Kapitel 130:

Er öffnete die Tür, und schloss sie gleich wieder hinter sich. Ich drehte meinen Kopf von ihm weg, sah zur Wand, und schloss meine Augen gleich darauf. Ich wollte nichts sehen, nichts mitkriegen. Ich wollte nur das es schnell vorbei ist.

Ich spürte wie er sich neben mich auf die Bettkante setzte. Dann fing er an mir meine Haarsträhnen nach hinten zu streichen. Ich bewegte mich die ganze zeit nicht, zeigte keinen wiederstand, immer mit dem Gedanken an Vincent im Hintergrund. Ich spürte dass er sich bewegte, und konnte seinen Atem auf meiner Haut spüren, was mir eine Gänsehaut verschaffte.

Er strich mit seinen Fingern langsam über mein Schlüsselbein, während ich meine Hände ballte, um mich unter Kontrolle zu behalten. Dann fing er an drüber zu lecken, und gleich danach mit den Lippen zu berühren. Als ich merkte wie er die Decke langsam anhob, hielt er in seiner Bewegung inne. Ich wunderte mich zwar, wollte ihn dennoch nicht ansehen.

„So weit würdest du für ihn gehen?" Bei den Worten horchte ich auf. Nicht nur wegen dem was er sagte, sondern auch wie. Mit einer Traurigkeit die ich schon lange nicht mehr hörte. Er ließ die Decke wieder fallen, und legte sich neben mir ins Bett. Er seufzte und streichelte mir dabei über die Schulter.

„Es tut mir leid, wenn ich dir Schaden zufügte." Ich kochte gerade vor Wut als er dies sagte. Es tat ihm leid, hallo? Wer bin ich denn? Ich öffnete meine Augen voller Zorn und drehte mich zähneknirschend zu ihm um.
Er sah mich mit einem sanften lächeln an, welches ich ihm am liebsten eingeschlagen hätte, wenn er nicht auf der Decke liegen würde, und ich meine Hand rausziehen könnte. Ich sagte nichts zu ihm, sondern knurrte ihn nur an, mit einem enormen Hass in den Augen.
„Ich musste einfach sehen wie weit du für ihn gehen würdest." Zu meinem Hass kam nun auch Unverständlichkeit in meinem Blick mit rein.

Er strich mir sanft übers Gesicht, wobei ich es ruckartig weg drehte, und er daraufhin abließ. „Du bist wunderschön, und hast einen starken Willen. Ich glaube zwar nicht das du die Richtige für Valentine bist, aber wenn du ihn so sehr liebst……Werde ich euch nicht mehr im Wege stehen."

Mit den letzten Worten stand er auf, während ich immer noch den Blick zur Wand gerichtet hatte. Ich hörte wie er die Tür öffnete und raus ging. Als er sie schloss, konnte ich nicht glauben was er sagte.
„Ich habe den Krieg verloren, aber dennoch werde ich auf dich warten, und dich immer lieben." Damit fiel die Tür ins Schloss, und mir Tränen übers Gesicht.

‚Dieser Verdammte Mistkerl…..Alles nur Spiel….alles nur ein Test…..warum hat er es mir nicht einfach so gesagt?.....' Während meine Tränen ungehindert flossen, dachte ich nach über das was er eben sagte. Ich liebte ihn doch auch.

Ja, ich liebte ihn, bis zu dem Zeitpunkt als er mir mit dem Leben eines Freundes drohte, aber jetzt….ich weis es einfach nicht. Ich würde ihm am liebsten das Herz rausreißen, andererseits würde ich es auch mir am liebsten rausreißen, wegen der Gefühle die ich immer noch für ihn hatte, trotz allem, aber dennoch verabscheute ich ihn auch.

Ich wusste einfach nicht was ich hätte machen sollen, ich währe ihm am liebsten nachgelaufen und hätte ihn zur rede gestellt, aber woher sollte ich wissen ob er es überhaupt ernst meinte, vielleicht war es auch nur eines seiner Spiel….seiner Fallen.

Ich beschloss mich erst einmal zu beruhigen, und alles sacken zu lassen, denn eines durfte ich heute nicht vergessen. Den Gefallen für Vinc, ich hatte ihm einen Abend mit mir alleine versprochen, den sollte er bekommen, egal was gerade passierte. Ich wollte ihn nicht damit verderben, ihn nicht damit belasten.

Ich schluckte noch einmal alles runter, meine Gefühle, meine Gedanken, einfach alles, und stand auf, dann zog ich mir meine Sachen wieder an, begab mich runter ins Bad, und wusch mir erst mal das Gesicht, damit man meine rot angelaufenen Augen nicht sehen konnte. Ich stand noch einige Zeit vorm Spiegel um mich weiter zu beruhigen.

Danach atmete ich noch ein paar mal tief durch, denn ich konnte genau hören das das Tor zum Hof aufgemacht wurde. Noch einmal klatschte ich mir Wasser ins Gesicht, trocknete mich schnell ab, schluckte noch einmal, und atmete noch einmal tief durch.

Danach versuchte ich mein Lächeln aufrecht zu erhalten, und verließ das Bad Richtung Hof. Nahm mir beim hin gehen noch meine Handtasche von der Treppe, die ich drauf legte als ich vorhin nach oben gehen sollte, und begab mich so nun zu Vincent, der mich bereits anlächelte.

Kapitel 131:

„Wollen wir?" Ich fragte ihn immer noch mit dem künstlich aufgesetzten Lächeln. Meine Eltern, Alex und Zack mit runter geklappter Kinnlade, gingen ins Haus um die Einkäufe zu verstauen. Er lächelte mich sanft an, bot mir seinen Arm an, den ich annahm, und mich einharkte. Da ich keine Zeit hatte das Picknick vorzubereiten, dachte ich mir ich lade ihn ins Kino ein, und danach auf einen Spaziergang im Park.

Wir schlenderten zum Kino, ich eingeharkt bei Vinc, dabei mein Kopf auf seinem Oberarm, und immer versucht mein Lächeln aufrecht zu erhalten, und keine Träne zu vergießen. „Und was wollen wir uns ansehen?"
Ich sah zu ihm hoch, und musste kurz überlegen was überhaupt gerade läuft. „wie währe es wenn wir uns einfach einen aussuchen wenn wir da sind?" Nun musste er lachen. „Ok, machen wir es so." Er gab mir noch einen Kuss auf meine Stirn, und sah danach wieder nach vorne mit einem Lächeln, während ich mit einem nachdenklichen Blick nach vorn schaute.

„Du scheinst dir über etwas Sorgen zu machen, habe ich recht?" „Hm?" Ich sah wieder zu ihm hoch, doch er behielt den Blick nach vorne. „Du bist sehr schweigsam, und ziemlich ruhig, so kenne ich dich nur wenn du Sorgen hast, oder wenn etwas vorgefallen ist."
Als er den letzten Teil sagte blieb er stehen, wobei ich ihn immer noch fragend ansah.

Dann drehte er sich mit einem sanften Lächeln zu mir um. „Wir können den Abend auch verschieben." Ich sah ihn perplex an. „Wieso?" Er legte seine rechte Hand auf meine Wange und neigte seinen Kopf ein wenig nach links. „Ich möchte nicht das du dir wegen mir Sorgen machst." „Aber ich mache mir keine Sorgen. Wirklich nicht." „Es tut mir leid, aber dies kann ich dir nicht glauben."

Ich sah ihn einfach weiter total perplex an, und wusste gar nicht was das eigentlich sollte. „Lass uns lieber zurück gehen." Er drehte sich gerade um und ging zurück, aber im Gegensatz zu ihm blieb ich stehen. Als er es merkte, drehte er sich wieder zu mir um. „Jenni?" Ich schaute nach unten. „Bitte verzeih mir, ich wollte dir den Abend nicht verderben." Damit drehte ich mich um, und lief los.

„Jenni!!!" Ich hörte ihn mir hinterherrufen, und auch das er mir nachlief, aber im Gegensatz zu ihm, kannte ich mich hier aus, und verschwand in einer kleinen Einfahrt die immer offen steht, und man sich da hinter gut verstecken kann, da sie gleich nach einer Kurve kommt, und gleich danach eine Kreuzung kommt.

‚Toll, jetzt musste er schon meinetwegen seinen Abend opfern, tolle Freundin bin ich.' Ich rutschte an der Wand nach unten und zog meine Knie an. Ich konnte hören wie Vinc vorbei lief, und irgendeinen der drei Wege nutze. Ich konnte einfach nicht mehr, dies war der Tropfen der bei mir das Fass zum überlaufen brachte.

Ich konnte schon immer viel verkraften, schon immer viel runterschlucken, viel von meinen Gefühlen verstecken. Aber es ging einfach nicht mehr, alles was bis jetzt geschah, seit dem Volleyballtraining zehrte an meinen Nerven und machte mich Seelig immer mehr fertig. Im Moment wünschte ich mir nur ich währe niemals zu diesem beschießenden Training gegangen, und lieber gleich nach Hause.

Ich wusste nicht wie lange ich dort saß, nur das es bereits Nacht war, und die Straßen wieder wie ausgestorben. Ich stand auf, wischte mir mit der Hand übers Gesicht und Atmete tief durch.

Nach Hause wollte, und konnte ich jetzt nicht, das was ich jetzt brauchte war eine Richtige Auszeit, und zwar von allem. Daher beschloss ich etwas zu machen, was ich nur in äußersten Notfällen tu, wenn ich einfach keine Kraft mehr habe jemanden gegenüber zu treten.

Ich stand vor der Tür von Sven, er ist der Zwillingsbruder von Sabrina. Ich bin zwar nicht so gut mit ihm befreundet wie mit ihr, aber dennoch gab er mir in schwierigen Zeiten immer halt, und behandelte mich wie seine zweite Schwester, wofür ich ihm sehr dankbar war. Nachdem ich klingelte, dauerte es nicht lange, und ein 1,85m großer dunkelblonder junger Mann mit hellblauen Augen öffnete mir die Tür.

Als er mich sah, und bemerkte in was für einer Verfassung ich gerade bin, zog er mich ohne etwas zu sagen zu sich rein, und ließ mich im Wohnzimmer auf der Couch platz nehmen. Danach ging er in die Küche um mir einen Tee zu kochen. Während das Wasser kochte, fragte er mich ob ich etwas essen wolle, was ich verneinte, und er wieder zurück ging.

Nachdem er mir die Tasse reichte, setzte er sich ebenfalls mit einer Tasse Tee neben mich. Wir stellten sie beide auf den Tisch vor uns, danach zog er mich zu sich, woraufhin ich mich an ihn kuschelte, und er mich erst einmal beruhigte.

Als ich wieder halbwegs zu mir kam, fragte er mich was passiert sein, woraufhin ich nur schwieg, und er mir anbot hier zu übernachten, was ich dankend annahm, und er das Gästezimmer vorbereiten ging. Nachdem er fertig war bedankte ich mich ein weiteres Mal bei ihm, und legte mich schlafen, aber konnte leider nicht einschlafen da ich mir über vieles Gedanken machte.

Als Sven nach mir sehen wollte, bemerkte er das ich noch wach war, und legte sich deswegen zu mir. Er zog mich in seinen Arm um mich weiter zu trösten, und kraulte mir über den Rücken und Nacken, um mich zu beruhigen, und einschlafen zu lassen, was ich nach längerer Zeit auch tat.

Kapitel 132:

Ich öffnete langsam meine Augen, als ich mich umsah, war ich immer noch in Svens Gästezimmer. Ich stand auf, als ich das Zimmer verlassen wollte, sah ich an der Tür ein Kleid von Sabrina hängen, was ich annahm. Da wir die gleiche Größe haben, passten mir ihre Sachen zum Glück. Ich ging ins Bad und machte mich fertig, danach begab ich mich in die Küche. Als ich zum Tisch ging, bemerkte ich einen kleinen Zettel darauf.

Guten Morgen kleiner Sonnenschein,
ich habe deine Eltern gestern Nacht noch benachrichtigt, dass du bei mir bist.
Mach es die bequem solange ich auf Arbeit bin, sobald ich zurück bin, und du möchtest, können wir das Wochenende zu Sabrina nach Berlin fahren, damit du abschalten kannst.
Liebe Grüße dein Tröster vom Dienste.
PS.: Kopf hoch, und lass dich nicht unterkriegen.

Als ich den Zettel lass, musste ich Schmunzeln, und entschied mich das Angebot anzunehmen. Allerdings musste ich dafür auch nach Hause um ein paar Sachen zu holen. Also machte mich auf den Weg, hoffen tat ich nur, das sie nicht da sind, und ich schnell meine Sachen packen kann.

Als ich vor meiner Tür stand, atmete ich nochmal tief durch, und ging dann rein. Anscheinend war keiner da, also ging ich schnell in mein immer hoch, schnappte mir eine Tasche, und packte ein paar Sachen ein.

„Wohin willst du?" Als ich seine Stimme hörte, erschrak ich, und hielt inne. „Was machst du denn noch hier?" „Glaubst du ich gehe in diese Einrichtung, wenn ich nicht muss. Ich ging nur wegen dir in dieses Irrenhaus." „Die anderen beiden?" „Sind hingegangen, damit du nicht soviel verpasst." Er kam auf mich zu, und klappte die Tasche zu. „Wohin willst du?" Er flüsterte es mir leise ins Ohr.

‚Kopf hoch, lass dich nicht unterkriegen….genau, ich werde mich nicht unterkriegen lassen.' Ich drehte mich zu Seph um, und sah ihn mit einem Lächeln in die Augen. „Urlaub machen und keinen Zwangsurlaub, sondern richtigen." Als er meine Antwort hörte, sah er mich skeptisch an. „Und mit wem?" ‚Eifersüchtig?' Ich musste lächeln, warum denn auch nicht, eigentlich geht es ihn zwar nichts an, aber von mir aus. „Mit einem guten Freund, einfach weg fahren um richtig abzuschalten." Er sah mich immer noch skeptisch an. „Ein guter Freund?" „Jep." „Und was ist mit Valentine? Er hat sich gestern große Sorgen um dich gemacht, und wollte schon die ganze Stadt nach dir absuchen, wenn ihn deine Mutter nicht daran gehindert hätte, und sagte das es dir gut geht, du nur bei jemanden übernachtest." Ich musste unwillkürlich lächeln, und sah ihn dann so an. „Und du?"

Als er meine Frage hörte, drehte er sich von mir weg, und ging raus, aber nicht ohne mir eine Antwort zu geben. „Ich hätte Valentine eine reinhauen könne, dafür das er nicht richtig aufpasste, tat es deinetwegen nicht." Damit wollte er die Tür wieder schließen um mich alleine zu lassen, tat er aber nicht, als er hörte wie ich beim Auspacken, ein kleines Leid vor mich hin sang,

Ich will nicht gehorsam,
gezähmt und gezogen sein
Ich will nicht bescheiden,
beliebt und betrogen sein
Ich bin nicht das Eigentum von dir,
denn ich gehör' nur mir

Ich möchte vertraut sein,
herabsehen auf diese Welt
Ich möchte auf Eis gehen
und selbst sehn' wie langs mich hält
Was geht es dich an,
was ich riskier', denn ich gehör' nur mir

Willst du mich begehren,
dann zwingst du mich bloß,
zu fliehn' vor der lästigen Pflicht
Willst du mich bekehren,
dann reiß ich mich los und flieg wie ein Vogel ins Licht

Und will ich die Sterne,
dann finde ich selbst dorthin
Ich wachsr und lerne
und bleibe doch wie ich bin
Ich wehr mich,
bevor ich mich verlier,
denn ich gehör nur mir
(instrumental)

Ich will nicht mit Fragen und Wünschen belastet sein
vom Saum bis zum Kragen
von Blicken betastet sein
Ich flieh' wenn ich fremde Augen spühr,
denn ich gehör nur mir

Und willst du mich binden,
dann halt mich nicht fest
Ich geb meine Freiheit nicht her
Und willst du mich binden,
dann verlass ich dein Nest
Und tauch wie ein Vogel ins Meer

Ich warte auf Freunde
und suche Geborgenheit
Ich teile die Freude
Ich teile die Traurigkeit,
doch lang nicht mein Leben,
dass kann ich dir nicht geben,
denn ich gehör nur mir
(instrumental)

Musical: Elisabeth
Song: Ich gehör nur mir

Als ich fertig war, kam er schnellen Schrittes zu mir, und legte seine Arme um mich. Ich lehnte mich dabei nach hinten an ihn. „Wenn dies ein Trick sein sollte, dann werde ich dir schreckliche Qualen zufügen, ich hoffe das weißt du Seph." „Für dich würde ich selbst die aushalten." Ich wusste nicht genau, ob ich ihm wirklich trauen kann, aber ich wollte ihm noch eine letzte Chance geben, mir zu zeigen das er mich nicht unterdrücken will, und mir meinen Freiraum lässt. Und wenn er mich wirklich nur täuscht, dann kann er was erleben.

Aber zuerst mal, musste ich Sven benachrichtigen, das ich nicht mit ihm mitkomme. Als ich ihn auf seiner Arbeitsstelle anrief, war er zwar sehr traurig, aber sagte ich kann jederzeit wieder zu ihm kommen. Danach machte ich mich dran, die Wochenendeplanung vorzunehmen, während Seph mir gegenüber saß, und mich nur ansah. Ich sagte ihm, Freunde, nicht mehr, ich dachte mir jedenfalls bis er mir zeigt das er verstanden hat, und wenn nicht dann bin ich weg.

Aber während ich die Planung machte, dachte ich auch an Vinc, ich glaube nämlich, das er sich auch langsam in mein Herz geschlichen hat. Warum muss das nur so kompliziert sein?

Kapitel 133:

Als ich mit der Planung fertig war, schaute ich auf die Uhr, um zu sehen wann die anderen beiden wieder zurück kommen. „Noch 3 Stunden." Sagte ich zu mir selbst. „Und was wollen wir bis dahin machen?" Ich schaute zu ihm hoch, und überlegte kurz. „Mittagessen." Sagte ich euphorisch. „Mittagessen?" „Klar. Na los komm schon, beweg deine müde Knochen."

Ich sprang auf und holte meine Tasche. Ich dachte mir ich mache für uns alle mal ein schönes Essen, und Seph wird mir dabei helfen, als Strafe und Wiedergutmachung für Vincent, soll er doch auch mal für ihn etwas Gutes machen. Ich zog Seph mit in die nächste Kaufhalle.

„Was sollen wir hier?" „Wir benötigen noch ein paar Zutaten." Ich schlenderte mit ihm durch die Gänge, während er den Wagen schob, und ich die passenden Sachen raussuchte. Ich hatte mir das Rezept aus dem Kochbuch meiner Mutter mitgenommen, und dachte an Schweinefilet mit Pilzen. Das geht schnell, ist einfach und lecker.

Während ich so mit ihm die Zutaten raus suchte, konnte ich etliche Blicke auf uns bemerken. Als ich mich so hindrehte, konnte ich haufenweise Frauen sehen, die sich gerade die Finger leckten. Ich musste bei dem Anblick einfach nur lächeln, und machte mir einen Scherz mit ihnen, um meinen Gute Laune Faktor wieder nach oben zu katapultieren.

Ich ging mit Seph näher an die Meute, und hielt dann vor der Kühltruhe an, und sah mir drinnen das Fleisch an. „Was glaubst du Schatz, wollen wir die Filetstücke nehmen?" Als ich ihn anlächelte und dies sagte, sah er mich irritiert an, bis ich sein Augenmerk vorsichtig und unbemerkt auf die bereits 10 Frauen große Gruppe richtete.

Er musste dabei Lächeln, und wusste was ich wollte. Er stellte sich genau neben mich und nahm mich in seine Arme. „Alles was du aussuchst ist perfekt meine Geliebte." Er gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn, wohin gegen sich die Damengruppe absolut verärgert auflöste. Ich musste danach einfach lachen. „Na gut, weiter mit der Liste." Ich drehte mich aus seinen Armen raus, und suchte weiter, während Seph wieder zum Wagen ging, und ihn hinter mir herschob.

„Hier haben wir sie ja." „Was denn?" „Schweinefiletstücke." Ich sah richtig wie er mich verwirrt ansah, als ich gerade etwas sagen wollte, musste ich einfach loslachen. „Dieses pinke etwas mit dem Ringelschwans? Das erst zu einer bestimmten Gelegenheit fliegen kann?" Ich konnte einfach nicht anders bei dieser Aussage.

Er sah mich fragend an. „Schon gut." Ich winkte mit der Hand ab, und legte es in den Wagen. „Aber du sagtest doch, wenn Schweine fliegen, oder etwa nicht?" „Oh bitte, hör auf, sonst bekomme ich noch einen Lachkrampf." Ich musste noch etliche Minuten danach lachen, wer denkt den auch das so ein lächerlicher Spruch so dermaßen auf die Goldwaage gelegt wird.

Nachdem wir nun alles hatten, und ich wieder bester Laune durch den eben rausgehauenen Spruch von ihm war, gingen wir zurück nach Hause, um alles vorzubereiten. Ich stellte ihm das Kochbuch vor die Nase, und sagte er soll sich dran machen als Wiedergutmachung, was er auch ohne Wiederworte tat.

Da ich ja danke des einen Abendessens wusste, das er sehr gut Kochen konnte, machte ich mir über den Ausgang keine großen Sorgen, mehr über den Zustand der Küche danach, weswegen ich ihm genau zu sah, und gleich etwas sagte wenn mir etwas nicht passte. Also eines musste ich zugeben, so gefiel er mir eindeutig besser, hoffen wir mal das er so folgsam bleibt, und auch mal macht was ich will.

Am allerbesten gefiel mir sein Blick als er die Zwiebeln schälen und kleinhacken musste. Ich setzte mich genau neben ihn, und lächelte ihn an. „Nun komm aber, du musst doch nicht gleich heulen nur weil du mal kochen sollst. Was soll denn das werden wenn ich dich zur Hausarbeit abkommandiere?"
Er sah mich schluchzend und heulend an. „Das sind diese Teile hier *schnief* und nicht ich." Ich musste bei dem Satz wieder lachen, doch als ich längere Zeit so neben ihm saß, fingen auch meine Augen an zu Tränen. „Das hast du *schnief* davon." „Du bist *schnief* fies" Wir lachten nun beide zusammen, kurz danach stand ich auf, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, und kümmerte mich schon einmal um die Sauce.

Als ich so am Herd stand, ging ich schnell zur Schublade und holte die Kamera von meiner Mutter raus. ‚Den Anblick muss man für die Ewigkeit festhalten.' dachte ich mir, und machte auch gleich ein Foto von einem verheulten Sephiroth. Als er das Blitzlicht merkte sah er zu mir hoch, worauf hin ich ihn anlächelte, und er danach nur mit dem Kopfschütteln konnte, allerdings ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen.

Als er fertig war, kümmerte er sich um den Rest. Während ich mich schon einmal dran machte den Tisch fein herzurichten. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, und sie kamen zurück, mit Alex zusammen, da er ebenfalls bis 13 Uhr hatte. Als ich sie begrüßte, und Vinc mich sah, schloss er mich gleich in die Arme, während Zack von Alex in die Küche gezogen wurde, weil es so gut duftete.

Kapitel 134:

„Vinc, du kannst mich jetzt ruhig wieder los lassen." „Nie mehr." Er drückte mich noch fester an sich. „Aber.." „Kein aber, ich werde dich nie wieder los lassen, und riskieren das du mir wieder weg läufst." Ich sah ihn kritisch an.
Jetzt hatte ich eine Klette gerade abgeworfen, nun hatte ich die nächste dran. „Würdest du mich bitte loslassen?" Er sah mir genau in die Augen mit einem traurigen Blick, das ich schlucken musste. „Ich liebe dich." Nachdem er dies sagte, küsste er mich verlangend.

Er streichelte mit seiner Zunge über meine Lippen, um Einlass zu bekommen, den ich ihm gewährte, und dieses mal war keiner da, der ihn davon abhielt. Er forderte mich regelrecht heraus, was ich annahm, und wieder mal verlor.

Nachdem uns die Luft knapp wurde, ließ er von mir ab, und sah mir lächelnd ins Gesicht. „Darauf habe ich lange gewartet." Ich sah ihn irritiert an nach dieser Frage. „Worauf?" Er fing an mir übers Gesicht zu streicheln. „Auf dich." Damit folgte der nächste Kuss.

„Hey, wir wollen essen." Ich ließ sofort von Vinc ab, als Alex um die Ecke kam. „Wir sind schon da." Sagte ich zu ihm, und wollte ins Esszimmer gehen. „Bleib." „Wie bitte?" Ich drehte mich wieder zu Vinc um.

Er kam auf mich zu, und schloss mich in seine Arme. „Bleib bei mir, lauf nie wieder vor mir weg. Ich bitte dich." „OK." Sagte ich etwas verwirrt über seine Bitte. Nachdem ließ er mich los, und sah mir lächelnd ins Gesicht. „Ich liebe dich Jenni." Er küsste mich noch einmal sanft, und ging dann ins Esszimmer, während ich noch etwas konfus da stand. Ich schüttelte mich einmal wach, und ging dann ebenfalls rein.

Seph hatte mittlerweile alles aufgetan, wobei Zack ihn nur fassungslos dabei Beobachtete, und Vinc regelrecht die Kinnlade runterflog als er sah, wie Seph in Küchenschürze und Haarnetz das Fleisch schnitt, und es Portionierte. Ich stellte mich neben Vinc, und flüsterte ihm zu. „Nur für dich." Als er das hörte, drehte er sich zu mir, woraufhin ich ihn anlächelte, und mich hinsetzte.

Vinc setzte sich genau neben mich, während Seph die restlichen Sachen zurück in die Küche brachte, und das Haarnetz und Schürzte auszog. Danach kam er wieder zu uns, und setzte sich ans Kopfende, während Zack und Alex mir und Vinc gegenüber saßen. „Na dann, guten Appetit." Sagte ich bevor wir anfingen.

„Wow, schmeckt richtig gut. Hast du super gemacht Jenni." Ich lächelte Zack zu, und deutete dann auf Seph, der wieder mal seinen Standartausdruck drauf hatte. „Nicht dein ernst!" Er sah ihn erstaunt an.
„Wenigstens kann er auch etwas anderes als nur zu zerstören." Kam es dann gleichgültig von Vinc, woraufhin ich ihn mit dem Ellbogen anstieß, und ihn wieder zuflüstere. „Er hat es nur für dich gemacht." Als er dies nun hörte, sah er absolut überrascht zu Seph, der ihn allerdings ignorierte.

Nach dem wir es uns schmecken ließen, kommandierte ich Zack und Vinc zum Tischabräumen ab, während Alex nach oben ging um sein Computerspiel weiter zu zocken. Ich ging mit Seph in der Zwischenzeit nach draußen auf den Hof.

„Das war wirklich lecker. Ich danke dir." Er sah mich lächelnd an, und setzte sich dann auf die Hollywoodschaukel. Ich setzte mich genau neben ihn, und ließ mich nach hinten rein fallen, danach gab ich der Schaukel etwas Schwung.

„Jetzt könnte ich Mittagsschlaf machen." Sagte ich gähnend, woraufhin er mich ohne Mimik zu sich zog, und ich meinen Kopf auf seinen Schoss legte, danach nahm ich meine Beine hoch, und legte mich mit ihm als Kopfkissen lang. Er gab der Schaukel immer wieder Schwung, dadurch wurde ich immer schläfriger, und kuschelte mich richtig an ihn.

Ich war richtig schön am einschlafen, während er mir über die Haare strich. Als er anfing mit mir zu sprechen, tat ich einfach so als würde ich bereits gar nichts mehr hören, und tief und fest schlafen, was auch fast stimmte, da ich eh kaum mit bekam was er sagte.

„Jenni?" Keine Reaktion von mir, einfach nur schlafen wollte ich. „Bist du noch wach?" Wieder keine Antwort oder Reaktion von mir. „Glaubst du wirklich Valentine ist der richtige für dich?" Bei dem Satz fing ich an etwas zu lauschen.

Er küsste mich sanft auf die Stirn, und flüsterte mir etwas leise zu. „Ich denke nein, und ich werde alle in meiner Macht stehende tun, um dich davon zu überzeugen das ich zu dir gehöre, und nicht er." Er legte danach sanft seine Lippen auf meine, ließ aber auch gleich wieder ab, und strich mir weiter durchs Haar.

Kapitel 135:

„Sephiroth?" Als ich seinen Namen sagte, und meine Augen öffnete, um zu ihm hoch zu schauen, sah er mich zärtlich an. „Du meintest es ernst, oder?" Er sah mich fragend an. „Ich meine das du mich liebst." Er sah mich lächelnd an. „Über alles."

Ich richtete mich auf, und sah ihn mit einem kleinen Schmollmund an. „Und wieso machst du dann diese gemeinen Spielchen mit mir und treibst mich damit in den Wahnsinn?" Nun musste er sogar lachen, wobei ich noch einen größeren Schmollmund aufsetzte. „Das ist nicht zum lachen." Sagte ich murrend.

Er sah mich wieder lächelnd an, und legte seine Hand auf meine Wange. „Es tut mir leid wenn dies so zu dir rüberkam. Aber ich kann leider nicht anders, so bin ich nun einmal. Auch wenn ich versuchen würde anders zu sein, es geht nicht." Ich sah ihn trotzig in die Augen. „Du könntest es ja mal versuchen für einen längeren Zeitraum." „Und was sollte dies bringen? Ich kann doch eh nichts ändern."

Jetzt lächelte ich ihn an, wobei er mich stutzig ansah, danach legte ich zugig meine Lippen auf seine. Als ich kurz darauf von ihm abließ, sah ich ihn in die Augen. „Du könntest meine Gefühle dir gegenüber verändern." Damit stand ich auf, und ging rein, während ich ihn dort sitzen ließ.

„Na, seit ihr fertig mit aufräumen?" Ich schaute in die Küche zu meinen beiden Helden, die mich anlächelten. „Schön." Ich ging an ihnen vorbei, und stellte die Spülmaschine an. „Dann können wir uns ja jetzt überlegen was wir am Wochenende machen wollen. Ich dachte daran, das jeder von euch einen Tag verplanen kann." Sie sahen mich fragend an, woraufhin ich sie anlächelte.
Ich sagte ihnen sie, sollten doch bitte auf mich im Esszimmer warten, ich wollte Seph noch zur Planung mit holen, wovon Vinc allerdings nicht sehr begeistert war. Nachdem ich Seph rein holte, setzten wir uns zu den beiden.

„Also, wie schon gesagt, dachte ich daran jeden ein wenig Entscheidungskraft für das Wochenende zu geben, das heißt, wenn derjenige sagt, dies machen wir, dann wird es auch gemacht. Verstanden?" Sie nickten mir zu, auch wenn zweie nicht gerade begeistert dabei waren. „Und wie teilen wir es ein?" Ich sah zu Zack, und lächelte ihn an.

„Ich dachte daran, das Vinc den heutigen Nachmittag und Abend verplanen darf. Du Zack bekommst den Morgigen Nachmittag bis Abend, und Seph den Sonntag." Sie nickten mir zu. „Gut, na dann Vinc, was würdest du gerne machen?" „Müssen eigentlich alle dabei sein? Oder kann man sich dies auch aussuchen." „Dies ist egal Zack, Hauptsache jeder von euch bekommt die gleiche Gelegenheit hier etwas zu machen, und einen schönen Tag zu haben zur Entspannung." Nachdem ich dies sagte, lächelten die drei um die Wette, wobei ich sie fragend ansah.

„Und ich bin heute dran?" „Genau." Vinc nickte mir zu „Dann würde ich gerne den Tag mit dir alleine verbringen, und alles von gestern nachholen." „Na gut, ist dein Tag." Seph und Zack sahen ihn daraufhin wütend an. „Genau das gleiche gilt für mich morgen auch." Sagte Zack dann lächelnd. „Ebenso." Kam es von Seph, woraufhin ich nun alle verdutzt ansah.

„Das heißt dann also, ich mit jedem an einem anderen Tag alleine?" Sie nickten mir zu, woraufhin ich nur seufzen konnte. „Ihr seit wirklich komisch, aber von mir aus, dann jeweils nur zu zweit an jedem Tag. Muss ich auf weniger aufpassen." Jetzt musste ich mir nur überlegen was dann die anderen machen wenn ich unterwegs bin.

Ich beschloss das die beiden jeweils anderen, einfach hier bleiben, und sich die Zeit auf ihre weise vertreiben können. Sei es nun mit Fernseher (vorher natürlich eine bestimmte DVD verstecken), Computer (allerdings mit Passwortgeschützten Bilder und Video Ordner, und ohne Internetanschluss.) oder durch Bücherlesen. Während sich nun Zack und Seph die Zeit selbstständig vertreiben sollten, ging ich mit Vinc nach draußen, um alles zu planen was wir heute noch so machen wollen.

„So, nun sag, was hast du heute mit mir vor?" Ich setzte mich mit ihm an den Gartentisch, und lächelte ihn an. „Wie währe es, wenn wir einfach durch die Gegend gehen, und uns dann entscheiden was mir machen wollen." „Also ist heute Spontanität gefragt?" Er nickte mich lächelnd zu. „Schön, dann gehe ich mich nur fertig machen, und dann geht es los."

Kapitel 136:

Als ich nach oben in mein Zimmer ging, um mich umzuziehen, traf ich dort vor meinem Rechner Zack wieder, den ich anlächelte. „Na, habe dir wohl gefehlt." „Aber ganz Doll." Ich ging zu ihm hin, legte meine Arme um seine Schulter, und schaute zum Bildschirm.. „Was machst du denn grad schön schönes?" „N…Nichts." „Ach, und wieso dann so verlegen?"

Ich schaute ihn neugierig und lächelnd an. Er räusperte sich kurz, und begann dann weiter zu spielen. „Habe das nur beim rumklicken gefunden." „Ah. Und so was spielst du? Ich habe das immer gehasst, aber auch immer wieder vergessen zu löschen." Sagte ich nun verlegen.

„Ja, ich finde es interessant." „Na gut, dann spiel du mal schon Summoner weiter, und ich suche mir ein paar schöne Klamotten raus." „Hier?" „Na immerhin steht dort mein Kleiderschrank." Er schaute wieder etwas verlegen in die andere Richtung. „Soll ich solang rausgehen?" „Warum denn? Habe damit keine Probleme, außerdem, umziehen tu ich mich dann eh unten im Badezimmer, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, werde schon nicht dafür sorge, das meinen Luxuskörper bewundern kannst."
Als ich den letzten Teil sagte, und ihm zuzwinkerte, musste er lachen. „Tja, du wiest schon, wenn du…" „So einen Luxuskörper hast, solltest du ihn auch zeigen." Sagte ich dann mit ihm im Chor, woraufhin wir beide lachen mussten.

„Ach Zack, ich habe dich richtig gern." Ich drückte mich noch enger an ihn. „Nur gern?" „Mehr als gern." Ich gab ihm einen kleinen Kuss auf die Wange. „Du bist immerhin ein richtig guter Freund geworden, auch wenn ich wegen dir schon in so mansch anderen Betten aufgewacht bin." Dabei gab ich ihm dann eine Kopfnuss, und machte mich auf zum Kleiderschrank. „Wie meintest du denn das?"

Ich öffnete meinen Schrank und suchte mir ein paar Sachen raus, während ich rumstöberte redete ich mit ihm weiter, „Naja, jedesmal wenn ich mit dir was trinken war, bin ich am nächsten morgen bei Sephiroth aufgewacht, und wunderte mich wie ich da hin kam." „Nicht dein ernst?" „Klar. Ich glaube bei irgendeinem mal hatte er sogar gesagt, warum Angewohnheiten ablegen, oder so was in der Richtung." „Tut mir leid." „Wieso?"

Ich drehte mich zu ihm, während er seine Arme hinter seinem Kopf verschränkt hatte, und sich nach hinten lehnte, dabei ein Knie an der Tischkante. „Das du wegen mir den Ärger mit ihm hattest" „Ach, mach dir da kein Kopf drum, habe ihn ja dennoch klein gekriegt. Auch wenn es mich so manschen verzweifelten Plan kostete." „Ja, genau wie seine Wohnung." „Und sein Kleiderbestand." Nun mussten wir wieder lachen.

„Ich fand den Jogginganzug dennoch prima." „Ja, hatte irgendetwas." „Na, ich meinte eigentlich mehr wegen dem süßen Kackarsch den er darin hatte." Als ich dies sagte, und mir dabei auf den Zeigefinger Biss, sah er mich fragend an, woraufhin ich ihn anlächelte. „Ich bin auch nur ein Mädchen." Sagte ich träumerisch, woraufhin er wieder lachen musste.

„Ja, und jetzt weis ich auch endlich, warum du nie unter die Gemeinschaftsdusche gehen wolltest." „Tja, ich musste euch ja nicht alles sagen." Er stand auf, und fing an mich aus zu kitzeln. „Das hätte uns aber etliche Probleme erspart." „Zahahack." Er nahm mich in meinem Lachkrampf hoch, und hievte mich ins Bett, danach setzte er sich auf mich drauf, und beugte sich nach vorne, das ich ihm genau in die Augen sehen, konnte, die allerdings ziemlich traurig wirkten.

„Hast du eigentlich unser Gespräch von damals vergessen?" Ich sah ihn immer noch etwas im Lachanfall versunken an. „Was denn für ein Gespräch?" „Ich liebe dich immer noch, auch wenn du nicht mehr Jan bist, und werde es auch weiterhin tun, selbst wenn du Jenni bleiben solltest, das ist mir egal."

‚Super.' dachte ich mir nur, 3 Liebeserklärungen binnen weniger Tage und Stunden. So viel Glück kann doch keiner haben, oder? Ich sah ihn nun ebenfalls traurig an, und bat ihn von mir runter zu gehen, was er auch tat, und wir uns auf die Bettkante setzten, während ich mich dann nach hinten an die Wand lehnen lies. „Ich habe es nicht vergessen, nur gedacht, bei dir hätte sich einiges verändert, jedenfalls hast du nie so auf mich gewirkt, das du etwas von mir wolltest." „Ich weiß, aber nur weil ich nicht wusste wie, immerhin war es das erste mal, das ich mich in einen Kerl verguckt hatte." Nun musste ich lachen, während er mich fragend ansah. „Ein Kerl mit der Seele eines Mädchens." Gab ich hinzu. „Ja, vielleicht deswegen."

Ich hievte mich hoch, und umarmte ihn. „War ich wirklich so begehrenswert? Immerhin weiß ich auch, das ich ein kleiner Teufel sin kann." Er lehnte sich in meine Umarmung nach hinten. „Deswegen doch, weil du so ausgeflippt bist. Weil du es geschafft hast, jemanden zu unterdrücken bei dem es noch kein andere geschafft hatte, und sogar noch überlebt. Weil du auch noch nach den schlimmsten Sachen lächeln kannst. Weil du so wunderschön bist….Es gibt viele Gründe, warum man sich in dich verlieben muss, und glaube mir, nicht nur mir geht es so, du kannst viele in deinen Bann ziehen, ohne das du es vielleicht merkst, oder sogar willst. Weil du nun mal von jedem Charakter etwas hast, was fast jeden anspricht."

Ich blieb die ganz zeit ruhig, und hörte ihm nur zu. „Ich liebe dich immer noch, egal ob nun Jenni, oder Jan, oder von mir aus auch in einem ganz anderen Körper, in diene Seel werde ich mich immer wieder verlieben."

Wir saßen noch ungefähr 10 Minuten so, bis ich mich aufrichtete, da immerhin Vinc unten auf mich wartete. Ich versprach ihm, das wir morgen darüber genau reden werden, und begab mich nach unten.

Kapitel 137:

„Also von mir aus können wir los." Ich hatte mich für ein weißes Sommerkleid entschieden. „Wenn ich bitten darf?" Vinc stand am Tor, und hielt mir den Arm hin, worauf ich mich freudestrahlend einhackte, und wir Richtung Innenstadt schlenderten.

„Dieses mal läufst du mir aber nicht weg, oder?" Ich musste dabei kichern. „Keine Sorge Vinc, heute Abend gehöre ich nur dir, und werde schön brav bei dir bleiben." „Das ist schön zu hören, hoffe du hältst dich auch daran." „Warum denn nicht?" Er lächelte mich an, und wir gingen ohne ein weiteres Wort zu verlieren weiter.

Wir gingen durch einen großen Park, und setzten uns auf eine der Bänke vor einem See, um uns zu überlegen was wir machen könnten.
Ich lehnte mich dabei an seine Schulter, während er seinen Arm um mich legte und mich zu sich ran zog. „Hier war ich als Kind immer gerne." Es war richtig schön angenehm, einfach nur dort zu sitzen, und zu beobachten wie kleine Kinder Brotstückchen reinwarfen.

„Und wieso?" Ich lächelte ihn an, und drehte mich dann um. „Deswegen." Er drehte sich auch um, und schaute auf einen alten Baum. „Ich verstehe nicht ganz." Ich stieß ihn mit dem Ellbogen an. „Da habe ich früher immer drin rumgeklettert, und habe immer versucht bis ganz nach oben zu kommen, um über den Park zu sehen. Was leider nie geklappt hat, da ich nie sehr höhentauglich war, und bin." Sagte ich schmollend.
Er schaute noch einige Zeit hin, und stand dann auf. Ich schaute ihn fragen an, woraufhin er meine Hand nahm, und mich zu dem Baum zog.

„Und jetzt?" Wir standen genau davor, und ich schaute nach oben. „Vertraust du mir?" Ich drehte mich zu ihm, und sah in seine Augen. „Natürlich, warum sollte ich dies nicht tun?" Er lächelte mich an, und nahm mich auf den Arm. „Vinc?" „Schließ die Augen." Ich sah ihn skeptisch an, tat aber was er wollte.

Das nächste was ich spürte war ein Luftzug, der wenige Momente anhielt. „Blieb ganz ruhig, und halt dich gut an mir fest." Ich tat was er sagte, und legte meine Arme fester um seine Schultern. „Öffne bitte deine Augen, und keine Angst, ich bin immer bei dir." Ich tat was er sagte, und öffnete sie langsam.

Als ich sie öffnete, konnte ich über den ganzen Park schauen, und merkte das ich oben auf der Baumkrone war. Ich klammerte mich noch mehr an Vinc, und versteckte meinen Blick in seiner Schulter. „Habe keine Angst." „Aber es ist so hoch." Ich klammerte mich mehr an ihn. „Schließe deine Augen wieder." Ich machte was er wollte.

„Versuche ruhiger zu atmen." Während ich es versuchte, ließ er mich langsam von seinen Arm runter, und setzte mich ab, ich hielt mich dabei krampfhaft an seinem Hals fest. Ich spürte wir er mich zu sich zog.

Das nächste was ich vernahm, war sein beruhigender Herzschlag. „Höre hin, konzentriere dich nur darauf." Ich tat was er wollte, und spürte wie ich immer ruhiger wurde, bis ich schließlich beruhigt war. „Und jetzt öffne deine Augen, und versuche dabei immer deinen Atem ruhig bleiben zu lassen, und dich nur auf das was du hörst zu konzentrieren."

Ich öffnete sie, und schaute langsam in die Ferne. Als ich meinen Blick wieder abwenden wollte, spürte ich wie er seine Arme um mich legte, und mich ganz fest hielt. „Ich bin hier, du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde auf dich aufpassen, dich beschützen." Ich vertraute seinen Worten, und schaute weiter über den Park.

Ich musste mir eingestehen, das ich immer ruhiger wurde, um so länger ich in seinen Armen lag, bis ich sogar anfing die Aussicht richtig zu genießen. „Es ist wunderschön hier oben." Er küsste mich sanft auf die Stirn. „Mit dir ist es überall schön." Ich schmiegte mich noch mehr an ihn.

Wir saßen einige Zeit nur dort rum, und sahen einfach den Treiben unter uns zum bis wir beschlossen wieder runter zugehen. Vinc nahm mich dafür wieder auf seine Arme, und ich schloss meine Augen erneut, nur um danach wieder einen kleinen Luftzug zu spüren, danach öffnete ich sie wieder, und befand mich bereits unten.
Er setzte mich ab, und ich blieb noch einen Moment in seinen Armen, und kuschelte mich an seine Schulter. „Danke." „Dafür nicht."

Kapitel 138:

Wir gingen aus dem Park einfach weiter in der Gegend herum, bis wir in die Innenstadt gekommen sind. „Na, und wie ist es im Vergleich zu Midgar?" „Ruhiger." „Ja, das war ja klar, ich sagte doch hier werden die Bordsteinkanten nach 18 Uhr eingeklappt." „Nein, ich meine im Allgemeinen ist es hier ruhiger und friedlicher." „Ach so." Ich sah ihn verlegen an, woraufhin er mich mehr zu sich zog.

„Und wohin wollen wir jetzt?" „Lass uns einfach so weitergehen, dies reicht mir schon." „Du bist wirklich schon mit wenig zufrieden, wa?" Er blieb stehen, und drehte sich zu mich. „Wenn dieses wenige mit dir ist, dann reichst es mir alle male." Er gab mir noch einen zarten Kuss, bevor wir weiter gingen.

„Guck mal Vinc." Ich zog ihn mit zu einem Schaufenster. „Erinnert dich das an was?" Als er das Kleid im Schaufenster sah, musste er lächeln, denn es sah dem in Midgar verdammt ähnlich, und er musste wahrscheinlich genau wie ich gerade an die Situation im Laden damals denken, als ich es mir kaufte. „Es war also nie für deine Mutter?" „Ne, eigentlich für mich, ich wollte es schon immer haben. Tja, so spielt das Leben." Sagte ich und zuckte mit den Schulter, woraufhin er mich fragend ansah. Ich lächelte ihn an.
„Na, hier kann ich es mir nicht leisten, und daher nicht tragen, und dort konnte ich es mir leisten, aber leider auch nicht tragen." Er zog mich wieder näher zu sich. „Wenn wir jemals wieder zurück kommen sollten, möchte ich dich sehr gerne in diesem Kleid sehen." „Schleimer!"

Als ich die Stimm hörte, drehte ich mich schnell um, und konnte nicht fassen wer hinter mir stand. „Tanja! Was machst du denn hier?" Sie kam auf mich zu, und umarmte mich. „Na was schon, auf meine kleine Schwester aufpassen, das nicht irgend so ein Typ ihr Flausen in den Kopf setzt."

Tanja ist meine Halbschwester, und die ältere Tochter von meinem Vater, sie ist etwas über ein Jahr älter als ich, und sieht mir verdammt ähnlich, nur das sie etwas kleiner ist, und dunkelbraune Haare, mit hellbraunen Strähnen hat, aber ansonsten kann man schon erkennen das wir den selben Vater haben. Sie ließ von mir ab, und begrüßte Vinc erst mal mit einem Handschlag.

„Hey, ich bin Tanja, kannst mich aber auch Ava nennen, ist mein Spitzname." Vinc nickte ihr nur zu, wobei sie ihn etwas kritisch ansah. „Dein Freund ist aber nicht sehr gesprächig was andere Leute angeht, oder wie?" Als sie dies sagte musste ich mir erst mal ein Lachen verkneifen.

„Vinc ist nicht mein Freund, sondern ein sehr guter Freund, und mir gefällt wie er sich ausdrückt, ob nun wenig oder viel." Sei lächelte mir zu, und hackte sich dann bei mir ein. „Nun komm schon, du kannst mir doch nicht sagen, das du nicht mit so einem heißen Typen zusammen bist, ich bitte dich. Jede Frau würde sich doch so einen wünschen, selbst ich." Sagte sie dann noch träumerisch dazu. „Ich bin aber nicht du." „Noch nicht, warte noch ein Jahr, und dann hast du meine Ansichten." „Na klar, weil auch."

Während wir uns wieder köstlich in einer Konversation amüsierten, schaute Vinc uns nur fragend und neugierig an, vor allem über das was wir redeten. „Naja, ist ja nun auch egal. Jedenfalls." Sie wendete sich wieder an Vinc, und zwinkerte ihm zu. „Pass gut auf die Kleine auf, die ist nämlich nicht so lieb wie sie immer tut, die kann auch ganz anders. Da könnte ich dir sogar Geschichten erzählen."

„Also nun reicht es aber ja, immerhin bin ich um mir mit ihm einen schönen Abend zu machen, da brauchst du ihn nicht vor mir zu vergraulen, nur um ihn für dich zu haben." Ich zwinkerte ihm kurz zu, während er durch unserer Unterhaltung bereits anfangen musste zu Lächeln. „Also habt ihr ein Date." „Kann man so sagen." „Na dann."

Sie ließ mich los, und schlug Vincent nochmal auf die Schulter. „Ich wünsch dir viel Spaß mit ihr. Und du Jenni, erzähl mir morgen gefälligst wie es war, und zwar mit jedem noch so kleinen Detail." „Morgen habe ich aber keine Zeit." „Ach, vormittags auch nicht?" Ich überlegte kurz, eigentlich hieß es ja nur Nachmittag und Abend.

„Doch, Vormittag könnte ich einrichten." „Klasse, dann sehen wir uns um 9 Uhr Morgens am See, was hältst du denn davon? Kannst ja dann deinen neuen Bikini anziehen, den wir letztens zusammen kauften. Da wird dein Freund hier Augen machen, bei dem wenigen Stoff." Damit ging sie Augenzwinkernd von dannen. „Er ist nicht mein Freund." „Noch nicht!" Kam als letzte Antwort zurück.

„Sie ist etwas eigenwillig, aber immerhin meine große Schwester." Sagte ich zu ihm, als ich mich wieder einhackte. „Was meinte sie mit wenigem Stoff?" Ich lächelte ihn an, und zog ihn dann weiter, für den Fall das Tanja wieder zurück kommt, und doch irgendetwas peinliches über mich sagt.

„Damit meinte sie nur, das er ziemlich knapp ist, und nur das nötigste versteckt, aber keine Sorge, ich ziehe mir einen anderen an. Den kaufte ich nur, damit sie endlich Ruhe gab, und ich aus den Laden verschwinden konnte. Immerhin will sie, das ich endlich mal einen festen Freund finde und den Männern den Kopf verdrehe. „Ah ja." Er musste kurz lächeln, und ging dann mit mir weiter. „Von mir aus kannst du den einen ruhig anziehen." Ich sah ihn fragend an, und musste dann kichern. „Wir werden sehen."

Kapitel 139:

Wir gingen bis spät abends einfach noch so in der Gegend herum, erzählten über dies und das, und genießten einfach nur. Bis wir irgendwann beschlossen wieder zurück zu gehen.
Als wir vor meiner Haustür standen, und rein gehen wollten, hielt Vinc mich von hinten fest, und drückte mich an sich ran. „Es war schön."

Ich lehnte mich nach hinten. „Freut mich dass es dir gefallen hat, auch wenn nichts Aufregendes passiert ist." „Das muss es doch auch nicht, ganz im Gegenteil." Er vergrub sein Gesicht in meinen Nacken. „Ich danke dir für deine Zeit Jenni." Nun musste ich lächeln, immerhin hat sich bis jetzt noch nie jemand bei mir bedankt, dass ich einfach mal so mit ihm durch die Gegend gegangen bin.

Er drehte mich zu sich um, und legte seien Arme um meine Hüfte, während ich meine um seine Schultern legte. „Du bist das Beste was mir seit langem passiert ist." Ich lächelte ihn zärtlich an, woraufhin er mich zärtlich Küsste. „Ich liebe dich."
Daraufhin küsste er mich noch einmal auf die Stirn, und ging dann rein, und ließ mich genau wie letztes Mal mit diesem Satz stehen. ‚Das ist nicht sehr schön, erst Liebeserklärung, und dann stehen lassen.' Ich musste kurz schmollen, und ging ihm dann hinterher.

Vinc machte sich bereits schlaffertig, da es doch schon weit nach Mitternacht war. Ich ging in der Zwischenzeit in die Stube, und legte mich auf die Couch, bis er fertig wird. „anstrengende Nacht?" Ich schaute in die Richtung aus der die Stimme kam, und lächelte ihn an.

„Wunderschön. Und was hast du so gemacht Seph?" Er kam auf mich zu, hob meine Beine hoch, und setzte sich dann hin, indem er sie auf seine Knie legte. „Ich habe auf dich gewartet." „Klar, weil auch." Ich lachte kurz auf, und schloss meine Augen dann wieder.

„Du glaubst mir nicht?" „Ich kenne dich ganz gut, und weis das du kein Mensch bist der warten kann." Nun musste er lachen. „Da hast du recht." „Na sag ich doch." Er richtete sich wieder auf, und hob nun meinen Kopf hoch, während ich die Augen öffnete und ihn ansah.

Er setzte sich hin, und legte mich dann auf seinen Schoss, und fing an mir durch meine Haare zu kraulen. Ich kuschelte mich wieder an ihn, und schloss meine Augen. „Möchtest du morgen früh mit mir und Vinc zum See kommen?" „Gerne doch." „Schön, Badesachen können wir ja unterwegs kaufen." Ich lag einige Zeit einfach so da, und genießte.

„Warum kannst du nicht immer so zärtlich sein?" „Weil ich nun mal nicht zärtlich bin." „Aber jetzt bist du es doch grade." „Glaubst du, ich bin einfach nur müde, und habe keine Lust mich auf irgendetwas zu konzentrieren, das ist alles." „Ich wette das ist nur ne Ausrede, um zu verbergen das du auch ne sensible Seite hast." „Ich habe was?"

Ich lächelte und öffnete meine Augen, um ihn anzusehen, und könnte in sein fragendes Gesicht sehen. „Eine feinfühlige Seite." Er strich mir zärtlich übers Gesicht, und fing an zu lächeln. „Vielleicht hast du recht. Aber dann bitte ich dich es nicht weiter zu sagen, sonst ist mein Ruf noch ruiniert." „Meiner ist schon lange futsch, warum sollte ich deinen dann aufrecht lassen?"

Er sah mich lächelnd an, und legte seine Lippen sanft auf mein Nasenbein. „Von mir aus, mach was du willst." Ich sah ihn lächelnd an. „Alles?" „Hmm?" „Ich fragte ob ich alles machen darf was ich will?" Er sah mich zärtlich an. „Alles." „Schön." Ich drehte mich von ihm weg, und dachte nach, während er mir weiter durch die Haare kraulte.

„Darf ich heute Nacht vielleicht hier bei dir liegen bleiben?" Er sah mich irritiert an. „Weist du, irgendwie habe ich mich daran gewöhnt das du neben mir schläfst, auch wenn du einen enorm unruhigen Schlaf hast." Nun musste er lachen. „Das sagt die richtige, die mich ständig im Schlaf schlägt." „Mein Unterbewusstsein weiß eben schon wer mein schlimmster Feind ist." „Ein schlafender Sephiroth?" „Vielleicht." Wir mussten lachen.

„Ich würde mich sehr freuen, dich heute Nacht neben mir liegend zu wissen." Schön, dann kannst du ja das Sofa ausklappen, ich bin dazu zu müde." Er stand auf, und machte worum ich ihn bat, danach kam er wieder zu mir in die Stube, trug mich ins Esszimmer und legte mich auf die Couch, und sich dann daneben.

„Der Dame so angenehm." „Perfekt." Ich kuschelte mich an ihn, und schlief dann auch gleich ein. Angst zu haben, das ich verschlafen könnte brauche ich nicht, da meine Eltern eh immer kurz nach halb 8 Uhr aufstehen, um Frühstück zu machen, auch wenn ich es eigentlich hasse so für aufzustehen.