Die Party
***
„Hermine, wo bleibst du denn?", rief Ginny und betrat den Mädchenschlafsaal. „Hermine?"
Hermine lag auf dem Bett. Sie hatte ein langes rotes Kleid, was bis zu ihren Füßen hing und fabelhaft mit ihrer Haar – und Augenfarbe harmonierte, an. An einer Seite war es Träger los, auf der anderen aber hatte sie einen umso breiteren, aber wunderschön geschnittenen, Träger.
Ab den Beinen viel das Kleid ein wenig wellig. Dazu trug sie noch passend rote Absatzschuhe.
Ihre Haare waren zur selben Frisur hochgesteckt, wie sie einst Draco verzaubert hatte.
Hermine lag mit dem Bauch auf dem Bett und hatte das Gesicht im Kopfkissen vergraben. Ginny, die ein langes grünes Kleid und ihre Haare offen, mit ein wenig Locken trug, ging auf Hermines Bett zu und kniete sich dort neben.
„Hermine, was ist denn?"
„Er wird nicht kommen. Ich weiß es."
„Hat er es dir geschrieben", fragte Ginny entsetzt.
Hermine hob ihren Kopf aus den Kissen und sah Ginny an, während sie den Kopfschüttelte.
„Na siehst du, wenn er es dir nicht geschrieben hat, woher willst du dann wissen, ob er kommt oder nicht."
„Er ist ein Malfoy und im Haus Slytherin. Ich war für ihn immer nur ein…eine Muggelgeborene. Wer sagt, dass er mich nicht reingelegt hat?"
„Keiner, solange wir es nicht wissen. Er war für dich auch immer nur eine Kakerlake oder ein Frettchen oder ein Mistkerl, nicht zu vergessen."
„Ich bin eine Gryffindor, in solche Ansicht, kann ich meine Meinungen ändern."
„Er aber vielleicht auch."
„Und was ist,…"
„Nein, hör jetzt auf. Es gibt nicht, und was ist, du kommst jetzt mir runter und feierst."
Ginny stand auf und zog Hermine hoch. Zusammen gingen die beiden hinunter in die Große Halle, wo alles aufgebaut war. Überall hingen Luftballons und Luftschlangen. Die großen Haustische wurden zur Seite gestellt, dafür standen jetzt Stehtische oder normal kleine Tische dort. An der rechten Seite war das Buffet aufgestellt. Es gab viele Arten von Pudding und Bohle. Natürlich gab es auch Butterbier und normales Essen, wie Brot oder Schnitzel und laute Musik lief im Hintergrund.
„Hermine da bist du ja!", riefen Harry und Ron. Fred und George kamen auch auf Hermine zu. Sie lächelte jeden an und Fred verbeugte sich vor ihr und sagte:
„Schenkst du mir diesen Tanz?"
„Gerne.", kam es als Antwort von Hermine, wobei sie lachen musste.
Sie hackte sich bei Fred ein und marschierte mit ihm auf die Tanzfläche.
„Ginny, darf ich?", fragte Harry und verbeugte sich ebenfalls.
„Mit dem größten Vergnügen.", sagte Ginny und hackte sich auch bei Harry ein.
Ron stand nun, mit George, alleine dort und sah den anderen beim Tanzen zu.
„Ron? Wollen wir?", fragte Lavender Brown.
„George? Wie wäre es?", fragte Angelina Johanson.
So waren auch die beiden mit den Mädchen verschwunden.
Hermine machte es Spaß zu tanzen und Fred war wirklich kein schlechter Tänzer. Ihr kam es vor wie ein paar Minuten, doch in Wirklichkeit tanzte sie schon eine Stunde. Sie sah Fred an und war froh, dass sie mit ihm tanzte. Es lenkte sie ein wenig von dem blonden Jungen ab, der in den letzten Tagen immer ihr Begleiter, in ihren Gedanken, war.
Sie wurde sanft am Rücken berührt. Hermine stoppte den Tanz und drehte sich um.
„Darf ich abklatschen?"
„Oh mein Gott."
„Eine nette Begrüßung."
Hermine viel Draco um den Hals und dieser hielt sie fest.
„Nun, darf ich?"
Dabei sah Draco Fred an und der gab ihm die Erlaubnis. Hermine fing an mit Draco zu tanzen und sagte: „Ich habe gedacht du kommst nicht."
„Ich muss doch wenigstens ein Versprechen Wahr machen, nachdem du so viel für mich getan hast."
„Das war nicht für dich, sondern ganz allein für mich."
„Ach so. Trotzdem hast du dein Versprechen wahr gemacht."
„Ja, ich musste ja irgendwie erreichen, dass du an der Prüfung teilnimmst."
„Du hast mir den schönsten Nachmittag in Hogsmeade gegeben, den ich je hatte."
„Das war…Mir fallen keine Ausreden mehr ein."
„Gut so.", sagte Draco und lächelte.
***
„Harry, schau mal.", sagte Ginny. Harry tat, was Ginny ihm sagte und entdeckte Draco.
„Er ist hier? Aber ich dachte, er dürfte nicht mehr zurückkommen.", sagte er.
„Ich weiß. Er ist aber."
„Ist das gut oder schlecht?"
„Liegt ganz im Auge des Betrachters. Für mich ist es gut."
„Was, wieso?"
„Du, dass bleibt ein Geheimnis."
„Schon wieder?"
„Ja, aber keine Panik. Du bist mein Freund."
„Dann ist gut."
***
„Hermine", sagte Draco, „ich kann nicht lange bleiben."
„Was meinst du damit?"
„Ich muss mich beeilen. Meine Eltern wissen nicht wo ich bin und mein Vater rastet aus, wenn er es herausfindet."
„Du darfst also wirklich nicht zurück?"
„Nein. Ich und meine Mutter haben alles versucht, aber gegen meinen Vater kommt niemand an. Das was du in den letzten Jahren von mir kennen gelernt hast, war die Seite von meinem Vater und das, was du seid Anfang des Schulbeginns kennst, ist die Seite von meiner Mutter."
„Die Seite gefällt mir besser, also die von deinem Vater."
„Ich weiß."
Hermine legte ihre Hand in Dracos Nacken, beugte sich ein wenig vor um ihn zu küssen und die Tür flog auf. Dracos Eltern spazierten hinein und gingen geradewegs auf ihren Sohn und dessen Gesellschaft zu.
Schon vom weiten erkannte Draco, dass sein Vater kochte, aber wenn er kochte, war es echt schlimm. Draco fluchte leise und Hermine sah ihn an. Als seine Eltern immer näher kamen, bekam Hermine Panik. Sie fühlte die Angst von Draco und den Zorn von seinem Vater. Dort wo Mr. Und Mrs. Malfoy durchgingen breiteten sich Schüler zu allen Seiten aus und gaben ihnen den Weg frei. Auch sie hatten das Gesicht von Malfoy Senior gesehen.
Harry sah Ginny an, die daraufhin Ron ansah und der sah zu seinen Brüdern. Alle fünf wussten, was sie zu tun hatten. Sie stellten sich hinter Hermine und Draco und warteten ab. Die Eltern hatten nun das kleine Grüppchen erreicht.
„Draco Malfoy, was habe ich dir gesagt?", fing sein Vater in einem zornigen Ton an. So zornig, wie es Hermine und die anderen noch nie erlebt hatten.
„Habe ich dir nicht klip und klar gesagt, dass du hier nicht mehr zurückgehst?"
„Tu ich ja auch nicht!", versuchte Draco sich zu verteidigen.
„Ach nein und was ist das hier?"
„Ich wollte mich verabschieden."
„Von wem denn? Von deinem Schlammblut?"
Sofort hatte er fünf Zauberstäbe im Gesicht hängen. Harry, Ron, Ginny und die Zwillinge hörten es nicht gerne, wenn man Hermine so nannte.
„Ihr tut mir doch nichts. Das traut ihr euch nicht. Ihr seid alle Gryffindors und somit seid ihr nicht in der Lage, einfach einen Zauberer anzugreifen."
„Kommen sie schon. Sie wissen, dass ich gerne Angreife.", sagte Harry.
„Und sie kennen uns. Wir lassen nicht zu, dass irgendjemand unsere Freunde beschimpft.", sagten die Weasleys.
„Tut die Zauberstäbe zurück.", flüsterte Draco. Die anderen sahen was verwirrt drein, taten aber dann was er wollte.
„Ich werde mit zurückkommen."
„WAS?!", sagten die fünf und Dracos Eltern, nur Hermine war stumm geblieben.
„Ihr habt mich gehört. Ich werde mit zurückkommen. Egal was ich tun würde, du würdest mich doch eh nur verfolgen. Du fühlst dich erst wohl, wenn ich in Durmstrang sitze, nicht?"
„Ja allerdings."
„Ich komme mit, sobald ich mich verabschiedet habe."
„Ich dachte das hättest du schon."
„Nein nicht ganz. Ihr seid dazwischen geplatzt."
„Na gut."
„Versprich mir, egal was passiert, ich darf mich verabschieden."
„Jaha aber mach schnell."
Draco wandte sich zu Hermine und sagte:
„Willst du es nicht noch einmal versuchen?"
„Was?"
Draco wartete ab und Hermine verstand. Sie schielte rüber zu Dracos Eltern und der zuckt mit den Schultern.
„Die Beiden haben es mir versprochen."
Harry, Ron, Ginny und die Zwillinge hatten verstanden. Sie stellten sich vor den beiden und sahen Mr. Und Mrs. Malfoy an. Hermine legte erneut ihre Hand in Dracos Nacken, beugte sich vor und legte ihr Lippen auf seine. Die Unterkiefer der Eltern fielen hinunter. Mr. Malfoy war drauf und dran seinen Sohn von diesem Schlammblut wegzuzerren, doch Narzissa hielt ihn fest. Von allen Seiten kam ein Gejubel. Als Hermine sich von Draco löste, lief ihr eine Träne die Wange hinunter. Der Gejubel hatte noch lange nicht aufgehört. Draco und Hermine sahen sich um. Dass so viele darauf gewartet hatten, konnten sie wirklich nicht verstehen.
Der Blonde wischte Hermine mit der Hand die Träne aus dem Gesicht und sagte:
„Danke für alles."
„Ich will nicht, dass du gehst."
„Ich auch nicht, aber ich muss. Vielleicht findest du später noch einmal einen Frauenhelden wie mich."
„Was?"
„Casanova. Ein Frauenheld bei den Muggel."
„Das hast du dir gemerkt?"
„Und ich habe mich schlau gemacht."
Hermine konnte sich nicht beherrschen und gab Draco noch mal einen Kuss.
„Komm Draco!", sagte Lucius verbissen. Draco tat niedergeschlagen, was sein Vater wollte. Narzissa legte ihren Arm um seine Hüfte und sah ihn mit einem fragenden Blick an.
„Es geht schon.", antwortete Draco darauf.
Mit einem letzten Blick auf Hermine verließ er mit seinen Elter die Halle. Stille hatte sich ausgebreitet. Ginny stellte sich zu ihrer Freundin und legte ihr einen Arm um die Schulter.
„Alles klar?", fragte Harry, der auch zu Hermine kam.
„Ja,…Ich…Entschuldigt mich…", sagte Hermine zitternd. Sie sah zu ihren Freunden und rannte dann ohne Vorwarnung raus. Sie rannte raus aus Hogwarts, auf die Ländereien und machte unter einer Weide am See halt. Eine kleine Bank stand dort, wo sie sich nieder ließ. Sie starrte hinaus auf den See. Die Sterne und der Mond spiegelten sich in dem klaren Wasser. Wie davon angelockt, ließ sich Hermine auf die Knie fallen und rutschte bis zum Rand des Sees. Sie sah sich selbst aus den tiefen des Wassers aufblicken. Ein großer Kloß machte sich in ihrem Hals breit und dann konnte sie es nicht mehr zurückhalten. Die Tränen liefen ihr die Wange hinunter. Sie weinte. Sie weinte, wie sie es noch nie getan hatte. Es tat weh. Noch nie hatte sie sich so einsam gefühlt. Ihre Freunde waren alle da, aber trotzdem fehlte einer.
Plötzlich leuchtete etwas auf. Eine Sternschnuppe, genau über ihr, wollte, dass sie sich etwas wünschte. Hermine schloss die Augen und überlegte nicht. Sie sprach es einfach aus.
„Ich wünsche mir, dass Draco bleibt."
„Wünscht du dir das wirklich?"
Hermines Herz machte einen Hüpfer. Sie sah hinunter ins Wasser und erkannte eine zweite Person. Ohne sich umzudrehen sagte sie:
„Ja."
„Dann werde ich hier bleiben."
Draco ging auf Hermine zu und half ihr hoch. Ihre von Tränen gefüllten, braunen Augen trafen auf seine blauen.
„Es ist ein großes Versprechen zu sagen, dass man bleibt.", drang es leise über Hermines Lippen.
„Ich bin mir dessen voll auf bewusst.", flüsterte Draco.
Draco streichelte mit einer Hand ihr Gesicht und zog sie zu sich. Als sich ihre Lippen berührten schlug der Zeiger, der großen Turm Uhr zwölf und ein großes Feuerwerk startete. Hermine war es egal. Ihr war alles egal. Sie war hier bei Draco und sie wusste, sie hatte sich verliebt. Ihr komplettes Herz gehörte Draco und ihm ging es nicht anders. Nach all den Tagen Streit mit seinem Vater und all den Tagen Ungewissheit, ob er Hermine noch einmal sehen würde, war sie bei ihm. Ihm war es egal, was sein Vater sagte. Hermine legte ihre Arme um seinen Hals und ging noch etwas näher.
Ginny, Harry und Ron kamen mit allen Schülern und Lehrern im Schlepptau raus. Sie erkannten ein Pärchen, das ganz versunken am Seeufer stand und sich küsste. Ginny klatschte vor Freude in die Hände und auch Harry und Ron konnten nicht anders als Lächeln. Vielleicht brauchten sie noch eine Zeit um sich daran zu gewöhnen, doch im Großen und Ganzen freuten sie sich für Hermine.
Doch in einer Ecke der Gruppe sah man erschrockene Blicke. McGonagall, Dumbledore und Snape sahen sich einander an. Das konnte nicht sein.
Plötzlich hörten sie ein Schreien und Draco und Hermine erschraken auseinander. Hermine drehte sich zu den Anderen um und hatte Bohle im Haar, Gesicht und auf dem Kleid. Sie holte tief Luft, denn so warm war die Bohle nicht. Draco, der gerade noch auf Seite gesprungen war, sah sich um.
„Sag mal spinnst du?", schrie Draco.
Harry und die Weasleys kamen an, sie hatten alles von der ferne gesehen.
„Das geschieht dir Recht."
„Hast du eigentlich die leiseste Ahnung davon, wie teuer das Kleid eigentlich war?", fauchte Ginny.
„Komm schon, dass Kleid war doch bestimmt aus einer Altkleidersammlung, oder?"
Hermine schüttelte mit Tränen in den Augen den Kopf und rannte weg. Pansy hatte alles verdorben. Warum konnte es diese Slytherin nicht akzeptieren?
„Du hast es erfasst, eigentlich, aber danach ist es in der Sammlung gelandet und für dich ist doch vieles teuer, nicht Weasley?"
Das reichte, Harry und Draco holten mit der Faust aus. Normalerweise schlugen sie keine Mädchen, aber was zu viel war, war zu viel. In Sekunden schnelle hatte Pancy zwei Fäuste im Gesicht und verlor durch die Gewalt der Schläge das Gleichgewicht. Die zwei Jungs schüttelten mit der Schlaghand und sahen Pansy an. Sie lag am Boden, mit einer fies blutenden Nase und einer aufgeplatzten Lippe. Ihr liefen Tränen die Wange hinunter, doch das kümmerte den Anderen, mittlerweile hatten sich alle Schüler versammelt, nicht. Sie waren einverstanden mit dem, was Harry und Draco getan hatten. Pansy hatte schon seid langem eine Lektion verdient. Die Jungs sahen sie immer noch schwer atmend an.
„Ich hoffe du hast es kapiert…", sagte Draco.
„…wenn du dich mit unseren Freunden anlegst…", sagte Harry.
„…legst du dich mit uns an!", sagte Fred und George knallte ihr eine Hand voll Eis ins Gesicht. Pansy schrie auf. Die Lehrer erreichten erst jetzt die Schülerschar. Sie drängten sich vor und hielten, im Anblick von dem Mädchen, den Atem an. Madame Pomfrey stürzte direkt auf Pansy und begann sie zu untersuchen.
„Ich möchte auf der Stelle wissen, wer das war!", schrie Dumbledore. Keiner sagte auch nur ein Ton. Die kompletten Schüler hielten zusammen. Wieso sollten sie ihre „Helden" über den Tisch ziehen. Wenn sie es nicht gemacht hätten, hätte es irgendwann ein anderer getan.
„So, ihr wollt uns also weis machen, dass keiner von euch weiß, wer es war?", fragte Snape,
„Dann müssen wir die Party wohl absagen und für alle wird es ein Ausgehverbot geben."
Das war den Schülern auch egal. Sie genossen es Pancy so zu sehen.
„Es war meine Schuld." Alle Gesichter wandten sich um. Hermine kam durch die Menge.
„Sie, Miss Granger?", fragte McGonagall ungläubig.
„Es war meine Schuld, warum es dazu gekommen ist." Draco und Harry sahen sie an. Hatte sie den Verstand verloren? War sie von der Bohle, die Pancy ihr ins Gesicht geschüttet hatte, betrunken, obwohl das unmöglich war?
„Wegen ihnen, ist das also gekommen, aber wer hat sie so zugerichtet?"
„Das weiß ich nicht." Sie wusste es wirklich nicht, aber einen Verdacht hatte sie und lag auch richtig. „Ich war weg als das passierte, aber ich bin sicher, dass es richtig war."
„Sie meinen einen anderen Menschen so hinzurichten ist Richtig?"
„Normalerweise nicht, aber Pancy hat sich schon seid langen fies benommen und sehen sie mal", dabei deutete Hermine auf ihr Kleid, „dieses Kleid, aus der Altkleidersammlung hat sie komplett ruiniert."
„Ich möchte ja jetzt nichts sagen, Albus, aber dieses Kleid ist hundertprozentig nicht aus dieser Sammlung. Die Farbe und alles wie neu.", sagte McGonagall.
„Aber fragen sie mal Pancy, die ist anderer Meinung.", sagte Draco.
Alle Lehrer sahen sie an, unter dem Druck der Strengen Augen, begann Pancy alles zu sagen.
„Ok. Ich war sauer, weil Hermine und Draco…Sie müssen es doch auch gesehen haben und dann bin ich auf Hermine zu und habe sie mit Bohle überschüttet und sagte, dass dieses Kleid hässlich wäre, was eigentlich nicht stimmt. Sie ist weg gerannt und ich habe Ginny fertig gemacht und…und dann haben Draco und Harry ausgeholt."
„Also waren Sie es, Mr. Potter? Mr. Malfoy?", sagte McGonagall.
„Ja, wir waren sauer."
„Und das Eis?"
„Wir!", sagten Fred und George, wie aus einem Munde.
„Dreißig Punkte Abzug für Gryffindor und zehn Punkte Abzug für Slytherin."
„Und was ist mit Pancy?", fragte Hermine.
„Noch mal zehn Punkte Abzug."
Pansy wurde auf den Krankenflügel gebracht und die Feier durfte weiter gehen. Hermine setzte sich hin, sie fühlte sich nicht wohl. Ihr Kleid war dreckig, ihr Gesicht und ihre Haare klebten. Draco und Harry bekamen noch einen Vortrag von Dumbledore zu hören und durften dann ebenfalls weiter feiern. Harry ging zu Ginny und Draco kam auf Hermine zu. Er setzte sich gegenüber von ihr und betrachtete sie. Hermine bemerkte das und wusste, warum er sie so ansah.
„Hör auf, ich weiß, dass ich schlimm aussehe."
„Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber schlimm siehst du nicht aus. Vielleicht dein Kleid und deine Haare nur ein wenig, aber sonst…tob."
„Ja, mein Kleid. Du glaubst nicht, dass das wider mit einem Zauber rausgeht, oder?"
„Ich weiß nicht. Versuch es doch einfach mal."
„Ich? Nein, du!"
„Was ich? Ich brenne dir nachher Löscher darein."
„Das wirst du schon nicht. Du kennst den Zauber, na los."
„Ratzeputz."
Hermine fing an zu lachen, während die Flecken verschwanden. Der Zauber kitzelte. Sie hatte gar nicht mehr dran gedacht, dass wen man ihn zu nah an dem Körper benutzte, er Nebenwirkungen haben könnte. Sie seufzte auf, als das Kleid sauber war und der Zauber aufhörte zu wirken.
„Habe ich was falsch gemacht?"
„Nein, wieso?", fragte Hermine und musste wieder lachen, aber diesmal wegen dem Gesichtsausdruck von Draco.
„Ich weiß nicht."
„Das Kleid ist sauber und ich lebe noch, also hast du alles richtig gemacht."
Draco stand auf ging zu Hermine und verbeugte sich.
„Ich habe gerade eben nicht richtig gefragt. Schenkst du mir diesen Tanz?"
„Ich würde dir hunderte schenken."
„Hab ich es nicht gesagt?", sagte Casey plötzlich. Hermine erschreckte sich fast zu Tode.
„Was meinst du damit?"
„Ich habe doch gesagt, dass du ihn magst."
„Du…da mochte ich ihn aber noch nicht."
„Was!?", platze es aus Draco raus.
„Sie hat mich am ersten Tag, nach den Sommerferien, gefragt."
„Ach so."
„Und noch hunderte danach."
„Ok du hast gewonnen. Es tut mir auch leid, was ich beim letzten mal getan habe."
„Schon in Ordnung. Glaub mir nur demnächst etwas schneller. Wer weiß, vielleicht wärt ihr schon längst zusammen."
Hermine und Draco tanzten lange. Dracos Sorgen von den letzten Tagen waren wie weggeblasen. Ihr ging es ähnlich. Sie war glücklich, dass alles so ausgegangen war. Aber sollte es auch so bleiben? Dumbledore und McGonagall kannten die Antwort, behielten sie aber für sich.
