I´m not the same as yesterday
Ooh...It´s hard to explain
How things have changed
But I´m not the same as before
And I know there´s so much more ahead
I can barely believe that I´m here
And I won´t surrender quietly
Step up and watch me go
Break down, ya really want it?
Wanna make a scene?
Show me what ya mean
Let´s get it started
Let me see whatcha got
Can you take it up a knotch?
Don´t think you got it
Can´t handle the pressure?
Get, off, stop talkin´about it
Gotta make this count, let´s go
Thousand Foot Krutch- E for Extinction
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Fran erwachte. Sein Atem ging schnell, hastig.
Senkrecht saß er im Bett mit weit aufgerissenen Augen.
Die Hand an seinen Kopf, welcher mit einem pochenden Schmerz signalisierte, dass er sich zu schnell aufgesetzt hatte. "Ah...", murrte der Grünhaarige mit einem trockenen Hals, ließ sich zurück fallen ins Bett. Die Kopfschmerz waren unerträglich. Abgesehen von der Übelkeit und Energielosigkeit, die seinen Körper ebenfalls aufschreien ließ.
Doch was war das eben? Ein Traum? Eine Erinnerung?
Bilder schossen den jungen Illusionisten in den Kopf von genau diesen Abend. Wie er sich seinen Senpai entgegen bog. Wie sie sich geküsst hatten mit Leidenschaft. Wie sie beide es genossen hatten.
Fran schüttelte den Kopf. Die Bilder versetzten ihm einen Stich ins Herz. Daran wollte er nicht zurück denken.
Er setzte sich wieder auf, langsamer diesmal und rieb sich die Schläfen. Ein Blick auf seinen Nachttisch verriet, dass ihm jemand Schmerztabletten und Wasser hingestellt hatte.
Kurz überlegte er, ob er wirklich darauf zurückgreifen sollte, nahm dann doch eine Tablette und schluckte diese mit dem Wasser runter.
Der Durst war unerträglich und auch wenn er die kleine Flasche beinahe in einem Zug geleert hatte, wollte er noch mehr.
Doch erstmal würde er eine Dusche nehmen. Eine kalte.
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Das Klacken einer Pad-Kaffee-Maschine war zu hören. Bel nahm die Tasse mit der frischen Latte Macchiato und setzte sich mit dieser an den Küchentisch als die Tür aufging und Fran angezogen und mit nassen Haaren in den Raum trat. "Morgen", nuschelte er leise, holte sich eine Tasse aus dem Schrank und machte sich einen Kaffee mit der Maschine.
"Ushishi~ Morgen~", grinste der Blonde vergnügt.
Fran zog eine Braue hoch. Ihm gefiel es nicht, dass Bel so gute Laune hatte.
"Rausch ausgeschlafen~?", hakte der Ältere mit einem weiteren Grinsen nach.
Mit dem frischen Kaffee setzte sich der Illusionist gegenüber des Prinzen und hielt sich den Finger an die Schläfe, massierte diese.
Stimmt. Er hatte gestern getrunken und dass nicht wenig.
Kurz schloss er die Augen. Was war gestern passiert?
Mit einen abschätzenden Blick sah Fran den Prinzen wieder an. Er ist zumindest nicht nackt im Bett aufgewacht. Aber er lag in Bels Armen. Zumindest nach seinen Erinnerungen. War da mehr gewesen?
"Black out~?", hackte sein Gegenüber nach, nachdem der Nebelwächter ihm noch keine Antwort gegeben hatte und einen etwas ratlosen Blick erntete.
"Etwas...", nuschelte Fran leise, nippte an seinem Kaffee, "Was...ist passiert?". Wollte er es überhaupt wissen?
"Was soll passiert sein?", das Grinsen des Blonden wurde um eine Spur breiter.
Die smaragdgrünen Augen lugten über den Kaffeebecher rüber. Wie hatte er dieses Cheshire-Grinsen vermisst. Nicht. Dieses schadenfrohe, heuchlerische, hämische, boshafte Grinsen...
"Senpai. Würdest du mir bitte sagen, was gestern passiert ist hier?". "Nun, nachdem du darauf bestanden hast weiter zu trinken, mir dann noch in die Arme gestolpert bist, hat der Prinz dich ins Bett gebracht~"-"Und ausgezogen...", erinnerte sich der Illusionist dunkel. "Du warst da nicht wirklich in der Lage zu, also ja.".
Fran nickte. Mehr war nicht gelaufen. Zumindest hätte Bel es ihm sofort unter die Nase gerieben wenn.
"Warum...hast du dich überhaupt betrunken?". Das Glas der leeren Latte stellte der Prinz auf den Tisch und faltete ruhig die Hände zusammen.
Der Grünhaarige zuckte mit den Schultern. "Warum nicht?"-"Ich dachte, dass Illusionisten nichts trinken dürften?" - "Interessiert doch eh keinen. Außerdem muss ich erst in zwei Tagen wieder arbeiten.". Fran nahm einen weiteren Schluck.
Bel musterte ihn etwas verunsichert. "Tch. Hättest den Prinzen wenigstens mitnehmen können. Er hat sich ziemlich gelangweilt~ Shishishi".
Der Nebelwächter verdrehte die Augen. Er wusste, wie es beim letzten Mal geendet hatte, als sie zusammen getrunken haben.
"Senpai, wann wirst du wieder gehen?" - "Wenn der Frosch fertig ist" - "Womit?". Bel neigte den Kopf leicht zur Seite. "Der Mission. Der Prinz geht erst mit dem Frosch zurück, wenn er hier fertig ist~".
Erneut hob der Illusionist eine Braue. "...Warum?" - "Der Prinz braucht keinen Grund dafür, shishishi~ Schließlich ist er ein Prinz~"-"Ein Fake...". Bel grinste. "Huh~, Vorsicht Froggy~". Ein Messer hatte er in der Hand und ließ es zwischen den Fingern gleiten.
Fran stand auf und stellte den Kaffeebecher in die Spüle.
"Da fällt mir ein... Irgend so eine Marie war da...", erinnert sich Bel. "Marie?".
Der Nebelwächter lehnte sich an die Küchenzeile und sah den Älteren fragend an. "Ja. eine Blondine? Ziemlich klein", beschrieb der Prinz sie weiterhin. "Ah, du meinst Claire.". Bel nickte. War ja fast das Gleiche.
"Hm.". Fran stieß sich von der Küchenzeile ab, lief zum Wohnzimmer und nahm sich das Telefon. Kurz wählte er, legte den Hörer ans Ohr und wartete.
"Hallo". Der Grünhaarige setze sich auf das Sofa. "Hat er. was wolltest du?". Bel kam ebenfalls ins Zimmer und lehnte gegen den Türrahmen. "Huh? Ein...alter Freund oder Arbeitskollege. Je nach dem", murmelte der Kleinere leiser, strich sich etwas genervt durch die Haare und spielte anschließend an einer Strähne herum.
"Was? Heute?". Unglaubwürdig sah der Illusionist zu Bel rüber. "Uhm...ok? Ich frag ihn. Wann?...Ist gut". Fran zögerte. "Bis nachher".
Mit einem Seufzen legte der Nebelwächter auf und blickte einen Moment runter.
"Sie will mit uns Beiden heute Abend Essen gehen".
Der Prinz stieß sich vom Rahmen ab und lief zu ihm. "Uns?"-"Sie war der Meinung, dass ich keine Freunde hab. Nun...will sie dich kennen lernen"-"Und 'Sie' ist wer?".
Fran schwieg einen Moment, sah Bel dann durchdringend an. "Meine Freundin".
