A/N: Sorry für das außerplanmäßige Update bzw neue Kapitel, aber ich bin schon froh, dass es überhaupt eins gibt xD Mein Laptop wurde nämlich von einem netten (hach klar, nett, mein Arsch) Trojaner namens "Farmaster" plattgemacht. Jetzt muss ich bis Oktober oderso warten bis ich wieder einen richtigen PC habe und einen ganz alten Laptop benutzen ^.^" darum entschuldige ich mich auch erneut für den Wechsel bei den Anführungszeichen aber nya - ich geh davon aus, dass ich das nicht allzu umschweifend erklären muss :D

Dieses Kapitel ist übrigens nichts für schwache Nerven

Wenn ihr also merkt, dass ihr das nicht mögt oder nicht damit umgehen könnt… klickt echt lieber weg xD

Ansonsten seht dass hier als unterschriebene Einverständniserklärung dass mich keine Schuld trifft wenn ihr am Rad dreht :'D

Viel Spaß mit dem Kapitel und denkt dran, hört ihr jemals von "Farmaster" könnt ihr euren PC eigentlich direkt in die Tonne kloppen D:

Akashi's POV.:

Ich beobachtete zufrieden, von meinem Standpunkt in Sicherheit aus, wie meine ehemaligen Teamkameraden Takao Kazunari und seinen Verbündeten aus dem Lagerhaus brachten. In dem Gewühl und Geschrei das herrschte, fielen sie noch nicht einmal auf. Es hätte mich auch nicht gewundert, wenn selbst ich in diesem heillosen Durcheinander unter gegangen wäre. Es lief besser, als ich erwartet hatte. Um genau zu sein, hatte ich bereits mit einem absoluten Worst-Case-Scenario gerechnet.

Dieser Shikaru jedoch, schien bei weitem dümmer zu sein, als ich ihn eingeschätzt hatte. Entweder das, oder er war einfach nur so anmaßend, dass er bereits wieder unvorsichtig wurde.

Während meine Leute - oder viel mehr, der Rest von ihnen - sich nach meinem Plan richteten, und Shikaru's Gefolgschaft - welche, wie ich mir bereits denken konnte, keine Zeit verloren, sich durch alle übrigen Ausgänge in die Flucht zu schlagen - aus der Halle hinaus trieben, lehnte ich mich geduldig wartend an das Geländer am oberen Ende der Treppe. Ich hatte mich dazu entschlossen, erst mal den Platz räumen zu lassen, bevor ich einen Fuß dorthin setzte.

Der Anführer der Masaru-Gakuen blieb zurück, wie ich feststellte. Es war zu erwarten gewesen. Auf seinen Zügen lag ein geradezu befriedigend wutentbrannter Gesichtsausdruck. Hatte dieser Feigling wirklich geglaubt, seine Mannschaft würde ihm auch nur einen Funken Loyalität entgegenbringen, wenn er sie unter physischen und geistigen Druck stellte? Seine Hände waren fest zu Fäusten geballt und an seine Seiten gepresst. Ich konnte es von weiter oben aus noch nicht erkennen, aber ich war mir ziemlich sicher, dass seine Knöchel weiß hervortraten, weil er so fest drückte. Meine Fähigkeit erlaubte mir den Rest zu sehen: Die schnaufende, schnelle Atmung. Wenn dieser Mensch weniger wütend wäre, würde er vielleicht sogar in Tränen ausbrechen.

"Na, was soll's. Was nicht ist, kann durchaus noch werden."

Ich wusste, ich würde ihn für das was er getan hatte bestrafen. Es war unabdingbar. Wenn man Fehlverhalten duldete, wurde der Schuldige nur noch bestärkt. Das konnte ich nicht zulassen. Es wunderte mich, dass Shikaru überhaupt so lange mit seiner Masche überlebt hatte. Das Kniffelige war, zum jetzigen Zeitpunkt, würde es weniger Sinn ergeben, die Polizei vollkommen einzuschalten.

Nein. Ich hatte eine viel bessere Idee…

Nie wieder, würde dieser Unhold es sich wagen, an einen anderen Menschen Hand anzulegen. Wenn ich geschickt vorging, würde er sich schon in Acht nehmen, wann immer er eine Person zu Gesicht bekam, die Kazunari ähnlich sah. Und ich wusste, ich war geschickt. Das war ich schließlich immer.

Als das Geräusch von mehreren schweren Türen und Toren an meine Ohren drang, die in diesem Moment von Atsushi und Ryouta verschlossen wurden, ertönte für mich auch gleichzeitig das Zeichen zum Start. Auch wenn ich ein wenig enttäuscht war. Ich hatte zumindest ansatzweise damit gerechnet, dass dieser Feigling einen Fluchtversuch machen würde. Wenigstens wusste er, wann er verloren hatte. Eine positive Eigenschaft, die noch nicht von seinem furchtbaren Charakter zerfressen worden war.

Bevor ich mich in Bewegung setzte, warf ich einen kurzen, prüfenden Blick in Richtung Tür. Die Beiden wussten, was sie zu tun hatten. Sie würden wieder kommen, wenn ich ihnen das Signal geben würde. Es war gut, dass wir uns nicht in einem Funkloch befanden. Wenn ich nicht wollte, dass sie noch mehr Angst vor mir verspürten als ohnehin schon, brauchte ich viel Ruhe. Und ich musste mit Shikaru allein sein - ohne das irgendjemandem von uns jemand Anderer zu Hilfe eilte.

Die schwere Eisentreppe gab bei jedem meiner Schritte ein metallisches Stampfen von sich, das in dem weiten Lagerhaus in einem Echo verhallte, als ich langsam nach unten ging. Shikaru schien mir weismachen zu wollen, dass es ihn kalt ließ, aber ich wusste es besser.

"Interessant", sagte ich deshalb beiläufig, um seine volle Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.

"Was?" Shikaru's Stimme klang kratzbürstig, aber auch wie einstudiert. Möglicherweise hatte er schon mit einer Situation wie dieser hier gerechnet, und sich darauf vorbereitet. Das würde erklären, warum er nicht versucht hatte, zu flüchten.

"Du hast wirklich geglaubt, die Crew würde das sinkende Schiff und auch dessen Captain nicht zurücklassen, nicht wahr? Das war ziemlich töricht." Ich stand nun in unmittelbarer Nähe zu dem Grauhaarigen.

Einzig und allein das dämmrige Licht der alten Glühbirnen, tauchten das Lagerhaus in eine bedrohliche Atmosphäre. Jeder Mensch, der schon mal einen flüchtigen Blick auf einen alten Gangster-Film geworfen hatte, musste wissen, wie es wirkte. Dessen war ich mir sicher und ich baute auch darauf. Wenn es auch jetzt noch nicht soweit war, bald würde auch Shikaru's Verstand diese Tatsache bemerken. Und es würde ihm wenigstens einen unangenehmen Schauer bereiten. Das würde bereits reichen. Dort konnte ich weitermachen.

Er lachte kurz und abfällig auf. "Wer hat denn gesagt, dass ich das denken würde?"

"Das musste mir niemand sagen", ich machte noch einen Schritt auf ihn zu und funkelte ihn drohend an. "Deine jämmerliche Ausstrahlung sagt mehr als genug."

Ich tastete noch einmal zur Sicherheit nach meiner hinteren, rechten Hosentasche. Ich hatte immer eine Ersatzschere dabei. Gute Vorbereitung war und ist eben alles. Erst als ich die normalerweise kühle Klinge, die sich mittlerweile an meine Körpertemperatur angepasst hatte erfühlte, konnte ich mir sicher sein, dass es glatt laufen würde. Alles was ich zu tun hatte, war den Colt aus den Gangster-Filmen, gegen meine Klingen zu ersetzen.

Shikaru antwortete nicht ersichtlich, und schien weiter so tun zu wollen, als würde das, was ich zu sagen hatte, ihn nicht interessieren. Er hätte vorher wissen sollen, dass er dies in meiner Gegenwart nicht wagen sollte.

So ging ich also direkt zum Angriff über: "Weißt du, ich war schon früher hier, als meine Teamkameraden es waren. Und ich habe etwas gehört."

Sein dreckiges, fast schon stolzes Grinsen zeigte mir, dass er genau wusste, worüber ich sprach. Ich war gut darin, meine Emotionen nicht das Steuer übernehmen zu lassen. Trotzdem spürte ich eine gewisse negative Aufregung, als ich sein Gesicht sah. Es brachte Shikaru nur einen weiteren Minuspunkt ein… Es war im Endeffekt nur für ihn schlecht.

Ich ließ meine rechte Hand wie unauffällig in meine Tasche gleiten, während ich weitersprach: "Das war unglaublich dreist von dir, fast so sehr, wie es auch dämlich war. Ich hoffe dir ist klar, dass ich dich nicht einfach damit durchkommen lassen werde."

"Was?", Meine Aussage schien ihn zu amüsieren. Nun ja, das würde nicht lange so bleiben. "Willst du mich etwa dafür bestrafen?"

Ein vielsagendes Lächeln huschte über meine Züge. "So in etwa."

Ich war nicht ganz unerprobt im 'Scherenwurf', deswegen fiel es mir leichter, blitzschnell danach zu greifen und sie in derselben Bewegung erneut nach vorn schnellen zu lassen. An Shikaru's Gesicht konnte ich genau erkennen, dass er nicht mit einer derartigen Bewegung gerechnet hatte. So geschah es, dass die vorher geschärfte Klinge an seinem linken Arm entlang schrammte und ein reißendes Geräusch von sich gab, als sein Hemdärmel dabei an dieser Stelle auseinander riss.

Überrascht verlor er das Gleichgewicht und taumelte nach hinten. Ich nutzte den Moment, um mich mit meinem Gewicht gegen ihn zu werfen. Shikaru machte plötzlich und unsanft Bekanntschaft mit dem dreckigen Boden der Halle. Ich stürzte mich schnellstens auf ihn, fixierte ihn auf dem Untergrund und presste im selben Moment die Schere gegen seinen Hals. Feine Äderchen pulsierten dort, allerdings wettete ich, dass sie aufgrund seiner Wut dort prangte, und nicht weil er panisch wurde. Es würde ihm bald nicht mehr so gut gehen. Ich zielte darauf ab, ihm das selbstgefällige Grinsen für immer aus dem Gesicht zu wischen.

"Jemand sollte dir wirklich klarmachen, wie sich so etwas anfühlt, bevor du damit drohst." Ich beugte mich zischend zu ihm hinunter, bis mein Mund fast sein Ohr berührte.

Ich musste Shikaru nicht direkt ansehen, um zu wissen, dass ihn zu diesem Zeitpunkt langsam die Erkenntnis einholte, was genau ich vorhatte. Vermutlich verrutschte ihm der selbstsichere Ausdruck im Gesicht gerade allmählich. "Was soll das heißen? Dass du versuchen willst, mir eine Lektion zu erteilen, indem du mich anfällst?!"

Ich lachte in mich hinein. "Ich sagte doch: So in etwa." Dann biss ich ihm in einer schnellen Bewegung mit voller Kraft in den Nacken. Als ich einen metallischen Geschmack im Mund spürte, ließ ich von ihm ab.

Shikaru schrie wütend auf, und versuchte, mich von ihm herunter zu stemmen. Er hatte mich eindeutig unterschätzt, denn ich blieb sicher an Ort und Stelle, und rührte mich kein Stück. Ich schaffte es sogar, die Schere beiseite zu legen, mich von ihm zu lösen und seine Arme grob über seinen Kopf zu drücken.

Wenn er Mitleid verdient hätte, würde ich ihn auch so ansehen. "Mach's dir gemütlich, sofern du kannst. Das wird dauern. Ich hoffe natürlich, dass es unangenehm wird. Als du beschlossen hast, Shutoku zu bedrohen, hast du definitiv einen Fehler begangen."

"Warum? Weil dann deren Babysitter vorbeikommt, und sich einbildet mich durchbumsen zu können, weil er denkt es sei eine Strafe?", Shikaru redete sich förmlich in Rage. "Ich muss zugeben, ich habe dich unterschätzt aber mehr auch nicht", fauchte er und versuchte erneut sich von mir zu befreien.

Ich hob seelenruhig die Hand und verpasste ihm einen harten Schlag direkt ins Gesicht. Sein Kopf wurde durch den Aufprall zur Seite gezwungen und für einen Moment sah er mich ächzend und teilweise fassungslos an.

"Wir werden sehen, ob nicht doch viel mehr in mir steckt", informierte ich ihn gelassen.

Er würde schon noch merken, gegen wen er sich hier auflehnte.

Ich löste den Griff um seine Handgelenke (der inzwischen an zwei Schraubklemmen erinnern musste), und packte seinen Hals - vergrub die Fingernägel in der warmen Haut, bevor ich Druck ausübte. Mein Opfer gurgelte einmal auf, verbot sich aber alles weitere. Ich drückte noch ein wenig fester zu. Unter meinen Fingern pulsierte Leben, und ich hatte nicht vor, es einfach zu beenden. Ich war schließlich kein Mörder.

Darum ließ ich los, als Shikaru begann, seine Augen aufgrund des Luftmangels kritisch zu verdrehen. Er schnappte perplex und gierig nach Luft. Von dem großkotzigen, skrupellosen Anführer war im Moment keine Spur mehr. Ohne zu zögern befreite ich ihn von meinem Gewicht, um seine Handgelenke erneut zu packen, sie ihm kräftig auf den Rücken zu drehen, damit sie auch dort blieben und die große, schlanke Gestalt auf den Bauch zu verfrachten. Shikaru wusste vermutlich noch gar nicht, wie ihm geschah, da er in Gedanken nur mäßig hinterherzukommen schien. Vielleicht war es auch einfach nur die Angst in ihm, die eine Denkblockade auslöste, auch wenn er sich das wohl nicht eingestehen würde.

Ich presste seine Handgelenke fest auf seinen Rücken, kletterte zwischen seine Beine und beugte mich verschwörerisch zu ihm hinunter. Ich hätte dabei gern mein eigenes Gesicht gesehen - ob ich so überzeugend aussah, wie ich es wollte. "Ich schätze, du weißt was jetzt auf dich zukommt. Du solltest dich wirklich bereit machen."

Shikaru gab einen Laut von sich, der an ein Hecheln erinnerte, und versuchte ungläubig sich zu mir umzudrehen. Ich wusste, dass er es zum größten Teil einfach nur nicht fassen konnte, dass jemand wie ich tatsächlich stärker sein sollte, als er selbst. Der Rest wurde von der Angst eingenommen, die der große, starke Anführer sich wahrscheinlich strikt verbot.

Zuerst überlegte ich zugegebenermaßen, wie ich wirklich beginnen sollte, immerhin war ein derartiger Gedanke mir nun wirklich niemals in meinem Leben gekommen. Doch mir war bewusst, dass mit jeder Sekunde, die verstrich, mein 'Opfer' bemerken könnte, wie heftig ich zögerte. Und wenn das geschah, würde er keine Angst mehr vor mir verspüren. Dann hätte ich verloren.

Also griff ich nach vorn, tastete nach den Haaren, die ihm sonst betont lässig in die Stirn fielen und zerrte seinen Oberkörper so zu mir nach oben. Mit meiner freien Hand fuhr ich unter sein Hemd, konnte den feinen Angstschweiß spüren, der sich bereits auf seiner Brust gebildet hatte und erreichte einen der Nippel. Ich kniff hinein.

Shikaru keuchte tatsächlich auf. Er machte es mir viel zu einfach…

"Das gefällt dir, was?", wiederholte ich Shikaru's eigene Worte, von vor nicht einmal einer Stunde in einem wissenden Tonfall.

Er zitterte und versuchte, sich erneut gegen mich aufzubäumen, aber ich tat mein Bestes ihn erbarmungslos an Ort und Stelle zu halten. Wie gewöhnlich funktionierte es, wenn ich mein Bestes gab. Ich drückte seinen Sturkopf also mit der Stirn voraus wieder gegen den dreckigen Boden, während meine Hand sich noch eine Weile unter seinem Hemd zu schaffen machte.

"Hör auf!", knurrte er, und versuchte dabei wohl, bedrohlich zu klingen.

"Wie bitte? Das gefällt dir nicht? Dabei war ich so sehr davon überzeugt…" Ich legte eine gespielte Verwunderung in meine Stimme, während ich das sagte.

"Tu nicht so! ARGH!"

Shikaru schrie vor Schmerz auf, als ich ihn mit einem harten Schlag in den Rücken dazu veranlasste, erneut zu Boden zu gehen.

"Wenn du nicht spielen willst…", ich zuckte unnötigerweise mit den Schultern. "Dann geht es jetzt los."

Mein Opfer sog scharf die Luft ein, als ich seine Hose, sowie seine Boxershorts in einem Ruck hinunterzog und seine Beine halbherzig auseinander schob. Vermutlich traf bloß die kalte Luft der Lagerhalle auf seine nackte Haut. Gleichzeitig sah ich mich suchend in der Näheren Umgebung um.

Ich musste mich nicht lange umgucken, um etwas Brauchbares zu erspähen. Eine lange, dicke aber auch rostige Eisenstange lag in unmittelbarer Nähe der Ketten, mit denen Shikaru's Leute Kazunari angebunden hatten. Ich beschloss, dass dies eine annehmbare Methode sein würde. Nichts auf der Welt würde mich jemals dazu bringen mich selbst in ihm zu versenken… Also streckte ich mich ein wenig und schliff die Stange absichtlich hörbar über den körnigen, grauen Boden. Das Glühbirnen-Licht begann wieder unheilvoll zu glimmen.

Als Shikaru das Schaben der Eisenstange hörte, zuckte er spürbar unter mir zusammen. "Nein, bitte nicht…", wimmerte seine jämmerliche Stimme.

Ich hielt für einige Sekunden inne und beugte mich ein wenig nach unten, um ihn besser verstehen zu können. "Wie war das? Ich hab dich akustisch nicht ganz verstanden…"

"Ich hab gesagt, ich will das nicht!", schrie er mit brüchiger Stimme auf, wobei er sich nun zu trauen schien, lauter zu werden. Ein bedauerlicher Fehler.

"Ts. Du bist wirklich erbärmlich. Ein krankhafter, scheinheiliger Lügner, bist du. Das hier, ist der beste Beweis, für deine kaputte Persönlichkeit."

Wenigstens musste ich ihn nicht auf das Bevorstehende vorbereiten - der Schmerz war schließlich Sinn der Sache.

Mit einem zufriedenen Lächeln positionierte ich das eine Ende der Stange an Shikaru's Eingang.

"Was willst du haben, um mich zu verschonen?", brüllte dieser Einfallspinsel mir verzweifelt entgegen.

Ich hob eine skeptische Augenbraue. Es hatte mich gewundert, dass ihm die Idee nicht schon früher in den Sinn gekommen war. Offenbar war er wirklich nicht so intelligent, wie angenommen. "Du glaubst tatsächlich, dass ich bestechlich bin?"

"Bist du's?!", keuchte Shikaru außer Atem.

"Nein.", ich lächelte überlegen. "Loyalität und Mut sind mir viel mehr wert, als Geld. Du bist alles Andere als das. Du bist einfach nur zu verachten. Und ich will, dass du es dir für immer einprägst."

Mit diesen Worten stieß ich die Stange mit aller mir zur Verfügung stehenden Wucht in seinen Hintern, bis es nicht mehr weiter ging. Dann hielt ich wieder inne. Ich wollte ihm eine Lektion erteilen, und ihn nicht durchlöchern, weswegen ich keinen Grund hatte, stur weiterzupressen. Shikaru schrie mit einem Mal so laut, dass es sogar mich unvorbereitet traf. Ich konnte die verräterischen Tränen sehen, die sich in seinen Augenwinkeln angesammelt hatten und hielt inne, bis er zumindest stimmtechnisch zur Ruhe gekommen war.

Shikaru japste aufgelöst, aber schien sich ansonsten tatsächlich wieder an den Schmerz gewöhnt zu haben. Ich erinnerte mich wieder, dass ich mit ihm kein Mitleid haben brauchte.

So zog ich das Metall quälend langsam beinahe ganz hinaus…

"NEIN!"

Dann stieß ich sie in kräftigen, schnellen Stößen vor und zurück, ohne Erbarmen zu zeigen.

Gellende, laute Schreie hallten durch das großräumige Lagerhaus und ich war einmal mehr froh, allein zu sein. Das musste sich nun wirklich niemand mitansehen. Shikaru zappelte immer heftiger unter mir, aber ich hielt ihn nur halbwegs fest und verzichtete darauf, ihn darüber zu informieren, dass der Schmerz nur heftiger wurde, je mehr er sich dagegen wehrte.

Nach einer Weile erhaschte ich aus dem Augenwinkel etwas Rötliches, dass mich dazu brachte zu pausieren. Ich zog die Eisenstange zwar langsam, aber nun zur Gänze aus einem armselig zitternden Shikaru und überprüfte das rostige Metall. Tatsächlich war sie dort, wie ich sie in ihm versenkt hatte, mit einer rotbräunlichen Schmiere bedeckt, die keinen Zweifel daran ließ, dass es sich um Blut handelte. Interessant.

Ein Wimmern ließ mich aufhorchen, und brachte mich dazu, meinen Blick Shikaru zuzuwenden. Seine Gestalt lag zur Hälfte entblößt auf dem dreckigen Boden, stark zitternd und die Hände bewegte er vermutlich aus Angst nicht, wieder 'ermahnt' zu werden. Wenn ich recht sah, lief auch Rotz aus seiner Nase. Tränen rannen ihm auf jeden Fall die Wangen hinunter. Er gluckste immer mal wieder schmerzerfüllt und war endlich das, was ich schon immer in dieser seltsamen, widerlichen Gestalt gesehen hatte.

Ich erbarmte mich und schlug ihm mit einem schnellen Schlag gegen den Hinterkopf, bevor ich die Stange achtlos beiseite warf. Es war glücklicherweise genug gewesen, um ihn zum Schweigen zu bringen, damit ich ihn in aller Ruhe anketten konnte - mit denselben Ketten, in denen er Kazunari bereits gefoltert hatte. Trotzdem war es nicht genug, um ihn ohnmächtig werden zu lassen. Aber das wollte ich auch nicht. Am Ende bekam er noch eine Gehirnerschütterung und vergaß seine Lektion…

Ich zog am Ende prüfend an den Ketten und versicherte mich, dass er sich nicht selbst befreien würde, bevor ich sein Gesicht grob in meine Hand nahm. "Ich an deiner Stelle würde beten, dass dein Team dir noch genug Loyalität entgegenbringt, um nach dir zu sehen und dass sie nicht vor mir die Polizei verständigen.

Dann ließ ich seinen Kopf desinteressiert sinken, gab ihm einen verächtlichen Judas-Kuss auf die Stirn und stand auf. Bevor ich ihn verließ und meinen ehemaligen Teamkollegen das Zeichen gab, griff ich noch nach der Eisenstange. Ich würde sie im Fluss versenken. Dort würde sie sicher sauber gespült werden.