Kapitel 70:

„Es geht ihm gut…..Er ist bei mir…….nein, wenn er aufwacht…" Ich kam langsam wieder zu mir, öffnete meine Augen und sah Seph wie er telefonierend neben dem Bett stand. „…Ich leg jetzt auf." Er kam zu mir und setzte sich neben mich auf die Bettkante. „Guten Morgen mein kleiner Wildfang." Er strich mir eine Strähne aus meinem Gesicht. „Wildfang?" Ich sah ihn fragend an, woraufhin er nur lächelte. „Du musst langsam aufstehen, der Appell beginnt gleich." Damit richtete er sich wieder auf und wollte das Zimmer verlassen. „Sephiroth, wieso?" Er blieb stehen und drehte sich zu mir um. „Wieso? Ganz einfach, weil ich es wollte….Ach, und erzähl mir nicht es hätte dir nicht gefallen, immerhin habe ich dank dir Biss und Kratzwunden." „Das geschieht dir auch recht." Er drehte sich mit einem Lächeln um und verließ das Zimmer.

„Mir nicht gefallen?.....Nein, es war schön, aber dennoch werde ich mich an ihm rächen!" Auf meinem Gesicht machte sich ein diabolisches Grinsen breit. Von der Nacht hatte ich immer geträumt, aber ich lass es dennoch nicht zu das er sich dies einfach so nimmt. Aber erst mal muss ich ein paar Sachen von Gestern aufklären.

Ich stand auf und wollte mich anziehen. „Ahh, verdammt…" Hätte ich nur gewusst das dies verdammt wehtun kann. Nachdem ich fertig war begab ich mich, zu meinem Quartier, denn leider hatte er mein Oberteil total zerfetz, und ich so kaum zum Appell gehen konnte. Oben angekommen traf ich Cloud nicht, deswegen begab ich mich zur Kantine um noch schnell etwas zu essen, vielleicht auch um jemanden dort zu finden mit dem ich noch über etwas reden muss. Und wie das Glück mir endlich mal hold ist, war dort auch die Person.
„Guten morgen Vincent." Er sah mich an. „Du erinnerst dich also wieder?"Ich setzte mich ihm gegenüber. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen." „Das brauchst du nicht, sag mir lieber was es mit dem Namen auf sich hat." Ich musste Lächeln, immerhin musste ich mir was einfallen lassen, warum ich auf der Krankenstation einen anderen Namen angegeben hatte. „Wie gesagt, es tut mir leid, aber ich weiß wirklich nicht warum, dieser Name war das einzige an was ich denken konnte. Es war mir nicht klar, das es nicht meiner war, er kam mir so vertraut vor." Ich richtete meinen Blick von ihm ab. Er stand auf, kam auf mich zu und umarmte mich. „Leg dich nicht mit Sephiroth an, oder er wird das nächste mal keine Rücksicht nehmen." ‚Wenn er wüsste.' „Ihr wusstet also das er dafür verantwortlich war?" „Wir haben es gesehen." Ich drehte mich zu ihm um und sah ihn in die Augen. „Ihr habt es gesehen und habt nicht eingegriffen?" „Ich wollte sehen wie weit du gehst, wie lange du ihm trotzen kannst." „Und?" Auf seinen Lippen breitete sich ein kleines Lächeln aus. „Du hast eine gute Willenskraft, wenn du sie für das Training einsetzen würdest, und nicht um den General zu provozieren, würdest du ein ziemlich guter Soldier werden." Ich sah ihn fragend an und wendete meinen Blick von ihm ab. „Na gut, ich muss zum Appell. Wir sehen uns später Vincent." Ich begab mich zum Ausgang.
Auf dem Gang hörte ich wie jemand meinen Namen sagte, weswegen ich mich umdrehte. „Vincent?" Er umarmte mich noch mal. „Du bedeutest mir mehr als du dir Vorstellen kannst, also sei bitte vorsichtig." Damit ließ er mich los und ging weiter, während ich noch etwas verdutzt hier stand.

„Morgen." „Jan? Dir geht's wieder gut?" „Jep." Ich wuschelte Cloud durch die Haare als ich ihn vor dem Trainingsplatz traf. „Wollen ma?" Ich ging mit ihm weiter, als ich zu den anderen Rekruten kam sprangen sie dieses mal regelrecht zur Seite oder ließen sich zu Boden fallen und sahen mich alle mit einer enormen Angst an. „Cloud?" Der kleine musste wieder Grinsen. „Ja, sie haben es alle gesehen wie du dich ihm wiedersetzt hast, und dann noch überlebt." Super, jetzt hatten sie noch mehr Panik vor mir. ‚Ob ich jemals diesen Ruf wieder los werde?' Ich schüttelte nur mit dem Kopf und begab mich auf meinen Platz in der Reihe, nur das die Benachbarten Kadetten immer weiter von mir weg rutschten.

„Still gestanden!" Jetzt mussten sich die Rekruten ordnungsgemäß hinstellen, allerdings Zitterten sie neben mir. Unser General kam mit Zack zusammen zum Platz, und fing wieder an mit der Anwesenheitskontrolle. Als er an mir vorbei kam entwickelte sich ein winziges Grinsen auf seinen Lippen, worauf hin ich ihn mit Zorn ansah und er etwas gestutzt wirkte. Als dann Zack mich sah, hielt er sich nicht zurück, und klammerte sich regelrecht an mich. „Jan! Dir geht's besser?" „Z…Zack..lass los!" Er ließ mich gleich los und schaute mich aufgeregt an, während er anfangen musste zu Lächeln. „Du weist wieder wer ich bin?" „Ja, kann mich wieder an alles erinnern."
‚Apropo.' Mir kam eine schöne Idee, Seph sagt immer wieder ich gehöre ihm und er könne sich alles mit mir erlauben. Tja, wollen wir den Spieß mal umdrehen. „Zack. Es tut mir so leid." Ich fiel im um den Hals. Bei den anderen Rekruten inklusive Cloud fielen die Kinnladen runter und verharrten dort. Während ich bei Seph ein leichtes Zucken an seinem Mundwinkel feststellen konnte. Ich ließ von ihm ab und lächelte ihm zärtlich zu, dann stellte ich mich wieder ordentlich hin, während der schwarzhaarige mit einem enorm Glücklichen Gesichtsausdruck weiter ging.

„Jan?" Ich drehte mich zu meinem kleinen blonden Nachbarn um. „Ich erzählte dir doch mal von einer bestimmten Person." Nun musste der kleine Lächeln. Kurz nachdem die beiden mit der Visite fertig wahren durften wir wieder los laufen, dieses mal nahm ich mir vor alles dafür zu geben um nicht wieder über 60 Minuten zu brauchen.

Kapitel 71:

„Ich bin alle!" Die letzten Worte bevor ich in die Knie ging. „Masaru! 49 Minuten!" Ich schaute den Schreihals an, und konnte nur noch Lachen. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Während des gesamten Laufes musste ich immer wieder daran danken dass ich beim nichtbestehen wieder zu Seph müsste. „Das war ziemlich gut." Ich sah nach oben. „Danke dir. Würdest du mir bitte einen Gefallen tun?" „Klar, welchen?" „Hilf mir bitte hoch Zack, ich kann meine Beine nämlich nicht mehr spüren." Der schwarzhaarige musste Lachen und half mir hoch. „So, und wo willst du jetzt hin?" „Kalt duschen, einfach nur unter kaltes Wasser gehen." „In der gemeinschaftsdusche?" Ich sah ihn an und lächelte. „Nein danke, ich gehe lieber zu den Duschräumen bei unserm Quartier, dort ist keiner." Damit verabschiedete ich mich von ihm, und versuchte einen Schritt nach dem anderen zu machen.

„Aber du kannst dich ja kaum Bewegen, ich helf dir dort hin." „Ach weist du Zack, ich…" Als ich nach vorne sah, konnte ich den General sehen, wie er auf die anderen Rekruten wartete die zu spät kommen. „Ja, wenn ich mich bei dir Abstützen darf?" Er Lächelte und ich legte meinen Arm um seine Schulter, während er seinen um meine Hüfte legte, und wir so an einen etwas knurrenden Silber Haarigen vorbei gingen.

„Seph scheint mal wieder nicht gut gelaunt zu sein." ‚Woran das wohl liegt?!' „Tja, da werde ich ihm heute lieber nicht unter die Augen treten." „Du hast gestern aber…Wow, nicht mal ich hätte mich dies getraut." „Ach, mir ist nur eine Sicherung durchgebrannt."
Wir gingen nach oben zu meinem Quartier, dort legte er sich auf mein Bett während ich mir meine Duschsachen nahm und gehen wollte. „Soll ich nicht doch mitkommen?" Ich drehte mich zu ihm um. „Sei lieber froh das du in meinem Bett liegen darfst, mach aber keine Dummheiten." Damit verließ ich das Zimmer. Bei Zack kann ich mir eigentlich sicher sein, das er nicht wie jemand anderes mir unter die Dusche folgt.

Und ich hatte mal recht. Ich ging zurück in mein Quartier mit einem Handtuch um die Hüfte und um meine Haare, die anderen Sachen tragend auf dem Arm. „Wow, so will ich dich jeden Morgen sehen." Ich Lächelte ihn an. „Wenn du ganz lieb bist." Ich ging zum Schrank und holte mir meine andere Uniform raus, und verschwand im Bad.

„So, ich bin fertig, was machen wir als nächstes?" Ich ging zu meinem Bett hin, und lehnte mich über Zack der immer noch liegend in meinem Bett war. „Zack?" ‚Schläft er jetzt?' Er hatte seine Augen geschlossen und reagierte überhaupt nicht auf mich. „Hey?" Ich strich mit meiner Hand über sein Gesicht. Als ich sie wieder weg nehmen wollte, hielt er sie fest und öffnete seine Augen. „Es tut mir leid Jan, ich hätte gestern eingreifen sollen, tat dies aber nicht. Ein toller Freund bin ich." Ich sah ihn liebevoll an, und gab ihn einen Kuss auf seine Wange. „Ist schon gut, ist doch nichts Schlimmeres passiert." Ich zog meine Hand weg und verließ das Quartier, kurz darauf kam Zack mir nach. „Bis zur nächsten Stunde hast du noch ein wenig zeit, oder?" Ich schaute auf die Uhr. „Noch ungefähr 20 Minuten, aber ich wollte schon mal hin gehen, um mir einen guten Platz zu suchen." Er nickte mir zu. „Um zu schlafen." Nun sah er mich etwas fragend an. Als wir beim Lift ankamen stiegen wir ein. „Ich habe gleich Waffenkunde, und der Ausbilder…" „Ist eine echte Schnarchnase." Ich musste Lachen. „Du kennst ihn?" „Ja, leider."

Wir gingen zusammen zur Halle, kurz davor verabschiedete ich mich vom schwarzhaarigen, da ich doch noch kurz woanders hin wollte. Er sah mir zwar traurig nach, aber ich ging weiter. Ich begab mich zur anderen Turnhalle und ging rein. Als ich im Eingangsbereich stand sah ich wieder wie die Turks versuchend ihre Auseinandergenommenen Waffen wieder zusammen zusetzen. Ich sah wieder zu Reno und Rude, dieses mal schien der rothaarige besser klar zu kommen, ich musste bei dem Bild lächeln. „Sagte ich nicht du sollst anfang der Stunde herkommen." Ich drehte mich nach links. „Ich wollte doch überhaupt nicht mit machen." Vinc sah mich emotionslos an, was mir ein kleines Lächeln ins Gesicht zauberte. „Ich wollte dich kurz etwas fragen, natürlich nur wenn du ein paar Minuten entbehren kannst." „Leider nicht." „Schade. Naja, kann man nicht ändern." Ich drehte mich um und ging zurück zum Ausgang. „Jan." „Ja?" Ich drehte mich zu Vinc. „3201" Ich schaute ihn unwissend an. „Meine Zimmernummer. Wenn du mit mir reden willst komm heute Abend nach 19 Uhr vorbei." Ich Lächelte ihm noch einmal zu und ging dann zu meiner Unterrichtsstunde.

Wie ich gesagt hatte, es war mal wieder absolut langweilig, man konnte schon wieder nicht die Augen offen halten. Dieses mal hatte ich mir gleich einen Platz an der Wand gesichert, um mich dort anzulehnen. Und nach dem Mittagessen ging es weiter. ‚Jedenfalls brauche ich heute Abend nicht so früh schlafen gehen.' dachte ich mir nachdem ich am Ende hinausging.

Ich ging mit Cloud zurück zu unserem Quartier, wir erzählten noch etwas über den gestrigen Tag, was ich wieder mal dank der Strafarbeit verpasst hatte.
„So, und was machen wir jetzt bis zum Abendessen?" der kleine zuckte nur mit den Schulter. Wir lagen gerade in unseren Betten und langweilten uns zu Tode. „Wir können ja das machen, was du eigentlich gestern Abend geplant hattest." Ich sah den kleinen mit einem Lächeln an. „Klar. Bis zum Abendessen haben wir noch gut eine Stunde zeit, das könnte für ein wenig Spaß reichen." Ich stand auf und ging zum Kleiderschrank. Ich holte mir eine kurze Sporthose raus, ein schwarzen Shirt und meine weißen Turnschuhe, ging ins Bad und zog mich um, danach Band ich mir eine Haare wieder zu einem Französischen Zopf zusammen. „Muss ich dafür auch solch kurze Sachen anziehen?" Ich grinste ihn an. „Nein, aber ich trage sie gerne bei dieser Sportart."
Wir gingen zusammen zur Halle.

Kapitel 72:

„Brauchen wir noch was anderes außer dem Ball?" „Nein, nur wenn es mehrere währen und man ein richtiges Spiel machen kann, aber ansonsten ist dies mehr zuspielen." Ich zeigte Cloud ein paar Techniken vom Volleyball, der kleine stellte sich ziemlich gut an, alles was ich ihm zeigte konnte er nach kurzem perfekt ausführen. Da wurde ich sogar ein wenig neidisch, ich hatte ein paar Stunden gebraucht gehabt um dies einigermaßen gut hin zu bekommen.

„Geh bitte ein paar Schritte zurück Cloud, dann können wir anfangen." „Mal sehen ob ich hinkriege." „Bestimmt." Ich pritschte ihm den Ball zu, den er ohne Probleme mir zurück baggerte. Wir machten dies ein paar Minuten lang zur Aufwärmung, danach gab ich ihm schnellere Pässe. Nachdem er sich auch daran gewähnte stellte ich nun auch noch Schmetterbälle mit ein, die er gut kontern konnte, und ich jedesmal stärker zu schlug.
Nach gut einer Stunde hörten wir auf, ich brachte den Ball wieder zurück, und ging dann zu Cloud nach draußen. Wir machten uns zusammen auf zum Essen.

Als wir in der Kantine ankamen fing der große Ansturm gerade an. Ich schickte daher Cloud schon mal los uns einen Platz zu suchen, und kümmerte mich ums Essen. Als ich mich ans Ende der Schlange stellten wollten, traten auf einmal die hinteren zur Seite, und machten mir Platz, ich schaute sie nur skeptisch an, und eh ich was sagen konnte stellten sie sich mit etwas Abstand hinter mich. Ich seufzte kurz und ging weiter nach vorne. Als ich dann hinter dem anderen Teil stand, machten sie es denn anderen gleich, und so ging es bis ich ganz vorne war.

Die ältere Dame, die mit mir gestern in der Küche arbeitete, sah mich etwas schief an, ich zuckte nur mit den Schultern, und nahm die Tabletts an mich. Dann suchte ich nach Cloud, der saß wieder an unserem Stammtisch, also begab ich mich dort hin und reichte ihm sein essen, und setzte mich ihm gegenüber mit einem Seufzer hin. „Diese verdammten Gerüchte." „Na ja, wenigstens hast du ein paar Privilegien." Der kleine Lächelte mich an. „Toll." Wir mussten beide darüber lachen, eigentlich war es totaler quatsch sich vor mir zu fürchten.

Nachdem wir fertig waren ging Cloud zurück ins Quartier, ich hingegen machte mich auf zu Vinc, allerdings wusste ich jetzt gar nicht in welchen Flügel ich musste, entweder linker oder rechter. Ich entschied mich für rechts, immerhin ist dort auch Zacks Quartier. Ich nahm also den Lift im rechten Flügel um in den 32 Stock zu kommen.
Als ich oben ankam ging ich zu der Tür, es war die einzige im gesamten Gang, und irgendwie kam es mir auch sehr bekannt vor. Ich zuckte bei dem Gedanken nur mit der Schulter, immerhin sehen hier alle Gänge gleich aus, von daher klopfte ich an die Tür. Ich wartete kurz, bis ich noch einmal anklopfte. Nach dem fünften Versuch gab ich auf und beschloss mal im linken Flügel nachzusehen, kann ja sein das dies hier die Falsche war. Ich begab mich zurück zum Lift.

Als er bei mir ankam und die Türen aufgingen wollte ich gleich rein, blieb aber etwas erschrocken stehen. „Ich wusste gar nicht das ich dir so sehr fehle." Ich zog eine Augenbraue hoch. „Wie kommst du darauf? Hab mich nur im Flügel geirrt. Also keine Sorge, hier werde ich nicht mehr herkommen." Ein Lächeln machte sich auf dem Gesicht des silberhaarigen breit. „Zu wem wolltest du denn dann?" Ich Lächelte ihn an. „Zu Vincent. Er bat mich heute Abend zu ihm zu kommen. Aus diesem Grund bitte ich vielmals um Verzeihung." Ich stieg in den Fahrstuhl ein. „Willst du nicht aussteigen?" „Nein, ich fahre gerne mit dem Lift." Ich sah ihn an, drückte auf den Knopf, und stieg gleich wieder aus als sich die Türen schließen wollten. Somit fuhr er nun alleine in den 10 Stock, während ich die Treppe nahm. Ich hasse es zwar, aber ist immer noch besser als im engsten Raum mit ihm zusammen zu sein.

Jedenfalls ging es runter, wenn ich die Anzahl Stufen hätte hoch gehen müssen, würde ich wahrscheinlich nur noch auf allen vieren Laufen. Jedenfalls war die letzte Treppe in Sicht, und ich ging runter, als ich um die letzte Ecke bog, sah ich jemanden wartend am Geländer stehen.

Kapitel 73:

„Kannst du mich nicht endlich in Ruhe lassen? Du hast doch bekommen was du wolltest! Also geh mir gefälligst aus dem Weg!" Während ich dies sagte ging ich die letzten Treppenstufen runter und an ihm vorbei. Aber mal wieder habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn er legte seine Arme von hinten über meine Schulter und hielt mich fest. „Ich will mehr!" Ich hasse diesen Ton, der einen sagt, Ich bin über dir! da kriege ich jedesmal einen Aussetzer.

„Ich habe keine Zeit für so einen Schwachsinn, ich will zu Vincent!" „Schwachsinn?" „Natürlich." Ich drehte mich in seinen Armen zu ihm um und sah ihn in diabolisch Grinsend in die Augen. „Denkst du wirklich ich hätte mit dir geschlafen wenn ich meine Erinnerungen gehabt hätte?!" Jetzt sah er mich ärgerlich an. „Das denkst du doch nicht wirklich? Ich muss zugeben, es hat mir sehr gefallen." Jetzt machte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht breit, und er wollte gerade etwas sagen, wobei ich ihm meinen Zeigefinger auf die Lippen legte. „Aber nur, weil ich an jemand anderen in diesem Moment dachte, um die Situation für mich erträglich zu machen." „Was??!!" Er sah mich mit Wut in den Augen an, worauf hin ich noch dämonischer schaute. „Du sagst immer ich würde dir alleine gehören, oder ich soll dir Seelig und körperlich gehören. Tja, Pech. Denn zu deiner Info, ich gehöre bereits jemand anderen, und den kannst du niemals das Wasser reichen." Dann lehnte ich mich weiter nach vorne, so das unsere Gesichter nur noch Millimeter von einander entfernt waren und flüsterte. „Und das vor allem nicht im Bett." Damit drehte ich mich um, nahm seine Arme von meiner Schulter und ging weck.

‚Das hat bestimmt gesessen. Er hätte sich eben mir nicht so gegenüber verhalten sollen.' Ich ging mit einem Lächeln den Weg zu Vincent entlang. Nachdem ich endlich oben ankam klopfte ich hoffentlich an der richtigen Tür und wartete einen Moment. „Ja?" Ich öffnete die Tür vorsichtig.

Als ich rein sah, sah ich ein etwa doppelt so großes Zimmer wie ich und Cloud zusammen haben. Selbst 3 Fenster hatte er hier drin, nicht wie wir nur eines. Er hatte ein doppelbett genau an der links gegenüberliegenden Wand von der Tür stehen. Ein kleines schwarzes Sofa das zum Bett zeigte, und wo davor ein kleiner dunkelbrauner Couchtisch stand. Ebenfalls sah ich gegenüber von der Tür einen kleinen Kühlschrank, wo links daneben eine Art Theke mit Schrank stand, und rechts an der Wand neben der Tür war ein Kleiderschrank der doppelt so groß war wie unserer, obwohl ich mir dachte das er bestimmt noch weniger Sachen hat als ich.

Außerdem stand zwischen Kühl- und Kleiderschrank ein Fernseher, den ich anlächelte. ‚Vielleicht kann ich endlich mal wieder mir einen Film anschauen.' Schon so lange hatte ich nicht mehr Fern gesehen, und eigentlich gehöre ich zu der Truppe die sich gerne abends mal einen Richtig schönen Horrorfilm vor dem Schlafengehen anschauen.
Ich ging auf Vinc zu der auf seinem Sofa mit einem Glas in der Hand saß. „Na, hast du schon auf mich gewartet?" Ich setzte mich neben ihn hin. „Wir hatten keine genaue Zeit ausgemacht, also nein." „Och schade." Ich schaute traurig nach unten und zog einen kleinen Schmollmund, wobei Vinc ein kleines Lächeln entfleuschte. Ich sah ihn daraufhin sanft an. „Siehst du, so gefällst du mir besser. Mit einem kleinen Lächeln wirkst du gleich anders auf mich."

Er drehte sich von mir weg. „Du wolltest mit mir reden?" Ich stand auf und ging zum Kühlschrank. „Darf ich mir etwas zu trinken raus nehmen?" Er nickte nur, weswegen ich den Kühlschrank öffnete. Ich schaute rein und entschied mich einen rötlichen Saft. Dann ging ich zur Theke und holte mir aus dem Schrank ein Glas raus, und ging zurück zum Sofa. Ich stellet das Glas auf den Tisch und wollte erst einmal die Flache öffnen. ‚Verdammt sitzt das fest.' Ich versuchte zu drehen, schaffte es aber einfach nicht. Vinc griff nach der Flasche und versuchte es ebenfalls, aber auch er musste sich etwas anstrengen. Er seufzte kurz, und versuchte es nochmal mit mehr Kraft. Als er es endlich aufbekam hatte er so einen Schwung drauf, das ein Teil des Saftes auf meinem Shirt landete.

„Na super." Er sah mich mit einem unschuldigen Gesichtsausdruck an, bei dem ich anfangen musste zu lachen. Dann zog ich mit das Shirt aus und ging damit ins Bad, welches gleich neben dem Sofa lag, und wollte erst einmal den Fleck einweichen. Ich ließ es daher im Waschbecken liegen.

Als Ich zurück kam hatte Vinc mir bereits den Saft eingegossen und die Flasche wieder verschlossen auf den Tisch gestellt. Ich begab mich zurück neben ihn und trank einen Schluck aus dem Glas. Der Saft schmeckte etwas süßlich, wie eine Mischung aus Erdbeere und Himbeere. Ich leckte mir danach regelrecht die Lippen. Ich stellte das Glas zurück, und lehnte mich nach hinten. „Vinc, darf ich dich etwas fragen?" Er drehte sich zu mir und sah mich abwartend an. „Was meintest du mit, ich bedeute dir mehr als ich es mir Vorstellen kann?" Er sagte nichts, sondern schaute immer noch emotionslos aus. Ich seufzte kurz und stand auf. „Wenn du es mir nicht sagen willst, gut, ich kann dich nicht dazu zwingen, dennoch, wenn du dich mal entschließen solltest es mir zu sagen stehe ich zu deiner Verfügung." Ich wollte mich auf den Weg zur Tür machen.

„Jan." Ich drehte mich auf halbem Wege zu ihm um. Er stand auf und kam auf mich zu, blieb vor mir stehen und sah mich nun zärtlich an. „Du bist einer der wenigen die mich zum Lächeln bringen." Ich sah ihn erstaunt an. „Und deswegen bedeute ich dir mehr als ich es mir Vorstellen kann?" Ich zuckte mit den Schultern, ich drehte mich um und wollte gehen, doch er legte seine Arme um meine Schulter und zog mich zu sich ran. „Du verstehst mich falsch." „Da kann man doch nichts falsch verstehen." Ich Lächelte dabei. „Es tut mir leid." „Hä? Was denn?" Er drehte mich zu sich um und legte seine Lippen sanft auf die meinen.
Genau in dem Moment wurde die Tür geöffnet, und ich immer noch in Vinc Armen ohne Shirt drehte mich um.

Kapitel 74:

„Bitte entschuldigen sie vielmals die Störung Sir." Ein Turk drehte uns rot angelaufen den Rücken zu. Ich musste erst einmal überlegen warum er so reagiert, bis mir klar wurde wie diese Situation für einen Außenstehenden aussehen muss, weswegen ich nun auch leicht verlegen und rot um die Nase herum wurde.

„Was ist?" Vincent redete mit einer etwas tieferen Stimme als sonst. „Sir, ich bitte um Verzeihung, aber Präsident Shinra möchte sie sprechen, es geht um eine Mission von äußerster Wichtigkeit!" Damit verließ der Turk das Zimmer wieder. „Das ist schade." „Was denn?" „Na das du jetzt gehen musst." Ohne mir über die Auswirkungen meiner Worte Gedanken zu machen schaute ich ihm etwas traurig in die Augen. Für mich eigentlich nur, weil ich mich gerne mit Vinc unterhalte, und wenn er zu einer Mission auf muss, weis man ja nicht wann er wiederkommt.

Er umarmte mich noch einmal und flüsterte mir etwas zu. „Wenn ich wiederkomme machen wir weiter, versprochen." Damit ließ er von mir ab und ging zur Tür. „Jan." Als er dir Tür öffnete schaute er noch mal zu mir. „Mach es dir hier gemütlich bis ich wiederkomme. Ich brauche das Zimmer bis dahin eh nicht, und hier weiß niemand wo du bist." Ich schaute ihm fragend nach. Zuckte dann aber nur mit den Schultern und begab mich zum Fernseher, machte ihn an, und ging dann zum Bett und machte das was ich hätte schon lange tun sollen. „Das Leben kann so schön sein."

Ich verbrachte die Gesamte Nacht in Vinc Zimmer. Dann benutzte ich am Morgen noch seine schöne große Badewanne um mal wieder ein entspanntes Schaumbad zu nehmen. Danach begab ich mich zu meinem Quartier und zog mir die Uniform an. Gefrühstückt hatte ich auch schon oben, da er haufenweise essen im Kühlschrank hatte, da wunderte ich mich richtig warum er überhaupt in der Kantine aß.

Als ich zum Trainingsplatz kam machten mir wieder sämtliche Rekruten Platz. „Da hat aber jemand ein schönes Nachtleben." Ich sah den Grinsenden Cloud ins Gesicht und deutete eine Kopfnuss an, zwinkerte ihm dann aber nur zu. „Tja, ich brauch auch mal meinen Spaß."

Schreihals, bitte walte deines Amtes, ich frage mich, was machen wir nur wenn du mal Urlaub hast. Aber keine Sorge, wir werden dich dann nicht vergessen.
Nachdem wir uns wieder in Reih und Glied stellten. Kamen unsere beiden Vorgesetzten und gingen wieder ihren Weg entlang. Seph mich ansehend mit einem scannen Blick, worauf ich nur einen fragenden erwiderte. Und ein Zack der mich anlächelt wie die Morgensonne. Als die beiden weitergingen, fragte ich Cloud ob gestern Abend, bzw. Nacht etwas war, da ich ein eigenartiges Gefühl hatte. Er erzählte mir das der General gegen 1 Uhr eine Unangekündigte Raumkontrolle durchführte. Als ich dies hörte musste ich nur Grinsen, und konnte mir denken warum er mich so ansah, immerhin lag ich zu dieser Zeit schlafend in Vinc Zimmer, und da hätte er nicht so einfach kontrollieren dürfen. Jetzt dankte ich Vinc dafür.

Wir begaben uns auf den Weg zum Morgendlichen Rituallauf. Ich lief die ganze Zeit neben Zack her, da ich merkte das Seph mich immer noch scannend ansah. Bald begab er sich genau neben Zack, ich konnte mir vorstellen was er vor hatte.
Aber dies werde ich unterbinden, verlass dich drauf, du wirst meine erbarmungslose Seite noch länger ertragen müssen. Als er anfangen wollte Zack etwas zu sagen, kam ich ihm zuvor. „Sag mal Zack, begleitest du mich nachher wieder zur Dusche?" Der schwarzhaarige sah mich mit einem Lächeln an und antwortete so wie ich es haben wollte. „Na ich sagte dir doch, das ich dich gerne jeden Morgen so sehen will." Ich lächelte ihm zu. Und sah dabei das zornige Zucken auf Sephs Gesicht. „Schön, dann kannst du es dir auch wieder auf meinem Bett gemütlich machen." „Na dann sollten wir einen Schritt zu legen, damit wir schneller im Ziel sind." Er nahm meine Hand, und legte einen Gang zu, zog mich somit hinter sich her, wobei ich ein Zähneknirschen von Seph vernahm und insgeheim Lächeln musste, denn er wusste ja leider nicht wie dies alles wirklich gemeint ist.

Im Ziel angekommen, habe ich durch Zacks Zugkraft nur 36 Minuten gebraucht. Na gut, sagen wir mal, er hatte mich fast getragen, ich bin mehr hinterher geschliffen wurden als gezogen. Weswegen mir jetzt erst recht die Gliedmaßen wehtaten. Ich sah aber auch das Seph gerade ankam, und ich mich deswegen bei Zack einhackte, und er mit mir Richtung Gebäude ging.

Oben angekommen, ließ ich ihn wieder in meinem Bett Platz nehmen, und begab mich zu den Duschen. Als ich fertig war ging ich wieder zurück ins Quartier, wo Cloud auch gerade reinkam. Wir sahen ihn etwas verwundert an, da er ziemlich fertig aussah, und eigentlich hätte im Umkleideraum sein sollen. Er ging zu seinem Bett und legte sich drauf. „Was machst du denn hier? Möchtest du jetzt auch alleine duschen?" „Nein, der General hat mich hergeschickt." Ich konnte nur mit den Augen drehen, während Zack die Frage stellte die mir auch auf der Zunge lag. „Mit welcher Begründung denn?" „Mit garkeiner. Sein Tonfall ließ mich gleich nach der Anweisung her flitzen." Ich lächelte und begab mich mit meiner Uniform ins Bad. Danach gingen wir drei bis zum nächsten Unterricht noch ein wenig in der Gegend herum und quatschten.

Kapitel 75:

Cloud und ich begaben uns zum Unterricht, heute hatte ich endlich mal etwas mit Substanzen zu tun. Das Fach bezeichnete sich schlicht als Herstellung und Anwendung von Substanz. Wir beide begaben uns also dort hin. Ich setzte mich in die erste Reihe, denn hiervon wollte ich soviel wie möglich mitbekommen. Die Stunde fing an, unser Lehrer war ein etwa Anfang 20 Jähriger gut aussehender Mann mit dunkelbraunen, fast schwarzen Schulterlangen Haaren und dunkelbraunen Augen. Er erzählte uns noch die Geschichte vom letzten Mal zu Ende, die ich leider nicht mitbekam, aber das machte nichts, ich hörte dennoch hin.

Wir fingen an mit Anwendungsgebieten. Es war kaum zu glauben wie ein Thema so interessant sein kann, alleine was man damit alles machen kann hätte ich nicht gedacht. Im Spiel gab es immer nur für den Kampf oder zur Unterstützung, er erklärte uns aber auch einsatzgebiete bei Herstellungen und anderen Sachen.

Nach der Hälfte des Unterrichts, wo es gerade richtig zur Sache ging, und ich schon aufgeregt an meinen Stift kaute, wurde die Tür zum Raum geöffnet, und ein etwas ängstlich aussehender Soldier betrat den Raum. Er ging zum Lehrer hin und flüsterte ihm etwas ins Ohr.

„Katsu Masaru, sie sollen sich auf der Stelle im Büro vom General melden!" Ich biss so fest in den Stift das ich ihn beinahe durchkaute und fing an zu knurren. Die anderen Rekruten im Raum hielten lediglich die Luft an. Ich wendete mich an den Soldier. „Kann das nicht bis zur Mittagspause warten?" Er sah mich verständnislos an. „N…Nein. Er…Er sagte ich…." Ich drehte nur mit den Augen. „Können sie nicht in einem Satz mit mir reden?" Er sah mich mit weitaufgerissenen Augen an. Er holte einmal tief Luft. „Der General gab mir den Befehl sie sofort in sein Büro zu eskortieren. Wenn sie nicht in 10 Minuten dort sind, soll ich ihm nie wieder unter die Augen treten." Jetzt fing er auch noch an zu zittern. Ich konnte nur seufzend den Kopf schütteln. Dann wendete ich mich an Cloud, und bat ihn alles für mich mit zu schreiben. Wir verließen den Raum.

Auf dem Weg dorthin sah ich jemanden und bat den Soldier zu warten und lief dort hin, wobei er mich zurückrief, da die Zeit bald um ist, aber dies interessierte mich eher wenig.
„Hey Zack, hast du grade was zu tun?" Er drehte sich zu mir mit einem Lächeln um. „Ja, muss die Truppe hier noch trainieren." „Och das ist schade." „Wieso denn?" Ich sah ihm mit einem Schmollmund an. „Ich muss zu Sephiroth, und wollte dich fragen ob du mit kommst." „Würde ich ja gerne aber leider…." „Ich würde mit dir auch am Wochenende ausgehen." Er drehte sich zu seiner Truppe um. „Ihr Trainiert mit euren jeweiligen Nachbarn bis die Stunde vorbei ist, oder ich wiederkomme. Kent, du übernimmst die Aufsicht!" Damit drehte er sich wieder zu mir, nahm mein Handgelenk und zog mich zum Gebäude, wo der Soldier schon ungeduldig wartete.

Als wir oben ankamen übergab der Soldier uns Anna. Ich bat sie Zack schon mal rein zuschicken, ich wollte sie noch um was bitten bevor ich auch hineingehe, sie erfüllte mir meinen Wunsch und ich sah den beiden nach. Kurze Zeit später kam sie wieder zurück zu mir. „Also, du wolltest noch etwas?" Sie sah mich mit einem sanften Lächeln an. „Ja, haben sie auch so etwas wie Gebäck? Also was zum Knabbern für Zwischendurch?" Sie schaute unter ihrem Tisch nach, und holte eine kleine Tüte mit Knabbereien raus. „Danke schön." „Was hast du denn damit vor?" Ich sah sie überglücklich an. „Essen."
Dann brachte sie mich auch zum Büro, und öffnete für mich die Tür. Ich sah die beiden schon am Schreibtisch sitzen. Zack redete irgendetwas, während Seph gelangweilt zuhörte. Ich ging zu den beiden hin, Seph sah mich mit einem emotionslosen Gesichtsausdruck an, während Zack mir zulächelte. Anstatt mich auf den neben Zack freien Sessel zu setzten, legte ich die Tüte auf dem Tisch vor ihm, und setzte mich auf seinen Schoss, wobei er dann die Arme um meine Hüfte legte.

„So, hier währe ich. Ich hoffe es stört dich nicht dass ich meinen Begleiter mitbrachte." Er fing wieder an leicht zu knurren. „Setzt dich gefälligst auf den freien Platz!" Ich sah ihn verständnislos an, und blickte dann zu Zack mit einem Hundeblick und kuschelte mich an ihm. „Aber ich finde es hier so gemütlich." „Ach nun lass ihn doch Seph, mich stört es nicht." Ich lächelte dem schwarzhaarigen zu und gab ihn einen Kuss auf die Wange. Dann wendete ich mich wieder Seph zu. „Also, du wolltest mich sprechen?" Währen ich dies sagte nahm ich die Tüte zur Hand und holte einen kleinen Keks raus, und legte ihn zwischen meine Zähne, wobei ich die Hälfte außerhalb des Mundes ließ, und mich so zu Zack drehte, der mich nur mit weiten Augen ansah und mir freudestrahlend entgegenkam. Dann biss er die andere Hälfte ab.

Ich hörte richtig wie jemand dabei einen Stift in der Mitte zerbrach. Ich lehnte mich wieder zurück. „Was ist denn nun Sephiroth? Ich habe nicht den ganzen Tag zeit." Er hatte immer noch seine emotionslose Maske auf, aber ich konnte schon seine Mundwinkel zucken sehen. Ich drehte mich zum schwarzhaarigen zurück und lächelte ihn an, dann leckte ich ihn an der Seite seines Mundwinkels mit der Zunge drüber. Er sah mich fragend an. „Ein kleiner Krümel." „Danke dir." Wir schauten uns beide in die Augen und grinsten um die Wette.

„Fair!" Damit drehte er sich zu Seph. „Hast du keine Trainingseinheit?" „Doch, aber die kommen auch alleine zurecht." Ich lehnte meinen Kopf an Zacks Schulter. „Nun aber zurück zu uns Sephiroth. Du wolltest mich doch dringend sprechen. Also, um was geht es denn?" Jetzt sah er mich mit einem kleinen Knurren an. „Ich will wissen wo du bei der gestrigen Kontrolle warst!" Ich lächelte ihm zu. „Bei Vinc im Bett." Als ich dies sagte hörte ich den zweiten Stift zerbrechen, genauso wie Zack der mich fragend ansah. Ich flüsterte ihm dann ins Ohr das Vinc gestern Abend auf eine Mission geschickt wurde und mir erlaubte in seinem Zimmer zu bleiben, und ich beim Fernseher gucken eingeschlafen sei, woraufhin er mich sanft anlächelte. Dann wendete ich mich dem General wieder zu. „War das alles? Oder können wir jetzt gehen?" Er sagte wir können gehen, dies taten wir dann auch, und verließen gemeinsam das Büro. Innerlich Lachte ich mich krank.

Als wir im Lift waren fragte mich Zack wegen gestern Abend aus, und ich beantwortete ihm alle fragen Grinsend. Als wir aus dem Gebäude gingen gab ich ihm noch einen kleinen Abschiedskuss, und ging zurück zum Unterricht, während er freudetaumelnd zum Trainingsplatz ging.

Kapitel 76:

Als ich in den Raum zurück kam sahen mich alle an als würde ich von einem anderen Stern sein. Ich ging auf Cloud zu, und setzte mich neben ihn. Er gab mir seine Mitschriften, die ich immer wieder bei Gelegenheit übernahm.

Als die Stunde vorbei war, gingen wir zum Mittagessen. Dieses mal holte Cloud uns die Menüs, ich hatte keine Lust schon wieder ständig vorgelassen zu werden. Auf der Suche nach einen Sitzplatz für uns beide begab ich mich dieses mal auf die Seite der Turks, und setzte mich seit langem mal wieder neben Reno, der mich anlächelnd empfang. „Na, hab dir wohl gefehlt?" „Natürlich." Ich grinste ihn an. „Aber nun erzähl mal, hast du Rude nun zu dir ins Zimmer geholt?" „Na klar." „Und, versteht ihr euch gut als Zimmernachbarn?" „Jep, könnte nicht besser sein." Während wir über die Zimmerbelegungen quatschten kam Cloud schon mit den Essen zu uns, und setzte sich mir gegenüber.

„Cloud und ich wollten dieses Wochenende eine kleinen Einweihungsparty machen. Wenn ihr wollt könnt ihr auch hinkommen." Ich sah den kleinen an, der dabei Lächelte. „Aber Getränke werden selbst mitgebracht." Reno sah zu Rude, der ihm zunickte. „Klar, wir kommen doch gerne. Wann geht's los?" Ich sah wieder zu dem blonden. „Freitag?" „Freitag klingt gut, sagen wir gegen 20 Uhr." „Ok, also dann am Freitag um 20 Uhr bei uns im Zimmer." Wir quatschten noch etwas über die Party, als Zack zu uns kam und davon hörte. „Kann ich auch hinkommen?" Ich sah zu ihm hoch. „Na klar, ohne dich währe es doch keine richtige Feier. Aber Getränke selbst mit bringen, wir stellen nur das Zimmer zur Verfügung." „Ok, kann man noch jemanden mitbringen?" „Wenn es nicht so viele sind das wir die Feier auf den Gang verschieben müssen, warum nicht."
Nach dem wir fertig waren begaben wir uns wieder zurück zum Training.

Wir hatten es jetzt Freitag, die letzten Tage verliefen ohne weitere Komplikationen, ich musste zwar Seph ab und zu ausweichen, hatte aber Zack immer im Schlepptau. Vinc war immer noch nicht von seiner Mission zurück. Jedenfalls stehe ich gerade vor dem Spiegel in unserem Bad und mache mich fertig. Ich binde mir gerade meine Haare so zusammen das die beiden Seitensträhnen nach hinten zusammengeflochten sind, und wieder ein paar kleine strähnen ins Gesicht fallen. Angezogen habe ich mir eine schwarze Jeans Hose und ein eng anliegendes schwarzes T-Shirt, das mir einst die Jungs während unseres „Urlaubs" gekauft hatten.

„Jan. Reno und Rude sind gerade gekommen." „Ja, ich komme gleich." Ich ging aus dem Bad und begrüßte die beiden. Jetzt fehlten eigentlich nur noch Zack und die Person die er mitbringt, er hatte uns nicht gesagt wenn er mitnimmt. Die beiden setzten sich zu Cloud aufs Bett. Wir fingen schon mal an mit unserer kleinen Party, die beiden brachten sich einen ganzen Kasten Bier mit, und eine Flasche Wodka. Ich begnügte mich mit meiner kleinen Flasche Wasser, Cloud mit einem Mixgetränk.

Nach ungefähr ¼ Stunde kamen dann auch Zack und sein Begleiter, dem ich am liebsten die Tür vor der Nase zugeschlagen hätte. „Hey, na die Party schon im Gange?" „Du hast noch gefehlt Zack." Ich begrüßte ihn mit einem Kuss. Dann setzte er sich auf mein Bett. Dann begrüßte ich Sephiroth mit einem Handschlag und einem Lächeln. Im Gegensatz zu sonst hatte er dieses mal eine normale schwarze Hose und ein schwarzes Shirt an. Nachdem ich ihm die Hand reichte, ging ich zu Zack auf mein Bett. „Setz dich doch Seph." Reno, Rude und Cloud sahen den General mit offenen Mündern an. Er setzte sich genau rechts von mir, Zack saß links. Ich nahm meine Knie hoch und lehnte mich an die hintere Wand. Zack hatte sich mit sonst was versorgt, man konnte es nicht genau spezifizieren da die Etiketten nicht mehr drauf waren. Seph brachte sich einen Rotwein mit. Die Party konnte also beginnen. Wir stoßen auf Cloud und mein neues gemeinsames Zimmer an, bzw. nur wir 5, Seph hielt sich da raus und sah uns nur zu.

„Sag mal Zack, wieso hast du eigentlich Sephiroth mitgebracht?" „Weil ich dachte er könnte mal ein wenig spaß gebrauchen." „Und da hat er einfach so zugestimmt?" „erst nicht, aber als ich sagte wir feiern eure Einweihung, hat er sich noch mal durch den Kopf gehen lassen." Ich flüsterte dieses Gespräch mit Zack, damit es kein anderer Mitbekam.

Nach gut 2 Stunden quatschen, und irgendwelchen Spielen die die 3 mitbrachten war die Feier richtig schön im Gange. Reno und Zack waren schon ziemlich angeheitert. Ich bis jetzt zum Glück immer noch nüchtern. Cloud und Rude kamen langsam in den Angeheiterten Modus, und Seph hatte noch nicht mal einen Schluck von seinem Wein getrunken. Er schaute uns einfach weiter zu, und saß nur am Kopfende von meinem Bett, wir ließen uns dadurch aber nicht stören, ganz im Gegenteil. Ich fing langsam an mit Zack zu flirten, kuschelte mich richtig an ihn ran und machte ihm sozusagen schöne Augen.

Nach weiteren 1 ½ Stunden waren Reno und Zack nun schon einigermaßen betrunken. Cloud und Reno richtig Angeheitert. Ich war auch schon ganz schön Angeheitert, da ich von Zacks Getränken einiges nach seinem bettel und flehen trank, und Seph immer noch ohne einen Schluck aus der Flasche, so langsam fragte ich mich wirklich warum er sie überhaupt mitbrachte. Wir waren nun bei Poker spielen angekommen. Nur leider verlor ich ständig. Ich ließ mich nach diesen ganzen Niederlagen wieder an die Wand lehnen, und sagte dass ich ein paar Runden aussetzte. Zack begab sich zu den anderen dreien aufs Bett.

Ich sah zu Seph rüber und lächelte ihn an. „Du feierst wohl nicht gerne?" Er sah mich fragend an. Ich ließ mich zu meinem Kopfende fallen, so lag ich genau neben ihn. „Du solltest dich mal amüsieren." Er ließ sich nach unten gleiten, so das wir auf Augenhöhe waren. „Warum sollte ich dies denn tun?" Ich zuckte mit den Schultern. „Weil es spaß macht sich mit Freunden mal hinzusetzten und ne Party zu feiern." „Und sich besoffen saufen?" Ich musste dabei Lachen. „Apropo, warum trinkst du eigentlich nichts, oder hast du dir dein Getränk nur zum Ansehen mitgenommen?" Ich weiß gar nicht warum ich mich überhaupt so mit ihm unterhielt, wahrscheinlich weil ich mal wieder zu viel intus hatte, und ich dann eh nicht klar denken kann. „Ich wollte es mir aufheben. Es ist zu schade um es alleine zu trinken." Ich schaute ihn kritisch an. „Warum fragst du dann nicht einfach einen ob er mit dir anstößt, als nur hier rum zu sitzen?" Er Lächelte mich an. „Gerne. Möchtest du mit mir anstoßen?" „Und auf was?" Sein Lächeln wurde größer. „Auf nichts besonderes." Ich musste wieder Lachen. „Na klar, wenn du mich so darum bittest kann ich nicht nein sagen."
Er holte zwei Gläser, und reichte mir eines, dann stießen wir an. Ich auf einen schönen Abend, und er auf eine wunderschöne Nacht. Damit leerte ich das Glas.

Kapitel 77:

„Wow, schmeckt ziemlich gut, hätte ich nicht gedacht." „Ich sagte doch das es zu schade ist alleine zu genießen." Damit schenkte er mir nach. Wir redeten ein wenig miteinander und leerten die Flasche dabei. „Das letzte Gals." „Schade, so einen guten Wein bekommt man selten." Er rückte ganz nah an mich ran. „Wenn du willst hol ich gerne Nachschub." Ich lächelte ihn an. „Von mir aus." Er machte sich auf den Weg um eine weitere Flasche zu holen.

Währenddessen ging ich zu den vieren, die immer noch fleißig am Poker spielen waren. „Wollen wir langsam Schluss machen? Immerhin müssen wir morgen wieder früh raus." Kam es von Cloud. „Recht hast du, ok, Rude und ich machen uns dann mal auf den Weg. Jedenfalls hat es viel Spaß gemacht, wir sollten es mal wiederholen." Wie währe es denn nächstes WE bei euch?" Reno Lächelte mir nur zu und verschwand mit Rude. Zack sah mich freudestrahlend an. „Dann werde ich auch so langsam mal verschwinden." Er stand auf und wollte das Zimmer verlassen, torkelte aber ziemlich. „Ich werde ihm mal helfen." Damit stand ich auf und begleitete Zack zu seinem Zimmer. „Bis nachher." Ich verabschiedete mich von dem kleinen, der noch schnell ein wenig aufräumte.

„Du solltest es nicht immer übertreiben." Ich lächelte den schwarzhaarigen an. „Ach ich und übertreiben. Was ist denn mit dir?" Jetzt lächelte er mir zu, denn ich konnte auch nicht mehr ganz grade gehen. „Ja, recht hast du, eigentlich total bescheuert eine schwankende Person zu begleiten wenn man selbst nicht grade gehen kann." Wir mussten Lachen und stiegen in den Lift ein. „Jan. Möchtest du vielleicht die Nacht bei mir verbringen?" Ich sah ihn fragend und nachdenklich an. „Nein danke, aber ich schlafe lieber in meinem Bett. Vielleicht ein anderes mal." Damit Grinste er mich an. „Versprochen?" „Versprochen."

Die Tür ging auf und wir gingen den Gang zum rechten Flügel lang, bzw. torkelten ihn entlang, er auf der linken Wandseite, ich auf der rechten. Auf der Mitte des Weges kam Seph uns entgegen und schaute uns fragend an. „Jan begleitet mich nur auf mein Zimmer, da ich leider nicht mehr so gut gehen kann." „Genauso wie ich. Eigentlich müsstest du mich dann wieder zurück bringen." Wir lachten wieder gemeinsam und gingen weiter. Seph nahm Zack über die linke Schulter, und mich über die rechte, und trug uns den Gang entlang. „Was sollen das jetzt Seph?" „Wenn ihr so weiter macht seit ihr morgen früh noch nicht in euren Quartieren." „Damit hat es allerdings recht." „Ja schon, aber ich kann auch alleine gehen." „Ach nun komm Zack, genieß lieber die schöne Aussicht." „Hä?" Er sah mich fragen dann, wobei ich nur lächelte, dann zuckte er mit den Schulter und schaute nach unten. Ich tat es ihm gleich, allerdings haftete mein Blick auf einen wunderschönen Hintern der sich richtig schön bewegte.

Als wir bei Zack ankamen ließ er ihn runter, und er verschwand auch gleich in sein Zimmer. „Bis morgen denne." Damit schloss er die Tür, und Seph machte sich wieder auf den Weg zum Lift. „Also du kannst mich jetzt ruhig runterlassen Sephiroth, ich komme auch alleine zurück, dann kannst du gleich nach oben fahren." Er sagte nichts sondern stieg ein, und drückte für die 32 Etage. „Würdest du mich jetzt bitte runterlassen?" Immer noch kein Wort von ihm. Wir stiegen aus und gingen den Gang entlang zu seinem Zimmer. „
Sephiroth?" „Ich dachte wir machen es uns bei ein paar Gläschen gemütlich, so unter Freunden." „Ach so, warum sagtest du dies denn nicht gleich, kann ich dennoch bitte runter?" Er setzte mich ab und ich sah ihn lächelnd an, dann gingen wir in sein Zimmer rein.

Ich begab mich gleich zur Couch und setzte mich hin indem ich die Knie anwinkelte und die Füße ebenfalls auf die Couch setzte. Seph ging in eine kleine Küche und brachte zwei Gläser mit, dann schenkte er mir ein und setzte sich auf den gegenüberliegenden Sessel. „Na dann auf die Freundschaft." Damit erhob ich das Glas und trank daraus. Ich sah ihn an, dann erhob er sein Glas. „Auf die schönste Nacht deines Lebens." Damit trank er einen kleinen Schluck und stellte das Glas wieder auf den Tisch. Ich schaute ihn etwas fragend an. „Schönste Nacht meines Lebens?" Ich zuckte nur mit den Schultern, nachdenken konnte ich eh nicht mehr ganz, ich war froh das ich mich noch so gut wachhalten konnte.

Nach der zweiten Flasche war ich eigentlich schon ziemlich hinüber und wusste weder was ich sagte, noch was ich machte, jedenfalls setzte er sich neben mich. Ich lehnte mich dabei an seine Brust, und er legte seinen Arm um meine Schulter. „So lässt es sich leben." „Meinst du?" Ich schaute ihn lächelnd in die Augen und ließ meinen Kopf dann in seinen Schoss gleiten, und die Beine auf der Couch liegend. „Schön gemütlich." Er lächelte mich sanft an und fing an mir durch die Haare zu streicheln. Ich schloss dabei meine Augen und genießte.

Nach kurzer Zeit öffnete ich meine Augen wieder. „Ich sollte langsam wieder zurück, sonst schlaf ich hier noch ein." Damit richtete ich mich auf und streckte mich. Als ich meine Arme nach oben reckte zog Seph mich zurück in seinen Schoss und kraulte weiter. „Wir haben noch zeit." Ich sah in seine Augen und lächelte sanft. „Weist du Sephiroth, eigentlich liebe ich dich." Damit kuschelte ich mehr an ihn und schloss die Augen. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Stirn. „Du liebst mich?" „Seit dem ich dich das erste mal sah." „und Zack?" Ich kuschelte mich noch mehr an. „Ich mag ihn sehr, aber lieben tu ich ihn nicht." „und warum bist du mit ihm zusammen?" „keine Ahnung, hatte sich so entwickelt." Ich redete einfach ohne nachzudenken, und ohne mir bewusst zu sein was ich eigentlich sagte.

Kapitel 78:

„Kann ich dich auch etwas fragen Sephiroth?" „Natürlich." „Wie sieht es mit dir aus?" Er sah mich überlegend an. „Ich würde sagen das ich niemals eine andere Person so gewollt habe wie dich, und das ich alles dafür tun werde um dich zu bekommen. Also wenn dies Liebe ist, dann liebe ich dich auch." Ich musste lachen. „Ich glaube so etwas nennt man mehr jemanden unterwürfig machen." Nun musste auch er lachen.

„Willst du bei mir sein? Heute, morgen, übermorgen?" „Ja." „Wirklich?" „Ich liebe dich, und würde für dich sogar in eine andere Welt reisen." Als ich dies sagte lächelt er mich an, und küsste mich sanft. Danach stand er auf und ließ mich alleine auf dem Sofa zurück, ich sah ihm nach und konnte erkennen wie er in das letzte von mir noch nicht bekannte Zimmer ging, als er die Tür öffnete erkannte ich ein Arbeitszimmer. ‚Ein echter Workaholic er.'

Er kam mit einem Blatt Papier und einen Stift zurück, ich sah ihn skeptisch an. Er setzte sich neben mich und deutete mir mich aufzurichten, was ich tat und mich neben ihn setzte. „Du sagst du liebst mich, und du willst bei mir sein, egal was passiert, ist dies korrekt?" Ich sah ihn lächelnd an. „Sagte ich dies nicht?" Nun lächelte er mich an, und gab mir die beiden Sachen, ich schaute ihn skeptisch an.

„Oh man, mein Kopf." Ich wachte mal wieder mit höllischen Kopfschmerzen auf, und mal wieder war Zack dran schuld, und dabei wollte ich nie wieder mit ihm feiern, alle guten Vorsetzte über Bord. „Du bist endlich wach?" Ich hielt in meiner Bewegung inne, öffnete meine Augen und sah zu meiner linken. „Se…Sephiroth?" Ich sah ihn fragend an, dann sah ich mich um.

‚Super, schon wieder in seinem Bett aufgewacht.' „Musst du es eigentlich immer ausnutzen wenn ich nicht denken kann?" „Also heute Nacht schienst du aber sehr klar denken zu können." Ich sah ihn wieder in die Augen. „Was meinst du damit?" Er lächelte mich an. Als mir etwas klar wurde, schaute ich gleich unter die Decke. ‚Zum Glück, noch in Hosen.' „Ich habe dich nicht angefasst, keine Sorge." „Dein Glück." Ich wollte aufstehen, als ich auf die Uhr sah bekam ich einen Schreck. „Scheiße, der Appell." Ich drehte mich zu Seph um. „Wieso hast du mich nicht geweckt? Und vor allem wieso bist du noch hier?" Er sah mich lächelnd an, und zog mich in seine Arme. „Weil ich uns heute entschuldigt habe." „Was, wieso denn? Weist du eigentlich wie das aussieht, wenn wir beide fehlen? Ich werde doch jetzt schon angesehen wie jemand der von einem anderen Stern ist."

Ich versuchte mich aus der Umklammerung zu befreien. „Vergiss es, ich lass dich nicht weg, außerdem gehörst du ab heute mir, von daher ist es egal was andere sagen." Ich hielt inne und sah zu ihm hoch. „Hast du sie noch alle? Seit wann gehöre ich denn bitteschön dir? Ich bin mit Zack zusammen." Er schaute mir glücklich in die Augen. „Das war mal." „Hä?....Was hast du gemacht?" ich traute ihm im Moment alles zu. „Du hast ihm doch nichts angetan, oder etwa doch?" Jetzt schaute er belustigend aus, nahm einen Zettel vom Nachttisch und gab ihn mir. „Ließ und weine." Ich nahm ihn an mich und las ihn mir durch.

Bei jedem Wort, bei jedem Buchstaben öffneten sich meine Augen weiter, genauso wie mein Mund. „Das ist nicht dein ernst! Das kann nicht sein! Das ist eine Fälschung!" „Es ist deine Handschrift, und deine Unterschrift." „Aber ich kann doch nicht so dicht gewesen sein, das ich so etwas bescheuertes schreibe." „Na ich weis ja nicht, immerhin hast du mir gestern auch deine gesamten Gefühle mir gegenüber gestanden." Ich sah ihn fragend an. „Das habe ich nicht." Jetzt schaute er mich mit einem Grinsen an. „Doch, und ich muss sagen das ich es mir sehr gefallen hat." Er kam näher und küsste mich am Haaransatz.

„Du hast sie nicht mehr alle. Der Wisch wird auf der Stelle verbrannt." Ich wollte aufstehen, doch er hielt mich zurück. „Dieser Wich gehört mir, und ist ein rechtlich gebundenes Dokument. Wenn du es vernichtest hat dies schwerwiegende Konsequenzen." Ich sah ihn knurrend an. „Ich denke kaum dass es noch etwas Schlimmeres als das geben kann." „Für dich mag sein." Ich schüttelte lediglich mit dem Kopf. „Du hast doch keine Ahnung, so was geht doch nicht. Wenn das rauskommt dann, dann….Ich kann einpacken. Wie soll ich dass Zack erklären? Ich meine wir sind gerade mal zwei Tage zusammen, und dann…." „Mach dir keine Sorgen, darum kümmere ich mich." „Du? Du bist so gefühllos, du wirst ihm glatt das Herz rausreißen." „Wenn du meinst."

Ich sah ihn wütend an. „Kann man das hier nicht ändern? Ich meine kann ich denn nichts tun um es zu unterbinden?" Ich sah ihn jetzt schon flehend an, wobei er lächelte. „Nein, das ist besser als alles andere auf dieser Welt, und ich werde es niemals zu lassen das es außer Kraft tritt." Ich konnte nur noch seufzen, das war mein schlimmster Albtraum, und er hatte gerade mal begonnen. Ich wusste nicht was ich machen sollte, da würde ich nicht mehr so schnell rauskommen.

Kapitel 79:

Ich Katsu Masaru, übergebe mich mit diesem Schreiben in Sephiroths Händen.

Ich werde ihn überall hin folge, egal ob morgens beim aufstehen, oder abends beim schlafen gehen.

Ebenfalls bestätige ich hiermit ihn über mich frei entscheiden zu lassen was, wie und wo ich etwas mache.

Mit dieser Unterschrift wird dieses Schriftstück gültig, und lässt sich nur von Sephiroth persönlich auflösen.

Katsu Masaru
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Das ist der Grund warum ich gerade heulend und schluchzend in den Armen von Seph liege, und ihn anflehe es zu stornieren. „Das kannst du mir doch nicht antun, ich will das dies nicht wahr ist. Ich will mein altes Leben zurück. Ich will dir nicht gehören." „Nun beruhige dich mal." Ich will mich aber nicht beruhigen!" Er seufzte und zog mich auf Augenhöhe hoch. „Entweder du hörst auf zu flennen, oder ich werde davon Gebrauch machen das du alles tun musst was ich sage." Ich sah ein diabolisches Grinsen auf seinem Gesicht, und konnte nur noch schlucken. „Warum bist du dir eigentlich so sicher das ich es mache nur weil du es willst?" „Weil ich dein Wort habe, und ich weis das du immer hältst was du versprichst. Außerdem machst du alles was ich sage, oder ich werde dich einfach an mich anketten. Du kannst zwischen diesen beiden Optionen entscheiden."
Ich entschied mich für Variante eins, lieber frei hinter ihm her trotten, als angekettet. „Ok, mein erster Befehl für dich ist, das du mich ein wenig verwöhnst." ‚Toll, super.'

„Ist das Frühstück passabel genug für dich?" „Sehr gut, wusste gar nicht das du so gut kochen kannst." Ich machte ihm ein Chocobo-Omelette zum Frühstück, obwohl ich dabei dem kleinen schon nachtrauerte. Mir selbst gönnte ich lediglich eine Schnitte mit Kräuterbutter. „Ich hoffe nur das wird nicht zur Angewohnheit." Er sah mich grinsend an. „Du wirst Frühstück, Mittag- und Abendessen für mich zubereiten, und mit mir zusammen essen." „Wa? Ich bin doch nicht deine Ehefrau." Ich sah ihn böse an, denn eigentlich hasse ich kochen über alles, nur leider mussten wir in der Schule immer diesen blöden Hauswirtschafts-Unterricht abhalten, und da hatte ich immer ne 1, weil mein essen so gut schmeckte, obwohl ich mich nicht mal anstrengte. „Das macht doch keinen Unterschied." Ich fing an mit den Zähnen zu knirschen. „Aber genug jetzt, bitte räume ab, und komm danach in mein Büro." „Und was ist mit meiner Ausbildung, mit meinen Freunden, mein Privatleben? Ich habe erst gestern mit Cloud Einweihungsparty unseres gemeinsamen Zimmers gefeiert, und muss ab heute schon hier wohnen." „Deine Ausbildung wird nicht vernachlässigt, und dort kannst du auch mit deinen Freunden zusammen sein. Was dein Privatleben angeht, dies gehört mir." Damit stand er auf und verließ die Küche. „Jetzt komme ich mir hier wirklich wie eine Ehefrau vor, nur das ihr Mann sie nicht rumkommandiert."

Ich machte das was er sagte, und zog mir die Sachen an, die er für mich da ließ, ein schöner weißer Anzug. „Ich erwürge ihn ganz einfach in der Nacht." Ich hätte lieber einen in schwarz gehabt, da sieht man wenigstens nicht gleich jeden Fleck. Danach begab ich mich zu seinem Büro.

Absolut miesgelaunt und geknickt kam ich aus dem Fahrstuhl. „Morgen." „Ah, schönen guten Morgen Jan, das freut mich aber, und…du siehst ja wie ein richtiger Manager aus." Anna musste kichern. „Schön, kann ich bitte zu Sephiroth ins Büro?" „Aber natürlich. Hier bitte." Ich sah auf die Karte die sie mir gab. „Für mich?" „Ja, er sagte das du eine bekommen sollst, um jederzeit selbständig hin zu kommen. Also ich muss sagen, eure Beziehung ist schon ganz schön weit, und das in dieser kurzen Zeit." Ich sah sie knurrend an. „Wir haben keine Beziehung." „Natürlich nicht. Jedenfalls wünsche ich dir viel Spaß." Ich knurrte ihr noch einmal zu, und ging dann in das Büro.

„Masaru meldet sich zu ihrer Verfügung mein Gebieter." Damit öffnete ich dir Tür, und blieb im Türrahmen stehen, denn Seph hatte gerade einen Second Class Soldier bei sich sitzen, der mich nun ziemlich verwirrt und irritiert ansah.
Ich fasste mich und ging auf Seph zu, und blieb hinter ihm stehen. Der Soldier hatte immer noch seinen Blick auf mich gerichtet. „Mein persönlicher Assistent." Der Soldier nickte und sie sprachen weiter. ‚Super, hier Assistent, zu hause Sklave.'

Nachdem er das Büro verließ setzte ich mich auf einen der Sessel vor seinem Schreibtisch. „Ich bin also dein persönlicher Assistent? Und was soll ich machen, für dich und deine Gäste Kaffee kochen?" Ich sah ihn mit hochgezogener Augenbrau an, während er mal wieder über seinen Papierkram saß. „Nein. Solange du kein Training oder Unterricht hast wirst du mir nicht von der Seite weichen." „Du hast sie ja nicht mehr alle." „Wie war das?" „Du hast mich schon richtig verstanden. Ach und außerdem Seph, nenn mich ab jetzt Jan, immerhin leben wir zusammen, auch wenn nicht gerade freiwillig." Er sah zur mir hoch und lächelte mich an. „Schön das du dies endlich verstanden hast. Aber nenn mich nicht Seph." Ich stand auf, und setzte mich auf seinen Schreibtisch und beugte mich zu ihm nach vorne. „Warum denn nicht, wenn ich schon mit dir zusammenlebe wie deine Frau, dann kann ich doch auch Seph zu dir sagen." Sein Blick, so schön sanft, den kennt man kaum. „Von mir aus, aber bitte, bezeichne dich nicht als Frau." Damit wendete er sich seinen Unterlagen wieder zu, und ich setzte mich wieder auf den Sessel.