Mit diesem Kapitel bedanke ich mich bei Hermine Potter
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Kapitel 2 - Überraschung im Krankenflügel (Teil 1)
Es folgte ein betretenes Schweigen, bei dem die jeweiligen Schuhe das Interessante der Welt zu sein schienen.
„Ich schlage vor, sie alle begeben sich jetzt mit mir in den Krankenflügel, wo ihnen Madame Pomfrey einen Schlaftrunk geben wird, damit sie endlich etwas Ruhe finden." „Und diese Nacht bleiben sie dann im Krankenflügel" setzte Prof. McGonagall nach einer kurzen Pause mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete, hinzu.
„Aber wir müssen Harry suchen ..." begann Hermine flehend.
Sie wurde jedoch sofort von einem aufgebrachten „Aber meine Mutter ..." von Ginny und Ron gleichzeitig unterbrochen.
Mit einem entschiedenen „Nein" würgte Prof. McGonagall alle Proteste ab.
„Mr. Potter werden wir selbstverständlich suchen, aber dazu brauchen wir alle einen klaren Kopf und vermutlich noch einige nicht unerhebliche Informationen."
„Und eure Mutter zu besuchen dürfte mit Sicherheit keine gute Idee sein, da ihr dort nur den Heilern im Weg stehen würdet." „Arthur ist bei ihr und wird sich sicherlich so bald er neue Informationen hat bei uns melden" fuhr sie mit etwas sanfterer Stimme fort.
„Miss Lovegood und Mr Longbottom, auch sie werden die Nacht im Krankenflügel verbringen." „Ich werde ihrer Großmutter und ihrem Vater Bescheid sagen" wandte sich Prof. McGonagall an die beiden anderen DA-Mitglieder und kam deren Protest somit zuvor.
Da alle sahen, dass momentan nicht mit Prof. McGonagall zu spaßen war, folgten sie ihr still und jeder in seinen Gedanken versunken durch die teilweise zerstörten Gänge in den Krankenflügel.
Madame Pomfrey erwartete die kleine Gruppe bereits am Eingang des Krankenflügels. In Gedanken begann sie zu zählen und wollte gerade zu einem „aber da fehlt doch einer von der Bande" ansetzten, als ihr Prof. McGonagall mit einem Blick zu verstehen gab, dass jetzt nicht die Zeit für Fragen war. Als Madame Pomfrey die leeren Augen von Hermine sowie die verstörten Gesichter der Anderen näher betrachtete wusste sie, warum Prof. McGonagall sie die Frage nicht hatte stellen lassen.
„Dann mal rein mit Euch und ab ins Bett" befahl Madame Pomfrey statt dessen. „Ich hole schon mal den Trank".
Wortlos zogen sie sich um, krochen in ihre Betten und ließen sich den Trank von der Schulkrankenschwester einflößen.
Prof. McGonagall wartete noch bis alle ihren Trank genommen hatten und wandte sich dann an Madame Pomfrey.
„Tut mir leid Poppy, dass ich Dich vorhin nicht habe zu Wort kommen lassen, aber die Kinder waren mit ihren Kräften am Ende, auch wenn sie es sich selber nie eingestanden hätten."
„Und nun da sie schlafen will ich Dir die ganze Geschichte erzählen …"
Die Nacht verlief ruhig und am nächsten Morgen erwachten Hermine, Ginny, Luna, Neville und Ron aus einem langen und traumlosen Schlaf. Die Vorhänge an den Fenstern waren zugezogen und das Sonnenlicht des neuen Tages fiel gedämpft ins Krankenzimmer.
„Harry" schreckte Hermine hoch.
„Alles in Ordnung" versuchte sie Madame Pomfrey zu beruhigen und drückte sie sanft wieder zurück in ihr Bett.
„Die Professoren haben sich schon versammelt und schauen die alten Unterlagen zum Apparieren und den Schutzzaubern von Hogwarts durch."
„Ich muss aber ..." begann Hermine, wurde von Madame Pomfrey jedoch sofort unterbrochen.
„Sie müssen erst mal wieder zu Kräften kommen und danach werden sie sich selbstverständlich an der Suche beteiligen können." „Das hat mit Prof. McGonagall ausdrücklich mitgeteilt."
„Weil sie sonst eh keine Ruhe geben und aus dem Krankenflügel stürmen würden" aber das dachte Madame Pomfrey nur.
In diesem Moment begannen sich auch die Anderen langsam in ihren Betten zu rühren. Luna schlug blinzelnd ihre Augen auf, sah ihren Vater zunächst etwas verschwommen und fiel ihm schluchzend um den Hals. Mr. Lovegood schloss Luna in seine Arme und nun konnte auch er die Tränen nicht mehr zurückhalten. Nach dem frühen Tod seiner Frau war Luna sein Ein und Alles.
Die gleiche Szene spielte sich ein Bett weiter zwischen Neville und seiner Großmutter ab.
Ron und Ginny erwachten fast gleichzeitig mit den Worten „Wie geht es unserer Mutter?".
Zu ihrer Überraschung kam die Antwort aus der entgegengesetzten Richtung des Zimmers.
„Sie ist zwar schwer verletzt, aber die Heiler sind sich sicher, dass sie in spätestens einer Woche wieder St. Mungos verlassen kann".
Beide drehten die Köpfe so ruckartig um, dass ihre Hälse knackten. Am Fenster des Krankenflügels stand Percy.
„Percy, Du?" fragte Ron etwas überrascht.
„Ja" gab Percy ziemlich kleinlaut zu. „Ich habe Euch ja schon im Raum der Wünsche gesagt, dass ich mich wie ein Vollidiot benommen habe" druckste er herum. „Und da war es nur mehr als recht, dass ich die Nacht über bei Euch Wache gehalten habe."„Nur den Moment als Madame Pomfrey nach Euch geschaut hat habe ich genutzt, um Vater kurz über das reaktivierte Flohnetzwerk zu kontaktieren." „Daher weiß ich das auch von unserer Mutter."
„Komm her Percy" sagte Ginny zu ihm, und ehe sich Percy versah, hing Ginny an seinem Hals.
„Und was ist mit mir?" „Umarmt mich denn niemand?" erklang eine Stimme aus einem hinter einem Vorhang verborgenen Bett.
Der Klang der Stimme lies alle fünf senkrecht in ihren Betten sitzen und mit offenen Mündern Richtung Vorhang blicken.
„Das ist doch die Stimme von …
… Fortsetzung folgt …
