KISS
Zwei Tage bleibe ich in meinem Zimmer. Ich schlafe viel. Und lese. Und schlafe. Ich bin müde, so wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben war. - In meinem bisherigen Leben, versteht sich. Das Leben, das nicht einmal eine Woche alt ist. Ich schlafe. Und träume.
Ich träume so viel, aber ich verstehe nicht, wen oder was ich sehe. Es ist zu überwältigend. Es ist aufregend. Und wild.
Und etwas bringt meinen Unterleib definitiv zum Kribbeln, in der besten Art und Weise. Und dann spüre ich plötzlich wieder den Schmerz in meiner rechten Schulter und wache auf. Ich weiß, dass ich Augenblicke zuvor noch Dinge gesehen habe, Menschen, Farben. Und nun ist alles wieder weg. Ich hasse es, dass ich nichts mehr weiß. Ich hasse es, dass ich mir so verloren vorkomme. Und ich hasse diese verdammten Klamotten in meinem Schrank.
Ich habe Alice gebeten mich heute in die Bar zu begleiten, in der ich arbeite. Sie war ganz und gar nicht begeistert, hat aber schließlich zugestimmt. Wahrscheinlich weil ich sie so genervt habe, wie noch nie in ihrem Leben zuvor. Sie meinte, dass wir Emmett nichts davon sagen sollten. Er ist streng dagegen, dass ich die Wohnung verlasse. Schließlich muss ich mich schonen. Was auch immer. Vielleicht kommt ja meine Erinnerung wieder, wenn ich dem Ort des Geschehens gegenüberstehe. Ich muss wissen, wo mich Jasper gefunden hat. Ich hoffe nur, dass ich demjenigen, der mich abknallen wollte, nicht über den Weg laufe. Das wäre natürlich nicht so gut.
„Wo ist eigentlich mein Handy?", rufe ich Alice zu, nachdem ich in der tiefsten Ecke meines Schrankes eine schwarze Leggins und ein graues Oversize-Shirt herausgekramt habe. Höchstwahrscheinlich haben diese Klamotten der alten Kiss als Pyjama gedient. Vielleicht sollte ich mir heute auch eine Lederjacke besorgen. Ich hoffe nur ich habe genug Geld. Wo ist meine Kreditkarte? Habe ich überhaupt eine?
„Was?", fragt sie und lehnt gegen den Türrahmen. „Was hast du denn an?"
„Sorry, mir war heute nicht nach Jackie O", erwidere ich nonchalant und drapiere mir ein dunkelrotes Tuch locker um den Hals. Alice sieht aus wie ihre Mutter. Nicht, dass ich ihre Mutter kennen würde, aber verdammt... Sie trägt Pumps, einen knielangen Stiftrock und eine helle, komplett zugeknöpfte Bluse, die so teuer aussieht, dass ich mich nicht einmal traue nach dem Preis zu fragen! Wahrscheinlich wird ihr dieser Kleidungsstil in einem ihrer Marketingklassen aufgezwungen.
„Ich wollte wissen, wo mein Handy ist? Und mein Geld? Habe ich nicht eine Art Handtasche oder so, wo sich all mein Kram befindet?"
„Dein Handy war nicht bei dir, als du ins Krankenhaus gebracht wurdest. Ich weiß leider nicht, wo es steckt", sagt sie und ich nicke. „Hat es die Polizei?"
„Nicht dass ich wüsste", antwortet sie nachdenklich. „Emmett hätte etwas gesagt."
„Fein", seufze ich. „Habe ich Geld?"
Sie schweigt für einen kurzen Moment und nickt schließlich.
„Wo ist es?"
Sie läuft herüber zu meinem Tisch und öffnet eine Schublade, um anschließend eine kleine bunte Box herauszuziehen.
„Hier ist deine Kreditkarte und das ist dein Bargeld."
„Siebenhundert?", frage ich mit großen Augen und blättere das Geld durch.
„Ich muss wohl sehr beliebt sein in der Bar." ...oder ich deale tatsächlich.
„Emmett hat fünfhundert dazugelegt. Er wollte, dass du ein wenig Geld hast. Für alle Fälle."
Oh! Ok, doch nicht so beliebt...
„Für welche Fälle?"
„Du wirst die nächste Zeit wohl nicht arbeiten. Du wirst sehen, es werden genug Kosten anfallen. Miete, Essen, Strom. Das übliche halt", erklärt sie und ich nicke.
„Richtig." Ich ziehe fünf Scheine heraus und falte das restliche Geld, um es zurück in die Box zu legen.
„Habe ich irgendeine coole Handtasche? Und ich meine nicht die in meinem Schrank?"
„Was stimmt nicht mit deinen Handtaschen?", fragt sie vorsichtig und ich unterdrücke ein Augenrollen.
„Sie passen nicht zum Outfit. Habe ich nicht einmal eine neutrale schwarze Tasche?"
„Was ist mit der?", fragt sie und zieht ein dunkelblaues Etwas hervor, das stark an eine Bowlingtasche erinnert. „Das ist... naja, das war deine Lieblingstasche."
„Du nimmst mich auf den Arm", murmele ich trocken. Gehe ich etwa gerne Bowlen?
„Wieso?", fragt Alice irritiert und ich lasse es sein. Ich nehme ihr das Ungetüm aus der Hand und verziehe mein Gesicht. Wer zum Teufel bin ich?
„Habe ich auch einen Ausweis?"
„Ja, da liegt er", sagt sie und zieht es ebenfalls aus der Schublade hervor. Ich hätte vorgestern angestrengter suchen müssen, aber die Tabletten und der Schlafmangel haben, wie gesagt, sein Übriges getan.
„Isabella Dwyer, geboren in Chicago. Ich hatte vor zweieinhalb Wochen Geburtstag?"
„Ja, du bist 22 geworden. Wir zwei haben den Vormittag bei Suzie's Wellness und Spa verbracht und abends warst du...", sie hält plötzlich inne und ich blicke auf. Sie sieht ertappt aus und ich runzele die Stirn.
„Was?"
„Mit uns weg", ergänzt sie kichernd. „Em, Jasper, Angela und Ben. Du warst mit uns im Twisters. Das ist unsere Lieblingskneipe. Wir spielen dort immer Billard."
„Ok, cool. Vielleicht können wir ja bald wieder hin. Nicht, dass ich in meinem Zustand spielen könnte, aber vielleicht erinnere ich mich ja an etwas, wenn ich dort bin."
„Gut möglich", sagt sie leise und ich bin irritierter denn je. Verbirgt sie etwa auch etwas?
Dreieinhalb Stunden und fünf volle Einkaufstüten später stehen wir vor der Bar, in der ich angeblich gearbeitet habe. Der bisherige Tag war bereits ein Trip und ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer wird. Alice hat mich zunächst in zwei seltsame Designerschuppen geschleppt und mir Menschen vorgestellt, die mir früher angeblich Kleider verkauft haben. „Das ist unser Lieblingsladen", sagte sie und ich wollte am liebsten kehrt machen. Hatte sie die Preise gesehen? In meiner höflichsten Stimme überredete ich sie dazu einen Abstecher in coolere Läden zu machen. Solche, die lässige Streetwear und Basics verkauften. Sie hatte das Gesicht verzogen und war sichtlich „not amused", aber es war mir egal. War sie schon immer so ein Fashionnazi gewesen?
„Das ist die Bar? Sparks? Ernsthaft?"
„Ja", sagt Alice und nickt. Sie zieht mich herein und ich bin zum ersten Mal seit langem sprachlos. Oder auch nicht.. die Boutiquen zuvor haben mir auch die Sprache verschlagen.
„Ich dachte ich würde in einer coolen Bar arbeiten. Einer, die nur Nachts offen hat. Das hier ist ein schicki micki Coffeshop Slash Lounge für eingebildete Neureiche. Ich glaube nicht, dass ich..."
„Hey Leute", unterbricht uns eine viel zu aufgesetzte, fröhliche Stimme. Vor meinen Blickfeld schiebt sich ein fremdes Gesicht. „Oh mein Gott, Kiss, hey! Ich habe dich so vermisst", säuselt sie und umarmt mich. Und ich stöhne.
„Meine Wunde, au au au!", quietsche ich und entziehe mich ihrem dominanten Überfall. Vielleicht übertreibe ich auch ein bisschen, aber ich will nicht von fremden Menschen umarmt werden.
„Oh nein, sorry! Es tut mir wirklich Leid, oh mein Gott", entschuldigt sie sich aufgebracht.
„Schon gut, Hauptsache es fängt nicht wieder an zu bluten", murmele ich und verziehe mein Gesicht zu einem Lächeln.
„Kennen wir uns?", frage ich sie.
„Ja, natürlich. Ich bin Heidi. Emmett und ich sind zusammen. Du bist also meine Schwägerin in spe."
„Und ihr arbeitet zusammen", fügt Alice hinzu und ich blicke zu ihr.
„Ich arbeite wirklich hier?", frage ich skeptisch und beide nicken eifrig.
„Wo ist der Chef? Wen kann ich hier sonst noch sprechen?"
„Mr Clayton. Er ist gerade außer Haus. Aber ihr könnt ja ein wenig hier verweilen. Er kommt sicher in ein, zwei Stunden wieder."
„Ok... und wir zwei, wir kennen uns schon länger?"
„Seit du hier angefangen hast."
„Wann war das?"
„Vor drei Jahren."
„Oh, ok. Cool", sage ich und sehe mich um. Nichts. Ich fühle nichts. Und sehe alles zum ersten Mal.
„Wo hat mich Jasper gefunden?", frage ich Alice, nachdem Heidi verschwunden ist, um uns zwei kalorienarme Chai Latte zu holen. Dabei wollte ich einfach nur eine Coke. Oder einen Vodka. On the Rocks.
„Etwa eine halbe Meile weiter", antwortet sie. „Ich kann dir die Stelle nachher zeigen."
Ich nicke zufrieden und sehe mich um. Keiner der Bedienungen scheint mich zu beachten oder zu kennen. Oder sie sind einfach im Stress. Hier ist es ziemlich voll. Wahrscheinlich ist das eine der angesagten Szenebars, in der ein Getränk ein halbes Vermögen kostet. Ich inspiziere die Getränkekarte und werde in meinen Annahmen bestätigt.
„9 Dollar für einen blöden Chai Latte?", frage ich fassungslos. „Kriegen wir dafür wenigstens einen ganzen Liter?"
„Sei nicht albern, Kiss", grinst Alice und ich schüttele den Kopf. Langsam beuge ich mich in ihre Richtung, damit mich niemand außer ihr hört und frage, wer es auf mich abgesehen hat.
„Sag mal spinnst du Kiss?", fragt sie entrüstet. „Wieso sollte dich jemand umbringen wollen?"
„Das würde ich auch gerne wissen. Was verheimlichst du mir?"
„Was?" Ihre Augen sind weit geöffnet und ihr Mund zu einem „O" geformt. „Was redest du da? Wieso sollte ich etwas verheimlichen?"
„Sag du es mir! Wie gut kennen wir uns, Alice? Wieso gefallen mir die Klamotten in meinem Schrank auf einmal nicht? Wieso finde ich diesen Schuppen so übertrieben? Hat mir das früher alles tatsächlich gefallen?"
Sie antwortet nicht und sieht mich an. Und je mehr Sekunden verstreichen, umso unsicherer werde ich. Was, wenn auch sie mich tatsächlich hinters Licht führt? Kann ich ihr überhaupt vertrauen? War es ein Fehler meine Zweifel laut auszusprechen?
„Ich erkenne dich überhaupt nicht wieder, Kiss", sagt sie leise, fast schon wehmütig. Als wäre die Person, die vor ihr säße, eine völlig Fremde. Dabei ist die Fremde doch Alice.
„Was meinst du damit?"
„Damit meine ich, dass du niemals so warst wie jetzt. Du und ich, wir waren beste Freundinnen, Kiss. Wir haben die gleichen Interessen geteilt und auch den gleichen Modegeschmack. Wir haben zusammen studiert und zusammen gelernt. Du warst immer ruhig und höflich und nett."
„Und langweilig, hast du vergessen", murmele ich.
„Wie bitte?", fragt sie irritiert.
„Nichts. Heißt das, wir haben jede Minute des Tages miteinander verbracht?"
„Natürlich nicht. Ich habe auch viel Zeit mit Jasper verbracht. Und du auf der Arbeit."
„Du meinst hier?", frage ich und blicke mich wieder um. Oh mein Gott, ist das da hinten ein Aquarium?
„Ja", sagt sie und ich schweige. Vielleicht... vielleicht war ich früher ja tatsächlich ein anderer Mensch.
Fuck, wieso aber bin ich jetzt nur so anders?
Stunden später räume ich meine Klamotten aus den Tüten. Einfarbige Tank Tops und Shirts, Leggins, vier Miniröcke, drei Skinny-Jeans, zwei enganliegende kurze Kleider zum Ausgehen, eine schwarze kurze Lederjacke, die ich reduziert erstanden habe, ein paar Longsleeves und ein dunkelblaues Beanie. Zwei coole Paar Chucks und ein grauer Baumwollschal runden meine Ausbeute ab. Die vielen Blusen und Stoffhosen, die sich in meinem Schrank tümmeln, räume ich etwas unsorgfältig heraus und stopfe sie in meine leeren Einkaufstüten. Vielleicht kann ich sie ja jemandem spenden? Außer den Pumps und Stiefeletten will ich so wenig wie möglich behalten.
Bevor ich mich daran machen kann die Etiketten meiner neuen Klamotten abzuschneiden, höre ich gedämpfte Stimmen. Eine hitzige Debatte ohne deutliche Worte. Ich will aufstehen und lauschen, doch plötzlich ist es wieder still und Augenblicke später klopft jemand an meiner Tür.
„Herein", rufe ich und sehe Emmetts Pokerface.
„Hey, kann ich reinkommen?", fragt er und ich nicke.
„Du warst also in der Bar?"
Ich nicke erneut und schneide das erste Etikett ab.
Schnipp.
„Und?" Er setzt sich auf mein ungemachtes Bett.
Schnapp.
„Nichts. Ich kann mich an nichts erinnern. Arbeite ich wirklich dort?"
Schnipp.
„Was soll die Frage?"
Schnapp.
„Naja, ich habe mich nicht gerade wohl gefühlt. Es war ein wenig over the top."
„Du hast sehr gerne dort gearbeitet, Kiss", sagt er und ich blicke auf.
„Wieso sollte ausgerechnet mich jemand umbringen wollen?", frage ich herausfordernd. „Warst du schon mal da? Hast du gesehen, welche Leute dort ein und ausgehen? Ich bin die langweiligste Person im Universum. Wer will mich tot sehen, Emmett?"
„Ich habe dir doch bereits gestern gesagt, dass du dich erst einmal schonen musst, bevor wir uns deinem Fall annehmen, Kiss", erklärt er ruhig. Wie ein großer, weiser Bruder.
„Ich habe mich im Krankenhaus genug geschont", brumme ich.
Schnipp.
„Du lagst im Koma, Kiss. Du hast viel Blut verloren. Verdammt, du wärst fast gestorben! Ich werde nicht zulassen, dass das jemals wieder passiert. Ich war unachtsam. Ich hätte in der Vergangenheit besser auf dich aufpassen sollen, aber das wird nicht noch einmal passieren, hörst du?"
Schnapp.
„Was soll das heißen?", frage ich vorsichtig.
„Das heißt, dass ich dich nicht wieder auf die Straße lasse. Es ist zu gefährlich. Ich habe mit Charlotte gesprochen. Sie möchte, dass du sie besuchen kommst bis es dir wieder besser geht."
Ich möchte protestieren, doch eine Frage brennt mir auf der Zunge.
„Wer ist Charlotte?"
„Unsere Tante. Sie lebt in St. Louis. Sie ist die Schwester unseres Vaters."
„St. Louis? Oh nein! Ich fahre nicht weg! Ich bleibe hier, Emmett!"
„Das steht nicht zur Debatte, Isabella. Du fährst! Und zwar schon morgen. Keine Widerrede!"
„Das kannst du nicht machen. Ich bin 22, verdammt! Ich kann tun und lassen, was ich will."
„Wir haben ja gesehen, wozu das geführt hat", sagt er zischend mit einem Blick auf meine Wunde.
„Ich kann nicht weg, Emmett. Ich muss jeden zweiten Tag zu Doctor Miller und meinen Verband wechseln."
„Ein Glück, dass Peter Arzt ist."
„Wer ist Peter?"
„Charlottes Ehemann."
Ich stöhne und schneide das letzte Etikett ab.
„Ich fahre nicht, Emmett."
„Oh, du fährst, Kiss. Ich hole dich morgen um 8 Uhr ab und fahre dich höchstpersönlich hin. Zwei Wochen kannst du doch wenigstens bei ihnen bleiben, oder?", fragt er mit einem etwas gequälten Unterton.
„Und dann?"
„Und dann darfst du wieder zurück."
„Was verheimlichst du, Emmett?"
„Ich verheimliche gar nichts, Kiss. Du bist meine Schwester und ich liebe dich. Bitte vertrau mir! Ich will nur, dass es dir gut geht. Wenn du hier in Chicago rumläufst, kann ich nicht auf dich aufpassen. Bei Charlotte und Peter bist du wenigstens in Sicherheit."
„In Sicherheit vor wem?"
Er schweigt und fährt sich angespannt durchs Haar.
„Du wurdest angeschossen, Kiss. Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass es vielleicht kein Unfall war? Dass du die Person gekannt hast, die dir das angetan hat?"
„Kennst du diese Person?", frage ich mit zusammengekniffenen Augen.
„Nein", sagt er ehrlich. „Ich kenne diese Person nicht. Aber angenommen, du kanntest diese Person. Hast du keine Angst, dass du ihr wieder über den Weg läufst? Wir haben noch niemanden verhaftet, Kiss. Es ist zu gefährlich hier."
Ich lasse mir seine Worte durch den Kopf gehen und seufze.
„Wieso ist dann Alice heute mit mir raus gegangen?"
„Mike hat auf euch aufgepasst."
„Mike?" Boobie-Mike?
„Ja, Mike Newton. Wir arbeiten zusammen, schon vergessen?"
„Oh mein Gott, hat er uns etwa beschattet?"
„Er hat auf euch aufgepasst, Kiss. Willst du, dass ich auch dich verliere? Nach all dem, was Mum und Dad zugestoßen ist? Weißt du wie schwer es für mich war, als ich im Krankenhaus saß und um dein Leben bangen musste? Ich habe niemanden außer dir, Kiss."
„Schon gut, ich fahre ja...", sage ich leise, voller Schuldgefühle, die ich nicht verstehe. Er scheint mich wohl tatsächlich zu lieben. Sein Blick sagt zumindest mehr als tausend Worte.
„Danke", erwidert er erleichtert.
„Und diese Heidi? Mit der bist du also tatsächlich zusammen?"
Sein Lächeln ist wieder zurück und er rollt mit den Augen.
„Wir sind Freunde, aber nicht zusammen."
„Das hat sich aber ganz anders angehört, Emmett."
„Wir sind nicht offiziell zusammen."
„Oh... OH! Seid ihr so etwas wie Freunde mit gewissen Vorzügen?"
Er rollt erneut mit den Augen und ich fange an zu grinsen.
„Sie ist ein wenig gruselig."
„Das hast du früher auch immer gesagt", murmelt er.
„Kein Wunder. Sie ist absolut verrückt", sage ich.
"Sie ist heiß", protestiert er.
„Oh... ok... das heißt also, dass sie auch im Bett total..."
„KISS!", unterbricht er mich. „Was ist in dich gefahren?"
„Was meinst du?", frage ich unschuldig und lache. „Kein Grund hier so prüde zu sein. Immerhin steigst du mit Crazy Heidi ins Bett."
Emmett schüttelt den Kopf und steht auf. Er kann mich nicht täuschen, ich sehe das Grinsen, das er mit allen Mitteln zu unterdrücken versucht.
„Wir sehen uns morgen. 8 Uhr!"
„8 Uhr", nicke ich.
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