Nur damit ihr es wisst, ich weiß nun das ihr mich weggeschickt habt damit ich keine Gefahr darstelle und mich abrege... aber nachdem was im Krankenhaus gehört habe, habe ich mich wie ein richtiges Teammitglied gefühlt.

Roy fuhr mit dem Taxi zu Barrys Wohnung. Felicity hatte ihm alle Adressen sorgfältig aufgeschrieben und ihm den Schlüssel zu dessen Wohnung mitgegeben. Roy betrat die Wohnung und warf sich auf die Couch. Ganz nett hatte er es hier, dachte sich Roy als er sich auf die Couch setzte und umsah.

Barrys Loftwohnung war geräumig und hübsch. Draußen hatte man Ausblick auf eine breite Hauptstraße und in der Ferne konnte man einen Teil der Skyline sehen. Roy lehnte sich zurück und ließ die letzen Stunden Revue passieren. Er musst wieder an Olivers Worte denken und an Thea und das er wohl gefährlich für sie ist. Roy nahm die Fernbedienung und beschloss sich etwas mit fernsehen abzulenken.

Der erste Sender war ein Nachrichtenprogramm: „...der Mann der verdächtigt wird seine Freundin und eine weitere Frau in Krankenhaus geprügelt zu haben wurde heute dem Haftrichter vorgeführt..." Roy ertrug das nicht und wechselte den Kanal. Das nächste sah aus wie eine Telenovela „... wie konntest du mich nur so anlügen? Ich dachte du liebst mich! Und dann dies! Du dreckiges..." Roy ertrug auch das nicht, weil es ihn an Thea denken ließ und wechselte zu einem Schwarzweißfilm „...so also das ist unser Mann. Wie lange schon habe ich nach ihm gesucht? Wie lange schon habe ich so sein wollen wie er? Und nun... diese Enttäuschung..."

„Awww... muss das Fernsehen mich heute unbedingt an alle meine Probleme erinnern." sagte Roy genervt bevor er erneut den Sender wechselte und dabei wütend die Fernbedienung zerdrückte

„...sehen Sie nun unsere Dokumentation: Städtebau im Sozialismus..." sagte eine Frauenstimme.

„Hmm... wenigstens hat Sozialistischer Städtebau nichts mit Thea zu tun." sagte Roy zufrieden.

Das Programm war langweilig, doch wenigstens half es Roy bereits nach 10 Minuten einzuschlafen.

Roy träumte in dieser Nacht...

Roy lief durch den Club. Thea stand hinter der Thenke und füllte Wasser von einem Glas in das andere und wieder zurück... immer wieder und wieder.

„Thea?" fragte Roy. als er redete gab es ein Echo. „Was machst du da?"

Lichter tanzten überall. Es war als würde Musik spielen, nur ohne Musik und bei gähnender leere.

„Wie konntest du mich nur so anlügen? Ich dachte du liebst mich! Und dann dies!" sagte sie mit einer Stimmlage die so hoch war als würde sie eine Arie singen. Dann sah Roy das Thea in einem Rollstuhl saß.

„Oh mein Gott! Was ist mit dir passiert?"

„Du konntest dich doch nicht mehr beherrschen und hast mit deinen Mirakuru-Kräften mir geschadet." sang Thea. „Oliver hat ja gesagt was er mit dir macht wenn deine Kräfte außer Kontrolle geraten."

Als Thea das sagte hob sie einen riesigen Spiegel von der Theke und Roy konnte sich selbst sehen. Voller Blut und mit einem Pfeil im rechten Auge...

Roy schrie laut auf als er schweißgebadet aufwachte. Vor Schreck hielt er sich das Gesicht und merkte das seine beiden Augen noch da waren und das es nur ein Albtraum war. Dann erinnerte er sich das er immer noch in Central City war.

Ich habe in diesem Moment völlig verstanden warum ich gefährlich war, denn ich hatte beim Aufwachen mit der Faust den Couchtisch zerschlagen.

Nachdem Roy den Couchtisch aufgeräumt und sich geduscht hatte zog er sich frische Sachen an und verließ die Wohnung. Er würde irgendwo Frühstücken und sich dann beruhigen. Während er in Gedanken war hörte er jemanden ihn rufen.

„Hey Sie! Wer sind Sie denn?" Roy drehte sich vor Schreck um und sah eine Frau mit langen roten Haaren im grauen Hosenanzug im Gang stehen. „Was machen Sie hier?"

Sie war sichtlich wütend. Aber warum?

„Ich... bin ein Freund von Miss Smoak!"

„Miss Smoak? Ach, ja... Felicity Smoak. Mr Allens Geliebte aus Starling City..."

Ihre Worte, nicht meine. (Felicity lief rot an.)

„Genau! Ich bin ein Freund von den beiden und wollte nur nachsehen ob alles in Ordnung ist." log Roy und lächelte unschuldig. „Und sie sind?"

„Ich bin die Vermieterin! Würden Sie Miss Smoak ausrichten das ich nicht weiß ob jemand in Mr. Allens Wohnung war während der letzten Woche!"

„Wieso wollte sie das wissen?" fragte Roy verwirrt.

„Weil sie gerade bei mir war und wissen wollte ob sonst noch jemand hier war. Sie sind doch wohl zusammen hier... sie wartet unten..."

„WAS?!" schrie Roy und rannte das Treppenhaus runter.

Die Vermieterin war verwirrt als sie sah wie eilig Roy die Treppe hinunterrannte und anschließend durch die Eingangstür verschwand. Auf der Straße sah sich Roy um. Die Leute gingen vorbei als wäre nichts und Roy sah sich jeden genau an. Keine Spur von einer falschen Felicity.

Roy war etwas enttäuscht. Und wütend. Zornig lief er die Straße entlang und versuchte sich zu beruhigen. Sein Gesicht versteckte er unter seiner roten Kapuze. Er brauchte Stunden um sich zu beruhigen. Auf einer Parkbank nahe einer Kirche setzte er sich hin und hielt sich beide Hände aufs Gesicht während er tief durchatmete. Er sah auf die Kirchenuhr. Es war bereits zwei Uhr nachmittags. Roy hatte es geschafft bis 10 Uhr durchzuschlafen. Nachdem er die Nacht zuvor mit Oliver durchgemacht hatte und völlig fertig war war es wohl kein Wunder das er 13 Stunden schlafen konnte. Jetzt war es früher Nachmittag. Es war ruhig. Bis jemand hinter ihm Stand...

„So was... die Welt ist aber klein!" sagte ein junger Mann. Roy drehte sich um und sah den Pfleger der ihn gestern aus Barrys Zimmer geschickt hatte. „Sie waren doch gestern im Central General bei Mr. Allen?"

„Ja... ja... sie waren ja auch da!"

„Ich arbeite ja auch da!"

„Das ist ja eine Sache."

„Ja! Ja... da sind wir uns ja einig!" sagte der Mann lächelnd.

„Ach entschuldigen Sie... mir gehen nur ziemlich viele Dinge durch den Kopf." sagte Roy und senkte den Kopf wieder. „Seit ich hier bin hab ich das Gefühl das Barry Allen und seine Geliebte mich verarschen wollen."

„Geliebte? Ach so, sie meinen Miss Smoak aus Starling City! Kennen Sie sie?"

„Ja, sie hat mich geschickt um nach Mister Schlafmütze zu sehen." Roy schüttelte den Kopf. „Ich kenne diesen Barry nicht mal und habe schon jetzt genug von ihm und von dem was er mit sich bringt!"

„Hmm... wenn ich ihn sehe weis ich wie viel Glück ich hatte. Oder was auch immer ihn erwartet?"

„Was meinen Sie damit?" fragte Roy verwundert. „Wer sind Sie überhaupt?"

„Oh Entschuldigung! Ray Palmer!" stellte sich Ray vor und setzte sich neben Roy auf die Bank. „Ray reicht!"

„Roy Harper!" sagte Roy und gab ihm die Hand. „Roy reicht!"

„Klingt irgendwie lustig... Ray und Roy sitzen auf einer Bank..." sagte Ray und musste schmunzeln. „Ach ja, was ich erzählen wollte... das mit dem wie viel Glück ich hatte... Damals als im Stadteil Westminster dieser Teilchenbeschleuniger der STAR Labs explodierte sind ja diese komischen Kugelblitze über der Stadt niedergegangen. Mister Allen wurde direkt getroffen... mich hätte es beinahe erwischt!" sagte er schwermütig.

„Was? Wieso das den?"

Ray atmete tief durch und musste sich zusammennehmen. „Als das Gewitter aufzog... und ein Blitz in das Gebäude in dem der Teilchenbeschleuniger stand einschlug, stand ich ein paar Meilen weit weg im Garten des Hauses der Eltern meiner Freundin. Plötzlich hörte ich so ein tiefes unheimliches Surren in der Luft... als ich nach oben sah..."

Er fing an zu stottern und zu schwitzen. Roy sah ihm an das es ihm schwerfiel darüber zu reden: „Schon okay... was ist passiert?"

„Als ich nach oben sah... sah ich eins dieser Dinger auf mich zukommen. Ich wollte wegrennen. Es schlug gut zwei Meter hinter mir in den Boden ein. Ich spüre immer noch diese furchtbare Hitze. Dieses furchtbare Kribbeln am ganzen Körper das ich auch Tage danach noch hatte... Ich war nur zwei Minuten bewusstlos. Als ich aufwachte, war ein riesiges Loch im Garten, das Haus hatte kein Dach mehr und meine Freundin weinte die ganze Zeit weil sie dachte ich wäre tot. Ich hatte keinen Puls mehr, ich schien tot zu sein. Und jedes mal wenn ich Mr. Allen da liegen sehe muss ich daran denken das ich da jetzt liegen könnte. Auch wenn..."

„Auch wenn was?"

„Auch wenn, das... was dieser Blitz... aus mir gemacht hat... und vielleicht auch mit Mister Allen, vielleicht Schicksal war..."

„Was war den Schicksal?" fragte Roy verwundert.

„Hmm... Wenn ich dir das erzähle, würdest du mir eh kein Wort glauben. Ich glaub es im Moment sowieso auch noch nicht." sagte Ray bevor die Kirchenuhr anfing zu läuten. „Oh... Mist schon so spät. Ich komme zu spät zur Arbeit. Vielen Dank für das Gespräch, das tat wirklich gut! Wenn sie heute wieder zu Mr. Allen wollen kommen sie einfach auf mich zu."

Die beiden jungen Männer verabschiedeten sich. Roy blieb auf der Parkbank sitzen und dachte nach.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht was er meinte. Doch auch er sollte bald schmerzhaft erfahren wie gefährlich die Sache sein sollte. (Seine Zuhörer wurden hellhörig.)

Ray beeilte sich um rechtzeitig zum Schichtwechsel ins Krankenhaus zu kommen. Wie immer würde er die Seitentür an der Südseite benutzen und seine Arbeit aufnehmen. Während er sein Handy heraus kramte um es auszuschalten hörte er plötzlich etwas. Ray schreckte auf und drehte sich um... nichts zu sehen. Als er sich wieder umdrehte um weiter zu gehen merkte er nicht das sich hinter ihm ein Stück Wellblech wie von Geisterhand vom Boden erhob. Als Ray sich erneut umdrehte, bekam er nur noch mit wie das schwere Metallteil ihm auf den Kopf schlug...