A/N: Hallo, ich bin's wieder, Animeliker!^-^
Ja so langsam kommen wir ja jetzt zur spannendsten Stelle und ich hoffe natürlich, dass es euch gefällt!^-^ Ich werde es ja in den Reviews sehen^.^ Und jetzt viel Spaß ^.^
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Blinzelnd schlug ich die Augen auf und wurde sofort von heftigem Kopfschmerz überschüttet. Ich saß genau dort, wo ich zu Anfang schon gesessen hatte: An ein altes Wasserrohr gefesselt und sich darüber wundernd, wie ich wieder hierher gelangt bin. Mehrere Gedankengänge fuhren in meinem Kopf herum, bis ich mich halbwegs an den Verlauf erinnerte, was passiert war, nachdem Shikaru uns aufgehalten hatte.
Das letzte, was ich in Erinnerung hatte, war sein fieses Grinsen, bevor mich etwas Hartes am Hinterkopf traf und mein Bewusstsein auslöschte.
Vorsichtig bewegte ich meine Hände nach hinten, um zu schauen, ob Kazeka noch hier war, oder ob Shikaru ihn schon längst losgeworden war. Ich berührte hinter mir etwas Stoff und atmete erleichtert aus. Hiroko schien nach wie vor bewusstlos zu sein. Es war wahrscheinlich auch erst einmal das Beste. Wer wusste, was dieser Teufel von Captain seinem Teammitglied noch alles antun würde. „Ach nein. Wenn da mal nicht wieder jemand wach geworden ist. Hast du schön geträumt?", fragte eine eiskalte Stimme, die sich näher anhörte, als eigentlich erwartet. Etwas benebelt hob ich den Blick, erkannte das Gesicht meines grausamen Peinigers nur wenige Zentimeter vor mir. Mir stand der Schweiß auf der Stirn. Purer Angstschweiß, weil hier jeder wusste, wozu dieser Typ im Stande war. „Du hast doch keine Angst vor mir, oder etwa doch?" Mit einem schnellen Griff hatte er mein Kinn angehoben, damit ich ihm in die kühlen Augen sah, die eine solche Emotionslosigkeit ausstrahlten, dass es mir nur noch mehr Angst machte. Im Inneren begann ich zu beten, dass Shin-chan mich bald hier raus holen würde und auch sollte, denn ich wusste nicht, was er mit uns noch alles anstellen wollte. Wenn Shin-chan sich nicht beeilte, würde er nur noch zwei aufgeschlitzte Leichen finden.
,,Oh, du hast ja doch Angst. Tut mir wirklich leid! Hab ich dich so erschreckt?" Der gleichgültige Tonfall Shikarus bereitete mir eine Menge Unbehagen und auch die Anwesenheit der anderen Mitspieler, die ich erst jetzt wahrnahm, machte die Sache nicht gerade besser. „Wollen wir vielleicht ein bisschen spielen?" Bei dieser Frage lief es mir kalt den Rücken runter. Wollte er mich jetzt etwa vor allen vergewaltigen? War es wirklich das, was er von Anfang an wollte? Meine Angst mischte sich mit starker Panik, als er mir die Jacke aufknöpfte. Mit seinen kalten Fingern wanderte er unter mein Shirt, woraufhin ich stark zusammenzuckte. „Du bist aber ganz schön empfindlich. In deinem Fall könnte es sogar wehtun. Ich an deiner Stelle würde mich lieber nicht wehren, du weißt doch, was dann immer kommt. Oder bist du wirklich so dumm, dass du das bis heute immer noch nicht verstanden hast?" Mit einem Mal hatte ich wieder eine Klinge am Hals. Während Shikaru seine Finger erneut unter mein Shirt wandern ließ, versuchte ich mich so wenig wie möglich zu bewegen, doch es war nicht zu schaffen. Dieser Typ war einfach nur widerlich. Ich hasste ihn abgrundtief und er hatte auch keine Hemmungen davor, mich hier und jetzt vor versammelter Mannschaft so richtig durchzunehmen. Tränen standen mir in den Augen, wenn ich daran dachte, was gleich alles passieren sollte, bis es plötzlich an der Tür hämmerte. Sofort unterbrach der Captain der Masaru Gakuen sein Vorhaben und sah sich suchend im Raum um. „Ich werde nachsehen", antwortete jemand, den ich im Halbdunkel kaum erkennen konnte, und machte sich auf den Weg nach oben.
Einerseits war ich erleichtert, dass Shikaru von mir abgelassen hatte, doch nun plagte mich die Vorahnung, dass Shin-chan vielleicht vor der Tür stand und nun nicht mehr davonkam. Vor Schreck hielt ich den Atem an und wartete solange, bis der Spieler wieder runter kam. ,,Was war das? Mich hat jemand gestört und das kann ich gar nicht leiden", zischte der Teamcaptain. ,,Es war nur ein Vogel, der gegen die Tür geflogen ist. Ich hab ihn zur Seite geworfen", antwortete sein Gegenüber.
Normalerweise flogen Vögel doch nicht so tief. Ob er gelogen hatte? Man konnte den Spielern hier wirklich alles zutrauen.
Langsam trat Shikaru wieder an mich heran und kniete sich vor mich. „Dann können wir ja weitermachen", säuselte er recht amüsiert und vergrub seine Hand ein weiteres Mal in meinem Shirt. Mit größter Mühe versuchte ich ein Stöhnen zu unterdrücken, als er mir über die Brustwarze fuhr. „Das gefällt dir, was?" Immer wieder fuhr er mit seinen Fingern über die gleiche Stelle, bis er auf einmal zukniff und ich mich vor Schmerz aufbäumte. Fest kniff ich die Augen zusammen, im Glauben, das alles wäre ein Alptraum, doch ich wusste, dass es das Gegenteil war. Brutal wurde mir die Jacke vom Körper gerissen. „Bereit? Dann können wir ja anfangen!", grinste Shikaru und war noch immer unbekümmert, ob seine Kameraden es nun sahen, oder nicht. Erneut kniff ich die Augen fest zusammen, um diesen widerlichen Menschen nicht anschauen zu müssen.
Plötzlich knallte es laut. Die Tür zur Freiheit wurde aufgerissen und derjenige der die Treppe nach unten gerannt kam, schien nicht gerade die beste Laune zu haben. Sofort ließ Shikaru mich los, nur um den Eindringling zu mustern, der ihn gerade bei seinem kleinen Spielchen unterbrochen hatte. „Hm? Dich kenn ich ja gar nicht. Bist du neu in meiner Mannschaft?", fragte mein Peiniger zischend. ,,Ja, kann sein. Aber vor allem hätte ich gerne den da", antwortete der Fremde unbekümmert und ruhig. Ihn schien es gar nicht zu interessieren, wer da vor ihm stand, als er auf mich zeigte. „So, dann hat dich ja jemand vorgeschickt, um ihn hier rauszuholen. Kann es sein, dass du noch andere mitgebracht hast?" Shikaru legte den Kopf schief und wartete auf eine Antwort, doch die kam nicht mehr. Ein weiterer Knall hallte durch den großen Raum, woraufhin alle herumfuhren. In der hintersten Ecke schien es noch einen Ausgang zu geben, den man wohl kaum sehen konnte. Und obwohl der Captain der Masaru Gakuen langsam in die Enge getrieben wurde, umspielte seine Lippen ein teuflisches Grinsen. Innerlich atmete ich auf. Jetzt wurde ich endlich befreit. Endlich. Nach so langer Zeit wieder frei zu sein, gab mir das Gefühl, endlich wieder glücklich zu werden. Während immer mehr Licht in den Raum drang erkannte ich die Personen, die in Shikarus Territorium eingedrungen waren. Es waren allesamt Spieler der Generation der Wunder. Aomine Daiki, Kise Ryouta, Murasakibara Atsushi und sogar Shin-chan! Tränen sammelten sich in meinen Augen, liefen in Strömen über meine Wangen. Als dieser mich jedoch sah, hatte er den Mund vor Schock geöffnet. Überall an meinem Körper klebte Blut. Es war bereits alles getrocknet, aber die Schmerzen waren furchtbar. Das Einzige, was bisher verschont geblieben war, war mein Gesicht. „Oh? Gleich drei der sechs Wunderkinder. Ich bin erstaunt. Hast du dir etwa so viel Hilfe geholt, Shin-chan?" Wie Shikaru den Namen aussprach, lief es mir kalt den Rücken runter. So eine Kälte hatte ich bis jetzt noch nie wahrgenommen, wenn er sprach. Er musste ihn wirklich sehr hassen. ,,Das spielt überhaupt keine Rolle", antwortete mein Freund, aber Shikaru kam ihm entgegen. ,,Du musst ihn ja ziemlich gern haben, aber wenn du es wagen solltest, nur einen Schritt vorzutreten, wirst du sehen, was dann passiert." Wieder spürte ich eine Klinge an meinem Hals. Dennoch ließ sich der Rest davon nicht beirren. Nur Shin-chan blieb wie angewurzelt stehen und warf mir einen zweifelnden Blick zu. Plötzlich bewegte sich Murasakibara einen Schritt weiter auf meinen Peiniger zu, was dazu führte, dass Shikaru herumfuhr und anfing leicht zu lächeln. „Habe ich euch gerade nicht gewarnt? Ihr wollt wohl, dass er stirbt. Na gut, wenn ihr es so haben wollt", grinste der Captain seiner Mannschaft und ließ sein Messer auf mich niedersausen. Ich sah meinem eigenen Verderben direkt ins Auge, bis plötzlich etwas ganz dicht an mir vorbeiflog und Shikaru das Messer aus der Hand schleuderte. Die Wucht schien so gewaltig zu sein, dass dieser sich das Handgelenk rieb. Sein kalter Blick fiel auf den oberen Eingang, wo gerade eine weitere Person die Treppe hinunterkam. „Es freut mich, dich kennenzulernen, Hiruko Shikaru. Ich hätte nicht gedacht, dass mir jemand mal so ähnlich sieht, aber deine Grausamkeit an einem Menschen so zur Geltung zu bringen, ist schon fast ein Verbrechen … Oh halt warte: Es ist ein Verbrechen. Noch dazu hast du einen meiner früheren Kameraden erpresst und seelisch gefoltert. Du hast mir meine Arbeit gestohlen. Und das lass ich dir beim besten Willen nicht durchgehen." Ich hatte schon viel von diesem Menschen gehört, doch genau betrachtet, war er noch furchteinflößender als Shikaru selbst. Mir stellten sich die feinen Härchen im Nacken auf, während sich der damalige Captain der Generation der Wunder zwischen Shikaru und mich schob. Seijuro Akashi. Murasakibara bewegte sich in die Richtung, in der das Messer und die andere Waffe gefallen waren, hob die Unbekannte auf und warf sie zu Akashi zurück. Dieser fing sie mit Leichtigkeit auf. Es war eine … Schere? Doch anscheinend konnte er sehr gut mit ihr umgehen, indem er sie in seinen Fingern hin und her wandern ließ. Trotz dieser gefährlichen Aura hielt Shikaru dem zweifarbigen Blick Akashis locker stand. ,,Willst du mich bedrohen? Mit diesem kleinen Ding?", fragte Letzterer und grinste dabei fast so teuflisch wie Shikaru. „Willst du mir mit einer einfachen Schere Angst einjagen?", kam die spöttische Antwort zurück. Doch diese Antwort war verheerend, da der Rothaarige die Schere nach vorn schnellen ließ. Wäre der Captain der Masaru Gakuen nicht rechtzeitig ausgewichen, hätte sie ihn durchbohrt. Dieser Geschwindigkeit konnte nicht mit bloßem Auge gefolgt werden. Alle anderen waren verstummt und warteten auf beiden Seiten auf neue Befehle, die Akashi zuerst gab. „Shintarou, wie lange willst du noch so rumstehen? Schnapp dir deinen Kameraden und verschwinde. Nimm sicherheitshalber Daiki mit. Er kann dir diese lästigen Kröten vom Hals halten. Du auch Kenta. Ich hab nicht ewig Zeit."
Aomine griff nach dem Messer, bewegte sich mit Shin-chan auf uns zu, während der andere aus dem gegenerischen Team dasselbe tat. Ich sah Shin-chan kurz in die Augen, brachte aber kein Wort heraus. In der Zwischenzeit hielten Kise und Murasakibara die anderen Spieler von uns fern. Akashi kümmerte sich nur um Shikaru. Nachdem uns die Fesseln aufgeschnitten wurden, legte mir mein Kamerad einen Arm und den Rücken, während er den andren unter meinen Kniekehlen hindurchführte und mich sanft hoch hob. Ich zuckte kurz vor Schmerz zusammen, durch die vielen Wunden, die ich meinem Peiniger zu verdanken hatte. Aomine nahm meine zerrissene Jacke und legte sie mir halbwegs um. Der andere Typ nahm meinen Verbündeten und folgte uns unauffällig nach oben. Als wir die Tür passiert hatten kniff ich die Augen fest zusammen. Die Helligkeit war nach so vielen Tagen sehr gewöhnungsbedürftig, doch nach kurzer Zeit hatte ich es geschafft. Zögerlich sah ich zu Shin-chan hoch. Dies schien er zu bemerken und senkte seinen, um mich ausgiebig zu mustern. Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen, wurde aber von ihm unterbrochen: „Sag jetzt nichts. Ruh dich aus. Wir bringen euch beide ins Krankenhaus." Vorsichtig schmiegte ich mich an Shin-chan, genoss seine Wärme und den Duft, der von ihm ausging. Ich hatte ihn so vermisst. Wie oft hatte ich in der Nacht von ihm geträumt, dass er kommen würde und mich rettete? Ich wusste es nicht, aber es war viel zu oft. Und jetzt lag ich in seinen Armen. Es war fast zu schön um wahr zu sein. Erst jetzt erkannte ich meine wahren Gefühle für ihn. Ich liebte meinen Shin-chan. Und ich würde alles dafür geben, dass es auch so blieb. Mit diesem Gedanken schlief ich an dem Menschen ein, in den ich mich schon so lange verliebt hatte. Derjenige, der mir mehr bedeutete, als alle Wunden dieser Welt. Derjenige, der noch nichts von meiner Liebe für ihn wusste. Aber das sollte sich schon bald ändern. Schon sehr bald …
