Kapitel 1

Also Oliver du weißt doch noch... mein erster Abend hier unten. Du hasst mich den beiden Vorgestellt und wir sind später nach oben...

Roy stand im Club und wartete auf Thea. Felicity schloss hinter ihm gerade die Tür zur Arrowhöhle ab und ging auf Roy zu.

„Roy wenn du die Tür öffnen willst musst du einen Zahlencode eingeben, wir ändern ihn jede Woche und... Roy hörst du mir zu?"

„Hä... Oh... ja... ein Zahlencode!"

„Ist was mit dir? Ich hätte gedacht das du, jetzt wo du erreicht hast was du wolltest, würdest du ganz aus dem Häuschen sein." sagte Felicity.

„Ich muss an das denken was Oliver gesagt hat. Wegen Thea!" sagte Roy und setzte sich auf einen der Barhocker an der Theke. „Ich würde alles tun um sie zu beschützen doch zeitgleich ertrage ich es nicht sie anzulügen. Felicity... sie sind doch eine Frau?"

„Ja..." sagte Felicity verwirrt. „Ja... ansonsten wäre in meinem Leben bis jetzt so einiges falsch gelaufen!"

„Wie verheimlicht man etwas vor einer Frau ohne das sie es merkt und durchdreht?"

„Das kann ich dir nicht sagen!" sagte Felicity bevor ihr Handy klingelte. „Hmm... entschuldige kurz!"

Roy nickte und lehnte sich kurz zurück. Während er in Gedanken versank hörte er wie die Tür aufgeschlossen wurde und drehte sich um. Thea kam gerade hinein. In beiden Händen trug sie Kartons. Als sie den Kopf hob und Roy sah wurde sie ganz blass im Gesicht. Roy merkte das sie irgendwie sauer auf ihn sein musste. Thea stellte beide Kartons auf einen Tisch und ging ruhig und stumm auf ihn zu.

„Guten Morgen, Roy!"

„Guten Morgen, Thea!" sagte Roy. „Wie geht es dir?"

„Hmm... ganz okay... kann nicht klagen. Und dir? Was hasst du gestern so getrieben?" fragte sie während sie hinter die Theke ging und sich ein Wasser nahm.

„Oh... naja..."

Ich konnte ihr ja schlecht sagen das ich gestern mit dir am Hafen war um einen Container in die Luft zu jagen.

„Nichts besonderes!"

„Ach so... nichts besonderes?! Und was ist das?" fragte Thea als sie ihm eine Zeitung vors Gesicht hielt und Roy das Foto sah. Das Foto zeigte ihn und Oliver, verschwommen und nur als Umrisse, während des Kampfes im Hafen. „Bist du das? Bist du diese Gestallt im Roten Kapuzenpulli!"

„Wie kommst du den darauf?" fragte Roy während er den Artikel las. Ein Zeuge hatte es mit einer Handykamera gemacht und die Zeitung schrieb nun über den Arrow und seinen neuen Sidekick. Roy war geschmeichelt.

„Wie ich darauf komme? Wie ich darauf komme? Ist das nicht dein Pulli?" fragte Thea wütend.

„Thea... den hab ich für 12,99 beim Discounter gekauft. So wie dutzende, oder hunderte auch. Außerdem war ich gestern nicht im Hafen."

Das war gelogen... und es tat weh. Aber das mit dem Discounter war wahr.

„Soll ich dir diesen Schwachsinn wirklich glauben Roy Harper? Ich kenne deine Besessenheit von Arrow und ich weiß wie du dich ständig in den Glades geprügelt hast als er weg war. Also... wo willst du gestern gewesen sein?"

„Bei mir und Oliver im Büro!" sagte Felicity vorsichtig.

Felicity hatte fast das ganze Gespräch mitgehört. Roy tat ihr irgendwie leid. Also begann sie sich eine Geschichte für ihn auszudenken.

„Was machen Sie den hier?" fragte Thea verwundert.

„Ich bin die Assistentin Ihres Bruders! Also darf ich ja in den Club seiner Schwester kommen um... deren Freund zu danken... das er uns gestern Abend zur Hand gegangen ist."

War ja die Wahrheit!" sagte Felicity auf dem Sofa.

„Oh... also... okay." Thea nahm vorsichtig die Zeitung weg und warf sie in einen Mülleimer hinter dem Tresen. „Wobei... hat er den geholfen?"

Roy und Felicity sahen sich gegenseitig an und dachten kurz nach.

„Beim Aufräumen!" sagten beide gleichzeitig.

„Aufräumen?"

„Ja... Im Büro herrschte so ein Chaos nachdem Olivers Geschäftspartnerin bei einem... Nörgelanfall ein Regal umgeworfen hat... und die ganzen Akten in Olivers Büro verstreut lagen..." sagte Felicity mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Thea glaubte die Geschichte nicht.

„Ja genau... unser Gespräch hatte nichts mit dir zu tun!" sagte Roy.

„Hä...?" Thea war nun verwirrt. „Wieso mit mir? Führst du irgendetwas im Schilde?"

„Naja... ich... okay! Okay... die Wahrheit ist... das ich, mit Oliver zusammen war und mit ihm einen kleinen Pakt eingegangen bin..."

„Ein Pakt? Was für ein Pakt!?" fragte Thea.

„Eine Art... Zusammenarbeits-Pakt!" sagte Roy vorsichtig.

„Du hasst Oliver um einen Job gebeten?" fragte Thea. Roy zögerte und es herrschte für ein paar sekunden Stille. „Sag das doch gleich!"

Thea lächelte. Roy war erleichtert und Felicity nickte einfach nur freundlich.

„Weisst du Thea... in den letzten Wochen... nachdem diese Sache mit mir passiert ist... hatte ich das Gefühl das es zwischen uns... naja... wie soll ich sagen..."

„Roy... spar dir das. Es ist okay. Ich finde es toll das du dir einen Job suchst. Und dann auch noch bei meinem Bruder... hey... damit wirst du offiziell zu Familieneigentum!" Thea musste lachen.

Roy lachte kurz mit bevor er das Gesicht verzog. Felicity sah das es ein guter Augenblick war und ging zu den beiden rüber.

„Ist es okay wenn ich Ihren Freund kurz entführe um mit ihm etwas geschäftliches zu besprechen? Geht ganz schnell. Roy... kommst du mal!"

Felicity zog Roy kurz von Thea weg damit sie reden konnten.

„Roy... könntest du nachher kurz runterkommen. Ich hätte da einen kleinen Auftrag für dich." sagte Felicity und ging weg.

Nachdem Felicity weg war ging Roy zurück zu Thea und sie redeten kurz weiter.

„Thea... ich weiß ich war in der letzten Zeit nicht immer ehrlich zu dir. Ich wünschte ich könnte das wieder gut machen."

„Roy, ich weiß nicht wieso... aber du bist wohl einfach so wie du bist..." sie nahm ihn an der Hand und kam ihm näher. „Aber ich glaub, das ist der Grund weshalb ich so auf dich stehe."

Sie küssten sich fast 5 Minuten lang. Erst als das Telefon klingelte und Thea mit ihrer Mutter telefonierte erinnerte sich Roy das Felicity mit ihm reden wollte. Er ging durch die Hintertür nach draußen wo Felicity auf ihn wartete. Sie starrte besorgt auf ihr Handy.

„Felicity... Sie wollten was von mir?"

„Ja. Ja genau! Roy setz dich!" Felicity klang besorgt und unruhig. „Roy, als Oliver dir gesagt hat das es 'zu viele' gibt die sein Geheimnis kennen... hat er auch jemanden gemeint der uns mal geholfen hat. Damals als du das Serum gespritzt bekommen hasst das dir deine Kräfte gegeben hat, hat ein Tatortermittler aus Central City uns geholfen. Barry Allen. Er kennt unser Geheimnis auch. Jedenfalls, kurz nachdem er half dich zu finden ist er zurück nach Central City gefahren und wurde dort... wie soll ich sagen... vom Blitz getroffen!"

„Hä... Was soll das heissen?"

„Der Teilchenbeschleuniger!"

„Oh... ich hab davon gehört. Da ist einiges zerbrochen!" sagte Roy.

„Jedenfalls, wurde er von einem dieser Blitze getroffen die entstanden sind. Seitdem liegt er im Koma." Felicity senkte den Kopf. „Ich war danach ein paar Wochen bei ihm. Nachdem ich zurückfuhr... rief ich regelmäßig im Krankenhaus an um mich nach seinem Zustand zu erkundigen. Jetzt bin ich angerufen worden, und..." Felicity hielt inne.

„Und was?"

„Und... sie sagten ich hätte gestern meine Sonnenbrille bei Barry im Zimmer gelassen."

„Und?"

„Und? Und? Roy ich war doch gestern hier! Die Schwester kennt mich! Ich kann doch nicht hier und in Central City gleichzeitig sein." sagte Felicity.

„Oh! Jetzt kapier ich."

„Roy tust du mir einen Gefallen. Könntest du für mich nach Central City fahren und ein paar Dinge für mich herausfinden."

„Central City? Ich soll nach Central City fahren kurz nachdem ich teil des Teams geworden bin."

„Betrachte es als Mission. Barry ist quasi auch ein Teil des Teams. Und du musst es so sehen, Oliver würde dich nie nach nur einem Tag auf deine erste eigene kleine Mission schicken. Und... ich kann dir die Firmen-Kreditkarte und ein Business-Class-Ticket zur Verfügung stellen..." Felicity hatte dabei ein breites Grinsen im Gesicht.

„Warum sollte ich diesen Auftrag annehmen?" fragte Roy.

„Wenn du mir hilfst... sorge ich dafür das du deinen eigenen Bogen, dein eigenes Kostüm und dein eigenes Motorrad kriegst." sagte Felicity.

„Einverstanden!"

Felicity!" sagte Oliver entsetzt.

Ich wusste mir nicht besser zu helfen." antwortete diese.

Also bist du nach Central City geflogen?" fragte Sara.

Eigentlich wollten wir nur wissen wieso du..." fing Diggle an doch Roy unterbrach ihn.

Ja... dazu komm ich noch!"