AN:
Wie versprochen, gibts hier noch das vierte Kapitel.

Kapitel 4:

Als Aurora noch etwa hundert Meter von der Höhle entfernt war, sah sie, dass zwei Gestalten vor ihr Standen. Sie konnte den Herzschlag hören, wenn sie sich konzertierte. Mit einem kräftigen Sprung war sie auf einmal in Reichweite der beiden Männer. Sie hatten ihre weiche Landung zwar gehört, aber waren nicht im Ansatz schnell genug, um sich gegen sie zu wehren. Dem ersten, schlug sie ins Gesicht, sie spürte wie seine Knochen unter der Wucht ihres Schlages brachen, den Zweiten Packte sie beider Kehle und hob ihn in die Luft mit einem schnellen Druck ihrer Hand, brach sie ihm das Genick.

Ein Banditen Hort, wenigstens waren sie leichte Beute.

Ohne zu zögern machte sie sich auf den Weg in die Höhle. Sie war überrascht, wie gut sie im Dunkeln sehen konnte. Vor ihr, direkt hinter dem Höhleneingang, brach ein kleiner Wasserfall aus der Wand, das Flussbett, aus dem er gespeist wurde, war der einzige Weg weiter in die Höhle hinein. Ein aus Holzstämmen zusammen gebautes Gerüst bot die Möglichkeit das Flussbett trockenen Fußes zu erreichen. Ein einzelner Mann stand oben auf dem Gerüst und schien wache zu halten. Er hatte sie noch nicht bemerkt. Mit einem leichten Sprung, legte Aurora den Weg bis zu ihm Zurück und landete auf dem Geländer des Gerüstes direkt vor ihm.

Er starrte sie mit angstvollen Augen an. Aurora konnte seine Angst förmlich spüren. Er holte Luft, um nach Hilfe zu rufen, aber bevor ein Ton seine Lippen verlassen konnte, hatte sie ihm die Kehle mit den Zähnen heraus gerissen. Ohne sich weiter beherrschen zu können, ließ sie ihren Instinkten freien Lauf und stürmte weiter in die Höhle hinein. Sie brachte Jeden, der sich ihr zeigte ohne zu zögern um, mit der bloßen Kraft ihrer Hände und Kiefer.

Als Aurora ihre Augen wider öffnete, fand sie sich auf dem Boden liegend vor, um sie herum ein Blutbad. Dutzende von Menschen und einige Elfen lagen tot auf dem Boden. Manchen fehlten Gliedmaßen, andere hatten eine Bisswunde an der Kehle und wieder andere hatten ein gebrochenes Genick. Schaudernd wand sich Aurora ab und erhob sich, sie sah einen kleinen See in der Mitte der Höhlenkammer. Als sie darauf zu ging stach ihr der widerliche Geruch von Molag Bal ins Gesicht, der immer noch von ihrem Körper ausging.

Ohne lange nachzudenken ließ sie sich in das Wasser fallen, angezogen wie sie war. Sie begann damit sich die Haare zu waschen, wie sie es immer getan hatte. Während sie das tat, fiel ihr Blick auf ihr Spiegelbild im Wasser. Sie schreckte zurück und sprang aus dem Wasser, mit dem Rücken an die hintere Wand der Höhle. Ihre einst eisblauen Augen, waren nun rubinrote Augen, in deren Mitte eine längliche Iris saß, die sie an die einer Katze erinnerte. Ihre blonden Haare, warne genau wie ihr Gesicht, von Blut bespritzt und aus ihrem Mund tropfte der letzte Rest, des Blutes der Banditen.

Ungläubig brach sie zusammen. Was hatte er aus ihr gemacht? Warum konnte er sie nicht einfach töten. Molag Bal hatte ihr alles genommen, was sie hatte. Sie konnte nicht nach Weislauf, die Gefährten würden sie jagen und töten, wenn sie auch nur in die Nähe der Stadt kommen würde. Dank ihres Bestien-Blutes konnten sie Vampire schon aus großer Entfernung spüren. Alles was sie hatte war in dieser Stadt, ihre Familie, ihre Freunde. Selbst wenn es ihr möglich wäre, zurück in die Stadt zu gehen, wollte sie nicht, dass man sie so sah. Ohne etwas dagegen tun zu können, lies sie den Tränen freien Lauf, aber inzwischen war es ihr auch egal. Langsam spürte sie wie Schlaf sie überkam.

Hitze, unerträgliche Hitze.

Kälte, Eiseskälte.

Bohrender Schmerz in ihrer Brust.

Plötzlich ein Feuer, dass sich in ihr auszubreiten scheint und alles verbrennt, der Schmerz ist unerträglich.

Sie reist ihre Augen auf und sein Gesicht ist das einzige was sie sieht.

Unerträgliche Furcht mischt sich unter den Schmerz.

Sie hört ihn Lachen, als er sich aus ihrem Sichtfeld zurückzieht.

Aurora riss ihre Augen auf und schaute sich panisch um. Der faule Geruch von Molag Bal stach ihr in der Nase und sie spürte wie ihre Fangzähne langsam wuchsen.

Erst als sie sich wieder beruhigt hatte, spürte sie wie sie sich langsam wieder zurückzogen. Sie fühlte sich so ruhig wie nie, seit ihrer Verwandlung. Sie war in der Lage, klare Gedanken zu fassen und das Erste, was sie machen wollte, war sich endlich zu waschen um nicht öfter als nötig an ihn erinnert zu werden.

Nach dem sie sich ausgiebig in dem kleinen See gewaschen hatte, und ihre Kleidung als kleinen Bonus vom letzten Wolfsgeruch befreit hatte, machte sie sich daran, die Leichen der Banditen zu untersuchen. Da keine Frau unter ihnen gewesen war, musste ihre leichte Lederkleidung genügen, die sie im Moment trug. In einer Truhe, die in der hintersten Ecke der Höhle stand, fand ein kurzes Schwert, die Klinge etwa zwei Fuß lang, das offenbar aus Malachit gefertigt worden war. Die Schneide und das Heft waren kunstvoll aus dem Stein heraus gearbeitet und mit etwas Gold verziert worden. Die schmale Klinge sah scharf aus und hatte einen leichten, aber eleganten Schwung auf beiden Seiten, der der Klinge einen minimalen Bauch gab. Die Scheide der Waffe war das Genau Gegenteil zu ihr. Sie bestand aus schlichtem, schwarzem Leder und passte sich gut in das Erscheinungsbild ihrer Kleidung ein.

Aurora beschloss es an sich zu nehmen. Sie fand außerdem noch einen kleinen Stahldolch, den sie dank einiger Lederbänder an der Scheide an ihrem Oberschenkel befestigen konnte. Bei den Leichen der Banditen fand sie insgesamt etwa hundertfünfzig Septim und machte sich auf den Weg zum Ausgang der Höhle. Ihr Gefühl sagte ihr, dass immer noch Tag war, aber sie wollte es trotzdem überprüfen.

Wie sie vermutet hatte, stand die Sonne immer noch hoch am Himmel. Aurora verspürte keine Lust sich im Tageslicht zu bewegen. Sie hatte die Vermutung, dass sie mehr auffallen würde, wenn sie sich vor der Sonne schützte, als wenn sie sich nachts auf den Weg machte, außerdem gab es ihr die Möglichkeit sich zu überlegen, wohin sie gehen wollte.

AN:
Ich habe eine Frage an euch:
Welche Seite im Bürgerkrieg soll sich Aurora anschließen? Ich habe schon eine Idee wie ich es machen könnte, aber ich würden eure Gedanken dazu interresieren.
Sturmmäntel oder Kaiserliche Armee oder womöglich etwas ganz anders?
Wenn ihr gute, begründete Ideen habt, dann sendet mir einfach ne PM.

Bis Freitag :)