A/N:

Und das zweite für heute.

Kapitel 10:

Aurora fand eine alte Straße, die den Berg hinabführte und, wie sie sehen konnte, vor den Toren von Bruma endete. Der Weg war verfallen, so als wäre er seit langer Zeit nicht mehr begangen worden und das war er wahrscheinlich nicht mehr, seit der Zerstörung des Tempels. Je weiter sie nach unten kam, desto weniger Schnee lag neben dem Weg und die Sicht wurde immer klarer.

Auf halbem Weg zur Stadt konnte sie den Weißgoldturm in der Ferne erkennen. Der mächtige Turm, der in der Mitte der Kaiserstadt stad, hatte den Krieg erstaunlich unbeschadet überstanden. Sie konnte außerdem erkenne, dass was von oben wie eine Ebene ausgesehen hatte in Wirklichkeit ein von Hügeln und kleiner Bergen durchzogenes Land mit viel Wald war.

Als sie schließlich das Nord Tor von Bruma erreichte, sah sie zu ihrer rechten die Überreste des berüchtigten Oblivion-Tors, das die Stadt während der Oblivion Krise bedroht hatte und schließlich vom Helden von Kwatch geschlossen wurde und er somit die Stadt rettete.

Zu ihrer Überraschung stand das Stadttor offen und ein reges Kommen und Gehen war zu sehen. Der Bürgerkrieg in Himmelsrand hatte offenbar hier keine Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Auf der andern Seite, überraschte sie das wenig, nach der Reise die sie hinter sich hatte.

Als sie schließlich durch die Stadttore trat, wurde sie von der diensthabenden Wache freundlich begrüßt. Sie trug eine Uniform der kaiserlichen Armee und wirkte sympathisch.

„Willkommen in Bruma, wenn ihr nach einem Platz zum Schlafen sucht, versucht es in einem der beiden Gasthäuser", sagte sie freundlich.

„Danke", antwortete Aurora mit einem kleinen Lächeln, immer darauf bedacht, nicht ihre Zähne zu zeigen und machte sich auf den Weg in die Stadt.

Die Stad war in mehrere Ebenen unterteilt. Direkt zu ihrer Rechten, erhob sich das Schloss der Stadt, in dem der lokale Fürst residierte. Es befand sich auf der obersten Eben der Stadt. Um es von ihrer jetzigen Position zu erreichen, musste sie noch eine breite Treppe nach oben gehen. Auf der Ebene auf der sie sich jetzt befand, standen große herrschaftliche Häuser, die ganz offenbar dem Adel und den Reichen der Stadt gehörten.

Auf der zweiten Ebene fand sie die lokalen Vertretungen der Gilden. Die Magiergilde, hatte ein eigenes Haus, das ihr auf Grund der arkanen Energie ins Auge fiel, die von ihm ausging.

Das Haus was zu ihrer linken stand war die Gildenhalle der Kämpfergilde, vermutlich ein Äquivalent zu den Gefährten.

Auf der untersten Ebene fanden sich die die gewöhnlichen Wohnhäuser und direkt vor dem Ost Tor endlich eine der beiden Tavernen.

Es war Vormittag und Aurora hatte kein Verlangen danach noch länger als nötig in der Sonne zu verbringen.

Als sie die Taverne betreten hatte, spürte sie sofort die Anwesenheit eines anderen Vampirs. Ihre Fangzähne begangen langsam zu wachen. Sie spürte, wie sie sich instinktiv darauf vorbereitete sich zu verteidigen.

Langsam nahm sie einen Platzt an der Theke ein und schaute sich um. Plötzlich setzte sich ein älterer Mann neben sie. Er war ein Angehöriger des Kaiservolks und sie spürte sofort, dass er ein Vampir war, noch dazu ein sehr Alter.

„Was macht ihr in meinem Territorium", fragte er freundlich, aber bestimmend.

„Ich wollte euch nicht verärgern. Ich bin auf der Flucht aus Himmelsrand", antwortete sie ihm unsicher.

„Ihr wurdet erst kürzlich verwandelt?", fragte er neugierig. Immer hin schien er sie nicht angreifen zu wollen, obwohl er die Stadt als sein Territorium bezeichnete.

„Ja, vor etwas mehr als einer Woche".

„Ihr habt eine unglaubliche Selbstbeherrschung für einen so jungen Vampir. Sagt mir, wer hat euch verwandelt, er muss sehr alt und mächtig gewesen sein?", fragte er immer noch neugierig aber freundlich.

Aurora überlegte ob sie ihm von ihrer Verwandlung erzählen sollte, von dem was Molag Bal mit ihr gemacht hatte, entschied sich dann aber dagegen. Wenn er glaubte sie sei durch einen andern Vampir verwandelt worden, war das für sie in Ordnung.

„Ich wurde von einem Vampir angesteckt, den ich in einer Höhle traf, er griff mich an, aber ich konnte ihn töten", log sie.

„Ein Jammer, ich hätte jemand so mächtigen gerne kennengelernt, ihr seid wirklich erstaunlich. Leider habt ihr deswegen keinen Lehrmeister, der euch beibringen kann, was es bedeutet ein Vampir zu sein".

Sie begann zu überlegen. Hatte er gerade angeboten sie als seine Schülerin aufzunehmen? Das war besser als alles, was sie sich erhofft hatte.

„Da habt ihr wohl Recht, ich weiß fast nichts über das was ich bin", antwortete sie ihm.

„Wenn ihr es wüscht, würde ich euch gerne unterrichten. Ihr sollt lernen, zu was ihr fähig seid", sagt er nach einer Pause mit einem Lächeln auf den Lippen, die seine Fangzähne offenbarten.

„Es wäre mir eine Ehre. Aber wie darf ich euch nennen?", antwortete ihm Aurora mit einem glücklichen Gesichtsausdruck.

„Mein Name ist Marcus", antwortete er ihr und streckte seine Hand aus.

„Aurora", sagte sie und nahm den Handschlag an.

Als sie zu Marcus Haus in Bruma liefen, achtete sie darauf, sich nicht der Sonne auszusetzten um ihm keinen Hinweis auf ihre Besonderheit zu geben. Sie war sich noch nicht sicher, ob sie ihm vertrauen konnte. Marcus trug einen Mantel, unter dem er sich vor der Sonne versteckt hielt.

Geübt bewegte er sich in der Sonne, aber doch behindert durch seinen Mantel. Sie liefen um die große Kirche herum, die in der Mitte der Stadt aufragte und früher einmal Talos geweiht gewesen war, inzwischen aber zur Verehrung aller verbleibenden acht Göttlichen diente.

Sie betraten ein kleines Haus auf der Rückseite der Kirche und sie konnte sehen, wie Marcus seinen Mantel abstreifte und seine Hand nach ihrer Schulter ausstreckte um ihr zu helfen, ihren abzulegen. Mit aller Macht, konzentrierte sie sich darauf nicht vor seiner Bewegung zurückzuschrecken, wie sie es bei Onmund getan hatte. Sie war sich sicher, dass er sich nicht so einfach wie der Nord abwimmeln lassen würde.

„Danke", sagte sie zu ihm und lächelte ihn an.

„Kein Problem, fühlt euch wie zuhause", sagte er, „Im Keller habe ich immer frisches Blut wenn ihr wisst was ich meine. Und in diesem Raum steht ein Gästebett".

Aurora nickte zum Zeichen das sie verstanden hatte.

„Auch ja und tötet niemanden in der Stadt, geht außerhalb der Mauern zum jagen".

A/N:

Und natürllich wie imer sind Reviews gerne gesehen :)