Oliver setzte sich gegenüber seinem Team und sah auf die Karte. Wild diskutierten Sie was sie tun könnten. Connor hörte von seinem Versteck aus weiterhin heimlich zu...
„Wir sollten die Sache im Auge behalten!" sagte Oliver. „Was ist das für ein Feld hier?"
Oliver wies auf ein freies Feld zwischen dem Industriegebiet und einem weiteren Wohngebiet. Diggle wusste sofort was es war: „Das ist das Valley-Field-Fluggelände. AJ will unbedingt auf die Flugshow dort. Sie beginnt Morgen!"
„Eine Flugshow?" fragte Oliver.
„Ja... Hauptsächlich kleine Maschinen und sogar der Nachbau eines Original Deutschen Transatlantik-Luftschiffs aus den 30er Jahren." erzählte Diggle.
„Na hoffentlich nicht von der Hindenburg! Aber ein Flugzeug... Das würde die gerade Linie erklären." sagte Oliver und stand auf um im Raum auf und ab zu gehen. „Ich habe im Radio gehört das ein Jugendlicher seine Eltern in diesem Haus gefunden hat. Er ist unverletzt, oder?"
Felicity griff sich ihren Tablet: „Ja, keine Spur von Gift oder Ähnlichem. Eine Richtige Aussage finde ich aber nicht. Er hat noch keine gemacht, wegen des Schocks!"
„Dann wird er morgen Vormittag eine machen!" sagte Oliver.
„Warum sollte er mit uns darüber reden?" fragte Roy.
Oliver ging zum Ende des Ganges und griff sich einen Koffer der auf dem Boden stand: „Weil du und Diggle, morgen Vormittag das hier tragen werdet wenn ihr ihn besucht!"
Oliver öffnete den Koffer vor Roy und verwirrte ihn: „Wo hasst du den die her?"
„Kein Kommentar!" sagte Oliver knapp und knallte den Koffer wieder zu. „Felicity, was kannst du zu den Firmen in dem Industriegebiet sagen?"
„Unspektakulär! Das einzige was ist... Diese... Diese Firma hier steht im Verdacht gesundheitsschädliche Körperpflegeprodukte zu vertreiben."
„In wie fern?"
„Berichte über Hautausschläge, abgestorbene Nägel, Haarausfall... An die Seife erinnere ich mich. Ich hab sie einmal benutzt und mir haben danach stundenlang die Finger gejuckt..." erzählte Felicity und vergaß weshalb sie eigentlich da war.
„Felicity, bleib bei der Sache!" sagte Oliver.
„Oh... Tschuldigung! Wie auch immer, das was bis jetzt hier steht könnte zu dem passen was an den Tatorten vorgefunden wurde: Nichts! Die Firma wirbt damit das ihre Produkte besonders 'Antibakteriell' sind." sagte Felicity und wischte wie wild auf dem Display herum. „Die Geschäftsführerin..."
„Was ist mit der?"
„Ihr Ex-Mann hat sie mal angezeigt weil sie angeblich die kranke Tochter eingesperrt hat. Die Tochter leidet unter einer schweren Immunschwäche. Sie muss in einer sterilen Umgebung leben... In so einem 'White-Room... Dingsbums'!"
„Wie ist ihr Name?" fragte Diggle.
„Heather Ferguson!"
„Hey... Den Namen kenne ich!" sagte Roy und alle sahen ihn an. „Die war mal im Fernsehen. Es gibt Leute die glauben das sie panische Angst vor Keimen hat. Die haben sie in so einer Satire-Show so was von in die Pfanne gehauen. Sie soll, als sie davon erfahren hat einen Stuhl durch ein Fenster geworfen haben..."
Roy musste lachen. Die anderen waren sich sicher. Besonders Oliver: „Sieht so aus als ob ihre Angst vor Keimen so groß geworden ist das sie mit Desinfektionsmitteln Menschen vergiftet. Eine jähzornige Keimphobikerin also. Aber noch steht es nicht fest. Muss ja nicht heißen das sie auch unsere Mörderin ist. Felicity, buche doch mal einen Termin bei Ihr. Ich würde sie gerne sehen. Mal sehen wie sie auf eine Einladung von Oliver Queen reagiert..."
In seinem Versteck stieß Connor ein Stoßgebet auf: „Bitte nimm mich mit! Bitte nimm mich mit!..."
„Und was wird aus Connor?" fragte Diggle.
„Tja... Für Ihn habe ich eine ganz besondere Aufgabe!" sagte Oliver.
In stillem jubelte Connor und lief aufgeregt zurück in sein Zimmer um in eben diesem lauthals zu jubeln...
Am nächsten Morgen butterte Oliver einige Toastbrote in der Küche. Etwas zu kochen traute er sich nach der Explosion der Mikrowelle gestern nicht wirklich. Ihm viel auf das Connor ungewöhnlich gut drauf war.
„Na du bist ja heute gut gelaunt?!"
„Ja!" sagte Connor.
„Ich habe heute Vormittag leider einen wichtigen Termin!"
Connor wusste das es ein sehr besonderer Termin war: „Kein Problem! Darf ich mitkommen?"
„Oh... Mitkommen musst du nicht! Der Termin ist hier im Haus. Und ich werde deine Hilfe brauchen."
„JA!" sagte Connor nun ganz aufgeregt und nickte wild mit dem Kopf.
„Und zwar..."
„JA?"
„...musst du oben in deinem Zimmer bleiben und ruhig sein damit sie nicht mitbekommt das du da bist!"
Connor war verwirrt. Es war als würde ihm ein Pflock ins Herz gerammt. „Was?"
„Ich muss der Frau die kommt ein paar Fragen stellen!" sagte Oliver und servierte Connor etwas Brot und Saft. „Sie darf dich nicht sehen, das weißt du ja. Aber Felicity wird dir etwas Gesellschaft leisten!" Als Oliver sich setzte merkte er das Connors gute Laune schlagartig fort war. „Ist alles okay?"
„Ich habe keinen Hunger!" sagte Connor beleidigt.
„Und heute Nachmittag, wenn du willst, kannst du mit Onkel Diggle und seinem Neffen AJ auf die Flugshow gehen. Er ist ungefähr in deinem Alter." sagte Oliver doch Connor reagierte nicht.
Nur rund eine Stunde später saß Connor immer noch schweigend in seinem Zimmer während Oliver ein paar Sachen rein brachte. Er hatte den Fernseher in Connors Zimmer gebracht und ein paar DVDs mit Zeichentrickfilmen. Als Oliver noch ein paar alte Spielsachen ins Zimmer brachte, die er auf dem Dachboden gefunden hatte, sah er Connor an.
„Hör mal... Die Frau kommt gleich. Wenn Sie weg ist dann gehen wir wieder im Garten mit Pfeilen schießen, okay?" sagte Oliver doch Connor schien nicht zu reagieren. „Was ist den los?"
Connor reagierte nicht. Auch nicht als Felicity in den Raum kam und Oliver heraus lotste. „Hallo Connor! Ich muss mal kurz deinen Vater entführen."
Lächelnd zog sie Oliver aus dem Raum. Als Connors eiskalter blick sie traf zuckte sie förmlich zusammen. Nachdem sie die Tür schloss bemerkte sie auch das Oliver ziemlich besorgt war.
„Irgendetwas ist mit ihm. Erst war er so fröhlich und auf einmal ist er so abweisend?" sagte Oliver besorgt. „Ich mache mir sorgen!"
„Connors Stimmungsschwankungen sind nicht unsere einzige Sorge. Wir haben ein Problem!"
„Was den für ein Problem?"
Bevor ich anfange muss ich sagen... Ich habe alles versucht sie abzuwimmeln aber..."
„Felicity! Was ist los?" fragte Oliver streng mit tiefer Stimme.
Felicity zuckte erschrocken zusammen: „Für heute Vormittag hat sich außerdem eine Reporterin des Daily Planet angekündigt die ein Interview mit dir will."
„Eine Reporterin? Oh nein! Konntest du sie nicht abwimmeln?"
„Ich habe es versucht! Aber sie hat mich ausgetrickst! Sie kommt um 11!" gestand Felicity.
Oliver hatte keine Lust sich auch noch mit einer Reporterin zu unterhalten. „Was will sie den?"
„Irgend so ein Bericht über den Fall und den Aufstieg der Queen Familie." sagte Felicity.
„Das hat mir gerade noch gefehlt!"
Während Oliver und Felicity im Haus auf den Besuch warteten, liefen Diggle und Roy den gepflasterten Weg zu einem Haus hinauf.
„Ich frage mich auch woher Oliver die her hat!" sagte Diggle und musterte sich selbst. „Aber mittlerweile wundert mich gar nichts mehr!"
„Hoffentlich sieht mich keiner den ich kenne in dieser Aufmachung. Meine alten Gang-Kumpels würden mich sofort abknallen!" jammerte Roy als er den Knopf für die Türklingel drückte.
„Wie auch immer... Überlas mir das reden. Und mach die Notizen, damit wir echt aussehen!" sagte Diggle bevor die Tür geöffnet wurde. „Guten Tag! Starling City Police Department! Wir möchten Ihnen gerne ein paar Fragen stellen!"
Die Frau musterte die beiden Männer in Polizeiuniform genau. Sie ließ beide rein und so saßen nur wenig später die beiden Fake-Polizisten gegenüber eines labilen 15-jährigen Jungens. Links und Rechts neben ihm auf dem Sofa saßen sein Onkel und seine Tante. Roy und Diggle sahen dem Jungen an das er offenbar schwer unter Schock stand. War auch kein Wunder, schließlich hatte er gerade seine Eltern verloren.
„Randy... Ich weiß es fällt dir schwer, aber du musst uns erzählen was gestern Abend passiert ist!" sagte Diggle.
Der Junge lehnte sich etwas vor, vergrub das Gesicht und wurde wieder deprimierter: „Ich... Ich... war spät dran! Ich... hätte um 10 zuhause sein müssen..."
Der Junge fing an zu stottern und zu schluchzen. Seine Tante nahm in in den Arm. „Sehen Sie nicht das er nicht darüber reden kann?"
„Wir wissen es! Aber wir versuchen herauszufinden was gestern Abend passiert ist! Und dafür brauchen wir deine Hilfe." sagte Diggle.
Langsam fing er sich wieder und lehnte sich vor. „Ich... kam hinten rum... Ich wusste sie würden sauer sein. Sie drohten mir ich solle zeitig zu hause sein... Aber als ich... hinten durch das Gartentor kam sah ich... das etwas nicht in Ordnung war. Es war... alles verwelkt und es war so still. Meine Mom, hat ihre Rosen geliebt. Sie hätte niemals zugelassen das sie so eingehen. Ich sah das das Licht an war. Ich öffnete die Tür und... und..." sofort schossen ihm die Tränen in die Augen. „... Meine Mom lag... auf dem Boden. Mit offenen Augen sie... war... und mein Vater... er lag da und war ganz blau im Gesicht. Er... Sie... Ich... Ich bin weggerannt."
Sofort nahm ihm seine Tante wieder in den Arm. Sein Onkel ergriff das Wort: „Er ist sofort zu uns gerannt und hat uns erzählt was passiert ist! Wir haben sofort die Polizei gerufen."
„Ist dir irgendetwas aufgefallen? Irgendetwas ungewöhnliches? Etwas was nicht sein sollte?" fragte Diggle.
„Ja! Meine Eltern die tot auf dem Boden lagen!" sagte er wütend.
„Hey, Kumpel..." begann Roy und brach die vorgegebene Schweigepflicht. „...Ich weiß dir geht's Scheiße. Doch nur wenn du uns hilfst, können wir dir helfen. Also wenn du uns einfach sagst was war dann wird alles gut."
Randy schien sich langsam zu beruhigen. Roy schien genau den richtigen Ton getroffen zu haben. „Ich war... als... da war nichts... außer..."
„Außer?" fragten Roy und Diggle gleichzeitig.
„Als ich hinten über die Terrasse ging... lag da ein Stück Müll! Meine Mom ist... war so eine Ordnungsfanatikerin. Sie hätte es niemals liegengelassen... obwohl... so wie es hinter dem Haus aussah..." erzählte Randy.
„Was war das für ein Stück Müll?" fragte Diggle.
„Naja... So ein kleines rundes Stück Plastik. Sah ein bisschen aus wie ein,... geplatzter Ballon. Ich habs in die Mülltonne geworfen."
Nachdem Roy und Diggle sich verabschiedet hatten eilten Sie zum Tatort der nur zwei Querstraßen entfernt lag. Das Haus war abgeriegelt. Um die vordere und die hintere Veranda flatterte gelbes Absperrband. Neben der Einfahrt hinter dem Haus, stand unberührt die Mülltone. Roy hob den Deckel wobei beiden sofort ein Schwarm Fliegen um die Ohren sauste. Doch sofort sahen sie den kleinen durchsichtigen Plastikbeutel zwischen einigen Essensresten. Roy wollte es raus holen.
„NICHT! Falls da noch Gift dran ist müssen wir vorsichtig sein!" sagte Diggle und zog sich einen Gummihandschuh über um das Beweisstück anfassen zu können.
In der Villa lies Oliver Connor eine DVD laufen. Dieser schien immer noch sauer zu sein. Doch Oliver konnte nicht daran denken als im gleichen Moment die Türklingel läutete und Oliver nach unten eilte. Dicht gefolgt von Felicity.
„Also wir halten uns an das Drehbuch. Wenn Sie gehen will geht sie. Sie hacken sich solange in ihr Handy oder Ihren Laptop. Je nachdem was sie dabei hat. Okay." sagte Oliver und öffnete die Tür um einer kleinen pummeligen Dame in einem Schwarzen Hosenanzug zu öffnen die die Nase rümpfte als ob etwas stinkendes vor ihrem Gesicht wäre. „Guten Morgen!"
„Guten Morgen!" sagte sie leicht angewidert und sah sich um. „Sie sollten mal aufräumen."
„Hehe... Ja!" sagte Oliver etwas verlegen. „Das sollte ich! Kommen Sie doch herein. Darf ich ihnen etwas anbieten Kaffee, Tee, Wasser? (Oder vielleicht etwas Chlorbleiche?)" dachte Oliver.
„Danke nein!" sagte sie und trat mit einem jungem Mann im Schlepptau ein. „Mein Assistent!"
„Guten Tag!" sagte Oliver und reichte dem Mann die Hand.
„Guten Tag." sagte er bevor er Felicity sah. „Oh... Guten Tag!"
Der Handschlag den sie bekam kam Felicity unglaublich lang und eigenartig vor. Die starke Hand des Mannes umschlang ihre förmlich und schien sie nicht einmal mehr loslassen zu wollen. Felicity lief ein kalter Schauer den Rücken herunter als sie sah wie Machohaft sie der Mann ansah.
„Hi!" sagte er mit tiefer langgezogener Stimme. „Ich bin Brad... Ich war im Football-Team der High-School."
„Felicity!" erwiderte Felicity unsicher. „Ich war im Schach-Club!"
„Kommen Sie doch rein!" sagte Oliver. „Wir sind ja schließlich nicht hier um rumzustehen."
Mit diesen Worten führte er seine Gäste ins Wohnzimmer, während eine Etage weiter oben Connor immer noch enttäuscht in seinem Zimmer hockte und sich den Film ansah. Roy war nach wenigen Minuten so gelangweilt von dem Film den er sowie so schon mindestens 10 mal gesehen hatte das er die DVD stoppte und durch die Kanäle zappte. Das erste war ein Nachrichten Programm...
„...das nach den mysteriösen Todesfällen Gestern, bei denen auch ein ungewöhnliches Pflanzensterben beobachtet wurde, die Polizei mittlerweile ein Verbrechen nicht völlig ausschließt. Und nun zu den weiteren Meldungen. Heute beginnen auf dem Valley-Field-Fluggelände die lang erwarteten fünfzehnten Starling-Flight-Days. Hauptattraktion ist dieses Jahr ein Nachbau eines..."
Connor wechselte den Sender zu einer Talkshow.
„...Unser Thema heute: 'Mein Vater ist niemals für mich da! Warum tust du mir das an?' Unser erster Gast heute ist..."
Erneut wechselte er den Sender. Diesmal zu einer anderen Talkshow.
„...das war eine außergewöhnliche Erfahrung." erzählte eine Frau die in der Namenseinblendung mit 'Präsidentin des Arrow-Fanclubs' vorgestellt wurde. „Diese tiefe Stimme hat etwas unheimliches aber auch zeitgleich ehrfürchtiges. Ich habe mit Menschen geredet die Arrow ihr Leben verdanken und..."
„Ich auch aber ich darf nicht einmal mitkommen!" sagte Connor beleidigt und schaltete den Fernseher aus.
Er sah sich um. Sein Bogen und seine dünnen Holzpfeile lagen auf der Kommode. Dann sah er zur Tür. Da kam ihm die Idee. Die böse Frau war ja gerade unten. Connor sprang vom Bett, griff sich die Sachen und verließ das Zimmer in Richtung Flur...
Bitte um Review!
