Nummer 14 mit der versprochenen Harry/Hermine-Action. Ich fand, es war mal endlich Zeit... wofür seht ich gleich ;D

Viel Spaß beim Lesen!


Tränen

Harry war auf alle Viere gesunken, seine Arme zitterten, Entsetzen überlagerte die Schmerzen auf seinem Gesicht, dicht gefolgt von Angst.

Er öffnete den Mund und schrie etwas. Lily stöhnte auf, als ein stechender Schmerz ihr Wesen durchfuhr und sie mit einem mächtigen Ruck in die Dunkelheit gerissen wurde.

*~*HP*~*

„Harry!" Hermines spitzer Schrei hallte durch den dunklen Raum, in dessen Mitte das Pentagramm vor Hitze zu lodern schien. Harry lag am Boden, eine Hand zum Kreis ausgestreckt und schrie vor Schmerzen. Tränen liefen ihm über sein Gesicht als er sich zu einem kleinen Ball zusammen krümmte und versuchte, die Krämpfe unter Kontrolle zu kriegen. Hermine rannte auf ihn zu, ließ dabei das alte Buch zu Boden fallen, wo es sofort in seine Einzelteile zerbarst. Dutzende, gar hunderte an uralten Pergamentseiten flogen durch den Raum, als sie sich mit einem entsetzten Schluchzer neben dem schwarzhaarigen Zauberer fallen ließ und ihn auf seinen Rücken zog.

Harry keuchte auf, als er zu warme Hände an seinen Schultern und Armen spürte. Seine Haut, seine Muskeln und Knochen, sein ganzer Körper stand in Flammen. Die Luft war unerträglich heiß und drückte ihm den Sauerstoff aus dem Lungen, der Boden glühte unter seiner Haut. Panisch rang er nach Luft. Er würde ersticken. Die heiße Luft brannte in seinen Atemwegen und ätzte sich tiefer in seine Gewebe. Er schrie auf und wälzte sich umher. Bloß weg von dieser Hitze, dachte er, als auch er in erfrischender Dunkelheit versank.

*~*HP*~*

Stöhnend strich er sich die schweißnassen Haare von seiner Stirn, als er sich langsam umsah. Flammen loderten um ihn herum und erhitzten die Luft auf unerträgliche Temperaturen. Seine Brille war beschlagen, doch als er sie abnahm sah er nichts außer flackerndem Licht, das, wie er wusste, ihm Schlimmeres als nur Verbrennungen einbringen konnte. Woher er das wusste? Er hatte nicht die geringste Ahnung. Doch etwas tief im Inneren sagte es ihm.

Er setzte sich auf und wischte mit einer rußigen Hand seine Brille trocken. Schwarzgraue Fingerabdrücke und Schlieren verschlechterten nun seine Sicht, doch alles war besser als überhaupt nichts sehen zu können. Unter Qualen zog er sich auf alle Viere, auf die Knie und letztendlich auf die Beine, wo er schwankend stehen blieb.

Leises Wehklagen drang an seine Ohren, als er dort inmitten der lodernden Flammen stand. Es waren mehrere Stimmen, erkannte er, als er sich langsam im Kreis drehte und versuchte ihren Ursprung zu ermitteln, doch alles was er sehen konnte waren Flammen, Staub und Ruß, der, getrieben von einem unsichtbaren Wind, durch die heiße Luft wirbelte und sich mit jedem schmerzhaften Atemzug in seinen Lungen nieder ließ.

Stolpernd setzte er einen Fuß vor den anderen. Irgendetwas sagte ihm, dass er diese unglücklichen Seelen finden musste, die er immer noch verzweifelt nach Hilfe schreien hörte.

Mit jedem Schritt wirbelte er mehr Asche vom Boden auf, die ihm jedes Mal wieder ein bisschen seiner Sicht nahm, doch die Stimmen wurden lauter und er durfte nicht aufgeben! Schritt um Schritt bewegte er sich durch die brennende Landschaft, auf der stetigen Suche nach den gesichtslosen Stimmen.

Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor als er ganz plötzlich vor ihm in der Entfernung ein Haus sah. Es war von eher kleinerer Größe und hatte einen Vorgarten mit Zaun. Harrys Augenbrauen zogen sich zusammen. Er kannte das Haus. Doch woher?

Langsam näherte er sich dem kleinen Grundstück, welches mit seiner fröhlichen Atmosphäre überhaupt nicht in die Höllen-ähnliche Landschaft drum herum passte. Fehlt nur noch Vogelgezwitscher, dachte er höhnisch und betrat das Grundstück durch ein kleines Gartentor, das hell angestrichen war. Der Kies knirschte unter seinen Füßen als er langsam den Weg entlang zu der Haustür ging.

Aufgeregte Stimmen drangen durch die Tür nach außen. Mit erhobener Hand hielt er inne. Sollte er klopfen oder gleich hinein gehen? Er klopfte vorsichtig gegen das Holz. Die Stimmen wurden lauter. Er klopfte noch einmal, dieses Mal etwas kräftiger, doch ihn schien niemand zu hören. Zaghaft griff er nach dem Türknauf, drehte und wie durch ein Wunder schwang die Tür leise nach innen auf.

Harry runzelte leicht die Stirn, schüttelte den Kopf und trat über die Türschwelle.

Der Flur war lichtdurchflutet, die Türen zur Küche, Arbeitszimmer und Wohnzimmer standen offen. Aus ihnen kam das flackernde Licht der Flammen, welche das Haus umgaben, jedoch verschonten. Die Stimmen kamen von rechts aus dem Wohnzimmer.

"Ich will nicht, dass du bei ihm wohnst!" Brüllte eine männliche Stimme.

"Was meinst du wohl, warum ich dich verlassen habe und zu ihm gezogen bin?" Schrie eine weibliche zurück und überschlug sich fast vor Aufregung.

"Ich habe doch gesagt, ich will nicht, dass du so mit mir redest!" Ein Knall ertönte, gefolgt von Stille.

Besorgt trat Harry zu der Wohnzimmertür und spähte hinein. Vor ihm standen Ron und Hermine, die zaghaft ihre Wange hielt und betrübt zu Boden sah. Wut loderte in ihm auf. Reichte es nicht, dass er sie einmal geschlagen hatte? Schon das eine Mal war ein Mal zu viel gewesen. Schnaubend vor Zorn trat er ins Zimmer, genau in demselben Moment, indem Hermines leise Stimme zu hören war.

"Du hast Recht. Ich komme zurück."

Harry blieb wie versteinert stehen. Nein. Nein, das konnte nicht sein. Er war da gewesen, als Ron sie bei ihm im Haus aufgesucht hatte. Er hatte mit eigenen Augen gesehen, wie er sie behandelte. Hermine würde niemals... Doch als er das Grinsen auf Rons Gesicht sah, wusste er, dass sie es ernst meinte. Ein stechender Schmerz in seiner Brust ließ ihn zusammenfahren. Er kannte Hermine. Sie würde Ron niemals eine zweite Chance geben, und doch...

Sie wird dich nie lieben, flüsterte eine gehässige Stimme in seinem Ohr. Wer kann dich überhaupt lieben? Du bist ein Freak und verdienst es nicht.

Harrys Atem ging stoßhaft und unregelmäßig. Sie hatten alle Recht - Onkel Vernon, Voldemort... Wie hatte er nur denken können, dass Hermine bei ihm bliebe, weil sie ihn mochte? Er war der verdammte Junge-der-lebte! Er war nichts als eine Leibgarde gewesen. Aber das ist Hermine! Sie tut sowas nicht!

Anscheinend schon. Harry kniff fest die Augen zusammen. Seine Hände vergruben sich in seinen Haaren und krallten sich an ihnen fest. Nein, das konnte alles nicht wahr sein!

Um ihn herum fing es an zu knistern. Ron nahm Hermine beim Arm und beide verschwanden in einer grellen Flamme und einer starken Rauchwolke. Harry starrte auf die verrußte Stelle des Holzbodens, auf dem sie gerade noch gestanden hatten. Er schüttelte den Kopf. Nein. Das passierte alles nicht wirklich! Die Luft in seinen Lungen wurde heißer. Er keuchte auf. Mit jedem Atemzug brannten seine Lungen mehr. Rechts von ihm zerbarst ein Fenster, welches der Hitze nicht mehr standhalten konnte. Das Haus um ihn herum knarzte bedrohlich unter der Kraft der Flammen, die sich unheilverkündend an den Wänden hinauf züngelten.

Ein krächzendes Husten riss ihn aus seinen Gedanken und er wirbelte erschrocken herum. Von seinem Standort im Wohnzimmer konnte er zwei Umrisse im Flur erkennen.

"Lauf!" Rief der Mann der Frau zu, die zögernd zwischen ihm und Harry stand. Sie schienen ihn nicht zu sehen. "Mach schon, bring dich in Sicherheit!"

Schluchzend drehte die Frau sich um und rannte aus Harrys Sichtfeld. Rauch zog sich an den Decken in den Raum und verschlechterte seine Sicht noch mehr. Ein spitzer Schrei, ein Knall und rote Funken trieben die Frau wieder zurück in den Anfangsbereich des Flurs. Der Mann schob sie ohne zu zögernd hinter sich. Ein leises Ächzen war das Einzige, was man hörte als ein grüner Lichtblitz auf seine Brust traf und er zusammenbrach.

Harrys Ohren klirrten. Kaum nahm er den entsetzten Schrei der Frau wahr, als sie sich schluchzend neben dem Mann zu Boden warf und so nur knapp dem ersten Todesfluch entging. Der zweite traf sie nur Sekunden später und sie sackte leblos neben den Körper des Mannes zusammen.

Am ganzen Leib zitternd sah er sich um. Er war alleine im Haus. Teile der hölzernen Decke knarrten laut und gaben nach. Aus der Küche kam eine große, schwarze Wolke aus Ruß und Schutt in den Flur gefegt und bedeckte die reglosen Körper - rote Haare wurden asch, schwarze grau.

Hinter ihm stoben Flammen aus dem Kamin.

Dort waren sie wieder - die Stimmen, die Wehklagen, denen er vor einiger Zeit zu diesem Haus gefolgt war. Er riss mit Mühe den Blick von der verschmutzten Hand, die unter dem Berg Schutt hervor lugte und drehte sich um. Grüne Augen starrten in grüne und Haselnuss-braune. Zwei Gestalten, die er nur zu gut kannte schauten ihn verzweifelt an, ihre Gesichter schmerzverzerrt.

Sein Vater öffnete den Mund und ging in Flammen auf. Harry schrie und stürzte vor. Seine Hand war ausgestreckt und griff nach den Flammen. Sofort bildeten sich Blasen auf seiner Haut und mit einem Keuchen riss er sie wieder zurück.

"Hilfe", Harrys Kopf zuckte hoch und er starrte seine Mutter mit angsterfüllten Augen an, bevor auch um ihr das Feuer aufloderte und mit einem aggressiven Zischen auf Harry zuschoss.

"NEIN!" Mit einem lauten Schrei riss er die Augen auf. Er saß senkrecht im Bett, die Hände in die Bettdecke gekrallt, sein Körper klitschnass mit eiskaltem Schweiß. Keuchend wischte er sich mit seinem Schlafanzugsärmel über das Gesicht und vergrub es in den Händen. Er zitterte. Ein leiser Schluchzer entfuhr ihm. Ganz ruhig, sagte er sich und atmete zitternd ein. Es war nur ein Traum. Nur ein Traum. Doch es hatte alles so echt gewirkt! Das Feuer, die Hitze, Godric's Hollow, seine Eltern, Hermine. Verzweifelt kniff er die Augen zusammen, als eine Träne nach der anderen über seine Wange lief. Sie hatte ihn verlassen. Sie würde ihn verlassen. Wieso sollte sie nicht -

"Harry?"

Sein Kopf zuckte hoch und sein Herz fing wie wild an zu pochen, als er Hermine im Türrahmen stehen sah, ihr Pyjama war knittrig und ihre Haare vom Schlafen zerzaust. Er versuchte einen Schluchzer zu unterdrücken. Mit einem Mal hatte sie den Raum durchquert und war bei ihm. Sie setzte sich auf seine Bettkante, legte einen Arm um seine zitternden Schultern und zog ihn an sich.

Laute Schluchzer durchfuhren ihn, als er sich verzweifelt und nach Halt suchend an sie klammerte. Sie war noch da, sagte er sich und eine Woge neue Tränen quoll aus seinen Augen. Sie war noch bei ihm!

Die Minuten verstrichen, in denen sich die beiden jungen Zauberer in den Armen lagen. Hermine sagte nichts. Sie hielt Harry ihm Arm und ließ ihn alles loslassen. Diese Tränen waren nicht nur wegen dem Albtraum, den er, so wusste sie, gerade erlebt hatte. Sie waren für die Momente, in denen sich nicht erlaubt hatte zu trauern, in denen er alle Sorgen in sich hineingefressen und verschlossen hatte, ohne sich richtig mit ihnen auseinander zu setzen, ohne eine richtige Vertrauensperson zu haben, die ihm ehrlich einen Rat und Beistand hatte bieten können, ohne irgendwelche Hintergedanken zu haben.

Es dauerte einige Zeit, bis Harrys verzweifelter und panischer Griff etwas nachließ und er sich zu beruhigen schien, doch sie ließ ihn nicht los, sondern zog ihn enger an sich. Sie lächelte leise durch ihre eigenen Tränen hindurch, als sie spürte, wie auch seine Umarmung fester wurde, jedoch ohne jegliche Panik. Zufrieden schloss sie die Augen und atmete Harrys beruhigenden Duft ein. Eine Welle der Wärme durchfloss sie als sie ihre Wange auf Harrys Kopf legte und ihm zärtlich durch die Haare strich.

Harry erschauderte als er ihre Hand in seinen Haaren spürte. Ihre Fingernägel fuhren sanft über seine Kopfhaut. Er seufzte leise. Alles würde gut gehen, dachte er, als er merkte, wie Hermine ihn dichter an sich zog. Sie war bei ihm. Zusammen würden sie es schaffen.

Nach einiger Zeit - es fühlten sich wie Sekunden an, doch laut Harrys Wecker waren etwa dreißig Minuten vergangen - lockerte Hermine ihre Umarmung und wich etwas zurück, sodass sie ihm in die Augen blicken konnte. "Möchtest du über deinen Traum reden?"

Harrys grüne Augen weiteten sich und er senkte schnell den Blick. Ihr sagen, dass er befürchtete, sie würde ihn verlassen? Und das auch noch für Ron? Langsam schüttelte er den Kopf. Erhoffte, sie würde verstehen.

"Wir werden schon einen Weg finden, wie wir deinen Eltern helfen können", Hermine runzelte leicht die Stirn. Da war noch etwas anderes, etwas, das Harry ihr verschwieg. "Deiner Mum geht es bestimmt gut."

Harry blinzelte als Hermine einen Finger unter sein Kinn legte und sachte seinen Kopf anhob. Sie lächelte ihn zärtlich an, als ihre Augen über sein Gesicht fuhren und sich jeden Zentimeter einzuprägen schienen. Er errötete unter ihrem forschenden Blick.

Hermine unterdrückte ein Kichern, als sie Harrys verlegene Miene sah und räusperte sich leise. "Da ist noch etwas anderes, stimmt's?" Sie nickte als Harry noch roter wurde. "Was ist es?" Behutsam richtete sie sich auf, ignorierte dabei Harrys enttäuschte Miene und setzte sich stattdessen direkt neben ihm auf sein Bett. Nervös rutschte er ein paar Zentimeter zur Seite, um ihr Platz zu machen, doch sie schüttelte mit rosa Wangen den Kopf. Verwirrt hob er die Augenbrauen und nun war es an Hermine, betreten auf die Bettdecke zu schauen.

Sie holte tief Luft und ohne jeglichen Kommentar vor sie fort, wenn auch leicht zittrig. Harrys warmer Oberschenkel drückte durch die Bettdecke an ihren und verursachte hunderte an kleinen Stromstößen, die ihr Bein hinauf in ihren ganzen Körper schossen und eine prickelnde Wärme hinterließen.

"Magst du es mir erzählen?" Ihre Stimme war leise. Sie hoffte, Harry konnte ihren lauten Herzschlag nicht hören, als sie ungeduldig und etwas nervös auf seine Antwort wartete. Stille war alles, was sie für lange Momente hörte.

"Es ist albern", Harry schnaubte und schüttelte verächtlich den Kopf.

"Erzählst du es mir trotzdem? Bitte?" Fügte sie hinzu, als er eine Grimasse schnitt. "Ich werde auch nicht lachen."

Harry lachte leise und hob seinen Blick. Ein kleines Lächeln lag auf seinen Lippen, doch seine Augen strahlten tiefe Traurigkeit aus. Hermines Herz zerbrach bei diesem Anblick. Sie wollte nicht, dass er litt! Sie wollte, dass er glücklich war. Das hatte sie sich vor so langer Zeit selbst versprochen; und Lily.

"Es ging um mich, oder?"

Harry zuckte leicht zusammen, als sie sprach. Er seufzte. Es nutzte nichts, sie zu belügen. Warum sollte er das auch tun? Sie war ehrlich zu ihm gewesen und wenigstens das schuldete er ihr. Er nickte.

Hermine lächelte und nahm seine Hand, die wieder anfing, die Bettdecke zu erwürgen. Harry hielt inne und blickte auf ihre Hände. Seine lag auf ihrer, mit ihrer zweiten strich sie langsam über seine Handfläche. Als er zögernd aufsah, blickte sie nach unten. Harrys Herz schlug schneller als er ihre roten Wangen erblickte, die sie hinter ihren wilden braunen Haaren zu verstecken versuchte.

"Was ist passiert?"

Harry zögerte. Er wusste nicht, ob oder wie er ihr von seinem Traum erzählen sollte; besonders von dem Part. Aber er schuldete es ihr – immerhin war sie seinetwegen mitten in der Nacht wach.

Er blinzelte und hob den Kopf. Der Mond schien durch den Spalt zwischen den Vorhängen hindurch und tauchte das Zimmer in bläuliches, kaltes Licht. Eine Eule war zu hören, als sie vor dem Fenster entlang flog, wahrscheinlich auf der Suche nach einer nichtsahnenden Maus.

Harry holte tief Luft. „Es war heiß", seine Stimme war leise und rau. Vor seinem inneren Auge sah er die Flammen empor züngeln, hörte das wilde Knistern und die Wehklagen weit entfernt. „Überall war Feuer."

Hermine saß stumm neben Harry, als dieser anfing, seinen Traum zu schildern. Ein Schauder durchfuhr sie, als seine Stimme etwas emotionsloses, etwas hohles annahm. Er schilderte ihr, wie er durch die Flammen zu den Stimmen gelaufen war, wie er das friedliche Haus betreten hatte, welches nicht von dem Feuer betroffen gewesen war, „und dann warst du vor mir; im Wohnzimmer. Ron war da und hat von dir verlangt wieder zu ihm zurückzukehren."

Harry verkniff sich die Details. Das würde alles nur unnötig unangenehm machen – noch unangenehmer, dachte er erbittert und zwang sich die nächsten Worte zu sprechen. „Und du bist mitgegangen."

„Oh, Harry!" Hermine schluckte und nahm beide seiner Hände fest in die ihren. Sie wartete bis er aufblickte und ihr in die Augen sah. „Ich würde so etwas niemals machen! Das weißt du doch."

Harry lächelte zittrig und nickte. „Klar weiß ich das, Hermine. War schwachsinnig das zu träumen."

Aber du kannst nicht kontrollieren, was du träumst, Hermine blickte ihn an. Harry hatte seinen Blick gesenkt und studierte ihre Hände ausgiebig. Er glaubt wirklich, ich werde ihn verlassen. Ihr Herz sank als ihr klar wurde, dass Harry dachte, sie würde zu Ron zurückkehren. Oh, wenn sie die Dursleys noch einmal zu Gesicht bekommen würde…! Sie schnaubte und stellte sich vor, welche Flüche die am besten verwendet könnte, um ihnen klar zu machen, wie sehr sie Harrys Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl ruiniert hatten.

Harrys Kopf zuckte hoch und er starrte sie mit großen Augen an. Sie lächelte verlegen. „Ich habe mir nur gerade vorgestellt, was ich machen würde, wenn ich deine Tante und deinen Onkel zu Gesicht bekomme", sagte sie und kniff ihre Augen zusammen.

„Meine… warum das denn?" Verwirrt zog Harry seine Augenbrauen zusammen. Seine Nase kräuselte sich dabei etwas und Hermine spürte, wie die Schmetterlinge in ihrem Bauch Saltos machten.

Wärme stieg ihren Hals empor in ihre Wangen und färbte sie rosa. Sie schluckte und kicherte verlegen. „Es ist ihre Schuld, dass du glaubst, ich würde dich verlassen, obwohl ich gesagt habe, dass ich so etwas niemals machen würde. Besonders nicht nach all dem, was du für mich getan hast."

„Ich hab doch gesagt, ich glaube nicht, dass du-"

„Doch, glaubst du. Harry", sie legte einen Finger unter sein Kinn und wartete geduldig bis er zu ihr aufsah. In seinen Augen glitzerten Tränen, doch seine Wangen waren trocken. Hermine lächelte. „Ich bleibe bei dir. Das verspreche ich dir."

Ihre Lippen trafen sich.

Harrys Atem stockte als Hermines weiche Lippen auf die seinen trafen und sich nach einigen zögerlichen und unsicheren Sekunden anfingen zu bewegen. Seine Muskeln entspannten sich, seine panischen Gedanken kamen zur Ruhe und alles, was er spürte waren ihre Lippen auf seinen; weich, warm und so unsagbar Hermine.


Hat aber auch lang genug gedauert xD

Ich hoffe, es hat euch gefallen. Hinterlasst nen Kommentar :D Ich liebe es sie zu lesen und zu beantworten!

Nächstes Kapitel: Lily und James, vielleicht auch ein bisschen Harry und Hermine. Mal gucken :)

Bis denn!