Hate, is only what you say, not what you mean
And pain, is what's inside of me, not when you're bleeding
I will fall, I'll fall and take your breathe away
We could change it all and take your breathe away
This anger changes me, it effects the way I see
Effects every part of me and makes you my enemy
But when it falls apart, it's like a brand new start
And I can't remember why I ripped everything apart
It's a like a freakshow, shake it like a photo.
THOUSAND FOOT KRUTCH - My Own Enemy
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Die Varia, Vongolas unabhängiges Auftragskiller-Einheit, war bekannt für ihre Stärke, Strategie, Konsequenz und Furchtlosigkeit.
Aber auch der härteste Kämpfer verdiente mal eine Auszeit.
Die Auszeit nahmen sie sich, in dem sie ab und an eine Party feierten. Die Größte war Ende Sommer, wenn ein neues Halbjahr anbrach. Die alten Missionen wurden zusammen getragen wie bei einer Inventur bis zu diesem Zeitpunkt um die Erfolgsquote zu berechnen.
Wenn die Quote 98% betrug oder Höher war, feierte die Varia dies. Wenn es darunter war. Nun. Bislang war dies nicht der Fall. Xanxus bestand darauf, dass diese Erfolgsquote definitiv eingehalten wurde. Er wollte keine Schwächlinge und diese wurden gnadenlos aussortiert.
Was die Party selbst anbelangte, so fand sie bis jetzt jedes Jahr statt. Alle waren zusammen in einem großen Festzelt auf dem Anwesen, feierten sich selbst und ihre Kameraden. Natürlich gingen Unmengen an Alkohol über den Tisch. Ebenso wie das Essen, welches extra für den Anlass zubereitet wurde.
Auch der Boss und seine Offiziere waren bei der Feier mit dabei, wollten und mussten anstoßen auf die Varia.
Selbst Fran kam da nicht aus.
Der Illusionist hatte von Anfang an gesagt, dass er kein Alkohol trinken durfte als Illusionist. Doch jedes Mal wenn die Varia gelobt wurde, musste auch der Grünhaarigen seinen Tribut leisten und mit trinken. Xanxus sah es als Verrat an, wenn er nicht auf die Varia anstoßen würde.
Bel beobachtete dies mit einem breiten Grinsen. Natürlich konnte er mittlerweile viel mehr ab. Bei Fran allerdings war er sich nicht so sicher, ob er überhaupt was vertrug.
Nach einer ganzen Weile verzog der Kleinste der Varia sich schließlich und suchte sich eine ruhige Ecke wo er nicht gestört werden konnte. Bevorzugt wählte er die Bibliothek der Varia.
Sein Zimmer war zu riskant. Ebenso wie der Wohnraum. Dort würde er seine Ruhe vor den restlichen Mitgliedern sicher nicht bekommen. Somit blieb also wirklich nur die Bibliothek über.
Schwankend und an der Wand haltsuchend, torkelte der etwas sehr angetrunkene Illusionist zu seinem Ziel, öffnete die Tür und verkroch sich auf eine Couch, die dort zum Fenster hin stand.
Hier würde er seine Ruhe haben, immerhin würde niemand auf die Idee kommen, dass er hier sein könnte. Niemand kam in diesen Raum außer er selbst oder Lussuria manchmal für diverse Kochbücher. Aber Luss war mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage noch etwas zu lesen, geschweige den zu kochen. Somit sollte er ungestört sein.
Doch Fehlanzeige.
Mit einem Krachen flog die Tür auf.
"Schnell!", rief jemand und schloss anschließend die Tür.
Schritte waren zu hören. Fran zählte gedanklich. Wie viele waren es? Zwei? Drei?
"Hoffentlich hat es keiner mitbekommen!", hörte Fran eine weitere Stimme flüstern.
"Glaubst du, Bossu wird etwas sagen?"- "Nun, es war sein Fleisch..."-"Idiot! Warum hast du es auch geklaut!". "Ich habe Hunger! Wenn sie uns nicht finden, pack ich es unbemerkt zurück...".
Fran rollte mit den Augen und schloss sie wieder.
Es waren nur niedere Ränge der Varia. Nichts, wovor er Angst haben müsse.
Dann sprang erneut die Tür auf und ein Lachen war zu hören, ebenso wie ein lautes Gebrüll.
Automatisch drückte der Illusionist sich tiefer in die Couch. Man würde ihn nicht sofort finden, da die Couch von der Tür zu weit weg stand und diese nur von hinten zu sehen war.
"Ushishi~. Gefunden.", lachte der Prinz sichtlich angetrunken und trat in das Zimmer zu den anderen Männern. "VOI! ABSCHAUM!", Squalo trampelte ziemlich laut durch den Raum . Auch er schien einiges intus zu haben.
"Seid ihr total bescheuert?!", knurrte er bösartig. "Seht zu, dass ihr Bossus Rindsteak wieder zurück bringt!". Ein Dialog aus "Nein, wir haben es nicht" bis zu "Man hat euch gesehen" und "Aber.." entstand. Im Nachhinein hat Squalo gewonnen, die Männer haben aufgegeben und waren sich ihrer Schuld bewusst.
Dann hörte man schon, wie sie das Weite suchten und Squalo hinterher lief. Was für ein Drama um nichs. Als die Tür wieder ins Schloss fiel, seufzte Fran erleichtert und setzte sich kurz auf. Es drehte sich alles in seinem Kopf. Warum musste der dämliche langhaarige Captain auch immer so laut sein?
"Ushishi~ Hatte der Prinz doch recht~. Froggy ganz allein hier?", kam es leihend von hinten.
Schock. Sein Senpai war noch in dem Raum! Fran stand auf und wirbelte herum. Etwas wackelig suchte er halt an einem Tisch neben ihm.
Seine Augen suchten nach der Geräuschquelle und fand diese auch direkt hinter der Couch, angelehnt, wo er gerade noch gesessen hatte.
"Oi, Senpai", murmelte der Grünhaarige monoton. "Wie du siehst, Möchtegernprinsch, bin ich nicht allein hier. Ungeziefer hat sich grad eingeschlichen~". Man merkte, dass Fran deutlich Mühe hatte, diesen Satz so flüssig wie möglich aufzusagen.
Bel schnalzte kurz mit der Zunge, warf dann ein Messer in die Richtung seines Kohais und grinste noch ein Stück breiter. Fran taumelte nach hinten von dem Schmerz, der sich durch seinen Arm zog, bis er an ein Regal mit Büchern stieß.
"Tch...", murrte er leise ohne das Gesicht zu verziehen. Nein. Die Maske behielt er weiterhin auf.
"Anders kannst du dich nicht wehren, Fake-Prinsch?"- "Shishi~ Dummer Frosch. Wenn nennst du Fake-Prinz?". Der Blonde trat einige Schritte auf den Anderen zu, packte Frans Arm, in dem das Messer noch immer steckte und drückte diesen gegen das Regal. Mit der anderen Hand stach er das Messer etwas tiefer. "Senpai. Es tut weh", kam ein monotones Jammern von Fran. Seine Augen verrieten den Schmerz allerdings. Bels Grinsen wurde breiter.
"Ushishi~ Schaut nicht so aus, als würde es dich sonderlich stören~" - "Tut es aber. Immerhin bin ich auch ein Mensch und normale Menschen sterben davon, weißt du?", protestierte der Grünhaarige, packte Bels Arm um etwas Gleichgewicht zu haben. "Normale Menschen~ Keine Frösche~". Mit dem Satz zog er das Messer aus dem Arm heraus.
Der Blick des Blonden wanderte zum Gesicht des Illusionisten, welches durch den Alkohol bereits leicht gerötet war und wieder zurück zum Arm.
Das Grinsen des Blonden wurde noch breiter. Fran fragte sich unwillkürlich, wie breit es eigentlich noch werden konnte. Aber sicher war, dass es nichts gutes verheißen würde, wenn der Prinz so dämliche grinste.
Und tatsächlich: "Oh? Kann es sein, dass Froggy nicht mehr in der Lage ist, seine Illusionen aufrecht zu halten?".
Fran sah leicht geschockt zu seinem Senpai, folgte seinem Blick in die Richtung der frischen Wunde. Tatsächlich rannte Blut aus dem Einschnitt. Unwillkürlich biss er sich auf die Unterlippe. Er hatte zuviel Alkohol im Körper. Es drehte sich sowieso schon alles um ihn herum und er hatte Schwierigkeiten sich aufrecht zu halten. Kein Wunder, dass er nicht mehr fähig war Illusionen zu erzeugen. Aber allein die Tatsache, dass Bel wusste, dass er Illusionen erzeugte, um seine Wunden zu verdecken, verärgerte ihn etwas. Woher wusste der Kerl das?
"Das däuscht, Senpai. Isch probiere nur etwas Neues aus", log der Kleinere, riss seinen Arm unter der Hand des Prinzen weg. Doch folgte die nächste Hand, die an Frans Hals platz fand.
"So?", lächelte Bel noch immer breit. "Dann will der Prinz auch mal was Neues ausprobieren~". Kurzum versiegelte der Blonde ihre Lippen miteinander und wartete auf eine Reaktion seines Gegenübers.
Mit weit aufgerissenen, glasigen Augen sah Fran scheinbar durch den Prinzen hindurch. Sein Herz setzte für eine Millisekunde aus. Er schien im ersten Moment nicht wirklich zu wissen, wie er damit umgehen sollte, ließ den Kuss also völlig unerwidert.
Verwirrt blickte er den Sturmwächter an, als er sich von ihm löste.
"Was...?". Fran war sich unsicher, ob er Bel nicht einfach wegdrücken sollte, verschwinden sollte. Doch er konnte nicht abstreiten, dass er ebenso neugierig war. Das es ihm sogar gefiel.
"Hn~". Bel leckte sich lasziv über die Lippen, während Fran weiterhin ein Motiv in den Augen seines Gegenübers suchte, dieses aber nicht finden konnte. Wie auch wenn die Augen von Haaren bedeckt wurden? "Was...soll das werden, Senpai?", hakte der Illusionist schließlich nach mit einem rasenden Herzschlag.
Bel strich mit der freien Hand über die Seite des Anderen, schob sie unter sein Shirt und grinst breit. Seine andere Hand fasste ihm ans Kinn. "Der Prinz probiert was Neues aus, shishi~"- "Frösche schmecken aber nicht..." - "Hab ich aber was anderes gehört~".
Unter der Berührung erschauderte der Grünhaarige und schluckte.
Das war für den Prinzen ein Zeichen, auf welches er gewartet hatte.
Fran war nicht so abgeneigt, wie er vorgab. Langsam näherte sich der Sturmwächter wieder dem Illusionisten, hielt vor seinen Lippen und strich mit seinen fast über die von seinem Gegenüber.
"Du...hast bestimmt nur nicht zugehört... Fakeprinsch...", flüsterte Fran leise.
Noch immer hörte man die Ungewissheit heraus. Allerdings war da noch etwas, was Fran nicht verstecken konnte. Verlangen. Er begehrte den blonden Schnösel ebenso wie er ihn hasste.
"Dann...probiert der Prinz es mal aus um es genau zu wissen...".
Kurz haschte der Illusionist nach den Lippen des Sturmwächters, zögerte aber, sie gänzlich einzunehmen.
"Und wenn der Frosch nicht will?", ein zittern lag in seiner Stimme. Unsicherheit.
Bels Grinsen wurde breiter. "Glaubt...der Frosch das wirklich?". Fran zögerte erneut. Sein Kopf arbeitete auf hochtouren und doch, kam kein vernünftiger Gedanke zustande, was am Alkohol liegen konnte.
Der Ältere wartete noch immer auf ein Zeichen von seinem Gegenüber, welcher dann endlich, ohne weiter nachzudenken, die Initiative ergriff und die Lippen von sich aus mit die seines Senpais versiegelte. Seine Arme legte er um den Nacken des Blonden, zog ihn näher an sich heran, während Bel seine Hand vom Kinn am Hals entlangfahren ließ. Hinunter, wo er sie ebenfalls unters Shirt schob und die Haut berührte, streichelte. Das er eine Schwäche für diesen Idiotenprinz hatte, konnte er nicht mehr abstreiten. Der Rest tat der Alkohol.
