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Kapitel 04 - Die Zusammenkunft (Teil 1)

Hermine erholte sich schnell im Kreis ihrer Familie. Am dritten Tag kam Prof. McGonagall in Begeleitung von Madame Pomfrey, welche beide von Hermines Eltern freudig begrüßt wurden.

„Danke für alles was sie für unsere Tochter getan haben" brachten beide gerührt hervor.

„Aber das ist doch selbstverständlich" erwiderte Madame Pomfrey und verschwand in Richtung Hermines Zimmer.

„Was gibt es Neues?" wollte Mr Granger von Prof. McGonagall wissen.

„Nun" sagte Prof. McGonagall „wir hatten die Idee, dass wir uns alle zusammensetzen um die neuesten Erkenntnisse zu besprechen. Und einfach miteinander zu reden wird uns auch helfen, alles besser zu verarbeiten. Madame Pomfrey schaut gerade nach Hermine, ob diese schon so weit ist"

„Und ob sie so weit ist" sagten Mr und Mrs Granger im Chor und grinsten sich einander an.

„Ich sehe" entgegnete Prof. McGonagall mit dem gleichen Grinsen.

„An was für ein Treffen habe sie dabei gedacht Prof. McGonagall" fragte Mr Granger.

„Molly Weasley hat uns alle eingeladen in den Fuchsbau zu kommen" eröffnete Prof. McGonagall den beiden.

„Ja, ich komme sofort mit" ertönte es von der Treppe und Hermine kam herein gestürmt, Madame Pomfrey auf ihren Fersen.

„Das dachte ich mir schon Miss Granger" entgegnete Prof. McGonagall, die nichts anderes erwartet hatte.

„Poppy?" wandte sich Prof. McGonagall an die Angesprochene.

„Keine Einwände" bestätigte diese den gefestigten Zustand von Hermine.

„Diese Einladung gilt für alle" setzte Prof. McGonagall das Begonnene fort. „Auch für sie Mr und Mrs Granger."

Die beiden schauten sich etwas überrascht an. „Aber wir sind doch Muggle..." begann Mrs Granger. „... und Hermines Eltern" beendete Prof. McGonagall den Satz. Hermine warf sich ihren Eltern in die Arme. „Los lass uns aufbrechen".

„Aber wir sind doch noch nie mit diesem ... wie heißt das noch mal ... Flohpulver gereist" entgegneten ihre Eltern. „Können wir nicht auf normalen Weg dahin gelangen?"

„Momentan leider nicht" entgegnete Prof. McGonagall.

„Das ist gar nicht weiter schlimm. Teilweise macht es sogar Spaß" rief Hermine ihren Eltern zu, als sie sich dem Kamin näherte. „Wir sehen uns gleich" war das Letzte was ihre Eltern hörten bevor sie mit einem freudigen „zum Fuchsbau" in den Flammen verschwand.

„Unsere Tochter" stellten Mr und Mrs Granger lächelnd fest

„Ja, ihre Tochter" entgegneten Madame Pomfrey und Prof. McGonagall. Alle vier sahen sich an und mussten erst mal herzlich lachen. „Also gut" sagte Mr Granger „bringen wir diese … ähm … Reise hinter uns" und griff in den Beutel mit dem Flohpulver.

Hustend und sich den Ruß abklopfend entstiegen die vier den Kamin.

„Na ja, lustig war es nicht gerade" war das Erste, was Mr Granger über die Lippen kam. „Aber wir sind immerhin da".

„Alles OK?" erkundigte sich Hermine bei ihren Eltern.

„Alles in Ordnung meine Kleine" erwiderte Mr Granger.

„Allerdings nicht unbedingt meine Art zu reisen" kam es von Mrs Granger.

„Sie sind da" rief eine aufgeregte Stimme.

„Ginny!" rief Hermine und die beiden Freundinnen fielen sich in die Arme.

Kurze Zeit später betraten alle den Garten der Familie Weasley, wo Mr. Weasleys sich daran versuchte einen Grill auf Muggleart anzufachen.

„Ah, sehr schön, dass sie hier sind" begrüßte Mr Weasley die Ankömmlinge.

„Mr Granger" wandte sich Mr Weasley an Hermines Vater „Sie können mir doch bestimmt helfen. Wie bekommen es die Muggle hin, ihr Fleisch über einem offenen Feuer richtig zuzubereiten?"

Mr Granger konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Von Hermine wusste er schon, wie muggelvernarrt Mr Weaseley war. Er griff nach Mr Weasleys Arm und beide gingen Richtung Grillplatz.

„Die sehen wir die nächsten Minuten nicht mehr" sagte Mrs Granger die wusste, dass ihr Mann ein großer Grillfreund ist.

„Da bin ich mir sicher" kam es von Mrs Weasley die gerade in den Garten kam.

„Mein Mann ist nämlich vernarrt in alles, was mit Mugglen zu tun hat, und wird ihren Mann bestimmt tausend Löcher in den Bauch fragen".

„Kein Problem" antwortete Mrs Granger. „Die kann er ja später mit ein paar Steaks wieder auffüllen." Mit einem lauten Prusten verschwanden die beiden Frauen in der Küche.

„Schau mal, wer noch alles hier ist" lenkte Ginny Hermines Aufmerksamkeit zum Festzelt, das im Garten der Weasleys aufgebaut stand. Und kaum dass Hermine ihren Blick zum Zelt wandern lies, erblickte sie auch schon Neville mit seiner Großmutter sowie Luna mit ihrem Vater.

„Hermine!" riefen beide aus, als sie erblickten und rannten auf sie zu.

Luna umarmte Hermine als Erstes, dann folgte Neville, den Ginny erst mal das Glas mit dem Butterbier aus der Hand nahm und sich einen großen Schluck gönnte.

„Wurde auch Zeit" stichelte sie Richtung Neville als dieser Hermine wieder los lies und sich sein Glas von Ginny wieder holte. „Ich bin beim Warten fast verdurstet".

Hermine sah Neville und Ginny etwas ratlos an.

„Ihr trinkt aus demselben Glas? Ihr ..." Hermine sah die beiden sprachlos an.

„Ja, Neville und ich sind zusammen, falls es das war, was Dir im Hals stecken geblieben ist" frohlockte Ginny mit einem Blick auf Hermine. Nachdem sich Hermine von der ersten Überraschung erholt hatte, fiel sie beiden um den Hals. „Ich freue mich ja so für Euch. Aber erzählt mal."

„Da gibt es eigentlich gar nicht so viel zu erzählen" begann Ginny, während sie sich langsam gegen Neville lehnte.

„Da ihr drei ja auf der Jagd nach den Horkruxen ward, blieb es an Neville und an mir hängen, die DA weiterzuführen und auf den Kampf gegen Voldemort vorzubereiten. Zudem war das Leben in Hogwarts zu dieser Zeit alles andere als leicht. Neville stand immer zu mir und hat sogar Strafen auf sich genommen für DA-Aktionen, für die ich verantwortlich war. Und da wusste ich, dass dieses Kribbeln im Bauch mehr bedeuten musste."

„Mir ging es nicht anders" fuhr Neville fort. „Auch bei mir wurde das Kribbeln im Bauch von DA-Treffen zu DA-Treffen immer stärker. Und als Ginny mal wieder eine ihrer Aktionen startete, die dieses Mal leider etwas schief lief, war es für mich klar, dass ich mich vor sie stellen würde und die Strafe auf mich nehme." „Das ist eigentlich schon alles."

„Das war echt ritterlich" sagte Ginny stolz und küsste Neville zärtlich.

„Wo steckt eigentlich Ron?" fragte Hermine nachdem die beiden sich wieder voneinander gelöst hatten.

„Der unterhält sich gerade mit Lunas Vater" entgegnete Ginny. „Ich glaube er will sich zum zehnten Male für das Chaos entschuldigen, welches ihr bei eurer Suche in seinem Haus veranstaltet habt."

„Und dabei hab ich ihm schon hundert Mal gesagt, dass mein Vater zum Dank für meine Rettung mehr als dieses eine Zimmer geopfert hätte" setzte Luna hinzu.

Hermine dachte zurück an den Tag, als sie nur knapp den Todessern entkommen waren und nicht zum ersten Mal spürte sie diesen Schmerz, wenn sich ihre Gedanken Harry näherten.

„Na los, kommt schon oder wollt ihr ewig da herumstehen" kam es von Bill, der gerade seien Kopf aus dem Zelt streckte.

„Lass sie doch, wenn sie noch etwas zu bereden haben" fiel ihm eine Stimme ins Wort, die nur von Fleur stammen konnte.

„Alles was Du sagst, mein Schatz" beschwichtigte Bill seine Frau.

Das Grinsen im Gesicht und der heimlich gezückte Zauberstab zeigten, dass da noch ein kleines Nachspiel folgen würde. Und die vier brauchten auch nicht lange zu warten bis ein spitzer Schrei gefolgt von einem „Wenn isch disch in die Finger bekomme" aus dem Zelt zu vernehmen war, welches nur Bruchteile von Sekunden später von Bill fluchtartig verlassen wurde. Fleur folgte ihm auf dem Fuße, begleitet von einem lauten Lachen der anderen Gäste.

Die vier sahen sich an und grinsten.

„Manche Sachen ändern sich eben nie" meinte Ginny lapidar.