Kapitel 120:
Als ich fertig war, und zwar ohne irgendwelche ungebetenen Gäste, zog ich mir ein kurzes dunkelblaues Sommerkleid an, und ging dann gleich raus um das Frühstück für alle Vorzubereiten. Dafür wollte ich noch schnell zum Bäcker gehen, bei uns gibt es einen, der macht zum Glück schon um 5:30 Uhr auf, allerdings ist er auch gut 15 Minuten Fußweg weg, aber ich hatte ja noch jede Menge Zeit.
Ich ging
zurück ins Esszimmer um meine Handtasche zu holen, als ich reinging,
sah ich Seph schon am Esstisch mit einem Buch sitzen, soweit ich
sehen konnte ein Roman, welchen Titel konnte ich leider nicht sehen,
da er genau dort seine Hand drauf hatte. Ich ging ohne ein Wort an
ihm vorbei, und nahm meine Tasche.
Genau so schweigsam ging ich
auch wieder zurück und verlies das Esszimmer. Als ich zur Tür raus
wollte, kam eine etwas müde Gestalt gerade die Treppe runter.
„Wunderschönen guten Morgen." Ich lächelte ihn an. „Wo willst
du hin?" „Zum Bäcker, für euch was zum Frühstück holen."
Vinc lächelte mich an, und blieb vor mir stehen. „Darf ich dich
begleiten?" Ich musste wieder lächeln. „Natürlich. Ich warte in
der Küche auf dich bis du fertig bist." Damit ging ich zurück,
während er im Bad verschwand.
Als ich dort wartete, setzte
ich mich an den kleinen Küchentisch, der nur für zwei Personen
Platz hat. Ich legte meine Arme verschränkt auf den Tisch, und legte
meinen Kopf dann darauf. Es dauerte nicht lange und Vinc kam zu mir,
und ich sah ihn wieder mit einem Wow-lächeln an. „Bei dir bekommt
man ja regelrechte Minderwertigkeitskomplexe was das Aussehen
angeht." Sagte ich zu ihm, während ich auf ihn zu ging.
„Wenn
ich bitten darf gnädiges Fräulein." Jetzt machte er auch noch
eine kleine Verbeugung, worauf hin ich mich gleich bei ihm einhackte
und in Richtung Flur ging, allerdings bemerkte ich auch, das er ein
kleines Lächeln ins Esszimmer warf, was mich nur zum Kopfschütteln
veranlasste, ich aber dennoch lächeln musste.
Wir verließen gemeinsam das Haus Richtung Bäcker. Um diese Zeit waren die Straßen noch fast wie leer gefegt, wir uns ein wenig Zeit ließen und den Weg hin schlenderten. Ich lehnte mich dabei an seine Schulter, woraufhin er seinen Arm um meine Hüfte legte, was ich ihm gleich machte. „Jenni?" Ich sah weiter nach vorne als ich mit ihm sprach. „Ja?" „Weist du noch gestern, ich wollte doch das du mir einen Gefallen tust." Ich lächelte. „Um was geht es denn?" Er blieb stehen, und zog mich so zu sich, das ich genau vor ihm stand, aber nun mit beiden Armen um meiner Hüfte, und sah mir in meine Augen.
„ich würde gerne mit dir den heutigen Abend alleine verbringen." Ich sah ihn immer lächelnd an. „Wenn das alles ist, gerne." Nun lächelte er, und wir gingen danach weiter. „Wohin möchtest du denn gerne?" „Dies ist mir egal, Hauptsache mit dir alleine." Ich überlegte den gesamten Weg zum Bäcker wo man hin gehen könnte.
Als wir dort ankamen gingen wir rein, ich holte für jeden 3 Brötchen, ich hoffte mal dies würde reichen, oder besser gesagt musste reichen. Danach nahm ich für mich noch eines auf die Hand, und wir gingen wieder zurück. Vinc hatte die ganze Zeit sein Arm um mich liegend, während ich anfing das eine Bötchen auseinander zu zupfen und zu essen.
„Weist du Vinc, wir haben hier einen schönen Park, was hältst du denn davon wenn wir heute Abend einfach mal ein Picknick machen. Ist zwar nichts besonderes, aber man hat seine Ruhe." „Ich würde mich freuen." „Gut, dann werde ich gleich heute wenn ich die Schularbeiten fertig habe alle Vorbereitungen treffen, und wir gehen dann einfach zu einer spontanen Uhrzeit los." Er zog mich noch mehr zu sich, woraufhin ich mich wieder an seine Schulter lehnte, und schmunzeln musste.
„Weist du woran ich grad dachte." „Nein." „Ich musste gerade an meine Führung durch Midgar denken, wo ich mich gleich am Anfang bei dir einhackte, und dachte du würdest mich dafür einen Kopf kurzer machen." Als ich das sagte musste ich anfangen zu kichern. „ich erinner mich, das war das erste mal, das sich ein Rekrut so spontan mir gegenüber verhalten hatte, und dies war auch der Anfang an dem du mein Interesse wecktest." „Positiv oder Negativ?" fragte ich eigentlich mehr aus Spaß, jedoch blieb er kurz danach stehen.
„Vinc?" Er sah mich an und lächelte mir zu. Danach gingen wir weiter, ohne das er meine Frage beantwortete. Wir kamen kurze zeit später wieder bei mir an, und gingen rein. Ich bat ihn schon mal die anderen zu wecken, während ich alles vorbereite, somit trennten sich unsere Wege, er nach oben, und ich Richtung Küche. Ich deckte dann gleich den Esstisch, an dem Seph immer noch mit dem Buch saß, da ich keine Lust hatte ihn anzusprechen, stellte ich einfach alles ringsherum um ihn auf, das Brettchen und Besteck konnte er sich dann von der Mitte des Tisches nehmen, hatte keine Lust es ihn genau vor die Nase zu stellen.
Dann holte ich noch schnell die Sachen aus dem Kühlschrank und stellte sie ebenfalls drauf. So langsam trudelten die anderen auch nach unten, zu erst Alex der gleich ins Bad verschwand, dann Zack dicht gefolgt von Vinc, die sich schon mal an den Tisch setzten. Ich setzte noch schnell ein paar Eier auf, während ich die Tüte Brötchen auf den Tisch legte, und ihnen sagte sie können schon anfangen, allerdings wollten sie noch auf mich warten, bis auf einer, der sich einfach 2 schmierte, und mit denen dann den Raum verließ.
Während ich auf die Eier wartete, kochte ich noch schnell Kaffee, dank Sephs damaliger Order, konnte ich dies ja nun einigermaßen ohne Wiederbelebung. Nachdem nun alles auf dem Tisch stand, und auch mein kleiner Bruder wieder aus dem Bad raus war, begannen wir gemeinsam, mit einer Ausnahme, zu Frühstücken an.
JKapitel 121:
„Und was steht heute so an?" „Schule." Sagte ich kurz und knapp zu Zack. „Schon wieder? Die Mädchen dort bringen mich noch um den Verstand." „Wieso? Was ist denn gestern passiert als ich nicht da war?" Ich schaute die beiden neugierig an. „Frag nicht." Kam es dann im Chor. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Jedenfalls heute nochmal und morgen auch, dann ist Wochenende." „Da können wir ja einen Familienausflug machen." „Mal sehen was Mam und Dad dazu sagen." „Naja, wir könnten z.B. ins Kino gehen, oder zum See fahren, oder wandern gehen, oder…" „Ja ja, ist ja schon gut, wir werden uns schon was schönes überlegen."
Wir
redeten noch ein wenig über die Sachen die man am WE machen könnte,
danach ging Zack erst einmal ins Bad, während Alex mit Vinc den
Tisch abräumte. Ich ging in der Zwischenzeit mit einer Tasse Kaffee
nach draußen auf dem Hof zu einem gewissen Herren, damit er seine
Morgendliche Tasse bekommt, wie gesagt, gutes Benehmen habe ich
dennoch. Er hatte es sich draußen an dem Tisch bequem gemacht, und
lass das Buch weiter. Ich stellte ihm die Tasse auf den Tisch und
drehte mich wieder um.
„Jenni." Ich blieb stehen, drehte mich
allerdings nicht zu ihm um. „Bitte setzt dich zu mir." ‚Wow,
schon das dritte Bitte an diesem Tag, er steigert sich.' Dennoch
hatte ich keine Lust ihm Gesellschaft zu leisten, und ging deswegen
weiter, was er mit einem Seufzer quittierte.
Ich begab mich wieder rein, und half noch schnell beim Abwaschen, danach checkte ich nochmal schnell die Hausaufgaben von Alex, und schickte ihn zur Schule. Danach ging ich nach oben, und packte noch schnell meine Tasche für den heutigen Tag, und begab mich wieder nach unten.
„Also, ihr wisst noch alles von gestern." „Muss ich heute wieder neben diesem…dieser jungen Dame sitzen?" Ich sah Vinc mitleidig an. „Naja, das Problem ist, dass ich meistens nur einen Platz neben mir frei habe, außer ich habe Bio, dann könnte man sich auf eine 4er Bank setzten, aber dies habe ich nur Montags." Er seufzte kurz, während Zack lächelte. „Wir werden ja sehen wie wir heute sitzen, vielleicht haben sie ja Mitleid, und haben einen ganzen Tisch frei gelassen." „Oder wir schaffen uns einfach Platz." Kam es dann von Zack, woraufhin er mich anlächelte. Damit begab ich mich mit den beiden raus.
Ich sah rüber zu Seph,
der keine Anstalten machte sich von seinem Buch zu lösen.
Ich
bat die beiden schon mal vor zu gehen, woraufhin ich ein schnalzen
von Vinc erhielt, er aber dennoch mit Zack schon mal zum Tor ging.
Ich begab mich zu Seph und blieb vor ihm mit ernstem Gesicht stehen.
„Wir wollen los." Sagte ich unbeteiligt. Er sah zu mir hoch, und
klappte das Buch zu, dann stand er auf um es wieder rein zu bringen.
Ich wartete so lange vor der Haustür auf ihn.
Als er nach etlicher Zeit immer noch nicht raus kam, ging ich rein um zu sehen wo er bleibt. Ich begab mich ins Esszimmer wo er vor dem Bücherregal stand. „Was ist denn nun? Wenn wir uns nicht beeilen muss ich wieder laufen, und du weist wie ich es hasse!" Während ich mich umdrehte vernahm ich ein leises lachen, woraufhin ich mich wieder umdrehte. „Was ist denn?" Ich fragte dies mit hochgezogener Augenbraue und verschränkten Armen.
Er drehte sich zu mir um, allerdings mit einem sanften Lächeln. Er kam auf mich zu, und ging an mir vorbei, als wir auf gleicher Höhe waren, blieb er stehen und sagte etwas mit leiser und sanfter Stimme. „Es tut mir leid." Kurz danach ging er weiter. „Ich wollte dir nie ernsthaft leid zu fügen, dafür bist du mir zu wichtig." Sagte er noch beim Verlassen der Küche, während ich verdattert zurück blieb.
Ich schüttelte mich kurz und ging dann hinterher, schloss die Tür hinter mir, und folgte ihm zum Tor wo die beiden andern bereits auf uns warteten. Nachdem wir alle draußen waren schloss ich die Tür ebenfalls ab, und wir begaben uns auf den Weg zur Schule. „So, also als erstes habe ich heute Ethik." „Das heißt?" „Ach, wirst du schon sehen Vinc, lass dich überraschen." Als ich dies sagte hackte ich mich wieder bei ihm ein, kurz darauf legte er seinen Arm wieder um meine Hüfte, während ich mich an ihn schmiegte.
Von Zack konnte ich daraufhin ein deutliches knurren hören, während Seph beteiligungslos neben uns her ging, und uns gar nicht beachtete. Dies war mir aber egal, ist auch mal schön wenn er mich in Ruhe lässt, vielleicht habe ich heute ja wirklich mal Glück, und er lässt mich den ganzen Tag so links liegen, dann würde ich mich riesig freuen.
Wir kamen nun wieder an der Schule an, kurz vorher löste ich noch die Umarmung von Vinc, denn es ging ja immerhin noch die Information von Sephs und meiner angeblichen Verlobung durch Schulgebäude, und da sehe dies nicht so gut aus, habe hier schon genug Mädels die mich auf dem Scheiterhaufen brennen sehen wollen, wenn sie dies dann noch sehen, heißt es gleich Guillotine. Ich sah meinen Kopf schon davon rollen.
Wir gingen in den Unterrichtsraum, und ich setzte mich auf meinen Platz. Vinc wurde gleich von Mandy zu sich gezogen und nahm unwillkürlich Platz, Zack hingegen wurde von Sandy am Arm gepackt, da fragte ich mich doch was gestern hier noch passiert war, und musste lächeln. Eigentlich wollten sich die beiden währen, doch sie wollten so wenig aufsehen wie möglich erregen, und setzten sich deswegen beteiligungslos neben sie, bzw. wurden neben sie gezerrt. Da jetzt leider sämtliche Plätze belegt waren, musste sich Seph notgedrungen neben mich setzten, was ich nur mit einem seufzen quittierte.
Kapitel 122:
Ich legte meine Arme verschränkt auf den Tisch, und meinen Kopf hinterher, während Seph mit erhobenen Hauptes neben mir sitzt, und man könnte sagen auf alle runter schaut, eigentlich so wie er auch über seine Einheit drüber hinweg schaut. (Schlimmer vergleich, bitte nicht das die Klasse wirklich noch seine Einheit wird.)
Unser Lehrer Herr Schimanski betrat dann schon den
Raum, was für uns wieder hieß aufstehen, und ich dies auch tat.
Vinc und Zack schienen es sich gestern auch angewöhnt zu haben, nur
mein Banknachbar nicht.
Wir setzten uns wieder hin, und er fing
mit seiner Rede über Moral und Anstand an, mit seinen komischen
Sprichwörtern die er erklärte, z.B. Wie du mir, so ich dir, usw.…
Ich mag es nicht, immer über Normen und Regeln zu reden, und gesagt
zu bekommen, warum wir so handeln sollten.
Ich meine ich handle
so wie ich es für Richtig halte, so wie es mir einst von meinen
Eltern beigebracht wurde, und nicht wie mir ein anderer nach 17, 18
Jahren Erziehung meiner Eltern, mir einreden will.
„Langweilig."
Sagte ich zu mir während ich am eindösen war.
„Darf ich dich
etwas fragen?" Ich sperrte meine Lauscher auf. ‚Also jetzt wird
es mir aber unheimlich, erst bitte, und dann darf ich, der hat doch
bestimmt etwas vor.' Ich drehte meinen Kopf immer noch auf meinen
Armen liegend zu ihm um und sah ihn an, während er seinen Blick
immer noch nach vorne gerichtet hatte.
„Was ist denn?" fragte ich genervt. Er wartete ein paar Sekunden bis er mir die Frage stellte. „Liebst du mich eigentlich, oder war dies einst nur Gerede von dir?" Ich sah ihn verwirrt an, wann hatte ich ihn denn jemals dies gesagt, konnte mich jedenfalls nicht daran erinnern. Ich richtete mich nun auf, und sah ihn neugierig und fragend an. „Was meinst du denn damit?"
Er drehte sich zu mir mit genau dem Lächeln wie heute Morgen, das mich schon Schlucken brachte, und ich mit ziemlich heftige Gedankenohrfeigen geben musste, um nicht schwach zu werden….aber diese Augen, wie sie funkeln….nein, Gedanke weg schütteln. „Ich habe es dir nie gesagt, weil es für mich selbstverständlich war, bis gestern Morgen."
Ich sah ihn immer noch verwirrt an. „Ich glaube ich verstehe dich nicht ganz." „Ich weis nicht was du genau für mich fühlst, aber ich dachte du hättest es bei mir schon lange selbst gemerkt." ‚Muss der denn so um den heißen Brei herum reden? Er soll auf den Punkt kommen, sonst verstehe ich hier wirklich bald nur noch Bahnhof.' Mein Blick war immer noch fragend auf ihn gerichtet. Er neigte nun seinen Kopf ein wenig nach links, dabei wurde das Lächeln sogar noch intensiver.
„Du bist das beste was mir je passiert ist, und das wichtigste für mich, deswegen will ich….nein, ich möchte dich bitten, bleib bei mir." Wie er mich ansah, mit diesen Blick, wie soll man den da bitteschön wiederstehen können? Während ich gerade in seinem Blick versank nachdem er dies sagte, legte er seine Hand ganz sanft auf meine Wange.
„Bitte, bleib bei mir, ich will dich nicht verlieren, das könnte ich nicht ertragen." Ok, es ist amtlich, bei dem Blick kann man nicht wiederstehen, egal was einem angetan wurde, dieser Blick lässt alles vergessen, und auf Null setzten. „Möchtest du mit mir zusammen sein? Möchtest du mit mir bis ans Ende der Welt gehen?" Ich konnte nichts sagen, mich nicht bewegen, einfach nur weiter versinken.
Ich wollte ihm gerade meine Antwort geben, als sich auf einmal jemand neben uns räusperte, ich mich wachrüttelte und zu meiner linken sah. „Vinc?" „Der Krieg hat erst begonnen." Sagte er leise, als er zurück zu seinem Platz ging. ‚Was war denn das jetzt?'
Kurz nachdem ließ Seph seine Hand wieder sinken und schaute mit demselben Blick wie vorhin nach vorne. ‚Wow wow, kann mir das bitte mal einer erklären? Was ist hier gerade passiert? Ich verstehe es nicht, wirklich nicht.' Ich drehte mich ebenfalls wieder zurück, und begab mich auch in die selbe Stellung wie vorhin, nur dieses mal war mir nicht langweilig, sondern ich dachte gerade nach was das hier war. Immerhin hatte ich ihn noch nie so erlebt, und wenn er es ernst meint mit dem was er sagte, vielleicht……vielleicht sollte ich ihm eine zweite Chance geben.
Kapitel 123:
Während dem Rest der Stunde passierte nichts weiter,
außer das ich mir den Kopf über Seph und seinen Sinneswandel
zerbrach. Jedenfalls hatten wir hiernach gleich mal wieder Deutsch,
dieses Fach hatten wir dreimal in der Woche, da fragt man sich
wirklich, denken die vielleicht wir können unsere Muttersprache
nicht richtig.
Na gut, wenn es nur darum ging, aber dann noch
Gedichtinterpretationen und so was, kann ich überhaupt nicht leiden.
Hierfür brauchten wir den Raum nicht zu wechseln, das hieß also ich
musste hier neben Mister Kopfverdreher und Nerven räuber sitzen
bleiben.
Ha! Dachtet ich vielleicht, aber nach dem es zur
Pause geläutet hatte, beschlossen Vinc und Zack nämlich einfach mit
ein paar aus meiner Klasse, um genau zu sein Mark und Frank, die
Plätze zu tauschen.
Da die beiden Mädels mit die absoluten
Schönheiten hier in der Klasse sind (nur leider nichts in der Birne,
ich frage mich nur wie man auf so etwas stehen kann, wenn die nur
über Nägel und Make-up reden können.) hatten die beiden keine
Probleme damit. Also setzten sich die beiden genau an den Tisch neben
uns, und dann beschlossen wir die Tische zusammen zu schieben, kurz
danach tauschten ich und Zack noch die Plätze.
Die Sitzverteilung in der letzten Reihe des Raumes 113, sah nun vom Fenster wie folgt aus. Ich, Vinc, Zack, Seph, eine Bank weiter Sascha und Matthias, allerdings hatten sie den Tisch nicht rangeschoben, da sie eine Heiden angst vor Seph hatten, warum konnte ich nicht sagen, vielleicht lag es daran wie er gerade Zack und Vinc ansah. Jedenfalls ging die nächste Stunde auch schon los.
Und wieder mal wurde einer meiner Albträume Realität. Es war zwar keine Gedichtinterpretation, aber dafür leider ein Aufsatz mit dem Thema „Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr richtig." Ich hätte den Wisch am liebsten zerrissen. Ich bin hier in der und nicht in der Grundschule, ich kann mich nämlich ganz genau erinnern das ich vor kurzem genau das selbe Thema bei Alex sah als ich seine Hausaufgaben kontrolliert hatte.
Und dann gab es noch ein Problem, versucht ihr mal ein paar Leuten innerhalb von 15 Minuten Bedenkzeit die wir hatten, bevor wir anfangen sollten, die wichtigsten Regeln zu erklären, ohne Anschauungsmaterial oder sonstigen, denn dieser Lehrer wollte von allen, auch von den Austauschschülern die Aufsätze einsehen. Und ich dachte mir es macht sich schlecht wenn sie schreiben:
Wenn ein Monster die Straße überquert wird der Wagen gestoppt, und es per Schwert, Feuerwaffe oder Materia eliminiert. Wenn feindliche Soldaten angreifen werden diese auf der Stelle umgefahren, im Notfall vom Wagen aus angegriffen…….
Ich kannte dies nämlich noch als ich mich damals mit Rick unterhalten hatte, was er alles lernen musste, bevor er überhaupt ein Fahrzeug von Shinra fahren durfte, vor allem mit so wichtigen Persönlichkeiten wie dem General.
Also jedenfalls versuchte ich es ihnen so schnell wie möglich zu erklären, ob es klappt, konnte ich noch nicht sagen, erst wenn der Lehrer es auswertet. Nachdem die Zeit dann um war, machte ich mich ans Werk, da wir nur lächerliche 500 Wörter benötigten, war es für mich ein Klacks nach den gesamten Schreibübungen bei Herrn Wullke. Als ich fertig war, versuchte ich so leise wie möglich Vinc zu helfen, der wiederum Zack half, und Seph weigerte sich ganz und gar mit zu schreiben.
Als der Lehrer dies am Anfang vernahm wollte er ihn rauschmeißen aus dem Klassenraum, bis Seph ihn mit diesen Alle-Monster-Umgebung-Midgar-hetzten Blick ansah (wer ihn noch kennt, ich ja, nur zu gut, das waren Zeiten, nie wieder.), da wurde er ganz klein laut, und fragte ob er ihm beim warten einen Kaffee anbieten dürfte.
In dem Moment währe ich am liebsten aufgesprungen und hätte Seph umarmt, den dieser Lehrer ist die reinste Plage mit seinen ständigen Aufsätzen, und den ganzen schreibkram, und das nur weil er abends etwas zum Lesen haben will, soll er sich ein Buch anschaffen, ist doch Deutschlehrer.
Also wie gesagt, ich war gerade dabei Vinc zu helfen, bis. „Fräulein Sievers, hiermit dürfen sie nach dem Unterricht Nachsitzen und den gesamten Aufsatz 20-mal abschreiben." Mir flog die Kinnlade runter, und mir war zu heulen zu Mute. Immerhin wollte ich doch mit Vinc picknicken, und wenn ich dann noch dies so oft abschreiben muss, danach noch Schularbeiten, da werde ich doch nie vor 22 Uhr fertig.
Er ging wieder zurück zu seinem Lehrertisch, während ich
mich nun an Vinc Schulter ausheulte, ihn hatte er übrigens nichts
aufgegeben, da es seine erste Deutschstunde war. „So wie es
aussieht müssen wir unser heutiges Date verlegen Vinc." Ich sprach
ganz leise zu ihm, damit ich nicht noch 40-mal abschreiben muss.
„Nein." Ich sah ihn mit großen Augen an. „Aber…"
„Nichts aber, ich werde schon einen weg finden." Damit legte er
seine Lippen sanft auf meine, was Glück niemand gesehen hatte, da
sie alle mit ihren Aufsätzen beschäftigt waren. Naja, bis auf
einer, was ich sehen konnte, da ich meine Augen einen Spalt offen
hatte.
Kapitel 124:
Ich konnte richtig sehen wie sein Mundwinkel anfing zu zucken, wobei ich lächeln musste, und nun begann den Kuss zu vertiefen, in dem Moment war es mir egal was die anderen dachten. Jedoch als ich gerade meine Zunge zum Einsatz bringen wollte, hörte ich nur wie Vinc ein kleinen schmerzverzerrten Laut von sich gab, warum allerdings konnte ich nicht feststellen, aber es kam mir so vor als hätte ich dies schon mal mit Vinc erlebt.
Ich sah ihn fragend an, woraufhin er mir nur ein sanftes Lächeln schenkte. Er wendete sich daraufhin wieder seinen Aufsatz zu, während ich seufzte weil wir wieder mal unterbrochen wurden, ich glaube bis jetzt konnte ich noch nie rausfinden wie es sich mit ihm anfühlt.
Nachdem wir fertig waren, gaben wir alle unsere Aufsätze ab, und begaben uns zur nächsten Stunde. Sport. Ich hasse es, aber immer noch besser als der Morgendliche Appell, glaube ich jedenfalls. Wir verließen den Raum, bis auf Vinc, er wollte noch etwas erledigen bevor er nachkam, genauso wie auch Seph. Es kam mir ziemlich Spanisch vor, das die beiden etwas zusammen zu klären hatten, aber mir solch recht sein. Also ging ich schon mal mit Zack vor.
Wir warteten vor der Halle auf die beiden. „na hoffentlich endet es nicht wie letztes mal." Ich sah Zack fragend an. „Was meinst du denn damit?" Er sah mich zaghaft an. „Ach ja, du wusstest es ja nicht. Vergiss es einfach ist nicht so wichtig." „Ich will es jetzt aber wissen." Ich stellte mich genau vor ihn, und sah in seine Augen, denn es kam mir so vor als hätte er sich gerade verplappert, und ich wollte nun wissen was ich nicht wissen solle.
Er sah mich zerstreut an. „Naja, kannst du dich noch an….. naja… an Kalm erinnern?" Ich sah ihn nun kritisch an. „Das einzige was mir zu Kalm und euch einfällt, ist Zwangsurlaub, 120 Kilometer, Mädchenkleidung und Striplokal." „Striplokal?" Ich sah ihn mit einem Lächeln an, dann fing ich an zu schwärmen. „Ja, da hättest du mich mal sehen sollen, ich in Lederoutfit."
Genau in dem Moment kamen die beiden schon zu uns, und als ich Seph sah musste ich gleich lächeln, als er dann ganz nahe war, schwärmte ich weiter. „Und dann kam die Lederpeitsche zum Einsatz, woraufhin mir Sahra die Sachen vom Leibe riss, nicht war Seph." Ich zwinkerte ihm zu. „Ach und dann war da ja noch die Sache mit dem Erektionsbasierten Auflauf, und den Geilen Lattenrost wo mir Seph half."
Den beiden flog die Kinnlade runter, während Seph kurz nachdachte, und danach ein Grinsen aufsetze, ganz dicht an mich rankam, und mir ins Ohr flüsterte. „Vergiss den Zimmerservice nicht." Als er dies sagte sah ich ihn mit großen Augen an und musste schlucken, dann drehte ich mich um und ging ohne ein weiteres Wort in die Halle, zum Umkleideraum.
Da die drei keinerlei Sportsachen hatten, mussten sie sich lediglich die Straßenschuhe ausziehen, und konnten auf der Bank platznehmen, während ich mich umziehen war. Ich zog mir eine kurze schwarze Hose an, und ein schwarzes Top, dazu noch meine weißen Sportschuhe.
Während ich mich umzog, konnte ich ganz genau die Blicke der anderen auf mir spüren, irgendwie fühlte ich mich wie damals beim Appell, wo die anderen Rekruten vor mir zitterten und sich Meilen weit weg stellten, wenn es so weiter geht besteht der einzige unterschied dieser beiden Welten nur noch darin, das ich hier ein Mädchen bin, und dort ein Junge.
Außerdem konnte ich genau
sehen wie sie sich ihre Mäuler über mich zerrissen, aber ich hatte
schon schlimmeres erlebt. (denken an aufwachen nur mit Shorts im
Ödland, nur weil Zack vorhin damit angefangen hatte, sonst währe
dies schon längst verdrängt gewesen.)
Nachdem ich fertig war mit
dem Umziehen ging ich noch schnell zu den Spiegeln und band mir meine
Haare zusammen. Als ich so vor dem Spiegel stand, kamen auch die
Erinnerungen an den Abend zurück, wo ich dort landete. Ich musste
einfach nur lächeln.
Danach ging ich raus in die Halle zu den dreien. Als ich vor ihnen stehen blieb sahen sie mich an. „So was hättest du bei Shinra tragen sollen." „Dann währen sämtliche Rekruten schwul geworden." Sagte ich belustigend zu Zacks aussage, danach setzte ich mich neben ihn. „Außerdem hätte ich dies dort nie tragen können, da ich nicht diesen Körperbau hatte, jedenfalls nicht diese verdammte Oberweite."
Als ich dies so sagte, und mit meinen Händen sie nachging, merkte ich richtig wie die drei anfingen zu schlucken, weswegen ich sie kritisch ansah. „Was denn, ist doch war, ohne ist es einfach besser Sport zu treiben, die sind einfach viel zu groß, das gefällt mir nicht. Da wünsche ich mir mehr den anderen Körper wieder." Nachdem ich fertig war mit reden, kamen nun auch die anderen in die Halle rein, weswegen ich schwieg, damit sie nichts von der Unterhaltung mitbekommen.
Kapitel 125:
Ich wollte gerade aufstehen und mich auf die Bank der Mädels setzten, unser Sportlehrer ist da ziemlich komisch, bei ihm müssen Männchen und Weibchen getrennt sitzen. Naja, jedenfalls als ich gerade aufstand, erhob Vinc noch schnell das Wort bevor ich weg ging. „Du brauchst den Aufsatz nicht abschreiben."
Ich sah ihn glücklich an. „Wie hast du denn das hinbekommen?" Ich sah ihn an, doch er blieb schweigsam, hatte seine Arme vor der Brust verschränkt und die Augen geschlossen, genau wie Seph, die identische Haltung, nur etwas resignierter. „Vinc?" „Frag lieber nicht." Kam es kopfschüttelnd von Zack, woraufhin ich ihn skeptisch ansah, dann aber weg musste, da Herr Läsptner mich aufforderte auf der linken Seite der Halle Platz zu nehmen.
Wir
bekamen ganz kurz erklärt was wir heute machen sollen, und ich hätte
heulen können. Heute stand bei ihm etwas Wundervolles auf dem Plan,
wo das Herz von Seph bestimmt höher schlug las er dies hörte.
„Also dann, raus mit euch auf den Sportplatz zum Ausdauerlauf!"
Die drei gingen mir genau hinterher, und ich konnte ganz genau von
einem der drei ein Lächeln erkennen. ‚Zweite Chance hast du dir
damit gerade versaut Freundchen.' knurrte ich in Gedanken.
Herr
Läsptner sagte zwar das die drei nicht mitlaufen bräuchten,
immerhin haben sie ja nichts zum umziehen, aber sie wollten es
dennoch, na gut, bei denen ist dies eh egal, wenn man selbst nach 100
Kilometer noch nicht mal anfängt zu schwitzen.
Also auf
jedenfalls mussten wir dann los laufen, das Ziel war hier aber zum
Glück aus zwei Teilen, entweder durchhalten und zwar 45 Minuten,
oder 45 Runden um den Sportplatz, naja gut, das ist doch kein Glück,
lieber währen mir nur 10 Minuten lauf.
Die drei immer genau hinter mir, und da hinter die lüsterne Meute, ich sagte ihnen zwar sie drei sollen mir nicht alle gleichzeitig hinterherlaufen, taten dies aber nicht, aus welchem Grund auch immer.
„Ein
lächerliches Training." „Das ist Ausdauerlauf!" „Lächerlich."
Ich hätte Seph wieder erwürgen können, ich war gerade mal bei der
8 Runde, und war schon wieder am schlappmachen, und der und die
anderen beiden in Topform.
„Wir sollten unser eigenes Tempo
nehmen." „Dann mach doch was du willst, ich lauf so wie ich will,
hoffe nur das ich die 45 Minuten überstehe." Genau in dem Moment
konnte ich ein Lächeln auf seinem Gesicht feststellen.
„Schön,
dann werde ich die ganzen ‚45 Minuten' neben dir bleiben.
Valentine, Fair steigert eure Geschwindigkeit!" „Was habe ich
über Namen gesagt!" Ich knurrte ihn an, woraufhin er nur mit den
Augen rollte. „Masaru, Fair Geschwindigkeit erhöhen!" Die beiden
knurrten ihn zwar an, machten dann aber was er wollte, immerhin ist
er in diesem Punkt noch General, obwohl ich dies absolut
Schwachsinnig finde, nicht mehr in ihrer Welt, aber dennoch befolgen
sie bei so etwas seine Befehle.
Jedenfalls erhöhten die beiden ihr Tempo so extrem, das selbst unserem Sportlehrer die Kinnlade runter flog, und mich ständig überholten. „So schnell währe ich auch gerne, dann hätte ich die 45 Runden in binnen weniger Minuten weg." Ich seufzte nur, während sie wieder an mir vorbeiliefen. „Dann erhöhen wir auch die Geschwindigkeit." „Du hast ja ne Klatsche." Ich schüttelte nur den Kopf, während er mich anlächelte.
„Vielleicht sollten wir wieder anfangen jeden Morgen eine gewisse Strecke zu laufen." Ich schaute ihn zornig an. „Ich bin nicht mehr dein Rekrut!" „Du bist solange Rekrut, bis die Ausbildung abgeschlossen ist." „Wa? Aber ich bin doch überhaupt nicht in eurer Welt, geschweige denn in dem anderen Körper." „Ja, aber dein Geist ist immer noch Rekrut, oder war der etwa auch ein anderer?" Ich schnaubte förmlich vor Wut. „Also dann Rekrut, Geschwindigkeit erhöhen!" Nörgelnd tat ich was er wollte und erhöhte, genau wie er, allerdings da es ihm dann doch zu langsam ging, schnappte er mich am Handgelenkt, und gab das Tempo selbst an.
Nun schaute auch mir der Sportlehrer mit offenem Mund hinterher, aber nicht nur er, auch sämtliche Leute die wir immer wieder überholten, und ich nur heulen konnte. ‚Es wird immer schlimmer.'
Nachdem wir endlich 45 Runden gemeistert hatten, wollte ich mich ausruhen, doch Seph zog mich weiter mit sich, da er nicht nach Runden laufen wollte, sonder hier nach der Zeit, was ich absolut Schwachsinnig fand, immerhin warum musste ich dann mitlaufen, soll er doch nach China laufen, aber mich los lassen.
Endlich kam der erlösende Pfiff, und ich fiel auf die Knie. „Ich…..hasse…..dich!" sagte ich keuchen zu ihm. „Wieso denn?" Ich sah ihn knurrend an. „Ich finde du warst ziemlich gut." Damit ging er weg, und ich schaute ihn fragend nach.
Jedenfalls kamen gleich da schon Vinc und Zack auf mich zu und sahen mich auf dem Boden kniend. „Alles in Ordnung?" „Aber….klar….ich liebe…..den Boden." Sagte ich zu Zack als ich mich nach hinten weg fallen ließ. Unser Sportlehrer wies uns dann noch schnell an, uns auf das nächste mal zu freuen, denn dann werden Noten verteilt, und ich hätte ihn köpfen können, jetzt hätte er welche verteilen sollen, da hätte ich bestimmt das erste mal ne 1 in Ausdauerlauf gehabt.
Ich streckte meine Hand nach oben. „Bitte, brauch Hilfe. Kein Gefühl in Beinen." Sagte ich, woraufhin Zack mich hochzog. „Na, und jetzt Gemeinschaftsduschen?" Ich musste bei der Aussage lachen. „Klar, wenn du ein Mädchen bist ja, denn ich gehe in die Gemeinschaftsduschen bei den Frauen." Dabei lächelte er auch. Wir gingen alle drei zurück zur Halle, während ich mich bei Zack abstützte.
Kapitel 126:
„Hier trennen sich unsere Wege." Sagte ich vor dem
Umkleideraum und ging rein. Drinnen schauten mich schon alle Mädels
zähneknirschend an.
‚Jetzt wünschte ich Sabrina währe hier.'
Sie ist meine beste Freundin die leider weg ziehen musste weil sie
nicht das ABI machte, sondern schon nach der ne Ausbildung
annahm. Jedenfalls hätte die, egal was passiert, zu mir gehalten,
und mich nicht so angesehen als würde ich vom Mars kommen und sie
alle ausstechen.
Ich begab mich jedenfalls zu den Duschen, die anderen Mädels hassen hier zu duschen, und warten immer bis sie zu Hause sind, naja, sollen sie machen was sie wollen, ich dusche jedenfalls.
Ich stellte mich unter die an der hinteren Ecke, da hatte ich meine Ruhe, sah keinen und hörte keinen, nur das Wasser was auf meiner Haut aufkam. Ich genoss es nach diesem „Ausdauerlauf". Ich fragte mich nur was daran Ausdauer war? Ich dachte immer da geht es drum so lange wie möglich durchzuhalten, und nicht sich die Hacken ab zu laufen.
„Nur wegen dem ach so lieben General."
Nörgelte ich vor mich hin. „Schon lange habe ich dieses Wort nicht
mehr aus deinem Mund gehört." Als ich seine Stimme hörte erschrak
ich, und schnappte mir schnell mein Handtuch welches ich mir
umwickelte, was allerdings ein wenig kurz war, ging mit nur von der
Brust bis zum Gesäß, da eigentlich meine Sachen auch am Ende der
Duschen lagen.
‚Wenn ich da jetzt nur rankommen könnte.'
Aber das war nicht nur das Problem, ich hatte vergessen die Dusche
auszumachen, womit nun mein weißes Tuch vollkommen durchnässt war.
Da ich nichts mehr von ihm hörte dachte ich er sei wieder
weg gegangen, weswegen ich das Wasser abstellen wollte. Als ich meine
Hand an dem Ventil hatte, legte er seine genau auf meine wobei ich
erschrak.
„Ich wollte auch duschen." Er stellte sich ganz nah
an mich ran. „D…Die…and…ern?" fragte ich stotternd. „Habe
ich weg geschickt." Er fuhr mit seinen Fingern meinen Hals entlang.
„Um ungestört zu sein." Dann legte er seine Lippen auf meinen
Hals.
Ich war immer noch vom Schock gelähmt. „Z…Zack…und V..Vinc?" fragte ich weiter. Er näherte sich meinem Ohr „Wurden von ein paar Mädchen weg gezerrt." Danach knappert er an meinem Ohrläppchen und drückte sich an mich ran, dabei nahm er meine Hand vom Ventil und lehnte sie an die Wand, strich danach den Arm lang bis zu meiner Schulter.
Als ich langsam wieder zu mir kam und mich bewegen konnte, wollte ich mich umdrehen und ihm eine Scheuern, doch als ich mich drehte und ausholte, schnappte er meinen Arm und drückte mich an die Wand.
Nun stand ich sprichwörtlich mit
dem Rücken zur Wand, und bemerkte dass er vollkommen ohne Klamotten
hinter mir stand, weswegen ich mit den Blick aus Scham zur Seite
wich. Er kam ganz nah an meinen Hals.
„Seit wann so
schüchtern?" „Ich bin nicht schüchtern!" gab ich knurrend und
zischend von mir. „Das freut mich." Er fing an meinen Hals mit
seinen Lippen zu liebkosen. „Hör auf damit! Ich will nicht." Ich
spürte ein kleines Lächeln auf meinem Hals.
„Ich sagte du sollst aufhören!" Ich versuchte meine Arme von der Wand weg zu drücken, wobei er von mir abließ und mir in die Augen sah. „Du hast mir gerade bewiesen, das dein Geist noch mir gehört, und nun will ich diesen neuen Körper meines Rekruten erkunden." Dann kam er noch näher ran. „Jeden Millimeter Haut."
„Aber ich
bin nicht mehr dein Rekrut, sieh es ein." „Du solltest aufhören
dich zu währen Masaru." „Ich währe mich so lange wie ich will."
Nun fing er an zu lachen weswegen ich ihn stutzig ansah. „Ich sagte
doch, du bist immer noch Rekrut, oder warum hörst du sonst noch auf
den Namen."
Ich sah in wütend an, als ich merkte das ich
darauf reagierte. Dann kam er wieder ganz nah heran. „Ich hoffe du
weist, das damit die Abmachung wieder gültig ist. Also gratulier ich
dir, ab jetzt bist du wieder mein Eigentum."
Ich knurrte ihn an und wollte gerade nach ihm treten, wurde aber von ihm daran gehindert, als er sein Bein zwischen meine stellte. „Ich bin nicht mehr Katsu Masaru!" zischte ich zu ihm. „Du hast mir eben das Gegenteil bewiesen, oder willst du bestreiten das du auf deinen eigenen Namen gehört hast." „Das war nur ein Reflex." „Aber dein Name." „Na und, und wenn schon das hat hier keine Bedeutung!" „Also gibst du zu das es immer noch dein Name ist." „Wa?" „Damit währe die Diskussion beendet und dein Versprechen und unser Vertrag wieder gültig." Ich sah ihn nur ungläubig an, bis ich merkte das ich gerade in eine seiner Fallen getappt war, und dies nicht mal gemerkt hatte.
Kapitel 127:
Ich sah ihn fassungslos an, während er mich anlächelte
und wieder anfing meinen Hals zu liebkosen wobei ich nur meine Augen
zukniff.
„Sephiroth!" Ich riss meine Augen erschrocken auf,
konnte aber nichts sehen, da er genau vor mir stand. Er ließ von mir
ab, und drückte sich noch mehr an mich, dann flüsterte er mir etwas
ins Ohr. „Vergiss nicht dein Versprechen mir gegenüber."
Damit wendete er sich mit lauterer Stimme der anderen Person zu, die ich nicht erkennen konnte. „Was willst du hier Valentin!" Als ich seinen Namen hörte, blieb ich erschrocken stehen, immerhin stand ich hier im total durchnässten Handtuch, durch das das man wahrscheinlich alles sehen konnte mit einem vollkommen nackten Seph unter der Dusche.
Ich versuchte mich aus Schamgefühl so gut wie möglich zu verstecken, indem ich mich noch mehr an Seph schmiegte, damit man nichts von mir sehen konnte, was ihm zum lächeln brachte. Ich merkte erst im Nachhinein, das dies gerade die absolut bescheuertste Reaktion von allen war. „Merkst du nicht das du störst?!" sagte er siegessicher zu ihm.
Ich hörte wie Vinc näher kam, während Seph seine Arme um mich schlang, und mich noch mehr an sich drückte. Leider konnte ich Vinc immer noch nicht sehen, da Seph meinen gesamten Blickwinkel einnahm, genauso geht es aber bestimmt auch Vinc, der bestimmt nicht mein Gesicht sehen kann, denn dies hatte ich vor Scham in Sephs Brust gedrückt.
Wie gesagt, bestimmt die schlimmste aller möglichen Reaktionen von mir. „Lass sie auf der Stelle los!" „Warum sollte ich, immerhin hat sie sich an mich geschmiegt." Ich hätte ihn am liebsten in den Arsch getreten, konnte mich aber nicht bewegen, da er mich immer mehr an sich drückte, sagen konnte ich auch nichts, da ich noch unter Schock stand und immer noch das hier gerade verarbeite.
Stille, bis auf das Wasser.
„Du willst es also wirklich darauf anlegen Sephiroth?" Als ich seine Stimme hörte gefror mir regelrecht das Blut in den Adern. „Warum nicht." Das nächste was ich hörte war ein Klicken, Seph der anfing leise zu lachen. „Willst du mich erschießen? Dann bitte nur zu." Als er dies sagte riss ich meine Augen auf und drückte mich vor angst noch mehr an ihn.
„Gaube mir, ich hätte keine Hemmungen, wenn du sie nicht im Arm hättest." Ich hörte wieder ein klicken, und danach schritte die sich entfernten. „Das nächste mal werde ich ohne zögern abdrücken." Ich blieb noch einige zeit so stehen, bis ich Sephs Stimme vernahm. „Und ich dachte wir sollten hier ohne Waffen rumlaufen." Er ließ mich los, und drehte sich von mir weg, danach nahm er sich seine Sachen und wollte den Raum verlassen, richtete aber sein Stimme vorher noch einmal an mich. „Er würde für dich wirklich in den Tod gehen, an deiner Stelle würde ich alles unternehmen, damit es nicht dazu kommt." Damit verschwand er nach draußen, während ich immer noch unter Schock stand.
Nachdem ich mich einigermaßen beruhigte, stellte ich das Wasser ab, und nahm meine Sachen, allerdings zog ich mich gleich hier an, denn wer weiß wer im anderen Raum gerade steht.
Als ich fertig war ging ich raus, aber es war zum Glück keiner mehr da. Ich ging zu meinen Sachen, und zog mir meine anderen an, dann begab ich mich nach draußen. Zu meinem Glück hatte nach uns keine andere Klasse Sport, sonst währe dies ein noch größerer Alptraum als jetzt schon.
Danach begab ich mich einfach nach Hause, ich wollte mich nur noch in mein Zimmer einschließen, egal wie lange oder oft ich deswegen nachsitzen muss, oder ob ich dafür einen Verweis bekomme. Jetzt wollte ich wirklich alleine gelassen werden.
Als ich gerade das Schulgelände verlassen wollte, legte jemand zwei Arme um meine Schulter, und hielt mich fest. Ich wollte mich gerade aus der Umarmung befreien. „Verzeih das ich dir Angst eingejagt habe." Als ich Vinc Stimme vernahm, ließ ich mich nach hinten anlehnen.
Wir standen kurze zeit so da, bis ich ein paar Schritte von ihm weg ging. „Ich habe keine Angst vor dir." Damit drehte ich mich mit einem sanften Lächeln zu ihm um. „Und ich danke dir das du mich aus dieser miesere befreit hast." Er sah mich mit einen kleinen Lächeln an, und kam auf mich zu, danach schlang er seine Arme wieder um meine Hüfte.
„Du bist nicht mit ihm zusammen? Du hast dich ihm nicht freiwillig hingegeben?" Ich sah ihn kritisch an. „Ganz sicher nicht." Er drückte mich sanft an sich, und strich mir über die Haare. „Dann ist gut." „Wie?" Ich überlegte kurz, doch er ließ mich dann los, und lächelte mich sanft an, woraufhin ich nur mit den Schultern zuckte.
Danach drehte ich mich um, denn nach Hause wollte ich immer noch, nur begleitete Vinc mich. Jetzt ließ ich zwar die beiden anderen zurück, aber was solls, der einzige der mir in dem Moment leid tat war Zack, aber er wird mich sicher verstehen.
Kapitel 128:
Als Vinc und ich gerade unterwegs zu mir waren, kam mir
eine gute Idee. „Was hältst du denn davon wenn wir schon früher
mit unserem gemeinsamen Tag anfangen, und dann gleich von da in den
Abend gehen." ‚Dann brauche ich mir jedenfalls keine Gedanken um
Seph zu machen.'
Er lächelte mich nur an, was ich als ein Ja
deutete. „Gut, dann bring ich schnell die Sachen nach Hause, mach
noch die nötigsten Hausaufgaben und zieh mich um."
Als wir
bei mir zu Hause ankamen, rannte ich in mein Zimmer hoch, während
Vinc unten auf mich wartete.
Ich machte schnell meine Aufgaben,
während ich bei der Mitte meiner Hausaufgaben war, hörte ich wie
meine Eltern von der Arbeit nach Hause kamen, ich begrüßte sie mit
einen Ruf von der Treppe aus, sagte ich hätte heute keine Zeit für
sie, und ging gleich wieder zurück zum Schreibtisch.
Ich konzentrierte mich ganz auf meine Aufgaben, während ich nebenbei Musik über Kopfhörer hörte, um nicht von ihnen oder Alex gestört zu werden, damit ich schneller fertig werde, deswegen drehte ich sie laut auf.
Nachdem ich fertig war, stand ich nun vor meinem Kleiderschrank, und suchte mir ein passendes Outfit raus. „Ha! Mich besitzen wollen, der wird mich nicht so schnell bekommen, vorher gebe ich mich lieber freiwillig Vinc hin, der hat wenigstens nicht das Bedürfnis mich ständig zu bedrängen."
Während ich im Kleiderschrank stöberte, regte ich mich tierisch über Seph und diesen bescheuerten Vertrag auf, der eigentlich null und nichtig sein müsste. „Ich meine, wenn er wenigstens so währe wie heute Morgen….das währe ein Traum…..Nein, der ändert sich nie." Nach längeren Selbstgesprächen hatte ich nun das richtige rausgesucht.
Ich zog mir ein kurzes Ärmel- und Trägerloses
dunkelrotes Kleid an, das sehr eng anlag, und bis zur Mitte meiner
Oberschenkel ging. Dazu zog ich mir noch eine schwarze Strumpfhose
und schwarze Stiefel an, die mir bis zu den Knien gingen.
Ich
haste es zwar mich zu Schminken, aber ich dachte mir, wenn ich schon
mit ihm ausgehe, dann sollte ich mich auch für ihn richtig
rausputzen, immerhin wollte ich ihm einen Anblick geben, den er so
schnell nicht vergessen wird.
Ich ging nun also so die Treppe runter, zu meinem heutigen „freiwilligen" Date, und freute mich regelrecht darauf. Als ich ins Esszimmer bog, immer noch mit meinem Lächeln auf dem Gesicht, währe ich nun beinahe in Tränen ausgebrochen. „Was machst du denn hier? Und wo ist Vinc?" „Von deinen Eltern zum einkaufen mit geschleift wurden, genau wie Zack und dein kleiner Bruder, da du nicht gehört hattest." „ja, aber warum bist du hier?"
Er stand auf und kam auf mich zu, blieb vor mir stehen, und stützte sich mit seinem rechten Arm an dem Türrahmen ab, während er sich zu mir beugte. „Ich sagte deiner Mutter das wir uns heute einen schönen Tag machen wollten, weswegen ich hier blieb, und auf dich wartete." Ich sah in knurrend ins Gesicht. „Ich glaube kaum das er freiwillig mit gegangen ist." „Nein, aber deine Mutter hat ihn so lieb drum gebeten, da ich ihr sagte ich wollte mit dir alleine sein, das er es nicht ablehnen konnte, und du ja auch nichts dazu sagtest als sie hoch rief."
Ich hätte mir selbst in den Arsch treten können, das ich die Musik so laut anhatte. „Dann werde ich eben auf Vinc warten." Damit ging ich an ihm vorbei und wollte mich hin setzten, doch als ich an ihm vorbei ging, packte er mich am Arm und zog mich zu sich. „Du bleibst schön bei mir." „Lass mich auf der Stelle los!" „Oder was?"
Ich drehte mich schnell um, und gab ihm eine
Ohrfeige die sich gewaschen hatte und sein Kopf sich nach links
drehte.
Dann sah ich ihn zornig an. „Wenn ich sage las mich
los, dann meine ich es auch so!" Während ich meine Hand nun zur
Faust ballte, schnalzte er mit der Zunge, und hatte seine Augen
geschlossen. Ich sah ihn immer noch zornig an. „Das war ein
Fehler." „Ein Fehler? Du bist ein Fehler, aber ein gewaltiger!"
Während ich rumschrie, und ihm ein Haufen Beschimpfungen an den Kopf warf, fing er an zu lachen, woraufhin ich aufhörte und ihn stutzig ansah. „Du bist einfach perfekt, genau die richtige. Erst wollte ich nett sein, keine Chance, dann mit Gewalt und Drohungen, ebenfalls nicht. Und wenn ich doch mal dachte ich hätte dich in meiner Hand, hast du es geschafft dich aus meinem Griff zu befreien. Egal was ich mache, du wiedersetzt dich immer. Bei dir muss man auf alles gefasst sein, sich immer was neues einfallen lassen. Diese Herausforderung liebe ich und will ich für immer haben!" Damit drehte er sich mit einem dämonischen Grinsen zu mir.
Ich sah ihn einfach nur irritiert an, denn was er gerade sagte, ergab keinerlei Sinn für mich, bzw. verstand ich so gut wie gar nicht. Er zog mich zu sich ran, und sah mir direkt mit dem Blick in die Augen. „Ich werde alles tun, damit du mir gehörst, und wenn ich Valentine dafür von oben bis unten aufschlitzen muss!"
Kapitel 129:
Nachdem er dies sagte, ballerte ich ihm noch mal eine, allerdings dieses mal mit geballter Faust, das seine Lippe aufsprang, und ich eine kleine Blutspur sehen konnte, wobei ich dann lächeln musste. Er strich mit seinem Finger drüber, und schaute sich das Blut auf seinem Finger an. „Das hast du davon." Sagte ich gönnerisch zu ihm.
Er leckte sich mit der Zunge über die aufgesprungene Stelle, und sah mich dann mit einem blutgierigen gnadenlosen Ausdruck an, das mir der Atem stockte. Diesen Ausdruck hatte ich noch nie gesehen und wusste nichts damit anzufangen, außer vor angst zu erstarren. „Das hast du nicht umsonst gemacht." „Hä?"
Ich sah ihn nur weiter ängstlich an, während sein Blick immer eisiger wurde. Eh ich mich versah schlug er mir so stark in den Magen das ich nach unten auf meine Knie sackte und nach Luft rang, danach packte er mich wieder an der Kehle und zog mich zu sich hoch. „Sag es." Ich sah ihn hilflos an. „Sag, ich bin dein, dann las ich Valentine am leben!"
Meine Augen
weiteten sich bei jedem seiner Worte mehr. Sein Blick wurde nun noch
kälter. „Oder willst du das er deinetwegen krepiert?" Ich
schloss meine Augen, während mir ein paar Tränen übers Gesicht
liefen. „Was ist?" Ich versuchte ein paar mal tief durch zu
atmen, was mir sehr schwer fiel, danach öffnete ich meine Augen mit
einem verzweifelten Ausdruck darin.
„I…Ich….Ich" „Sag
es! Oder ich werde ihn qualvoll hinrichten!" Er drückte noch
stärker zu. „Ich bin dein!" Schrie ich mit aller Kraft raus,
woraufhin er lächelnd los lies, ich zu Boden ging, und unten
zusammengekrümmt durch den Schlag im Magen und durch den Griff an
meiner Kehle liegen blieb.
Er beugte sich zu mir runter.
„Wenn du jemals wieder meine Anweisungen ignorieren solltest, oder
jemanden hiervon erzählst, werde ich keine Gnade zeigen!" Ich
versuchte mich aufzurichten, was mir nicht gelang, und ich wieder
nach unten sackte.
„So gefällst du mir genau richtig. Ich
hoffe du wirst ab jetzt immer vor meinen Füssen liegen."Ich drehte
meinen Kopf von ihm weg und schaute in die andere Richtung. „Los,
steh auf!" Ich konnte nicht, ich war viel zu fertig. „Ich sagte,
steh auf!"
Ich schluckte einmal, und versuchte mich wieder aufzurichten, erst auf die Knie, und dann ganz langsam, bis ich wacklig auf meinen Beinen stand, allerdings immer noch von ihm weg gedreht. Er packte mich und zog mich an sich ran. „Ab jetzt gehörst du wieder mir und dieses mal für immer, egal in welcher Welt, oder welchen Körper du hast."
Damit fing er an mit seinen Händen meinen Körper zu erkunden, und legte seine Lippen auf meinen Hals. Ich schloss dabei meine Augen, und dachte nur an Vincent, und das er ihn etwas antut wenn ich mich wehre, weswegen ich ihm alles gestattete. Kurz nachdem er alles abtastete, drehte er mich zu sich um, und hob mein Kinn zu sich hoch.
Ich sah ihn mit Tränengefüllten Augen an, wobei er lächelte. Er neigte sich vor, und flüsterte mir zu. „Ich will das du nach oben gehst, dich ausziehst, dich ins Bett legst und dort auf mich wartest." Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln, zum sprechen hatte ich keine Kraft.
„Du willst dich mir wiedersetzten? Du weist was dann
passiert." Ich schluckte, und ging langsam und geknickt an ihm
vorbei in mein Zimmer. Auf dem Weg dort hin ließ ich alles in
Gedanken durchgehen wie es hierzu nur kommen konnte. Seit dem ich ihn
kennengelernt hatte, war er nie so, egal was ich machte oder wie sehr
ich ihn auch zur Weißglut brachte, so hat er noch nie reagiert.
Genau darum liebte ich ihn doch, genau darum wollte ich immer bei
ihm sein, egal was er mir auch antat, ich wollte wirklich mehr von
ihm, wollte das er mich mehr liebt.
Aber nun, mit jeder Stufe die ich hoch ging, starb die Liebe die er aufbaute, die ich für ihn hatte mehr und mehr. Ich ging in mein Zimmer, und atmete noch einmal tief durch, dann zog ich mir langsam meine Sachen aus, und legte mich wie er es wollte ins Bett, allerdings deckte ich mich dabei zu.
Kurz danach konnte ich schon hören wie er langsam die Treppe rauf kam, wobei ich bei jedem weiteren Schritt von ihm mehr Verachtung ihm gegenüber aufbaute, und mir wünschte Vinc währe hier um mir zu helfen. Um mir begreiflich zu machenwarum. Warum ich? Warum er mir dies antut? Warum kann er mich nicht einfach wie heute Morgen fragen? Ich hätte ja gesagt, hätte er mich nur noch einmal so gefragt. Nur noch einmal mich mit diesem Blick angesehen. Ich währe für ihn durch die Hölle gegangen, für ihn alles aufgegeben, selbst mein Leben hier.
