Also, entschuldigt für den Ausbruch...
Aber als ich das von der fehlenden Leiche gehört habe wusste ich das dieser Tag doch interessanter wird als ich annahm.
Roy lief durch die Straßen und dachte nach. Warum sollte jemand Ray töten und anschließend die Leiche stehlen? Was war der Grund? Roy lief über die Straße und blickte nach oben. Auf einem Hausdach stand eine große Plakatwand. Das Plakat war mit Schimpfwörtern vollgeschmiert, doch Roy sah das es eine Werbung für die S.T.A.R. Labs war.
„STAR LABS! Das ist es!"
Ray hatte ja von der Explosion erzählt.
Roy kramte das Handy raus und rief Felicity an. Diese saß an ihrem Schreibtisch bei Queen Consolidated und blickte geschockt auf ihren Computer. Nachdem Moira als Bürgermeisterin kandidiert hat beging Felicity einige Nachforschungen. Doch was sie über Moira und Thea herausgefunden hatte war mehr als schockierend. Als ihr Handy klingelte schreckte sie auf und stieß ihren Kaffee um. Während die Tasse auf den Boden fiel und zersprang lief der Rest Kaffee über ein paar frisch gedruckte Dokumente. Wütend über sich selbst warf sie ein paar Taschentücher über die nassen Papiere während sie nach ihrem Handy suchte.
„Ja!" sagte sie dünnhäutig ins Mikro.
„Felicity, ich bin es! Sie müssen mir kurz helfen! Hier gehen einige seltsame Dinge vor!" erklärte Roy.
„Roy, das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt im Moment. Kann ich dich zurückrufen?" fragte Felicity während sie das Chaos beseitigte.
„Aber es ist..."
„Roy... ich kann nicht alles für jedermann herausfinden. Versuchs mal mit Google! Ich kann jetzt nicht. Bis dann!"
Felicity legte auf. Roy war verwirrt. Für welchen Kuckuck hat sie ihn hierher geschickt wenn sie jetzt nicht einmal zuhören wollte? Roy war kurz davor das Handy zu zerdrücken bevor er über Felicitys Worte nachdachte und es selbst im Internet versuchen könnte. Roy setzte sich auf eine Bank und öffnete den Browser. Das Smartphone hatte eine gute Verbindung. Zunächst suchte er nach den S.T.A.R. Labs. Was er fand war alles andere als positiv: Berichte über Schadensersatz und Schmerzensgeldklagen, Berichte über das Versagen von zuständigen Behörden, Berichte über die Explosion die nicht nur im Labor selbst einen Milliardenschaden angerichtet hatte... Roy fand zufällig ein Foto von einem Krater hinter einem stark beschädigten Haus mit Ray der davor stand. Auf dem Foto konnte Roy sehen das Ray nicht untertrieben hatte. Das Haus hatte wirklich kein Dach mehr...
„Okay... er wurde 'fast' vom Blitz getroffen... und hat erzählt das es sein Leben verändert hat... sein Leben..." Roy dachte nach und sah wieder auf die S.T.A.R. Labs Reklame. „Vielleicht... vielleicht..."
Vielleicht sollte ich nochmal versuchen anzurufen, dachte ich. Aber ich fand es besser selbst nachzuforschen.
Roy eilte wieder ins Krankenhaus...
„Miss... ich brauche die Adresse von Ray Palmer. Es ist wichtig!" sagte er zu der Dame am Empfang.
„Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf ich ihnen keine Adressen von Mitarbeitern nennen. Schon gar nicht wenn sie gerade ermordet wurden." sagte die Dame am Empfang wütend. „Ich muss sie jetzt bitten zu gehen!"
Nachdem die Frau mit dem Finger auf die Tür zeigte verließ Roy wieder die Lobby.
„Das wär ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein!" sagte Roy wütend und ging zur Tür.
In diesem Moment lief auf der Straße eine junge Frau am Eingang vorbei. Sie trug einen Karton mit sich auf den jemand mit einem Filzstift ' ' gekritzelt hatte. Als Roy das sah musste er die Frau ansprechen...
„Entschuldigen Sie... sind das die Sachen von Ray Palmer?"
Die Frau drehte sich erschrocken um. Roy sah das die traurig war und offenbar stark geweint hatte. Ihr Make-Up war verlaufen und ihre Frisur durcheinander. Die Frau nickte unruhig.
„Wer sind sie?"
„Ich kannte ihn!" antwortete Roy kurz. „Könnten Sie mir sagen ob Ray, nach der Explosion... anders war?"
Die Frau stellte den Karton auf einem Briefkasten ab, verschränkte ihre Arme und sah Roy fragend an: „Sind sie ein Cop oder so was?"
„Ich bin... oder so was!" Roy musste beinahe über sich selbst lachen. „Ich habe Ray heute im Park getroffen und er hat mir von dem Abend erzählt als dieser Teilchenbeschleuniger explodierte."
„Oh..." sie senkte den Kopf und fing wieder an zu weinen. „Es war furchtbar. Er war im Garten hinter dem Haus meiner Eltern. Nach der Explosion fand ich ihn bewusstlos hinter den Büschen. Er hatte keinen Puls mehr, ich dachte er wäre tot. Aber er war unverletzt! In den Wochen danach... veränderte er sich aber..."
„Wie?"
„Er... wurde verschlossener. Er sagte die Explosion hätte aus ihm etwas gemacht das... nicht zu erklären wäre... er wollte es mir nicht sagen was. Aber er schloss sich häufig in seiner Wohnung ein und machte so eigenartige... Experimente... Ich weiß selbst nicht was!" während sie sprach kämpfte sie mit den Tränen. „Er war ein... völlig anderer... Eigenartig war das er sich sehr für einen seiner Patienten interessiert hat... so ein Typ der direkt getroffen wurde und der jetzt im Koma liegt."
„Ich weiß Sie kennen mich nicht, aber ich muss in Rays Wohnung und nach etwas suchen. Können Sie mich dort hin bringen?" fragte Roy.
„Hat er ihnen erzählt was mit ihm los war?" fragte sie.
„Nein... aber ich kann es mir vorstellen..." sagte Roy.
Die Frau sprach nicht während sie mit dem Bus einige Stationen in einen Vorort fuhren. Roy blieb auch ruhig. Nach einer guten halben Stunde standen sie im Treppenhaus eines Apartmentgebäudes und die Frau öffnete mit zittrigen Händen die Tür. Während sie die Tür öffnete weinte sie umso mehr. Beide traten ein. Roy fiel nichts ungewöhnliches auf.
„In dem Zimmer hat er sich ständig eingeschlossen!" sagte sie und wies auf eine Tür. „Der Raum steht leer... wollte er eigentlich untervermieten."
Roy ging zu der Tür. Sie war abgeschlossen. Und sogar gesichert. Während die Frau einige wichtige Dokumente zusammensuchte griff sich Roy sein Taschenmesser und versuchte das Türschloss zu knacken. Jahrelange Erfahrung half... nach ein paar Sekunden war das erste Schloss offen. Nach ein paar weiteren Sekunden auch das zweite. Dann ließ sich die Tür öffnen. Die Frau wurde aufmerksam als sich die Tür öffnete und lief zu Roy damit sie beide in den Raum eintreten konnten.
Die Fenster waren mit schwarzen Müllsäcken abgeklebt. Auf dem Holzfußboden lagen überall kleine Gegenstände und Spielzeug verstreut. Der Anblick war eigenartig. In einer Ecke stand ein Camcorder auf einem Stativ. Die Frau lief zu dem Camcorder und schaltete ihn ein. Sie wollte einfach nur Antworten. Gleichzeitig sah sich Roy das Spielzeug auf dem Boden und auf dem Tisch, dem einzigen anderen Möbelstück in dem Raum an. Während Roy nachdachte sah sich die Frau den Camcorder an und startete das jüngste Video... kurz darauf musste sie schreien...
Roy der sich gerade den Fallschirm einer Actionfigur unter dem Tisch ansehen wollte schreckte auf, stand auf und stieß dabei den Tisch um. Die Frau war blass angelaufen und starte schockiert auf das Display. Roy lief zu ihr und sie startete das Video erneut...
Glaubt mir, jetzt ergab alles einen Sinn. Jetzt wusste ich wieso S.T.A.R. Labs in noch größerer Bedrängnis war als jetzt schon.
„Und wieso?" fragte Sara.
„Ja, wieso?" fragte Oliver und musste anfangen zu schmunzeln. „Haben die aus den Menschen irgendwelche Mutanten gemacht?"
Na ja... (Seine Zuhörer auf der Couch starten ihn ungläubig und mit großen Augen an.)
