Immer noch baff von der Frage hockten Oliver und Felicity gegenüber der Reporterin und des Fotografen. Mit der Frage hatten beide gar nicht gerechnet.
„Ich... wir... Sind nur Freunde!" stotterte Felicity.
„Ja! Ich und Felicity... Miss Smoak,... sind sehr gute Freunde. Wir haben uns gegenseitig unterstützt. Schon seit Jahren." sagte Oliver und sah Felicity dabei an. Sein Blick wurde langsam immer verträumter. „Ohne Sie wäre ich nie so weit gekommen. Ich habe sie zu meiner Assistentin gemacht weil ich ihre gute Arbeit schätze. Ohne Sie könnte ich nicht mal das Telefon in meinem Büro bedienen."
„Ja genau. Sie sollten mal sehen was passiert wenn er eine Mikrowelle bedient!" sagte Felicity lachend und versuchte das Thema zu wechseln. „Übrigens liebe ich Ihren Artikel über die Sonntagsspaziergänge von Lex Luthor..."
„Wir reden aber gerade über Sie beide!" sagte die Reporterin.
„Über uns... gibt es nichts interessantes zu erzählen." sagten beide wieder wie aus einem Mund und sahen sich verwirrt an.
Lois Lane sah die beiden an als wären sie Außerirdische. Während Oliver und Felicity sich gegenseitig verwirrt ansahen lehnte sie sich zu Jimmy und flüsterte ihm etwas ins Ohr: „Das sieht ja ein Blinder, das die aufeinander abfahren!"
„Ich... wir... dauert das Interview noch lange?" fragte Oliver.
„Was sagen Sie zu den Gerüchten die um sie beide kursieren?" fragte Lois.
„Gerüchte?" fragten beide wieder gleichzeitig.
„Nun, ich habe mit einigen ehemaligen Mitarbeitern von Ihnen gesprochen. Es heißt das Sie bereits eine Beziehung hatten bevor Sie Geschäftsführer wurden."
„Das... liegt daran das Oliver... ehm... Mister Queen, mich vor seinem Einstieg in die Firma... bereits bei mehreren Computerproblemen um Hilfe gebeten hat."
„Felicity galt als eine der besten Mitarbeiter in der IT-Abteilung!" sagte Oliver. „Und deshalb habe ich mich immer an sie gewandt."
„Scheinen ja richtig viele Computerprobleme gewesen zu sein,... wenn sie sich beide schon beim Vornamen anreden."
„Ach... So machen das Freunde eben!" sagte Oliver und nahm Felicitys Hand.
Felicity sah auf die Hand und wurde ganz rot im Gesicht.
„Die Liebe zwischen den beiden ist deutlich spürbar." flüsterte Jimmy zu Lois.
„Sind wir fertig?" fragten Oliver und Felicity wieder gleichzeitig wobei sie aufsprangen und auf die Tür wiesen...
Auf dem Flugplatz lief Diggle mit den beiden Jungs immer noch um den riesigen Zeppelin herum um den sich immer mehr Menschen herum drängelten. AJ fragte alle zwei Minuten ob sie mit dem Zeppelin einen Rundflug machen konnten. Auch nachdem Diggle sich nach Karten erkundigt hatte und herausfand das alle Fahrten seit Monaten ausgebucht waren. Ein Rundflug war für den frühen Abend angesetzt. Langsam entfernten sie sich vom Zeppelin. Connor drehte sich um und sah wie die beiden Männer immer noch mit Schläuchen hantierten und etwas in den Zeppelin pumpten.
„Was machen die da?" fragte Connor und Diggle drehte sich um und sah sich das Prozedere an.
„Ach weißt du... In solchen Zeppelinen brauchen die auch Wasser. Oder sie pumpen vielleicht gerade das Helium da rein. Das ist das Gas von dem man so ne Quietschestimme bekommt."
Connor hörte nicht wirklich zu, sondern sah sich die Männer an die nun auch noch zwei Metallfässer in den Laderaum hievten. Connor griff sich die Einwegkamera die er seit Vorgestern mit sich herumschleppte und Fotografierte die Szene.
„Komm, Connor. Gleich versucht ein Pilot auf nem fahrenden Bus zu landen." rief Diggle und Connor ließ ab und ging zu Diggle während sich ein Kleinflugzeug im Anflug befand und auf einen Bus zuhielt.
Connor's Gedanken schweiften allerdings um das Luftschiff in dem die beiden Männer vorsichtig eine der beiden Tonnen öffneten um, geschützt von dicken Handschuhen, einen Sicherheitsstift aus einem Ventil zu ziehen. Einer der Männer wischte noch das Ventil ab bevor er ein Funkgerät aus seiner Tasche zog.
„Operation bereit!"
In der Arrowhöhle drückte Roy zaghaft einige Tasten auf der Tastatur. Die Gebrauchsanleitung die Felicity ihm geschrieben hatte war dick wie ein Katalog. Er überflog die Seiten und kam zum Schluss das er es nicht packte. Der Analysator spuckte bei jedem Versuch das gleiche Ergebnis aus: Keine! Jedes mal wurde nichts festgestellt. Nicht einmal das was man in einem Mülleimer erwarten konnte. Das Ding schien steril zu sein.
Gefrustet gab Roy auf und knallte die Anleitung zu. Wenn er schon mal hier war konnte er ja Felicitys Computer benutzen und weiter nach Thea suchen. Er hatte schon seit Wochen die vielen Sozialen Netzwerke durchstöbert und sogar mit Theas Freunden gesprochen. Keiner hatte etwas von Ihr gehört. Während Roy sich durch das Internet klickte hielt er inne als er ein von einem Freund von Ihm gepostetes Foto das eine Straße zeigte die mit einem ungewöhnlichen weißen Zeug bedekt war.
„Hä... was ist das den?" sagte Roy und zog sein Handy raus. Roy hatte dessen Nummer noch gespeichert und rief ihn an. „Hi! Lang nichts mehr gehört... Ja... Ja genau... Du hör mal, ich habe gerade dieses Foto von dir auf Facebook gesehen. Wo war das den?"
Während Roy durch die Stadt zu der Straße fuhr, die von Polizei und Feuerwehr weiträumig abgesperrt war, versuchten Oliver und Felicity die Presse loszuwerden...
„...aber, unsere Leser wollen wissen ob..." rief Lois bevor Oliver sie und Jimmy durch die offene Eingangstür schubste.
„Da gibt es nichts!" sagte Oliver leicht gereizt. „Schönen Tag noch!" Mit diesen Worten knallte Oliver die Tür zu und stemmte sich mit dem Rücken gegen diese um sie zuzuhalten und um Felicity anzusehen. „Das glaub ich jetzt nicht! Können die über nichts anderes reden?"
„Ich weiß nicht!" sagte Felicity mit einem leicht beleidigten Ton in der Stimme und verschränkte die Arme. „Wir reden ja auch nicht darüber! Also müssen wir auch nicht mit der Presse darüber reden!"
„Hä... was meinst du damit?" fragte Oliver während er erschrocken beriff was sie meinte.
Seit dem Vorfall in dem Zug hatten beide völlig verdrängt was Oliver gesagt hatte. Der ganze Stress vor Gericht, die ewig langen Verhandlungen, das Aufräumen in der Villa und im Versteck, die Sache mit Connor, das Training für Roy und die vielen anderen Vorkommnisse in den letzten paar Wochen... Oliver hatte völlig verdrängt das sie zumindeset über die Sache reden sollten.
„Felicity, ich..." begann Oliver. „Was ich damals in dem Zug gesagt habe... ich..."
Bis jetzt war es ruhig. Doch während Oliver anfing zu reden klingelte plötzlich das Handy in seiner Hosentasche. Oliver drückte den Anruf weg und wandte sich wieder Felicity zu und führte sie ins Wohnzimmer. Auf dem Weg dorthin klingelte wieder sein Handy. Wieder drückte Oliver den Anruf weg. Als sie sich hinsetzten wollte Oliver endlich über seine Gefühle reden...
„Felicity, ich..." begann Oliver doch das Handy klingelte schon wieder. Genervt nahm Oliver den Anruf entgegen. „WAS?"
„Oliver, ich bins!" sagte Roy. „Es ist Schaum! Schaum hat die Leute vergiftet und die Pflanzen getötet."
„Schaum?" fragte Oliver.
„Ja! Seht ihr nicht gerade die Nachrichten?" fragte Roy. „Hier ist der Teufel los!"
Oliver griff sich die Fernbedienung und schaltete den Fernseher an.
„...das dieses schaumige Zeug, sich zwar langsam zurückzieht, aber noch immer unklar ist woher es kommt. Wobei vielen der Gedanke kommt ob es sich nur um einen ziemlich albernen Scherz handelt. Die Tatsache das zwei Menschen mit Hautverätzungen auf dem Weg ins Krankenhaus sind, lässt diesen Gedanken unmöglich werden. Die Feuerwehr arbeitet hart daran dieses Zeug, das offenbar nur auf Haut ätzend wirkt, zu beseitigen..."
Oliver und Felicity sahen auf den Bildschirm und konnten es nicht glauben. Die Straße war tatsächlich von einem Schaum bedeckt. Feuerwehrleute schoben die überreste mit Besen und mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen zusammen.
„Könnt ihr es sehen?" fragte Roy durch das Telefon.
„Ja... dich übrigens auch! Du bist gerade im Fernsehen!" sagte Felicity die Roy im Hintergrund erkennen konnte. „Roy, versuch etwas von dem Zeug einzusammeln. Aber pass auf deine Hände auf. Es soll ätzend sein."
„Das Zeug löst sich auf!" erklärte Roy. „Es fließt in die Kanalisation und verteilt sich. Ein alter Freund von mir hat das im Internet gepostet. Er hat mir erzählt das alle Schlecht atmen konnten... das muss alle Leute getötet haben."
„Wir treffen uns gleich in der Arrowhöhle!" sagte Oliver und er und Felicity standen auf. Beide hatten schon vergessen vorüber sie gerade sprechen wollten.
Connor bekam von Diggle einen Hot-Dog in die Hand gedrückt und zusammen hockten sie nun auf der Tribüne und sahen wie ein 70 Jahre alter Weltkriegsbomber über das Gelände flog. AJ war beeindruckt. Diggle amüsierte sich auch. Nur Connor war immer noch nachdenklich und sah rüber zum Zeppelin. Nachdem er seinen Hot-Dog gegessen hatte stand er auf und sah hinüber.
„Ist was, Connor?" fragte Diggle.
Connor drehte sich um: „Ich... muss aufs Klo!"
„Achso!" sagte Diggle und lehnte sich etwas vor. Neben der Tribüne in Richtung des Zeppelins waren ein paar mobile Baustellen-Toiletten. „Da vorne sind die Toiletten. Aber lauf bloß nicht weg."
Diggle konnte nicht richtig aussprechen, so schnell war Connor schon die Treppe hinunter gelaufen. Connor lief an den Leuten vorbei und um die Toiletten herum. Falls Diggle rübersah wollte er sichergehen das er dachte das er wirklich drin war. Doch Connor lief sofort zurück zum Luftschiff und sah sich um. Die Leute drängelten sich immer noch auf dem Steg der um das Luftschiff herumführte. Connor zwängte sich durch die Massen und lief auf die Rückseite. Etwas abseits standen ein paar LKW's und dahinter die Parkplätze. Ein hoher Holzzaun sperrte hier den Bereich rund um die Laderampe ab. Connor lief umher. Er suchte nach einer Stelle wo er gut hineinsehen konnte und wo keiner Ihn dabei sehen konnte.
Während er umher lief fand er schließlich ein loses Brett im Zaun. Behutsam schob Connor das Brett zur Seite und zwängte sich durch die enge Öffnung in den abgesperrten Bereich. Als er drin war drehte er sich um und schob das Brett vorsichtig zurück damit keinem das Loch auffiel. Connor lief weiter zum Luftschiff. Sofort vielen ihm ein großes weißes Zelt und einige Kisten auf. Eine riesige Rolle mit einem Stahlseil und ein paar leere Paletten waren auch noch da. Sonst war nichts da was auffallen könnte. Da hörte er Schritte...
Eine gute halbe Stunde nachdem sie telefoniert hatten trafen sich Oliver, Felicity und Roy in der Arrowhöhle. Roy lief, mit einer Einkaufstüte die Treppe hinunter und begrüßte beide.
„Es war nicht leicht, aber ich konnte etwas von dem Zeug klauen." sagte Roy und legte die Einkaufstüte auf den Tisch bevor er Oliver seine gerötete Hand zeigte auf der sich die Haut anfing langsam ab zuschälen. „Und wie du siehst muss es das Zeug sein! Wenn es alles was lebt abtötet?"
„Danke, Roy!" sagte Oliver während er Roy eine Tube mit Salbe in die Hand drückte und sich selbst ein paar Gummihandschuhe über die Hände zog. „Dann wollen wir mal sehen..."
Oliver zog den von Roy zugebundenen kleineren Gefrierbeutel aus der Einkaufstüte und sofort waren alle verwirrt. Der Beutel war nicht nur leer... er war auch völlig aufgebläht.
„Was zum..." schrie Roy und sah auf den Beutel. „Da... den habe ich voll gemacht. Er war voller Schaum!"
„Ich glaube ich weiß warum alle Orte so sauber waren. Sie wurden wirklich gereinigt." sagte Oliver. „Und alles löst sich wortwörtlich in Luft auf."
„Leg das Teil mal auf den Tisch. Ich versuche was!" sagte Felicity und Oliver legte den aufgeblähten Beutel auf den Tisch.
Felicity hielt eine Art Nadel in der Hand die über ein Kabel mit ihrem Tablet verbunden war. Behutsam uns sehr vorsichtig stach sie mit der Nadel in den Beutel. Sofort zischte die Luft durch das winzige Loch. Doch der kleine Sensor in der Nadel schien zu funktionieren. Sofort liefen auf dem Tablet einige Analysen. Die anderen hielten sich vorsichtshalber Nase und Mund zu und hielten die Luft an. Nach ein paar Sekunden war es vorbei... und das Ergebnis überraschte alle...
„Nichts?!" sagte Felicity verwirrt. „Aber das kann doch gar nicht sein."
„Wie sollen wir nachweisen was das für ein Zeug ist wenn es sich in Luft auflöst?" sagte Oliver.
„Wer auch immer dieses Zeug entwickelt hat, hat die beste möglichkeit gefunden seine Spuren zu verwischen."
„Der Beutel ist bestimmt steril!" sagte Roy. „Den anderen den wir nach ein paar Stunden aus einer Mülltonne gefischt hatten war auch Steril!"
„Wie kann etwas in einer Mülltonne steril bleiben?" fragte Felicity. „Aber es wäre ein Anhaltspunkt."
„Ja, genau! Roy, du hasst das Zeug aus der Nähe gesehen. Wie sah es aus?" fragte Oliver.
„Wie soll es schon ausgesehen haben. War weiß und hat geblubbert." sagte Roy. „Hat irgendwie wie in ner Waschküche gerochen. Aber es ist bestimmt schon weg. Als ich ging hat die Feuerwehr alles abgespritzt und jetzt ist bestimmt auch alles nur noch Luft."
„Ja... Hm... Hat Lance dem Treffen zugestimmt?"
„Ja! Er hat sich richtig gefreut." erzählte Felicity während sie etwas auf ihrem Computer eintippte. „Aber was willst du Connor erzählen, warum du heute abend 'ohne ihn' auf Einsatz bist?"
Oliver wurde sich bewusst. Er hatte sich vorgenommen, einfach Oliver Queen zu bleiben um für Connor da zu sein. Jetzt würde er ihn anlügen um als Arrow unterwegs zu sein, obwohl Connor obendrein etwas traurig war weil er unbedingt Arrow nochmal sehen wollte.
„Oh... wie mach ich das am besten? Ich muss mir was ausdenken." sagte Oliver und lief auf und ab. „Roy, fahr wieder in die Stadt und hör dich etwas um. Vielleicht hat ja jemand etwas gesehen. Felicity, versuch noch irgendeinen zusammenhang zu finden. Ich rufe Diggle an und frag wies Connor geht!"
Oliver wählte Diggles Handy an und dieser nahm sofort ab. „Ja, Oliver!"
„Dig, ich wollte nur fragen wie es euch geht! Wo ist Connor?"
„Der ist gerade auf die Toilette..."
Was Diggle nicht wusste war das Connor nicht auf dem Klo, sondern im abgesperrten Bereich unter dem Luftschiff hinter einer Kiste kauerte und sich vor den beiden Männern versteckte die gerade die Laderampe schlossen. Die beiden Männer in blauen Overalls entfernten sich nun vom Luftschiff und Connor nutzte die Gelegenheit um aus seinem Versteck zu springen und sich ein anderes zu suchen. Connor sprang hinter eine andere Kiste und konnte hören wie die beiden Männer am Telefon standen und mit jemandem sprachen.
„Ja... Ja Boss! Ja es ist alles vorbereitet! Wirklich? Okay... Sie sind der Boss..."
Vorsichtig lugte Connor hinter seinem Versteck hervor und beobachtete die beiden Männer. Dann schlich er weiter zum Zelt.
Das große Zelt sah aus wie frisch poliert. Während Connor näher schlich liefen die beiden Männer zurück zum Luftschiff. Das war seine Gelegenheit. Connor sprang aus seinem Versteck und sprang durch die Tür des Zelts...
„Wo bleibt er denn?" fragte sich Diggle während er mit AJ noch auf der Tribüne saß.
AJ lenkte ihn jedoch sofort ab: „Wann bekommt Tante Lyla eigentlich ihr Baby?"
Diggle war sofort nicht mehr bei der Sache: „Oh... weißt du... Tante Lyla ist erst im 4. Monat. Sie bekommt Ihr Baby erst nächstes Jahr..."
Zeitgleich sah sich Connor im Zelt um. Es gab einen Tisch mit einer Karte. Mehrere Regale mit Werkzeugen und einen Schreibtisch mit einem Laptop. Auf einem kleineren Tisch stand eine Kaffeemaschine und ein paar Tassen. Hier wurde wohl das Werkzeug für das Luftschiff gelagert. Connor ging zum Tisch mit der Karte. Es war eine Karte der Stadt und der näheren Umgebung. Connor sah sich die Karte an und war geschockt von dem was er auf der Karte sah. Sofort griff er sich die Einwegkamera, die er die ganze Zeit um den Hals trug und Fotografierte die Karte. Das musste er seinem Vater zeigen.
„HEY! IST DA JEMAND?" brüllte eine Männerstimme und Connor sah geschockt auf den Eingang. Er hatte die Tür hinter sich nicht zugemacht und es gab keinen anderen Ausgang. Er saß in der Falle...
Bitte um Review!
