4. Eifersucht

Wir lagen eng umschlungen und sprachen nicht. Ich hörte nur auf seinen Herzschlag, der nach einer Weile wieder seine normale Geschwindigkeit aufnahm. Langsam begann ich in dieser wohligen Geborgenheit einzuschlafen und bekam daher auch nur noch am Rande mit, wie mein wundervoller Vater sich erhob und mich mit sich in sein Schlafzimmer trug. Ich schlug meine Augen auf und lächelte ihn an. "Pssst Draco, schlafe" sagte seine dunkle Stimme leise, aber bestimmt. Ich wollte noch darüber nachdenken, wie er es schaffte, mich derart mühelos in sein Bett zu tragen, denn schließlich war ich ja selbst bereits ein ausgewachsener Mann, aber bevor ich meine Gedanken weiterverfolgen konnte, war ich auch schon eingeschlafen.

Ich erwachte am nächsten Morgen durch eine warme und zärtliche Berührung an meiner Wange. Sofort wollte ich mich an die Quelle dieser Zärtlichkeit drücken...meinen Vater. Ich stellte jedoch verblüfft und etwas enttäuscht fest, dass er bereits vollkommen angekleidet neben mir lag und mich liebevoll beobachtete, während sein Kopf auf seine Hand gestützt war.

"Du bist so schön, Draco" lächelte er beinahe stolz. "So wunderschön. Ich könnte Dich stundenlang nur ansehen" hörte ich ihn wieder sprechen. Das gerade ER das sagte? Die Ausgeburt der Eleganz und Perfektion? Alleine ihn jetzt zu betrachten, raubte mir schon wieder den Verstand. Er lag in einer feinen schwarzen Hose neben mir und hatte ein dunkelrotes Seidenhemd an, welches eng an seinem Körper lag. Sein Haar hatte er mit einem schwarzen Seidenband im Nacken zusammengebunden. Ich hatte nie einen schöneren Menschen gesehen, als ihn. Das wusste ich jetzt. Und plötzlich spürte ich, wie sich zu den wunderbaren Gefühlen in meiner Brust noch etwas anderes gesellte. Etwas, was mir einen brennenden Stich versetzte. Ich hatte aufgehört zu atmen.

"Draco, was ist?" hörte ich meinen Vater fragen. "Ich weiß nicht genau, Vater. Es ist nichts" sagte ich daraufhin verwirrt. "Musst Du fort?" fragte ich? Ich wusste, dass es wohl kaum etwas Offizielles sein konnte, denn mein Vater wäre sonst ganz anders gekleidet.

"Ja, Draco. Ich möchte in der Winkelgasse etwas in Autrag geben und bin bald wieder da. Bleibe ruhig noch etwas liegen und ruhe Dich aus" sagte er und streichelte meine Stirn. Ich sah ihn wohl mit einer gehörigen Portion Enttäuschung an, denn plötzlich hörte ich sein schallendes Lachen ertönen. "Oh Draco, Du siehst mich gerade an, als würde die Welt untergehen". Er zog mich an sich. "Naja, ein bisschen Zeit habe ich ja noch" flüsterte er mir in mein Ohr. Er strich mir mit seinen Fingerspitzen über den Rücken und ich bekam eine Gänsehaut. Dann wanderten seine Finger zu meinem Nacken und er liebkoste meinen Hals. Ganz leichte Küsse verteilte er auf der empfindlichen Haut meines Halses. Und ich spürte, dass meine Erregung wuchs, denn ich konnte das Ziehen in meinem Unterleib deutlich spüren. Mein Vater spürte das natürlich auch und sog laut die Luft in seine Lungen, ehe er sie anhielt. Himmel, dachte ich. Musste ich denn immer gleich eine Erektion bekommen, wenn er mich berührte. Ich liebte ihn doch auch ohne diese körperliche Erfüllung und konnte es ihm jedoch nicht beweisen. Nicht so auf jeden Fall, dachte ich wütend auf mich selbst. Jedoch wurde ich recht schnell aus meinen Gedanken herausgerissen, denn mein Vater schob mich ein winziges Stück von sich weg und drehte mich auf den Rücken.

Er sah an mir hinab und seine Augen begannen zu glühen. "So schön bist Du" hörte ich ihn wieder sagen. Bevor ich etwas erwidern konnte, spürte ich seine Hand auf meiner Brust, die mich liebkoste und langsam nach unten wanderte über meinen Bauch zu meinen Lenden. Ich schnappte nach Luft. Dann legte sich seine große Hand auf mein Glied und er strich kurz darüber. Ich schnappte lauter nach Luft. Eigentlich wollte ich ihm sagen, dass ich ihn auch spüren und ihn entkleiden möchte, aber auch dazu kam ich nicht, denn er legte seinen Mund auf meine Brust und fuhr mit der Zunge quälend langsam die Spur nach, die zuvor seine Hand genommen hatte. Ich japste nach Luft, als er sich meinen Lenden näherte. Wollte er denn wirklich...? Ein lautes Stöhnen bahnte sich den Weg durch meine Kehle, als er mein Glied mit seinen Lippen umschloss. Ich sah ihn an, wie er sich mit einer Hand auf dem Bett aufstütze und mit der anderen Hand meinen Bauch streichelte, der inzwischen zu hartem Stein geworden war. Der Anblick dieses stolzen Mannes...wie er meine Erregung mit seinen Lippen liebkoste und wie sich sein Kopf auf und ab bewegte, ließ mich erzittern und brachte mich an den Rande meines Verstandes. Ich warf den Kopf nach hinten und stöhnte nun hemmungslos. Meine Hände krallten sich in das Bettlaken. Ob ich es wagen durfte meine Hand auf seinen Kopf zu legen? Ich konnte mich absolut nicht mehr beherrschen und tat es einfach. Ganz vorsichtig legte sich meine bebende Hand auf sein wundervoll seidiges Haar und ich spürte, wie sich seine Hand auf meinem Bauch leicht verkrampfte und dann wieder entspannte. Alles in mir brannte vor unbändiger Erregung und als ich den Rhythmus seinen Kopfes unter meiner Hand fühlte, gepaart mit der unglaublichen Lust, die mir sein Mund gerade schenkte, knallten mir buchstäblich die Sicherungen durch. Ich keuchte laut und presste seinen Kopf fest gegen meine Lenden, während ich mich in seinen Mund ergoss. Mein Gott! Ich zitterte, wie Espenlaub und atmete, wie ein Verrückter. Was stellte dieser Mensch nur mit meiner Gefühlswelt an, dass ich dermaßen ausrastete. Ich hatte ja, wie gesagt, auch schon vor ihm meine sexuellen Erfahrungen gesammelt, aber nichts war mit dem zu vergleichen, was hier geschah. Ich streichelte ehrfürchtig über sein Haar und blinzelte fast schüchtern zu ihm hinunter, denn ich schämte mich beinahe ein wenig. Ich wusste nicht, ob ich in meiner Leidenschaft nicht eine Grenze überschritten hatte, indem ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, sein Tun zu lenken.

Er erhob sich und legte sich wieder lächelnd seitlich neben mich. Ich sah ihn entschuldigend und errötend an. "Mein süßer, unersättlicher Draco" hörte ich ihn sprechen. "Ich sehe Dir an, was Dich bewegt. Du brauchst Dir jedoch keine Gedanken zu machen, denn wenn ich es nicht gewollt hätte, dann hätte ich es auch nicht getan" sagte er mit einer Stärke und Dominanz in seiner wunderschönen dunklen Stimme, dass ich keinen Zweifel mehr hegte, ob seine Worte der Wahrheit entsprächen oder nicht. "Ich muss gehen, Draco" flüsterte er und hauchte mir noch einen Kuss auf die Stirn und dann war die wundervoll warme Stelle neben mir leer.

Verwirrt und aufgewühlt lag ich noch eine Weile in dem großen Bett meines Vaters, aber ich fand keinen Schlaf mehr. Ich dachte darüber nach, was gestern Abend und gerade eben zwischen uns geschehen war und ich wusste, dass wir etwas getan hatten, das niemals jemand außer uns beiden bemerken durfte. Mir war klar, wie verwerflich es war, was wir miteinander taten, aber ich liebte und begehrte ihn so sehr und konnte mich nicht dagegen wehren. Ich wollte es auch gar nicht. Und ich hoffte inständig, dass er es nicht eines Tages bereute, denn ich wusste tief in meinem Herzen, dass ich das hier niemals bereuen würde und er mir mein Herz brechen würde. Da waren sie plötzlich wieder...diese brennenden Stiche in meiner Brust. Ich hielt den Atem an und fühlte, wie der Schmerz immer stärker wurde und ich sprang auf.

Nach einer ausgiebigen Dusche ging ich nach unten und setzte mich an den Frühstückstisch. Was sollte ich nun tun? Hunger hatte ich eigentlich auch keinen. Ich überlegte mir, was mein Vater wohl gerade machte und ärgerte mich insgeheim, dass er mich nicht einfach mitgenommen hatte. Warum eigentlich nicht. Ich beschloss, dass ich ihn danach fragen wollte, sobald er heimgekehrt war. Ich seufzte und schnappte mir das Buch, in dem ich seit Tagen immer wieder las. Obwohl die Geschichte spannend war, schweiften meine Gedanken immer wieder ab und daher war ich über alle Maßen froh, als ich 2 Stunden später meinen Vater hörte, der gerade nach Hause gekommen war.

Er lugte ins Zimmer und als er mich sah, hellte sich seine Miene auf und er blickte mich voller Zärtlichkeit an. "Draco, ich habe Dich vermisst" lachte er. "Wenn Du wüsstest, wie sehr ich Dich erst vermisst habe" erwiderte ich erleichtert. "Warum hast Du mich eigentlich nicht mitgenommen?" fragte ich ihn. Er sah mich nachdenklich an. Dann sagte er nach einer kleinen Weile "es ist vielleicht noch zu früh, dass wir uns zusammen in so eine belebte Gegend begeben, mein Junge. Es hat sich deutlich etwas verändert zwischen uns und Du weißt, dass niemand dies jemals herausfinden darf. Ich kann meine Gefühle in dieser Hinsicht vor anderen absolut verbergen, aber ich bin mir nicht sicher, ob Du das kannst, Draco?"

Irgendwie schmerzte es mich ein wenig, denn ich fühlte mich trotz meines Alters nicht von ihm ernst genommen. Aber andererseits wusste ich, dass er recht hatte. Er sah mir in die Augen und sagte "außerdem fürchte ich, dass ich mich in der Gegenwart anderer vielleicht Dir gegenüber zu unterkühlt verhalten könnte...zumindest am Anfang...weil ich selbst erst herausfinden muss, wie ich damit in der Öffentlichkeit umgehen kann. Ich bin kein Stein, Draco. Auch, wenn ich vielleicht manchmal nach außen hin so wirke. Und nichts liegt mir so fern, als Dir weh tun zu wollen. Verstehst Du das?"

Stumm sah ich ihn an. Ja, ich verstand ihn. Und unter diesen Umständen war es mir dann vielleicht doch lieber, dass er mich nicht mitgenommen hatte.

Mein Vater drückte mich an sich und fragte leise "Was möchtest Du heute noch unternehmen, Draco? Wollen wir ein wenig spazieren gehen? Wir könnten doch zu dem See gehen, in dem Du manchmal badest, denn der Weg ist eher abgeschieden". Oh ja, ich war begeistert. "Sehr gerne, Vater" sagte ich. "Dann nehme ich meine Decke mit, denn wir können uns doch dort ein wenig hinsetzen".

"Gut, ich bin einverstanden" zwinkerte er mich an.

Gesagt...getan. Wir spazierten mit meiner Decke im Schlepptau den Weg entlang zu meinem Lieblingssee. Zum Glück gab es mehrere Wege dorthin und einer davon führte sehr abgeschieden durch unberührte Natur. Es war so herrlich, ihn so ungezwungen neben mir zu haben. Wir erzählten uns Dinge aus unser beider Leben, die keiner von uns bisher kannte. Gut, bei meinem Vater war das auch nicht sehr schwer, Dinge aus seinem Leben nicht zu kennen. So verschlossen, wie er stets war. Als er sogar meine Hand eine Weile hielt, frohlockte ich innerlich. Ich war so glücklich. Angekommen am See saßen wir eine sehr lange Zeit auf meiner Decke und erzählten weiter. Er sprach sogar kurz über meine Mutter, aber da dieses Thema weder ihm noch mir gefiel, änderte er es bald darauf. Es waren immer wieder Menschen zu sehen, aber die Entfernung zu ihnen erlaubte es uns kurze Zärtlichkeiten auszutauschen. So streichelte er mir etliche Male mein Haar, welches mir ins Gesicht fiel, aus der Stirn und berührte zärtlich meine Wange. Ich streichelte seine Hand und er erlaubte mir sogar einmal für ein paar Minuten meinen Kopf auf seine Schulter zu legen. Stumm drückte er meine Hand und zog mich kurz an sich. Wie elegant er doch aussah...selbst in dieser Situation am Boden sitzend. Ich sog jede seiner Bewegungen in mich auf und konnte gar nicht genug davon bekommen. Seine Augen, die mich anstrahlten. Die Bewegungen seines Gesichtes, wenn er lachte. Die Muskeln an seinem Arm, wenn er sich sein langes Haar nach hinten strich. Er war einfach perfekt. Am Ende starrte ich ihn vermutlich dermaßen intensiv mit weit geöffnetem Blick an, dass er im Gespräch inne hielt und still wurde. Ich starrte ihn weiter an und registrierte erst jetzt, dass er aufgehört hatte zu sprechen. "Oh Verzeihung, Vater. Was hattest Du gerade eben gesagt?". Er fing an zu lachen und drückte mich an sich. "Draco, Du machst mich fast verlegen, so wie Du mich ansiehst. Ich glaube, wir sollten jetzt besser gehen, denn wenn Du mich weiter so ansiehst, dann kann ich meinem Verlangen nach Dir vielleicht nicht mehr lang widerstehen."

Seine Stimme war leise und rau geworden und seine Augen funkelten mich in einer weitaus dunkleren Farbe an, als zuvor. Ich wollte ihn an mich ziehen und ihm die Kleider vom Leib reißen, aber ich wusste, ich durfte es nicht. Zumindest hier nicht.

Er stand geschmeidig, wie eine Katze, auf und zog mich nach oben. "Komm mein Liebstes" flüsterte er. Unter seinen Worten schmolz ich, wie Butter in der Sonne. Wir gingen nebeneinander am Ufer des Sees und ich blickte stumm auf unser beider Spiegelbild, dass sich auf der Wasseroberfläche zeigte. Ich war stolz auf mein Aussehen und dachte glücklich bei mir, dass mein Vater mich ebenfalls so sah. In den letzten beiden Jahren war ich beinahe so groß geworden, wie er. Nur ein halber Kopf trennte uns voneinander. Und das war trotzdem eine beachtliche Größe für mich, denn mein Vater war ein sehr hochgewachsener Mann. Als ich noch weiter darüber nachdachte, hörte ich plötzlich eine weibliche Stimme süßlich rufen "Lucius, was für eine Freude"!

Erschrocken blieben wir stehen und sahen uns um. In einiger Entfernung saß Lucinda Heelsbelt mit ihrem Clan und strahlte meinen Vater an. Oh bitte nicht diese KUH, dachte ich für mich. Ich hasste dieses Weib. Sie war schon seit Jahren hinter meinem Vater her. Eigentlich glaube ich, dass sie schon immer hinter ihm her war d.h. auch, als mein Vater noch mit meiner Mutter zusammen war. Und sie nutzte jede Gelegenheit, um sich an ihn heranzumachen. Vor allem so offensichtlich und so billig. Du blödes Weib, spie ich ihr in Gedanken entgegen und mein Blick verfinsterte sich über alle Maßen. Schon sprang sie auf und lief äußerst leicht bekleidet auf meinen Vater zu. Er verspannte sich sichtlich neben mir und keuchte "Oh je". Ganz meiner Meinung wollte ich entgegnen, aber da war sie auch schon bei uns angekommen und hielt ihm ihre perfekt manikürte Hand hin. "Lucius mein Lieber" säuselte sie. Mein Vater nahm ihre Hand und hauchte einen kurzen Kuss darauf. "Madam Lucinda" sagte er knapp. In meinem Herz gab es einen kurzen Stich. Ich wollte nicht, dass er sie anfasste. Zu oft fürchtete ich in der Vergangenheit, dass dieses Schreckensweib die Nachfolgerin meiner Mutter werden könnte, denn für mich war immer sehr schwer zu erkennen, was mein Vater tatsächlich über sie und ihre Avancen dachte.

Ich entfernte mich ein paar Schritte, denn ich wollte vermeiden, in die Gefahr zu geraten, ihr die Gurgel umzudrehen. Dann hörte ich nur, wie mein Vater sich höflich einige Minuten mit ihr unterhielt und es dankend ablehnte, sich zu ihr zu setzen. Sie versuchte ihm wieder einmal eine ihrer Einladungen aufzuschwatzen...wie so oft in den letzten Jahren. Ob er jemals eine ihrer Einladungen angenommen hatte, wusste ich ehrlich gesagt nicht. Ich hoffte nicht. Bei dem Gedanken daran verfinsterte sich mein Blick noch mehr und ich ballte meine Hände zu Fäusten. Meine Güte, warum war ich nur so eifersüchtig. So benimmt sich ein Teenager, aber kein erwachsener Mann, ärgerte ich mich über mich selbst.

Mein Vater rief nach mir und ich sah, dass sie im Begriff war zu gehen. Da betrachtete ich sie etwas genauer. Sie war eine verdammt gut aussehende Frau...verdammt gut aussehend und auch genauso hohl, lachte ich in mich hinein. Mir blieb plötzlich die Luft weg, als ich bemerkte, dass sie eigentlich kaum etwas trug außer einem mega knappen Bikini und ein dünnes durchsichtiges Kleid darüber. Meine Kinnlade klappte nach unten. Wie konnte sie es wagen, uns so gegenüber zu treten! Oh ich hasste sie. Und nun ging sie mit wackelnden Bewegungen zu ihrem Clan zurück und führte vor meinem Vater ein wahres Konzert auf. Ich starrte ihr hinterher und konnte es nicht fassen.

"Draco, kommst Du?" sagte mein Vater. Ich reagierte nicht. Nach ein paar Sekunden wurde seine Stimme energischer und etwas ärgerlich "Draco, kommst Du nun endlich? Was ist denn los?"

Ich sah zu ihm und er blickte mich sehr merkwürdig und nachdenklich an. Dann sah er noch einmal zu diesem Weib und dann wieder zu mir. "Komm mein Junge, lass uns gehen".

Den Rest des Weges gingen wir schweigend, denn die Eifersucht, die in mir nagte, schnürte meine Kehle zu. Die Tatsache, dass mein Vater auch nicht sprach, machte es nicht gerade besser, denn das zeigte mir doch umso mehr, dass etwas zwischen uns stand.

Als wir nach Hause kamen, dämmerte es bereits und ich log, dass ich mich nicht so wohlfühlen würde und deshalb nach oben gehen wolle. Mein Vater drückte mir einen Kuss auf die Stirn und sah mich weiter nachdenklich an. Dann ging ich in mein Zimmer und lag die halbe Nacht wach.

Als es draußen wieder hell wurde, war ich froh darüber, aufstehen zu können, denn dieses ewige Grübeln tat mir gar nicht gut. Es war noch sehr früh und ich hielt die Sehnsucht nach meinem Vater einfach nicht mehr aus. Ich schlich mich also in sein Schlafzimmer. Er sah so wunderschön aus, wenn er schlief. Dann war die ständige Härte aus seinem Gesicht gänzlich verschwunden und er sah aus, wie ein griechischer Halbgott. Ich setzte mich in seinen Sessel, der gegenüber dem Bett stand und betrachtete ihn unaufhörlich. Ich weiß nicht, wie lange ich da so saß. Es kam mir nur wie ein Augenblick vor, aber es müsste mindestens 1 Stunde gewesen sein. Ihn zu betrachten, wurde ich nie müde. Als ich merkte, wie er erwachte, hielt ich die Luft an. Hoffentlich war er nicht verärgert, wenn er mich so vorfand. Mein Vater schlug die Augen auf und sah mich zuerst verblüfft an. Dann entspannten sich seine Gesichtszüge und er begann zu lächeln.

"Draco, komm doch her zu mir" flüsterte er zärtlich und streckte die Arme nach mir aus. Ich warf mich in seine Arme und er lachte, als er mich fest an sich drückte und mich unter seine Decke zog. Ich erstarrte kurz, als ich spürte, dass er nackt war und ich errötete etwas. Er sah mich lächelnd an und sagte dann "kann es tatsächlich sein, dass Dir das jetzt peinlich ist? Oh mein Draco!" Er lachte lauter. "Ich glaube, Du hast bereits jeden Teil meines Körpers gesehen und auch berührt". Seine Stimme wurde dunkler und seine Augen sahen mich leidenschaftlich an.

Er zog mich fest an seine Brust. Sein Geruch war so betörend.

Diesmal ist die Situation also umgekehrt, dachte ich insgeheim. Diesmal war ich der Bekleidete und er lag nackt neben mir. Wellen der Erregung überfluteten mich schlagartig, als mir das bewusst wurde. Was könnte ich jetzt alles mit ihm tun? Er war mir in gewisser Weise ausgeliefert. Ich wusste bereits, was ich wollte...noch bevor ich richtig daran dachte und ich musste ein Stöhnen unterdrücken. Mein Vater blickte mich an und fragte "Draco, was ist?"

Er hatte sicherlich gespürt, dass ich mich seltsam in seinen Armen benahm. Ich sagte "Pssssst, Vater. Entspann Dich einfach nur". Daraufhin sah er mich ungläubig an und sagte "was willst Du tun?"

Ich flüsterte atemlos "dasselbe, das Du zuletzt mit mir getan hast" und meine Hände begannen bei dem Gedanken daran zu beben. Er sah mich kurz mit aufgerissenen Augen an und presste hervor "Draco, ich weiß nicht, ob das..." zu mehr kam er nicht, denn ich packte blitzschnell seinen Nacken und küsste ihn wild und hungrig. Er sank mit mir nach hinten in die Kissen und erwiderte meinen Kuss leidenschaftlich. Ich küsste ihn, als ginge es um mein Leben und hörte ihn keuchen, als meine gierigen Hände jede Stelle seines Körpers streichelten. Ich zog die Decke zur Seite und begann an seinem Körper küssend abwärts zu wandern. Er atmete heftig und verkrampfte sich, als mein Mund am unteren Ende seines Bauches angelangt war. Ich hörte, wie er keuchte "Draco, bitte...".

Bevor er mir sagen konnte, was er wollte oder auch nicht wollte, begann ich mit meiner Zunge über seine Härte zu streicheln und seine Stimme erstarb. Er atmete immer schneller. Als ich ihn in meinen Mund aufnahm, begann er laut zu stöhnen und ich fühlte, wie er seine Finger in die Decke unter sich grub. Ich war wie hypnotisiert von seiner Leidenschaft und begann selbst zu stöhnen.

Das Bild meines sich unter mir windenden Vaters, der mir in diesem Moment vollkommen ausgeliefert war, machte mich wahnsinnig. Ich konnte ihm diese süße Qual zuteil werden lassen, denn er war vollkommen in seiner Lust gefangen und somit unfähig, sich gegen mich zu wehren.

Ich bewegte mich immer schneller über ihm und genoss sein Winden, sein Stöhnen, seine dunkle Stimme. Die Muskeln seines Körpers wurden immer härter und ich sah, wie die Sehnen an seinen Armen weit hervortraten. Er nahm plötzlich meinen Kopf und hielt ihn fest, so dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Ich konnte es nicht fassen: hatte mein Vater mal wieder geschafft, sich zu beherrschen und über allem zu stehen? Doch ich irrte mich. Ich hörte wie er keuchte "Draco, Du musst das nicht tun...nicht bis zum Ende". Er machte wohl Witze. Und ob ich das tun wollte. Jede Faser meines Körpers wollte es und ich konnte kaum klar denken, so sehr war ich gefangen von meiner unbändigen Gier nach ihm.

Ich drückte seine Hände zu Seite und begann von Neuem damit, meinen Mund und meine Zunge auf ihm zu bewegen. Er stöhnte und presste sich selbst in die Kissen. Ich wurde immer wilder und hemmungsloser und drehte geistig fast durch vor Verlangen, als ich spürte, wie er sich immer mehr verkrampfte. Seine Finger glitten über den Stoff des Bettes, aber er fand keinen Halt mehr. Zu groß war seine eigene Lust. Da griff er plötzlich hinter sich und hielt sich mit einer Hand am Kopfende des Bettes fest. Die andere Hand krallte er in meinen Arm. Es tat fast weh, aber sein Anblick, wie er da lag, ließ mich nichts mehr fühlen, außer unbändige Erregung. Sein Stöhnen ging über in dunkle kurze Schreie und er riss fast das Kopfende des Bettes in zwei Teile, als er sich unter mir aufbäumte und sich in meinen Mund ergoss. Ich brach über ihm zusammen und war überwältigt. Er bekam kaum noch Luft, so schnell ging sein Atem und er zog mich zu sich nach oben. Dort blieb ich zitternd auf seiner Brust liegen und lauschte seinem Herzschlag. Nach einer kleinen Weile nahm er mein Gesicht in seine starken Hände und lächelte mich mit immer noch benebeltem Blick an. Er strich über meine Lippen und wischte verräterische Spuren meiner vorangegangenen Tätigkeit weg. Dann legte er seine Stirn an meine und raunte "Draco, das war unglaublich. Aber Du hättest das nicht tun müssen. Ich will, dass Du das weißt". Ich erwiderte zwinkernd "mir hat mal jemand einen Satz gesagt, den ich im Gedächtnis behalten habe: wenn ich es nicht gewollt hätte, dann hätte ich es auch nicht getan". Mein Vater sah mich erstaunt und fast schon ehrfürchtig an, als er sich an seine eigenen Worte erinnerte. "Wenn das so ist, dann bin ich beruhigt" hörte ich seine wunderschöne Stimme sagen und er zog mich in seine Arme.