Oliver war bestens gelaunt während er Connor das Haus uns sein Zimmer zeigte. Oliver zeigte ihm aber nur den Bereich des Hauses, den er selbst wieder hergerichtet hatte: Das Wohnzimmer, die Küche, ein Badezimmer, ein Zimmer für Connor und sein Zimmer. Alle anderen Räume waren noch immer leer oder noch verwüstet. Slade hatte ganze Arbeit geleistet. Sandra traute sich nicht wirklich ins Haus. Sie wartete im Foyer wo Diggle und Roy die zerstörten Teller, die Leiter und den angesenkten Vorhang aufräumten. Laurel und Felicity leisteten Sandra Gesellschaft.

„Wie geht es Ihnen?" fragte Felicity höflich.

„Danke, gut!" sagte Sandra mit einem besorgten Ton in der Stimme. Das Haus war riesig. Connor war bestimmt sehr beeindruckt.

„Wie... haben Sie Oliver eigentlich... kennengelernt?" fragte Laurel.

Laurel war anzusehen das sie immer noch sauer war. Jetzt stand sie auch noch der Frau gegenüber mit der Oliver sie damals betrog. Beide Frauen sahen sich gegenseitig mit einem furchterregenden Blick an. Felicity lief ein kalter Schauer über den Rücken. Sie konnte die unterkühlte Stimmung deutlich spüren. Traute sich aber auch nicht wegzugehen. Sandra erzählte Laurel grob was an jenem Abend in dem Club und unten in der Garage passierte.

„Ich hoffe nur das die Sache keinen Effekt auf dieses Wochenende hat!" sagte Sandra.

„Die Sache? Oh, Sie meinen die große Sache? Sie wissen Bescheid?" fragte Laurel verwundert.

„Na ja..." begann Felicity. „...sie hat natürlich mitbekommen wie Oliver, die Sache gemacht hat."

„Die Sache wird doch hoffentlich nicht passieren während er hier ist? Oder?"

„Nein... Die Sache ist die, das die Sache momentan kaum etwas zu tun hat!" sagte Felicity. „Die Sache wird also kein Problem sein."

„Das hoffe ich!" sagte Sandra noch bevor Connor wieder ins Foyer kam.

„Boah... Das ist so cool hier! Da ist sogar ein Schwimmbad hinter dem Haus." erzählte Connor aufgeregt. „Und die Badewanne macht Blubberblasen!"

„Oh... ja das ist schön Connor!" sagte Sandra und nahm Connor besorgt in den Arm. „Also... benimm dich während du hier bist. Ich rufe dich an, okay. Und mach bloß keine Schwierigkeiten!"

Connor nickte und umarmte seine Mutter. Ihr viel es schwer Connor allein zu lassen, mit seinem Vater der auch noch ein extrem gefährliches Hobby hatte in einer riesigen alten Villa die drei mal so groß war wie seine Schule. Sie lies sich nur überreden weil Oliver ihr hoch und heilig versprochen hatte das Connor nicht in die Sache hineingezogen wird. Nach dem Zugunglück hatten beide alleine drei Stunden darüber diskutiert. Ihr war jedoch nicht bewusst das Connor bereits mehr involviert war als sie dachte. Oliver begleitete sie zu ihrem Auto das nicht weit vom Eingang stand. Sandra hievte noch eine Tasche aus dem Kofferraum und sah nun Oliver an.

„Kein Süßkram und kein Junk-Food! Er ist um spätestens 9 im Bett! Er darf sich nicht South Park, Die Simpsons oder Cosmo und Wanda ansehen. Und wehe dir er erfährt etwas von der Sache! Du weißt das ich will das er nicht damit leben muss!" sagte Sandra.

Oliver wusste das Sandra nicht wusste das Connor es wusste. Die Ironie lag darin das Connor ebenfalls nicht wusste das seine Mutter es wusste. Die Sache war sehr kompliziert.

„Keine Sorge! Es ist momentan so ruhig in der Stadt das die Leute anfangen zurückzukehren. Es gibt überhaupt keinen Grund einzugreifen. Jeder ist Momentan zu sehr mit Aufräumen beschäftigt. Ich verspreche dir, keine Pfeile, keine Schurken und keine Gefahren. Ein stinknormales Vater-Sohn-Wochenende." erklärte Oliver.

„Ja... das hoffe ich für dich! Ich kann es immer noch nicht glauben... du bist Arrow!" sagte Sandra ungläubig. „Was in drei Teufels Namen ist auf dieser Insel passiert!"

Oliver hielt inne: „Das ist eine viel zu lange Geschichte! Glaub mir, das willst du nicht wissen!"

Sandra erinnerte sich an die Narben die Oliver ihr gezeigt hatte und hatte schon ihre Ideen was Oliver auf der Insel durchmachen musste. Sie wollte gar nicht daran denken. „Tja, die Tatsache das du für Connor aus einem Zug springst um ihn zu retten, zeigt mir das du auf Ihn aufpassen kannst. Ich sollte langsam losfahren! Sonst wird es dunkel bevor ich ankomme!"

„Fahr vorsichtig!" sagte Oliver während Sandra in ihr Auto stieg. Etwas hämisch fragte er: „Wo fährst du denn hin?"

„Tja... Ich habe bei einem Preisausschreiben ein Verwöhn-Wochenende in einem Luxus-Wellness-Resort gewonnen!" erzählte Sandra nun besser gelaunt. „Dein Glück das ich an so vielen Gewinnspielen teilnehme!"

„Dann Wünsche ich dir viel Spaß! Erhole dich gut!" sagte Oliver grinsend während Sandra den Motor anließ und der Toyota sich in Bewegung setzte. Oliver winkte ihr noch nach: „Und mein Glück das ich den Umschlag gesehen hatte als ich damals bei dir war und das Felicity sich in das Resort eingehackt hat um die Reservierung auf dich einzutragen!"

Oliver wusste das es falsch war. Aber so hatte Sandra einen Grund in ihre Richtung zu fahren und Connor bei seinem Vater zu lassen. Fröhlich ging Oliver wieder ins Haus und zeigte Connor sein Zimmer. Connor sah sich aufgeregt um. Das Zimmer war früher eines ihrer Gästezimmer und das größte auf diesem Stockwerk. Es besaß ein eigenes kleines Bad und einen begehbaren Kleiderschrank. Die Möbel hatte Oliver aus dem ganzen Haus zusammengesucht und die herausgepickt die am saubersten waren und nicht von Slades Schergen auseinander genommen wurden. Außerdem achtete er darauf das Connor das Zimmer mit dem besten Ausblick bekommt. Connor warf sich auf das große, frisch bezogene King-Size-Bett und blickte aus einen der großen Panoramafenster.

„Du hasst ja gar keine Nachbarn!?"

„Oh... doch doch! Ich habe Nachbarn!" sagte Oliver und setzte sich neben Connor um mit ihm aus dem Fenster zu sehen.

Um das Grundstück herum war nur Wald und Hügel. Der Nachbar der am nächsten war, war immer noch 6 Kilometer Luftlinie weit weg. Oliver kam es manchmal so vor als ob sie auch auf dem Land und nicht in der Stadt lebten.

„Wo sind deine Nachbarn? Wohnen die im Wald?"

„Oh... nein! Sie wohnen nur... etwas weiter weg. Siehst du die Hecke da hinten? Alles was bis dorthin geht ist mein Garten!" sagte Oliver und wies auf eine weit entfernte Hecke hinter im inzwischen ziemlich verwilderten Garten. Ohne Personal war alles ein bisschen zu viel für ihn. Allein um die paar Zimmer die er noch bewohnte bewohnbar zu halten brauchten er Diggle, Felicity und Roy einen ganzen Tag nur um zu putzen. Er wünschte sich Raisa und der Rest des Personals wären wieder da.

„Wer ist Raisa?" fragte Connor.

„Oh... Raisa ist... war hier bei uns Haushälterin! Sie hat gekocht und sich um das Haus gekümmert! Sie ist von der bösen Rochev, von der ich dir erzählt habe, gefeuert worden und ist zurück nach Moldawien zu ihren Kindern gezogen. Ihre Russische Fischsuppe hättest du mal probieren sollen, die war so gut!"

„Ich mag keinen Fisch!"

„Aber angeln gehst du doch?

„Ja, aber ich werfe sie immer wieder rein, weil die sterben doch an der Luft!"

„Oh... ja das ist süß von dir!"

„Ist dein Geheimversteck auch hier?" fragte Connor aufgeregt. „Du hasst gesagt du zeigst es mir!"

„Ja, aber erst Morgen! Es ist nicht hier. Es ist in der Stadt!" sagte Oliver und half Connor beim Auspacken wobei er Connors Holzbogen fand, den dieser benutzt hatte um seinem Entführe im Zug den Zünder für die Bombe aus der Hand zu schießen. Der Bogen war mittlerweile komplett grün angemalt. „Hast du den angemalt?"

Connor nickte. „Sieht genau so aus wie deiner!"

„Hmm... Ja! Tut er!"

„Und du wohnst hier ganz allein?"

„Nein! Deine Tante Thea wohnt eigentlich auch hier. Sie ist aber weggefahren als ich damals gegen Deathstroke gekämpft habe und hat den Kontakt mit mir abgebrochen. Ich vermisse sie sehr. Sie würde dich sicher gerne kennenlernen. Sie weiß ja noch nicht das es dich gibt!" sagte Oliver. Nur war er sich nicht sicher ob sich Thea wirklich über eine weitere Überraschung freut. „Aber jetzt genug davon. Komm gehen wir runter. Die anderen wollen dich ja auch noch sehen."

Nachdem Oliver Connors Sachen in der Kommode und im Bad verstaut hatte gingen sie wieder nach unten ins Foyer wo die anderen noch die letzten Überreste von Olivers misslungener Überraschung aufräumten.

„Connor, du erinnerst dich ja noch an Felicity, John und Roy? Und das ist Laurel!"

Alle begrüßten Connor und Laurel musterte den Jungen nun genau. Er hatte Olivers Haare und Augen, den Rest aber von seiner Mutter.

„Und wer bist du?" fragte er sie.

„Oh... ich bin eine alte Freundin deines Vaters!" erklärte Laurel.

„Bist du auch seine Gespielin?" fragte Connor grinsend.

„WAS?" schrie Laurel auf und sah Connor ungläubig an und dann zu Oliver. „Wie kommst du den darauf?"

„Mom hat damals Felicity eine Gespielin genannt! Damals als Daddy und Felicity unsere Küche in Brand gesetzt hatten!" erklärte Connor.

Laurel sah Oliver und Felicity ungläubig an: „Habe ich etwas verpasst?"

Felicity lief peinlich berührt rot an. Oliver und Felicity sahen sich gegenseitig verwirrt an und brachten keinen Ton heraus. Die Stille wurde langsam peinlich.

„Ach, die beiden haben damals einen Fettbrand ausgelöst und Sandra ist durchgedreht!" erzählte Diggle.

Oliver und Felicity waren dankbar das die Stille vorbei war. „Connor hat das damals aufgeschnappt als Sandra uns wegen der beschädigten Küche ausgeschimpft hat. Sie war nicht gut auf uns zu sprechen."

Laurel sah erneut Oliver und Felicity an. In ihren Gedanken versuchte sie es sich vorzustellen. Wäre möglich! Die Regenbogenpresse hatte ja schon Fotos von Ihnen veröffentlicht und es gab Gerüchte.

„Nein, ich bin nur eine Freundin!" sagte Laurel zu Connor um seine Frage zu beantworten.

Erleichtert nahm Oliver Connor an der Hand um in die Küche zu gehen. „Komm Connor, ich mach dir was zu Essen. Du hasst bestimmt Hunger!"

„Darf ich diesmal die Feuerwehr rufen?" fragte Connor aufgeregt.

„Hey, ich..." begann Oliver, hörte aber auf zu sprechen als er den Brandfleck auf dem Teppich und den angesenkten Vorhang sah mit dem sie das Banner gelöscht hatten. „...weißt du was... Vielleicht bestellen wir uns doch lieber eine Pizza!"

Während in der Villa, Oliver über Telefon für alle etwas zu Essen bestellte fuhr Sandra in ihrem Wagen durch die Stadt und verließ diese über eine schmale Landstraße in Richtung Norden. Das Resort in dem sie gebucht war lag etwas außerhalb von Starling City in den Bergen. Sie hoffte etwas Ruhe und Entspannung zu finden. Alle sagten Ihr das sie es nötig hatte und freuten sich für sie. Connor war froh ein paar Tage bei seinem Vater (und Helden) zu verbringen auch wenn Sandra sich wünschte das er nicht so sehr von seinem Reichtum und seinen vielen Sachen verblendet würde. Doch sie vertraute Oliver mittlerweile. Das er Arrow war war zwar ein größerer Schock als sie es zugeben wollte, doch sie wusste das er auf Connor aufpassen konnte.

Sandra fuhr durch die Wälder und lauschte der Musik aus dem Radio. Umso überraschter war sie als sie sah das die Straße vor ihr blockiert war. Blinkende Lichter mehrerer Streifenwagen und Absperrungen erleuchteten die Straße. Sandra stieg auf die Bremse und hielt kurz vor der Absperrung. Ein älterer Volkswagen wendete bereits um zurück zu fahren. Ein Polizist lief zu Sandras Wagen. Diese griff nach der Fensterkurbel und öffnete das Fenster einen Spalt breit um mit dem Mann zu reden.

„Miss... Es tut mir leid. Die Straße ist gesperrt! Wir hatten hier einen Unfall." erklärte er.

„Oh... das ist schlecht! Okay!" antwortete Sandra.

Der Polizist erklärte Sandra kurz wie sie zu einer Nebenstraße kommen konnte um eine Umleitung zu fahren. Sandra setzte den Wagen zurück und wendete. Im Rückspiegel konnte sie sehen das offenbar mehrere Autos beteiligt waren.

An der Unfallstelle lief der Polizist wieder zurück zum Unfallort. Mehrere Menschen hievten die Leichen in einen Leichenwagen. Ein Auto war von mehreren Bäumen förmlich zerquetscht worden. Zwei weitere rasten fast ungebremst in die Unfallstelle.

„Das Mädchen hat es nicht geschafft!" sagte ein Sanitäter. „Wir konnten nichts für sie tun!"

„So eine Schande! Haben Sie jemals so etwas gesehen?" fragte der Polizist.

Die Bäume die auf die Straße gestürzt waren und viele weitere über der Straße auf dem Abhang waren abgestorben und vertrocknet. Als einer nachgab und umstürzte riss er drei weitere mit die auf die Straße und das Auto stürzten. Es sah ungewöhnlich und zeitgleich so unnatürlich aus.

„Wie geht's den Verletzten?"

„Drei sind in kritischem Zustand! Eine hatte viel Glück und ist nur leicht verletzt. Aber wie das bloß passieren konnte. Werden solche abgestorbenen Bäume nicht gefällt bevor sie auf die Straße fallen?"

„Das muss aber ziemlich schnell gegangen sein! Als ich gestern hier vorbeigefahren bin war der ganze Wald noch grün! Und jetzt sieht es hier so aus wie nach einer Dürre im Spätherbst!"

Zeitgleich saßen Oliver, Connor, Felicity, Laurel, Diggle und Roy in der Küche der Villa und genossen ihre Pizzas. Laurel sah wie fröhlich Oliver war das Connor da war. Er war schon lange nicht mehr so locker.

Sein Versuch die Firma zurückzuerlangen war in erster Instanz gescheitert. Doch Oliver gab nicht auf. Er konnte Beweisen das ihm die Firma nur weggenommen wurde um die Mirakuru Armee zu unterstützen. Der Ruf von Isabel war ruiniert. Schließlich wussten nun alle das sie mitverantwortlich für das war was Slade getan hatte. Die Firma litt unter einem massiven Imageschaden. Doch Oliver wollte es wieder aufbauen.

„Morgen, fahren wir in die Stadt... und dann zeig ich dir wo ich arbeite. Und das Geheimversteck haben wir auch fast wieder aufgebaut. Es wird dir gefallen! Es ist unter einer alten Fabrik." sagte Oliver.

„Darf ich zusehen wenn du jemand böses stellst?" fragte Connor.

Oliver ließ vor Schreck sein Stück Pizza fallen. „Ach, weißt du Connor... Ich habe deiner Mutter versprochen das du keine Pfeile zu Gesicht bekommst. Aber ich bin mir sicher wir haben auch so sehr viel Spaß!"

Connor war die Enttäuschung anzusehen. Doch Oliver wollte Wort halten. Connor war viel zu jung und zu klein um so etwas anzusehen. Vor allem war es viel zu Gefährlich für einen siebenjährigen Jungen. Oliver war sich sicher das Connor es bald verstehen würde. Oliver war froh das es gerade so ruhig war. Seit fast drei Wochen war er nicht mehr als Arrow unterwegs. Es gab keinen richtigen Grund dafür.

„Was hältst du davon wenn ich dir den Pool und den Garten noch etwas zeige..." sagte Oliver und wechselte das Thema.

Während in der Villa alle erheitert in den Abend gingen kam in einem Einfamilienhaus auf der anderen Seite der Stadt ein Mann gut gelaunt und pfeifend nach Hause. Gut gelaunt warf er seine Schlüssel auf den Tisch neben dem Eingang, zog die Jacke aus und stellte den Aktenkoffer ab.

„Liebling... Ich bin zu hause! Ich habe tolle Neuigkeiten!" rief er und ging durch das Wohnzimmer.

Erschrocken hielt er inne als er merkte das etwas nicht stimmte. Die Blumen auf dem Esstisch und scheinbar alle anderen Pflanzen waren verdorrt. Tote Fliegen lagen auf dem Boden und es war so unglaublich ruhig.

„Liebling!" rief der Mann erneut als er weiter durchs Haus ging. Etwas stimmte nicht. Das spürte er. „Liebling... HUST HUST... bist du da?... HUST"

Der Mann hustete heftig und es wurde immer schlimmer. Stechende Halsschmerzen stiegen plötzlich hervor. Ein lauter entsetzter Schrei sollte folgen... als der Mann seine Frau in der Küche vorfand. Tot! Mit weit aufgerissenen Augen lag sie steif auf den Fliesen, am anderen Ende des Raumes lag die Katze der Familie auf dem Boden... ebenfalls tot.

„LIEBLING!" brüllte der Mann. „HUST HUST... Was ist mit dir?"

Entsetzt kniete er zu ihr hinab um zu sehen ob sie noch atmete. Doch auch er war nun zu schwach um sich auf den Beinen zu halten und brach zusammen noch bevor er sie erreichte...

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