kann ein Herz zu Stein sein?

Sie wollen mein Herz am rechten Fleck,
doch seh ich dann nach unten weg...

Da schlägt es links, links, links, links

links 2 3 4
links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 3 4

Kann man Herzen fragen?
Ein Kind darunter tragen?
Kann man es verschenken?
Mit dem Herzen denken?

Sie wollen mein Herz am rechten Fleck doch,
seh ich dann nach unten weg...

Da schlägt es in der linken Brust.
Der Neider hat es schlecht gewusst.

links, links, links, links
links 2 3 4 links

links 2 3 4
links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 links 2 links 2 3 4 links

links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 links 2 links 2 3 4 links
links 2 links 2 links 2 3 4 links

…………………………………………..

Bei dem Refrain bewegte ich sogar meinen Kopf nickend, zu gerne hätte ich meine Haare mit zum Einsatz gebracht, aber ich hatte keine Lust den Pferdeschwanz zu öffnen.
Viele der Rekruten sahen mich verwundert an, aber dies war mir egal, ich kann doch nichts dafür das sie dieses Lied nicht kennen, und von sowas lasse ich mich nicht Irretieren.
Nach etlichen malen wiederholen, lief ich sogar singend an Zack und Sephiroth vorbei, die gerade in einer kleinen Unterhaltung vertieft waren. Als ich gerade Refrain singend an ihnen vorbei lief, warfen sie mir nur erschrockene Blicke zu. Ok, wann hat man schon mal einen Rekruten getroffen der beim laufen „links 2 3 4" singt.

Endlich kam ich am Ziel an, ich war ziemlich alle, aber nicht so wie sonst immer, ich hatte noch genug Kraft um mich aufrecht zu halten, und sah mich nach einer Uhr um. ‚Gut, 56 Minuten, ich werde immer besser.' lobte ich mich selbst. Endlich kamen auch Zack und Seph. Ich sah den General freudestrahlend an. „56 Minuten, und ohne das mir ein blutdurstiger im Nacken sitzt." Und zwinkerte ihm dann noch mit dem linken Augen zu, und begab mich auf den Weg in mein Quartier. Zack kam mir hinterher, und fragte mich erst mal was ich dort überhaupt gesungen hätte, ich sagte ihm lediglich dass es eines meiner Lieblingslieder aus meiner Heimat sei. Stimmen tat es ja. Dann fragte er mich noch ob ich zusammen mit ihm Frühstücken kommen wollte, da ich jetzt ja frei hätte. Ich blieb stehen und schaute ihn mit einem Grinsen an. „Tut mir sehr leid Zack, aber leider habe ich eine Verabredung. Vielleicht ein anderes Mal." Damit ließ ich ihn dort stehen, und begab mich weiter auf den Weg, ich merkte allerdings noch dass er mir ein wenig aufgewühlt und traurig hinter her sah.

Als ich in meinem Quartier war, suchte ich mir erst mal passende Sachen für nachher raus, was nicht besonders schwer viel, da ich nicht so viele Sachen zu besitzen schien. Ich nahm mir eine schwarze Hose, und ein weißes Shirt raus, dazu stellte ich mir schon mal schwarze Turnschuhe hin. Dann ging ich mich erst mal duschen. Im Anschluss zog ich mir die bereit gelegten Sachen an. Dann flechtete ich mir die beiden Seitensträhnen, und band sie hinten zusammen, ließ mir allerdings wieder ein paar Strähnen ins Gesicht fallen, die es ein wenig umspielten. Ich nahm mir dann nochmal den Rucksack zur Hand, wo ich mir meine Brieftasche raus rahm, jedenfalls war dort mein Ausweis drin. Ich schaute rein. ‚Gut, 250 Gil habe ich also. Das ist aber nicht viel. Muss ich ein wenig kürzer treten, und dabei shoppe ich doch so gerne.' Ich seufzte kurz, begab mich dann jedoch absolut bester Laune aus den Raum, und ging zu dem Vereinbarten Treffpunkt, ich hatte zwar noch um die 10 Minuten zeit, aber lieber zu früh als zu spät.
Als ich ankam stand jedenfalls noch kein Vincent da, aber dies macht nichts, ich wusste ja dass ich zu früh dran bin. Und dann kam er auch schon. In dem Augenblick hätte ich mich selbst photographieren sollen, denn mein Gesichtsausdruck sah bestimmt nicht schlecht aus. Vor mir stand zwar Vincent Valentine, aber er hatte weder seinen Roten Umhang an, noch sein Stirnband. Ich musste kurz auflachen „Ok, wer sind die, und was haben sie mit Vincent gemacht, und keine Ausrede ja!" Ich sah ihn mit einem spaßigen Lächeln an und zwinkerte ihm dann nochmal kurz zu bevor ich einfach nicht anders konnte als mich bei ihm einzuhacken und ihn dann vom Gelände zog. In dem Moment hatte ich wieder mal vergessen das ich ja nicht Jenni, sonder Jan bin, als ich dies merkte ließ ich ihn schnell los und entschuldigte mich für meinen kleinen Überfall. Ich erntete ein kleines Lächeln und wir gingen weiter. Peinlich war mir dies schon, aber ich freute mich auch dass er es mir nicht übel nahm.

„Wow!" Ich sah mich mit großen Augen um, egal wo wir vorbei liefen, ich musste mir einfach alles anschauen, ich glaubte ich fühlte mich gerade so wie die japanischen Touristen in den Großstädten.
Ich wusste ja dass die Stadt riesig ist, vor allem da sie in 8 Sektoren aufgeteilt ist, aber so hätte ich es mir nicht vorgestellt. Hier passte kaum etwas mit der Umgebung aus dem Spiel überein. Vinc und ich gingen erst einmal in ein Kaffee, und bestellten uns etwas zum Frühstück, selbst hier konnte ich mich nur umschauen und muss wahrscheinlich wie ein kleines Kind bei seinem ersten Urlaub gewirkt haben. „Das hier ist fantastisch." gab ich von mir als wir auf unser essen warteten. „Nichts Besonderes." „Hä?" Ich sah ihn ungläubig an, ich meine für mich war dies hier interessanter als sonst irgendetwas. „Hallo, ich komme aus einer kleinen Stadt wo um 18 Uhr schon die Bordsteinkanten hoch geklappt werden. Aber dies hier ist einfach der Wahnsinn." Ich freute mich wie ein kleines Honigkuchenpferd. „Wenn dich dies hier schon umhaut dann warte ab wenn wir zur Einkaufspasssage kommen." „Einkaufspassage?" Ich sah ihn an, wie es wahrscheinlich jede 18 Jährige getan hätte, wenn sie dieses Wort in einer Großstadt hört. Er musste bei diesem Anblick ein lautes Lachen unterdrücken.
Nachdem wir mit dem essen fertig wahren ging es auch gleich zu der Frauenherz höherschlagenden Attraktion. Ich bekam meinen Mund gar nicht mehr zu, so viele Läden, und ich hatte nur so wenig Geld, ich hätte glatt heulen können. Als wir die Straße entlang schlenderten, und er mir ein wenig von der Stadt erzählte blieb ich stehen, und sah in ein Schaufenster. Dort hang ein wunderschönes blauschwarzes Kleid. Es war Ärmellos, hatte Raffungen unter der Brust und an den Trägern sowie Träger mit raffiniertem Knotendetail, und an der rechten Seite hatte es einen Schlitz von der Hacke bis zur Mitte des Oberschenkels. Es war einfach nur schön. Ich hatte so ein ähnlich mal bei uns in einem Katalog gesehen, und mich damals gleich verliebt, aber es war einfach zu teuer, 899,99€. Und nun sah ich es für lächerliche 150 Gil. Ich schmolz regelrecht dahin.
„Für deine Freundin?" Ich erschrak hoch. Vinc hatte ich nun total vergessen gehabt, und ich wurde ein wenig rot, als ich merkte wie ich es regelrecht anschwärmte.
‚Super Jenni, Jungs schauen sich doch keine Kleider an….Aber ich will es haben, Menno.'
Ich seufzte kurz, und richtete meinen Blick leicht nach unten. „Nein, ich habe keine Freundin, ich finde dieses Kleid einfach nur wunderschön." Mit diesen Worten richtete ich meinen Blick wieder auf, und drehte mich dann freudestrahlend zu Vincent um und lächelte ihn an. Ich nahm seine Hand und zog ihn in das Geschäft, es war mit egal ob ich grade ein Kerl bin oder nicht, doch dieses Kleid muss ich einfach aus der Nähe sehen. Als wir reinkamen sah uns die Verkäuferin skeptisch an, immerhin war dies ein Geschäft für Frauenkleider, sie fragte uns dann aber ob sie uns helfen könne. Ich sah Vinc mit einem kleinwenig hinterhältigen Blick an, und bat ihn einen Moment auf mich zu warten. Dann begab ich mich zur Verkäuferin und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie sah mich ziemlich erschrocken an, dann musste sie allerdings Lächeln, und wir gingen in die hinteren Räume.
Als ich wiederkam hatte ich eine Tüte, mit einem Karton darin, Vinc schaute mich nun sehr verdächtig an, doch als ich hinten war hatte ich mir schon eine Ausrede parat gelegt. „Ein kleines Souvenir für meine Mutter." Gab ich Grinsend von mir und verließ darauf hin mit ihm das Geschäft.

Wir waren gerade mal bei der Hälfte der Einkaufspassage angekommen, da wurde es langsam Zeit wieder zurück zu gehen. Ich schaute ihn mit einem traurigen Hundeblick an, und zog einen Schmollmund. „Müssen wir wirklich schon zurück?" fragte ich leicht bedrückt. Oh, dieser Blick von ihm, man spürte richtig wie ihm ein wenig der Atem stockte. Er nickte nur leicht und ich gab mich mit einem tiefen Seufzer geschlagen, aber nicht ohne mich während des Rückweges noch einmal bei ihm einzuhacken. Das musste ich einfach noch mal machen, denn wer weis wann ich wieder so eine Gelegenheit haben würde. Nach ungefähr 50 Meter wollte ich mich dann von ihm lösen, aber er hielt mich am Arm fest, und lächelte mich sanft an. Ich hackte mich darauf hin wieder richtig ein.

Wir kamen beim Shinra Gelände an, ich löste die Verankerung, drehte mich mit einem Lächeln zu ihm um, und bedankte mich höfflich. Dann begaben wir uns aufs Gelände und dort trennten sich unsere Wege, er sagte er müsse noch etwas für die nächste Stunde vorbereiten, und ich ging in mein Quartier, zog wieder meine Uniform an, und begab mich dann zum Mittagessen.

‚Kein Cloud, kein Reno, kein Zack, kein Rude. Schade. Ach was solls, esse ich alleine.' Entweder war ich für die anderen zu früh, oder zu spät, aber dies machte mir nichts aus, ich holte mir etwas, und setzte mich wieder an unseren Stammtisch, den kleinen in der hinteren Ecke.
Als ich hier so saß habe ich mich endlich mal richtig umgeschaut, sonst war ich meist beschäftigt, oder saß mit dem Rücken zur Innenseite des Raums.
Soviele unterschiedliche Typen von Soldier und Turks, dann viel mir auf, das sie alle anscheinend getrennt saßen, ich sah nur auf der linken Seite Soldier, und auf der rechten Turks, ich wunderte mich ein wenig, denn Reno und Rude saßen immerhin ab und zu bei uns auf der linken Seite, aber so extrem ist es mir damals gar nicht aufgefallen. Vielleicht waren wir auch nur die Ausnahme, oder vielleicht lag es daran das ich mir mit Reno ein Zimmer teilte. Ich saß dort und dachte nach. ‚Er hatte doch auch mal erzählt das er lieber mit einem aus seiner Einheit ein Zimmer teilen würde. Hm..'
‚Na gut, sind wir halt die Ausnahme, was solls, bringt jetzt eh nichts sich den Kopf drüber zu zerbrechen.' ich stand auf, und brachte das Tablett weg, und ging dann langsam zur nächsten Unterrichtsstunde.

Während ich gemütlich zum Lift ging, hörte ich jemanden hinter mir meinen Namen rufen. Ich drehte mich um, und sah einen Jungen mit Schulterlangen blonden Haaren, die ein wenig gewellt waren. Er hatte braune Augen, und etwas kindliche Gesichtszüge, fand ich. Ich kannte ihn auch irgendwo her, war mir jetzt aber nicht sicher ob er in derselben Einheit ist. „Hey Jan, heute ganz ohne Begleitung?" Ich sah ihn etwas verwirrt an. „Kennen wir uns?" Er schien ein wenig enttäuscht zu sein. „Sag bloß du vergisst deine eigenen Kammeraden." Ich setzte ein Lächeln auf, zwar nur ein künstliches, aber ich wollte jetzt nicht unhöflich rüber kommen. „Natürlich vergesse ich keinen." Gab ich scherzhaft zurück. „Aber wir hatten uns doch noch nicht gegenseitig vorgestellt, oder?" „Nein, bis jetzt noch nicht." „Siehst du, also woher sollte ich dich dann kennen." Nun musste er Lächeln. „Stimmt, da hast du recht. Ok, ich bin Masao, freut mich sehr." Er reichte mir seine Hand, ich nahm sie an, und stellte mich ebenfalls vor. Wir gingen dann zusammen zum Unterrichtsraum. Dabei erzählte er ein wenig von sich, was mich eigentlich nicht interessierte, ich tat dennoch so, als ob es mich faszinieren würde, schaltete dabei allerdings meine Ohren auf Durchzug.

Wir kamen an, dann sah ich auch schon Cloud ganz vorne sitzen, ich ging zu ihm, und setzte mich rechts von ihm mit einem Lächeln, das er erwiderte. Kurz danach setzte sich Masao rechts neben mir, innerlich musste ich Seufzen, ließ mir aber nichts anmerken. Ich redete noch ein wenig mit meinem linken Banknachbarn, er fragte mich wie ich die Freistunden genutzt hatte, ich sagte ihn dass Vincent mir die Stadt gezeigt hatte. Er sah mich ungläubig an. „Meinst du Vincent Valentine, der, der die ganze Zeit bei der Feier still in der Ecke saß, und nur genüsslich seine 3 Gläser Sekt trank?" „Ja, genau der." „Kann ich nicht glauben." „Ach komm Cloud, du kennst doch bestimmt das Sprichwort, Stille Wasser sind tief." Gab ich mit einem Augenzwinkern zum ihm. „Oh, dann muss deines aber ganz schön tief sein." Hörte ich es von hinter zu mir kommen. Ich drehte mich um, und sah in braune Augen, ich kannte diesen Komischen Kerl schon, dies war Clouds Mitbewohner Ren. Er verfiel danach in einen Lachanfall.
‚Komischer Kauz.' dachte ich mir nur und drehte mich Kopfschüttelnd wieder zu Cloud. „Na egal, und was hast du so getrieben?" Er drehte sich von mir weg und sah nach vorne. „Ach nichts besonderes, ich war nur mit Zack unterwegs." „Na klingt doch auch toll." „Ja, schon, wenn er lustig ist, und nicht wie ein Trauerkloß durch die Gegend läuft." „Reden wir hier vom gleichen?" Cloud seufzte nur und zuckte mit der Schulter. Dann war unser Gespräch auch schon beendet, da unser Ausbilder nun unsre Aufmerksamkeit auf den Stundenbeginn holte.

Ich muss sagen, die Stunde war wirklich sehr interessant, das könnte hier mein Lieblingsfach werden. Soviel tricks wie man den Gegner aus der Reserve locken kann, hätte ich nicht gedacht.
Aber irgendwann endete auch diese Stunde. Wir wollten gerade den Raum verlassen, als sich mir Ren in den Weg stellte, ich sagte ihn höfflich dass er aus dem Weg gehen sollte, er lachte aber nur. Ich ließ mich durch ihn nicht aus der Reserve locken, denn sowas kannte ich von früher schon zur Genüge. Bei solchen Typen ist es einfacher sie zu ignorieren, das kratzt erheblich an ihrem Stolz wenn sie merken man lässt sich von ihnen nicht einschüchtern, bzw. unterkriegen und kann ihnen so erheblicher Schaden zu fügen als sich mit ihnen verbal oder körperlich auseinander zu setzten. Jedenfalls klappte das bei meiner alten Schule immer, also setzte ich die gleiche Taktik ein, ich ging einfach ohne Beachtung an ihm vorbei aus dem Raum, er sah mir ziemlich zornig hinterher, dies störte mich aber kein bisschen, ich meine was will er mir denn schon antun? Mich mobben, na dann bitte nur zu, ein paar meiner hier bereits geschlossenen Freundschaften kann er eh nicht ruinieren.

„Jan? Glaubst du es ist gut sich mit ihm anzulegen." „Mach dir da mal keine Sorge Cloud, der stört mich nicht, und wenn dann werde ich mir schon zu helfen wissen." Ich wuschelte ihn dabei einmal durch seine blonden Haare was ihm ein Lächeln auf den Lippen brachte.
Ich ging in mein Quartier und zog mich um, jetzt hatten wir nichts mehr, es war bereits Abend, ich ging noch schnell zum Abendessen, und dann noch mal kurz zu Zack, denn ich musste nun langsam mal meine Geschenke abholen, ich war mir auch sicher das dort ein Wecker für mich bei war, den konnte ich nun langsam gut gebrauchen. Zack half mir noch die Sachen rüber zu bringen, und verabschiedete sich dann von mir. Allerdings fragte er mich noch ob ich die heutige Nacht auch wieder bei ihm verbringen wollte. Ich lehnte mit einem Lächeln ab, das wollte ich ganz sicher erst mal nicht mehr.
Dann packte ich die Geschenke aus, und tatsächlich ein Wecker war mit bei, ich stellte ihn gleich auf den Nachttisch, die anderen Sachen verstaute ich in den Schrank, besondere Sachen waren nicht mit dabei, ok, wir kannten uns da auch erst 2 Tage, dann wüsste ich auch nicht was ich schenken sollte. Allerdings fragte ich mich schon wer mir einen Tanga schenkte. Na ja, das Geheimnis werde ich bestimmt niemals lösen, es sei denn diese Person fragt mich danach. Dann legte ich mich schlafen. Reno war noch nicht wieder zurück, was für mich keineswegs vom Nachteil war, so konnte ich wenigstens in Ruhe einschlafen.

Irgendwann in der Nacht klopfte es wie wild an unserer Zimmertür. „Reno mach endlich die verdammte Tür auf." Gab ich genervt von mir. „Warum denn ich? Du hast doch genau den gleichen Weg." Gab er verschlafen zurück. Ich warf die Decke zur Seite und stand absolut mürrisch auf. Dann öffnete ich die Tür.
Ich stand im Türrahmen, wartete, aber keine Person mehr da. Ich kratzte mir an dem Kopf, drehte mich um und wollte gerade die Tür wieder schließen, als mir jemand von hinten ein Tuch vor Nase und Mund hielt, dann wurde mir nur schwarz vor Augen.

Kapitel 23:

‚Also so langsam habe ich den Verdacht ich habe die Kopfschmerzen gepachtet.' Ich wachte langsam auf, allerdings zum dritten Mal seit dem ich hier bin mit wahnsinnigen Kopfschmerzen. ‚Wenn das so weiter geht sollte ich mir doch langsam Schmerztabletten zulegen.'
Ich erhob mich und sah mich um, keine Ahnung wo ich war, ich stand mitten in einer Ödlandschaft und sah mich um. ‚Ok, was ist eigentlich passiert?' Ich versuchte mich an das letzt mögliche zu erinnern, mir fiel nur ein, das ich die Tür aufgemacht hatte, und als ich mich wieder umdrehte wurde mir schwarz vor Augen, an mehr konnte ich mich nicht erinnern, und jetzt stand ich hier, ohne……….

„Sehr witzig, Hahaha. Jetzt haben wir alle einmal kräftig gelacht. Könnte ich jetzt bitte meine Sachen wiederhaben, oder soll ich hier in Shorts durch die Gegend laufen?!"

Ich stand kurz davor vor Wut überzukochen, konnte mich dann aber doch noch beruhigen. Dennoch hatte ich ein Problem, ich wusste nicht wo ich bin, und ich stand halb Nackt in der Gegend. „Bleibt mir wohl nichts anderes übrig als einen Weg zurück zu suchen." Ich seufzte und begab mich auf den Weg ins Nirgendwo. Zum Glück waren unterwegs nicht so viele Bestien, und wenn ich welche sah hatte ich mich versteckt, und mir einen sichereren Weg gesucht, denn so hätte ich mich nie im Leben verteidigen können.
Wie lange ich durch die Gegend wanderte wusste ich nicht mehr, nur das ich ziemlich müde wurde. Ein Straßenschild hätte man jetzt gut gebrauchen können, oder wenigstens eine Tankstelle. Aber hier war nichts und niemand, außer den Monstern, und auf denen will ich nicht unbedingt zurückreiten, da lande ich eher in deren Maul als auf deren Rücken.
Jetzt war es schon fast abends. ‚Ob jemand nach mir sucht? Vielleicht höchstens Cloud oder Zack.' dachte ich mir schmunzelnd.

Ich sank vor Glück auf die Knie, ich konnte es nicht fassen. Vor mir lag doch tatsächlich eine Stadt. „Gott sei Dank!" Schrie ich nur, und ging auf Sie zu. Ich wurde ziemlich blöde angesehen, aber ich konnte es niemand verübeln. Mein eigentliches Ziel hier war erst mal ein Hotel oder Gasthaus, das ich nach etlichen Straßen auch fand. Ich ging rein, und fragte erst einmal wo ich hier sei. Ich erfuhr dass ich in Kalm bin. ‚Gut, soweit ich noch weis liegt dies östlich von Midgar.'
Ich schaute die Wirtin mit einem traurigen und verletzlichen Hundeblick an, und sagte ihr das ich leider kein Geld bei mir habe, da ich vor kurzem Überfallen wurde, aber ob sie nicht dennoch ein kleines Glas Wasser für mich hätten. Sie schaute mich traurig an, und sagte dass ich sogar umsonst hier übernachten dürfte, mit inklusive Abendessen. Ich denke ich hatte bei ihr so etwas wie Mutter-Instinkte geweckt, denn sie sorgte sich sehr rührend um mich, und hat mir sogar andere Sachen besorgt gehabt, während ich mich endlich mal nach langer Zeit in einer Badewanne entspannte.
‚Das ist viel besser als diese blöden Duschen.'
Nachdem ich fertig war, und mir die weiße Hose, das schwarze T-Shirt und die weiße Weste angezogen hatte, ging ich runter in die Lobby, dafür musste ich 2 Stockwerke hinunter laufen. Dort angekommen bedankte ich mich noch einmal höflich für die neuen Sachen und bekam auch gleich mein Abendessen in der Küche. Es war zwar nichts besonderes, nur eine Suppe, aber die reichte für mich alle male.
Während ich aß, setzte sich die etwa 50 Jahre alte Wirtin zu mir, sie fragte mich wie ich heiße, ich sagte es ihr, und sie sagte darauf das ich sie Klara nennen durfte, was ich dankend annahm. Ebenfalls fragte sie mich woher ich kommen würde. Ich erzählte ihr die gesamte Geschichte, dass ich mitten in der Nacht überfallen wurde, und dann nur in Shorts im Ödland ausgesetzt wurde. Sie musste bei der Geschichte Lachen, was mir allerdings nicht gefiel.
„Nun schau doch nicht so Trübseelig, sowas passiert auch nicht alle Tage. Kopf hoch, und mach das Beste daraus." Ich sah sie leicht irritiert an. „Das beste? Und was währe das Ihrer Meinung nach?" hackte ich nach. Sie musste wieder Lächeln. „Na zum Beispiel wirst du eh erst einmal hier bleiben, jedenfalls werde ich dich nicht nachts durch die Gegend laufen lassen. Morgen früh wird mein Sohn sowieso nach Midgar fahren müssen, um ein paar Lebensmittel zu holen, dann kann er dich mitnehmen." Meine Augen bekamen einen schönen Glanz als ich dies hörte, und ich war drauf und dran ihr um den Hals zu fallen. Dann sprach sie freudig weiter. „Weist du eigentlich das heute ein kleines Straßenfest hier stad findet? Wenn du möchtest kann ich dir zeigen wo, dann kannst du heute nochmal richtig feiern bevor du wieder los musst." Also ich fand das dies nicht schlecht klang, und ich meine so eine kleine Feier ist auch was schönes. Ich nahm den Vorschlag also an. Ich ging noch schnell in mein kleines Gästezimmer, und machte mir noch schnell die Haare, dieses Mal ließ ich sie allerdings offen ins Gesicht fallen. Als Ich wieder runterkam, staunte die alte Wirtin nicht schlecht, sie sagte ich würde sie an Ihre jüngere Nichte erinnern. Wenn sie vorhin nicht gesehen hätte dass ich ein junge währe, würde sie mich auf der Stelle ihren Sohn vorstellen. Ich musste dabei einfach nur Lachen. ‚Wenn sie wüsste.'
Sie brachte mich zu dem Fest, und ließ mich bei Ihrem Sohn der dort ein kleines Geschäft stehen hatte. Ich unterhielt mich mit ihm, und bedankte mich schon mal im Voraus für Morgen. Ich fragte auch gleich ob ich ihm helfen sollte, was er dankend annahm. Ich musste mich lediglich um die Getränke kümmern. Das sollte eigentlich nicht so schwer werden. Das Fest begann langsam, immer mehr Menschen kamen in die Straße.

‚Kleines Straßenfest. Ja klar, und ich bin der Papst.' Das Fest war weder klein, noch beschränkte es sich auf eine Straße. Es war bestimmt die ganze Stadt anwesend. Und jedesmal wenn ich jemanden was zu trinken brachte grapschte man mir an den Hintern. ‚Ich hätte meine Haare doch zusammen binden sollen.' Als John, der Sohn der Wirtin, merkte wie ich seufzte fragte er mich was los sei, und da sagte ich ihm, das ich es leid bin jedesmal am Hintern begrabscht zu werden. Er fiel in einen kleinen Lachanfall. Dann musste ich auch mit lachen, und uns viel ein kleiner Gedanke ein.
Ich lief zurück zum Hotel, und berichtete Klara von unserer Idee. Sie war ganz begeistert, und zog mich gleich in eines der hinteren Zimmer.

Nun stand ich wieder an dem kleinen Geschäft in der Straße, und konnte mich vor Bestellungen gar nicht retten. Warum? Ganz einfach. Wir haben uns gedacht wenn mich hier alle für ein Mädchen halten, warum nicht. Ich hatte jetzt ein langes ärmelloses rotes Kleid an, mit Armstulpen die bis zu meinen Ellbogen gingen. Den Busen hatten wir mit ein paar kleinen Tricks ausgestattet. Das Kleid hatte außerdem einen langen Schnitt genau links, der vom Hacken bis zur Hüfte ging, drunter trug ich eine schwarze Strumpfhose, und schwarze Stiefel bis zu den Knien, die etwa einen 5 cm hohen Absatz hatten. Stören tat mich dies nicht, ich war gewohnt Absatzschuhe zu tragen, und Strumpfhosen auch. Die Haare hatte ich immer noch offen.
Die Feier war voll im Gange, und ich amüsierte mich prächtig, ich bekam viele Angebote von irgendwelchen Herrschaften, lehnte sie aber alle höflich und nett ab.
Während ich gerade ein paar Getränke zu einer 6er Gruppe brachte entdeckte ich 3 Gestalten, die mir nur zu gut bekannt vor kamen. ‚Was machen die denn hier?' Ich wusste gar nicht was ich jetzt machen sollten. Ich dachte mir zwar dass man vielleicht nach mir suchen würde, aber ich dachte nicht, dass man mich hier in Kalm vermutete und so konnte ich ja auch nicht zu ihnen gehen, die hätten doch sonst was vermutet. Aber andererseits währe dies bestimmt spaßig. Ich lächelte, und begab mich zurück zum Geschäft, und bestellte drei Biere, und bat John sie auf meine Rechnung zu schreiben, und sagte ihm, das ich gerade ein paar meiner Freunde gesehen hätte. Er bedankte sich noch für meine Hilfe, war zwar ein wenig traurig, dass ich jetzt schon Schluss machen wollte, entließ mich aber, da ich ja sowieso nicht hätte helfen brauchen. Ich ging zu den dreien zurück.

„Für die zwei besten Soldier, und dem besten Turk ein frei Getränk auf Kosten des Hauses." Ich stellte sie mit einem Lächeln auf den Tisch und sah verführerisch in die Runde, dabei ließ ich die linke Seite meines Gesichtes von den Haarsträhnen verbergen. Alle drei schauten mich etwas verwirrt an. Dann ging ich zu den Silber Haarigen hin, hockte mich genau neben ihn, und sah in tief in die Augen. Den beiden Schwarzhaarigen vielen nur die Kinnlade runter.
„Sie sollten hier nicht in Frauenkleider durch die Gegend laufen, Masaru!"

Kapitel 24:

„Jan?" Zack konnte es einfach nicht glauben, und fiel mir glatt um den Hals, und ließ zu meinem Bedauern auch nicht mehr los. „Jetzt….Jetzt lass mich doch….Zack…LASS LOS!!" „Vergiss es!" „An deiner Stelle würde ich Ihn loslassen." „Du hast mir gar nichts zu sagen Vinc." „Das nicht, aber er fällt gleich wegen Sauerstoffmangels in Ohnmacht." Kam es monoton vom General. „Ach quatsch, ihr wollt ihn bloß für euch." „Ja, weil wir auch blauangelaufene Rekruten mögen." „Hä?" Zack ließ endlich los, und ich konnte wieder durchatmen. Allerdings musste ich mich jetzt erst einmal hinsetzten. „Tut mir leid Jan. Ich habe ganz vergessen wie viel Kraft ich habe." Gab der Schwarzhaarige verlegen von sich. Ich sah ihn nur wütend an, worauf hin er sich geknickt auf die andere Seite des Tisches zu Vinc begab.
Nach dem ich endlich wieder genug Luft hatte, und meine Gesichtsfarbe wieder normal wurde, wollte ich natürlich wissen, was sie hier in Kalm zu suchen haben.
„Zwangsurlaub." Kam es von Vincent. „Zwangsurlaub?" „Zwangsurlaub." Kopfnickend von Zack. „Ah ja, und wieso, und warum hier?" Vinc und Zack im Chor „Frag ihn." Ich sah nach rechts zu Sephiroth, der nur das Bier in die Hand nahm, und einen Schlug daraus trank, aber kein Wort dazu sagte. Ich schaute ihn noch etwas abwartend an, aber da ich keine Antwort bekam drehte ich mich seufzend den anderen beiden zu. „Ich glaube ich will überhaupt nicht wissen warum ihr hier seid." Kopfschüttelnd senkte ich den Blick, und legte dann mein Unterkiefer auf die verschränkten Armen die auf den Tisch lagen.
„Jetzt tu hier ja nicht so unschuldig." Ich schaute mit einem fragenden Blick zu Zack. „Jaha, genau du. Lässt dich einfach in der Nacht verschleppen, und irgendwo im Nichts aussetzten ohne dich zu wehren!" Ich richtete meinen Kopf wieder auf, mit mehr als nur Zorn in den Augen. „Denkst du etwa ich habe mich FREIWILLIG betäuben lassen, und mich OHNE Klamotten ins Ödland gestellt?!" „Ohne?" kam es diesmal von allen dreien. „Ja, ohne. Und das war nicht sehr angenehm so in die Stadt zu kommen." „Wow Wow Wow, meinst du etwa ganz ohne, oder nur ohne ohne?" „Ist dies nicht beides das gleiche Zack?" „Nein, das eine ist ganz ohne, und das andere ohne ohne." „Für mich hört sich das gleich an." „Ach qu……." Seph und ich seufzten nur zu dieser für uns uninteressanten und überflüssigen Unterhaltung und hörten einfach nicht mehr hin.
„Du solltest langsam schlafen gehen Rekrut, denn morgen musst du noch 90 Kilometer laufen." „Wa?" Ich schaute den General mit runter geklappter Kinnlade an. „Wieso 90?" „Morgentraining!" „Ja, schon klar, aber wieso 90???" „Heute, Vorgestern, und morgen. Alles zusammen 90." Ich schluckte, und hätte meinen Kopf beinahe auf den Tisch geknallt.
„Ach, und in weniger als 3 Stunden." „Bong!!!" Das war mein Kopf, wie er gerade Bekanntschaft mit der Tischplatte machte. Jedenfalls haben dadurch die beiden anderen ihr Gespräch beendet, und sahen mich etwas verwundert an. „Ach macht euch keine Sorgen um mich, ich stelle mir nur gerade vor wie schön das Leben doch sein kann." Die beiden zuckten nur mit den Schultern und wanden sich ihrem Gespräch wieder zu. „Tolle Freunde." Nuschelte ich vor mich hin.

Nachdem die beiden endlichen zu dem Schluss kamen, dass es nicht ein und das selbe sei, und wiederum doch ein und das selbe ist (Ich verstand es auch nicht) begannen sie endlich das Straßenfest zu genießen. Ich wurde dutzende male aufgefordert zum tanzen, habe es aber sein lassen, denn tanzen konnte ich noch nie gut, und ich wollte mich hier auch nicht in die Arme von fremden, angetrunkenen Männern begeben.
„Hey Jan, nun entspann dich mal und feire mit uns." Ich sah Zack knurrend an. „Mit dir feiern? Vergiss es! Da wache ich morgen früh wieder mit einem Blackout auf."
„Ach nun komm aber, so schlimm war es doch nicht, und außerdem bist du doch heil in dein Zimmer gekommen, also." Ich sah ihn weiterhin knurrend an, konnte es mir grade noch so verkneifen ihm zu sagen wo ich tatsächlich aufwachte.

Nach einiger Zeit wo mein Kopf nur auf der Tischplatte lag, kam mir ein wundervoller Gedanke. Ich erhob mein Haupt mit einem selbstsicheren Lächeln und drehte mich zum General um, der einfach nur mit verschränkten Armen vor der Brust und immer noch seinem ersten fast vollem Glas Bier (bei den anderen mittlerweile 5tes)saß. „Herr General, Sir." Er drehte sich zu mir mit gleichgültigem Gesichtsausdruck um „Was Rekrut." Mein Lächeln wurde größer. „Nichts für ungut Herr General, Sir. Aber sie sind doch im Zwangsurlaub, und ich bin wie sie eben selbst sagten noch Rekrut, Sir." Er zog nur leicht seine linke Augenbraue hoch, sonst veränderte sich nichts an seiner Mimik. Ich räusperte mich kurz, und fuhr fort. „Sir, muss ich da nicht auf dem schnellsten Weg wieder zurück zu Shinra Corporation? Ich meine Morgen Mittag könnte ich schon wieder da sein, Sir. Ich habe nämlich für morgen früh für mich eine Fahrgel…." „Zwangsurlaub!" Ich sah ihn fragend an. „Ja, ich weis das sie dies haben, aber ich…" „Du auch." „Was?" ich sah ihn kritisch an. Dann holte er ein schreiben raus, und gab es mir. Ich öffnete es und lass.

Sehr geehrter Herr Katsu Masaru,

hiermit bestätigen wir Ihnen Ihren Urlaubsantrag der Länge von 8Tage, beginnend am 25.06….

Shinra Corporation wünscht Ihnen erholsamen Urlaub.

Gez. Frau Willke, Sekretärin von General Sephiroth.

Ich faltete das schreiben wieder. „Kellnerin, einen Whisky, und zwar Pronto."

Kapitel 25:

Ich wusste nicht wie viel ich mir hinter die Binde kippte, und es war mir auch egal. Nachdem ich erfahren hatte, dass ich 8 Tage lang nur mit den dreien abhängen muss, konnte ich nicht anders, als meinen Frust so zu unterdrücken. Ich meine, wenn es nur Zack und Vinc währen, gut, aber so muss ich trotz Urlaub Morgentraining abhalten, und gleich so viel. Wenn Sephiroth gesagt hätte er würde es verkürzen weil Urlaub ist, hätte ich mich auch gefreut, aber so.
‚Das zahl ich ihm noch heim, mir einfach Zwangsurlaub zu verpassen. Wo kommen wir denn da hin, wenn er alles für mich entscheiden darf!' So ging der nächste Schluck meine Kehle runter.
Bald hatte ich dann sogar die Tanzaufforderungen angenommen, ich kann zwar nicht tanzen, ließ mich aber einfach vom Rhythmus treiben.
Ich wusste nicht mit wie vielen ich gerade gleichzeitig tanzte, ich sah nur von einem Moment auf dem anderen ein anderes Gesicht vor mir. Irgendwann hatte ich so viel getrunken, das ich nicht mehr klar denken konnte. Dann kam eine Art Walzer den ich mit einem ungefähr Mitte 20 Jährigen tanzte. Er hatte kurze dunkelblonde Haare, und blaue Augen, er trug eine dunkle Hose, und einen dunkelblauen Pullover dazu. Er war sehr ansehnlich, konnte mich gut führen, das einzige was ich nicht mochte, war das er mich ständig während des Tanzens an den unmöglichsten Stellen berührte. Aber aus einem mir unbekannten Grund wehrte ich mich nicht wie sonst immer.
Bald darauf flüsterte er mir etwas ins Ohr, das ich allerdings nicht ganz wahrnahm. Ich nickte einfach dazu, was ihm ein schelmisches Lächeln auf die Lippen brachte. Dann zog er mich am Handgelenk aus der Tanzenden gruppe und wir gingen einfach die Straße entlang.

Wo ich nun war? Keine Ahnung, ich ließ mich einfach mitziehen, bis ich vor einer Haustür stand, die er aufschloss. Gerade in dem Moment als er mich reinziehen wollte, wurde ich an der Schulter festgehalten. Der Mann starrte die Person regelrecht an, die hinter mir stand, und fing an zu zittern. Ich wurde einfach nach hinten geschoben, weiterhin an der Schulter fassend, so dass ich die Person hinter mir immer noch nicht sehen konnte.
Nun stand ich mit dem Rücken zu den zwei Personen, ich wollte mich zwar umdrehen, konnte aber nicht, da mich eine der beiden zu sehr daran hinderte. Das nächste was ich vernahm war nur noch ein jämmerlicher Schrei, und dann eine Tür die mit voller Wucht zu geschlagen wurde. Vor Schreck verlor ich das Gleichgewicht zur Seite, doch bevor ich auf dem Boden ankam, wurde ich schon getragen. Es war so schön angenehm, ich schmiegte mich an der Muskulösen Brust, und schloss meine Augen.
„Se…phi…roth" war das einzige Wort, was ich leise und langsam flüsterte, bevor ich in den Armen der Person eingeschlafen war.

Ich öffnete langsam meine Augen, und musste mich erst einmal an das helle Licht das durchs Fenster schien gewöhnen. Ich fühlte etwas Weiches in meiner rechten Hand, und sah sie mir an. „Silbernes Haar." Ich schloss meine Augen wieder, nur um sie im nächsten Moment aufzureißen und mich umzudrehen. ‚Das glaub ich jetzt nicht.' dachte ich kopfschüttelnd zu mir selbst.
Da liegt „my perfect man" genau neben mir. Von diesem Moment hatte ich jahrelang geträumt, und nun war es soweit, und ich blöde Kuh hatte mal wieder einen Blackout, und konnte mich an nichts in der vergangenen Nacht erinnern, ich hätte heulen können.
Ich stand langsam auf, um ihn nicht zu wecken. Er sah so friedlich aus, gar nicht wie der General, der mich durch die gesamte Pampa gejagt hatte. Ich ging näher an ihn ran, und sah ihn genau ins Gesicht.
Ich spürte schon seinen Atem auf meinen Lippen.
„Du solltest langsam anfangen die 90 Kilometer zu laufen Rekrut!"
Ich stoppte. Bewegte mich nicht, Atmete tief ein, erhob mich dann, ging aus dem Zimmer, und knallte beim raus gehen die Tür. „Verflucht nochmal, das gibt es doch nicht, hat er auch noch was Besseres zu tun als mich rum zu kommandieren. Wenigstens ein Frühstück hätte er mir anbieten können wenn ich schon ein Bett mit ihm geteilt habe. Manchmal macht er mich so….Argh!!!" Ich ging aus dem Hotel raus, immer noch in den selben Sachen die ich gestern anhatte, sprich das rote Kleid, die Strumpfhose, und die Armstulpen, nur die Schuhe habe ich bei dem Wutanfall stehen lassen. Ich ging lauten Schrittes aus der Stadt. Zog mir dort erst einmal die Strumpfhose aus, und warf sie einfach hinter einen Felsen. Dann fing ich an zu laufen.
„Wenn ich hier fertig bin dann wird er mich kennen lernen, dann bin ich nicht mehr das nette Mädchen von nebenan!! …..Ich werde ihm seinen Urlaub zur Hölle machen, darauf kann er sich verlassen!!...Ich werde ihn niederstrecken…Ihn auseinander nehmen…..Er wird sich noch wünschen mir nie begegnet zu sein!!!" Selbst einige der Bestien sind einfach vor mir geflohen. Am liebsten hätte ich mir eines geschnappt und meine ganze Wut an ihm ausgelassen, dachte mir aber dann dass ich die Energie für diese verdammten, und verfluchten 90 Kilometer brauche. Das ist doch lächerlich, ich bin froh wenn ich die normale Strecke schaffe, und dann das Dreifache.
„Ja klar, Zack wird es schon regeln, das ich den einen morgen nicht da war, waren das nicht deine Wort Cloud?" schrie ich sarkastisch. „Den werde ich nachher auch noch zur Rede stellen. Erst erdrückt er mich fast vor Freude, und sagt er will mich nie wieder los lassen, und dann überlässt er mich einfach diesen….diesen….Vollidioten!!"
„Damit währen es dann 120 Rekrut." Ich schwieg, ließ meinen Blick grade aus gehen, und sprach ganz ruhig und sachlich. „Wie lange? „Seit du beschlossen hast meinen Urlaub zur Hölle werden zu lassen."

Kapitel 26:

Ich lief, einfach mit dem Blick nach vorne, kein Wort kam über meine Lippen.
Ich lief weiter, nach 1 Stunde hielt ich es nicht mehr aus. „Wollen Sie mir eigentlich die ganze Zeit an der Backe hängen?" „Wenn du es so nennen willst, ja." „Toll, also werde ich sie nicht los, egal was ich mache." „Nein." „Gibt es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit? Eine ganz kleine Lücke?" „Nein." „Wirklich nicht?" „Nein." „Sind sie sich ganz sicher?" „Ja." „Wirklich ganz ganz sicher?" Ich wollte ihn unbedingt aus der Reserve locken, irgendwann muss er doch genug von mir haben, und lässt mich in Ruhe, dann kann ich wenigstens weiter fluchen, ohne angst zu haben das die Strecke wieder verlängert wird. „Ja." „Sind sie sich da auch zu 100 % sicher?" „Ja." ……….…..
"Haben sie nicht vielleicht das Gefühl das sie gerade etwas im Hotel vergessen haben?" „Nein." „Haben sie den Herd ausgemacht?"………..
„Das Licht ausgeschaltet?"………...
„Waren sie schon mit dem Hund draußen?" ………..
„Haben sie schon Kaffee getrunken?" ………...
„Haben Sie schon den Wetterbrecht gesehen?" ………...
"Haben Sie schon…" „Jetzt reicht es aber!!!! Lauf die Strecke, und halt dabei den Mund!"
Ich hatte es endlich geschafft. Ich konnte ihn also Reizen, das ist gut, noch ein wenig und er lässt mich sicher alleine, und wenn nicht ist das schlimmste, das er mich Köpft, aber das ist besser als weitere 60 Kilometer mit ihm zu laufen. Das ist so deprimierend. Man selbst läuft auf dem Zahnfleisch, und er tut so als währe es nur ein kleiner Sonntagsspaziergang.
Ich ließ ihn noch 10 Minuten in den glauben dass ich nichts mehr sagen würde, innerlich legte ich mir allerdings schon die nächsten Fragen bereit und musste unwillkürlich Grinsen. ‚Also wenn ihn dies nicht zur Weißglut bringt, gebe ich auf.'
Dann war es soweit, die gefühlten 10 Minuten waren um. „Sir, darf ich Sie etwas fragen, Sir?" Man konnte schon die Mundwinkel bedrohlich zucken sehen, worauf ein leises Knurren folgte. „Sir?" „Was?" Ich ließ einen kleinen Moment vergehen bevor ich die Frage stellte und musste ein Lachen unterdrücken.
„Sind sie eigentlich noch Jungfrau?" Er blieb ruckartig stehen, während ich weiter lief. Umdrehen tat ich mich nicht, ich musste allerdings mit einer Hand meinen Mund zuhalten, das ich nicht laut los Lachte.

Jetzt war ich wieder alleine, so gefiel es mir bedeutend besser, und so konnte ich sogar eine kleine Pause einlegen. Wenn ich richtig gerechnet hatte, musste ich jetzt nur noch zurück zur Stadt laufen, und hätte die Strecke geschafft. Aber mit der Zeit hatte ich mehr Probleme, ich hätte es nie in 3 Stunden gepackt.
Ich lief wieder weiter, nach 10 Kilometern war ich gerettet. Ich ließ mir den Wind durchs Gesicht wehen. „Und wieso läufst du die ganze Strecke nach Kalm?" „Weil ich bei meinem Vorgesetzten zu früh aus dem Bett gestiegen bin." ‚Spaß muss sein' sagte ich zu mir, ganz unstimmig war es ja nicht, währe ich liegen geblieben, und hätte so getan als würde ich schlafen hätte er mich nicht so losgeschickt, und ich hätte nicht geflucht, und hätte nicht noch 30 extra Kilometer draufbekommen. „Das ist ja ein ganz schöner Hammer, dich nur laufen zu lassen weil du nicht mit ihm im Bett liegen wolltest, und dann noch in einem Frauenkleid." „Ja, das ist die neue Schikane bei ihm, vorher waren es Lederklamotten."

Kurz vor der Stadt ließ er mich aussteigen, damit niemand sehen konnte, dass ich mit einem Jeep den Rest der Strecke hinter mich brachte. Ich lief dann noch die restlichen 500 Meter so in die Stadt rein. Dort sah ich dann auch schon den General bei Zack und Vinc stehen, allerdings hatte er nicht gerade die beste Laune. ‚Woran das wohl liegen könnte. Hihi'
„Hey na Leute, alles klar bei euch?" Sie drehten sich zu mir um. „Jan!" Zack kam wieder angelaufen, und hatte mich gleich wieder im Griff. „ist ja gut Zack, bin da, und es geht mir gut." Ich befreite mich aus der Umarmung, und ging auf Seph zu und Salutierte vor ihm. „120 Kilometer in…Moment. Zack, hast du eine Uhr?" „Ja." „Kann ich ganz kurz mal schauen? ...Ah ja." Ich drehte mich wieder zu Seph um und nahm wieder Haltung an. „Sir, 120 Kilometer in 2 Stunden und 38 Minuten, Sir." Ich quittierte nur ein Knurren von seiner Seite, was die anderen beiden auch bemerkte. „Nun aber Seph, jetzt zeig hier mal etwas mehr Begeisterung, immerhin hat der kleine die ganze Strecke unter der Zeit geschafft." „Da muss ich Zack zustimmen, dies hätte ich ihm nicht zu getraut." Oh, jetzt bekam ich doch ein schlechtes Gewissen. Ich sah nun etwas bedrückt nach unten, was die anderen wahrscheinlich falsch interpretierten. „Toll Sephiroth, jetzt ist Jan deinetwegen gekränkt." Zack kam auf mich zu und nahm mich in den Arm, ich wunderte mich zwar, aber was solls. Dabei zog der General nur eine Augenbraue hoch, seufzte dann aber und gab sich geschlagen. „Gut gemacht Rekrut." Ich musste lächeln. Dann kam er ganz dicht an mich heran, und flüsterte mir etwas ins linke Ohr. „Wenn du mich das nächste mal wieder so etwas fragst, dann werde ich dir zeigen ob ich noch eine bin." Damit drehte er sich mit einen arglistigen Lächeln um, und ging zurück ins Hotel. Ich musste unwillkürlich Schlucken.

Kapitel 27:

Unser unfreiwilliger Zwangsurlaub begann also. Ich musste mich erst einmal umziehen gehen, dafür brauchte ich allerdings neue Kleidung, nur woher nehmen? Ich sah Vinc und Zack mit einem Hundeblick an, und schniefte sogar ein wenig, worauf hin sie sofort mit mir in das nächste Kleidungsgeschäft liefen. Dort angekommen brachte die Verkäuferin mich gleich in die Frauenabteilung. Zack wollte gerade Einspruch erheben, und sagen das sie mir lieber die Männersachen zeigen sollte, worauf hin die Verkäuferin sagte, das sich ein zartes Mädchen auch so Kleiden soll, und nicht wie ein dahergelaufener Dorfköter. Es reichte schon, dass sie mich in solch dreckigen Sachen rumlaufen lassen würden. Ich musste mir einen Lachanfall verkneifen.

In der Umkleidekabine bekam ich dann neue Unterwäsche, obwohl ich da lieber was anderes angezogen hätte, als diese Blümchenunterwäsche, und einen kurzen hellbraunen Rock der mir bis zu den Knien ging, dazu eine leicht hellbraune Strumpfhose (dies scheint hier modern zu sein. Hmm.. na was solls.), eine passende hellbraune Bluse, mit silberfarbenen Knöpfen. Die Oberweite hatte ich mir zum Spaß wieder gerichtet. ‚Ich sollte mir nachher auf dem Markt nochmal solche Früchte holen gehen, die sehen wie echt aus.' Dann bekam ich noch so eine Arte Sandaletten, mit ungefähr 7 cm Absatz in hellbraun.
Nachdem ich fertig war, zog mich die Frau gleich weiter in eine andere Ecke. Zack und Vinc waren derweil in einem Kaffee, und warteten dort auf mich.

Nun war ich nach über 2 Stunde fertig, so viel Zeit hatte ich noch nie für einen Geschäftsbesuch benötigt, aber hier waren auch drei in einem.
Als ich in das Kaffe eintrat, hielten alle den Atem an, und starrten mich regelrecht an, ich wurde leicht rot im Gesicht. Ich ging auf Zack und Vinc zu, die sich in der Ecke wieder einmal in ein unbedeutendes Gespräch vertieft hatten, soweit ich mit bekam handelte es von…. Waffen? Wer diskutiert denn bitte schön darüber? (Jungs ihr macht mich noch fertig) Sie bemerkten mich gar nicht, bis ich mich genau vor den Tisch stellte. Nun schauten sie hoch, und sahen mich Atemstockend an. Mir wurde das richtig peinlich. Ich hatte nicht nur die neuen Sachen an, nein, denn in dem Shopp war auch noch ein Friseur integriert, der mir die Spitzen schnitt. Meine Haare waren jetzt auf einer Länger, genau bis unter dem Steißbein, das Pony hängte ein wenig über den Augen, allerdings noch so dass man die Augen sehen konnte. Ebenfalls war auch noch eine Kosmetikabteilung integriert, ich haste es zwar geschminkt zu werden, aber ich konnte mich einfach nicht dagegen währen. (3 gegen einen ist auch unfair). Passend zu der Kleidung, und zu meiner Augenfarbe braunen Eyeliner, und hellbraunen Liedschatten, der nach außen in ein etwas Dunkleres braun wechselte, meinen Lippen wurden lediglich etwas Glanz hinzugefügt.
Ich wartete auf eine Reaktion der beiden, aber bis auf das Geräusch das sie beim Schlucken machten kam nichts von ihnen. Ich blickte sie etwas fragend an, keine Reaktion, ich bewegte meine Hände meinen Körper hinunter, keine Reaktion. Die anderen Männer um mich herum fingen schon an zu sabbern. Ich seufzte und drehte mich um. Ging aus dem Kaffee raus, und ging zum Hotel zurück.

Dort angekommen wollte ich in mein Zimmer, dann kam Klara schon auf mich zu, sie sah mich mit einem sanften Lächeln an, und fragte mich spaßeshalber ob ich den drei Männer mit denen ich heute morgen nach Hause kam den Kopf verdrehen wolle. Den Gedanken hatte ich bis jetzt noch nicht ganz, und ich wusste auch nicht wie ich auf sie wirke, aber wenn ich jemanden so etwas auswischen kann, warum nicht. Probieren geht bekanntlich über studieren.

Kapitel 28:

Erst wollte ich in mein Gästezimmer gehen, entschied mich dann aber dafür, unseren General noch einmal aufzusuchen, immerhin habe ich doch Urlaub, oder? Also ich habe jedenfalls noch das Schreiben als Beweis, irgendwo. Und damit könnte ich mich rein theoretisch von ihnen absetzten. Ich wollte ihn fragen gehen.
Ich stand vor seiner Tür und klopfte an. Keine Reaktion. ‚Ob er mir noch böse ist? Ach quatsch, der soll sich nicht so haben, ist doch immerhin der beste Soldat überhaupt, wenn der sich von mir unterkriegen lässt, na dann gute Nacht Midgar.'
Mein Klopfen wurde energischer, immer noch keine Reaktion. ‚Also langsam wird es langweilig.'

Gut, machen wir es anders. Ich ging zurück zu Klara, und bat sie mir eines Ihrer Zimmermädchen Outfits zu geben, wenn sie solche hat. Ha, jetzt hatte ich einen ganz kurzen schwarzen Rock, wieder mal schwarze Strumpfhose. ‚Zu Hause werde ich alle verbrennen, das weis ich jetzt schon. Nie wieder Strumpfhosen!!!' Eine schwarze Bluse mit kleinen weißen Knöpfen, deren Ärmel mir bis zum Handgelenk gingen, und schwarze Turnschuhe, da es sonst unbequem währe.
„Wozu willst du diese Sachen haben Jan?" „Ach, ich will jemanden nur ein wenig verwöhnen." ‚Vielleicht auch verhöhnen, das überleg ich mir noch, Hihi'
So ging ich dann zurück zum Zimmer von Sephiroth, überprüfte noch einmal alles. Band mir meine Haare noch schnell mit einem weißen Band hinten zusammen, und klopfte an.
„Zimmerservice!" sagte ich leise, und öffnete die Tür mit dem Zweitschlüssel den ich von Klara bekam nachdem ich ihr versichert hatte, dass ich nichts Schlimmes anstellen werde. Immerhin bin ich doch die Unschuld in Person.

Schien niemand da zu sein. Ich ging weiter rein, immer noch kein Seph anzutreffen. ‚Ist der vielleicht abgehauen?' Ich setzte mich aufs Bett und seufzte.
Auf einmal ging eine Seitentür auf, ich schaute hin, und musste versuchen nicht los zu lachen, dass er mich nicht bemerkt. Da stand der General, nur mit einem Handtuch um die Hüfte gewickelt, das war ja nicht das lustige, ganz im Gegenteil, ich leckte mir so gar schon die Lippen. Aber, er hatte seine Haare zu einer Art Dutt gemacht, damit sie anscheinend nicht nass wurden, und kam Summend aus dem Zimmern.
Ich lehnte mich etwas weiter zurück, indem ich mich nach hinten auf meinen Händen abstützte. Er ging einfach auf seinen Schrank zu, hatte mich immer noch nicht bemerkt. Dann wollte er gerade das Handtuch von seiner Hüfte entfernen, ich hatte mich mittleiweile Bauchlinks aufs Bett gelegt, meine Beine noch oben angewinkelt, und meinen Kopf auf meinen Händen abgestützt.
Er drehte sich um, und blieb auf einmal stockend stehen. Ich schaute einfach nur zu ihm.
„Schöne Aussicht, muss ich schon sagen." Sagte ich, und leckte mir mit der Zunge über die Oberlippe.
Er ballte seine Hände zu Fäusten. „Masaru. was. machst. du. in. meinem. ZIMMER!!!!!" Ich sah ihn weiterhin an, drehte mich dann auf den Rücken, und sagte dabei „Zimmerservice."
Oh, man konnte regelrecht sehen wie das Blut in ihm anfing zu kochen. Er schloss seine Augen, um wieder runterzukommen. Ich sah ihn weiterhin an „Wollen sie sich nicht langsam anziehen? Ich meine sie können natürlich auch weiterhin so vor mir stehen bleiben, hätte ich auch keine Probleme mit, ganz im Gegenteil." Er atmete noch mal tief durch, drehte sich dann um, und wollte sich ein paar Sachen aus dem Schrank holen. „Ich will das du dich normal Kleidest Rekrut! Und nicht hier als Zimmermädchen durch die gegen läufst. Verstanden?! Du bist noch immer Soldier-Rekrut." Sagte er während er sich anzog. Ich stand auf und wollte das Zimmer gerade verlassen. „Wollte ich ja machen aber die Verkäuferin hatte mir nicht geglaubt das ich ein Junge bin, und so konnte ich nicht anders, und nun habe ich mich schon an den neuen Stil gewöhnt." Ich drehte mich mit einem kleinen Schmollmund zu ihm um. „Oder wollen sie etwa sagen, ich sehe nicht hübsch aus?" Nun drehte er sich wieder zu mir um, mittlerweile hatte er schon die Hose angezogen, und war nun bei seinem Oberteil angekommen. „Valentine und Fair?" „Ich glaube die sind stumm geworden, oder sie mögen diese Art von Kleidung." Er seufzte kurz, und sagte dass ich unten in der Hotellobby auf ihn warten solle, aber nicht ohne mich vorher umzuziehen. Ich wunderte mich zwar, tat dies jedoch, und ging zurück zu Klara, gab ihr die Sachen und bedankte mich. „Und, hat er sich gefreut?" „Er war absolut geschockt, und wird dies sicher nicht so schnell vergessen." Sagte ich schwärmerisch. „Das ist schön. Dann wünsche ich euch beiden noch viel Spaß." „Den werden wir haben." ‚Dafür werde ich schon sorgen.'

Ich wartete in der Lobby, dann kam er schon, ich lächelte ihn an, bei ihm konnte man lediglich seine Mundwinkle zucken sehen. Er blieb vor mir stehen. „Wo ist dieses Kleidungsgeschäft?" Ich wunderte mich mal wieder, aber ich zuckte innerlich nur mit den Schultern, und ging mit ihm zu dem Geschäft.
Wir gingen hinein, drinnen stand wieder die gleiche Verkäuferin, und begrüßte mich mit einem Kuss auf die linke Wange. „Du siehst bezaubernd aus meine Kleine, und dieser Charmante Mann ist dann wohl dien Freund?" Ich räusperte mich nur, und musste Lächeln, ich wusste nicht was ich lustiger fand, das sie ihn für meinen Freund hielt, oder für charmant.
Nun erhob auch der General seine Stimme, wie immer ganz Monoton, ohne jegliche Gefühle in der Stimme. „Wieso haben sie meinem Rekruten Frauenkleidung gegeben?" Die Verkäuferin sah ihn skeptisch an. „Weil ich finde das dies zu so einem zarten Mädchen besser passt." Sagte sie wie das normalste auf der Welt. „Er ist aber kein Mädchen, sondern einer meiner Rekruten." „Ach nun hören sie aber auf, sehen sie sich die kleine doch mal an, sie ist so ein bezauberndes Ding, und da wollen sie sagen sie währe beim Militär, das glaubt ihnen vielleicht ihr Friseur, ich aber nicht." Das Gespräch schien interessant zu werden, ich setzte mich auf eine der Bänke in dem Raum, und hörte gespannt zu.
Seph hatte mittlerweile einen etwas genervten Ton in der Stimme. „Er wird jetzt auf der Stelle Männerkleidung bekommen!" „Warum sollte ich ihr so etwas geben?" Er zuckte vor Zorn, das ist gut. „Weil ich es sage, und weil ich will das Sie vernünftig durch die Gegend läuft." „Ach, jetzt auf einmal doch eine Sie?" „Ich meine er." „Ja ja, das sagen sie alle. Sie wollen doch nur dass sie sich versteckt hält, damit kein Anderer ihr schöne Augen machen kann. Solche Männer gibt es zur Genüge. Sie sollten froh sein, das sie eine solch schöne Freundin haben und sich ihrer nicht schämen, sonst ist sie irgendwann weg, und dann haben sie den Schaden." Oh, jetzt war er Wütend und erhöhte seine Lautstärke. „Sie ist nicht meine Freundin…Ähm, ich meine er." Korrigierte er sich Kopfschüttelnd. Die Verkäuferin sah ihn nur mit hochgezogener Augenbraue an, und wendete sich dann an mich. „Glaube mir kleine, du findest was Besseres als diesen Besitzergreifenden Kerl." Ich zuckte nur mit den Schultern. „Wenn du möchtest kann ich dir ein paar Nummern von netteren Männern geben, dann brauchst du dich nicht mit ihm abzugeben." Das hat gesessen, Seph riss die Augen auf, ging auf mich zu, und zog mich am Handgelenk aus dem Laden, die Verkäuferin rief mir noch nach das ich jederzeit die Nummern bei ihr abholen könne. Ich wurde regelrecht durch die Straße gezogen.
„Und jetzt, Sir?" Er schwieg und ging weiter. „Sir?" „Nichts und jetzt! Wir suchen ein anständiges Bekleidungsgeschäft!" „Schön, aber würden sie bitte meine Hand loslassen, sie tun mir weh." Er blieb stehen und drehte sich zu mir um, und sah mir in die Augen, was ich erwiderte. „Machst du dies mit Absicht Masaru?" Ich wusste jetzt gar nicht wovon er sprach. „Bitte, wie meinen sie?" Er atmete kurz durch. „Willst du mich eigentlich zum Rande des Wahnsinns bringen?" Ich schaute ihn lächelnd an. „Nein, so etwas würde ich doch nie tun. Jetzt schauen sie mich nicht so verbittert an, ich bin doch nur ein kleines wehrloses und unschuldiges Mädchen." „Du bist verdammt noch mal ein Junge, also benimm dich auch so." Oh ha, jetzt war er sehr wütend. Diese Augen die sich zu schlitzen gebildet hatten, und dieses böse knurren. Das gefiel mir. „Aber sie haben doch die Verkäuferin gehört." „Das glaub ich einfach nicht." „Soll ich sie vielleicht nochmal her holen damit sie sich nochmal mit ihr unterhalten können?" „Bist du irre? Die hat sie doch nicht mehr alle." „Also jetzt sind sie aber unfair." Ich drehte mich um und ging mit erhobenen Kopf und arroganten Gesichtsausdruck von ihm weg.
„Rekrut, bleib stehen." Ich hörte nicht auf ihn, wollte sehen wie weit er geht. „Rekrut!" Ich wollte gerade um die Ecke gehen. „Jan." ganz leise, und ganz schwach, aber mein Name. ‚Jedenfalls in dieser Welt.' Ich drehte mich mit einem enttäuschenden Blick um und schaute ihn an. „Was?" Er schaute nach unten, und ballte seine Fäuste wieder, als nichts weiter von ihm kam wollte ich mich wieder umdrehen. „Es…Es tut….Es tut mir leid. Zufrieden?" Ein Lächeln zierte mein Gesicht. „Nicht ganz." Er sah mich nun fragend an. Ich zwinkerte ihm zu „Wenn sie mich zum Abendessen ausführen verzeih ich ihnen."

Kapitel 29:

Ich hätte nie damit gerechnet, aber Seph hatte tatsächlich zu gestimmt. Etwas geschockt war ich doch schon, ich hatte gedacht er würde mich eher wieder durch die Gegend jagen. Ich sagte ihm dass er mich um 18 Uhr abholen könne und ging zurück zum Hotel. Auf dem Weg dorthin traf ich Zack und Vinc, ich schlich mich von hinten an sie ran, und warf mich beiden von hinten an den Hals.
„Na wie geht es meinen süßen Männern." Zack wurde ein wenig rot und räusperte sich, Vinc sah mich nur mit hochgezogener Augenbraue an, und musste dann leicht Lächeln.
„Wo warst du denn Jan?" Kam es verlegen von Zack. „Ach, ich habe mir nur einen schönen Nachmittag gemacht, mit viel Spannung, Spiel, und sogar ein klein wenig Süßem." „interessant." „Find ich auch Vinc. Und ihr beide? Was habt ihr gemacht?" „Ach wir, nichts Besonderes." Ich sah sie ungläubig an. „Ah ja, und dies soll ich euch glauben?" „Natürlich." „Na wenn du es sagst Vinc, da kann ich doch gar nicht anders als euch zu glauben." Ich hackte mich wieder bei ihm ein, und legte meinen Kopf auf seine Schulter, was Zack nur mit einem knurren quittierte.

„Sag mal Vinc, würdest du mir einen Gefallen tun?" Ich sah ihn wieder mit dem Hundeblick an, worauf hin er nur schlucken konnte, und wendete meinen Blick wieder nach vorne. „Würdest du mir nachher beim umziehen helfen?" „WAAASSS????!!!! Das kannst du vergessen, das wird er nicht machen." „Willst du mir lieber helfen Zack?" ich musste Lächeln. „Das habe ich nicht gesagt." Er legte seine Hand verlegen an den Hinterkopf. „Na dann ist doch gut, also Vinc, wie sieht es aus? Du hilfst mir doch sicher. Bitte?" Ich schmiegte meine Wange noch mehr an seine Schulter und schniefte dabei leicht. „Wenn du mich so fragst…" „Wird er nicht, du kannst dich doch wohl alleine umziehen." „Vielleicht mag ich es ja wenn mir jemand beim aus-und anziehen zu schaut, schon mal dran gedacht?" Nun wurde der jüngere knallrot. „Außerdem soll er ja nicht Hand anlegen. Es sei denn natürlich er würde mich ganz lieb darum bitten." Er sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. „Wann und Wo?" „Hey, das ist nicht dein ernst Vincent?" „Er ist alt genug, und kann schon für sich alleine reden. Also ich würde sagen so gegen 17.15 Uhr müsste reichen, ich wollte vorher noch mal in die Wanne springen, und dann könnten wir schon loslegen." ‚Diese Zweideutigkeiten, merke ich immer erst wenn ich es ausgesprochen habe.'
„Wenn schon dann werden wir beide dir helfen." Damit verschränkte Zack seine Arme vor seiner Brust und schaute zur anderen Seite. „Na gut, habe ich auch kein Problem mit, aber nicht das du mir auf dumme Gedanken kommst, ist dies klar?!" Ich löste mich wieder von Vinc Arm, und beschleunigte meinen Schritt. „Also dann bis nachher in meinem Zimmer, ich lass die Tür für euch offen, aber nicht zu früh kommen, sonst sitz ich noch in der Wanne, und das wollen wir doch nicht." Dann verabschiedete ich mich noch mit einem Augenzwinkern.

Im Hotel angekommen ging ich gleich zu Klara hin, und fragte sie ob ich mir ein paar Sachen ihres Sohnes ausleihen dürfte, sie nickte, und ich nahm mir die mir am besten gefallende raus. ‚Zum Glück hat er die gleiche Statur, sonst würde es nicht funktionieren.'
Dann ging ich zurück in mein Zimmer. Ich hatte noch gut 40 Minuten zeit bis die beiden herkommen würden. Ich ging ins Bad und ließ mir Wasser ein. Ein schönes Schaumbad mit Kieferduft. Ich setzte mich rein, und legte mir ein kleines Handtuch über die Augen, das ist Entspannung pur. ‚Jetzt hätte ich gerne mein MP3-Player, oder wenigstens ein Radio.'
Ich lag ganz ruhig drinnen, auf einmal spürte ich einen warmen Luftzug auf meiner Wange. Ich wollte das Handtuch von meinen Augen nähmen, doch bevor ich dies konnte legte jemand leicht seine Hand drauf. „Zack? Vinc? Hört auf mit dem sch…."
Kühle, und dennoch zarte Lippen legten sich auf meine, ich wollte gerade zum Schlag ausholen, doch wurde in meiner Bewegung gestoppt.
Als ich was sagen wollte, und meinen Mund einen Spalt öffnete drang er mit der Zunge ein.
Erst strich er mir sanft übers Zahnfleisch, dann über meinem Gaumen. Er legte seine Lippen fest um meine Zunge, und sog sie ein, so dass ich gar nicht anders konnte als mit ihm zu fechten.
Im nächsten Augenblick ließ er von mir ab, in dem Moment wagte ich noch nicht mich zu bewegen, erst als ich merkte dass die Tür sich wieder schloss.
Ich nahm das Tuch vom Gesicht, und dachte nur eins ‚„Wow" das war ein Kuss, muss ich mir merken.' Während des Kusses dachte ich mir dass es nur einer von den beiden Schwarzhaarigen sein konnte, denn nur sie wussten wo ich war, und das ich die Tür offen gelassen hatte. Jedenfalls war meine Neugier geweckt, und ich wollte rausfinden wer es war. So einen Überfall lass ich ganz sicher nicht auf mir sitzen. Ich stieg aus dem Bad, und legte mir ein Handtuch um die Hüfte, und ging in mein Zimmer zurück. Keiner von den beiden war da. ‚Komisch, na was solls, ich werde es schon rausbekommen.'
Ich wartete noch 10 Minuten, dann klopfte es zaghaft an der Tür, und die beiden traten gemeinsam ein. Damit konnte das Ankleiden beginnen.

Kapitel 30:

„Hey, sogar Pünktlich, nicht schlecht." „Wir kommen immer zum richtigen Zeitpunkt." „Ganz sicher Zack?" Er kam mit einem Lächeln auf den Lippen näher, und stellte sich genau vor mir. „Willst du es testen?" Ein siegessicheres Grinsen, das kann ich doch nicht stehen lassen. „Klar, wann und wo?" fragte ich direkt raus, wobei ihm die Kinnlade runterflog, dabei ging ich an ihm vorbei zu Vinc. „Freu mich das du gekommen bist." Und gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange. „Und ich?" „Ich habe gedacht du wolltest mir einen Zeitpunkt nennen?" drehte ich mich mit ernstem Gesicht um und hob beide Augenbrauen. „Du bist ganz schön gemein." Jetzt fängt er schon wieder an zu schmollen. „Wieso bin ich gemein, ich bin nur ehrlich. Aber nun genug mit der Begrüßung, wollen wir los legen?" Ich ging zum Bett und ließ mich nach vorne weg fallen (ich muss dazu sagen, dass ich immer noch das Handtuch drum hatte.)
"Wo hab ich es denn?" Ich suchte unter dem Bett, in dem ich Bauchlinks drauf lag, mit dem Rücken zu den beiden.
Gut, ich habe mir dabei nichts gedacht, denn ich suche immer so unter dem Bett zu erst, und dabei immer noch die Beine anwinkeln, um besser nach vorne zu kommen.
„Jan?" „Ja, ich hab es gleich, muss nur noch ein kleines Stück tiefer rutschen." „Sag mal, ähm… wobei sollen wir die denn helfen?" „Ihr sollt mir lediglich sagen ob dies richtig ist wie ich es mache." „Wie?" „Na ob ich es richtig mache, ist das so schwer zu verstehen." „Und dafür brauchst du Vincent und mich?" „Ich bräuchte eigentlich nur einen von euch dabei, aber wenn ihr zwei dies nicht alleine könnt, habe ich kein Problem damit, es mit euch beiden zu tun." Dann hatte ich es endlich, ich muss es ja auch immer weit unters Bett pfeffern. „So, da hätten wir es."
Ich kniete mich aufs Bett, und drehte mich dann zu den beiden um, und sah nur wie sie mir mit dem Rücken zu standen. „Jungs? Alles in Ordnung bei euch?" „Dein Tuch." Kam es leicht verlegen von Vinc. „Hä?" Ich sah nach unten und konnte nichts Außergewöhnliches feststellen. „Was ist damit? Sieht es nicht gut aus?" „Zu kurz." Kam es Atemstockend vom jüngeren. „Zu kurz? Ich finde es ist lang genug." „Ja, wenn du stehst, aber nicht wenn du dich nach vorne wegbeugst." Kam es verkrampft vom älteren. „Hä?..ach so, weil ich…ah ja, ok, jetzt weiß ich was los ist. Sorry, habe ich ganz vergessen." Ich legte meine Hand verlegen an meinem Hinterkopf. Dann setzte ich mich im Schneidersitz aufs Bett. „So, jetzt könnt ihr euch aber umdrehen und mir die Technik zeigen, oder?" „Bist du dir sicher?" „Natürlich, also nun kommt aber, wenigstens einer von euch müsste es doch schon mal gemacht haben, und die Technik kennen, oder?" „Ähm, naja weist du, ich…." „Jungs, bitte, es kann doch nicht so schwer sein, ich meine gut, ich hab es bis jetzt noch nie gemacht weil ich es bis jetzt nicht brauchte." „Du…du hast es….noch nie?" „Nö, schlimm?" „Nein, natürlich nicht. Es ist nur so das…naja…Nun sag du doch auch mal was Vinc!" „Oh man, ok, dann versuch ich es eben selber. Weis zwar nicht ob ich es hinbekomme, aber so schwer dürfte es auch nicht sein, muss es ja nur richtig anpacken, dann müsste es ja gehen, brauche dazu wahrscheinlich nur länger."
Ich stand auf, und zog mir die Sachen an die ich mir raussuchte. Es war eine Art Trend-Anzug in schwarz.
„Männer, da will man mal wissen wie man eine Krawatte gebunden bekommt, und die können es selber nicht. Typisch." Sagte ich eher zu mir selbst. „Krawatte?" Kam es von den beiden gleichzeitig, und sie drehten sich dann endlich zu mir um. „Natürlich, was habt ihr denn gedacht? Ich brauchte jemanden der mir zeigt wie so etwas geht, da ich es noch nie gemacht habe." Sie sahen mich mit runter geklappter Kinnlade an. „Das war alles?" Kam es enttäuschend von Zack. „Wieso alles? Für mich ist das schwierig, und ich will immerhin gut aussehen." „Das heißt du hast die ganze Zeit davon gesprochen, und von nichts anderem?" kam es ein wenig fragend von Vinc. „Ich hatte doch gesagt das ich eure Hilfe beim umziehen brauchte, oder hattet ihr es vergessen? Na ist jetzt auch egal. Also würde mir jetzt bitte jemand mal helfen, ich habe nämlich nur noch 10 Minuten Zeit, dann muss ich los." Nach kurzem zögern kam dann endlich Vincent auf mich zu, blieb zwar vor mir stehen und musste kurz schlucken, half mir dann aber beim binden der Krawatte. „So, fertig." „Cool, danke Vinc." Ich gab ihn nochmals einen Kuss auf die Wange, und nahm dann das Jackett und wollte das Zimmer verlassen. „Ähm, Jan?" „Ja Zack?" „Wohin willst du eigentlich hin gehen?" „Ach nur mit dem General zum Abendessen." „Mit Seph?" „Natürlich, oder ist hier noch ein General in Kalm?" Ich rollte mit den Augen und verließ das Zimmer, danach konnte ich nur noch hören wie etwas zu Boden ging, ich wunderte mich zwar, aber ich hatte jetzt keine Zeit mehr um noch einmal nachzuschauen, und ich dachte mir auch das die beiden schon wissen was sie tun, und ich sie daher auch alleine in meinem Zimmer lassen konnte.
So begab ich mich dann in die Lobby um auf mein „Date" zu warten.

Kapitel 31:

„Jetzt kann man sich wenigstens mit dir sehen lassen Rekrut." „Man konnte sich auch vorher mit mir sehen laaa wow. Sie sehen ja toll aus, wusste gar nicht das sie auch was anderes anziehen außer ihrer Uniform." „Ich habe auch ein Privatleben." „Wirklich? Ich dachte immer das währe dafür da um arme und kleine Rekruten wie mich zu tyrannisieren."
Vor mir stand Sephiroth in einem blauschwarzen Blazer Anzug, seine Haare hat er hinten mit einem schwarzen Band zusammengebunden. Und er hat sogar seine Masamune zu Haus gelassen, so brauche ich wenigstens keine Angst zu haben den Abend nicht lebend zu verlassen.
„Können wir jetzt endlich los? Ich würde es gerne schnell hinter mich bringen." Ich sah ihn enttäuscht an. „Jetzt sagen sie nicht sie freuen sich nicht mich zum Essen einzuladen, dann gehe ich gleich wieder hoch und komme in einem Kleid runter, ich habe keine Probleme eines anzuziehen, hier hält man mich eh für ein Mädchen." Er legte seine rechte Hand auf die Stirn und seufzte leicht. „Ich würde mich sehr freuen wenn wir jetzt los könnten." Er sagte es zwar genervt, aber das war mir egal, jedenfalls machte er mal etwas was ich wollte, und das ist schon mal eine kleine Genugtuung für den damaligen Lauf quer durch die Pampa. „Gut, und wohin gehen wir?" „Wirst du dann sehen." ‚Naja, klingt ja nicht sehr begeistert. Das muss ich ändern.'
Wir gingen los, quer durch die Stadt, gibt es denn keine Abkürzung, da verhungert man ja auf dem Weg zum essen. Ich wusste nie das Kalm so groß ist.
Spinne ich jetzt? Sind wir hier nicht schon einmal langgegangen? Komisch, kommt mir so bekannt vor. Also langsam kommt mir das skurril vor.
Ich wandte mich an ihn und fragte Seph einfach mal.
„Sind wir auch richtig?" „Denkst du ich weiß nicht wo wir hin müssen?" „Doch schon." „Na also." „Ja, aber sind wir hier nicht schon 3-mal langgelaufen." „Ja." „Wie Ja?" „Das hast du richtig beobachtet." „Schön, und wieso laufen wir hier in der Gegend herum? Eigentlich war die Rede von Abendessen, und nicht wandern." „Ich habe noch kein Hunger." „Und deswegen muss ich verhungern?" „Genau." Stille.
„Das machen sie mit Absicht, oder?" „Warum sollte ich, ich bin doch so ein lieber und netter General." Das ist nicht wahr, jetzt kämpft er doch glatt mit meinen Waffen, das ist unfair. Nicht mit mir mein Lieber.
„Sie sind also ein lieber und netter General, verstehe ich sie richtig?" „Genau." „Gut, dann sind sie doch bitte mal so ‚lieb' und tragen mich bis sie Hunger haben, denn wenn sie dies nicht tun sind sie nicht ‚nett' wie sie sagen." Nun sah er mich irritiert an. „Sie sagten eben sie sind nett und lieb, dann beweisen sie es auch." Sein Mundwinkel fingen schon wieder an bedrohlich zu zucken.
„Kommen sie mir jetzt nicht mit diesem Ich-bring-dich-um Blick, der zeiht heute Abend nicht bei mir. Sie haben versprochen mit mir essen zu gehen, also verlange ich auch dass wir zusammen irgendwo hin gehen und etwas essen." Darauf bestand ich. „Irgendwo hin?" „Von mir aus auch in der Wüste Picknicken, habe ich jetzt auch keine Probleme mit."
‚Oh, Memo an mich: Überlegen und dann reden, Memo ende.' Jetzt hatte ich was gesagt, denn auf seinem Gesicht machte sich ein diabolisches Lächeln breit. „Na dann gehen wir." „Wir gehen schon die ganze Zeit, meine Frage ist wann kommen wir an?" „Wenn wir da sind." „Das ist keine Antwort auf meine Frage."..... „Halllooooo? Erde an den General." Immer noch nur dieses diabolische Grinsen, manchmal könnte ich mich für meine große Klappe selbst in den Arsch treten.

„Ist das ihr ernst, Sir?" „Es ist dir doch egal dachte ich." „Ja, aber das ist nicht ihr ernst?!" „Warum denn nicht? Es ist genauso gut wie alles andere auch." „Es ist verdammt nochmal ein Striplokal, was soll ich denn da essen?" „Dort wird es bestimmt etwas geben." „Ich gehe da nicht rein." „Ach, und was willst du dann tun?" Ich sah ihn zornig an. „Wenn sie ihre Triebe nicht unter Kontrolle kriegen, gut, aber das ist noch lange kein Grund mir den Abend zu versauen." „Tja, dann muss das Abendessen wohl ausfallen."
‚Das darf doch nicht war sein. Ok Jenni beruhige dich, so schlimm ist es nicht. Ach verdammt nochmal, ich stehe nicht auf Frauen. Was soll ich denn dort drin außer Männern beim gaffen zu zuschauen?....Obwohl, vielleicht wird es auch ganz lustig. Hmm, passieren kann mir ja nichts.'
Seph wollte sich gerade wieder umdrehen, er hatte bestimmt fest damit gerechnet das ich niemals dort rein gehen würde, nicht mit mir Freundchen, dein Grinsen werde ich dir noch vertreiben.
„Ok, wenn sie die Rechnung bezahlen, egal was passiert, bin ich dabei." „Was???" Nun drehte er sich erschrocken um, ich wusste doch dass er mir nur eins auswischen wollte. „Sie haben mich schon Richtig verstanden, ich nehme ihr Angebot an." Sein Gesichtsausdruck, weit aufgerissene Augen, kritischer Blick und ein zucken in den Mundwinkeln. „Was ist nun, wollen wir rein gehen? Oder haben sie ihre Meinung geändert und wir gehen in ein anderes ‚Etablissement'?" Oh, ich liebe dieses Knurren. Er atmete noch mal tief durch, und wir gingen rein.

Kapitel 32:

Ein Sprichwort sagt, wer den Schaden hat brauch für den Spott nicht zu sorgen, jetzt ist meine Frage, wer von uns beiden hat den Schaden? Ich, weil ich, als eigentlich Mädchen, in ein Striplokal für Männer gehe, oder Sephiroth, der mit einem Jungen, der nicht auf Frauen steht, in ein Striplokal rein geht? Tja, also ich werde alles versuchen, das er den Schaden bekommt.

Wir gingen hinein. Es war sehr gut Besucht, es stand eine Tanzbühne in der Mitte mit einer normalen Stahlstange, wie man es eigentlich kennt. Es gab ungefähr 20 Tische wie ich sah, und einige Stühle genau vor der Bühne, sowie eine Bar, die jetzt mein Ziel war. Pustekuchen, ich wurde von Seph an einen der Tische in die letzte Reihe verfrachtet. Ich setzte mich bockig hin. „Jetzt bin ich schon mal hier, und darf nicht in die erste Reihe, das ist gemein." „Ich dachte du wolltest etwas essen? Dafür musst du dich nicht nach vorne setzten." „Aber sie wollten doch hier rein." Nur ein seufzen von ihm. ‚Na gut, das Spiel ist eröffnet.'
Ich rief eine Kellnerin die oben ohne, und nur mit einem schwarzen Minirock, und high heels rumlief zu uns, und bat sie mir eine Karte zu bringen. Dabei bestellte ich mir ein Glas Wasser, heute wollte ich mal nüchtern ins Bett kommen, der General bestellte sich allerdings einen Scotch. Sie brachte uns zusammen mit den Getränken die Karte. Ich sah sie mir an und sah dann zu Sephiroth der gerade dabei war den ganzen Inhalt auf ex zu trinken. „Was ist eigentlich ein Erektionsbasierter Auflauf? Ist das was zu essen, oder eine Stellung?" Ich konnte nur noch sehen wie der schöne Scotch wie aus einer Fontäne genau auf mich zu flog, aus einer Reaktion heraus riss ich die Karte nach oben die das meiste auffing. Allerdings musste ich mir dennoch die Hände waschen gehen.
Als ich wiederkam, nahm ich mir eine neue Karte mit zum Platz, dort hatte Seph bereits einen neuen Scotch, dieses mal allerdings einen doppelten. Ich setzte mich mit der neuen Karte hin, und lass weiter.
Ich musste wieder hochschauen. „Ähm, wollen sie gerade einen Schluck trinken?" Er schaute mich nur genervt an. „Also nicht, gut, was ist ein geiler Lattenrost?" Er sah mich mit weit aufgerissenen Augen an, stand auf, und setzte sich an die Bar. Dann sah ich nur noch wie er vom Barkeeper eine ganze Flasche Scotch bekam, und sich selbst einschenkte. Ich zuckte nur mit den Schultern und trank aus meinem Glas einen Schluck. Am Ende bestellte ich mir dann einfach eine Schnitte mit Marmelade, wenigstens etwas zu essen, bei den anderen Sachen konnte ich mir einfach nicht vorstellen was sie waren.
Ich saß einfach in meiner kleinen Ecke und beobachtete das bunte Treiben. Männer die mit Gil-Scheinen um sich wedelten, Tänzerinnen die sich exotisch bewegten, und unter ihnen ein Silberhaariger Mann, der schon bei der zweiten Flache Scotch ankam.
Irgendwann wurde es mir zu langweilig, ich stand auf und wollte gerade zur Bar gehen, als ich ein Angebot von eine der Kellnerin erhielt, das ich unmöglich ausschlagen konnte. ‚Das wird ein Spaß.' Dachte ich mir als sie mich mit hinter die Bühne zog.

„Meine Damen und Herren, wir bitten Sie nun ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Bühne zu richten. Es folgt eine einmalige Vorstellung von unserer Tanzqueen Sahra und unserem Gasttänzer Jan!!! Viel Spaß bei der Vorführung."

Ich bekam das Angebot mit eine der Tänzerinnen einen gemeinsamen Striptease zu machen, um die Männer noch wilder werden zu lassen. Ablehnen konnte ich dies nicht, denn mir war eh langweilig, und so konnte ich mich beschäftigen, denn Tanzen tat ich schon immer gerne. Zwar nur alleine, aber was solls, es gibt immer ein erstes Mal.

Das Licht ging aus, rings herum war es schwarz, bis auf einen kleinen Strahl der auf die Bühne strahlte. Dann war es soweit, die Musik fing an zu spielen, es war eine Mischung aus Rock und Ballad, die sich immer wieder abwechselte. Sahra ging in einem Lederoutfit mit Peitsche raus, benutze sie einmal, und dann kam ich ebenfalls im Lederoutfit, allerdings ebenfalls mit Peitsche. Ich hatte eine schwarze Lederhose mit Nieten an der Seite an, schwarze Schuhe, ein weißes Shirt, und darüber eine schwarze Lederjacke, sowie ein Nietenhalsband und Lederhandschuhen. Meine Haare wurden hinten zusammengeflochten, und ich bekam noch eine schwarze Sonnenbrille auf. Die Show konnte beginnen.

Die Peitsche schlug auf den Boden auf, womit ich Sahra aufforderte sich vor mich zu knien und mir sie Schuhe zu lecken, was sie tat. Nach kurzer Zeit packte ich sie an den Haaren (Natürlich nicht so brutal wie es aussah, war alles geplant) und riss sie nach oben, und berührte mit meiner Zungenspitze ihre. Dann folgte wieder ein Peitschenhieb der für sie das Zeichen war mir die Jacke vom Körper zu reißen, darauf hin riss sie sich auch ihre Jacke vom Leib und warf sie in die Menge, um gleich danach ihre Arme um meinen Hals zu schlingen. Dann folgte die Sonnenbrille, während sie sie mir runter riss verstrickte sie mich in einen Leidenschaftlichen Zungenkuss den ich mit einem Peitschenhieb beendete und sie wieder auf die Knie schickte wegen ungehorsam. Dann zog ich die Peitsche in meinen Händen in die Länge und setzte ein diabolisches Lächeln auf, legte meinen Kopf ein wenig schief und forderte Sahra auf sich ihr Oberteil zu zerreißen, was sie voller Begierde tat. Ich strich mit der Peitsche über ihren Busen runter zu dem kleinen schwarzen Lederrock woraufhin sie sich von der Knieenden Position in eine sitzende begab, und ich ihr so mit der Peitsche über die Lederstiefel strich. Der nächste Peitschenhieb, das Zeichen für sie sich genau vor mich zu knien und mir den Gürtel aufzumachen wobei sie immer wieder mit der linken Hand zu meinem Oberkörper glitt was ich mit einem zornigen Blick unterband. Während sie vor mir kniete befahl ich ihr das letzte Stückchen Stoff vom Oberkörper zu befreien, was sie tat. Und es ging weiter mit meinem Oberteil, dafür stand sie auf und riss es buchstäblich in zwei Hälften, und leckte begierig über jeden Flecken Haut. Genau in dem Moment als sie sich an meine Hose machen wollte, wurde ich brutal über die Schulter geworfen, und hinaus getragen.

Kapitel 33:

„Hallo? Schon mal was von 'the Show must go on' gehört?" Ich wurde von Seph aus dem Lokal getragen, allerdings nicht ohne gehörigen Wiederstand einiger Männer, die den Tanz zu ende sehen wollten. Allerdings wurde der Wiederstand durch ein paar Blicke des Generals unterbunden, und die Männer setzten sich mit gesenktem Kopf wieder auf die Plätze. „Was für Schlappschwänze." Sagte ich leise zu mir.
Ich wurde zurück ins Hotel getragen, und in mein Zimmer unsanft auf den Boden geschmissen, danach ging Seph raus, und knallte die Tür mit voller Wucht zu, während er irgendetwas vor sich hin brabbelte und den Kopf dabei schüttelte. Ich stand auf und wollte ihn hinter her um ihn zur rede zu stellen. „So lass ich nicht mit mir umspringen, erst Abendessen ausfallen lassen, und dann meine Tanzeinlage unterbinden!" Ich rüttelte an der Tür, aber sie war leider von außen Abgeschlossen. „Das ist doch…..was soll der Mist….Ich will hier raus!!!"
Nach 5 Minuten gab ich auf und begab mich zu meinem Bett. ‚Und jetzt? Er kann mich doch nicht einfach hier einsperren, oder?' Ich legte mich Rücklings aufs Bett und starrte zur Decke. Dann kam mir eine schöne Idee „Er will das ich im Zimmer bleibe, gut, so soll es sein." Ein schönes dämonisches Grinsen entwickelte sich auf meinen Lippen.
Ich stand auf, und ging zum Fenster, öffnete es und schaute raus. Ich wartete auf einen günstigen Moment, der nicht lange auf sich warten ließ.
„Hey ihr Süßen, Lust auf eine kleine Privatparty?" Ich setzte mich in den Fensterrahmen, spielte mit meinem Nietenhalsband und leckte mir die Oberlippe. Unten gingen gerade 3 junge Frauen so im Alter von 18-20. Ich bemerkte richtig wie sie bei meinem Anblick dahin schmälzten. ‚Manchmal ist es auch ganz praktisch ein Junge zu sein.' dachte ich mir als ich ihnen zu lächelte und sie verführerisch ansah. Dann erhob eine mit Schulterlangen Dunkelblonden Haaren die Stimme sehr zögerlich, fast unsicher. „Meinst du uns?" „Natürlich, ich sehe sonst keine anderen drei Engel auf der Straße außer euch. Also wie sieht es aus, wollt ihr einen verspielten Dämon in die Schranken weisen?" Sie mussten sich kurz beraten, entschlossen sich aber dann zu mir hoch zu kommen.
„Schön, geht einfach zur Rezeption, und sagt dort dass Jan euch geschickt hat, lasst euch einen Zweitschlüssel geben. Während ich hier oben auf euch warte." Sie gingen gleich ins Hotel rein, dann konnte der Spaß beginnen.
Sie ließen nicht lange auf sich warten und traten ein, die jüngste hatte kurze braune Haare und ein kurzes gelbes Kleid an, die mit den dunkelblonden Haaren hatte ein eher dunkelblaues langes Kleid an, und die letzte im Bunde hatte langes rötliches Haar, und trug einen blauen Rock bis zu den Knien, und eine weiße Bluse.
Ich saß immer noch im Fensterrahmen, schaute mit einem Lächeln zu ihnen, und spielte immer noch mit meinem Nietenhalsband. Sie schauten mich unsicher an, ich bat sie zu mir zu kommen, was sie zögerlich taten, dann stand ich auf, schaute sie verlangend an. „Wollen wir beginnen?" „Was sollen wir denn tun?" Ich sah zu der jüngsten. „Alles was ihr drei hübschen wollt." Ihr Atem stockte, und ich merkte das sie unsicherer wurden, und leicht angst bekamen. Ich rollte kurz mit den Augen, lächelte sie nun sanft an. „Ihr braucht keine Angst zu haben, ich werde schon nicht über euch herfallen. Ich wollte lediglich jemanden haben der mir Gesellschaft leistet, und wer währe nicht von drei so schönen Frauen angetan?" ‚Ja ja, manche kann man gut um den Finger wickeln.'
„Und jetzt?" fragte die rothaarige. „Wie währe es wenn wir uns erst einmal setzten?" Ich ging zum Bett und setzte mich per Schneidersitz drauf, die drei Damen folgten mir, und setzten sich zu mir.
Sie sahen immer noch unschlüssig aus, und währen wahrscheinlich lieber abgehauen, aber dann würde mein Plan nicht aufgehen. „Erzählt doch ein wenig von euch. Kommt ihr von hier?" Ich fing ein Gespräch an, fragte über dies und das, bis das Eis anfing zu brechen, und sie langsam auftauten und anfingen mir zu trauen.

Die Nacht war ziemlich lustig, nachdem wir uns angefreundet hatten, erzählte ich ihnen was am Abend passiert war, und warum ich sie so spontan eingeladen hatte, und erklärte ihnen meinen Plan, worauf hin sie lachen mussten, und beschlossen ihn mit mir durch zu ziehen

Kapitel 34:

Mein Plan war simpel. Sephiroth hatte mich eingesperrt, das heißt er müsse irgendwann die Tür auch wieder öffnen, und auf den Moment wartete ich.

Erst quatschten wir über dies und das, dann folgte eine Kissenschlacht, danach wurde ich von allen dreien ausgekitzelt. Wir hatten viel Spaß, aber irgendwann wurden wir dann auch müde, und legten uns schlafen. Ich lag in der Mitte, links von mir lag die braunhaarige Mari, rechts die rothaarige Linda, und neben ihr Sandy. Die Decke legte ich über uns viere.

Ich wachte auf, als die Decke von uns runter gerissen wurde, drehte mich zu dem Verursacher um, und musste mir verkneifen Los zu lachen, ganz im Gegenteil, ich versuchte ständig meine ernste Mimik aufrecht zu erhalten. Im Gegensatz zu dem Deckenwegzieher, der bekam den Mund nicht mehr zu als er sah wie sich die 3 Damen an mich schmiegten.
„Wollen sie vielleicht ein Photo, Sir?" fragte ich Ernst. Er sah mich nur verwirrt an. Ich stand auf, und wollte ins Bad gehen. Auf dem Weg dahin fragte mich dann der immer noch etwas verwirrte General
„Was soll das hier? Die Tür war doch zu geschlossen?!" Ich drehte mich um, sah ihn an, und setzte ein breites Grinsen auf. „Zimmerservice." Sagte ich, und verschwand im Bad.
Ich zog mir wieder ein paar geliehene Sachen von John an. ‚Heute muss ich mir unbedingt was selber holen, sonst kann ich bald als sein Bruder durchgehen, na gut, Klara hätte bestimmt keine Probleme damit mich zu adoptieren.' Bei dem Gedanken musste ich Lächeln.
Ich ging zurück ins Zimmer, Seph stand immer noch wie angewurzelt vor dem Bett. Ich ging auf ihn zu, und nahm ihm die Decke aus der Hand die ich wieder über die drei legte. Dann seufzte ich kurz, und bat ihn das Zimmer zu verlassen, damit sich die drei nicht belästig fühlen. Er sah mich nur verwirrt an, tat aber was ich sagte. Ich folgte ihn dann hinaus nachdem ich mich bei den dreien bedankte, die schon langsam den Lachanfall nicht mehr zurück halten konnten.

Unten in der Lobby angekommen sah ich schon Zack und Vinc die mich freudestrahlend empfangen. Dann sahen sie den immer noch verwirrten und leicht irritierten General, und fragten mich was mit ihm los sei. „Ach nichts Besonderes, er hatte mich nur zu einer Ungünstigen Gelegenheit geweckt, das ist alles." Die beiden sahen mich fragend an, was ich mit einer Handbewegung abwinkte und mein kleines Unschuldslächeln aufsetzte.
„So, aber nun was anderes, was haben wir denn heute schönes vor? Immerhin haben wir noch Urlaub, oder wurde der Zwangsbeendet?" „Wir wollten erst einmal Frühstücken gehen, und danach wollten wir Kalm Richtung Gold Saucer verlassen." Ich kriegte den Mund nicht mehr zu. „Ist das euer Ernst?" Wie ein kleines Kind fing ich mich an zu freuen, was den beiden nicht verborgen blieb. „Du warst wohl noch nicht dort?" „Nö, aber ist doch jetzt auch egal." Ich drehte mich schnell von den beiden weck, und rannte zu Klara, um ihr von den Plänen zu berichtet, sie ein wenig traurig aus, aber freute sich dann auch für mich, und bat mich sie wieder mal zu besuchen, die Sachen durfte ich sogar noch behalten.
Ich ging zu den beiden schwarzhaarigen zurück, und fragte sie ob wir auf den Weg nach Gold Saucer bei einem kleidungsgeschäft halten könnten, damit ich nicht die ganze zeit in den gleichen Sachen rumlaufen muss. „Nur in eine Männerboutique!!!" Kam es wie aus einer Pistole geschossen vom General. „Habe ich keine Probleme mit, Sir." Gab ich zurück. Somit machten wir uns auf den Weg, Klara gab mir noch ein kleines Lunchpaket für die lange Fahrt mit.

Nach dem Frühstück nahmen wir einen Wagen von der Shinra Corporation und machten uns auf nach Junon, um von dort aus per Schiff rüber zu fahren, es sollte ungefähr eine Tagesreise werden.
Am Steuer saß zu erst Zack, und dann Seph, ich saß die ganze Zeit hinten mit Vinc. Die ganze Fahrt über war so langweilig, keiner redete, weil Seph jedes Gespräch im Keim erstickte. Ich konnte mich vor Gähn-Attacken nicht retten, irgendwann ließ ich meinen Kopf einfach auf Vincents Schoß nieder und schloss die Augen.

Kapitel 35:

Als ich aufwachte fand ich mich in einem Bett wieder. ‚Muss während der Fahrt eingeschlafen sein. Wo sind denn die anderen?' Ich stand auf und streckte mich erst mal ausgiebig. Dann wollte ich raus gehen, bemerkte aber das ich nur in Unterwäsche stand. „Also langsam wird es hier zur Gewohnheit das ich in Shorts aufwache, ohne zu wissen wie es dazu kam." Ich hätte mal wieder heulen können. Jetzt musste ich mir erst mal Sachen zum anziehen suchen. Das einzige was mir auffiel war ein kleiner Koffer der auf einem Stuhl stand, ich ging hin und machte ihn auf. Drinnen befanden sich neue Klamotten für mich. „Müssen die Jungs für mich eingekauft haben."
„Hundertprozentig von den Jungs eingekauft!" Ich hätte sie erwürgen können, die Sachen waren viel zu eng an der Haut, außerdem anstatt normale Unterwäsche zu kaufen hatte ich nur diese Blöden Tangas, ich ziehe so was doch nicht als Kerl an, als Mädchen vielleicht mal ja, aber doch nicht so.
Nun hatte ich eine eng anliegende schwarze Lederhose an, dazu ein enges schwarzes T-Shirt, wo man jede Unebenheit drunter sehen konnte. Ich band mir noch meinen Haare zusammen, und ging dann raus. Auf dem Gang war keine weitere Person zu erkennen, ich ging ihn lang, bis ich zu einer Treppe kam die ich runter ging, und dann noch durch eine Tür, und ich stand schon an Deck.

Ich liebe es mit einem Schiff zu fahren, die schöne Seeluft, das klare Wasser unter einem, da könnte ich stundenlang über die Reling schauen, nur leider ist der größte Teil meiner Familie Seekrank, deswegen geht dies nicht sehr oft, nur wenn ich mit meinen Großeltern mal an der Ostsee bin.
Ich ging das Deck entlang, es war nicht sehr viel los, nur ein paar Leute die hier und dort standen und sich unterhielten, aber dies störte mich nicht. Ich ging Richtung Reling, und schaute aufs Meer. Dabei hielt ich mich am Schiffsgeländer fest, ließ mich nach hinten strecken, schloss die Augen und atmete die schöne Seeluft ein.

„Die Gewässer sind heute schön ruhig." Ich öffnete langsam die Augen und sah neben mir Vinc stehen der seinen Blick aufs Meer richtete. „Du magst das Meer wohl auch
?" „Wenn es ruhig ist." „Ich glaube das geht jeden so, oder kennst du jemanden der sich bei 5 Meter hohem Wellengang freut?" Nun musste der schwarzhaarige Lächeln. „Weißt du Vinc, wenn du Lächelst gefällst du mir besser als wenn du immer ohne Gesichtsausdruck in der Gegend rum stehst. Du solltest öfters Lächeln." „Wenn ich einen Grund habe tu ich dies auch." „Dann sollten wir anfangen dir genug Gründe zu geben." Er drehte sich zu mir um und sah mir in die Augen, dann kam er näher an mich heran und legte seine Hand auf meine linke Wange. Er kam immer näher, mein einziger Gedanke war ‚So schöne tiefe Augen' in die ich immer mehr versank.
….Halt! Auf einmal merkte ich wie weiche zarte Lippen meine umhüllt hatten, und es gefiel mir auch. Ich schloss meine Augen ein wenig, allerdings so das sie immer noch einen Spalt weit offen waren, damit ich weiter in seine tief roten Augen sehen konnte. Er fing an langsam mit seiner Zunge über meine Lippen zu streicheln, um Einlass zu erhalten. Ich schloss meine Augen ganz, und wollte ihm gerade Einlass gewähren, doch in dem Augenblick spürte ich nur wie mein Gegenüber plötzlich nach einem kleinen Aufschrei von mir abließ. Ich öffnete Rasch meine Augen, und sah Zack wie er seinen Ellbogen auf Vincents Kopf hatte. „Was soll das hier denn werden wenn es fertig ist?" Ich sah Zack nur genervt an. „Hat man das nicht gesehen? Oder muss ich es dir erklären?" „Du lässt dich viel zu schnell auf jemanden ein Jan." „Ich lass mich auf niemanden ein." „Ach nein, und was war das eben?" Ich sah ihn mit leicht geneigten Kopf und einer hochgezogenen Augenbraue an. „Spaß." Sagte ich kurz und knapp. „Spaß?" „Genau." Damit drehte ich mich um, ließ einen etwas verdutzten Zack und einen mit Kopfschmerzen versehenden Vinc stehen, und ging zurück in meine Kajüte.

„Das gibt es doch nicht, hier darf man ja überhaupt keinen Spaß haben." „Schön dass du es endlich einsiehst." Der hat mir jetzt noch gefehlt. „Und was wollen sie jetzt? Vielleicht mir auch noch eine Bergpredigt halten?" Er kam näher auf mich zu, blieb vor mir mit ernstem Gesicht stehen, das sich plötzlich zu einem diabolischen Grinsen entwickelte. „Das würde doch bei dir eh nichts bringen, oder hast du dir schon mal was von mir sagen lassen?" Damit ging er an mir vorbei. ‚Oh ha, aus irgend einem Grund bekomme ich gerade ein ungutes Gefühl in der Magengegend.' Ich war mir zu 90 % sicher das er irgendetwas vor hat, und das gefiel mir jetzt schon nicht. ‚Ich glaube ich muss mir gleich ein paar Rettungspläne für besondere Ereignisse ausdenken.' Ich ging weiter.

In meinem Quartier angekommen legte ich mich aufs Bett und musste erst einmal Überlegen. Ich wusste er hat etwas vor, jetzt musste ich ihm nur zuvor kommen, ansonsten bin ich verloren, und kampflose gebe ich sicher nicht auf, also musste ein Plan her um ihn aus der Reserve zu locken, oder ihn wenigstens Unsicherheit zu vermitteln.

Kapitel 36:

Das Schiff sollte erst am nächsten Vormittag in Costa Del Sol anlegen, von wo aus es gleich weiter ging, doch bis dahin waren es noch gut 15 Stunden die wir auf dem Schiff verbringen mussten, wir hatten es gerade erst 19 Uhr. Ich hatte mir den ganzen Nachmittag den Kopf zerbrochen, was Seph vorhaben könnte, konnte mir aber außer Strafrunden, bzw. Strafarbeit nichts anderes bei ihm vorstellen, also konnte ich auch keine guten Pläne entwickeln, nur ein paar Rettungstüren die ich mir für den absoluten Notfall aufheben wollte.
Ich lag also seufzend auf dem Bett, da klopfte es an der Tür. „Ja, bitte?" Die Tür ging auf, und ein etwas geknickter Zack kam rein. Ich setzte mich per Schneidersitz aufs Bett und sah ihn nachdenklich an. „Alles in Ordnung Zack?" Er kam auf mich zu und setzte sich zu mir, wobei er laut ausatmete. „Kann ich dich etwas fragen Jan?" Ich sah ihn nur irritiert an. „Klar, du kannst mich alles fragen, ich bin ganz Ohr." Er wendete den Blick von mir ab und schaute nach vorne zur Tür. „Liebst du Vincent?" Ich schaute ihn geschockt an. „Wie kommst du denn darauf?" „Na….jedesmal wenn du…Immer wenn du…." Ich sah in freundlich an. „Nun sag schon, ich werde dir sicher nicht den Kopf abreißen." ‚Wie andere Leute.' Er holte noch einmal tief Luft, und redete dann weiter „Wenn du bei ihm bist fangen deine Augen an zu leuchten, und du hängst dich immer nur an ihn, nie an mich." Nun schaute er geknickt nach unten. Na jedenfalls wusste ich jetzt wo der Hase im pfeffer vergraben liegt. Ich musste kurz auflachen was ihn nur noch mehr verwirrte, und er mich ansah. „Keine Sorge Zack, ich hege keine solchen Gefühle für Vinc. Ich meine ich kenne ihn doch kaum, wie sollte ich dann so schnell so etwas für ihn empfinden?" Er sah richtig erleichtert aus. Ich lächelte ihn noch mal sanft an, stand auf, und zog ihn mit mir hinaus.
„Wohin gehen wir denn?" „Das wirst du gleich sehen." Ich ging mit ihm Richtung Schiffsrestaurant. Wenn ich richtig lag, gab es dort etwas das ihn wieder auf andere Gedanken bringt und ihn fröhlich stimmt, denn ich mag lieber einen ausgeflippten Zack, als einen deprimierten.
„Da währen wir." „Eine Bar?" „Genau." Ein neugieriger Blick mit dem er mich versah. „Ich dachte du wolltest nicht mehr mit mir feiern?" „Stimmt auch, oder siehst du hier irgendwo ein Fest, bzw. mehr als nur uns beide?" „Nein." „Na also, und für mich gehören zu einer Feier schon mehr als nur zwei Personen und eine Bar." Ich setzte mich auf einen der Hocker, und bestellte mir ein Glas Wasser, Zack setzte sich neben mich mit einem zufriedenen Ausdruck, und bestellte sich ein Mixgetränk. Ich ließ ihn einfach erzählen, und hörte zu, was anderes hatte ich eh nicht zu tun, und so konnte ich ihn wenigstens ein klein wenig helfen.

„….nach dem dies geschafft war, kam ich dann zu Shinra….." Hätte ich nur gewusst dass er mir seine Lebensgeschichte (Von der Geburt an) erzählt, hätte ich mir schon vor 4 Stunden die Kante gegeben. Kurz nach 19 Uhr sind wir angekommen, und hatten es jetzt kurz vor 23 Uhr als er noch nicht fertig war zu erzählen, und ohne Pause zwischendurch, ich war schon am Verzweifeln. „Soll es noch etwas für dich sein Jan?" „Nur noch mal dasselbe Bob." Nach dem 12 Mixgetränk hatte Zack schon gar nicht mehr registriert das ich neben ihn saß, ich hätte auch einen Pudel hinsetzten können, und er hätte weiter geredet. „Bist du dir sicher, hast du nicht schon genug?" „Richte doch mal ganz kurz deine Aufmerksamkeit auf die Person neben mir." Er hörte Zack kurz zu. „Ich gebe dir lieber einen doppelten mit Schuss." „Danke dir Bob."
„….dort war ein lustiges Erlebnis sage ich dir. Also das war so, ich war mit einer Einheit in Banora, und dort habe ich dann….." Wir hatten es mittlerweile ungefähr kurz vor 1 Uhr, und er war gerade mal bei der Hälfte seiner Karrierelaufbahn angekommen. Ich hatte mittlerweile meinen… ach was weis ich…ich habe nach dem siebten Glas aufgehört zu zählen, und das war vor 3 Stunden. Ich lag mit dem Kopf nur noch auf der Theke, und wünschte jemand würde ihn das Maul stopfen.
‚Währe ich doch nur nicht so nett gewesen, ich hätte ihn einfach rausschmeißen sollen. Oder ich hätte einfach sagen sollen das ich in Vinc verknallt bin, alles besser als dies hier.' Ich konnte einfach nicht mehr. Ich meine, hat er nicht auch langsam genug, der hat bestimmt schon 30 Mixgetränke intus, und kann noch fließend erzählen, und sich aufrecht halten. Ich währe schon längst übern Jordan. Einschlafen konnte ich auch nicht, denn jedesmal wenn ich die Augen längere zeit geschlossen hatte, schlug er mir auf den Rücken, weil ihm etwas Neues eingefallen ist was er erzählen müsse, so kam es sogar das er mal von seinem 13. Lebensjahr zum 5. wechselte.
„…. Dann war es soweit, ich hatte meine Waffe gezogen, und dann..." „Solltet ihr nicht langsam mal schlafen gehen? Wir haben nachher noch einen weiten Weg vor uns, ich habe keine Lust euch dorthin zu tragen." Ich wusste nicht wer es war, und es war mir in dem Moment auch egal, aber er stoppte wenigstens Zack, und das hat mir gereicht den Retter meiner Nerven um den Hals zu fallen.
„Wie kann ich ihnen nur jemals danken." „In dem du mich nicht erwürgst Masaru." ‚Oh, es gab nur einen hier der mich so nennen würde.' Ich ließ von meinem Retter ab, und schaute in zwei Makogrüne Augen. „Ähm…Sir…bitte entschuldigen sie mich." Ich drehte mich noch mal zu Zack um, und wünschte ihm eine gute Nacht, dann versuchte ich ohne zu stürzen in mein Quartier zu kommen.