Cute_Lily
danke *rot werd*. Damit hast Du die Latte aber ziemlich hoch gelegt. Ich hoffe, die folgenden Kapitel werden dem / Dir gerecht. Viel Spaß weiterhin.

marco60
Hab Dank für den Hinweis. Hermine und Ron waren nie ein Paar, daher auch keine Trennung mit entspr. Aussprache. Hätte ich vielleicht deutlich(er) darstellen sollen. Viel Spaß weiterhin.

Hermine Potter
Die Abneigung zwischen den Dursleys und Harry war so gut bekannt, dass diese Option wohl niemanden überhaupt nur in den Sinn kam ... - da kam wohl der Slytherin in Harry durch.

All
mit dem neuen Kapitel hatte ich so ein paar Probleme. Wie viele "Details" "darf" man (be)schreiben? Ich wollte kein FSK18-Kapitel, aber auch keine Logiklücken.
Genug Selbstgebrabbel, lest selber, schönes Wochenende und lasst Euch den Kürbis schmecken ;)

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Kapitel 9 - Die Aussprache

„Also" begann Hermine und stellte ihr Glas ab. „Zu Deiner Beruhigung: Niemand weiß, wo Du bist und niemand kann Dich finden. Du brauchst Dir deswegen keine Gedanken zu machen. Es sind nur Du und ich. Und bevor ich weitererzähle, will ich erst mal wissen, was passiert ist".

„Nun gut, dann will ich mal anfangen" und Harry begann zu erzählen.

„Als ich Voldemort besiegt hatte, fühlte ich zu meiner Verwunderung keine Freude oder Genugtuung. Nein, ich spürte gar nichts. In mir war eine einzige Leere. Zuerst war ich davon wie gelähmt. Es kam mir so irreal vor. Langsam kam wieder Leben in meinen Körper und auch mein Denken setzte wieder ein. Ich bewegte mich und schaute mich um. Ich sah Gesichter, die alle genauso erstarrt waren wie mein Eigenes noch vor wenigen Sekunden. Und alle Gesichter waren auf die Überreste von Voldemort gerichtet. Langsam kam wieder Bewegung in die Menschen und die Freude brach bei ihnen durch. Ich sah, wie sich die Ersten in die Arme fielen, andere anfingen zu singen und zu tanzen. Lediglich bei mir stellte ich keine Regung fest. Dann erblickte ich Dich und Ron in der Menge und wollte zu Euch, aber da warst Du mit Ron auch schon wieder verschwunden.

Nein, unterbrich mich bitte nicht" wandte sich Harry an Hermine, die zu einer Erklärung ansetzten wollte, dass Ron sie einfach mit sich geschleppt hatte.

„Dann sah ich noch ein Mal zu Mrs. Weasley in den Armen ihres Mannes. Das versetzte mir einen weiteren Stich. Erneut musste jemand wegen mir leiden. Das Gesicht von Madame Pomfrey zeigte mir zum Glück, dass Mrs. Weasley es überleben würde. Ich hätte schreien können. So viel Leid und das alles wegen Voldemort, alles wegen mir. Und da wollte ich nur noch weg. Ich steckte beide Zauberstäbe ein, hob meinen Tarnumhang auf und wollte verschwinden, aber durch die Menschenmenge war kein Durchkommen. Ich wünschte mir, dass man in Hogwarts doch disapparieren könnte und plötzlich umfasste mich eine Wärme. Ich kann es Dir nicht beschreiben. Dann begann es überall an und in meinem Körper zu ziehen und mir wurde schwarz vor Augen. Als ich wieder zu mir kam, lag ich in einer kleinen Kammer. Ich blickte mich um und die Kammer kam mir irgendwie vertraut vor. Plötzlich realisierte ich, dass ich in der Kammer unter der Treppe im Haus meines Onkels war. Die Kammer, in der ich die ersten 10 Jahre leben musste.

Leise richtete ich mich auf und lauschte. Als ich keine Geräusche hörte, öffnete ich die Türe und sah mich im Haus um. Das Haus war noch genauso wie damals, als die Dursleys in Sicherheit gebracht wurden und ich vom Orden abgeholt wurde. Ich verfluchte das Schicksal mich ausgerechnet hier her zu schicken, andererseits war ich ihm auch dankbar, da mich hier keiner vermuten würde und die Dursleys wohl auch noch ein paar Wochen brauchen würden, bis sie wieder zurückkommen würden. Bei einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass mir ganze zwei Tage fehlten. Danach bin ich erst mal einkaufen gegangen und habe begonnen, mich in meinem alten Zimmer etwas einzurichten. Zum Glück hatten die Dursleys immer eine Notreserve Geld in der Küche versteckt. Warum ich anschließend nicht mehr von hier fort bin, habe ich Dir vorhin ja schon gesagt. Und jetzt bist Du hier" schloss Harry seine Erläuterungen.

Harry und Hermine schauten sich einen Moment an.

„Das kann ich Dir zum Teil erklären" begann Hermine und erzählte Harry von den Fähigkeiten der vier Gründer, von den Auswirkungen der Heiligtümer des Todes und der Horkruxe. Nachdem Hermine geendet hatte, nickte Harry.

„Das würde passen" murmelte er. „Was möchtest Du essen?" fragte Harry und wechselte das Thema. Hermine schaute ihn überrascht an.

„Ja, essen" bestätigte Harry noch ein Mal. „Es ist immerhin schon 18 Uhr durch und ich bekomme langsam Hunger. Zum anderen habe ich das Gefühl, das wir noch eine ganze Weile reden werden."

„Gute Idee" stimmte Hermine zu „aber ich werde Dir helfen".

Nach einem kleinen, aber leckeren Auflauf setzten sich beide wieder ins Wohnzimmer.

„Nun bist Du aber mit erzählen an der Reihe" sagte Harry zu Hermine.

„OK, ich fange mit dem Kampf um Hogwarts an" begann Hermine.

„Ich habe Dich gesehen und ich wollte auch zu Dir, aber irgendwie hatte Ron mich am Arm gepackt und mit zu seiner Mutter gezogen. Als ich Mrs. Weasley sah, war ich so in Sorge, dass ich alles um mich herum vergessen hatte. Leider auch Dich" ergänzte Hermine mit trauriger Stimme.

„Als Mrs. Weasley dann ins St. Mungo gebracht wurde, haben wir uns aufgemacht, Dich zu suchen. Aber auch Neville hatte Dich nicht gesehen. Lediglich Peevs hatte Dich beobachtet. Und daraus haben dann unsere Lehrer ihre Schlüsse gezogen. Aber das habe ich Dir ja bereits erzählt."

„Stimmt" unterbrach Harry Hermine. „Aber wie hast Du mich gefunden?"

„Das ist eine lange Geschichte" und Hermine fing an, Harry vom Herz-Such-Zauber zu erzählen. Hermine erzählte von der Grillfeier, von Ginny und Neville, vom Anschluss ihres Elternhauses an das Flohnetzwerk, von ihren Träumen, vom Treffen in Hogwarts, von Ron und Luna und dem Zauber, der sie letztendlich zum Haus der Dursleys geführt hatte.

Während Hermine erzählte, wurden ihre Augen immer feuchter. Und auch mit Harry ging eine Veränderung vor. Seine eher distanzierte und zurückhaltende Art verwandelte sich immer mehr in Verwirrung und Schuldgefühle.

Als Hermine ihre Erzählung beendet hatte, schaute Harry sie lange an. Dann stand er auf, setzte sich zu ihr auf die Couch und nahm sie wortlos in den Arm.

Hermine genoss Harrys Nähe und die Wärme seines Körpers. Und auch Harrys Gedanken kreisten auf ein Mal mehr um den Duft von Hermines Haaren als um alles Andere.

Harry löste sich von Hermine, nahm ihr Gesicht in seine Hände und schaute ihr lange in die Augen.

„Es tut mir leid Hermine" war das Einzige, das er sagte. Und langsam näherten sich ihre Lippen. Es durchfuhr beide wie ein Blitz als sich ihre Lippen endlich berührten. Ein kleiner und zärtlicher Kuss nur, aber er zog beiden den Boden unter den Füßen weg. Als sie sich nach einer gefühlten Ewigkeit voneinander trennten sahen sie sich erneut lange in die Augen.

„Ich liebe Dich" brach Hermine die Stille.

„Und ich liebe Dich" entgegnete Harry.

Der folgende Kuss wurde noch viel länger.

„Es ist schon spät. Vielleicht sollten wir erst Morgen nach Hogwarts zurückkehren" stellte Harry nach einem Blick auf die Uhr fest.

Hermine war sehr erleichtert. Sie hatte sich schon dabei gesehen, Harry stundenlang zu überreden, wieder mit nach Hogwarts zurückzukommen.

„Ich mache Dir schnell ein Bett zurecht. Oben gibt es noch das Zimmer, welches Tante Magda immer bekommen hat, wenn sie zu Besuch kam."

„Tante Magda?" fiel Hermine Harry ins Wort. „War das nicht die Tante, die Du in unserem dritten Jahr aufgeblasen hast?" fragte sie Harry.

„Stimmt" erwiderte er.

Hermine und Harry grinsten beim Gedanken an die damalige Situation. Im Nachhinein war damals alles halb so wild gewesen.

Hermine folgte Harry nach oben ins Zimmer. Harry blickte sich kurz um und murmelte etwas, als sich das Zimmer plötzlich veränderte und ein wunderschönes Gästezimmer mit einem großen Bett wurde.

Hermine starte Harry an. „Du hast gezaubert!"

„Ja" erwiderte Harry mit einem schelmischen Grinsen „wir sind Zauberer, schon vergessen?"

„Nein" setzte Hermine ihren Gedanken fort „aber Du hast keinen Zauberstab benutzt."

„Ach das" murmelt Harry „ich kann es Dir nicht erklären, aber seit ich hierher appariert bin, kann ich den einen oder anderen Zauber sogar ohne Zauberstab oder lautes Aufsagen ausführen."

Hermine betrat das Zimmer und schaute sich um.

„Einfach schön" bestätigte sie Harry.

„Na dann wünsche ich Dir eine gute Nacht" wandte sich Harry an Hermine und gab ihr einen zärtlichen Kuss.

Als Harry gerade das Zimmer verlassen wollte, packte Hermine ihn am Arm.

„Du glaubst doch nicht, dass ich Dich jetzt hier noch mal rauslasse."

Mit diesen Worten zog Hermine Harry zu sich heran und küsste ihn. Langsam öffnete Hermine ihre Lippen und berührte mit ihrer Zungenspitze Harrys Lippen. Wie automatisch öffnete Harry seine Lippen und ihrer beiden Zungen berührten sich. Eine Gänsehaut lief sowohl Hermine als auch Harry den Rücken hinab.

Der Kuss wurde immer wilder und leidenschaftlicher. Ohne sich voneinander zu lösen, näherten sie sich Schritt für Schritt mehr und mehr dem Bett, auf dem sich beide niederfallen ließen und erst mal nach Luft schnappten.

„Du bist einfach unglaublich" gab Harry von sich, als er wieder etwas bei Atem war.

„Ich weiß" grinste ihn Hermine an, als sie sich zu Harry lehnte und begann, langsam sein Hemd aufzuköpfen.

„Was machst Du da" fragte Harry mit gespielter Unschuld.

„Also wenn Du das nicht weißt" entgegnete Hermine kess, kam aber nicht weiter, da Harry sich nun ihr zuwand, ihr die Arme über dem Kopf drückte und sie langsam aber intensiv küsste. Ein Schauer nach der anderen jagte durch Hermines Körper. Und auch Harrys flacherer Atem lies keinen Zweifel aufkommen, wie sehr er diese Situation genoss.

Langsam glitt seine Hand ihrem Arm entlang, strich über ihre Wange und umspielte mit dem Finger ihre Lippen. Zärtlich küsste Harry Hermine, wobei seine Hand langsam weiter wanderte und den ersten Knopf ihrer Bluse öffnete. Der Kuss wurde fordernder. Harry löste sich von ihren Lippen und schaute tief in ihre Augen. Als er den zweiten Knopf öffnete, funkelten ihre Augen in freudiger Erwartung und Harry wusste, dass es genau das war, was beide wollten.

Langsam näherte sich Harry ihrem Nacken und biss sie zärtlich. Hermine entfuhr ein spitzer Schrei und Harry wusste nun genau, an welchem Punkt er Hermine zukünftig zum Wahnsinn würde treiben können. Seine Lippen wanderten vom Nacken zu ihrem Hals, während seine Finger zärtlich über ihre Brüste fuhren.

„Harry, ich will Dich" flüsterte Hermine in sein Ohr.

Der Rest der Nacht versank im Strudel der Gefühle.

Harry erwachte, als etwas seine Nase kitzelte. Er griff sich an die Nase und fühlte lange und buschige Haare.

„Hermine" dachte Harry und eine wohlige Wärme durchströmte ihn. In diesem Moment erwachte auch Hermine.

„Was machst Du mit meinen Haaren? lächelte Hermine ihn an. „Ach ja, und einen guten Morgen."

„Dir auch einen guten Morgen" hauchte er ihr ins Ohr und küsste sie zärtlich. Hermine erwiderte seinen Kuss.

„Lass uns kurz Duschen und Frühstücken, bevor wir nach Hogwarts gehen" schlug Hermine vor und Harry war einverstanden.

„Harry" kam es aus dem Bad „ich könnte jemanden brauchen der mir den Rücken einseift".

„Bin unterwegs" antwortete ihr Harry aus der Küche. „Ich will nur noch kurz unsere Toasts fürs Frühstück in den Ofen legen."

Als Harry ins Bad kam und Hermine unter der Dusche sah, verschlug es ihm die Sprache.

„Was ist?" fragte Hermine und grinste ihn an. „Du hast mich doch gestern schon so gesehen und was Du vielleicht nicht gesehen hast, hast Du zumindest gefühlt."

Harry wurde rot, was Hermine entzückte.

Zärtlich begann er Hermine den Rücken einzuseifen, da zog diese ihn mit einem Ruck unter die Dusche und küsste ihn voller Verlangen.

Als Harry und Hermine nach ihrer Dusche wieder in die Küche kamen, waren die Toasts nur noch ein paar verkohlte Scheiben.

„Tja, dann müssen wir wohl in Hogwarts essen" stellte Hermine nüchtern fest und beide konnten sich das Lachen nicht verkneifen.