Als die beiden Sicherheitsleute durch die Tür traten und die Kinder sahen waren sie zunächst überrascht. Die Kinder sahen die beiden Männer lächelnd an und grinsten Unschuldig.
„Hallo Kinder!" sagte einer der Männer freundlich. „Habt ihr einen jungen Mann gesehen, etwa so groß, mit einem roten Kapuzenpulli?"
Die drei Kinder schüttelten ihre Köpfe und die Männer verließen den Raum wieder.
Kinder sind so leicht zu beeinflussen... wenn man weiß wie...
Roy kam aus seinem Versteck unter einem Haufen Stofftiere hervor und drückte jedem der Kinder einen Geldschein in die Hand.
„Das bleibt unser kleines Geheimnis okay!" sagte Roy.
„So ein Geheimnis ist doch bestimmt mehr wert?" sagte eines der Mädchen.
Übelgelaunt gab Roy den Mädchen je einen weiteren Geldschein. Für den jungen hatte er keinen mehr übrig. Als dieser ihn schlecht gelaunt ansah versuchte Roy sich irgendwie zu helfen... bis er das Bild sah das der junge gerade gemalt hatte bevor er reinkam.
„Hey... ist das Arrow?"
„Ja!" antwortete der Junge lächelnd. „Er ist mein Held!"
„Ich komme aus Starling City und hab ihn schon getroffen. Du gibst mir das Geld wieder und ich sorge dafür das Arrow das Bild da bekommt!" sagte Roy und der Junge ging darauf ein.
„Okay!" sagte er und gab Roy das Geld und das Bild das Roy in seine Hosentasche steckte.
„Ohhh... ist das süß!" sagte Oliver als er das Bild entgegen nahm, doch als er es auseinander faltete änderte sich seine Laune. „Oh mein Gott, ich sehe ja aus wie ein Sumoringer!"
Roy drehte sich ein letztes mal um und bedankte sich bei den Kindern bevor er den Raum verließ. Vorsichtig lief er durch den Korridor und sich umsah. Am anderen Ende des Ganges betraten mehrere Menschen einen Raum. Einige der Leute hatten Verbände um und einer saß im Rollstuhl. Roy merkte das er richtig war und schloss sich vorsichtig der Gruppe an und ging mit ihnen in ein Konferenzzimmer...
Es ist falsch ich weiß. Ich habe den Leuten in der Gruppe was vorgemacht ich gebe es zu, doch ich hatte meine Gründe.
„...und als ich die Augen aufmachte lag ich in den Armen meiner Freundin und hörte sie weinen. Sie dachte ich wäre tot..." erzählte Roy den anderen Menschen im Raum die in einem Stuhlkreis saßen und sich gegenseitig ihre Geschichte erzählten. Er hatte einfach Rays Geschichte übernommen und leicht abgeändert. „Seither kann ich nicht mehr schlafen, nicht mehr essen und bekomme schon Panikattacken wenn ich Gewitter im Fernsehen sehe."
Roy machte ein trauriges Gesicht. Die anderen Leute im Raum hatten Mitleid. Nach Roy fing eine Frau an zu erzählen die an dem Abend schwere Verbrennungen an Armen und im Gesicht erlitten hatte. Danach ein Mann dessen Wohnung an dem Abend explodierte und ihn unter den Trümmern begrub wobei er einen Wirbelsäulenbruch erlitt und seither im Rollstuhl saß... Roy war von den Geschichten sehr mitgenommen. Wieder musste er an den Mann denken den er fast totgeprügelt hatte und von dem er gehört hatte das dieser auch sein Leben lang unter den Spätfolgen zu leiden hat. Auch wenn dessen Schuld von der Polizei mittlerweile bestätigt wurde und er ins Gefängnis musste... Roy nahm es mit.
„Da zeigt ja jemand Gefühle!" sagte Sara lächelnd.
Ein Mann im Anzug saß mittig im Raum und hörte genau zu. Eine Frau, wahrscheinlich dessen Assistentin tippte jedes Wort das gesagt wurde in eine Akkordschreibmaschine. Der Mann erhob sich und nahm einen dicken Stapel Papier vom Tisch.
„Meine Damen und Herren,... als Leiter der Marketing Abteilung bin ich zutiefst bestürzt über Ihre Schicksale." sagte Emerald Vogler während er die Papiere verteilte. „Seien Sie sich sicher das wir alles in unserer Macht stehende tun werden um die Sache schnell und unbürokratisch zu regeln."
„Das will ich auch hoffen!" sagte ein Mann wütend und hob eine kleine braune Papiertüte vom Boden. „Einer Ihrer selbst kreierten Blitze ist in meinen Feldern eingeschlagen. Sehen sie sich das an... sie haben mein Obst ruiniert."
Der Mann zog einen Apfel aus der Tüte der relativ frisch aussah. Vogler ging auf den Mann zu und nahm den Apfel an: „Ich weiß nicht was Sie haben? Der sieht doch gut aus!"
Vogler nahm einen bissen von dem Apfel und lief sofort blass an. Angewidert spuckte er den bissen wieder aus und ekelte sich. Der Apfel war von außen zwar schön grün... aber innen faulig und braun. Die Leute im Raum mussten herzlichst lachen als Vogler grün anlief und zum Waschbecken lief um sich den Mund auszuspülen, auch die Assistentin. Auch Roy bekam sich fast nicht ein.
„Ruhe... Ruhe!" brüllte Vogler. „Sie... wollten Sie mich vergiften?"
„NEIN! Meine Äpfel galten als die besten der Region! Bis Ihre blöde Apparatur die Hälfte meiner Bäume abgefackelt hat und den Rest stark beschädigt...!"
Im Raum wurde es immer unruhiger. Die Leute fingen darüber zu streiten wer mehr Schaden genommen hatte. Die Sache drohte zu eskalieren als der Rollstuhlfahrer mit Absicht über die Tüte mit den Äpfeln rollte. Roy versuchte ruhig zu bleiben. Der Anblick der streitenden Leute war konfus. Vogler war hysterisch aus dem Raum gestürmt und rief die Security die gleich zu Dutzenden in den Raum kam und die Leute hinausführte. Roy zog sich die Kapuze über um nicht erkannt zu werden und versuchte nicht aufzufallen. Die Meisten wurden des Raumes verwiesen, nur Roy die Dame mit den Brandwunden und der Rollstuhlfahrer blieben übrig. Vogler hielt sich den Kopf und schickte die Assistentin los um ihn eine Kopfschmerztablette zu holen bevor er zu den drei verbleibenden blickte.
„Okay... das ist nicht ganz das was ich mir von diesem Treffen erwartet hatte. Ich sag nun kurz und knapp... auf Seite 2 finden Sie ein Formular auf dem Sie angeben können welche Langzeitfolgen ihnen widerfahren sind. Diese können Sie meiner Sekretärin abgeben und wir sorgen dafür das sie gerecht entschädigt werden."
Roy blickte auf das Formular. Er hatte keine Ahnung was er schreiben sollte... er war ja gar nicht geschädigt und die Geschichte war geklaut. Während die anderen fast fertig waren stand Roy auf und wollte den Raum verlassen.
„Was ist mit Ihnen? Wollen Sie nichts abgeben?"
Roy drehte sich an und lief rot an: „Ich... Ich... brauch etwas Zeit... ich... schicke es Ihnen per Post." log er und Vogler und die Frau akzeptierten dies.
Roy verließ den Raum und warf den Stapel Papiere in einen Mülleimer der an der Wand befestigt war. Roy war nicht gerade weiter gekommen. Während er den Gang entlang lief kamen jedoch die beiden Sicherheitsleute die ihn verfolgt hatten um die Ecke und standen nun direkt vor ihm. Jetzt war Roy in Schwierigkeiten.
„Sie... bleiben Sie stehen!" rief einer der Männer.
Roy wurde erneut Rot im Gesicht und improvisierte: „Ich... Ihre Sprache... kann nix... verstehen!" sagte Roy mit falschem Akzent und grinste bevor er weitergehen wollte.
„Ihr Französischer Akzent klingt so was von unecht!" sagte der andere.
„HEY, DAS SOLLTE EIN RUSSISCHER WERDEN." brüllte Roy mit seiner richtigen Stimme bevor er die Hand auf den Mund legte und still war.
So dämlich konnte auch nur ich sein.
„Sie kommen jetzt mit uns mit!" sagte der größere Wachmann und beide griffen je einen Arm von Roy.
„Hey, lassen Sie mich los!" sagte Roy wütend und versuchte sich zu befreien.
Ich weiß, ihr habt mir verboten das zu tun. Aber ich hatte keine andere Wahl.
Roy wurde so wütend das er sich losriss und die Männer davon stieß. Beide wurden zu Boden geworfen, rappelten sich aber schnell wieder auf und gingen auf Roy los. Roy schlug auf einen ein sodass dieser ein paar Meter weit weg und durch eine Tür ins Treppenhaus geschleudert wurde wo er eine Treppe hinunter fiel und auf dem nächsten Absatz liegen blieb und sich vor Schmerzen krümmte. Den anderen Wachmann packte Roy nur und warf ihn wie einen Spielball durch den Korridor.
„Was soll der Lärm?" fragte Vogler wütend als er aus dem Raum kam und bevor der Wachmann an ihm vorbeiflog.
Dieser wusste nicht wie ihm geschieht. Er sah nur die Lichter an der Decke entlang sausen bevor er fast am Ende des Ganges auf seinem Hinterteil landete und auf diesem durch eine Tür in die Damentoilette rutschte.
„SCHON WIEDER EINER! RAUS HIER!" brüllte die Frau...
Vogler sah geschockt auf die Tür und drehte sich dann um. Roy stand immer noch da. Die Kapuze über dem Kopf und sah bedrohlich und furchterregend in dieser Haltung aus. Vogler war geschockt. Roy war es ebenfalls und realisierte nicht das ihn jemand sah. Er lief einfach ins Treppenhaus, die Treppe runter, vorbei an dem verletzen Wachmann und rannte raus. Vogler stand immer noch da und war erstaunt.
„Was ist den los?" fragte die Assistentin.
„Jackpot!" sagte Vogler kurz und knapp und bekam ein breites Grinsen im Gesicht. „Das ist besser als ich erwartet hatte!"
Roy währenddessen rannte durch den Seiteneingang aus dem Gebäude, lief zu einem Zaun. Und rannte einfach durch. Der Maschendrahtzaun gab einfach nach und Roy hinterließ ein großes Loch im Zaun. Er rannte einfach. Hinter dem Zaun lag ein Wald, er rannte einfach rein. Er wusste das er aus dieser Richtung gekommen war. Doch das war ihm egal. Das Mirakuru schoss durch seine Adern. Er rannte mindestens 60 als er eine Straße kreuzte auf der zwei Autos eine Notbremsung einlegten um ihn nicht zu treffen. Er hatte sich nicht unter Kontrolle,... er rannte einfach und schlug dabei mit der Faust gegen ein paar Bäume die einfach umknickten...
Vogler saß an seinem Schreibtisch im 5. Stock des Hauptgebäudes. Hinter Ihm war durch die Glaswand das abgesprengte Dach des Gebäudes zu erkennen in dem der Teilchenbeschleuniger stand. Vor Ihm saßen seine Assistentin und der Wachmann aus dem Empfangshäuschen. Vogler sah beide an. Er war zufrieden aber zeitgleich sauer.
„Ich weiß nicht was ich sagen soll! Soll ich froh sein das wir einen Schritt weiter gekommen sind oder wütend weil zwei Mitarbeiter mit Knochenbrüchen auf dem Weg ins Krankenhaus sind wegen einer Ereigniskarte aus einem Monopoly Spiel?" fragte Vogler wütend und hielt die Karte hoch. Der Wachmann war beschämt und wurde unruhig. „Aber, ich rege mich nicht auf! Ich rege mich nicht auf weil wir wie gesagt einen Schritt weiter gekommen sind. Wir müssen diese Person finden. Ich bin mir sicher das Oliver King erfunden ist. Aber diese Karte wird uns schon sagen wer unser Muskelmann ist."
Vogler legte die in einen Scanner und lächelte zufrieden. Das Gerät war eine Eigenentwicklung die eigentlich für die Polizei gedacht war. Doch es half. Sofort sprangen auf dem Bildschirm die unterschiedlichen Fingerabdrücke von beiden Seiten der Karte umher. Ein paar waren von ihm, ein paar vom Wachmann und ein paar von Roy, von dem sofort ein Polizeifoto und eine Akte erschien.
„Scheint als ob unser Ziel schon mal richtig ärger hatte." sagte Vogler. „Hmmm... Starling City!"
„Vielleicht hielt er sich gerade hier auf als der Unfall passierte." sagte die Assistentin.
„Hm... Möglich wär's! Doch das spielt jetzt keine Rolle... mal sehen was wir noch herausfinden... Er ist seit vorgestern in der Stadt. Er kam mit der Mittagsmaschine der InterFly Airways an und das Ticket wurde... von Miss Smoak bezahlt!"
„Die Computertante mit der Hornbrille?!" sagte die Assistentin hämisch. „Was hat die den mit dem zu tun?"
„Wenn sie schon ein Business Class Ticket für ihn bucht... vielleicht hat sie ihn zu Mister Allen geschickt!"
„Soll ich mich der Sache annehmen?" fragte der Wachmann.
„Nein, nicht jetzt! Das erregt viel zu viel Aufmerksamkeit. Das hat zeit... Mister Harper ist nun unser Ziel. Wir müssen ihn finden!" sagte Vogler.
Den beiden Zuhörern lief es eiskalt den Rücken runter. Vogler war nach außen hin ein netter Mensch. In echt jedoch war er eiskalt und skrupellos. Erst nach ein paar Sekunden traute sich der Wachmann etwas zu sagen.
„Ihn zu finden sollte nicht schwer sein!" sagte der Wachmann und stand auf. „Ich zeig es Ihnen?"
Vogler und die Frau standen ebenfalls auf und folgten dem Wachmann in den Gang wo er zu einem Fenster ging und beiden den Wald zeigte durch den Roy bei seiner Flucht lief und in dem deutlich die abgeknickten Bäume zu sehen waren die in einer geraden Linie Richtung Stadt führten.
„Wie Sie sehen... macht er es uns nicht gerade schwer!"
