Connor war aufgeregt. Er musste sich verstecken. Er durfte auf gar keinen Fall gesehen werden. Connor suchte sich ein Versteck und fand es auch hinter einem Regal, das vollgestopft mit Werkzeug und kleineren Kanistern war. Connor kauerte sich zusammen und sah wie die beiden Männer ins Zelt kamen.

„Niemand da?!" sagte der etwas ältere. „Aber ich hätte schwören können das ich jemanden gehört habe!"

„Der Boss wird nicht begeistert sein wenn das Raus kommt. Was machen wir hier eigentlich? Ich meine, was bringt das?"

„Geld! Keine Ahnung was das sein soll was sie mit der Stadt vorhat. Sobald ich mein Geld habe fahr ich nach Südamerika." sagte der jüngere und lies sich auf einem Stuhl nieder. „Meinetwegen kann diese Stadt im Ozean versinken. So oft wie die in letzter Zeit zerstört wurde will ich nicht mehr hier leben."

Connor hörte aufmerksam zu.

„Ich bin mir sicher etwas gehört zu haben... So ein klicken. Wie von einer Kamera. Und ich habe ein blitzen gesehen."

Connor klammerte sich an die Kamera die er um den Hals trug und war entsetzt. Er hatte sich selbst verraten. Connor sah sich um und dachte nach. Er musste sofort hier raus. Während er nachdachte passte er jedoch nicht auf und stieß einen Feuerlöscher um der mit einem lautem Peng auf dem Boden aufschlug.

„Was zum Teufel..." fluchten beide Männer gleichzeitig und sprangen auf um zum Regal zu rennen. Panisch griff sich Connor den Feuerlöscher während die beiden Männer das Regal umwarfen und Connor zum Vorschein kam. „WER BIST DU DENN?"

Connor antwortete nicht, sondern sprühte den Männern in die Gesichter. Schreiend und überrumpelt gingen beide zu Boden während Connor immer weiter sprühte. Das Geschrei war Groß und Connor sprühte so viel er konnte auf die Männer und warf anschließend mit dem Feuerlöscher.

„Du kleine Ratte, dich mache ich fertig..." brüllte einer der Männer während er aufstand und sofort über den mit Schaum bedecktem Boden ausrutschte und erneut zu Boden fiel.

„Na warte..." brüllte der andere wobei er beim Aufstehen auf den Feuerlöscher trat und schreiend wieder auf seinen Hintern flog.

Connor rannte zur Tür. Fiel jedoch über einen der Kanister die aus dem Regal gefallen waren, wobei der Deckel des Kanisters absprang und das Motoröl im inneren über den Boden floss. Connor rannte hinaus in dem Moment als die beiden Männer sich aufrichteten und ihm folgten, nur um dies mal auf dem Motoröl auszurutschen und hinzufallen...

Diggle lief mit AJ an der Hand zu den Toiletten. Langsam machte er sich sorgen. Connor sprang durch den kaputten Zaun und rannte zu den Toiletten, wo er auch ankam gerade als Diggle um die Ecke bog und ihn fand.

„Connor, wo warst du so lange?" fragte Diggle.

„Ehm... Auf dem Klo!" sagte Connor unschuldig und wies auf das Dixi-Klo neben ihm.

„Was hasst du da in den Haaren?" fragte Diggle und wischte Connor mit einem Taschentuch etwas Schaum aus dem Feuerlöscher aus den Haaren. „Was ist das?"

„Ehm... Ich habe mich rasiert!" sagte Connor grinsend und nahm Diggle an der Hand. „Ich habe alles gesehen... ich will heim!"

Diggle war etwas überrumpelt. Doch er lies sich von Connor durch die Menge zurück zum Parkplatz ziehen während zwei mit Schaum und Öl vollgeschmierte Männer durch die Menge stapften und die blicke auf sich zogen.

„Mist... Wir haben ihn verloren! Das bleibt aber unter uns."

„Könnte etwas schwer werden!" sagte der andere und wies auf die grinsenden Menschen um sie herum die anfingen Fotos von den beiden in ihrem albernen Zustand zu machen.

In Felicity's Wagen fuhren Oliver und Felicity zurück zur Villa. Oliver wollte noch ein bisschen Zeit mit Connor verbringen bevor er heute Abend Quentin trifft. Das Kostüm und die Ausrüstung lagen in seinem Koffer auf der Rückbank. Er wollte für Connor mal als Arrow herumlaufen. Das würde ihn bestimmt aufmuntern. Doch Oliver beschäftigte nun ein anderer Gedanke. Über Felicity, die schweigend neben ihm saß und den Wagen durch den dichten Verkehr lenkte. Der Wagen kam an einer der vielen Großbaustellen in einen Stau und hielt an. Oliver wollte die Gelegenheit nutzen.

„Felicity!"

„Ja?"

„Wegen dem was damals in dem Zug passiert ist..." begann Oliver doch wurde unterbrochen weil Felicity erschrocken die Kupplung los lies und der Wagen einen heftigen Ruck nach vorne machte als der Motor abwürgte.

„Wie?" fragte Felicity während sie zittrig nach dem Schlüssel griff um den Motor wieder anzulassen.

„Was ich sagen wollte war..." begann Oliver wieder, doch sein Handy klingelte laut.

„Das ist Sandra!" sagte Oliver.

„Sie hat ihren eigenen Klingelton?" fragte Felicity verwirrt und schreckte auf als das Auto hinter ihnen hupte. Der Verkehr floss wieder und Felicity fuhr an.

„Ja! Damit sie nicht denkt ich würde... ach du weißt schon." sagte Oliver. Sie musste denken das alles in Ordnung war. Sie war eh sehr misstrauisch ob es Connor wirklich gut ging. Also hatte Oliver vorsichtshalber alle Nummern aus ihrem Hotel mit einem eigenen Klingelton versehen. „Hallo, Sandra!"

„Oliver! Ich habe heute schon dreimal versucht anzurufen. Ich habe dir zwei Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und auf die Mailbox gesprochen. Was ist den los bei euch?" fragte Sandra, die in einem rosa Bademantel neben einem Münztelefon im Flug des Spas stand. „Ich wollte nur fragen ob alles in Ordnung ist?"

„Es ist alles in Ordnung!" sagte Oliver unschuldig. „Kein Grund zur Sorge!"

Ob das wahr war wusste Oliver nicht. Felicity auch nicht. Auch Sandra war irgendwie skeptisch. Sie hörte es an Olivers Stimme.

„Wirklich? Ich habe so ein komisches Gefühl. Kann ich mal mit Connor reden?" fragte sie.

„Connor ist gerade mit Diggle unterwegs. Ich kann dir gerne seine Nummer geben. Er ist mit Connor zur Flugshow gegangen!"

„Zur Flugshow? Naja... wenigstens hats da keine Pfeile!" murmelte Sandra. „Ich rufe nochmal an. Ich komme morgen Abend und hole Connor ab. Und ich hoffe doch das ihr nichts dummes macht?"

„Natürlich, nicht!" sagte Oliver unschuldig und diktierte Sandra Diggles Nummer um dann aufzulegen. „Aww... Sie kommt Morgen Abend!"

„Wenn du willst... vielleicht sollten wir das Treffen mit Lance heute Abend absagen. Dann hasst du Zeit für Connor!" schlug Felicity vor.

Oliver kam ins Grübeln. Im Grunde hatte sie Recht. Er war hin und her gerissen zwischen Connor und der Tatsache das er herausfinden wollte und musste wer die ganzen Leute vergiftet hatte. Während er grübelte klingelte erneut sein Handy.

„Roy? Was ist, denn?"

„Oliver, hier im Viertel riecht es jetzt überall nach diesem Zeug. Der Gestank ist aus den Gassen verschwunden... aber jetzt kann man hier ziemlich schlecht atmen." keuchte Roy ins Mikrofon und Oliver konnte hören wie er eine Autotür schloss. Offenbar um sich vor dem Geruch in Sicherheit zu bringen. „War zu erwarten... Keiner hat etwas gesehen oder gehört!"

„War wirklich zu erwarten!" sagte Oliver.

„Aber ich habe etwas... etwas was nicht besonders schön ist!" sagte Roy etwas besorgt.

„Was denn...?"

„Naja..." sagte Roy und lehnte sich vor um nach draußen zu drei jungen Männern zu sehen die Tot in der Gasse zwischen zwei Gebäuden lagen. „...drei Tote!"

Oliver war entsetzt und stellte auf Laut damit Felicity mithören konnte wie Roy die Situation schilderte. Drei junge Männer in ihren frühen Zwanzigern lagen Tot in der Gasse in der Nähe eines Gullydeckels. Der Boden um sie herum war heller und schien zu glänzen. Roy hockte im Auto, schloss alle Fenster und machte die Lüftungsschlitze zu. Die Luft um den Gully war erfüllt von einem Geruch der an Waschmittel erinnerte...

„Okay, Roy. Bleib da! Ruf die Polizei und wenn sie kommen, erzähl ihnen das du die Leichen im Vorbeifahren gefunden hättest." sagte Oliver und erläuterte Roy was er sonst noch tun sollte bevor er auflegte. „Ich schätze Lance wird nicht absagen wollen!"

Wie aufs Stichwort klingelte Felicitys Handy. Es war Lance. „Der Typ ist schnell... Hallo! Ja! Oh... wirklich? Ja! Wenn er mich anruft, sag ich es ihm! Nein! Nein, ich sagte doch das er mich kontaktiert und nicht umgekehrt... Okay! Ja! Gut! Auf Wiederhören!"

„Was ist los?" fragte Oliver.

„Lance, hat erzählt das die Leute im Revier anfangen Mundschutz zu tragen! Irgendetwas ist im Gange. Auf einem Feld außerhalb der Stadt sind dutzende Obstbäume eingegangen." erzählte Felicity.

Die Situation schien sich zuzuspitzen. Felicity hielt den Wagen vor der Villa und Oliver ging hinein. Connor war noch nicht zurück. Doch Oliver wünschte sich jetzt nichts mehr als das er bei ihm wäre...

Connor hockte auf der Rückbank von Diggles Wagen und versuchte zu verarbeiten was geschehen war und was er gehört hatte. Er dachte darüber nach es seinem Vater zu sagen, doch der schien ihn ja nicht bei einer Mission dabeihaben zu wollen.

„Ist alles in Ordnung mit dir." fragte Diggle. „Du bist ja auf einmal so blass."

Connor sah auf und auf Diggle der Connor im Rückspiegel beobachtete. Diggle merkte das etwas nicht in Ordnung war. Als AJ noch im Wagen war sprach Connor kaum ein Wort. Als sie ihn abgesetzt hatten war Connor endgültig verstummt.

„Ja!" antwortete Connor und sah wieder nach unten.

„Du warst nicht auf dem Klo? Hab ich recht?"

Connor nickte wehmütig. „Darf ich dich was fragen?"

„Schieß los!"

„Was wäre wenn du etwas weißt was du gar nicht wissen solltest und du willst unbedingt das alle es wissen? Aber der der es wissen soll, will es nicht wissen."

Diggle verstand die Frage nicht wirklich. „Was meinst du damit? Was sollte der nicht wissen der weiß das... ach sag mir einfach wo du warst!"

Connor fühlte sich nicht verstanden. „Ich hab mir die Flugzeuge angeguckt!"

Diggle nahm die Antwort so hin. Vielleicht sprach Connor ja über das Geheimnis von Oliver. So schwiegen Sie wieder während Diggle den Wagen in die Auffahrt einlenkte und sie zur Villa nach oben fuhren.

In der Stadt währenddessen liefen Lance und mehrere Polizisten durch die Gasse zu der Stelle an der Roy die drei Leichen entdeckt hatte. Nachdem er einige Anweisungen verteilt hatte humpelte er mit seinen Krücken zurück zur Straße die weiträumig abgesperrt war. Dort wartete Roy. Immer noch den Geruch von Waschmittel in der Nase.

„Also, damit ich das richtig verstehe... Oliver hat dich, in seinem Auto, durch die Stadt geschickt um einzukaufen? Und als du an der roten Ampel gewartet hast hast du die Leichen gesehen?"

Roy nickte. Es gab viele verschiedene Ausreden und Storys die sie gemeinsam im Team ausgedacht hatten für den Fall das jemand von der Polizei verhört wird oder mit einem Reporter redete. Roys Geschichte war das er für Oliver auf Botengang war. Lance fiel das Auto auf mit dem er da war. Es war der gleiche Kombi in dem er gestern Oliver und Felicity im Park getroffen hatte. Quentin nahm die Sache hin.

„Okay,... Grüßen Sie Miss Smoak von mir! Falls wir noch Fragen haben melden wir uns."

Roy nickte und stieg ins Auto. Bevor er losfuhr, lies er das Fenster runter um mit Lance zu reden. „Das war nicht der erste Vorfall! Ich habe davon gehört. Wissen Sie irgendetwas darüber, was hier vor sich geht?"

Quentin drehte sich um und sah Roy an. „Darüber darf ich nicht mit Ihnen reden!"

„Hmm... Okay... Tut mir leid!" sagte Roy. „Ich fahr dann mal. Oliver und Connor warten schon!"

Roy startete den Motor. In diesem Moment drehte sich Quentin wieder um. „Connor?"

Roy würgte vor Schreck wieder den Motor ab. Er hatte gerade einen riesigen Fehler gemacht. Er hatte gegen eine Regel verstoßen die Oliver viel strenger ahnte als die seiner Geheimidentität. Seinen Sohn!

„Oh... Connor ist... ein Verwandter der gerade zu Besuch ist!" sagte Roy und Quentin nickte lächelnd.

Roy startete den Wagen wieder und fuhr davon wobei er erleichtert aufatmete: „Oh... das war knapp!"

Quentin währenddessen lief zurück zum Tatort wo gerade die Leichen abtransportiert wurden. Quentin sah sich um und war sich sicher! Es hatte etwas mit den Vorfällen zu tun. Quentin sah nach oben auf die Feuerleiter eines Gebäudes. Einige Blumentöpfe standen dort. Und man konnte eindeutig sehen das alle Pflanzen eingegangen waren.

„Das gleiche wie im Park und im Wald. Was tötet Pflanzen und Menschen, lässt sich nicht nachweisen und wirkt schnell?" fragte Quentin die Tatortermittler die verzweifelt nach Spuren suchten. „Wir müssen herausfinden was das war! Wenn noch mehr Menschen einfach tot umfallen wird es eine Panik geben..."

So vergingen die Stunden bis es schließlich Abend wurde. In der Villa wurde wild getuschelt über das was vor sich ging. Doch Oliver wollte erst einmal Connor etwas aufheitern und bereitete eine kleine Show vor.

Connor saß auf dem Sofa. Die anderen Möbel im Wohnzimmer waren zur Seite gerückt. Ein großes Bettlacken war wie ein Vorhang, durch den Raum gespannt. Felicity stand an der einen, Diggle an der anderen Seite. Diggle hantierte dabei mit einem alten Kassettenspieler herum und Felicity hielt ein Mikrofon in der Hand. Eine Lampe ging an und Diggle spielte ein Band mit Trommelwirbel ab während Felicity durch das Mikro sprach.

„Ladies und Gentleman... Heute... Exklusiv... Hier in der Villa Queen in Starling City, USA... Wir präsentieren... ARROW!" moderierte Felicity und zog an dem Laken.

Oliver trat, in voller Arrow-Montur, nach vorne. Connor war wieder fröhlich und applaudierte während Oliver vor ihm herum schlenderte und sich vor seinem Sohn präsentierte. Passend dazu gab es Applaus vom Band.

„Boah... Sieht genau so aus wie im Fernsehen." sagte Connor und stand auf um das Kostüm anzufassen. Oliver ließ ihn und wahr froh das Connor wieder besser gelaunt war.

Oliver war sich sicher das es helfen würde. Connor war nach dem Vorfall vom Vormittag so schlecht drauf und er wusste das es ihn aufmuntern würde. Oliver trat ein paar schritte zurück und schoss blitzschnell mit einem Pfeil auf eine Zielscheibe die parat stand. Connor applaudierte.

„Und nun... die Weltpremiere!" sagte Felicity und wies auf das Laken während wieder Trommelwirbel vom Band kam. „...Der erste Exklusive Auftritt... von... ARSENAL!"

Roy trat durch das Laken. Er trug ein enges, rot-schwarzes Kostüm mit Maske, Kapuze und mit Bogen. Connor war begeistert. Vom Band kam überraschenderweise Gelächter wie in einer Sitcom...

„Oh, Sorry!" sagte Diggle und stoppte das Band. „Falsche Stelle!"

„Und was sagst du! Du bist der erste Mensch der das sieht!" sagte Oliver.

„Boah... Krieg ich auch eins?"

„Ehmm... Wir sprechen darüber wenn du...?"

„Die High-School abgeschlossen hast!" sagte Connor leicht deprimiert und schaute wieder finsterer drein. Er erinnerte sich an ihr Gespräch von neulich Abend. „Aber ich weiß etwas was nicht warten kann bis ich die High-School abgeschlossen habe!"

Oliver sah das Grinsen das Connor drauf hatte. Oliver zog sich die Kapuze und die Maske herunter und sah Connor an. „Was den?"

„Ich weiß wie die Dicke-Böse-Frau die Leute vergiftet hat..."

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