A/N: Erst mal sorry, das ich hier so selten die neuen Kapitel hochlade. Aber außer diesem Kapitel fehlt ja nur noch eins, bis dann auch hier alles auf dem aktuellen Stand ist. Freue mich aber natürlich immer noch über Reviews. ;)
Chapter 4 – Working with a Witch is always complicated
Noch auf dem Weg hinunter ins Erdgeschoss, zog Klaus das Handy von Tyler aus dessen Hosentasche, da er noch vor hatte, der vor Angst um ihre Tochter wahrscheinlich längst verrückt werdenden Liz, eine Nachricht zu schicken. Auch wenn es ihm eigentlich egal sein konnte, wollte er dennoch vermeiden, dass sie ihn noch ein weiteres Mal anrufen würde. Doch es war auch noch längst nicht der einzige Grund, weshalb er erneut Kontakt zu Carolines Mutter aufnahm. Der Hybrid wollte sie auch einfach wissen lassen, das es ihrer Tochter gut ging und vor allem das sie in Sicherheit war, bei ihm.
Liz,
machen sie sich bitte keine Sorgen, Caroline geht es gut.
Sie ist bei mir und in Sicherheit.
Tyler
Fast hatte er die Nachricht sogar mit seinem eigenen Namen unterzeichnet, schaffte es jedoch noch rechtzeitig statt seinem, den Namen von Tyler unter den Text zusetzen. Er hasste diesen Gedanken, doch abgesehen davon, dass er noch immer im Körper von Tyler Lockwood gefangen war, wäre sein ihm stets vorauseilender, nicht besonders guter Ruf wohl auch dieses Mal keine besonders großartige Hilfe gewesen.
Klaus schickte die Nachricht ab und versenkte das Telefon anschließend wieder in der Hosentasche von Tyler's Jeans, bevor er auch schon fest entschlossen die breiten Treppen wieder nach unten zurück in die Eingangshalle nahm.
Unterdessen war Elijah noch immer damit beschäftigt, auf seine eigene und auch bestimmte Art, Bonnie davon zu überzeugen seinem Bruder doch einfach zugeben, was er von ihr verlangte. Er wusste nicht welchen Deal die junge Bennett Hexe und sein Halbbruder miteinander eingegangen waren, aber er war sich dagegen sicher, das Klaus wohl alles dafür tun würde um seinen Körper zurückzubekommen.
Er kannte ihn lange genug um zu wissen, dass dieser wenn es nötig sein sollte über Leichen gehen, und dabei ein Blutbad anrichten würde, welches das sonst so malerische Mystic Falls wohl nie vergessen würde.
Also legte er seinem gegenüber schließlich behutsam eine seiner Hände auf die Schulter, da er vor hatte ihre Unterhaltung im Wohnzimmer fortzuführen. Er musste einfach mehr über ihre Vereinbarung erfahren, die Nik offenbar ohne ihr aller Wissen mit Bonnie getroffen hatte.
Im Wohnzimmer angekommen führte sein erster Weg, den Urvampir jedoch nicht sofort zu der gemütlichen Sitzgruppe, bestehend aus ein paar breiten Sesseln und einer nicht minder bequemen Couch, sondern direkt quer durch den Raum an die Hausbar.
„Auch einen Drink...?", fragend drehte er sich nach der Brünetten um und sah sie an. Doch diese schüttelte nur kurz mit dem Kopf.
„Nein...danke", antwortete sie, und machte es sich auf der Couch gemütlich.
Es war ihre Entscheidung und er hatte ihr lediglich aus Höflichkeit ein Getränk anbieten wollen, obwohl er ihre Antwort ohnehin bereits gekannt hatte. Also wandte er ihr erneut den Rücken zu, um nur für sich einen Drink zu zubereiten.
Doch noch während er damit beschäftigt war, fiel plötzlich die schwere Eingangstür mit einem lauten Knall zurück in ihr Schloss. Es folgten einige hastige Schritte, bevor die soeben angekommene Person auch schon die breiten Stufen, der elegant geschwungenen großen Treppe hinauf eilte.
Verwundert zog Elijah eine seiner beiden Augenbrauen nach oben, und warf kurz darauf einen wenn auch flüchtigen Blick in die nun mehr wieder leere Eingangshalle, da er wusste das seine Schwester, kaum dass sie zurückkehrt war, wieder nach oben in ihr Zimmer verschwunden war, konnte es dem Krach nach zu urteilen eigentlich nur Niklaus gewesen sein, welcher soeben zurück gekommen sein musste.
Jedenfalls war es bereits eine ganze Weile her gewesen, das er seinen jüngeren Bruder zuletzt gesehen hatte. Genauer gesagt nicht mehr, seit dem dieser plötzlich einen unerwarteten Anruf bekommen und sich darauf zurück gezogen hatte, bevor er und Rebekah schließlich aufgebrochen waren, um nach Bonnie und dem Körper ihres Halbbruders zu suchen.
Nachdenklich geworden griff er nach seinem inzwischen gut zur Hälfte gefüllten Glas und gesellte sich endlich hinüber zu Bonnie, wo er es sich, nachdem er sein Glas vor sich auf dem Tisch abgestellt hatte, der jungen Bennett Hexe gegenüber auf einem der Sessel bequem machte.
Als er sie ansah erinnerte er sich schließlich an das, was Niklaus ihm zur Antwort gegeben hatte, kurz nachdem er ihn um eine Erklärung gebeten hatte.
Er räusperte sich für einen kurzen Moment und blickte dann sein gegenüber erneut fragend an.
„Bonnie...was hat mein Bruder dir gesagt, damit du ihn in den Körper von Tyler Lockwood befördert hast...?", fragte er trotz allem ruhig und vor allem gefasster, als es sein jüngerer Halbbruder in diesem Augenblick wohl getan hätte.
Die Brünette schaute ihn ernst an, bevor sie ihm den einzig wahren Grund für ihr Handeln offenbarte.
„Er sagte mir, dass er derjenige gewesen wäre, der die Blutlinie von Stefan und Damon erschaffen habe... und das außer den beiden Brüdern nicht nur Tyler sondern auch Caroline mit ihm sterben würden, wenn ich ihm nicht dabei helfen würde zu überleben", antwortete sie ihm.
Es war mehr als nur deutlich, wie schwer es ihr fiel darüber zu sprechen. Aber sie hatte ihm geglaubt, als er sie daraufhin gewiesen hatte. Ihre Freunde gingen der jungen Hexe über alles, so dass sie es sich nie verziehen hätte auch nur einen davon zu verlieren. Es hätte ihr schlichtweg das eigene Herz gebrochen, wenn sie danach jeden weiteren Tag ihres Lebens hätte mit ansehen müssen, wie schlecht es ihrer besten Freundin Elena gegangen wäre, und das alles nicht nur weil sie ihre gemeinsame Freundin Caroline auf dem Gewissen gehabt hätte, sondern auch wegen Stefan und Damon. Auch wenn sie wusste, wie schwer es ihrer Freundin fiel sich zwischen den beiden Brüdern zu entscheiden. Sie hatte einfach irgendetwas tun müssen um genau das zu verhindern. Obwohl das gleichzeitig auch bedeutet hatte, das sie Klaus retten musste.
Sie sah Elijah ernst an und verschränkte dabei abermals ihre Arme vor der Brust.
„Ich habe ihrem Bruder nicht geholfen weil ich es wollte, sondern weil ich es tun musste. Das einzige was für mich wirklich wichtig war, waren meine Freunde...die ich beschützen wollte...", stellte sie klar, doch das war längst noch nicht alles was sie zu sagen hatte.
„Aber ich werde ihnen trotzdem nicht dabei helfen, alles wieder rückgängig zu machen...ihr Bruder wollte es so und deshalb muss er nun auch damit leben...", fuhr sie fort und schüttelte dabei ihren Kopf.
So langsam konnte Elijah verstehen, warum Bonnie seinem Bruder geholfen hatte, gingen ihm seine noch verbliebenen Geschwister doch mindestens genauso sehr über alles, wie es in ihrem Fall ihre Freunde waren, denn eines hatte er die vielen Jahrhunderte über immer wieder aufs Neue gelernt, nämlich das Freunde und eine Familie zu haben, das wertvollste war das man besitzen konnte.
„Ich kann dein Handeln durchaus nachvollziehen Bonnie...", begann er, als sie ihn wieder zu Wort kommen ließ.
„Aber ich denke, du kennst meinen Bruder, und weißt wozu er in der Lage sein wird, wenn er nicht das bekommt was er will...", erinnerte er sie schließlich an das, was passieren würde sollte sie auch weiterhin ihre Meinung seinem Bruder gegenüber nicht ändern wollen.
„Er mag zwar im Körper von Tyler gefangen sein, aber rein innerlich ist er noch immer dieselbe Person wie davor...", gab er ihr weiterhin zu bedenken, in der Hoffnung, das sie doch schlau genug sein würde sich nicht mit Niklaus anzulegen.
Nachdem er auch die letzten Stufen nach unten gemeistert hatte, blieb der Hybrid für einen Augenblick in der Eingangshalle stehen, vom Wohnzimmer aus konnte er deutlich die Stimmen von Bonnie und seinem Bruder Elijah vernehmen, dann hatte dieser sie also aufspüren können.
Langsam ließ der Hybrid seinen Blick, in das angrenzende Nebenzimmer schweifen, wobei sein Blick für einen Moment auf seinem Körper hängen blieb. Ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen, bevor er sich schließlich ebenfalls nach neben an begab.
„Bonnie...", grinste er triumphierend, als er den Raum betrat.
„Dann hast du es dir also doch noch überlegt...", fuhr er direkt fort und machte dabei ein paar weitere Schritte auf die junge Hexe zu.
„Niklaus...".
Elijah erhob seine Hand und warf dabei seinem Halbbruder einen warnenden Blick zu. Doch dieser beachtete ihn nicht, sondern blickte selbstsicher zu Bonnie und verschränkte dabei die Arme vor seiner Brust.
„Nein ich habe es mir nicht anders überlegt...", antwortete die Brünette und schüttelte dabei erneut nur ihren Kopf.
„Ich kann und werde den Zauber nicht rückgängig machen...", fügte sie noch hinzu, während sie den Hybrid ernst ansah.
„Ich hätte es eigentlich überhaupt nicht erst tun dürfen...", fügte sie noch hinzu, während sie ihren Blick wieder auf Elijah richtete.
Dieser schaute sie fragend an.
„Könnte es sein, dass du dich vielleicht mit dem Zauber etwas übernommen hast?", fragte er sie mitfühlend.
„Nein, es wäre nur zu gefährlich, diese dunkle Art von Magie noch ein weiteres Mal zu benutzen", entgegnete sie ihm.
Klaus der ebenfalls ihren Worten aufmerksam zugehört hatte, warf der dunkelhaarigen einen wütenden Blick zu.
„Aber du hast diesen Zauber trotzdem ausgesprochen.", erinnerte er sie wieder persönlich daran.
„Ich habe es nur getan, um meine Freunde zu retten.", erwiderte sie und warf dem Hybrid einen ebenso wütenden Blick zu.
„Sie waren es doch auch, der mir sagte, dass sie der Erschaffer dieser Blutlinie wären.", fuhr sie noch immer wütend fort.
Es war ihm natürlich klar gewesen, dass die junge Hexe ihm nur aus diesem einen Grund, das Leben gerettet hatte. Doch er bestand weiterhin darauf, dass Bonnie es nun wieder rückgängig machen sollte, auch wenn sie nie über so etwas wie eine Rückverwandlung gesprochen hatten.
„Du wirst diesen Zauber wieder zurücknehmen und zwar auf der Stelle...", befahl er ihr.
Bonnie blieb jedoch hart.
„Ich kann und werde es auch nicht tun...", beharrte sie auch weiterhin.
Der Hybrid konnte ihr so viel drohen wie er wollte, sie würde ganz bestimmt nicht so einfach nachgeben.
Und ob sie es tun würde. Er musste einfach irgendetwas tun, um sie doch noch umzustimmen. Noch immer wütend, starrte Niklaus sein gegenüber an, bis ihm plötzlich etwas einfiel.
„Vielleicht wird das hier, deine Meinung doch noch ändern.", grinste er, bevor er im nächsten Moment, seinen Plan auch schon in die Tat umsetzte.
Mit weit aufgerissenen Augen, mussten Bonnie und Elijah schließlich mit ansehen, wie Klaus, Tyler's ausgewaschenes graues T-Shirt, mit nur einer einzigen Bewegung genau in der Mitte zerriss, sodass dessen gutgebauter Oberkörper darunter zum Vorschein kam.
Langsam streckte er darauf auch noch dessen rechte Hand aus.
„Da du dich wohl weiterhin weigern wirst mir zu helfen, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als...".
Klaus beendete seinen Satz nicht, sondern beschloss ihr besser zu zeigen, was er tun würde, falls sie sich ihm auch weiterhin wieder setzen würde.
Ohne noch weiter zu zögern, rammte er sich selbst die messerscharfen Nägel in die Brust. Wenn Bonnie ihm nicht helfen wollte, würde er Tyler Lockwood eben ein für alle Mal aus dem Weg räumen. Es tat zwar höllisch weh, als sich dessen Finger immer tiefer in seinen Körper bohrten, doch er hielt sich genau an seinen spontanen Plan.
Bonnie konnte nicht glauben, was er da gerade tat, obwohl sie natürlich genau wusste, wozu der Hybrid fähig war.
Herausfordernd schaute er sie an.
„Worauf wartetest du Bonnie, triff deine Wahl oder...", forderte er sie auf.
Die junge Hexe wusste genau, was als nächstes passieren würde, wenn sie sich auch weiterhin weigerte ihm zu helfen. Dennoch wollte sie nicht daran denken, dass er Tyler jede Sekunde das Herz mitten aus der Brust reißen und ihn so mit töten konnte. Aber sie wusste auch, dass Caroline es ihr wohl nie verzeihen würde, wenn sie genau das einfach so zuließ. Doch ihre Freunde waren nun mal ihre Schwäche und das wusste Klaus natürlich ganz genau.
Noch immer wartete der Hybrid ungeduldig auf ihre Antwort.
„Schon gut...ich tue es, aber bitte lassen Sie Tyler aus dem Spiel.", gab sie schließlich doch nach.
Zufrieden zog Niklaus die Hand aus Tyler's Körper und riss sich das ohnehin zerrissene Shirt vom Leib, um sich damit seine blutverschmierte Hand zu säubern. Nur das hatte er die ganze Zeit über von ihr hören wollen.
