A/N: Okay, in diesem Kapitel wird ordentlich geflucht. Nur so als Vorwarnung.
Im Moment hab ich etwas Schwierigkeiten mit dieser Geschichte. Ich weiß, was passieren soll, weiß aber nicht, wie ich es schreiben soll. Schreibblockade -.- Ich arbeite aber dran, keine Sorge. Das nächste Kapitel hab ich schon angefangen, also ein Anfang ist gemacht, aber ich hab absolut keine Ahnung, wann ich das nächste Mal hochladen kann. Vor allem, weil die Uni so ein bisschen viel wird im Moment… ABER! Ich werde diese Geschichte NICHT aufgeben. Ich bringe sie auf jeden Fall zu Ende!
Ich wollte euch das nur schon mal sicherheitshalber sagen. Nicht, dass es hinterher heißt „Wieso lädst du nicht hoooooooch?" ;D
Ich hoffe, euch gefällt das Kapitel trotzdem :) Diesmal gibt's ordentlich was zu lesen. Ist etwas länger geworden, als ich gedacht hatte.. Okay! Genug mit dem Gelaber! Jetzt geht's zum Zwischenkapitel!
Interlude
„Avada Kedavra!"
Den Tod hatte er sich anders vorgestellt. Er hatte immer geglaubt, dass, wenn er ermordet werden würde, dies mit unsäglichen Schmerzen verbunden wäre. Doch als Voldemorts Fluch ihn in die Brust traf, spürte er keinerlei Schmerzen. Es war eher das Gefühl, das man hatte, wenn man an einem warmen Sommertag vor Erschöpfung in Ohnmacht fiel. Die Stelle, an der der Fluch in traf wurde leicht warm, als sein Körper vom grünes Licht umhüllt wurde. Oder wurde er umhüllt? Er spürte die Wärme an seinem ganzen Körper, als die Dunkelheit ihn verschluckte.
Das nächste, an das er sich erinnern konnte, war die Kälte. Alle Wärme und Energie war aus ihm herausgesogen worden und zurück blieb nichts als eine leere Hülle. Er blinzelte und versuchte, die Kälte zu ignorieren. Er fror, doch er zitterte nicht. Er hatte das Gefühl, dass seine Muskeln kurz davor waren, sich zu kontrahieren um mit dieser Bewegung etwas Wärme in sein kaltes Ich zu schleusen, doch seine Muskeln reagierten nicht. Wenn er genauer darüber nachdachte, spürte er seine Muskeln gar nicht – geschweige denn seinen Körper. Verdutzt blickte er sich um. Er stand am Fuße der Treppe, die zum ersten Stock hinauf führte. Die Haustür lag einige Meter vor ihm auf dem Boden. Laub wehte in den Flur. James blinzelte. Als er sich umdrehte, sah er etwas zu seinen Füßen liegen. Er betrachtete die Gestalt genauer und Adrenalin schoss durch seine Adern. Er blickte sich selbst in die weit aufgerissenen und doch entschlossen aussehenden, starren Augen, die an die Decke über ihm starrten, ohne sie zu sehen. Und dann erinnerte er sich. Lily! Harry! Er blickte auf und sah gerade noch so, wie ein dunkler Umhang um die Ecke verschwand. Er hörte, wie eine Tür aus den Angeln gesprengt wurde, gefolgt von einem entsetzten Schrei. Lily!
Er raste die Treppe hinauf, den Flur entlang zu Harrys Zimmer, dessen Tür in Stücken im Flur verteilt lag. Nein! Oh, Merlin, bitte nicht!
„Tritt zur Seite, Schlammblut!"
„Nicht Harry, bitte nicht Harry! Ich tu alles! Bitte! Hab Gnade!"
„Ich habe dich gewarnt." NEIN!
„Avada Kedavra!" LILY!
James wirbelte um die Ecke und sah, wie der Körper der wunderbarsten Frau zusammensackte und reglos am Boden liegen blieb. Nein! Lily! Oh, bitte, das kann nicht wahr sein! Tränen drohten ihm die Sicht zu nehmen. Seine Augen prickelten und als er sich verzweifelt mit der Hand über die Augen wischte blieb diese vollkommen trocken. Er konnte nicht weinen. Mit einem Schluchzer riss er den Blick von Lily weg, nur um mit der nächsten Katastrophe konfrontiert zu werden.
„Du sollst mein Untergang sein? Dass ich nicht lache!"
Sein Sohn stand in seiner Krippe und starrte mit rotunterlaufenen Augen seine Mutter an. Tränen schossen ihm über seine kleinen geröteten Wangen, als er zu Voldemort aufsah, der ihn mit geringem Interesse und einem Haufen Verachtung musterte.
„Ein Baby soll der Untergang des mächtigsten Zauberers der Welt sein? Das weiß ich zu vermeiden."
Harrys Augen folgten dem Zauberstab, der langsam und bedächtig auf seine Stirn gezielt wurde.
Nein! Wag es ja nicht, du Monster! Nicht meinen Sohn! James sprang vor und warf sich vor Harry, der immer noch mit trotzigem Gesicht dem wohl stärksten schwarzen Zauberer des letzten Jahrhunderts entgegenblickte. Aus dem Augenwinkel sah er, wie sich eine silbrige Gestalt aufrichtete und auf ihn zugestürzt kam.
„Avada Kedavra!"
*~*HP*~*
Das Dröhnen dieses Motors erkannte er überall wieder. Wie sollte er auch nicht, wenn er einen großen Teil seiner Sommerferien damit verbracht hatte, mit seinem besten Freund und Bruder entweder an ihm herumzuschrauben oder ihn dröhnend und ratternd unter seinem Sitz zu spüren, wenn er und Sirius eine Spritztour gemacht hatten. Doch er wusste nicht, ob er erleichtert oder entsetzt sein sollte, als das ihm nur allzu bekannte Motorrad quietschend im Vorgarten zum Stehen kam und er einen entsetzten Schrei hörte.
"NEIN! Nein, bitte!"
James drehte sich zu Lily um. Beide knieten sie auf dem Boden vor dem zertrümmerten Kinderbettchen ihres Sohnes und versuchten verzweifelt, ihn zu beruhigen. Harry saß in den Trümmern seines Betts und rief immer und immer wieder nach seiner Mutter, die zitternd vor ihm saß und verzweifelt versuchte, ihrem Sohn klar zu machen, dass sie noch da war. Doch Harry hatte nur Augen für den reglosen Körper seiner "Mama", die mit dem Gesicht zur Tür schräg neben der kaputten Krippe lag, die starren, smaragdgrünen Augen weit aufgerissen und tränennass. Harrys Stimme wurde panisch, als er merkte, dass seine Rufe unerhört blieben.
"Papa? Papa!" Harry fing an zu schluchzen und versuchte, aus den Holztrümmern seines Betts zu seiner Mutter zu krabbeln. "Mama!"
Oh, Gott, bitte! Lily schluchzte und streckte eine Hand zu ihrem Sohn aus, die jedoch ohne jeglichen Kontakt mit Harrys warmer, weicher Babyhaut durch ihn durch glitt.
James kniff die Augen zusammen. Wie konnte sein Leben und das seiner Familie so plötzlich zu einer reinen Katastrophe werden? Vor einer halben Stunde noch hatten sie lachend im Wohnzimmer gesessen und mit ihrem Sohn gespielt, und jetzt?
Er wirbelte herum, als ein markerschütternder Schrei aus dem Erdgeschoss zu ihnen herauf hallte. "JAMES! Nein! Oh, nein! Bitte! JAMES!"
Sirius, James rannte aus Harrys Zimmer, den Flur entlang und kam schlitternd vor seinem eigenen Körper stehen. Sirius saß zitternd auf dem Boden, seinen toten Körper in den Armen und flehte ihn an, ihm zu antworten, sich zu bewegen.
"James! Bitte, tu mir das nicht an! Bitte!"
Als James sich neben ihn kniete und ihm eine Hand auf die Schulter legte, fing Harry an, laut zu weinen. Lilys verzweifelte Versuche, ihren Sohn zu beruhigen konnte er deutlich hören. Sirius Kopf zuckte in Richtung Treppe, die zu Harrys Kinderzimmer führte. Schniefend legte er James wieder auf den Boden und schloss ihm sanft die Augen. Zitternd erhob er sich und wankte die Treppe hinauf, dicht gefolgt von James' Geist. Harry hatte es geschafft, sich halb aus den Trümmern zu ziehen und seine Mutter an der Hand zu nehmen. Die Kälte ihrer Haut machte ihm Angst.
Sirius wirbelte um die Ecke und brach bei dem Anblick, der sich ihm bot, zusammen. "Lily", unsicher richtete er sich auf und kroch auf Mutter und Sohn zu. Harry blickte mit tränenüberströmten Gesicht zu seinem Patenonkel auf und fing erneut an zu weinen. "Tadse! Mama nein! Wo Papa?"
Sirius wischte sich die Tränen aus den Augen, denen sofort wieder neue folgten. Er musste jetzt stark sein. Er musste für Harry stark sein! Für Wurmschwanz war noch genug Zeit und die Zeit würde er sich nehmen. Nur nicht jetzt. Jetzt brauchte ihn sein Patensohn - der Sohn seines besten Freundes.
"Harry", mit zitternder Hand wischte er zärtlich über die weiche, nasse Wange seines Patensohns und hob ihn sachte hoch, weg von seiner toten Mutter. Harry reckte sich verzweifelt nach Lilys Körper und schrie verzweifelt auf.
"Komm Krönchen. Mami und Papi sind jetzt an einem besseren Ort. Onkel Tatze kümmert sich jetzt um dich, Schatz", er schniefte und drückte Harry fest an sich.
*~*HP*~*
Das kann doch alles nicht wirklich passieren, flüsterte Lily, als sie zusah, wie Hagrid mit Sirius stritt. Sirius klammerte sich fest an Harry, der seinen Kopf an die Schulter seines Patenonkels gelehnt hatte und hicksend seinen Blick abwechselnd auf seinen Onkel und den Halbriesen richtete.
"Tut mir Leid, Sirius. Anweisung von Dumbledore. Muss ihn mitnehmen." Hagrid deutete zu ihrem Sohn und machte einen großen Schritt auf die beiden zu.
Sirius wich zurück und drückte Harry nur noch fester an sich. "Ich bin sein Patenonkel, Hagrid. J-James und Lily wollten, dass ich mich um Harry kümmere, wenn...w-wenn..." Tatze schniefte und holte einmal tief Luft, um seine Fassung zurück zu gewinnen. "Ich kann ihn dir nicht geben, Hagrid. Tut mir Leid, ich kann's einfach nicht."
Hagrid betrachtete den aufgelösten Zauberer mit traurigem Blick. Auch er hatte vor kurzem geweint, den nassen Spuren auf seinen Wangen nach zu urteilen. Betreten schaute er Harry an, der sich wieder in die Umarmung seines Onkels gekuschelt hatte. "Dumbledores Anweisung, Sirius. Muss mich dran halten. Hat gesagt, klein Harry hier muss geschützt werden."
"Wovor geschützt? Voldemort ist tot! Und er hat meine besten Freunde mit sich in den Tod gerissen!"
Hagrid zuckte heftig zusammen. Sirius grinste hämisch. „Vol-de-mort", er sprach jede einzelne Silbe überdeutlich aus und sah zu, wie der Halbriese erneut zusammen zuckte, „ist tot. Harry hat ihn besiegt. Wieso sollte er nicht bei mir bleiben dürfen? Ich kann ihn beschützen! Ich werde ihn beschützen!"
James verfolgte die Diskussion gespannt. Wieso wollte Dumbledore, dass Harry nicht bei Sirius aufwuchs?
Oh, nein! James wandte sich zu Lily um, die ihre Hände vor den Mund geschlagen hatte und ihn entsetzt ansah.
Was ist los?
Dumbledore weiß nicht, dass Sirius nicht unser Geheimniswahrer war! Er glaubt, Sirius hat uns an Voldemort verraten!
James schluckte. Aber… Aber Dumbledore kennt Sirius. Er kennt ihn schon seit neun Jahren! Da wird er doch nicht…
„Tut mir Leid, Sirius. Ich muss ihn zu seinen letzten richtigen Verwandten bringen. Dumbledore wird schon seine Gründe haben."
„Zu den Muggeln?"
James starrte entsetzt in Lilys weit aufgerissene Augen. Nein! Petunia hasst Magie! Sie hasst mich! Dumbledore kann doch nicht ernsthaft glauben, dass Harry bei ihr gut behandelt wird!
„Genau. Dumbledore wartet schon, also…"
Sirius blickte von Hagrid zu seinem kleinen Patensohn hinunter und lächelte ihm traurig zu.
„Harry?" Harry blickte zu ihm auf, die großen smaragdgrünen Augen geweitet. „Es tut mir Leid, Kleiner. Dumbledore bringt dich an einen sicheren Ort, okay? Aber vergiss nicht, dass ich dich lieb habe!" Er drückte ihn fest an sich und vergrub sein Gesicht in Harrys strubbeligen, schwarzen Haaren, die denen seines Vaters so ähnlich waren. „Mama und Papa lieben dich! Vergiss das nie!"
*~*HP*~*
Die Straße war düster. Die Straßenlaternen flackerten und der Himmel um sie herum war schwarz, kein einziger Stern war in dieser Herbstnacht zu sehen. Sirius marschierte mit entschlossenen Schritten über die Pflastersteine, bog um eine Ecke und steuerte auf einen relativ großen Platz zu. Es waren einige Leute unterwegs, die lachend von Pub zu Pub liefen und betrunken grölten.
James und Lily mussten laufen, um mit Sirius Schritt zu halten.
Was hat er vor? Wenn sie noch atmen würde, wäre Lily aus der Puste. Er wird doch nicht…?
Ich hoffe nicht. James erinnerte sich nur zu gut daran, was passierte, wenn Sirius wütend wurde – so wütend, dass er alle Rücksicht in den Wind schlug. Das letzte Mal wäre beinahe jemand dabei umgekommen, selbst, wenn dieser Jemand Severus Snape war. Doch James war sich sicher, obwohl er versuchte, Lily vom Gegenteil zu überzeugen, dass Sirius Mord im Sinn hatte. Mord an demjenigen, von dem Sirius als einziger wusste, dass er an seinem und Lilys Tod verantwortlich war. Peter.
„PETER!" Sirius blieb abrupt im Zentrum des Platzes stehen, seine kalten sturmgrauen Augen auf das andere Ende des Platzes gerichtet. Dort stand ein eher plumper Mann, klein, zitternd und fiebsend vor Angst.
„SIRIUS! Wieso? Wieso hast du Lily und James umgebracht?"
WAS? James starrte Peter fassungslos an. Erst verriet er sie an Voldemort und nun versuchte er auch noch, einem seiner lebenden besten Freunde einen Doppelmord anzuhängen?
Die unwissenden Muggel, die sich auf dem Platz befanden, drehten sich verwirrt zu ihnen um. Eine Gruppe von Jugendlicher, die auf dem Weg zum nächstgelegenen Pub waren, drehte sich zu einander um. Die Mädchen fingen an zu tuscheln, die Jungen stellten sich schützen vor sie.
Sirius qualmte vor Wut, als er seinen Zauberstab zückte und ihn auf seinen ehemaligen Freund richtete. „Dafür wirst du bezahlen, Ratte", flüsterte er und ignorierte das aufgeregte Getuschel der Schaulustigen, die sich um ihn und Peter versammelt hatten. Als er Luft holte, um den Fluch zu sprechen, explodierte der ganze Platz und Teile der Straße hinter der Stelle, wo bis vor kurzem noch Peter gestanden hatte. Sirius war in seiner Haltung erstarrt, den Zauberstab auf den Krater im Boden gerichtet, der große Teile des Stadtzentrums einnahm. Und dann brach das Chaos los. Leute schrien, kreischten, weinten, rannten wild umher und im Zentrum von all dem stand Sirius und lachte.
Ministeriumsangestellte, Auroren und Gedächtniszauberer apparierten auf den zerstörten Platz, umzingelten den lachenden Sirius und richteten ihre Zauberstäbe auf ihn. „Sirius Black, hiermit beschuldigen wir Sie des Mordes an Peter Pettigrew, Lily und James Potter und des versuchten Mordes an Harry Potter und verurteilen Sie zu einem Leben in Azkaban."
Keiner außer Lily, James und Sirius sah eine Ratte in einen Gully des Platzes verschwinden.
*~*HP*~*
Es verging einige Zeit, bis die beiden sich bewegen konnten. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Erst wurde ihr Leben, dann das ihres Sohnes und jetzt auch noch das von Sirius komplett zerstört und alles in nur einer Nacht.
Oh, Gott! Die können ihn doch nicht so einfach ohne Prozess nach Azkaban schicken! Er hat doch gar nichts getan! Er ist unschuldig! Wie können die das nur…
Ich weiß, Lily. James trat vor und drückte sie sanft an sich. Lily schlang ihre Arme um seinen Nacken und fing an, heftig zu schluchzen. Das ist alles nicht fair!
Schhh, ich weiß. Alles wird gut, Liebes. Wirst schon sehen. Alles wird gut. Er war erstaunt, wie sicher sich seine Stimme anhörte. Kein Zittern, kein Flüstern. Obwohl ihm nach Schreien und Toben und Fluchen zumute war, riss er sich zusammen. Das würde jetzt auch nichts bringen. Sie mussten nach Sirius sehen! Und nach Harry! Er konnte es immer noch nicht glauben, dass Dumbledore seinen Sohn zu den Dursleys gebracht hatte. Die Familie, die Magie und seine Frau und Sohn über alles verabscheute. Und bei denen sollte sein kleiner Junge aufwachsen? Wie konnte Dumbledore nur mit gutem Gewissen glauben, dass Harry auch nur im Entferntesten gut behandelt werden würde? Er war ein Zauberer und die Dursleys würden wie Füchse darauf warten, dass er erste Anzeichen von Magie zeigte, um einen Grund zu haben, ihn noch mehr zu hassen. Reichte es denn nicht, dass er gerade eben sowohl seine Eltern als auch seinen Patenonkel verloren hatte? Nein, Dumbledore musste ihm noch mehr Bürden auflegen und ihn zu einer schrecklichen Kindheit verdammen! Kurz nachdem er ihr Haus unter den Fidelius-Zauber gelegt hatte, hatten sie ihm das Versprechen abgenommen, Harry unter keinen Umständen zu Lilys Schwester zu schicken. Sirius, Remus, Mrs Figg; jeder wäre besser gewesen, als diese furchtbare Muggelfamilie!
Wir müssen nach Harry sehen. Lily blickte auf und starrte blinzelnd ihren Ehemann an. Hagrid müsste ihn inzwischen Dumbledore übergeben haben. James knirschte wütend mit den Zähnen und musste einmal, zweimal tief Luft holen, um nicht sofort nach Little Whinging zu apparieren – oder was er jetzt als Geist auch tun möge – um Dumbledore eigenhändig zu erwürgen. Harry, ihr Harry, bei der Familie der Giraffe, des Walrosses und des Schweins!
Lily nahm zitternd seine Hand und nickte ihm zu. Sirius konnte warten. Sie war sich sicher, dass er die nächsten paar Stunden alleine durchhalten konnte. Sie musste sehen, wie es ihrem kleinen Liebling ging und ob er auch gut behandelt wurde – jedenfalls so gut, wie sie es von Petunia erwarten konnte.
Sie schloss die Augen und stellte sich die Straße vor, in die Petunia mit ihrem Walross von Mann nach ihrer Hochzeit gezogen ist. Privet Drive, mit seinen identischen Häuserreihen und unnatürlich sauberen Vorgärten. Mit Wille, Ziel und Bedacht holte sie einmal tief Luft und drehte sich auf der Stelle. Das ihr wohl bekannte Gefühl durch einen Schlauch gezogen zu werden erfüllte sie und sie hatte das Gefühl, die Ersticken – obwohl sie ja nicht mehr atmete… Alte Angewohnheiten sind eben schwer abzuschütteln. Doch anstatt vor dem Haus ihrer Schwester zu landen, wurde sich durch den Schlauch zurückgezogen. Die Dunkelheit erdrückte sie und sie klammerte sich nur noch fester an James' Hand, um ihn in dem Chaos nicht zu verlieren. Mit einem Ruck landeten sie schließlich wieder auf dem zerstörten Platz in Godric's Hollow. Verdutzt drehte sie sich zu James um, der etwas zerzaust und kurzatmig wirkte.
Was war das gerade?
James schüttelte den Kopf und blickte sich um. Ich hab keine Ahnung.
Um sie herum waren die Angestellten des Ministeriums damit beschäftigt, die Muggel, die überlebt hatten, mit Gedächtniszaubern zu versehen, nachdem sie ihnen die Geschehnisse mitgeteilt hatten.
Wir scheinen nicht aus Godric's Hollow raus zu kommen. James drehte sich zu Lily um, die ihn mit ihren strahlend grünen Augen anstarrte. Das konnte nicht sein! Das durfte nicht sein! Wie sollten sie denn bei Harry bleiben, wenn sie ihr Zuhause nicht verlassen konnten?
Aber wir müssen hier raus kommen! Harry braucht uns!
Ich weiß!
Verzweifelt begann Lily auf und ab zu laufen. Es musste einfach einen Weg geben! Ihr Sohn brauchte sie – sie beide.
Sie holte einmal tief Luft und versucht sich zu beruhigen. James beobachtete, wie Lily verzweifelt versuchte, eine Lösung für ihr Problem zu finden.
Also, an unserer Magie kann es nicht liegen. Wenn wir keine mehr haben würden, hätten wir überhaupt gar nicht mit der Apparation anfangen können. Es muss also einen anderen Grund geben. Warte mal… Abrupt blieb sie stehen und starrte auf den Eingang des Friedhofs, der sich am anderen Ende des Platzes befand und in unheimlichen Schatten lag. Ich habe vor einigen Jahren mal etwas über Geisterwesen gelesen, murmelte sie und richtete langsam ihren Blick auf einen verdutzten James, der sie mit großen Augen und leicht geöffnetem Mund anstarrte.
Du meinst doch nicht etwa…
Doch, genau das meine ich! Lilys Augen flammten auf, als sie vor James stehen blieb, seine Hände in die ihren nahm und ihm in die rehbraunen Augen schaute. Ich hab dir damals das Buch gegeben, damit du es für deine Recherchen für Verteidigung gegen die Dunklen Künste nehmen konntest! Darin stand unter anderem, wie die Geister von Hogwarts es geschafft haben, ihren Sterbeort zu verlassen! Kannst du dich noch an das Gespräch mit dem fast kopflosen Nick erinnern? Er ist in Wales gestorben und doch ist er Gryffindors Hausgeist. Er meinte, er habe die Energie aus seinem Mörder gesogen, genauso wie die Graue Dame dem Blutigen Baron nach ihrer Ermordung seine Magie genommen hat! Wir brauchen magische Energie, um hier weg zu kommen!
Ja, aber woher willst du die nehmen? Lily, wir sind hier die einzigen Zauberer zur Zeit. Vielleicht mit Ausnahme von Bertie, aber die würde ich nur ungern töten. James runzelte die Stirn. Es sei denn…
Es sei denn, was?
Es sei denn, es muss kein lebendiges Wesen seine Magie opfern. Du sagtest doch gerade, dass unsere Magie noch intakt ist, oder? Sonst hättest du ja gar nicht erst apparieren können. Was ist also, wenn ich…
Nein!
Lily, überleg doch mal.
Nein! Entweder wir gehen beide, oder es geht keiner!
Lily! Harry braucht uns! Hagrid hat ihn gerade zu einer Kindheit in Petunias Händen verdammt! Denkst du, da sollten wir hier rum sitzen und uns ärgern, dass wir ihm nicht beistehen können? Nein! Er braucht seine Mutter und wir haben einen Weg, das hinzubekommen. Was spricht also dagegen? Es ist besser, wenn ein Elternteil bei ihm ist als wenn er ganz auf sich allein gestellt ist!
Aber… Lilys Augen fingen an, zu prickeln. James…
Es ist unsere einzige Möglichkeit bei ihm zu sein, flüsterte er und nahm sie in seine Arme. Er strich er liebevoll über ihr feuerrotes Haar und murmelte beruhigende Versprechen in ihr Ohr. Alles wird gut, Blümchen. Du wirst schon sehen.
*~*HP*~*
„Hör' auf zu jammern und sei still!" Mit einem Knall flog die kleine Holztür des Schranks unter der Treppe zu und Harry hörte das Rattern der Kette. Zitternd ließ er sich auf der alten kaputten Matratze nieder, aus der schon die oberen Enden der Metallfedern herauslugten. Schniefend legte er sich hin, kugelte sich zusammen und starrte an die Wand, an der gerade eine Spinne ihr kunstvolles Netz vollendete und sich zufrieden an den Rand verkrümelte, um dort geduldig auf Beute zu warten. Harry hatte schon seit langem keine Angst mehr vor Spinnen. Er mochte sie zwar nicht wirklich, aber wenn man mit Schüttelfrost und schmerzenden Gliedern auf einer löchrigen Matratze in einem Besenschrank lag und der einzige Lichtstrahl auf eine Spinne viel, wurde sogar dieses kleine Geschöpf etwas interessanter.
Oh, mein kleiner Schatz! Petunia! Ich schwöre dir! Wenn du irgendwann stirbst, dann kriegst du's mit mir zu tun!
Beruhig' dich, Lily.
Lily schnaubte und ließ sich neben ihrem Sohn auf dem Boden nieder.
Vor etwa einem Jahr hatten sie herausgefunden, dass James, obwohl er in Godric's Hollow fest saß, mit ihr reden konnte – wenn auch nur für kurze Intervalle. Sie vermutete, es hatte etwas damit zu tun, dass er ihr seine Magie vorrübergehen geliehen hatte, um bei ihrem Sohn zu sein und er somit mit ihr im Kontakt stand. Sie würde für diese Theorie nicht ihre Hand ins Feuer legen, aber man wird kreativ mit Hypothesen, wenn man seit Jahren mit niemand anderem reden kann, als mit seinem Ehemann, den man seit zwar Jahren nicht mehr persönlich gesehen hatte. Lily hatte zwischendurch versucht, wieder nach Godric's Hollow zurück zu kehren und einfach nur nach James zu sehen. Dieser wollte davon aber nichts wissen. Harry braucht dich, war die einzige Antwort, die sie bekam, wenn sie das Thema ansprach.
Aber sie wusste, warum er nicht wollte, dass sie von der Seite ihres dreijährigen Sohnes wich. Die Szene, die sich gerade eben vor ihren eigenen Augen abgespielt hatte war Bestätigung genug, dass sie das Richtige taten. Wie konnte man ein krankes Kind in einen Schrank sperren? Ohne jegliche Versorgung, ohne jegliches Interesse, wie es ihm ging, ohne jegliche Zuneigung? Naja, würde ihre herzallerliebste Schwester ihren Sohn auch nur das geringste Bisschen mögen, wäre der Schrank kein Thema, um das sie sich Sorgen machen musste.
Ein Schniefen riss sie aus ihren Gedanken. Harry hatte sich weiter zusammen gekullert und versuchte verzweifelt, seine Schluchzer unter Kontrolle zu kriegen. Es zerbrach Lily das Herz, ihren Sohn so verzweifelt zu sehen.
Polternde Schritte kündigten die Ankunft des Pottwals an, als er sich vor der kleinen Tür des Schrankes positionierte und mit aller Macht dagegen schlug. Harry zuckte heftig zusammen und ein Schluchzer entwich ihm. Entsetzt schlug er sich die zitternde Hand vor den Mund und starrte mit rotunterlaufenen, weitaufgerissenen Augen geradewegs durch seine Mutter hindurch auf die Holztür, hinter der sein Onkel gerade anfing zu brüllen.
„RUHE! Sonst gibt's die nächsten zwei Wochen nichts zu essen!"
Lily legte eine Hand auf Harrys Rücken. Sein Körper zuckte und zitterte mit unterdrückten Schluchzern.
Mein Liebling!
Harry drehte sich auf die Seite, zog das dünne, schmutzige Bettlaken über seinen kleinen Körper und schloss fest die Augen. Kurz bevor er einschlief hörte Lily ihn murmeln: „Mummy! Daddy! Bitte."
*~*HP*~*
Dröhnendes Lachen erreichte seine Ohren, als er panisch vor Angst um den Ast, auf dem er gerade hockte, herumlugte und abzuschätzen versuchte, ob Ripper die zwei Meter zu ihm springen konnte. Er bezweifelte es. Dieser Köter war viel zu fett, um mehr als zehn Zentimeter hoch zu springen. Seine Hose war am linken Knöchel etwas eingerissen. Als er versucht hatte, so schnell wie möglich den Baum zu erklimmen, hatte Ripper sein Hosenbein erwischt und versucht, ihn zum Zerfleischen herunter zu ziehen. Der Ast, auf dem er hockte war relativ dünn. Zum ersten Mal in seinem sechs-jährigen Leben dankte er jedem, der zuhörte, dass er bei den Dursleys nur Reste zu essen bekam – wenn überhaupt.
Lily schwebte unter ihrem Sohn und beobachtete den kläffenden Hund, der sich immer weiter in Rage bellte. Würde sie es schaffen, ihm einen Tritt zu verpassen, den er auch spürte? Vernons Schwester Marge stand einige Meter von ihr entfernt, fett wie eh und je, den Schnäuzer immer noch nicht abrasiert. Grummelnd fragte sie sich, ob Marge überhaupt eine Frau war. So aussehen tat sie nur mit viel Fantasie. Andererseits kam sie aus Pottwals Familie, also sollte sie nicht allzu viel erwarten. Dudley hatte vor einiger Zeit den Spaß an der ganzen Szenerie verloren und sich mit einer Packung Donuts vor den Fernseher gesetzt. Wenn er so weiter aß, wie in den letzten Jahren, würde er das vierzigste Lebensjahr nicht erreichen. Wie konnte Petunia das nicht sehen? Ah, wenn man vom Teufel sprach. Ihre werte Schwester stand etwa zwei Meter hinter ihrer Schwägerin und ihrem Ehemann und betrachtete die Situation als Außenstehende. Harry, der eindeutig Hilfe brauchte, ignorierte sie, dafür funkelte sie Ripper an, als wäre er Schuld an ihrem verkorksten Leben. Sie hatte schon früher keine Hunde gemocht.
Ich fass es nicht! Diese Affen stehen einfach nur da und lachen meinen Sohn aus? Boa, wie viel ich jetzt dafür geben würde noch zu leben und allen einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten zu geben und sie danach in den Dschungel zu fluchen!
Lily konnte James nur zustimmen.
*~*HP*~*
„'…und deswegen sahen wir uns gezwungen, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Neffe heute in der Mittagspause auf dem Dach des Hauptgebäudes aufgefunden wurde. Er leugnete, jemals auf das Dach geklettert zu sein. Wir bitten Sie daher, mit ihm über dieses Geschehnis zu reden und hoffen, dass es nicht erneut passiert. Mit freundlichen Grüßen, die Schuldirektorin.'"
Harry schluckte und wich einen Schritt zurück, als sein Onkel langsam von dem Brief seiner Direktorin aufsah und ihn aus den kleinen Schweinsäuglein böse anfunkelte. „Junge!"
„Ich schwöre, ich hab nichts getan!" Harry wich einen weiteren Schritt zurück, als sein Onkel aufstand und sich vor ihm aufbaute. „Steven und seine Freunde haben mich gejagt und plötzlich war ich auf dem Dach! Ich weiß auch nicht, wie ich da hoch gekommen bin! Es war nicht mit Absicht!"
Zauberstablose Magie.
Lily nickte. Wenn sie und James noch am Leben wären, hätten sie Harry spätestens jetzt erklärt, warum all diese komischen Dinge um ihn herum passierten. Genauso wie der Zwischenfall mit dem Haare schneiden, als ihre sogenannte Schwester die Frisur von ihrem Sohn verunstaltet hatte und am nächsten Morgen alle Harre wieder nachgewachsen waren. Harry hatte drei Wochen Schrankarrest und eine Woche nichts zu essen bekommen und das, obwohl er überhaupt nichts dafür konnte! Lily fing schon an zu kochen, wenn sie auch nur daran dachte! Harry musste so verängstigt sein, ohne jegliche Ahnung, was mit ihm nicht stimmte.
„Sag. Kein. Weiteres. Wort." Vernon stieß die Worte mit solch einem Hass aus, dass Harry unwillkürlich zusammen zuckte und sich in Richtung Treppenhaus abwandte. Er wusste, was jetzt kommen würde.
„Genauso ein Nichtsnutz wie deine verfluchten Eltern! Genauso ein Freak! Bringt auch nichts, dass diese Bagage dich nicht aufziehen konnte, weil sie's geschafft haben, so viel zu saufen, dass wir dich aufnehmen mussten. Pff, das ich nicht lache! Solange du unter meinem Dach lebst, wirst du diese Abnormitäten sein lassen, haben wir uns verstanden, Bursche?"
Harry versuchte verzweifelt gegen die Tränen anzukämpfen, die jedes Mal, wenn sein Onkel etwas über seine Eltern sagte, ihm die Sicht nahmen.
„Und jetzt ab in den Schrank! SOFORT!"
Harry wirbelte herum und rannte durch die Küche, in den Flur, riss die kleine Holztür auf und stürzte hinein. Sein Onkel schnaufte hinter ihm her und kam gerade noch rechtzeitig, um die Tür mit voller Wucht zuzuknallen. „Und da bleibst du für die nächste Woche! Und heute gibt es kein Essen!"
Harry rappelte sich vom staubigen Boden auf und setzte sich auf die viel zu kleine Matratze. Hastig wischte er mit den Händen die Tränen aus seinem Gesicht und kniff die Augen zusammen, um weitere daran zu hindern, über seine Wangen zu laufen.
„Nein. Das glaub' ich nicht", flüsterte er und schniefte.
Lily setzte sich neben ihren Sohn und kämpfte gegen ihre eigenen Tränen an. Das Gefühl, weinen zu müssen verschwand selbst mit dem Tod nicht.
Sie und James wussten, was die Dursleys Harry sein ganzes Leben lang über sie erzählt hatten. Sein Vater soll ein Säufer gewesen sein, arbeitslos und ein Schläger. Seine Mutter hätte sich einen Dreck um ihn gekümmert und nichts dagegen unternommen, als sein Vater angeblich sie und ihren Sohn ins Auto geladen und in den sicheren Tod gefahren hatte. Lily legte den Kopf in ihre Hände und holte einmal tief Luft, um sich zu beruhigen. Kein einziger aus der Zaubererwelt war all die sieben Jahre, die Harry hier schon festsaß vorbeigekommen, um nach ihrem Liebling zu sehen! Harry wusste nichts von seiner Identität, von seiner Gabe und von seinen Eltern. Es zerbrach ihr das Herz und selbst, wenn James nicht mit ihr reden konnte, da ihre Verbindung durch zu langen Kontakt einzubrechen drohte, konnte sie dennoch seinen Zorn und bittere Verzweiflung tief im ihrem Inneren spüren. Sie fühlte sich genauso.
Als sie wieder aufblickte, sah sie, wie Harrys hellgrüne Augen einen trotzigen Ausdruck angenommen hatten. Er war es satt, die ganze Zeit zu hören, dass ihn seine Eltern nicht geliebt hatten! Er glaubte es nicht!
„Mum und Dad würden das niemals machen! Das weiß ich einfach!"
Schluchzend schlang Lily ihre Arme um ihren Sohn und hielt sie einige Millimeter von seinem Körper entfernt, damit sie nicht durch ihn hindurch glitten.
Oh, Harry!
*~*HP*~*
Harry starrte auf den Beutel in seiner Hand und versuchte verzweifelt, nicht seinem Instinkt nachzugeben und ihn in die nächstbeste Mülltonne zu schmeißen. Sein erstes Weihnachtsgeschenk war also ein kleiner, löchriger Beutel mit Krümeln, die sich durch die zu großen Maschen im Stoff zwängten und langsam auf den Boden rieselten. Harry blinzelte. Wieso? Wieso schlossen sie ihn nicht einfach wieder in den Schrank wie jedes Weihnachten und ignorierten ihn? Das war besser zu verkraften als dieser Witz, den seine Tante ‚Geschenk' nannte. Er hatte schon früh gelernt, dass sie ihn hassten, aber das ging zu weit!
Lily kochte vor Wut und selbst James' aufgebrachte Rufe konnten sie nicht dazu bringen, verzweifelt zu versuchen, Vasen und Blumen und Lampen und Stühle aufzuheben und nach ihrer Schwester zu schmeißen. Jedes Mal glitt sie hindurch, um mit einem noch lauteren Knurren den nächsten Gegenstand zu bearbeiten. Treten funktionierte auch nicht.
*~*HP*~*
Lily schwebte neben ihrem elfjährigen Sohn her und versuchte verzweifelt, ihm zu verstehen zu geben, dass er durch die Mauer zwischen Gleis neun und zehn gehen musste, um zum Hogwarts-Express zu gelangen. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, Harry blickte immer wieder verunsichert durch die Menschenmenge auf den Gleisen neun und zehn. Er hatte sogar schon einen der Wachmänner gefragt, ob er ihm den Weg zu Gleich neun dreiviertel zeigen könnte, hatte sich dann allerdings schnell wieder aus dem Staub gemacht, als der Wachmann anfing, ihn zu beschimpfen. Es musste doch möglich sein, irgendwie mit Harry in Kontakt zu treten! Bloß wie?
Harry schob seinen Kofferwagen an den Rand und nutzte die kurzen Pause dafür, sich genau umzugucken.
Wieso hat Hagrid ihm nicht gesagt, wie er zum Gleis kommt?
Lily seufzte. Das frage ich mich auch, James. Ich hab nicht die geringste Ahnung. Jetzt muss Harry hier alleine rumirren und irgendwie herausfinden, wie er zum Schul-Express der britischen Zauberschule kommen soll. Als ob das klappt, wenn er nur Muggel fragen kann.
Lily biss sich auf die Lippe. Wie sehr wünschte sie sich, einfach seine Hand zu nehmen, ihm mit beruhigender Stimme zu sagen, dass er einfach durch die Mauer vor im gegen musste und sie und sein Daddy gleich nachkommen würden, um ihm Auf Wiedersehen zu sagen.
*~*HP*~*
„Was für ein Spiel spielst du?"
Harry starrte Justin Finch-Fletchley an, als sei ihm ein drittes Auge gewachsen. Wovon redete er? Er hatte doch gerade die Schlange davon abgehalten, ihm den Kopf abzubeißen! Wieso fuhr er ihn so an? Als er sich aufrichtete und sich umsah, um Hermine und Ron zu fragen, was sein Problem war, sah er sämtliche Augen seiner Mitschüler und die seiner Lehrer auf ihn gerichtet – allesamt weit aufgerissen und angsterfüllt. Was ging hier vor sich?
Er wirbelte herum, eilte die Duellier-Plattform entlang, durch die Große Halle und durch die Flügeltüren hindurch, dicht gefolgt von seinen beiden besten Freunden.
Harry ist ein Parselmund?
Scheint so. Lily blinkte verdutzt ihrem Sohn nach, der gerade um die Ecke verschwand. Ron und Hermine eilten ihm hinterher, vermutlich begierig zu erfahren, warum Harry ihnen nie von seiner Begabung erzählt hatte.
Ist sowas schon mal in deiner Familie passiert? Von meiner Familienlinie kann es ja unmöglich kommen. All meine Verwandten sind Muggel.
Darauf folgte eine kurze Pause, als James in Gedanken seinen Familienstammbaum durchging. Nein, nicht, dass ich wüsste. In meiner Familie waren ausnahmslos alle in Gryffindor oder Ravenclaw. Ein Slytherin war nie dabei, geschweige denn Slytherin persönlich.
Komisch.
*~*HP*~*
„Avada Kedavra!"
„Expelliarmus!"
Lily biss sich auf die Lippe, als die beiden Zauber aufeinander trafen und ihr Sohn um sein Leben kämpfte – schon wieder. Wie konnte er an dem sichersten Ort der Welt sein und trotzdem jedes Jahr auf's Neue angegriffen werden?
Harrys Arme fingen langsam unter der enormen Anstrengung an zu zittern. Keuchend umklammerte er seinen Zauberstab nur noch fester, um die glühende Kugel, die durch die beiden aufeinander geprallten Zauber entstanden war, in Richtung Voldemort zu schieben. Aus irgendeinem Grund wusste er, dass er es nicht zulassen durfte, sie auch nur in die Nähe seiner Zauberstabspitze kommen zu lassen. Schweißtropfen rannen ihm die Schläfen hinunter, als er verzweifelt versuchte, die Kugel zurück in den Zauberstab des Mörders seiner Eltern zu schicken. Er konnte es schaffen! Er musste es schaffen, wenn er hier lebend rauskommen wollte!
Was passiert da?
Lily zuckte zusammen, als James' Stimme in ihrem Ohr ertönte. Sie hatte ihn ganz vergessen. Harry duelliert sich mit Voldemort, flüsterte sie und sah mit weitaufgerissenen Augen zu, wie die leuchtende Kugel immer weiter zu Voldemort gedrängt wurde.
Sie spürte James' Aufregung und Angst um das Leben ihres Sohnes durch ihre Verbindung zu einander. Sie nahm es ihm nicht übel. Sie fühlte genauso. Klar, sie wussten, dass Harry früher oder später ihnen Gesellschaft leisten würde, aber dieser Moment durfte noch nicht jetzt sein! Es war viel zu früh für ihn zu sterben! Er sollte ein langes, glückliches Leben haben! Ein Leben, in dem er glücklich verheiratet war, vielleicht sogar Kinder hatte und nichts bereute. Er sollte mit all den Bürden seines jungen Lebens abschließen können. Doch sie hatte ihn seit Jahren nicht mehr vollends glücklich gesehen und das zerbrach ihr das Herz. Wenn es jemand gab, der es verdiente, glücklich zu sein, dann war es ihr Harry. Und sie würde alles dafür geben, ihn glücklich zu sehen. Sie würde dafür sorgen, dass er es war!
Ein ohrenbetäubender Knall erfüllte die Stille auf dem Friedhof, als die Kugel mit Voldemorts Zauberstab kollidierte und zu explodieren schien. Feine goldene Fäden wanden sich aus ihr heraus und umgaben den Mörder und ihren Sohn, schlossen sie in einem magischen Käfig ein. Mit einem Ruck spürte sie, wie die Verbindung zwischen James und ihr zerbarst, hatte aber keine Zeit, schockiert aufzuschreien, da sie im nächsten Moment in Richtung Voldemort gezogen wurde und im Dunkeln des Zauberstabs verschwand.
Harry starrte auf die Spitze des Zauberstabs seines Gegners und sah zu, wie ein Körper nach dem anderen aus ihm heraus zu schweben schien. Ein alter Mann, eine Frau mit mittellangen Haaren und Brille, Cedric – er schluckte – und letztendlich die beiden Menschen, die er seit dreizehn Jahren nicht mehr gesehen hatte; seine Eltern. Er keuchte auf, als sie auf ihn zu glitten und neben ihm zum Stehen kamen.
„Mum?" Seine Stimme zitterte. „Dad?"
Sie lächelten ihm liebevoll zu.
„Harry, hör mir zu", James' Stimme hallte von den goldenen Wänden des glockenförmigen Käfigs wieder. „Wir können ihn aufhalten, aber nur für einen kleinen Moment. Dann musst du laufen, verstehst du mich? Flieh! Bring dich in Sicherheit!"
Harry nickte hektisch und starrte ihn mit tränennassen Augen an. James lächelte ihm traurig zu und nickte leicht. „Wir sind stolz auf dich, mein Sohn", flüsterte er und fuhr mit seiner durchsichtigen Hand über Harry strubbelige Haare.
Schniefend versuchte Harry zu lächeln.
„Harry?" Sein Kopf wirbelte herum. Cedric schwebte einige Meter vor ihm, ein wehleidiges Lächeln auf seinen Lippen, als er die Szene vor sich beobachtete. „Nimm mich mit, ja? Bring meinen Körper zurück zu meinem Vater."
Harry nickte. Ja, das würde er tun!
„Liebling", Lily drückte ihm einen Kuss auf die Wange, als sie ihn mit rotunterlaufenen Augen anschaute. „Du bist bereit. Lass los, mein Schatz. Lass los!"
*~*HP*~*
Entsetzt und hilflos sah Lily zu, wie Sirius, einer ihrer besten Freunde und Bruder, den Halt unter seinen Füßen verlor, das letzte spöttische Lachen noch auf den Lippen, nach hinten fiel und hinter dem Schleier verschwand.
Das konnte doch nicht wahr sein! Nicht Sirius! Nein, bitte! Nicht Sirius!
SIRIUS! James' markerschütternder Schrei war genug, um sie auf die Knie zu zwingen. Sie konnte nur hilflos und tatenlos dabei zusehen, wie Harry sich aus Remus' Umklammerung riss und hinter Bellatrix Lestrange herrannte, Mord im Sinn.
*~*HP*~*
Er geht in den Wald, nicht wahr?
Ja, flüsterte Lily, als sie ihren Sohn beobachtete, wie er den Schnatz, den Dumbledore ihm hinterlassen hatte aus der Tasche nahm, ihm etwas zuflüsterte und den kleinen schwarzen Stein anstarrte, der sich im Inneren des Schnatzes befand.
Lily runzelte die Stirn. Ist das…?
Lily? Was geht da vor sich?
Ich glaube, Harry hat gerade den Stein der Auferstehung gefunden, sagte sie nüchtern und beobachtete, wie Harry ihn aus dem goldenen, kleinen Ball nahm und ihn musterte. Er war im Schnatz.
Sie spürte James schlucken. Er wusste, warum Dumbledore ihrem Sohn den Stein hinterlassen hatte, genauso, wie sie es wusste. Er sollte ohne zurückzublicken in seinen Tod laufen.
Er dreht ihn, flüsterte sie und starrte Harry eindringlich an. Eins, zwei, dreimal drehte er den Stein der Auferstehung in seiner von Blut und Dreck verkrusteten Hand, schloss die Augen und holte tief Luft. Lily zuckte zusammen, als ein warmes Gefühl sie umgab und ihre Arme und Beine anfingen, zu kribbeln. Irgendetwas stimmte hier nicht. War das etwa… Lily riss ihre Augen auf, als sie Harry's leichtes Lächeln sah und dem entschlossenen Ausdruck auf seinem Gesicht nach zu urteilen, wusste sie, was dieses Gefühl war. Sie lächelte. Sie würde endlich mit ihrem geliebten Sohn sprechen können! Nach all den langen Jahren, in denen sie versucht hatte, ihm klar zu machen, dass er nicht alleine war. Vorsichtig machte sie einen Schritt auf ihn zu und zuckte zusammen, als unter ihren Füßen ein Zweig zerbrach. Ihr Lächeln wurde nur noch breiter. Die Blätter zu ihren Füßen raschelten, als sie über sie hinweg ging. Sie konnte sie bewegen! Sie würde Harry berühren können und er würde sie sehen können! Vorsichtig kam sie direkt vor ihrem Sohn zum Stehen. Seine Augen waren immer noch fest geschlossen, die Anstrengung war in sein Gesicht geschrieben. Ob er sich fragte, ob es auch wirklich klappen würde? Sie wollte ihn umarmen, ihn mit Küssen übersähen und ihn nie wieder loslassen. Sie wollte ihm sagen, wie sehr sie ihn liebte und wie stolz sie auf ihn war. Doch solange er die Augen geschlossen hatte, schwieg sie. Sie wollte ihn nicht erschrecken. Ihren wunderbaren, perfekten Sohn! Wie ähnlich er James war. Die Nase, die Haare, die Ohren. Sie lächelte bei dem Gedanken, dass die Wangenknochen und Augenform eindeutig ihre waren. Und sein Kiefer war ein wenig weicher geformt als der von James. Dennoch konnte sie seinen Vater auch darin erkennen.
Langsam öffnete er seine Augen und Lily stockte wie immer der Atem, als sie in das Smaragdgrün seiner Augen blickte, ihrer Augen. Sie lächelte ihm liebevoll zu, überglücklich, dass sein Blick nicht durch sie hindurch ging und so übermäßig stolz, was für ein Mensch er geworden war.
Sie spürte ihn noch bevor sie ihn hörte. James' Schritte waren kaum zu hören und doch – als er neben ihr stand, wusste sie nicht, wie ihr geschah. Sie hatte ihn sechszehn Jahre nicht mehr gesehen, nur seine Stimme gehört und ihn jetzt neben sich zu haben, nahm ihr die Fähigkeit zu sprechen. Sie konnte nicht glücklicher sein. James neben ihr und ihr Sohn vor ihr. Er war so ein wunderbarer Mensch geworden – sanft, freundlich, höflich, mutig, liebevoll… und mächtig. Und sie wusste, wenn einer ihnen helfen konnte, James' und ihre Verbindung zu stärken und James aus Godric's Hollow zu befreien, dann war Harry das – ihr Sohn.
„Wir sind so stolz auf dich", James' geflüsterte Worte rissen sie wieder in die Gegenwart. Stolz und unsterbliche Liebe für ihren Sohn ließen ihn strahlen. „So unsagbar stolz."
„Ich wollte nicht, dass ihr für mich sterbt. Keiner von euch. Das wollte ich nicht", Harrys Stimme versagte, als ihm Tränen über seine zerkratzte Wange liefen und nasse Spuren hinterließen.
Mit einem traurigen Lächeln sah sie ihn an. „Das wissen wir doch", flüsterte sie, unsicher, ob sie ihrer Stimme trauen konnte. Sie küsste Harry sanft auf die Stirn. Wie oft sie das all die Jahre getan hatte, ohne dass er es gespürt hatte. Doch jetzt spürte er es – seine Augen schlossen sich für einen kurzen Moment und Lily musste gegen ihre eigenen Tränen ankämpfen. „Wir geben dir nicht die Schuld für das, was uns zugestoßen ist." Er musste verstehen, dass es nicht seine Schuld war, dass sie nicht mehr für ihn da sein konnten.
Neben ihr schien James dasselbe zu denken. Er lächelte und nickte leicht. Hinter ihnen spürten sie Luftbewegungen, als Remus und Sirius sich langsam der kleinen Familie näherten.
„Sirius", seine leise Stimme war nicht mehr als ein Flüstern. „Remus."
James brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass seine besten Freunde seinen Sohn anstrahlten. Nachdem Sirius durch den Schleier gefallen war, hatten sie ihn zwar nicht wieder gesehen, er hatte es aber jedoch ab und zu geschafft, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Durch ihn wussten sie auch vor Harry, dass Remus nun bei Sirius war.
„Hallo, Harry."
Harry schniefte und wischte sich die Tränen aus seinen Augen, als blinzeln nichts nutzte. Das Lächeln, das seine Lippen zu erreichen versuchte, wirkte schmerzhaft und traurig. Er war nicht glücklich. Er und Lily hatten sich nach Harrys Geburt geschworen, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun würden, um Harry glücklich zu sehen. Sie hatten nicht gewollt, dass der Krieg ihm seine Kindheit und Unbeschwertheit nahm. Das hatte er nicht verdient.
James? Er drehte sich zu Lily um und sah, dass sie ihn mit entschlossener Miene musterte. Wir müssen es versuchen!
Er nickte und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf seinen Sohn. Sie mussten ihm sagen, dass sie bei ihm waren und seine Hilfe brauchten! Sie mussten ihn irgendwie zu verstehen geben, dass nur er sie befreien und erlösen konnte.
Hinter ihnen verschwanden seine besten Freunde in einem Wirbel der Farben. Ihm war bewusst, dass sie Harry keinen Gefallen damit taten, seine Träume aufzusuchen, um mit ihm zu sprechen, aber sie hatten keine andere Möglichkeit. Mit jedem Tag wurde ihre Verbindung zu einander schwächer und schwächer und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie schließlich ganz zerriss. Er steckte seine ganze Konzentration in diesen einen Gedanken und spürte Lily dasselbe tun.
„Nein! Remus! Sirius! Bleibt bei mir! Ich weiß nicht, was ich tun soll!"
Harry machte einen Satz nach vorne und sah verzweifelt zu, wie seine beiden Onkel verschwanden. Lily nahm seine verschmutzte Hand in die ihre und versuchte, ihn anzulächeln. James legte seinen Arm um ihre Hüfte und zog sie an sich. Wie er dieses Gefühl vermisst hatte…
„Du musst uns jetzt zuhören, Liebling. Es ist wichtig."
James spürte, wie Harrys Unterbewusstsein gegen ihr Eindringen ankämpfte. Sie hatten nicht mehr viel Zeit.
„Wir brauchen deine Hilfe."
Ihr Sohn blickte sie verwirrt an und runzelte die Stirn. Er würde sich nie an den Anblick dieser Augen gewöhnen, und er wollte es auch nicht. „Meine Hilfe?"
James kämpfte mit aller Macht gegen Harrys Unterbewusstsein an. Er nahm es seinem Sohn nicht übel, dass er gegen das Eindringen von außen ankämpfte. Er wusste ja nicht, dass es wirklich seine Eltern waren und nicht irgendein übrig gebliebener Todesser, der sich einen Scherz mit ihm erlauben wollte. Seine Hand auf Lilys Hüfte verkrampfte sich, als sie sich umdrehte und ihm in die Augen sah. Oh Merlin, wie schön sie war. Auch die letzten sechszehn Jahre hatten es nicht geschafft, diesen Anblick aus seinem Gedächtnis zu verbannen. Er war für immer eingebrannt. Lily lächelte leicht und legte ihre warme, weiche Hand auf seine Wange.
„Mum?"
Ihr Lächeln wurde breiter, als ihre Finger über seine Haut strichen und sie ihm liebevoll in die Augen sah. „Wir schaffen das! Ich werde weiter warten." Sie spürte, wie seine Kraft, die Verbindung aufrecht zu erhalten, nachließ.
Mit einem letzten sehnsüchtigen Lächeln zu ihr, drehte er sich zu seinem Sohn um. Das letzte, was er sah, war das strahlende Grün seiner Augen.
„Dad? DAD!"
Lily unterdrückte ein Schluchzen und wandte sich schnell ihrem Sohn zu. Sie hatte keine Zeit mehr. Sie musste ihm noch so viel sagen, doch sie hatte kaum noch die Kraft, einen ordentlichen Gedanken zu fassen. Sie musste ihm sagen, dass sie ihn brauchten!
„Dein Vater ist dort, wo auch ich zuvor war." Ihre Stimme flüsterte die Worte, ohne dass sie es merkte. „Vor sechzehn Jahren ist es geschehen und seitdem sind wir gefangen."
Ich muss es ihm sagen!
„Gefangen? Wovon redest du?" Harry blickte sie verwirrt an und versuchte verzweifelt, einen Sinn aus ihren wirren Worten herauszufiltern. Sie konnte nur hoffen, dass es ihm gelang.
„Du wirst uns doch helfen, oder Schatz? Bitte!"
„Ich weiß ja noch nicht einmal, wovon du sprichst!"
Nein! Bitte! Ich brauche Zeit! Er muss es verstehen! Bitte, Harry! Bitte versteh' doch!
„Bitte, Harry." Sie spürte, wie ihre Kraft schwand und Harrys Unterbewusstsein den Kampf gewann. Sie holte tief Luft und versuchte, sich stärker zu konzentrieren, doch es hatte keinen Sinn.
„Bitte", war das letzte, was sie rufen konnte, als auch sie aus Harrys Träumen herausgerissen wurde.
A/N: Uff.. Ich hoffe, ich hab keine Fehler übersehen, aber mein Kopf killt mich grade, also dachte ich, ich lade es einfach hoch. Ich freue mich auf Kommentare und auf eure Meinung! :D
