Hallo, hier ist Animeliker^^,
Vielen Dank für die vielen Reviews, 11 für zwei Kapitel und einen Prolog sind ganz schön viel. ArisuYuki freut sich bestimmt auch riesig darüber. Ich hoffe, euch gefällt die Story noch weiterhin^^ Viel Spaß beim weiterlesen!
Takao's Pov:
Immer noch grinste Shikaru mich an, bevor mich ein harter Schlag erneut in der Magengegend traf. Ich bekam kaum Luft. Es war, als würde man für einen kurzen Moment ersticken. Das Grinsen meines Gegenübers wurde noch breiter, als es ohnehin schon war. ,,Weißt du, warum du hier bist? Oder soll ich es dir kurz erläutern?", fragte Shikaru mit einem merkwürdigen Glanz in den Augen.
,,Nein, ich weiß nicht, warum ich hier bin. Und ich will es auch gar nicht wissen." Angewidert drehte ich den Kopf zur Seite.
,,Ach so? Dann weißt du gar nicht, dass dein Freund über die ganze Sache Bescheid wusste?"
Verwirrt sah ich ihn an. ,,Wir haben ihn gewarnt und was hat er getan? Er hat dich einfach deinem Schicksal überlassen. Aber kein Sorge... Nicht mehr lange und alles ist vorbei. Denn solange wir keine Genehmigung für eine Wiederholung des Spiels haben, werden wir dich weiter quälen und deinen Freund in die Verzweiflung stürzen. Wie hieß er noch gleich? Shun? Shan?"
,,Er heißt Shin-chan!", plaffte ich Shikaru an und kassierte gleich darauf eine schallende Ohrfeige. ,,Du kannst ja richtig frech sein, das gefällt mir. Sehr sogar", lächelte er. Seine Augen blitzten vor Freude auf. ,,Aber weißt du, ich glaube diesen Shin-chan, oder wie auch immer er heißt, wird es ziemlich aus der Fassung bringen, wenn du dich völlig verstört bei ihm melden würdest. Am besten könntest du noch schreien, dass er dich hier raus holen soll, nicht wahr?" Hinter ihm zog ein Mitglied seines Teams ein Taschenmesser. Meine Augen weiteten sich. Dieser Kerl wollte mich doch nicht ernsthaft verletzen, oder? Das würde er nicht wagen.
Doch ich lag falsch. Einige Sekunden verstrichen, bis er mir den scharfen Gegenstand an die Kehle hielt. Ein feines Rinnsal Blut lief über die Klinge und tropfte auf den Boden. Angstschweiß stand auf meiner Stirn, während der Typ vor mir nur belustigt grinste. Für Minuten machte ich keinen Mucks und auch keine Anstalten mich zu bewegen. Mit einer Klinge am Hals war sicher nicht zu spaßen. Dann ging alles blitzschnell. Das Messer war auf einmal weg. Dafür hörte ich nur das reißen von Stoff. Ein heftiger Schmerz durchfuhr mich, so dass ich aufstöhnte. Ich sah an mir herunter. Meine Rechte Seite war voller Blut. ,,Hoppla! Das war sicher nur ein Versehen!", lachte Shikaru. Je länger ich ihn sah, desto mehr hasste ich ihn. Sein Grinsen war verabscheuungswürdig, seine Augen spiegelten den Satan in seinem Inneren wieder. Ich wollte hier weg. Nur waren die Seile, die meine Handgelenke hinter den Wasserrohren fesselten, zu stark. Jedenfalls war das schlimmste jetzt vorüber. Das dachte ich zumindest. Ein erneuter Schmerz kam in mir auf. Dieses Mal war es der linke Arm. Langsam, ganz langsam, so als würde er mich auf die Folter spannen wollen, zog er etwas aus seiner Hosentasche. Es war ein Handy. Schlimmer noch. Es war MEIN Handy. ,,Wollen doch mal sehen. Seine Nummer ist bestimmt eingespeichert." Shikaru kümmerte sich einen Dreck um mich. Warum sollte er sich auch die Hände schmutzig machen, wenn er Teamkameraden hatte, die für ihn die Drecksarbeit übernahmen. ,,Da haben wir sie doch. Shin-chan. Nein, wie süß!" Sein Blick wurde ernst. Dann fragte er mit eiskalter Stimme:,,Was bist du? Ein Kind?" Ich wusste auch nicht warum, aber der Kerl machte mich rasend! Ich war wütend auf ihn und hatte gleichzeitig Angst.
Er hielt mir das Handy ans Ohr. Meine Atmung ging schwer. Die Schmerzen wollten einfach nicht nachlassen. Plötzlich hob jemand ab. ,,Takao?!" Shin-chans Stimme trieb mir Tränen in die Augen. Ich brachte kein Wort heraus, bis mich jemand in die Magengrube trat und ich schmerzhaft aufstöhnte. Ich zitterte am ganzen Körper. ,,Shin...-chan... Hol mich hier raus... bitte", flüsterte ich kraftlos, bis Shikaru sich das Handy selbst ans Ohr hielt. ,,Hörst du das? Deinem Freund scheint es sehr schlecht zu gehen. Ich würde vorschlagen, du holst schleunigst die Genehmigung für das Wiederholungsspiel. Sonst kann ich für nichts mehr garantieren!" Damit legte er auf. ,,Ich denke du hast genug für heute, oder?", fragte Shikaru mit einem triumphierendem Grinsen auf den Lippen. Seine blauen Augen symbolisierten das Eis, von dem er umgeben war, nur zu deutlich. ,,Kommt, wir gehen! Ah, außer Shinichi. Du bleibst hier. Wir kommen dich später abholen. Zu erst machen wir deinem Shin-chan richtig Druck, bis er einknickt."
,,Rühr' ihn einmal an, und du bist tot!", fauchte ich. Wütend kam Shikaru auf mich zu, zog mein Kinn zu ihm nach oben. Ich war völlig wehrlos. ,,Das sagst gerade du? In deinem Zustand bist du uns bald nicht mehr von Nutzen. Ach ja. Ich mache lieber mal ein Foto und schicke es deinem Shin-chan. Mal sehen, was er dann zu sagen hat", lächelte mein Gegenüber bösartig. ,,Shinichi... Mach mit ihm, was du willst."
Jetzt war ich also mit so einem Typen allein. Er hatte etwas längeres, braunes Haar, grüne Augen und ein etwas verführerisches Lächeln. Dennoch machte er mir nicht so sehr Angst, wie Shikaru. Was wollte er damit nur andeuten? Ich sollte es bald erfahren. Sehr bald.
,,Du hast echt Pech, was?", fragte mich mein Gegenüber. Für kurze Zeit konnte ich Mitleid in seinen Augen erkennen. Er ließ sich neben mich auf den Boden sinken, atmete erleichtert aus. ,, Shikari-Taichou kann manchmal wirklich zur Furie werden. Er ist aber der beste Trainer, den wir haben können", lobte Shinichi mit ein wenig Stolz. ,,Warum wollt ihr unbedingt dieses Spiel gewinnen? Warum wollt ihr so dringend in den Wintercoup?", fragte ich etwas verzweifelt. Wissend sah er mich an, lächelte kurz, bevor er mir eine Erklärung gab:,, Wir wollen so dringend in den Wintercoup, weil das Shikaru-Taichous Wunsch ist. Er will beweisen, dass er genauso gut ist, wie die Generation der Wunder. Und um diesen Traum zu verwirklichen, ist ihm jedes Mittel recht."
,,Aber der Wintercoup ist doch nicht für so etwas da. Er soll die Leidenschaft der Spieler zeigen. Er soll den Zusammenhalt der Mannschaft stärken. Und nicht einen Einzelnen weiterbringen. Euer Captain ist arrogant bis zum großen Zeh!" Das hätte ich besser gedacht, doch alles, was mir momentan durch den Kopf ging, sprudelte aus mir heraus, wie ein Wasserfall. Das wurde auch gleich bestraft. Auf einmal hatte ich Shinichi vor mir, der mir beide Hände auf die Schultern legte und mich spöttisch angrinste. ,,Weißt du was?" Fragend sah ich ihm in die Augen. ,,Wenn du noch einmal etwas Beleidigendes zu unserem Taichou sagst, dann halte ich mich nicht mehr zurück." Er legte mir seine Hand auf meinen Oberschenkel, suchte sich langsam seinen Weg nach unten, ehe ich begriff, was er wollte. ,,Das darf jetzt nicht wahr sein" dachte ich erschrocken. ,,Jetzt hat mir dieser Shikaru auch noch einen dagelassen, damit der sich an mir aufgeilen kann!" Ich versuchte verzweifelt, mich zu wehren, konnte mich aber nicht vom Fleck bewegen. Ich war gefangen. In einem Keller oder etwas Ähnlichem, mit einem Typen, der sicherlich gern mit Männern ins Bett stieg und seinen Spaß hatte.
Seine Hand wanderte nach oben, knöpfte mir die Jacke mit Leichtigkeit auf und zog sie mir, so weit es ging, vom Körper. Langsam fuhren seine schlanken Finger meine Bauchmuskeln nach. Er hatte einen komischen Glanz in den Augen und wirkte irgendwie... erregt?! Noch hatte er die Hand auf Stoff, doch schon bald musste meine Haut für ihn herhalten, was mir ganz und gar nicht gefiel. Ich krümmte meinen Rücken nach innen, als er den Finger auf meine Wunde an der Seite legte, um einen Aufschrei zu vermeiden. ,,Oh? Macht dich das etwa an?", fragte Shinichi belustigt. ,,Nein, es schmerzt höllisch, wenn du mich da anfasst!", dachte ich, ohne ihm auf seine Frage zu antworten. Dummer Fehler, denn seine Hand schlich weiter nach unten, ganz nah an etwas, wo ich ihn auf keinen Fall heranlassen wollte. ,,Lass das!", fuhr ich ihn an, als er an meiner Hose herum fummelte. Dieses Mal schien ich bei ihm kein Gehör zu finden. Er machte einfach unbeirrt weiter. ,,Hör auf damit!", presste ich mit Mühe hervor. Kurz ließ er von ihr ab, aber nur um mir an den Brustwarzen herumzuspielen. Ein Stöhnen konnte ich nicht unterdrücken. ,,Das gefällt dir, was? Soll ich weitermachen?", fragte mein Gegenüber grinsend. ,,Geh weg von mir! Geh weg! Ich will das nicht!", versuchte ich zu rufen, doch seine Lippen klebten auf meinen. Unfähig mich zur Wehr zu setzen, musste ich es über mich ergehen lassen.
,,Wollen wir vielleicht ein Stückchen weiter gehen?", fragte Shinichi, während seine Hand sich wieder meiner Hose widmete. ,,Nein, lass es. Bitte!", flehte ich. Und zum ersten Mal schienen meine Worte zu ihm durchzudringen. ,,Das ist aber sehr schade", säuselte meine Gegenüber. ,,Und auch wirkliches Pech... für dich!", setzte er fort. Er berührte mich an der Wunde, die mir das Teammitglied zugeführt hatte, was mich aufschreien ließ. Langsam begann sich alles zu drehen. Ich konnte nicht mehr. Das war einfach zu viel für mich. Während Shinichi einfach weitermachte und kein Ende zu finden schien, sank ich erneut in die Ohnmacht. ,,Wie lange wird das wohl noch so weitergehen?" Das war mein letzter Gedanke, ehe ich in die Dunkelheit glitt...
