Roy deine Geschichte klingt immer unglaubwürdiger!" sagte Felicity genervt. „Ich wollte nur wissen wieso du..."

Ist das alles was Sie interessiert? Das erfahren Sie noch früh genug! Also wo war ich... ach ja, also Vogler und seine Komplizen hatten mich gefangen genommen...

Roy war verwirrt. Wie war er hier her gekommen. Dann erinnerte er sich schwach an die Spritze die er in die Hand bekam. Er war immer noch müde.

„Wir hätten Ihnen nicht so eine hohe Dosis verabreichen sollen! Sie haben ganze 19 Stunden geschlafen!" sagte Vogler.

„19 STUNDEN!" brüllte Roy entsetzt.

„Ja, und im Schlaf haben Sie irgendetwas über Achtlinge gemurmelt. Die Frau die das durchmacht tut mir jetzt schon leid. Dann etwas über Japanische Animeserien." sagte die Assistentin desinteressiert.

„Und warum tragen Sie eine Kinderzeichnung von einem grünen Sumoringer mit sich rum?" fragte der Wachmann und zeigte Roy das Bild von Arrow, das ihn der Junge im Kinderhort gemalt hatte.

„Geben Sie das wieder her!" sagte Roy genervt. „Ich habs dem Jungen versprochen!"

Der Wachmann fragte nicht weiter, faltete die Zeichnung wieder zusammen und steckte sie dem gefesselten Roy zurück in die Hosentasche. In diesem Moment versuchte sich Roy loszureißen, doch es gelang ihm nicht sofort.

„Versuchen Sie es gar nicht erst!" sagte Vogler. „Dieser nette kleine Kasten da sendet Alphawellen aus. Diese Unterdrücken die Gene die nach der Explosion mutiert sind!"

Roy war verwirrt. „Was? Was meinen Sie?"

„Also bitte... als ob sie und Ray Palmer die einzigen waren die nach der Explosion des Teilchenbeschleunigers mutiert sind!" sagte Vogler. Roy war nun klar das Vogler dachte das Roy auch einer von denen war. Er wusste nichts über das Mirakuru und dachte wohl das Roy jetzt geschwächt war. „Und wo wir gerade bei Mister Palmer sind... danke für diese interessanten Videos. Tolles Anschauungsmaterial!"

Roy war geschockt als Vogler die Speicherkarte in den Händen hielt.

Versteht ihr jetzt warum ich euch die Videos nicht zeigen kann?

„Warum sind Sie nach Central City gekommen?" fragte Vogler mit ernstem Blick. „Und jetzt sagen Sie nicht um danach weiter nach Frankfurt zu fliegen. Sie haben diesen Flug doch nur gebucht um uns in die Irre zu führen! Es ist wegen Mister Allen, nicht wahr?"

„Was... was hat den Mister Allen damit zu tun?" fragte Roy und stellte sich dumm.

„Sie brauchen sich gar nicht so dumm zu stellen. Ich weiß das Miss Smoak sie geschickt hat!" sagte Vogler. „Hätte ich mir auch denken können, nachdem Sie so viel Mist gebaut haben."

„Ich habe mein Bestes getan!" sagte die Assistentin wütend.

„Sie!?" sagte Roy und drehte sich zu der Assistentin rüber. „Sie sind die falsche Felicity?"

Die Frau lächelte nur. Dann zog sie eine Brille aus ihrer Tasche und eine blonde Perücke. Nachdem Sie beides aufgesetzt hatte lächelte sie und fing an zu sprechen.

„Hi... ich meine... Hallo... Ich bin Felicity Smoak! Ich bin Barry Allens Freundin... ich meine eine Freundin... nicht das Sie mich falsch verstehen." sagte die Assistentin mit verstellter Stimme und genau so zittrig wie Felicity wenn sie nervös und aufgeregt war. „War doch klasse! Wie das Original! Diese Miss Smoak ist so ein Monotoner Charakter... jeder Laie könnte die spielen..."

Monotoner Charakter... Das glaube ich jetzt nicht!" sagte Felicity beleidigt.

Ihre Worte nicht meine!

Ich finde ich bin sehr vielschichtig!" sagte Felicity und verschränkte wütend die Arme.

Im Flugzeug setzte sich Vogler unterdessen aus seinen Platz, wo einige Geräte standen die an etwas Arbeiteten. Roy versuchte nach hinten zu sehen. Sie saßen in einem großen Linienflugzeug. 6 Sitze in jeder Reihe und platz für mindestens 120 Menschen, wahrscheinlich mehr.

„Ihre Fähigkeit ist Gold wert Mister Harper." sagte Vogler zufrieden und hielt ein Reagenzglas mit einer roten Flüssigkeit, wahrscheinlich Roys Blut, nach oben. „Genau das was uns noch gefehlt hat. Und Mister Allens Fähigkeit gebe ich als Beilage dazu. Was immer er entwickelt. Da er im Koma liegt wissen nicht mal wir das."

„Was meinen Sie damit?"

Vogler lächelte hämisch: „Wissen Sie eigentlich wie viele Menschen durch die Blitzschläge mutiert sind? Jeder ist auf eine andere Art mutiert und hat dementsprechend eine andere besondere Fähigkeit erlangt. „Sehen Sie sich unseren Wachmann an... er stand in seiner Kabine als er getroffen wurde und jetzt..."

Als ob es eine Anweisung war wurde der Wachmann sofort unsichtbar und verschwand. Roy war erstaunt. Nach ein paar Sekunden wurde der Wachmann wieder sichtbar. „Ziemlich cool, nicht?"

Roy nickte und drehte sich wieder zu Vogler der an einem Laptop arbeitete und versuchte Roys Blut zu entschlüsseln.

„Wissen Sie, es war nicht geplant das sie mit uns mitkommen. Aber sie haben so tief und fest geschlafen das wir sie noch nicht befragen konnten wo sie waren und wie sie getroffen wurden."

„Aus mir werden Sie nichts herausbekommen!" sagte Roy wütend und drehte seinen Kopf weg. Dabei konnte er durch das Fenster einige hohe schneebedeckte Berge erkennen. „Oh mein Gott... wo sind wir?"

„Wir haben gerade Aufgetankt und sind vor 20 Minuten wieder in Anchorage gestartet."

„Wir sind in Alaska?" sagte Roy geschockt. „Oh Mann... Ich komme zu spät zu Theas komischer Party!"

„Ja! Auf dem Weg zu unserem Verbindungsmann müssen wir ja... oh warten Sie, das Ergebnis kommt!" sagte Vogler und blickte gespannt auf den Bildschirm seines Laptops. Nach ein paar Sekunden jedoch wich die Euphorie: „WAS? PROBE UNDEFINIERBAR! WAS SOLL DAS HEISSEN?"

Vogler schloss wütend den Laptop und kramte die Probe wieder heraus um sie sich genauer anzusehen. Roy beobachtete dies verwirrt und fragte sich was los sei. Vogler sah wie wild einige Papiere durch.

„Was haben Sie vor?" fragte Roy.

Vogler knallte wütend die Papiere auf den offenen Klapptisch neben ihm, stand auf und sah Roy wütend an.

„Sie wollen wissen was wir vor haben? Okay!" sagte Vogler und lief in der Kabine auf und ab. „Vor 2 Monaten, als der Teilchenbeschleuniger explodierte, sank der Aktienkurs der S.T.A.R. Labs um fast 200 Punkte. Der Sachschaden belief sich auf 15 Milliarden Dollar. 10 Milliarden davon allein bei unserem Labor. Was keiner zu diesem Zeitpunkt wusste war das viele Menschen die durch Blitzschläge verletzt wurden auch Zeitgleich durch bestimmte Atmosphärische Verzerrungen die gleichzeitig entstanden sind mir bestimmten Kräften ausgestattet wurden."

„Ja, soweit kann ich Ihnen noch folgen!"

„Und jetzt stellen Sie sich mal vor... wie viel einige Leute bereit wären zu zahlen wenn Sie selbst so was könnten. Oder wie viel Geheimdienste bereit sind zu zahlen wenn ihre Agenten sich, zum Beispiel klein Schrumpfen oder Unsichtbar machen könnten..."

„Sie meinen..." begann Roy, doch ihm stockte der Atem.

„Genau!" sagte Vogler zufrieden und präsentierte Roy einen großen schwarzen Aktenkoffer. Vogler öffnete ihn und präsentierte ihm mehrere, in Schaumstoff gehüllte Reagenzgläser mit verschieden farbigen Flüssigkeiten. „Nachdem ich eine Blutprobe hatte konnte ich die mutierten Gene extrahieren und durch die Zusammensetzung der molekularen Verbindungen..."

„Stop... ich verstehe kein Wort!" unterbrach ihn Roy.

Vogler seufzte: „Ich hab mit dem Blut der Mutanten... Ein Serum hergestellt das die jeweilige Fähigkeit weitergibt. Für einen bestimmten Preis natürlich."

„Sie sind krank!" sagte Roy.

„Nein! Ein schlauer Geschäftsmann. Ich habe damals als Forscher bei S.T.A.R. Labs angefangen. Mit meinem Kollegen Dr. Ivo habe ich..."

ROY, STOP!" brüllte Oliver.

Was ist den?

Hast du Dr. Ivo gesagt?" fragte Oliver aufgeregt.

Ja, wieso? Was ist den?

Ach wir..." begann Oliver und er und Sara sahen sich gegenseitig besorgt an. Roy wusste doch nichts von Dr. Ivo, also wie kommt er auf dessen Namen. „Erzähl weiter!"

Okay, wo war ich?

Mit meinem Kollegen Dr. Ivo habe ich." sagte Sara.

„Mit meinem Kollegen Dr. Ivo habe ich vor zehn Jahren angefangen in diesem Gebiet zu forschen. Vor sechs Jahren machte er sich mit einem Forschungsschiff im Nordchinesischen Meer auf die Suche nach einem versunkenen U-Boot in dem ein Serum gelagert wurde das Mirakuru heißt." erzählte Vogler. Roy lief in diesem Moment ein kalter Schauer über den Rücken. Der Mann wusste über das Mirakuru Bescheid. „Er verschwand jedoch... ich hörte nie wieder etwas von ihm. Das Labor strich mir die Forschungsgelder... ich konnte nicht weiter machen. Als dann der Teilchenbeschleuniger explodierte und sich unser lieber Kollege hier bei mir meldete wusste ich das S.T.A.R. Labs mir damit einen Großteil meiner Arbeit abgenommen hat."

Vogler schloss den Aktenkoffer wieder und lächelte. Nachdem er den Aktenkoffer unter seinem Vordersitz verstaut hatte drehte er sich wieder zu Roy um.

„Sie haben Ray umgebracht!" sagte er.

„Wir wollten ihm ja eigentlich nur Blut abnehmen!" sagte Vogler mit Strenger stimme und sah den Wachmann vorwurfsvoll an.

„Ich wollte ihn nur K.O. schlagen. Ich konnte doch nicht ahnen das er so unglücklich mit dem Kopf auf dem Boden aufschlägt. Es war kein Mord... das kann man als Totschlag bezeichnen!" redete sich der Wachmann raus.

„Und all die anderen! Ich habe in der Polizeistation mitgehört. Es sind mehrere Leichen verschwunden."

„Tya... hinnehmbare Verluste zur Erreichung eines höheren Ziels."

In Roy kochte die Wut hoch: „Welchem Ziel? Einem vollen Bankkonto?"

Vogler lächelte nur und ging nach vorne. Der Wachmann und die Assistentin setzten sich neben Roy und bereiteten eine neue Blutabnahme vor. Roy musste sich was einfallen lassen.

Währenddessen betrat Vogler das Cockpit. Ein einzelner Pilot saß auf dem Copilotensitz und flog die Passagiermaschine allein.

„Wann kommen wir in Ugolnije an?"

„In etwa eineinhalb Stunden!" sagte der Pilot. „Denken Sie nur an mein Honorar! Ich riskiere hier meine Lizenz wenn herauskommt das ich einen A319 allein Fliege. Zu einem Provinzflughafen am Ende der Welt! Ohne Flugsicherung! Es war alles andere als einfach diesen Vogel zu organisieren, ich hoffe Sie wissen das zu schätzen!"

„Tue ich! Und was Ugolnije angeht, ich kann nichts dafür. So ein Treffen muss nun mal am Ende der Welt stattfinden. Und die Region Tschuktschen im Osten Russlands soll gute Luft haben!" sagte Vogler zufrieden.

„Ja... vor allem kalte!" sagte der Pilot unzufrieden.

„Sorgen Sie nur weiter dafür das uns die Flugsicherung nicht findet!" sagte Vogler und sah sich die Berge an. „Wir müssen sicher sein das wir keine Spuren hinterlassen haben!"

„Keine Sorge. Der Transponder ist aus. Und zur Vorsicht habe ich auch die Flugschreiber deaktiviert." sagte der Pilot und sah hinter sich auf eine Tafel in der mehrere Sicherungen fehlten.

In der Passagierkabine, sah die Assistentin zu Roy während sie die Nadel vorbereitete. Roy sah den Wachmann an. Er versuchte auf ihn einzureden.

„Sie könnten mit dieser Fähigkeit so viel gutes tun. Warum arbeiten Sie für so ein arrogantes Schwein wie diesen Typen?" fragte Roy.

„Es bringt mehr Kohle!" sagte der Wachmann trocken.

„Oh, das leuchtet ein!" sagte Roy. „Sagen Sie mal... warum haben Sie mich eigentlich mitgenommen, jetzt mal im ernst?"

„Naja, hätten wir sie in Central City gelassen wären Sie getürmt! Wir hätten Sie töten müssen aber dann wäre uns die Polizei auf die Schliche gekommen." erklärte die Assistentin. „Außerdem benötigen wir zur Entschlüsselung ihres Gencodes frisches Blut. Sie sind gelähmt, also können sie sich nicht wehren und außerdem können sie sowieso nirgendwo hin. Wir fliegen in einer Höhe von über 12.000 Metern. Sie können nicht fliehen. Aber sie kommen schon noch hier raus. Nach ihrem netten kleinen Ausflug über die Beringstraße!"

Die Assistentin fing an zu lachen. Roy spürte wie das Mirakuru wieder in ihm aufstieg. Die Wut ebenfalls. Die wollen ihn tatsächlich über dem Meer aus dem Flugzeug werfen. Langsam senkte die Assistentin die Nadel um sie Roy in den Arm zu stechen. Sie lachte. Auch der Wachmann fing hämisch an zu grinsen.

Ich wusste, wenn nicht jetzt, dann nie. Ich hatte genug gehört. Der Kasten konnte mir ja nichts anhaben.

Mit lautem Gebrüll riss sich Roy aus seinen Fesseln. Geschockt fiel der Assistentin die Nadel aus der Hand und sie und der Wachmann wichen zurück als Roy die Lehne des Sitzes vor ihm abriss und nach ihnen warf. Beide wurden von den Füßen gerissen als die Lehne sie traf und nach vorne in die vordere Bordküche schleuderte.

„Was soll der Lär...?" begann Vogler als er, durch den Krach aufgeschreckt aus dem Cockpit kam und entsetzt seine Komplizen auf dem Boden und Roy im Gang stehen sah wie er den 'Lähmenden Kasten' in seinen Händen zerdrückte. „AAAGGGGHHHH... WAS GEHT HIER VOR?"

„Habe ich schon erwähnt, das ich kein S.T.A.R. Labs Mutant bin, sondern ein Mirakuru-Mensch!"