Kapitel 100:

„Was hast du eben gesagt?" „Für uns ist Gaia nichts weiter als eine Final Fantasy Welt." „Und das soll ich dir glauben?" Ich sah ihn traurig an, während er hauptsächlich resignierte. „Es war mir von vornerein klar das du mir nicht glauben wirst." Ich holte aus meiner Tasche mein Handy raus, und wählte die Funktion Video abspielen, dann ging ich um den Tisch herum. Ich hockte mich vor ihn, und sah ihn in die Augen. Ein kleines Künstliches Lächeln zierte meine Lippen. „Bitte versprich mir etwas." Jetzt sah er mich fragend an. „Wenn, dann mach es bitte kurz und schmerzlos." Er wusste zwar nicht ganz was ich meine, ich gab ihm aber mein Handy währen dich aufstand, und drückte auf Play.

Ich hatte vor Ewigkeiten einfach mit meinem Handy die Anfangsszene von Advent Children aufgenommen, also die Szene wo er im Feuer stand, und gerade ein Vortrag gehalten wurde wie es zu dem Geostigma kam. Allerdings hatte ich es hier auf Lautlos, wollte nun nicht unbedingt das er dies hört.

Als er es sich ansah war allerdings keine von den erwarteten Reaktionen bei ihm zu sehen. Er blieb ziemlich gelassen, oder besser gesagt er schaute es sich immer wieder an. So langsam musste ich jedenfalls wieder zurück, da gleich Physik anfängt, und ich immerhin noch den Raum wechseln muss. Ich ging auf ihn zu, und nahm ihm das Handy aus der Hand, während er mich ansah. „Es tut mir leid." Ich senkte kurz mein Haupt und sah ihn dann weiterhin desolat an. Als er immer noch keine Reaktion von sich gab, drehte ich mich um, und wollte ihn alleine lassen, wie gesagt, bis Mittag ist dieser Raum leer, da kann er sich so einiges durch den Kopf gehen lassen.

Ich wollte gerade die Tür öffnen als er mich von hinten festhielt. Eigentlich hatte ich dem Moment mit meinem Leben abgeschlossen, weswegen ich die Augen schloss. „Bitte, kurz und schmerzlos." Ich bat ihn noch mit einem Flüstern, und setzte ein kleines Lächeln auf. „Es tut mir leid." „Hä?" Jetzt wunderte ich mich aber dachte ich habe mich verhört. Er schlang seine Arme um meine Schulter und zog mich zu sich ran. „S…Seph?" „Ich kenne mich selbst sehr gut, und weis das ich etwas schrecklich getan habe, bei diesem Blick den ich dort draufhatte, und ich kann mir auch vorstellen das du dies weist." „Ja, und?" „Und dennoch bist du vor mir nicht zurückgeschreckt. Ich hätte dir gleich glauben sollen." Ich lehnte mich an ihn, aber hauptsächlich um den Schock zu verdauen. „Und wie geht es jetzt weiter?" Ich drehte mich zu ihm um. „Wenn ich das wüsste." Ich setzte mich wieder hin, die nächste Stunde kann ruhig warten, sollen sie mich doch Nachsitzen lassen, das hier ist jetzt wichtiger.

Er setzte sich mir wieder gegenüber. „Als erstes muss ich euch ein paar Dinge von dieser Welt erklären, z.B. das man hier nicht mit Waffen durch die Gegend läuft." „Und was ist wenn man angegriffen wird?" Jetzt musste ich lachen woraufhin er mich stutzig ansah. „Glaube mir, solange du keine Waffe bei dir hast wirst du auch nicht angegriffen……Natürlich sind verrückte Weiber und so mansch andere Leute ausgeschlossen, aber mit denen wirst du auch ohne Masamune fertig, da reicht schon ein Blick von dir." Er nickte mir zu. „Dann nehm ich auch an, das ich mich deswegen anders Kleiden sollte." „Genau. Hier ist es nicht gerade normal mit Schulterschutz rumzulaufen." „Aber ansonsten?" „Deine Sachen sind viel zu auffällig…. sie sind zwar sexy, aber auffallend." Nun sah er mich erstaunt an. „Das letzte habe ich laut gesagt, oder?" Ich hätte mir eine Ohrfeigen können. Jedenfalls machte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht breit. „Ich werde mich dieser Welt anpassen, bis wir einen Weg zurück finden." „Ja, mal sehen wie lange das dauert."

„Gibt es sonst noch etwas das ich deiner Meinung nach beachten sollte?" „Naja, also wenigstens versuchen nicht auf Sephiroths Namen zu hören, und jemanden umbringen, ansonsten kann es passieren dass man dich sonst wo hin verfrachtete….obwohl ich dann mehr Mitleid mit unseren Soldaten oder Polizisten hätte." „Und wie soll ich mich hier Nennen?" Ich schaute ihn nachdenklich an. „Wolltest du nicht vielleicht schon immer mal einen anderen Namen haben?" Er schien kurz zu überlegen. Bald fing ich dann an ein paar Namen zu nennen. „Steven……Sven…….Sascha……Max……" Mir fielen irgendwelche ein, die ich einfach vor mich hin sagte. „Paul…..Harry……Andrew……Andreas…Angelus….." „Ok, es reicht, sagen wir einfach der nächste der dir einfällt, sonst sitzen wir morgen noch hier." Na toll, jetzt musste ich mir einen guten überlegen. „Genau, wie wäre es mit Seth, klingt genauso wie Seph, und wenn dich jemand so anspricht, kannst du sagen du hättest dich verhört." Er schaute zwar skeptisch, nahm in dann aber an. ‚Und ein wenig Rache für meinen blöden Namen dort kann ich mir auch leisten.' Ich lächelte.

„Ok, dann währe das auch geklärt. Das letzte sind nur noch deine Haare." Jetzt sah er mich erschrocken an. „Keine Sorge, ich werde sie dir sicher nicht abschneiden, ach ja, halt dich von meinem kleinen Bruder fern wenn er etwas isst, ich spreche aus Erfahrung. Ansonsten fällt mir nur auf die schnelle ein, das du sagst du seist ein…. Ein Fan von dir selbst, und da du der Figur schon immer ähnlich gesehen hast, hast du dir deine Haare verlängern und färben lassen. Ist zwar ne blöde ausrede, aber was anderes fällt mir jetzt nicht ein." Nachdem er einmal tief durchatmete, nickte er ebenfalls. „Gut, na dann würde ich mal sagen, auf ins Gefecht." Ich stand auf und ging zur Tür. „Ach so Seth, dein Charakter kannst du lassen wie er ist, oder besser gesagt solltest du so lassen wie er ist. Also, bereit?" Er stand auf und kam lächelnd auf mich zu, und schloss mich nochmal in seine Arme. „Wenn das hier vorbei ist, und wir wieder bei uns sind, dann werde ich dich für alles auf meine Art und Weise leiden lassen." „Das war ja klar. Also bin ich hier wohl auch noch der Diener?" „Immer noch mein Eigentum, egal in welcher Welt." Ich seufzte kurz, und befreite mich aus der Umarmung, danach öffnete ich die Tür.

Kapitel 101:

Zum Glück hatte es vor einigen Minuten schon zur nächsten Stunde geläutet, so waren wenigstens keine Leute mehr auf dem Gang. Jetzt musste ich allerdings meine Schulsachen noch aus dem anderen Raum holen.

Ich ging also rein, während Seph vor der Tür auf mich wartete. Ich ließ mir meine Sachen von dem Mädchen geben, das auf dem Platz saß. Als ich wieder rausgehen wollte bekam ich von dem momentan unterrichtenden Lehrer etwas zu hören. „Junge Dame, wenn sie meinen Unterricht schon stören, dann können sie mir sicherlich auch eine Frage beantworten." Ich blieb fast vor der Tür stehen, und sah Seph an. „Wie lange benötigt das Licht von der Sonne bis zur Erde." „8 Minuten und 19 Sekunden, oder 499 Sekunden." Damit verschwand ich aus dem Raum uns schloss die Tür hinter mir.

Ich musste nun runter ins Erdgeschoss. „Woher wusstest du dies?" Seph schaute mich interessiert an. „Hab ein fabel für Astronomie, außerdem kann ich mir Zahlen verdammt gut merken." Damit war die Unterhaltung für mich beendet. Als ich vor dem Physikraum stand, schaute ich noch mal kurz zu Seph. „Du kannst auch gerne wieder zu mir nach Hause gehen, den Weg hast du dir ja bestimmt gemerkt." Er lächelte mich nur an. „Warum sollte ich? Ist auch mal entspannend sich anderen Lehrstoff anzueignen als nur Waffen- und Kampf-Techniken." „Ah ja." Ich wusste zwar nicht was an Physik so interessant sein sollte, aber ist seine Sache. „Dann noch eins, versuche mich bitte nicht als einen Diener, oder von mir aus dein Eigentum zu bezeichnen." Ich öffnete die Tür, und konnte mir auch gleich eine Predigt von unserem ach so lieben Herrn Wullke anhören, wer ihn noch kennt weis auch was gleich passiert.

„Das ist ja auch schön das sie sich jetzt schon hier einfinden Fräulein Sievers, das bedeutet…" Er schaute auf seine Uhr und fing an zu Rechnen. „8550 Wörter nach der letzten Stunde, zum selben Thema wie gestern, nur dieses mal ohne Textwiederholung" Ich setzte mich schluchzend auf meinen Platz. Seph wollte sich neben mich setzten. „Und sie sind?" Er schaute nach vorn zu unserem Lehrer.
Herr Wullke, hatte kurzes Graues Haar, und trug eine Brille. Er war ein etwas schmächtiger Mann, allerdings sollte man sich dennoch nicht mit ihm anlegen, wie man sieht muss man dann sehr viel Handarbeiten leisten, und der konnte das durchsetzten, auch wenn es heißt eine Note tiefer, durch Mündliche Noten, oder verdammt schwere Themen bei wichtigen Prüfungen.

Seph schaute ihn gleichgültig an, und setzte sich dann ohne eine Antwort neben mich. „Ich habe sie etwas gefragt! Wer sind sie, und was machen sie hier?" Er kam auf ihn zu, und blieb vor ihm stehen, während ich mein Buch rausholte, und es vor mich aufschlug, um nicht zu sehen, und auch um nicht gesehen zu werden, bei all den Blicken.

„Wenn sie mir nicht auf der Stelle eine Antwort geben, muss ich sie bitten den Raum zu verlassen." ‚Och bitte, machen sie es doch nicht noch schlimmer, ich habe schon genug Probleme mit ihm, machen sie ihn nicht noch wütender.' Ich konnte nur seufzen. „Mein Name ist Seth, und ich bin hier, weil ich auf sie aufpasse." Ok, ich bin Tod, die Geschichte ist hier zu Ende!

Ich könnte ihn erwürgen. ‚Auf mich aufpassen? Weiß der eigentlich wie das hier klingt? Als wenn ich einen Babysitter bräuchte.' „Na ja, da haben sie sich etwas vor genommen." ‚Wa, der glaubt ihm auch noch? Haben jetzt alle hier ne Macke?' Ich schaute über mein Buch hinweg, und sah wie Herr Wullke wieder nach vorne ging. „Das wirst du mir büßen." „Ich sagte nur die Wahrheit." Jetzt lächelte er auch noch.

In der gesamten Stunde ist nichts weiter passiert, bis auf das wir etliche Formeln durchgegangen sind, und Seph sehr interessiert gewesen zu sein schien, was die Elektromagnetische Schwingungen und Wellen anging, was ich allerdings nicht verstehen konnte. Jedenfalls fragte er Herrn Wullke unaufhörlich etwas, was er genauer wissen wollte. Bald war zwischen denen auch noch eine Wissenschaftliche Unterhaltung ausgebrochen, wobei ich nur mit dem Kopf schütteln konnte.

Nachdem die Doppelstunde mit Pause, in denen die beiden sich weiterhin über das Thema unterhielten, verstrichen war, machte ich mich auf zu Musik, wenigstens hier hatte man dann seine Ruhe. Allerdings nicht ohne vorher noch die Zimmernummer zu erfahren, wo ich mich nachher einzufinden habe.
Aber dieses mal war mir das Glück doch tatsächlich hold, denn Seph konnte ihn davon überzeugen das er an der Verspätung schuld war, was ja auch stimmt! Und so brauchte ich dann nicht den blöden Aufsatz schreiben. Als wir aus den Raum rausgingen, standen schon wieder etliche Schüler rum, die ihn wieder belagerten und Fragen stellten. Er knurrte einmal, und sie schreckten zurück, auch hier konnte ich mir nur eines denken. ‚Was für Schlappschwänze. Wissen ganz genau das Seph eigentlich ne Fiktive Figur ist, und haben angst vor ihm.' Ich ging Kopfschüttelnd meinen Weg zum Musikraum im 1. Stock.

Die restlichen Stunden liefen alle ohne Probleme ab, mussten zwar wieder etlichen Leuten ausweichen, aber sie hielten sich wenigstens von mir zurück.
Nachdem nun Deutsch, die letzte Stunde, vorbei war, machte ich mich mit ihm wieder auf den Heimweg, und hoffte und bettete, das unser Haus noch steht, und keiner meiner Eltern, oder mein Bruder früher als ich nach Hause kamen.

Kapitel 102:

„Ich fasse es nicht." Ich stand erleichtert vor dem Haus. „Na Gott sei Dank, jetzt wollen wir noch hoffen das es drinnen genauso aussieht." Ich ging mit meinem Anhängsel rein, und
betete bei jedem Schritt das nichts schlimmes vorgefallen ist. Auf dem Hof waren die beiden jedenfalls nicht, also reingehen.

Ich legte meine Sachen erst mal auf die Treppe und ging ins Esszimmer. Keiner da. ‚Ok, was solls.' dachte ich mir, ich ging also in die Stube, Seph hatte sich erst mal an den Esstisch gesetzt. Als ich rein ging, ebenfalls keiner da. So langsam fang ich an mir Gedanken zu machen. Als ich aus der Stube raus ging, hörte ich wie jemand die Treppe runter kam, weswegen ich hin ging.

„Alex, du bist schon da?" „Na ich hatte heute doch nur bis einse, schon vergessen?" ‚Der hat es gut.' „Weist du wo die beiden anderen von heute morgen sind?" „Du meinst Vincent und Zack? Die sind oben in deinem Zimmer." Da war ich erst mal erleichtert. „Ich habe sie vor deinem PC gesetzt." „WAS??? Der ist doch Passwortgeschützt!" „Ja, aber du hattest es mir doch mal für Notfälle verraten." „Das ist doch aber keiner!"
Ich rannte die Treppe rauf in mein Zimmer, und sah die beiden tatsächlich vor meinem Rechner sitzen. ‚Oh bitte, lass sie nicht den Ordner für meine Bilder aufgemacht haben.' Ich ging auf die beiden zu.

„Na, endlich wieder da?" Ich lächelte sie an. „Ja, wir sind grade wiedergekommen. Was macht ihr denn dort schönes?" „Uns informieren." Ich schaute Vinc fragend an. „Über was denn?" Ich stand nun zwischen den beiden, und hockte mich hin. „Über deine Welt, damit wir uns hier zurecht finden." „Na dann geht es ja." „Wieso?" „Hä? Ach nichts, vergesst es."

Ich schaute nun auch auf den Bildschirm, sie hatten gerade eine Seite über die hiesigen Tiere geöffnet. „Ich kann euch gleich sagen, das es bei uns keine Monster gibt." Sie schauten mich fragend an. „Oh man, bei uns gibt es keine Tiere außerhalb der Stadt, die einen angreifen." ‚Ein paar verrückte mal ausgenommen.' Ich stand wieder auf. „Habt ihr beide denn schon was gegessen?" „Bis jetzt nicht." „Ok, dann mache ich uns mal schnell etwas. Wie ihr den Computer ausschaltet wist ihr?" „Ja."

Ich ging wieder runter in die Küche, und sah auch gleich Alex bei Seph sitzen, der ihn vollquatschte, während Seph nur absolut desinteressiert im gegenüber sitzt. Ich musste bei dem Anblick schmunzeln, jetzt hatte ich wenigstens meine Ruhe. „Ich mache uns Spagetti, mit Tomatensoße oder Bolognese?" „Tomatensoße!"

Ich entschied mich für etwas das sehr schnell geht, also setzte ich Wasser auf, und holte schon mal die Spagetti raus, danach noch Ketchup, um daraus die Soße zu machen. „Endlich wieder normales Essen." Ich fing richtig an zu schwärmen während ich alles vorbereitete. „Sag mal Alex, weist du wann Mam und Dad heute nach Hause kommen?" „Sie wollten noch einkaufen, also ich denke mal so gegen 17, 18Uhr" Also hatte ich noch zeit mir etwas auszudenken.

Während ich nun das Essen vorbereitete, kamen auch schon die beiden anderen runter und setzten sich ebenfalls an den Esstisch. Zack fing gleich an Seph mit Fragen zu bombardieren, der nun schon anfing etwas gereizt zu wirken. „Alex, würdest du bitte den Tisch decken?" Er kam zu mir. „Für die drei auch?" Ich lächelte ihn an. „Ja, für die drei auch." „Was machen die eigentlich hier?" ‚Die frage musste ja kommen.' ich überlegte kurz. „Austauschschüler." „Woher?" „Weit weg." Er schaute mich verwirrt an.
„Brauch dich nicht zu interessieren." „Na ja, ich finde schon wenn sie einfach hier auftauchen und sagen sie leben mit dir zusammen." Ich schaute ihn entgeistert an. „Wer hat das gesagt?" „Na der große dort, der aussieht wie, dieser andere Kerl, auf dessen Namen ich nicht komme." Ich rollte nur mit den Augen. „Deck einfach den Tisch."
Er machte was ich sagte, und stellte 5 Teller und 5-mal Besteck hin, dann setzte er sich auf seinen Platz. Nach kurzer Zeit schreckte ich noch schnell die Spagetti ab, und stellte sie auf den Tisch, dann noch schnell die Soße, und für mich geriebenen Käse.

„So, na dann guten Appetit." Die drei schauten mein Essen etwas komisch an, während Alex sich schon etwas nahm. Ich schnappte mir einfach Vinc Teller, und tat ihn auf, danach Zack, und zum Schluss noch Seph, dann tat ich mir etwas auf. „Lasst es euch schmecken." „Danke." Kam es dann noch von meinem kleinen.
Nach dem ich und Alex anfingen zu essen, trauten sich auch die anderen es zu probieren. ‚Jetzt wisst ihr mal wie es mir ging bei euren komischen Sachen, wo man nie wusste was es ist.' Schadenfreude ist die beste Freude sage ich dazu nur.

Nachdem wir fertig waren, räumte ich das dreckige Geschirr noch schnell in die Spülmaschine. „Hast du keine Hausaufgaben auf?" „Nicht so viele." „Dann mach sie dennoch schon mal." „Ach wieso denn? Ich will mich noch mit den dreien unterhalten." Ich ging auf den kleinen zu, und sah ihn mit einem strafenden Blick an, woraufhin er sich gleich in sein Zimmer macht. Er weis nämlich ganz genau, das ich sonst nicht nochmal über seine Lösungen drüber schaue. Ich setzte mich schließlich wieder auf meinem Platz. Seph saß mir genau gegenüber, wobei Zack rechts neben ihm saß, und Vinc neben mir.
„Also dann." Ich schaute in die Runde, denn jetzt musste ich den dreien genau das gleiche sagen wie Seph.

Kapitel 103:

„Als erstes muss ich euch bitten mir genau zu zuhören, und wenn es geht ruhe zu bewahren." Ich atmete noch einmal tief durch, während mich alle beiden gespannt ansahen, Seph wusste ja was gleich kommen wird. „Also, wo soll ich am besten anfangen, es ist so….." „Wir sind in einer Art anderen Dimension, wo unsere Welt als nicht real angesehen wird, und man uns kennt durch ein gewisses Spiel namens Final Fantasy." ‚Ich hasse dich Sephiroth.'

„Das wussten wir bereits." Ich sah entsetzt zu meiner Rechten. „Ihr wisst es?" Zack stand lächelnd auf, und holte eine mir sehr bekannte DVD. „Ich dumme Kuh hab die hier liegen lassen." Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. „und dann bleibt ihr so ruhig?" „Ändern können wir eh nichts dran."
„Habt ihr sie euch angesehen?" „Nein, aber dein kleiner Bruder hat uns von dem Spiel und dem Film berichtet, nachdem er sagte das Sephiroth dem Bösewicht aus dem Film verdammt ähnlich sieht." „Bösewicht?" Ich schaute zu ihm. „Mach dir keine Gedanken drüber." Er sah mich fragend an. „Na gut, wenn dies geklärt ist. Habt ihr irgendwelche Fragen?" „ja." Ich sah zu Zack. „Wie kommen wir wieder zurück." „Woher soll ich das wissen? Ich weiß ja nicht mal wie es sein kann das ihr hier seit. Heute Morgen als ich aufstand, dachte ich es sei nur geträumt. Und außerdem find eich es total unfair, das ihr hier genauso ausseht wie dort."
Jetzt fing ich an zu schmollen, während Vinc lächelte und mich wieder zu sich zog.
„Wir wissen nicht wie wir her kamen, und warum wir hier sind, aber wir werden unsere Bestes tun um dir nicht zur Last zu fallen." Ich sah ihn in die Augen. „Du fehlst mir doch nicht zur Last." Wieder ein knurren von der anderen Tischseite.

„Ok, also. Als nächstes müssen wir erst mal ein paar Sachen klären, und zwar zu aller erst, was ich auch schon zu Seph sagte. Bitte lauft ohne Waffen rum. Bei uns gibt es keine gefährlichen Wesen, solange ihr ohne sie rumlauft, und niemanden umbringt." „Außer verrückte Weiber und andere Gestalten." „Ja, außer die. Aber ich sagte schon das da ein Blick von dir reicht um sie zu verscheuchen, was du heute schon X-mal bewiesen hast." Ich zwinkerte ihm zu.
„Als nächstes bitte ich euch Seph nicht unbedingt mir richtigem Namen anzusprechen wenn wir an einem belebten Ort sind, sonst werden wir von dort nicht so schnell weg kommen. „Und wie sollen wir Seph sonst nennen?" „Seth!" „Seth? Ist ja ulkig." Zack musste kichern während Seph ihn anknurrte, und er daraufhin ganz ruhig wurde.

„Brauchen wir auch andere Namen?" Jetzt sah ich wieder Vinc an. „Naja, ich glaube es würde reichen dich nur Vinc zu nennen, und nicht unbedingt Valentine, verstanden…Seth." Ich sah ihn wieder an, woraufhin er gar nicht reagierte. „Und ich?" „Fair?" Ich schaute zu Seph. „Eigentlich nicht schlecht." „Wie?" „Na deinen Nachnamen kennen zwar auch viele, aber dennoch wirst du nie damit in Verbindung gebracht wenn man nur ihn sagt." „Dann hätten wir dies auch geklärt. Also Sephiroth ab jetzt Seth, Zack ist Fair, und ich bleib Vinc." „Das ist ungerecht." „Nun reg dich nicht auf Zack, ich hatte einen vollkommen anderen Namen und musste damit leben." „Dann kommt jetzt noch wie ich meine Eltern klar mache das drei verschiedene Typen bei mir sind. Also zu Alex hatte ich vorhin gesagt das ihr Austauschschüler seit, aber aus welchem Land kann ich einfach nicht sagen." Ich musste kurz überlegen, aus welchen Land könnten diese drei kommen die so aussehen……

„Japan! Ihr seit aus Japan, und ich hatte vor einem Jahr an so einem Projekt teilgenommen, nur haben die beiden es seit dem wieder vergessen, da es so lange dauerte, und ich nicht mehr darüber sprach, und auch vergessen hatte ihnen bescheid zu geben." Ich schaute sie freudestrahlend an. „Ich frage mich nu wie du immer auf solche Ideen kommst." „Nun versau mir nicht meine gute Laune Seth." „Ich dachte nur in belebten Zonen." „Ach, ich will ihn nur ein wenig ärgern."

Nachdem wir dies alles geklärt hatten, musste ich erst einmal ein wenig Ordnung machen, während ich die drei auf den Hof verbannte. Als ich fertig war kam ich auch raus. „So, eure Waffen?" „Haben wir in dein Zimmer gelegt." „in den Schrank?" „Genau." „Gut, dann können wir ja los."

Ich beschloss mit den dreien in ein Kleidungsgeschäft zu gehen, damit sie aus diesen doch sehr auffälligen Sachen rauskommen. Ich dachte da an ein normales Geschäft, in dem es nicht ganz so teuer ist, da ich nun mal nicht sehr gut bei Kasse bin. Als wir so durch die Stadt gingen sahen sie sich natürlich alles genau an. Ich bat sie damit zu warten bis wir sie umgekleidet haben, damit die Leute sie nicht ganz so extrem anschauen, wie sie es im Moment taten. Sie stimmten mir zu, und wir gingen nun etwas schneller zum Laden.

Kapitel 104:

Als wir hineingingen, sah uns die Verkäuferin etwas skeptisch an, kam dann aber mit einem Lächeln auf uns zu, und fragte ob sie uns helfen könne. Ich lehnt ab, und sagte das wir uns nur umschauen wollen, also schickte ich die drei auf Erkundungstour, und schaute ihnen dabei zu, immer um einen Überblick über meine Finanzen zu haben.

„komische Klamotten." „Finde ich auch. Gibt es hier nichts Vernünftiges in Schwarz?" „Jetzt begnüg dich mit dem was da ist." Seph schaute wieder knurrend zu den Hosen in seiner Größe, während Zack sich bei den Oberteilen festhielt.

Vinc hatte sich inzwischen in eine der Garderoben verzogen. ‚Wenigstens einer.' Ich ging zu ihm hin, und wartete davor. Als er rauskam begutachtete ich ihn, und musste sagen das es mir sehr gut gefiel was er sich aussuchte.
Er hatte sich eine schwarze Cargohose und einen dunklen Kapuzenpullover ausgesucht, obwohl ich das für die Jahreszeit eigentlich zu warm fand, und ihm deswegen ein dunkles Kapuzenshirt gab. Sein Stirnband hatte ich mir auch geben lassen, waren zwar seine Haare nun etwas zerzaust, aber sah nicht schlecht aus, ganz im Gegenteil. Er zog sich wieder um, und wir nahmen für ihn 2-mal das gleiche mit.

Zack hatte sich eine dunkelblaue Jeans und ein dunkelblaues Hemd rausgesucht, dann nochmal eine schwarze Jeans, und ein schwarzes T-Shirt. Nun fehlte nur noch Seph. Ich schickte die beiden schon mal zur Kasse, während ich mich zu ihm begab, und vor der Umkleide auf ihn wartete.

„Und was passendes gefunden?" „Weis nicht, gefällt mir nicht ganz." „lass mal sehen." Ich ging zu ihm rein, und schaute ihn fast sabbernd an. Er trug eine ganz normale blaue Jeanshose, und ein weißes Shirt dazu, aber es sah einfach fantastisch aus. „Ich hätte lieber was in schwarz." „Ich find es geil." Sagte ich träumerisch, woraufhin er mich ansah. Er zog mich zu sich und schaute mir lächelnd in die Augen. „Es gefällt dir?" „Ja." Brachte ich kurz, knapp, und mit einer etwas höheren Stimme als sonst raus. „Dann nehm ich es gerne." „Ok" Ich ließ ihn wieder alleine, und räusperte mich kurz. „Und als zweit Sachen?" „Dachte ich das gleiche nochmal, nur mit einem schwarzen Shirt." „Perfekt." Ich ging träumerisch zur Kasse, oder besser gesagt schlenderte mit einem schönen Lächeln.
Als Seph nun auch zu uns kam, bezahlte ich schnell die Sachen, und sah dem Geld traurig hinterher.

„So, und wohin jetzt?" „Schuhe holen!" ich ging mit den dreien in den Schuhladen, dort holte sich Vinc schwarze Turnschuhe, genauso wie Seph, und Zack mal wieder ganz in Blau, naja, wer es mag.
„Damit währe mein Taschengeld das ich mir für einen neuen Monitor gespart hatte erst mal futsch."

Ich fragte die Verkäuferin im Schuhladen auch gleich, ob sie ihre Toilette benutzen dürften, als sie ja sagte, schickte ich einen nach dem anderen rein, um sich die neuen Sachen anzuziehen, so konnte ich wenigstens mit denen durch die Straßen gehen.
Als sie fertig waren ging ich mit ihnen durch die Stadt, und zeigte ihnen einiges bei uns, woran sie sich z.B. orientieren können, oder wo sie nicht unbedingt rein gehen sollten! Nachdem ich ihnen grob einige Sachen zeigte ging ich mit ihnen zurück, denn meine Eltern müssten bald zurück kommen, und denen muss ich dies erst mal erklären.

Auf dem Rückweg hatten wir weitaus weniger Blicke auf uns gerichtet, was mich sehr aufatmen ließ, immerhin sahen sie nun fast aus wie normale Menschen, bis auf den einen mit seinen doch sehr langen Haaren, naja, abschneiden kann ich die ja auch nicht.

„Bin wieder hier." Ich rannte gleich in die Küche zu meiner Mutter. „Mam, sag mal, kannst du dich noch an das damalige Schüleraustauschprojekt erinnern?" Ich schaute sie mit unschuldigen Kinderaugen an. „Wieso? Haben sie sich gemeldet?" „Hatte ich dir das gar nicht gesagt?" „Was denn?" „Oh, dann habe ich das wirklich vergessen? Ich doofe Kuh." „Was ist los?"

Ich zeigte auf den Flur, als sie rausschaute blieb sie schreckhaft stehen. „Das ist nicht dein ernst?" „Naja, ich hatte vor einem Monat erfahren das drei Austauschschüler aus Japan herkommen, aber anscheinend hatte ich vergessen es euch zu sagen." „Japan? Gleich 3?" Meine Mutter stand etwas unter Schock, was ich gut verstehen kann. „Wie denn?" „Na ich schätze mit dem Flieger, als hergelaufen sind sie sicher nicht." ‚Obwohl ich dies einem sehr gerne zugemutet hätte.' „Ja, aber gleich drei? Wieso nicht nur einer?" „Keine Ahnung." „Oh mein Gott."

Mam ging erst mal ins Esszimmer und setzte sich hin. „Ich kann sie ja nicht auf die Straße setzten, oder?" „Lass mich kurz mal nachdenken." Ich setzte mich neben sie, und schaute sie weiterhin mit großen Kinderaugen an. „Ok, also erst mal, können sie unsere Sprache?" „Sprechen sie perfekt." „Gut, und wie lange bleiben sie?" „Bis das Projekt vorbei ist." „Keine klare Antwort. „Ach Mami, ich hab dich lieb." Ich schaute sie mit einem kleinen Schmollmund an. „Ok ok, aber wo sollen die denn schlafen? Wir haben doch gar kein Gästezimmer." „Also ich überlasse ihnen gerne mein Sofa." „Für 3 Personen?" „Müssen sie sich eben aneinander kuscheln."

Sie stand auf und wollte zu den dreien gehen. „Oben auf dem Dachboden haben wir glaube ich noch ein Klappbett, das stelle ich in dein Zimmer, da können zwei drauf schlafen, einer bleibt dann unten." ‚Ich weiß auch genau welcher.' Sie atmete noch einmal tief durch, während ich aufstand und zu den dreien ging, dann kam meine Mutter gleich hinterher und schaute sie fassungslos an. „Das sind ja gut aussehende Herren." „Jep, schön oder?"

Meine Mutter schüttelte kurz den Kopf, und stellte sich vor. „Schönen guten Tag, mein Name ist Anita Sievers, sie können mich aber ruhig Anita nennen." Sie reichten jeden einzelnen ihre Hand, wobei sie sich ebenfalls vorstellten, allerdings mit richtigem Namen.
„Ok, jetzt muss ich dies nur noch deinem Vater klar machen." „Soll ich schon mal den Notarzt rufen" fragte ich aus spaß, was die drei allerdings nicht wussten, und uns ein wenig geschockt anschauten. „Keine Sorge, war nur spaß." Ich winkte noch mit der Hand ab, und ging mit meiner Mutter zu Papi.

Kapitel 105:

„Guten Abend Papi." Ich schaute ihn mit einem Lächeln an, aber schon alleine nach dem Wort „Papi" hob er seine Augenbraue und sah mich fragend an, denn er weis ganz genau das ich immer etwas von ihm will, oder ausgefressen habe wenn ich es sage.

„Was hat sie dieses mal angestellt?" Richtete er sich gleich an meine Mutter. Wir erzählten ihm die gleiche Sache wie ich vorhin ihr. Er fing zwar an mich aus zu meckern, warum ich dies nicht gleich gesagt hatte als ich es erfahren hatte, aber ändern konnte er eh nichts mehr daran, also bekam ich lediglich eine Bergpredigt zu hören, die hatte sich allerdings gewaschen. Er wollte sich nun auch die drei „Gäste" anschauen. Die hatten sich mittlerweile ins Esszimmer gesetzt. Ich musste zugeben, das ich das Haus für 7 Personen eigentlich doch ziemlich klein finde.

Als er sie sah, zuckten ganz kurz seine Mundwinkel, er räusperte sich allerdings kurz, und ging auf sie zu um sich vorzustellen. Er gab ihnen ebenfalls die Hand, woraufhin sie aufstanden und sich auch vorstellten. „Guten Tag, Chris Sievers mein Name." Nachdem er dies sagte, und sich die drei vorstellten, ging er nochmal mit mir und meiner Mutter in die Stube.

„Wo schlafen die drei? Wir haben kein Gästezimmer." „Mam sagte, zwei bei mir, und einer auf meinem Sofa." „Zwei bei dir?" „Jep." Er räusperte sich noch mal ganz kurz. „DU HAST DOCH NE MACKE!!!!!" „Ach komm Schatz, so schlimm ist es auch nicht." „Nicht so schlimm? Du willst wirklich das diese….diese Männer bei meiner Tochter schlafen?" „Ich bin doch schon alt genug, ich kann mich gut beherrschen, die auch." „Du bist aber immer noch meine Tochter! Und ich lasse es ganz sicher nicht zu das diese drei dir den Kopf verdrehen!" Typisch mein Vater, immer schön auf seine Tochter aufpassen wollen. Ich seufzte nur. Meine Mutter schickte mich schon mal raus, um das Klappbett von oben zu holen, während sie meinen Vater beruhigt.

Ich ging also raus, und nahm mir noch Vinc mit, um mir zu helfen, allerdings kamen die anderen beiden auch hinterher. Ich schickte sie in mein Zimmer, und ging mit Vinc auf den Dachboden um das Bett zu holen. Wir stellten es dann genau neben meines auf, da dort der Gang am breitesten war. Danach holte ich noch schnell Bettwäsche, und bezog es. Eine schöne Blümchen Bettwäsche, immerhin wollte ich mir auch ein kleinen Spaß erlauben. Sie schauten zwar ziemlich skeptisch, aber dies war mir egal.

„So, jetzt die Zimmerverteilung, also Zack und Vinc hier, und Seph unten auf der Couch." „Find ich gut." „Vergiss es!" „Nun komm aber Seph, wir werden ihr schon nichts antun." Seph knurrte Zack nochmal zu, woraufhin ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. „Es ist hier nur Platz für 2 Personen, also muss nun einmal einer unten schlafen, und da ich kaum glaube das du mit einem von den beiden in einem Bett schlafen willst, musst du leider nach unten." ‚Oder das einer von den beiden mit dir in einem schlafen wollen.'
„Vergiss es!" Der Kerl macht mich noch Wahnsinnig. „Und was schlägst du dann vor?" Er ging an uns vorbei in das Zimmer von meinem kleinen Bruder, der gerade fleißig am Computerspielen war. Er ging auf ihn zu, und blieb vor ihm stehen, dabei sein Blick genau auf ihn gerichtet. Der kleine fing an zu schlucken, was ich bemerkte, und mich strafend vor Seph stellte.

„Hier ist genügend Platz." „Wofür denn?" Der kleine sprach mich mit leiser und ängstlicher Stimme an, ich zuckte nur mit den Schulter. „Das Bett wird hier aufgestellte." „Was? Aber das ist mein Zimmer!" Seph knurrte Alex kurz an, woraufhin er gleich zustimmte, bevor ich noch etwas sagen konnte, und Seph daraufhin das Bett dort reinstellte. „Toll, jetzt hast du deinen Willen. Zufrieden?" Ich ging wieder in mein Zimmer und setzte mich aufs Bett. Vinc und Zack wurden zusammen mit Alex nach unten verbannt.

Er kam mit einem Lächeln auf mich zu und legte sich in mein Bett, wobei ich ihn wütend ansah. Ich kann es nämlich überhaupt nicht leiden wenn jemand anderes in meinem Bett liegt, außer mir, selbst meine damaligen Freunde hatte ich dies verboten, und deswegen immer bei denen Übernachtet.
„Ich werde hier schlafen." „Das ist mein Bett." Knurrte ich ihn an. „Ich weiß, deswegen ja." „Du hast sie ja nicht alle. Also Punkt eins, lasse ich niemanden außer mir hier schlafen! Und zweitens ist dies ein Ein-Mann-Bett, und kein Doppelbett! Also raus da!" Er lächelte mich wieder an, und zog mich dann zu sich runter.
„Ich bleibe hier." „Das lass ich nicht zu!" „und wer will mich daran hindern?" ‚Mein Vater wird dich umbringen.' „Ich will nicht dass du hier schläfst!" „Du kannst machen was du willst, ich bekomme eh meinen Willen." Damit schien die Unterhaltung eigentlich schon verloren. „Du bist fies Seph, weist du das?" „Ich weis."

Nach etlichen Minuten, gab ich mich dann geschlagen, ändern konnte ich an seiner Entscheidung nichts mehr. Damit stand jetzt die Zimmerverteilung wie folgt vor. Zack und Vinc bei Alex mit im Zimmer, in einem externen Bett, während Seph bei mir in meinem kleinen mit schläft. Jetzt fragte ich mich nur was mein Vater dazu sagen wird, wenn er schon ausgerastet war, als zwei nur in einem externen Bett bei mir im Zimmer schlafen sollten.

Kapitel 106:

„Würdest du mich jetzt bitte los lassen?" „Warum sollte ich." „Weil ich es will." „Das stört mich nicht." „Ach Seph, bitte." Er zog mich noch mehr zu sich runter und vergrub sein Gesicht in meinen Haaren. „Solange wir Zeit für uns haben, will ich sie auch nutzen." „Wir haben aber keine Zeit." Ich versuchte mich aufzurichten, schaffte es aber mal wieder nicht.

„Dein Haar riecht gut." „Ja, Aprikose. Und jetzt lass mich los." „Was ist das?" „Eine Frucht." „Die du dir in die Haare machst?" Ich seufzte kurz. „Ja, weist du. Ich tu sie vorher in den Mixer, und schmiere sie mir dann rein." „Würde ich nicht machen." „Ach Seph, du raubst mir noch den letzten Nerv." Er musste bei meinen Worten lächeln. „Das ist ein ganz normales Haarshampoo, nix besonderes. Kann man in jedem Drogerie-Markt kaufen." „Das dachte ich mir schon." „Und warum fragst du dann?" „Einfach so." „Du hast sie echt nicht mehr alle." Ich musste bei dieser absolut Sinnlosen Unterhaltung lachen. „Sag mal Jan, wie w…" „Jenni!" Er seufzte kurz. „Ja, Jenni." „Du wolltest was sagen?" Er schwieg kurze Zeit. „Seph?" „Es ist nichts." Ich zuckte mit den Schultern. „Dann kann es ja nichts Wichtiges gewesen sein." „Ja." Nun vergrub er sich noch mehr in meinen Haaren.

„Wirklich alles in Ordnung mit dir?" Er ließ mich los, woraufhin ich schon etwas stutzte, mich dann nach rechts von ihm abrollte, und ihn ansah. Ich strich ihm eine Strähne aus seinem Gesicht, während er sich zu mir drehte, und mich anlächelte. „Wieso hattest du mir dies nie gesagt?" Ich schaute ihn fragend an. „Was denn?" „Du bist das bes…" „Jenni, essen ist fertig." „Mein kleiner Bruder." Ich richtete mich seufzend auf. „Wollen wir?" Er sah mich schmunzelnd an, und stand auf, woraufhin ich ihm folgte. „Was wolltest du eigentlich sagen?" „Nichts Wichtiges." Damit verließ er mein Zimmer und ging nach unten. „Männer." Ich folgte ihm Kopfschüttelnd.

„Was habt ihr denn dort oben so lange getrieben?" „Nicht jugendfrei." Somit ging ich an Alex vorbei ins Esszimmer. Da unser Platz nicht ganz ausreichte, mussten sie den Tisch ausziehen. Mein Vater saß am Kopfende, während meine Mutter rechts von ihm sitzt, und gleich daneben Alex. Ich setzte mich links von meinem Vater, neben mir saß Seph, daneben Vinc, und dann Zack. Wir wünschten uns alle einen Guten Appetit, und fingen an.

Während wir aßen, erklärte ich den dreien, was es alles auf dem Tisch sei, vom Käse bis hin zur Wurst. Meine Eltern schauten dabei ziemlich skeptisch zu mir als ich mit ihnen sprach. Meine Mutter fragte die drei nach allen möglichen Sachen, wobei ich meistens die antworten gab, z.B. wo sie genau herkommen, wie sie herkamen, und wie die Reise war.
Nachdem wir fertig waren, half ich ihr noch mit dem Abräumen, während sich nun mein Vater mit ihnen unterhielt, und ich dabei hoffte das sie nichts falsches sagen würden.

„Wie lange gedenken sie denn hier zu bleiben?" „Solange es nötig ist." „Was denn?" „Unsere Kultur zu erlernen Papa." „Können die drei nicht selbst reden?" „Doch schon, aber sie sind eben sehr zurückgezogen." „Also passen sie perfekt zu dir." Ich knurrte Alex an. „Alex, nur weil deine Schwester so vernünftig ist, hier nicht gleich jeden Kerl mit anzuschleppen, ist sie noch lange nicht schüchtern." „Das stimmt." Kam es im Chor. ‚Warum müsste ausgerechnet ihr mir in den Rücken fallen.'

„Ok, da sie ab heute in den Zimmer meiner Tochter schlafen werden, wird es ein paar Regeln geben." Ich räusperte mich kurz nach dem Satz. „Eigentlich haben sie das Bett in Alex Zimmer verfrachtet." Auf den Lippen meines Dads entstand ein kleines Lächeln. Zack und Vinc wurden von meiner Mutter raus gewunken, da sie ihnen noch etwas zeigen wollte. Mei Vater schaute nun zufrieden zu Seph. „Das freut mich, dann sind sie ja doch ganz vernünftig." „Ja, und der große hier schläft bei Jenni im Bett mit." ‚Du kleine Ratte.'

Ich hätte ihn Ohrfeigen können, man kann doch sowas nicht meinem Vater direkt sagen. Jedenfalls fingen schon seine Mundwinkel an zu zucken. „Papi, ich wollte es dir noch sagen, aber die Zeit hatte eben nicht gereicht." Er drehte sich zu mir um. Ich sah ihn mit großen Augen an. „Papi, ich habe dich doch lieb." Er atmete einmal tief durch. „Das kommt überhaupt nicht in Frage junge Dame." „Aber Papi." „und da hilft dir auch kein Papi." „Aber ich.." „Wir sind seit längerem leiert." ‚Kannst du nicht einmal die Klappe halten!' „WAS???"

Mein Vater sprang auf und sah mich an. „Wieso wusste ich davon nichts? Das kannst du doch vor mir nicht geheim halten! Ich bin dein Vater!" „So viel zum Thema nicht irgendwelche Kerle ins Haus holen." Mein kleiner Bruder musste dabei kichern. „Du hältst dich da raus!" Kam es von uns beiden, woraufhin er gleich das Krisengebiet verlies. „Also junges Fräulein! Erklär mir das." ‚Na toll, und jetzt?' Ich sah zu dem Kerl der mir dies antat.

Kapitel 107:

Seph stand auf und trat hinter mich, dann schlang er seine Arme um meine Hüfte, und sah meinem Vater in die Augen. ‚Ich glaube das geht nach hinten los.' ich konnte nur seufzen. „Ihre wundervolle Tochter und ich sind seit längerem zusammen, und würden dies für die Zukunft auch bleiben."
Nun lächelte er meinen Vater sogar an. „Natürlich nur wenn sie, als ihr Vater, es uns gestatten. Ich verspreche ihnen, das ich sie ihnen nicht wegnehmen werde." ‚Seit wann kannst du so nett sein? Warum bist du das denn nicht mal zu mir?' Ich schaute ihn mit großen Augen an, und konnte nicht glauben was ich da hörte, und glaube auch kaum dass mein Vater dies tut.

„Ich verstehe. Dann muss ich wohl akzeptieren das meine kleine Tochter langsam eine erwachsene Frau wird." „Papa!" ‚Du glaubst ihm doch nicht? Der kann ein richtiges Monster sein! Ich rede aus Erfahrung!' Ich sah ihn Fassungslos an. „Wenn sie ihr ein Haar krümmen, dann bekommen sie es mit mir zu tun! Verstanden?!" „Natürlich Herr Sievers." ‚Was soll denn das? Der hat mir schon viel mehr als nur ein Haar gekrümmt!'

Ich konnte gar nichts sagen, war wie gelähmt durch das Verhalten von meinem Paps, ich meine sonst hat er gleich jeden meiner damaligen Freunde vor die Tür gesetzt, und der hier? „Schön, dann verstehen wir uns. Dennoch bin ich nicht damit einverstanden das sie im Bett meiner Tochter schlafen!" ‚Gott sei Dank, er ist wieder der alte.' Ich atmete erleichtert auf.
„Aber ich werde ihnen gerne einen Schlafsack ins Zimmer bringen, dann können sie auf dem Boden schlafen." ‚Das glaub ich nicht!' „Werde ich hier vielleicht auch mal gefragt?!" Jetzt wurde es mir zu viel! Ich wollte meinen alten Vater wieder haben, und außerdem meine Ruhe in meinem Zimmer! Ist das zu viel verlangt? Mein Vater blickte mich nun fragend an, während Seph lächelte, und mit seinen Lippen meinem Mund sanft verschloss, damit ich nicht noch mehr sagen konnte.

Ich sah richtig wie mein Vater anfing zu kochen, allerdings hielt er sich zurück, und verließ im rasanten Tempo das Zimmer. Nachdem er weg war, hob Seph die Versiegelung auf. „Ich sagte doch, ich bekomme immer meinen Willen." „Ich hasse dich!" „Ich weis." Er gab mir noch einen kleinen Kuss auf die Wange, und ließ mich dann los. Ich ging von ihm weg in Richtung Flur. Jetzt suchte ich erst einmal die anderen beiden, und meine Mutter, wer weis was sie mit ihnen anstellt.
Ich schaute zu erst in die Stube, dort sah ich allerdings nur meinen Vater wie er knurrend ein Stück Papier würgte. ‚Das hättest du lieber mit Sephs Hals machen sollen.' Ich musste bei dem Anblick schmunzeln, und ging leise wieder raus, damit er mich nicht bemerkt. Dann ging ich ins Bad, bzw. Klopfte an. Dort war nur mein kleiner Bruder der gerade badetet. Nächste Station, oben.

Ich ging also die Treppe rauf, und schaute zuerst in mein Schlafzimmer, dort war keiner, auch nicht in dem von meinem Bruder. Ich ging dann noch ins Schlafzimmer meiner Eltern, und sah die drei sitzend auf dem Bett. Als ich verwundert näher kam, hätte ich die drei am liebsten am Arm rausgezogen, und meiner Mutter die Hölle heiß gemacht.

„Hallo Schatz, schon mit deinem Vater fertig gesprochen?" „Der hat gerade einen Nervenzusammenbruch. Aber was viel wichtigeres. Das ist doch nicht das wofür ich es halte, oder?" Sie sah mich lächelnd an, genauso wie auch Zack. Vinc hingegen schaute mich zwar auch an, allerdings ohne Gefühlsregung, dies muss aber nichts heißen.

„Mam?" „Ach nun komm aber Jenni, dies sind doch nur ein paar Kinderfotos." Ja, mit mir in der Hauptrolle, oder was?" Ich konnte es nicht fassen. Musste sie denn wirklich jeden den ich mal mitbringe diese blöden Bilder zeigen? Vor allem auf eines ist sie immer ganz stolz. Da sitze ich gerade mit einem pinken Kleid auf einen Stuhl und spiele Prinzessin, das findet die so niedlich, das sie dies immer wieder zeigen muss.

„Och Mam! Dies muss doch nicht sein!" „nun beruhige dich mal, es ist doch nichts dabei. Außerdem solltest du stolz darauf sein." Ich fing vor Wut an zu knurren, allerdings kann ich damit meine Mutter nicht aus der Ruhe bringen. Sie sah mich nur mit einem Lächeln an und schlug dann das Album zu. „Beim nächsten Mal zeige ich ihnen dann die Babybilder." Damit ging sie siegesgewiss an mir vorbei.

„Also ich fand dies nicht so schlimm, ich meine das macht doch jede Mutter." Ich ging knurrend auf Zack zu und fing an ihn aus zu kitzeln. „Du hast ja keine Ahnung wie viele schon diese Bilder gesehen haben." Nun musste auch noch Vinc anfangen zu lächeln. „Ach du also auch?" Ich sah ihn schmollend an. „Ihr beide seit richtig gemein zu mir." Ich setzte mich aufs Bett und drehte mich schmollend von den beiden weg. „Ich fand die Bilder sehr niedlich." „ich sagte doch du bist gemein." Vinc schloss mich in seine Arme und zog mich zu sich, allerdings setzte sich Zack nun neben mich, und schloss seine Arme von der anderen Seite um mich, nun hatte ich die beiden schon wieder beidseitig liegen. „Das weckt Erinnerungen." „Ach ja, welche denn?" „Zwangsurlaub." Sagte ich kurz und knapp, wobei ich anfangen musste zu lachen.

„Was treibt ihr hier?" Ich sah zur Tür wo Seph uns gerade verärgert ansah. „Spaß." Brachte ich wieder kurz und knapp hervor, dann stand ich auf und ging in mein Zimmer. „Ich bitte jetzt für die nächste Zeit nicht gestört zu werden, da ich noch Hausaufgaben machen muss. Ihr könnt euch ja anderweitig beschäftigen." Ich schloss meine Zimmertür, und begab mich zu meinem Schreibtisch, um anzufangen.

Kapitel 108:

Als ich meine Bücher rausholte, hörte ich wie ein paar Bekloppte regelrecht die Treppe runter liefen. „Hoffentlich fallt ihr hin und brecht euch das Genick." Brabbelte ich vor mich hin während ich über ein paar Seiten aus meinem Sozialkundebuch sah, musste nämlich 20 Seiten lesen, da wir morgen darüber einen Test schreiben wollen, und ich leider gestern keine Zeit mehr dazu hatte, da ich von so einem blöden Ball am Kopf getroffen wurde, und dank dem jetzt 3 Bescheuerte durch Haus jagen. Nachdem sie endlich Ruhe gaben, konnte ich mich ganz auf den Lernstoff konzentrieren.

Jedenfalls versuchte ich dies, denn nach 10 Minuten ging es mit dem Lärm weiter, allerdings auf dem Hof, und da, wie schon gesagt, mein Fenster auf eine wunderschöne Wand fällt, hatte ich hier ein perfektes Echo. Nachdem weitere 5 Minuten vergangen waren, stand ich auf und ging zum Fenster.

„JETZT IST HIER VERDAMMT NOCHMAL RUHE, ODER IHR LERNT MICH KENNEN!!!!!!!"

Damit schloss ich das Fenster wieder und setzte mich hin. Ruhe gaben sie dann auch, ich hoffte für ihre Gesundheit bis ich fertig bin. Und mein Hoffen ließ mich lange nicht im Stich, sie schafften es doch tatsächlich ne ganze Stunde lang ruhig zu bleiben, wie oder was sie machten war mir egal, Hauptsache nicht in meiner Nähe.

Irgendwann kam mein kleiner Bruder zu mir ins Zimmer und gab mir noch schnell seine Hausaufgaben, damit ich einen Blick drauf werfen konnte, was ich auch tat und ihn dann stolz wieder nach unten schickte um mich wieder um meine Sachen zu kümmern.
Als er aus der Tür rausgehen wollte drehte er sich noch einmal zu mir um. „Ach Jenni, sag mal, ist es eigentlich normal das Zack alles macht was Sephiroth von ihm will?" Ich schaute den kleinen fragend an. „Wieso?" „Na weil er ihm befohlen hat 200 Kilometer zu laufen, und er sich gleich dranmachte." Ich schaute ihn ungläubig an. „200 Kilometer, hier? Da läuft der ja durch mehrere Landkreise." „Ich würde mehr erschrocken sein über die Länge der Strecke, da ist der doch sicher Übermorgen noch nicht fertig." „Ach, keine Sorge, mansche brauchen auch nur 3 Stunden für 120 Kilometer, der schafft das locker in weniger." Ich drehte mich wieder zu meinem Buch um und las weiter, während er ratlos raus ging.

Nach dem ich nun kein weiteres Wort mehr rein bekam, fing ich an mit Mathe. Da musste ich zum Glück nur 3 Aufgaben lösen, allerdings bestanden die jeweils aus 5-8 Teilaufgaben. Als ich dies auch meisterte legte ich die Sachen wieder zurück in meine Schublade, nur um sicher zu gehen schloss ich sie auch gleich ab, wer weiß schon was die bis morgen früh hier noch anstellen werden.

Ich ging nun streckend und gähnend die Treppe runter, wir hatten es jetzt ungefähr 21 Uhr, solange brauchte ich nie für Hausaufgaben, da ich die eigentlich Nachmittags erledige, aber das ging heute ja nicht, und wird die nächsten Tage wohl so weiter gehen. Jedenfalls gönnte ich mir jetzt erst mal ein schönes Schaumbad mit Lavendelduft, das hatte ich mir echt verdient.

Ich ging also ins Bad und ließ schon mal das Wasser rein laufen, dann zog ich mich aus, schlang mir noch schnell ein Handtuch um und band meine Haare nach oben zusammen, damit sie nicht nass wurden. Eigentlich mach ich das immer so, das ist bei mir eine Angewohnheit. Danach gehe ich immer ins Esszimmer, und hole mir etwas zu lesen zur Entspannung, wie auch dieses mal. Ich gehe also schön nur mit einem Handtuch das mir von der Brust bis zu der Mitte meiner Oberschenkel geht den Flur entlang Richtung Esszimmer.

Als ich hineinging, bemerkte ich erst mal nichts, da ich schnurstracks auf den Bücherschrank zu ging, und mich vor ihm hinstellte um mir eines rauszusuchen. „Willst du mich verführen?" Ich drehte mich schreckhaft um, leider so Doll, das sich die eine Ecke des Handtuches löste, und es beinahe nach unten gesaust währe wenn ich es nicht festgehalten hätte. „Vinc, erschreck mich doch nicht so." Er lächelte mich an und kam auf mich zu. Er blieb genau vor mir stehen und sah mir in die Augen. „Seph?" fragte ich ihn vorsichtig, weil ich keine Lust hatte, das er mich jetzt auch noch so sieht. „Treibt Zack an."

Ich atmete erleichtert aus, danach drehte ich mich wieder um, und nahm mir einfach irgendein Buch mit meiner linken Hand, die andere brauchte ich immerhin zum festhalten des Tuches. „Ich glaube diese Szene hatten wir auch schon mal." Gab ich spaßig von mir. „Ja, nur damals war noch jemand andere mit im Raum. „Ja, das stimmt." Als ich mich wieder umdrehen wollte legte Vinc seine Arme um mich. „Aber jetzt sind wir alleine." „Vinc?" Er sagte nichts, sondern zog mich nur mehr an sich. „Vinc, nichts für ungut, aber ich muss zurück ins Bad, sonst läuft noch das Wasser über." Er lächelte kurz und ließ mich dann los. Ich drehte mich schmunzelnd zu ihn um, und ging dann zurück ins Bad.

Kapitel 109:

Da ich nun wusste das Seph nicht hier ist, konnte ich mich richtig entspannen und brauchte dafür auch nicht die Tür abschließen, denn dies ist eigentlich in diesem Haus verboten, für den Fall das mal etwas passiert, und ich hier mit Musik und Buch nichts mitbekomme von der Welt da draußen.

Ich stieg in das schöne warme Wasser und ließ meinen ganzen Körper abwärts meines Kopfes damit bedecken. Danach nahm ich mir das Buch zu Hand und fing an zu lesen. Im Hintergrund hörte ich lediglich Radio.

„Du solltest lieber abschließen." „IEHHH" Ich schreckte auf und sah in zwei rote Augen. „Vinc? Was machst du hier?" Nachdem ich merkte wer es war, beruhigte ich mich wieder. „Dich ansehen." „Hä? Wie lange bist du denn schon hier?" „Ein paar Minuten sicher, aber…" bevor er weitersprach nahm er mir noch das Buch aus der Hand. „…das Buch scheint interessanter zu sein als deine Umgebung." Ich musste lächeln. „Das ist bei mir immer so, ich konzentriere mich ganz auf eine Sache und vergesse die Welt um mich." Er sah mich mit einem kleinen lächeln an und setzte sich auf den Rand der Wanne. Jetzt war ich richtig froh, das ich soviel von dem Badezusatz rein kippte, dadurch hatte ich wenigstens eine große Schicht aus Schaum über mir.

„Was ist? Willst du mit rein?" Ich sagte dies lediglich aus spaß um die Stimmung anzuheben. „Gerne." „Wa?" Ich schaute ihn fragend an, während er dabei war sich auszuziehen. „Vinc, das war ein Scherz." Er lächelte mich kurz an und zog nun auch seine letzten Teile aus, während ich ganz untertauchte. Ich spürte dann auch schon wie das Wasser verdrängt wurde, und ich angehoben wurde. Ich reckte mich wieder aus dem Wasser, und befand mich in Vinc Arme, der sich hinter mich setzte. Er legte seine Arme um mich, und zog mich zu sich ran. „Vinc?" „Ich möchte lediglich deine Nähe spüren, mehr nicht." Damit vergrub er sein Gesicht in meinen Nacken. „Wenn es weiter nichts ist." Ich rutschte etwas nach unten und lehnte mich an seine Brust, dann schloss ich die Augen.

„Dein Herzschlag ist schneller, oder kommt mir das nur so vor?" Er drückte mich noch mehr an sich. „Es kommt dir nur so vor." Es war richtig schön entspannend, ich währe beinahe eingeschlafen wenn nicht das Radio im Hintergrund laufen würde.

„Weist du Vinc, für mich bist du wie ein großer Bruder." Als ich dies sagte zog er seine Arme noch fester um mich. „Ein großer Bruder?" „Ja, so einen wie ich mir immer wünschte, jemand der für einen da ist und seiner kleinen Schwester hilft." Er ließ sich so weit nach unten gleiten, das er mir leise etwas zu flüstern konnte. „Und was ist wenn ich mehr will?" Eh ich noch etwas sagen konnte stand er auf, und schlang sich ein Tuch um, danach ging er gleich mit seinen Sachen auf dem Arm raus.

„Habe ich was Falsches gesagt?" Ich ließ mich bis zum Mund ins Wasser sinken und dachte nach.
Kurze Zeit später stieg ich dann auch aus der Wanne, trocknete mich ab, und zog mir mein kurzes rot-weißes Nachthemd an, dann ließ ich noch schnell das Wasser raus, und ging in meine kleine Fernseher Ecke.

Vinc stand schon wieder angezogen an der Wand, während ich an ihm vorbei ging, und mich auf mein Sofa setzte. Ich legte meine Knie auf das Sofa, und Winkelte meine Beine an, dann nahm ich mir die Fernbedienung vom Tisch und schaltete den Kasten an. „Du kannst dich auch gerne neben mich setzten." Ich lächelte ihm zu, woraufhin er sich neben mich setzte.

„Was ist das?" „Keine Ahnung, irgendeine Soap, oder TV-Serie, jedenfalls nichts für meinen Geschmack, für dich?" Er schüttelte nur zur Verneinung den Kopf, woraufhin ich einfach durch zappte in der Hoffnung einen geeigneten Sender zu finden. Ich kam dann bei einem Horrorfilm an, den ich auch laufen lies, denn so was mag ich abends. Nur leider war der extrem. Selbst bei manschen muss ich mich ekeln, z.B. wenn jemand noch bei vollem Bewusstsein ist, und ihm wird einfach so die Haut abgerissen, oder das Auge rausgeholt, oder irgendwelche Körperteile abgeschnitten.

Als der Film an eine solche Stelle kam, zuckte ich zusammen, und sah kurz weg. „Da tut es einem richtig beim hinsehen weh." Vinc zog mich nach dieser Aussage zu ihm, was ich annahm, und meinen Kopf auf seine Schulter legte. Wir sahen uns den Film zu ende an, und bei jeder solchen Szene krallte ich mich kurzzeitig in Vinc Schulter. „Ich find solche Filme einfach klasse." „Dennoch wendest du den Blick ziemlich oft ab." „Ja, aber nur weil ich es mir lebhaft vorstelle." Nun musste er lächeln. Er fing nun an mir über den Rücken zu kraulen, woraufhin ich mich mehr an ihn schmiegte.

Als der Film zu Ende war, richtete ich mich wieder auf und streckte mich, dann gab ich Vinc die Fernbedienung für den Fall das er sich noch etwas ansehen wollte, denn ich hatte genug. Er lehnte dankend ab, weswegen ich den Fernseher ausschaltete. „So langsam müssten die beiden eigentlich wieder kommen." „Bestimmt gleich." Ich lächelte ihn an und stand auf. „Dann will ich mal rausgehen, und schauen ob man Zacks Klagen schon hören kann, oder Sephs ansporn Bemühungen.