Kapitel 110:

Ich ging raus auf den Hof, und dann zum Tor zur Straße, und sah raus. Vinc war mir gefolgt, und wir standen nun lehnend an der Hauswand. „Die lassen sich aber sehr lange Zeit." „200 Kilometer sind nicht gerade wenig." „Recht haste. Ich würde schon auf der Hälfte zusammenbrechen." Wir lächelten kurz, und schwiegen dann wieder.

„Jenni, wie sieht das mit dir und Sephiroth eigentlich aus?" Ich schaute ihn fragend und verwundert an. „Wieso willst du dies Wissen?" „Neugier." „Ist der schlimmste Feind der Menschheit." Gab ich Augenzwinkernd zurück, woraufhin er mich fragend ansah. „Vergiss es. Tja, und zwischen mir und Seph? Keine Ahnung. Man hat bei ihm keine festen Anhaltspunkte, mal ist er nett, und dann wieder Besitzergreifend, und sowas kann ich überhaupt nicht leiden."

„Also seid ihr nicht leiert?" Ich sah ihn verwundert an. „Wie kommst du darauf? Seid wann sollte ich dies denn sein? Der ist die reine Plage, ich meine ich kann doch gar nichts mehr alleine machen wenn der da ist. Weder alleine zur Schule gehen, noch alleine schlafen." „Wieso?" „Ach ja, sorry, hatte euch ja noch nichts gesagt. Seph hat vorhin beschlossen bei mir mit im Bett zu schlafen."
Er sah mich mit hochgezogener Augenbraue an und räusperte sich kurz. „Und du hast eingewilligt?" „Ganz sicher nicht! Nur leider konnte ich nicht gegen seinen Willen angehen, wie sagt er immer so schön, wenn ich etwas will kriege ich es auch, das ist echt zum verrückt werden." „Ich versteh. Gut, wenn er so spielt werde ich mich nicht mehr zurückhalten." „Was meinst du denn jetzt damit?" Er sah mich lächelnd an. „Wirst du bald merken." „Och Menno, ich hasse warten." Gab ich trotzend von mir.

Während ich versuchte Vinc auszuquetschen was er damit meinte, kamen schon unsre beiden Athleten zurück. Man konnte jedenfalls dank der leeren Straßen genau hören das gerade jemand angelaufen kommt, und vor allem das Zack am Fluchen war. „Ich würde nicht mal mehr die Kraft für ein Hallo haben, und der flucht wie ein Weltmeister." Sagte ich belustigend als sie um die Ecke bogen.

„Das ist ja auch schön das ihr schon hier seid, dann kann ich ja endlich abschließen. Also rein mit euch, und gleich unter die Dusche!" Ich ließ die beiden reinlaufen, und schloss die Tür hinter uns. „Ich werde…..ganz sicher……nicht mit……ihm….zusammen…….duschen." „Jetzt atme erst mal tief durch Zack, und von mir aus könnt ihr auch getrennt drunter gehen, nur bitte heute noch." Damit ging ich an den beiden vorbei zurück ins Haus, dicht gefolgt von Vinc.

„Also ich gehe jetzt schon mal schlafen, muss morgen ja wieder früh raus." „Wann denn?" „6:30 Uhr muss ich aufstehen, und dann 7:30 Uhr das Haus verlassen, aber ich glaube dank euch stehe ich lieber ne halbe Stunde früher auf. Muss ja für euch Frühstück machen." ‚Ich klinge wie meine Mutter, naja ich komme mir eh vor wie eine Mutter mit ihren drei Söhnen, ihren durch geknallten Söhnen, und einen lieben.' Ich musste bei meinen Gedankengängen anfangen zu lachen, was Vinc nicht ganz verstand, aber nur mit der Schulter zuckte.

„Ach ja, Vinc ich habe für euch Schlafsachen raus gelegt, die liegen im Bad auf dem Hocker am Fenster, bitte sei doch so lieb und gebe es denn anderen beiden weiter." Damit ging ich die Treppe rauf in mein Zimmer und legte mich ins Bett, und stellte meinen schönen Wecker, in der Hoffnung das er lange überleben wird. Alex hatte sich ebenfalls bereits hingelegt, und schlief schon fest. Dieses mal mussten wir ja die Zimmertür offen lassen, damit die anderen beiden lautlos reinkamen, und den kleinen nicht gleich aufwecken, jedenfalls hoffte ich dies für ihren Seelenfrieden.

Nachdem ich nun versuchte einzuschlafen, was nicht gerade einfach war, dank des Lärms den sie unten veranstalteten, stand ich noch einmal auf, und ging runter. Mich wunderte nur das meine Eltern noch nichts gesagt hatten, aber naja, vielleicht dachten sie sich, das sie sich erst mal an die neue Umgebung gewöhnen müssen. Als ich unten ankam, ging ich ins Esszimmer, und sah Seph dort mit Vinc sitzen.

„Was ist denn das hier für ein Lärm? Ich will endlich schlafen." Ich setzte mich müde neben dem schwarzhaarigen, und lehnte mich an seine Schulter. „Haben wir dich geweckt?" „Nein, konnte doch gar nicht einschlafen dank euch. Über was habt ihr euch denn so laut unterhalten?" „Nicht besonderes, geh wieder schlafen." Ich sah ihn lächelnd in die Augen. „Dann lass uns ins Bett gehen Vinc." Als ich das sagte bekam ich ein knurren von Seph zu hören, woraufhin ich ihn fragend ansah.

„Du musst erst noch duschen bevor ich dich in mein Bett lasse." Damit stand ich auf und Vinc folgte mir. Ich ging mit ihm zusammen leise nach oben, um Alex nicht aufzuwecken. Ich legte mich dann in mein Bett, während er sich auf das Klappbett im Nebenzimmer legte, allerdings so, das er zu mir sehen konnte. Ich lächelte ihn noch mal zu, und drehte mich dann zur Wand um einzuschlafen, was mir dank der kurzeitigen Ruhe schnell gelangte.

Kapitel 111:

Als ich aus irgendeinem Grund wach wurde, sah ich schon Seph links von mir liegen. Da mein Bett doch ziemlich klein ist für 2 Personen, vor allen wenn einer sich so breit macht wie der neben mir, blieb mir nur ein kleines Stück an der Wand, so das ich auf der Seite lag. Ich seufzte kurz, und versuchte mich irgendwie umzudrehen, was mir aber hätte nur gelingen können wenn ich ihn aufgeweckt hätte. Da ich aber nicht gerne so liege, vor allem nicht so in die Enge getrieben, legte ich mich notgedrungen näher an ihn und legte meinen Kopf auf seine Brust, damit ich ein wenig mehr Platz hatte, und schloss meine Augen wieder. Während ich versuchte einzuschlafen, drehte er sich im Schlaf auf die Seite, jetzt hatte ich wenigstens mehr freie Fläche zum schlafen.

‚Oh man, und da sagt er ich hätte einen unruhigen Schlaf.' Er drehte sich fast alle 2 Minuten um, jedesmal musste ich mich an die Wand zwängen, oder konnte mich wieder frei entfalten, an einschlafen war überhaupt nicht zu denken. Irgendwann hat es mir dann gereicht, weswegen ich ihn einfach gegen die Rippen schlug, und er dadurch aufwachte, allerdings tat ich so als würde ich schlafen. Dadurch das er jetzt wach war, hatte ich meine Ruhe. Na ja, ich hätte sie am liebsten gehabt, er drehte sich noch einmal um, und fing an mir über die Haare zu streichen. Da ich dies jetzt nicht gebrauchen konnte, drehte ich mich auf den Rücken mit dem Gesicht zur Wand hin, in der Hoffnung er lässt mich zufrieden schlafen.

Wieder nichts, jetzt fing er an mir über die Schulter zu streicheln. ‚Kannst du nicht einfach wieder einschlafen?' Ich zog sie einmal kurz an, was ihn aber nicht dazu brachte auf zu hören. Deswegen drehte ich mich wieder auf die Seite zur Wand hin. Kurzzeitig hatte ich jetzt meine Ruhe, bis er sich an mich legte, und seine Arme um mich schlang. ‚Und dabei wollte ich nur etwas mehr Platz, jetzt habe ich noch weniger als vorher.'

Er zog mich mehr zu sich ran, am liebsten hätte ich die Augen auf gemacht, und ihn eine gescheuert, aber ich wollte auch nicht das die anderen wach wurden, da immer noch die Tür zum Zimmer meines Bruder offen war. „Warum hattest du es mir nie gesagt?" Er flüsterte es ganz leise, so das ich es kaum verstehen konnte und drückte mich noch mehr an sich um sein Gesicht wieder in meinen Haaren zu vergraben.
Ich wollte mir jetzt keine Gedanken darüber machen, weswegen ich einfach versuchte in dieser Position einzuschlafen, was mir zum Glück auch bald gelang.

„DIDIDIDIDIDIDIDI" „Mh…" Ich schlug mein Arm nach links um den Wecker auszuschalten, traf allerdings nicht ihn, sondern Sephs Gesicht. Ich lehnte mich auf seinen Oberkörper, um den Wecker zu erreichen, und schaltete ihn dann aus. Danach ließ ich mich wieder nach unten sacken, lag nun auf ihn drauf, seufzte und war kurz davor wieder einzuschlafen. „Muss aufstehen." Sagte ich noch im Halbschlaf. Als ich meine Augen einen kleinen Spalt öffnete, sah ich ins Zimmer von Alex, und konnte sehen das mich die beiden fragend ansahen. Ich wunderte mich schon, warum sie so einen Blick drauf hatten, bis ich merkte das jemand seine Arme um mich schlang, und mich festhielt. „Werde ich jeden Morgen so geweckt?" Ich schaute nach oben in Sephs Augen, und sah ihn aus kleinen und müden Augen an.

„Sephiroth?" gab ich schläfrig von mir. Er lächelte und wollte mir einen Kuss geben. Doch bevor er dies machen konnte stand Vinc auf. „Wir sollten uns fertig machen." Ich drehte mich zu ihm, was Seph nur ein knurren entlockte. Ich drückte mich von ihm hoch, und stand auf. Ich streckte mich ausgiebig und ging dann zu meinem Kleiderschrank. Mein kleiner Bruder war nun auch bereits bei vollem Bewusstsein, und ging schon mal an allen vorbei nach unten um sich fertig zu machen. Nachdem ich mir ein paar Sachen für den heutigen tag rausholte, Gähnte ich noch einmal ordentlich. Zack stand nun auch auf, und ging schon mal runter, genauso wie Seph, was mir nur recht sein konnte. Vinc wollte gerade hinterher gehen, ich ging ein paar Schritte rückwärts und ließ mich auch so aufs Bett fallen. „Schlafen." Sagte ich müde und wollte wieder einschlummern.

„Du solltest aufstehen." Ich schaute nach oben zu Vinc, und streckte ihn meine Hand mit einem Lächeln entgegen, welche er ergriff und mich hoch ziehen wollte, ich ihn allerdings zu mir runter zog, und er auf mich landete, dann legte ich meine Arme um ihn. „Ich will schlafen." Sagte ich noch einmal müde und kuschelte mich in meinen selbsternannten großen Bruder. Er erwiderte meine Umarmung, und drehte sich dann so um, das ich nun auf ihn lag, wobei ich meine Augen öffnete und ihn ansah. „Vinc?" Er strich mir ein paar Strähnen aus meinem Gesicht.

„Du solltest früher schlafen gehen wenn du am morgen so müde bist." „Quatsch, ich sollte lediglich durchschlafen, und nicht mitten in der Nacht aufwachen." Gab ich zurück, und drückte mich von ihm hoch, jedenfalls wollte ich es, aber da er die Arme noch um mich hatte ließ er mich nicht von sich runter. „Vinc? Ich dachte ich sollte aufstehen." „Ja." Er ließ mich los, und ich stand auf, nahm meine Sachen an mich und wollte auch runter gehen. „Jenni?" Ich drehte mich zu ihm um. Er schien ein wenig bedrückt zu wirken und etwas sagen zu wollen, schüttelte dann aber seinen Kopf und lächelte mich an „Was machen wir heute?" Ich schaute ihn fragend an, bis ich wusste was er meinte, er war bestimmt der einzige der sich Gedanken darüber machte, was sie machen sollten während ich wieder mal zur Schule muss.

Kapitel 112:

„Da habe ich bis jetzt gar nicht dran gedacht. Naja.." Ich überlegte kurz. „Also Seph wird bestimmt wieder alles unternehmen um mir nicht von der Pelle zu rücken, hmmm…" „Dann komm ich ebenfalls mit." „Hä?" Ich schaute ihn irritiert an während er aufstand und runter ging. ‚Muss ich jetzt schon mit zwei von denen zu dieser lüsternen Meute? Am besten Zack kommt auch noch mit, dann währe das Quartett wieder vollständig.' Ich schüttelte den Gedanken weg. ‚Ich meine es war schon schwer genug eine Erklärung für Seph zugeben, ich kann ja nun schwer sagen alle drei wollen mich beobachten, das geht ja nicht…..obwohl, ne, Gedanken wieder löschen.' Ich schüttelte noch mal meinen Kopf, und ging dann auch runter.

Da Alex im Moment das Bad reservierte, legte ich meine Sachen kurzerhand auf einen Stuhl im Esszimmer, und fing schon mal an mit dem Frühstück machen. Seph ging in der Zwischenzeit nach draußen auf den Hof. Vinc stellte sich im Esszimmer wieder an die Wand, und Zack fragte mich ob er mir helfen könne, was ich gerne annahm.

„Ok, also ich könnte uns noch Brötchen aufbacken, oder Toaste scheiben. Vinc, was hättest du denn gerne?" Er zuckte nur mit den Schultern. „Toll, genauso Schlau wie vorher. Zack, was ist mit dir?" „Ist mir egal." Ich schüttelte nur mit dem Kopf. „Ok, dann ist nur noch einer dran, wenn der jetzt auch egal sagt dann mach ich was ich will."

Ich ging auf den Hof, und sah ihn bei unserer Garage stehen. „Was interessantes gesehen?" Ich ging auf ihn zu, blieb neben ihm stehen, und schaute nun auch rein. Er ging rein, und nahm etwas in die Hand, wobei ich lächeln musste, und zu ihm ging. „Das hat mein Opa für mich gemacht gehabt zum Karneval." Er sah mich mit einem Lächeln an. „Vielleicht sollte ich auch mal zu diesem Karneval, allerdings mit einem echten Schwert." „Hey, nur weil es aus Holz ist, ist es dennoch gut."

Ich hatte von meinem Opi mal zum Karneval ein 1,50m großes Holzschwert bekommen gehabt, das er mit Silbernen Lack besprühte, und es aussah wie aus echtem Stahl. Ich nahm es ihm aus der Hand. „Ich finde es schön. Außerdem findet am Karneval kein Kampf statt, darum braucht man auch nicht mit einem echten Schwert dort aufzutauchen." „Was ist es dann?"

Ich schwang das Schwert so, wie ich es im Training gelernt hatte, und wünschte mir ich hätte dies damals schon gekonnt. „Ein Fest an dem man sich verkleidet." Er sah mich fragend an, ich lächelte ihm zu und richtete das Schwert auf seinen Hals. „Und wenn du mir weiterhin so dumm kommst, vordere ich dich hiermit zu einem Duell, en Garde!" Er sah mich mit hochgezogener Augenbraue an, woraufhin ich gleich das Schwert senkte. „Du verstehst auch keinen Spaß, das ist eine Aufforderung beim Fechten." „Beim was?" Ich atmete tief aus. „Vergiss es." Ich legte das Schwert wieder zurück und ging einmal mit der Hand drüber.

Er stellte sich hinter mich, und nahm das Schwert wieder in die Hand, und gab es mir. Ich nahm es wieder an mich, dann nahm er meine Handgelenke, und führte ein paar Bewegungen damit aus. „Du musst lockerer werden, lass dich führen." Ich machte was er sagte, während er mir ein paar Bewegungen zeigte, und ich dabei lächeln musste.
„Was macht ihr denn da?" Ich riss mich aus Sephs Armen raus, und sah zu meinem kleinen Bruder. „Nichts." „Wow, kann ich das auch lernen?" Ich lächelte ihm zu, und legte das Schwert wieder weg. „Dafür bist du zu jung, außerdem ist das Schwert größer als du." „Och, das ist gemein. Dann frage ich eben Opi ob er mir eines in meiner Größe macht." Damit ging er beleidigt wieder ins Haus.

„Achja!" Ich drehte mich zu Seph um, der mich mit einem etwas geneigten Kopf ansah. „Was möchtest du? Brötchen oder Toaste?" „Mir egal." Ich seufzte kurz und schüttelte mit dem Kopf. „Gut, dann gibt es Toaste." Ich wollte wieder rein gehen, als er mich zu sich zog. „Wenn du willst können wir nachher weitermachen." Er nahm wieder meine Handgelenke und führte sie. „Nein danke, ich muss zur Schule, heute schreibe ich noch eine Arbeit." Ich löste mich von ihm und ging Richtung Haustür. „Aber vielleicht heute Abend vorm Essen." Damit ging ich rein. Seph folgte mir gleich danach.

Ich ging zu den anderen in die Küche. Im Moment war Vinc gerade im Bad, weswegen ich erst mal den Toaster anschmiss. „Und wie viel wollte ihr?" „Also ich möchte nur 2, bitte." Ich nickte Alex zu, und legte zwei rein. „Zack?" „Ich auch." „Ok." Damit legte ich zwei neben dem Toaster. „Seph?" „4." „Na gut." Und damit waren es schon 6 neben dem Toaster. Ich ging dann zur Badtür, und klopfte an. „Vinc, wie viel Toaste scheiben möchtest du denn haben?" Er öffnete die Tür, und ich bekam den Mund nicht zu. „Vinc? Bist du das?" Er lächelte mich an. Er hatte zwar die Sachen an die er sich gestern gekauft hatte, aber er hatte seine Haare offen liegen ohne sein Stirnband, und auch noch Glatt gekämmt. „Du siehst ja toll aus." Sagte ich einfach aus einem Reflex raus. Er lächelte mich noch einmal an, und gab mir einen Kuss auf die Stirn, dann ging er in die Küche.

„2" „Hä?" Ich drehte mich fragend zu ihm um. „2 Toaste scheiben." Ich schaute ihn noch etwas hinterher, denn er sah einfach wundervoll aus, man sah mal sein ganzes Gesicht, und nicht immer versteckt durchs Stirnband, Kragen oder seinen Haaren. Ich schüttelte mich ganz kurz, und ging ihm nach, und legte 2 weiter scheiben auf den Haufen, und stellte die restlichen wieder in den Kühlschrank.

Als nächstes ging Zack ins Bad. Ich holte die beiden scheiben für Alex raus, und gab sie ihm, danach steckte ich die für Vinc rein. „Und was ist du?" „Ich habe noch keinen Hunger, werde nachher in der Pause was essen. Apropo, Alex, hat Mam für dich schon was gemacht?" „Ja, für dich und deine Freunde auch schon, liegt im Kühlschrank oberstes Fach." „Wieso für die drei auch?" „Na weil sie doch mit in die Schule gehen, oder?" Ach stimmt, habe ich ja vergessen, ich wollte ja noch klären was sie machen wenn ich nicht da bin.

Kapitel 113:

„Wie lange hast du denn heute Alex?" „Na bis 11 Uhr." ‚Oh man, ich will auch in die Grundschule.' Das hieß aber auch, das ich die drei nicht hier lassen kann, denn ich habe heute bis nach 14 Uhr, und ich ihn nicht mit ihnen alleine lassen wollte, immerhin wer weis was sie dann für Dummheiten anstellen. Aber zu erst wollte ich das Alex das Haus verlässt bevor ich darüber mit ihnen spreche, nicht das der kleine noch was anderes rausfindet.

Ich war nun mittlerweile bei den Scheiben für Seph angekommen, und legte sie rein. „Das ist auch eine tolle Beschäftigung am frühen Morgen." Sagte ich belustigend zu mir als ich auf die nächsten zwei wartete. Mittlerweile kam Zack auch wieder aus dem Bad raus, im Moment wünschte ich mir richtig das wir noch eines hätten, denn wenn es so weiter geht muss ich hier bald auch um 5:30Uhr aufstehen. Nachdem Seph seine letzten bekam, steckte ich noch schnelle die für Zack rein, und sagte ihm das er sie sich nehmen soll wenn sie fertig sind, damit holte ich meine Sachen vom Stuhl und ging ins Bad.

Ich machte mein Morgendliches Ritual, Umziehen, Haare kämmen, Zähne putzen und danach noch eincremen. Heute hatte ich mir als Sachen eine kurze Jeanshose und ein schwarzes Top rausgesucht, ganz entsprechend des warmen Tages der heute kommen soll. Nachdem ich fertig war kam ich raus, und wollte Seph rein schicken.

Als ich ins Esszimmer kam sahen mich alle drei fast erschrocken an, das ich etwas verdutzt stehen blieb, und dachte ich hätte etwas falsch gemacht. „Was ist denn? Habe ich etwas im Gesicht?" Vinc schüttelte nur mit dem Kopf, während Zack sich am Kaffee verschluckt hatte.
„Du geht's dir auf der stelle etwas anderes anziehen, so kannst du doch nicht rumlaufen! Du hast ja kaum was an!" Seph stand auf, und wollte mich zurück ins Bad schleifen. „Wie Dad." Sagte Alex belustigend als er dies sah. „Seph, lass mich los. Ich habe doch ganz normale Klamotten an." „Ganz normal? Das ist doch so gut wie gar nichts." Ich rollte nur mit den Augen und setzte mich an den Tisch. „Du solltest lieber ins Bad gehen und dich selbst umziehen." Er knurrte mir noch einmal zu, und ging dann nörgelnd ins Bad. „Ich sagte doch, genau wie Dad." Ich sah Alex mit einem bösen Blick an, woraufhin er sich gleich wieder seinem Kakao widmete.

„Hast du alle Hausaufgaben gemacht Alex?" „Jep." „Alle Schulsachen schon eingepackt?" „Ja." „Gut, dann kannst du dich ja langsam auf den Weg machen." „Aber ich habe doch noch ein paar Minuten." „Hat es dir gestern auch geschadet?" „Nein, aber…" „Na also, siehst du."
Er schaute mich mit dem Blick an, diesen Ich-bin-doch-noch-so-klein Blick, oh wie ich den hasse. „Schau mich nicht so an, das zieht bei mir nicht." Ich sah weg als ich dies sagte, sonst währe ich schwach geworden. „Du bist fies." „Angeboren." ‚Oh man, jetzt mutiere ich hier schon zu Seph.' „Sorry, bitte mach dich auf den Weg, damit du nicht zu spät kommst, ich meine es doch nur gut." Ich lächelte ihn sanft an, woraufhin er sich geknickt auf machte seine Schulsachen zu holen, und sich dann auf den Weg begab. Als er zur Haustür raus ging kam Seph auch schon zu uns zurück und setzte sich wieder auf seinen Platz, allerdings dabei immer einen bösen Blick auf mich richtend.

„Nun sieh mich nicht so an, es ist doch meine Sache wie ich rumlaufe, und wenn ich hier nur im Tanga durch die Bude laufen würde, das hättest du nicht zu entscheiden." Als ich dies sagte verschluckten sich nun Vinc und Zack am Kaffee. Ich schaute sie fragend an.
„Bildlich vorgestellt." Sagte Zack vorsichtig, woraufhin er einen extrem zornigen Blick von Seph und Vinc bekam, das er sich ganz klein machte. Als ich dies sah, lächelte ich. „Wenn du willst kann ich ja mal ein Bild von mir in dem Dress machen und es dir schenken." Ich zwinkerte ihm zu, woraufhin er ein wenig verlegen wurde, und ich nun die Blicke auf mich gerichtet bekam, allerdings keine wütenden sondern eher erwünschte. Ich seufzte ganz kurz, und nahm mir meinen Tee zur Hand.

„Und nun die Planung für heute. Also, so wie es aussieht muss ich euch wohl oder übel mitnehmen." „Du dachtest doch nicht ich lasse dich alleine so draußen rum laufen." Ich schaute Seph wütend an, jedoch nickte Vinc ihm dieses mal zustimmend zu. „Du auch Vinc?" Ich schaute ihn traurig an. „Tut mir leid, aber ich will auch nicht dass dich jemand so sieht außer mir." Als er dies sagte sah er zu Seph mit einem Lächeln. Ich seufzte wieder.

„Und du Zack? Findest du mich wenigstens ansehnlich?" Nachdem ich dies sagte schauten mich die anderen beiden mit aufgerissenen Augen an. „Ich finde du siehst wunderschön aus." Ich lächelte ihn an, während die anderen beiden ihn anknurrten. „Damit steht es ja dann fest, ich bleibe bei Zack, während ihr machen könnt was ihr wollt, wenn ihr nicht mit mir so gesehen werden wollt." Während ich sprach, stand ich auf und verließ das Esszimmer Richtung Treppe um meine Schulsachen von oben zu holen.

Kapitel 114:

„Gibt es doch nicht, da wollen die mir schon vorschreiben was ich mir anziehen soll!" Ich schimpfte vor mich hin während ich meine Tasche packte. Als ich fertig war ging ich wieder nach unten zu den dreien, die sich bereits fertig machten zum gehen. „Ich dachte ihr wollt nicht mit mir gesehen werden, warum macht ihr euch denn dann fertig? Zack wir gehen in 5 Minuten, muss nur noch das Essen für uns beide einpacken, und dann noch die Rollladen hoch ziehen." „Ich warte schon mal draußen." Er sprintete gleich aus der Tür raus, während die anderen beiden mich ansahen.

„Na los, geht schon hinterher. Aber ich warne euch, wenn ihr das nächste mal sagen solltet das ihr nicht mit mir gesehen werdet wollt, dann ist es mir egal wo ihr hingeht." Seph ging mit einem knurren schon mal raus, während Vinc noch im Türrahmen stehen blieb. Als ich fertig war mit den Rollladen, ging ich ebenfalls zur Tür, wurde aber von Vinc dabei umarmt. „Du hast uns falsch verstanden." Ich sah ihn fragend an. „Wie falsch? Ihr wollt doch nicht das ich in den Sachen rumlaufe weil sie euch nicht gefallen." Er lächelte mich an. „Im Gegenteil, sie stehen dir sehr gut, nur sind sie eben auch ein Magnet für andere Augen, und dies gefällt mir nicht." Nachdem er dies sagte ließ er mich los und ging ebenfalls raus. „Männer." Ich schüttelte wieder mal nur mit dem Kopf und folgte ihnen dann.

„Also passt auf, das mit den Namen wisst ihr hoffentlich noch." Sie nickten. „Gut, und wo ihr herkommt?" Wieder nicken. „Hervorragend, so und nun zum Schluss." Ich sah sie lächelnd an. „Ich kenne euch nicht, wir haben uns noch nie im Leben gesehen…bis auf dich, der mir gestern leider gefolgt ist. Verstanden!" „Wieso sollten wir dich nicht kennen?" Ich sah Zack an. „Weil ich keinen Bock habe von na Herde wahnsinniger Weiber totgetrampelt zu werden!" Damit ging ich an ihnen vorbei auf die Straße. Die drei folgten mir und ich schloss ab, dann gingen wir zur Schule.

„Aber wir gehen doch gemeinsam hin." „Ja, von mir aus könnt ihr euch auch gerne in meiner Nähe aufhalten, aber ansonsten habe ich keinen Bock wegen euch den Morgigen Tag nicht mehr zu erleben. Seph weiß wovon ich rede." Er nickte nur und schaute dabei nach unten. „Also, verstanden? Ach und noch was. Seph!" Ich sah ihn genau in die Augen. „Wir sind nicht zusammen, und sind auch kein Paar oder sonstiges. Verstanden?!" Er knurrte mich wieder nur an, wobei Vinc ein kleines Lächeln über seine Lippen huschte.

Als wir zum Schulhof kamen sahen uns schon wieder so viele Leute an, das ich nur seufzen konnte, und schnellen Schrittes ins Gebäude ging, um schnellst möglich in den Raum zu kommen. Als ich dort ankam, sah mich auch gleich die kleine Truppe von Mädels an, die mich gestern ausfragen wollten, nun schauten sie noch bösartiger zu mir, ich kann mir auch dieses mal denken wieso. Sonst komme ich fast immer alleine, und bleibe hier in dieser Klasse auch gerne alleine, naja, bei den Leuten hier ist dies auch nicht schwer, niveauloser geht es schon gar nicht mehr wie die hier sind. Und nun kam ich gestern mit einem der wahrscheinlich Bestaussehenden Männer überhaupt an, der mir nicht von der Seite wisch, und heute sogar mit gleich 3 Traummännern im Schlepptau.

„Ich muss unbedingt mein Image bewahren, sonst habe ich hier bald mehr falsche Freunde als gut für mich ist." „Was meinst du damit?" Ich sah zu Zack und winkte mit einem Lächeln ab. „Also dann, auf ins Gefecht." Ich ging zu meinem Platz in der hintersten Reihe, und setzte mich hin, nun gab es aber das Problem das ich nur einen Platz neben mir frei hatte, und gleich dreien die sich hinsetzten wollte. Ich lächelte kurz. „Zack, würdest du mir Gesellschaft leisten?" Er strahlte mich an, und setzte sich gleich neben mich, während die anderen beiden ihn anknurrten, und sich nun einen anderen Platz suchen gingen.

Da kein ganzer freier Tisch für sie frei war, mussten sie sich neben andere Leute setzten, während ich vor mich hin kicherte, aber vor allem wegen Seph, bei Vinc hatte ich Mitleid, aber dies war die Strafe wegen meinen Sachen heute Morgen. Jedenfalls musste Seph sich neben Josephine setzten, und die flirtet mit jedem gutaussehenden Jungen, oder der reich ist. Also er hatte mit eine der schlimmsten Banknachbarn überhaupt erwischt mit seinem Aussehen, das einzige was ich da hoffe ist das er ihr nicht die Luft abschnürt wie einst mir, obwohl eigentlich, ach ne, so gemein sind wir nicht.

Vinc musste sich mit Mandy begnügen, sie ist Josephines beste Freundin, ich glaube das sagt schon alles. Jedenfalls fingen sie gleich an sich an die beiden ranzuschmeißen, wobei Seph nur mit dem Kopf schütteln konnte, und Vinc wahrscheinlich noch nie so gleichgültig aussah wie jetzt. Aber ich hoffe mal das sie diese eine Doppelstunde Geschichte überleben werden, denn unsere Lehrerein Frau Mineria betrat gerade den Raum.

Kapitel 115:

Wieser mussten wir aufstehen, was allerdings die drei nicht ganz verstanden, und deswegen sitzen blieben, nach der Begrüßung setzten wir uns wieder hin. „Oh, wie ich sehe haben wir ein paar neue Gesichter hier. Würdet ihr euch bitte vorstellen, und uns sagen warum ihr hier seid." ‚Jetzt geht's los.'

Ich hoffte inständig das alle das machen was ich ihnen gesagt hatte, aber irgendwie schien keine den Anfang machen zu wollen. „Ok, wenn sie sich nicht trauen, dann schlage ich vor das ich sie einzeln Frage." ‚Nicht trauen? Die haben nur einfach keinen Bock.' Sie ging zu erst auf Vinc zu.

„Also, wie ist denn ihr Name junger Mann?" Ich musste mir die Hand vorm Mund halten um nicht los zu lachen, junger Mann, das gibt es doch nicht, er sieht zwar absolut hammermäßig aus, aber sicher nicht wie 20. Vinc atmete tief ein. „Vinc" sagte er kurz und knapp. „Und weiter?" Er sah sie fragend an. „Na haben sie keinen Nachnamen?" ‚Oh Schande, den hatte ich ja ganz vergessen.'

Genau in dem Moment vernahm ich von Seph ein dämonisches Grinsen, und wusste ganz genau das er etwas im Schilde führt, weswegen ich ihm einen zornigen und knurrenden Blick zurück gab. ‚Tja nützt wohl nichts, muss er seinen richtigen Namen nehmen.' Ich vergrub mich schon mal hinter meinem Buch. „Vinc Masaru." „Hä?" Ich sah auf, denn diesen Namen kannte ich sehr gut, jedenfalls den hinteren Teil. „Dann freut es mich sehr sie kenne zu lernen Herr Masaru." ‚Oh man, ich hoffe nur das ich nicht ausversehen spreche wenn sie den Namen aufruft.' „Und woher kommen sie?" „Tokio." „Aus Japan?
Das ist ja wunderbar, und was machen sie hier?"

Vinc atmete noch einmal tief ein. „Austauschschüler." „Wow, und bei wem wohnen sie?" ‚och nö, bitte nicht auf mich zeigen, alles nur nicht auf mich.' „Jenni." Sagte er kurz und knapp, und ich den Tränen nahe war. „Bei Jenni Sievers? Das ist mal interessant." Sie sah mich mit einem Lächeln an.
‚Das Lachen wird ihnen noch vergehen wenn die anderen beiden auch sagen das sie bei mir wohnen.' Auf alle Fälle waren jetzt durch Vinc Worte alle Blicke, von den Mädels grimmige Blicke, auf mich gerichtet. „Naja, dann wünsche ich ihnen sehr viel Spaß hier bei uns Herr Masaru."

Damit ging sie auf Zack zu, der bereits schluckte, und man sehen konnte wie er gerade überlegte. „Und sie sind?" Er sah sie noch etwas nachdenklich an. „Katsu Fair." ‚Warum meinen Namen? Ihr habt so viele Rekruten bei euch, warum dann ich?' Ich konnte es nicht fassen. Jetzt fragte ich mich nur noch was Seph antworten wird, aber meinen Namen kann er wenigstens nicht mehr verwenden, da habe ich Glück. „und woher kommen sie?" „Tokio." „Auch, dann gehören sie wohl zusammen und sind auch Austauschschüler?" Er nickte. „Und wo wohnen sie?" Ich verkroch mich noch mehr hinter meinem Buch, während er auf mich zeigte. „ebenfalls bei Frau Sievers." ‚Nicht freiwillig.'

„Wow, da haben sie aber ganz schön viel zu tun mit zwei so gut aussehenden Männern." Sie ging beeindruckt an mir vorbei, wobei ich ihr liebend gerne das Buch ins Gesicht geschmissen hätte bei dieser Aussage.

Nun ging sie auf Seph zu, und der hatte irgendetwas geplant, das konnte ich riechen. Ich sah ihn nun extrem grimmig an, und schüttelte ganz langsam mit dem Kopf. „Und sie sind?" Er setzte ein ganz kleines Lächeln auf. „Jan Seth." Gab er von sich, und ich hätte ihm eine runterhauen können, das war immerhin mein ausgedachter Name, und nun klaut er ihn sich als Vornamen.

Jetzt hatten alle einen Teil meines Namens, ich hoffe nur sie waren froh darüber. „Und lassen sie mich raten, sie kommen auch aus Tokio?" Er nickte leicht. „Dann wohnen sie sicher auch bei Frau Sievers." Wieder nicken von ihm. „Also sind sie auch Austauschschüler." Nun setzte er wieder dieses dämonische Grinsen auf, was ich genau sah und ihn mit weit offenen Augen ansah und ihm Stumm „Halt die Klappe" sagte, und hoffte er kann Lippenlesen.

„Ich bin ihr Verlobter." Genau in dem Moment glaubte ich mein Herz bleibt stehen, und ich verrecke hier am Herzkasper. Den gesamten Mädels währe es nur recht gewesen, denn die Blicke die sie mir zu warfen, waren eindeutig nicht dazu gedacht mir Glück zu wünschen. Aber ebenso erging es auch Vinc, denn ich konnte sehen wie er sich regelrecht in den Tisch krallte. Und Zack neben mir hatte wieder dieses zuckende Auge, und seine Mundwinkel fingen auch schon an.

‚Ich bring ihn um, gibt mir ein Messer, ich ersteche ihn. Gibt mir eine Knarre, ich erschieße ihn. Gibt mir ein Auto, ich überroll ihn…' Ich führte die Liste in Gedanken weiter. Frau Mineria sah mich auch ganz schön geschockt an, und ich konnte es ihr nicht verübeln, während Seph mich mit diesem Gesichtsausdruck ansah, den ich bei ihm nur zu gut kenne, diesen Du-gehörst-mir Ausdruck.

Kapitel 116:

„Ok, dies hätte ich jetzt nicht erwartet." ‚Nicht nur sie, aber keine Sorge, es wird nicht von langer Dauer sein, morgen liegt er dort in Scheiben, oder besser noch kleine Würfelstückchen.' „und wie lange schon?" ‚Können sie nicht einfach mit dem Unterricht anfangen? Ich glaube kaum dass dies hier Geschichte ist. Außerdem habe ich nicht mal einen Heiratsantrag bekommen, geschweige denn angenommen!!!'

„Seit längerem." Ich versuchte regelrecht mein über 200 Seitiges Buch auseinander zu reißen. „Ah ja, nun gut." Sie räusperte sich ganz kurz und schluckte. „Dann wünsche ich ihnen…..alles Gute." ‚Das hat jetzt aber lang gedauert.' Damit ging sie nach vorne und setzte sich hin. „Ich glaube wir sollten lieber mit dem Unterricht anfangen." ‚Ganz meine rede.'

Sie fing endlich an, doch meine gesamte Aufmerksamkeit hatte gerade jemand anderer erhalten den ich am liebsten an die Gurgel gesprungen währe, und ich glaube sogar mit zwei Verbündeten. Ich wendete mich an meinen Banknachbarn mit leiser Stimme. „Zack." Er drehte sich ein ganz kleines bisschen zu mir. „Sag mal, die Bitte die ich einst in der Kantine an sich richtete, kannst du die nicht vielleicht doch erfüllen?" Er nickte ganz leicht. Nun entstand auf meinen Lippen ein mörderisches Lächeln.

Die gesamte Stunde lang, verbrachten wir damit Seph anzuknurren, und per Blick zu töten. Als die Stunde dann zur Pause überwechselte ging ich langsam auf ihn zu, er drehte sich bereits zu mir um und lächelte mir zu. Josephine schaute mich grimmig an, doch als sie meinen Blick sah, verschwand sie gleich Richtung anderer Seite des Raumes, dort standen nun so ziemlich alle, und beobachteten uns.

Ich stand nun genau vor ihm, und versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, denn es würde mir nur noch mehr ärger einbringen wenn ich jetzt die Fassung verliere. „Ich frage dich nur einmal! Wieso?" Ich fragte ihn mit ruhiger und sachlicher Stimme, dabei die Augen geschlossen, um nicht in die Versuchung zu kommen ihn aus dem Fenster zu schmeißen. Da ich immer noch die Augen geschlossen hatte, um mich zu beruhigen sah ich natürlich nicht was er machte. Das einzige was ich merkte war das ich zur Seite gedreht wurde, und in einen leidenschaftlichen Kuss vertieft wurde.

Ich hätte mich wahrscheinlich gewährt, wenn ich nicht gerade wegen dem Schock, sei es nun die Heiratspläne vor der Klasse, oder das ich so überfallen wurde, nicht dazu in der Lage war. Er ließ nach einiger Zeit wieder von mir ab, blieb aber ganz nah an meinem Gesicht, und Strich mit Zeige und Mittelfinger drüber. „Warum sollen sie nicht erfahren das du mir gehörst." Nachdem er dies sagte, wollte er mich noch einmal küssen, doch eh er ansetzten konnte, wurde ich aus seinen Armen raus gedreht, und befand mich nun in Vincents Armen.

„Ich wusste gar nichts von euren Plänen." Wir hielten uns obwohl alle Blicke bei uns waren, sehr bedeckt, das hieß wir versuchten so leise wie möglich zu reden, was uns dank der Gerüchteküche die anfing zu brodeln, auch gut gelang. Zack war der einzige der sich nicht einmischte, aber auch nur weil er immer noch Zähneknirschend auf seinen Platz war. „Du musst nicht alles wissen." „Wenn es um diese Frau geht, schon. Dann sieh mich ab jetzt als dein schlimmster Feind."

Ich sah ihn mit großen Augen an, denn genau wusste ich gerade nicht was dies zu bedeuten hatte. „Du willst dich mit mir anlegen?" Seph sah ihn zornig an. „Ich weiß das ich in einem Kampf vielleicht den kürzeren ziehen würde, aber bei ihrer Liebe werde ich siegen." ‚Meiner Liebe? Hallo? Ich verstehe gerade nur Bahnhof.' Ich stand genau neben den beiden, immer noch in Vinc Armen, wusste dennoch nicht genau was hier vor sich geht.

„Vergiss es, du hast keine Chance, sie hat sich mir bereits vor längerem hingeben." Jetzt sah ich ihn wütend an, denn ich wusste genau was er damit meinte. „Dies ist Vergangenheit, und damals hielt ich mich im Hintergrund, aber hiermit betrete ich das Schlachtfeld, und glaube mir, für sie kämpfe ich bis zum Tod!" Als ich das hörte riss ich meine Augen auf und stellte mich genau zwischen den beiden.

„Vinc, es reicht, ich möchte nicht das du jemals wieder so leichtfertig von deinem Leben redest. Ich könnte mir nie verzeihen wenn dir was wegen mir passiert." Ich sah ihn mit traurigem Blick an, woraufhin er sanft lächelte, und sich wieder an Seph wandte. „Den ersten Kampf hast du verloren." „Der Krieg ist noch lang." Damit drehte Vinc sich um und ging zurück zu seinem Platz.

Dank der Lautstärke der anderen Leute, die sich gerade den Mund über uns fusselig redeten, bekamen sie zum Glück nichts davon mit. Ich drehte mich noch einmal zu Seph um, und sah ihn unglücklich an. „Das hast du verdient, auch wenn es mir weh tat, aber ich kann es nicht leiden wenn man über mich bestimmt, das solltest du doch langsam gemerkt haben." Ich drehte mich von ihm weg und ging geknickt zurück zu meinem Platz und setzte mich neben Zack.

Kapitel 117:

In der darauffolgenden Stunde versuchte ich alles um mich abzulenken, denn immerhin hatte ich hiernach Sozialkunde, und das hieß die Arbeit zu schreiben. Aber so langsam fing ich auch an mich mit dem Gedanken anzufreunden sie zu verhauen. Als die Stunde zu Ende war stand ich einfach auf und verließ den Raum, es war mir jetzt vollkommen egal ob einer von den dreien mit kam oder nicht, denn eigentlich wollte ich für einen Moment nur alleine sein, und dachte mir auch das sie sich auch an der Klasse halten können und außerdem hatten wir jetzt eh 30 Minuten Pause.

Ich ging raus auf den Schulhof Richtung Sporthalle, denn dort hinter ist ein kleiner Schleichweg der von Bäumen umgeben ist, und man keinen sehen kann vom Schulgeländer aus, und ebenfalls auch nicht sehr oft benutzt, nur abends wenn die Haupttüren mal geschlossen sind, und man dennoch z.B. hier zur Halle möchte.

Ich hatte mich auf der Hälfte des Weges einfach gegen einen der Bäume gelehnt um meine Ruhe zu haben und nachzudenken was ich jetzt machen soll. Denn in Moment sah die Situation für mich nicht gerade rosig aus. Ich hatte jetzt jemanden der offiziell als mein Verlobter dastand, dann einen der ihn den Posten streitig machte, und dann noch jemanden der sich anscheinend schon etwas zurück gezogen hatte, aber dennoch mit Mischt. Das war bestimmt eine der schlimmsten Situationen in denen ich jemals war.

Ich hämmerte immer wieder mit meiner Hand gegen den Baumstamm um meine Wut einer gewissen Person gegenüber ab zu klingen, bemerkte dabei nicht das bereits durch die Wucht der Aufschläge die Haut an einigen Stellen gerissen war.

‚Verdammt noch mal, ich bin doch kein Ding mit dem man machen kann was man will. Ich bin ein Lebewesen das auch Gefühle hat, will er das nicht verstehen……' Ich regte mich in Gedanken weiter auf, immer noch mit Schlägen auf den Baum gerichtet, im Moment so weit schon, das mein Blut bereits zum Vorschein trat.

Als ich wieder ausholen wollte, wurde ich gestoppt, als jemand meinen ausgeholten Arm schnappte, und mich zu sich zog. „Willst du dir ganz deine Hand ruinieren?" Ich kochte vor Wut als ich diese gleichgültige Stimme hörte. „Lass mich auf der Stell los!"
Anstatt das er meinen Wunsch respektierte, drückte er mich noch mehr an sich. „Damit du dich weiter verletzt? Das werde ich nicht zulassen."
Ich ballte meine Hände zu Fäusten und biss die Zähne zusammen. Ich wollte ihm eigentlich die Hölle heiß machen, konnte aber nicht, da sich mein Körper leider für heulen entschied, und mir eine Träne nach der anderen übers Gesicht liefen.
Ob es wegen dem Schmerz war, den ich an meiner Hand spürte, oder deswegen weil ich wusste das egal was ich mache er mich eh nicht los lassen wird, wusste ich nicht genau. Er drehte mich zu sich um, doch ich sah nach unten, denn ich wollte nicht dass mich überhaupt jemand so sieht. Er zog mich wieder an sich und strich mir übers Haar.

„Bitte hör auf, ich kann es nicht leiden wenn du so aussiehst." Oh, ich hätte ihn bei dem Satz am liebsten ins Jenseits geschickt, konnte aber nicht, da ich einfach immer noch flennte, wie ich das hasse! Ich merkte wie er seufzte und dann seine Hand an meinen Hals legte. Das nächste was ich merkte war das ich aus irgendeinem Grund das Bewusstsein verlor und zusammensackte.

Als ich wieder zu mir kam öffnete ich langsam die Augen, dann sah ich das ich in meinem Bett lag, aber wie ich herkam, wusste ich nicht mehr. „Du bist endlich wach?" Ich schreckte auf, und drehte mich im Bett um. „Seph?! Was machst du hier?" Er lächelte mich an und strich mir langsam über die Schulter. „Dich beruhigen." Ich sah ihn verwirrt an, als ich allerdings wieder klarer in Gedanken wurde, drehte ich mich schnell um, und sah zum Wecker. „Mist, ich habe die Arbeit verpasst."

Ich wollte aufstehen um gleich hin zu laufen, mit der Hoffnung den Lehrer noch zu erreichen und ihm dies zu erklären. Aber ich kam nicht weit, da ich gleich nach dem aufstehen wieder zusammensackte und aufs Bett zurück fiel. „Dein Kreislauf muss erst wieder in Gange kommen." „Was hast du gemacht?" Ich versuchte mich wieder aufzurichten, aber mir wurde wieder schwindelig, dieses Mal zog er mich dann auch wieder richtig ins Bett, und zu sich ran. „Dafür gesorgt das du dich beruhigst, und keine Sorge wegen dieser Arbeit, als ich dich hier her trug, traf ich diesen Lehrer, und sagte ihm das du dich nicht fühlst, und er den anderen beiden sagen soll das du nach Hause gegangen bist, und sie für dich mit schreiben sollen."

‚Toll, für ihn zwei Fliegen mit einer Klappe, ich bin hier mit ihm, und die anderen beiden sitzen in der Schule fest, weil sie glauben das der Wunsch des Mitschreibens von mir ist.' Und was sollte ich jetzt machen? Ich musste erst einmal warten bis ich mich wieder normal aufrichten kann. Ich drehte mich wieder zu ihm um, und sah ihn an. „Ich hoffe du weist, dass du damit genau das Gegenteil erreichst, von dem was du dir erhoffst." Ich sah ihn dabei zornig an, doch allen gegen meine Erwartungen fing er an zu lächeln, was mich stutzig machte.

„Du hast es immer noch nicht verstanden, oder?" Ich sah ich fragend an während er nun anfing mir wieder übers Gesicht zu streicheln. „Es ist egal wie sauer, wütend, zornig, oder sonstiges du mir gegenüber bist, das ändert nichts daran das ich dich jeden Tag mehr will. Jeder Tag der vergeht, und du dich mir wiedersetzt, egal auf welche Weise, ist ein Tag an dem ich dich mehr an mich binde." Also von dem was er sagte verstand ich nun überhaupt nichts mehr, und sah ihn nur absolut konfus an.

Kapitel 118:

Ich versuchte mich wieder aufzurichten, allerdings sehr langsam, und dabei das Wort an ihn gerichtet. „Du glaubst doch nicht wirklich diesen Schwachsinn? Damit wir uns richtig verstehen, ich bin nicht dein Eigentum, ich bin nicht an dich gebunden. Von mir aus kannst du verrecken."
Als ich fertig war, stand ich auch endlich auf den Beinen, zwar etwas wacklig, aber es ging. „Und noch etwas, wenn du mich noch einmal mit so einem Griff außer Gefecht setzt, werde ich alles machen, damit du nicht mal mehr in meine Nähe kommen kannst."
Damit ging ich aus dem Zimmer raus, und ließ ihn dort alleine zurück. Zur Schule gehen hatte jetzt eh keinen Sinn mehr, denn ansonsten könnte dies mehr als Versuch gezählt werden lediglich die Arbeit nach zu schreiben.

Ich ging nach unten ins Bad, um mir erst einmal die Hand zu versorgen. Als ich sie mir ansah, wunderte ich mich, denn sie war bereits versorgt wurden. ‚Aber das könnte dann ja nur heißen das…..' Das wollte ich gar nicht denken.
Ich wusch mir mein Gesicht, und machte mich dann auf in die Küche um erst mal etwas in meinen Magen zu bekommen.

Während ich Frühstückte, kam auch schon der Grund warum ich hier sitze, zu mir rein und setzte sich mir gegenüber. Ich sah ihn einfach nicht an, und konzentrierte mich auf die Zeitung. „Danke für den Verband." Gab ich dann gleichgültig von mir, denn meine gute Erziehung hatte ich dennoch nicht vergessen. „Keine Ursache."
Wieder schweigen.

Nach dem ich mit der Zeitung fertig war, legte ich sie zur Seite und sah zu ihm, während er seine Augen geschlossen hielt und mir mit seiner Seite Gegenüber saß. Ich fasste mir ein Herz, um die Situation für mich möglichst schnell zu bereinigen, denn lange hätte ich dieses Theater einfach nicht mehr durchgehalten.

„Sephiroth." Als ich ihn ansprach drehte er sich mit seinem Standartgesichtsausdruck zu mir um. „Ich glaube wir sollten uns eine Auszeit nehmen." Er sah mich fragend an, während ich seufzte. „Das bedeutet das ich für eine unbestimmte Zeit nichts mit dir zu tun haben will, sprich weder mit dir in einem Bett schlafen, noch überhaupt mit dir reden wenn es nicht gerade unvermeidlich ist." Er sah mich lächelnd an. „Und du glaubst darauf lasse ich mich ein?" „Nein, aber ich hoffe es inständig, denn ich möchte das du endlich begreifst das du so nicht mehr mit mir umgehen kannst."

Ich stand auf und ging zu ihm, dann hockte ich mich runter und sah ihn völlig fertig in die Augen. „Ich kann nicht mehr, verstehst du das? Ich bin mit meiner Kraft am Ende, du raubst mir den letzten Nerv. Wenn das so weiter geht, dann……" Ich konnte nicht weitersprechen, sondern stand einfach seufzten auf und ging raus. „Ich gehe mich ausruhen, und bitte bleib dieses mal von meinem Bett fern, ich will dich einfach nicht sehen." Damit verließ ich die Küche und ging die Treppe in mein Zimmer hoch, und legte mich schlafen.

Die Ruhe brauchte ich jetzt einfach. Alex würde zwar auch bald nach Hause kommen, aber bei ihm wusste ich das er mich in Ruhe lässt wenn es mir nicht gut geht, nur was die beiden dann anstellen werden, machte mir ein wenig Sorgen, aber ich vertraue doch mal seiner Vernunft.
Nach kurzer Zeit bin ich auch schon vor Erschöpfung eingeschlafen.

Als ich wach wurde, spürte ich eine angenehme wärme die mich umgibt, und kuschelte mich erst an diese, doch nach kurzer Zeit riss ich meine Augen auf und schaute wütend auf die Person, da ich mir dachte das es nur eine sein kann. Als ich jedoch die Person sah, die mich im Arm hielt, wurde ich wieder ruhiger und ließ mich zurück ins Kissen fallen.

„Wie spät haben wir es denn?" „Nach 16 Uhr." Ich seufzte und wollte aufstehen. „Bleib noch eine Weile liegen, es wird dir gut tun." Ich sah Vinc lächelnd an, und kuschelte mich wieder an ihn. „Du hast dich ihm anscheinend mit Erfolg wiedersetzt." „Ich habe ihm nur gesagt das ich es Nervlich nicht mehr aushalte, und ich einfach mal eine Auszeit von ihm brauche." Er drückte mich mehr an sich. „Jedenfalls scheint er es ernst zu nehmen." Ich sah ihn fragend in die Augen, während er mich anlächelte. „Er hat beschlossen die heutige Nacht unten zu schlafen." „Wow, man kann ihn also doch erziehen." Gab ich belustigend von mir. Danach schloss ich wieder meine Augen um einfach wieder einzuschlafen.

„Jenni?" „Hmmm?" Ich war schon wieder fast in meinem Traumland, als er mich ansprach, und von daher bekam ich auch nicht sehr viel mit, vor allen weil er mit einer sehr leisen und ruhigen Stimme sprach. „Würdest du mir einen Gefallen tun?" Ich kuschelte mich noch mehr an ihm, während er mich noch mehr an sich drückte. „Jeden." Sagte ich verschlafen. Danach schlief ich wieder ein.

Kapitel 119:

Als ich wieder aufwachte befand ich mich alleine in meinem Bett wieder. Als ich mich dann umdrehte, konnte ich erkennen das Vinc und Zack wieder auf dem Klappbett lagen, und musste lächeln. ‚Wenigstens zwei vernünftige.' Ich sah auf meine Uhr, wir hatten es kurz nach 2 Uhr morgens, und ich war nun munter, also stand ich leise auf, und ging runter.

Zu erst begab ich mich ins Bad um aus den Sachen raus zu kommen, ich zog mir eine kurze Stoffhose und ein langes T-Shirt an. Danach begab ich mich in die Küche um meinen Durst zu stillen. Als ich reinging versuchte ich so leise wie möglich zu sein, um ihn nicht aufzuwecken. Nachdem ich mir etwas in ein Glas kippte, wollte ich wieder raus gehen, blieb aber in der Tür zum Esszimmer stehen, und sah genau auf mein Sofa.

‚So friedlich hätte ich ihn gerne auch mal am Tage.' Ich musste unwillkürlich lächeln. Er lag auf der Seite mit dem Gesicht zur Tür. Ich ging langsam auf ihn zu, und stellte das Glas auf den Tisch, danach kniete ich mich vor ihm, und lehnte mich auf die Kante des Sofas, mit dem Blick auf sein Gesicht.
Sein Anblick war wirklich bezaubernd, ein paar seiner Haarsträhnen fielen ihm übers Gesicht, und er hatte ein kleines Lächeln auf den Lippen. Ich strich sie ihm ganz langsam nach hinten, danach näherte ich mich ihm so weit, das ich seinen ruhigen Atem auf meiner Haut spüren konnte.
„Wenn du mir nur meine Freiheit lassen würdest, würde ich dir bis ans Ende der Welt folgen." Ich gab ihm einen sanften Kuss auf die Stirn, und erhob mich leise wieder, dann nahm ich mein Glas und verschwand Richtung Hof.

Ich trank einen Schluck, und stellte es auf dem Geländer der Treppe ab, dann ging ich zur Garage. Irgendetwas für die Schule zu machen hatte jetzt eh keinen Sinn mehr, und ich hatte auch keine Lust dazu. Ich nahm mir das Schwert, und ging damit aus der Garage raus, dann stellte ich mich auf einen weites gehend freien Platz, und führte die Bewegungen aus, die Seph mir am letzten Morgen gezeigt hatte.

„Wenn er doch nur ständig so währe wie gestern Morgen." Ich richtete meine ganze Konzentration auf meine Bewegungen, es tat richtig gut und baute Stress ungemein ab, außerdem war es schön leicht, nicht so schwer wie die beim Training. Als ich daran dachte, ließ ich das Schwert wieder runter senken, und musste an die Zeit dort denken, und auch ob sie jemals wieder zurück gehen, und wenn ja, will ich vielleicht mit wenn ich die Chance hätte.

Ich meine, ich hatte hier meine Eltern, meinen kleinen Bruder, aber…….ich wusste es einfach nicht, für beides gab es Contra und Pro. Ich musste kurz lächeln als ich daran dachte was ich dort alles erlebte, und auch Tränen zurück halten. Ich atmete ein paar mal tief durch, und nahm die Bewegungen wieder auf. Ich wollte mich gerade wieder zurück in die Ausgangsposition stellen, um noch einmal von vorne anzufangen, als ich merkte wie jemand seine Arme um mich legte und meine Handgelenke wieder umfasste.

„Ich dachte ich hätte dir gesagt ich will dich nicht mehr sehen?!" Ich seufzte kurz und wollte mich gerade weg drehen, als er anfing ein paar weitere Bewegungen zu vollführen. „Lass locker." Ich knurrte ihn nur an. „Warum sollte ich?" „Weil es leichter geht wenn du das Schwert lockerer hältst, und nicht so stark umklammerst." „Das meinte ich nicht. Ich will wissen warum ich auf dich hören und dir vertrauen sollte." „Du bist viel zu verkrampft." ‚Woran dies wohl liegt. Ich habe keine Lust schon wieder von dir benutzt zu werden.'

Ich wollte gerade das Schwert ganz fallen lassen, und ihn weg stoßen. „Bitte, lass locker." ‚Hat der gerade bitte gesagt?' Nun war ich total perplex. „Bitte." ‚Nochmal?' Ich musste unwillkürlich Lächeln, anscheinend konnte man ihn wirklich erziehen.
Ich machte um was er mich bat, wenn er schon mal dieses Wort benutzt, dann wollte ich auch das er eine positive Reaktion bekommt, vielleicht kann man ja darauf aufbauen, und ihn noch einiges an guten Benehmen beibringen, zum Nachteil währe es ja nicht solange er hier bleiben muss, und mir auf die Nerven geht.

Er zeigte mir einige Techniken und schwieg dabei, genauso wie ich. Bei jeder neuen Bewegung ließ ich lockere das er mich besser Führen konnte. Ich weiß nicht wie lange wir dies taten, nur das ich auf einmal ein Klicken, und danach ein Blitzlicht vernahm. Als ich mich dann schreckhaft umdrehte, sah ich meine Mutter wie mir zuwink, und die Kamera dabei in der Hand hielt, wo hin gegen mein Vater schon wieder dabei war ein Stück Papier zu massakrieren.

Ich ging ohne Seph eines Blickes zu würdigen zurück in die Garage und legte das Schwert weg, danach ging ich zurück ins Haus, allerdings nicht ohne meiner Mutter zu bitten dieses Bild zu löschen, wobei sie nur lächelnd den Kopf schüttelte. Ich ging dann rein, und begab mich in die Küche, wenn ich mich nicht irre, waren die beiden gerade auf den Weg zur Arbeit, das heißt das es um 5 Uhr Morgens ist. Als ich in der Küche stand, sah ich meine Bestätigung. Ich seufzte kurz, und ging ins Bad um mich zu duschen.