Die nächsten Kapitel kommen endlich. Entschuldigt, dass ich in den letzten Tagen nicht on gestellt habe, aber durch die Schule und so, kam ich einfach nicht dazu.
Ich bedanke mich bei Pony für das tolle Review und bei all den anderen, die mir zwar kein Review gecshickt haben, aber mich fleißig unter Favorites gelegt haben.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim lesen.
Eure Nessi
P.S.: Habt etwas nachsicht mit mir. Das war meine alle rerste FF und ich hatte noch nicht sonderlich viel Übung.
Ein Plan
***
Die Ferien waren zu Ende und die sechste Klasse begann das neue Jahr mit einer Stunde „Verteidigung dunkler Künste". Als Professor Spy den Raum betrat, blieb sie eine Sekunde neben Draco stehen und ging weiter.
„So, pfeifen Sie mir nicht mehr hinter her?"
„Was soll die Frage? Das gehört sich nicht."
„Beim letzten Mal haben Sie aber anders gedacht."
„Das war auch eine ganz andere Situation."
„So? Und welche Situation haben wir jetzt?"
„Ich würde mal sagen eine, wo ich Ihnen nicht mehr hinter her pfeifen kann, weil sich das nämlich nicht gehören würde."
„So und warum…"
„Entschuldigen Sie, aber es sollte Ihnen doch gar nicht interessieren warum und warum nicht!", sagte Hermine.
„Wie kommst du darauf, dass es mich nicht interessiert?"
„Sie sind Professorin und wollten beim letzten Mal nicht, dass er Ihnen hinterher pfeift und jetzt Verhalten Sie sich so, als ob er es tun sollte."
„Bei Hermine kommt man nicht rum.", sagte Draco. „Und außerdem hat sie Recht."
Die Lippen von Spy kräuselten sich. Sie drehte sich um und schrieb das neue Thema an die Tafel.
„Würden Sie bitte die Seite vierhundertachtzig aufschlagen?"
Die Klasse tat, was die Professorin von ihnen wollte und sofort hörte man Hermine sagen:
„Dementoren?"
„Sicher. Auch diese Kreaturen sind einzigartig und verdienen es besprochen zu werden."
„Für mich sind diese Dinger nicht einzigartig. Das was sie sind ist grauenhaft und gefährlich."
„Deswegen ja. Nichts ist grauenhafter und gruseliger als sie."
„Da vertun Sie sich aber. Ich habe es schon mit schlimmeren Sache zu tun gehabt."
„Wollen Sie damit sagen, dass ich nicht im Stande bin zu Unterrichten?"
„Das sind Ihre Worte nicht meine."
„Passen Sie auf", schrie Spy und schlug mit den Händen auf Hermines Tisch, „was Sie sagen, Miss Granger!"
„Ich sage nur die Wahrheit."
„Das reicht. Auf der Stelle nach hinten und beim nächstem mal sind Sie beim Schulleiter."
„Wie Sie wünschen."
Hermine packte ihre Sachen und ging nach hinten. Natürlich rutschte Draco für sie zur Seite, so, dass Crabbe nun seinen Platz verlor, aber das war ihm egal. Der Rest der Stunde verlief friedlich. Sie waren zwar immer noch bei Dementoren, aber Hermine traute sich nicht weiter zu reden.
„…der Kuss von den Dementoren ist ihre stärkste Waffe, weil?"
„Weil sie einem damit die Seele aus dem Körper saugen!", antwortete Hermine.
„Genau Miss Granger. Zehn Punkte für Gryffindor."
„Woher weißt du das alles?", flüsterte Draco.
„So etwas lernt man, wenn man mit Harry Potter befreundet ist und natürlich auch vom lesen."
„Natürlich."
Hermine musste sich ein Lachen schwer verkneifen. Wer weiß, wo sie sonst gelandet wäre.
„Ok, fürs nächste Mal, möchte ich einen kompletten Aufsatz über Dementoren bekommen."
Damit war die Stunde beendet.
„Und was habt ihr jetzt?", fragte Draco.
„Äh…"
„Eine Freistunde!", sagte Harry.
„Das ist nicht euer ernst. Ihr habe frei und ich muss mich bei Flitwick rumschlagen?"
„Das schaffst du schon.", sagte Hermine beim rausgehen.
„Ja und wenn nicht, war echt schön dich kennen gelernt zu haben."
„Mach es nicht so dramatisch."
„Was ist daran dramatisch? Das ist die Wahrheit."
„Komm her!", sagte Hermine beugte sich vor und küsste Draco auf die Wange. „Jetzt wird dir nichts mehr passieren."
„Hahaha…"
„Tschau."
Hermine, Harry und Ron trennten sich von Draco und gingen nach Hagrid.
„Musst du das immer machen?", fragte Ron.
„Was denn?"
„Du weißt was!"
„Nein!" Natürlich wusste Hermine es, aber Ron zu ärgern machte echt viel Spaß.
„Musst du ständig Malfoy küssen?"
„Wie bitte!", sagte Hermine gespielt wütend. „Ich tue was ich will und ja, dass muss ich!"
Ron verdrehte die Augen und sah zu Harry.
„Ihr Beide werdet euch bestimmt bald daran gewöhnen. Zumindest vertragt ihr euch schon mit Draco."
„Ja, ja, wenn du meinst.", sagte Ron.
In Hagrids Hütte stand Professor Spy und redete mit ihm. Die drei Freunde stellten sich unter ein offenes Fenster und hörten zu.
„Nun, da Sie gut mit Miss Granger befreundet sind, nehme ich an, dass Sie mir sagen können, ob sie mit Draco Malfoy zusammen ist."
„Was geht ihr das an?", flüsterte das Mädchen aufgebracht.
„PSSST! Hermine!"
„Nein, tut mir leid, dass kann ich nicht.", antwortete Hagrid.
„Sind Sie sicher?"
„Ja natürlich."
„Ok, entschuldigen Sie, wenn ich Sie belästigt habe."
Spy verließ die Hütte und machte sich auf nach Hogwarts. Harry, Ron und Hermine nutzen die Gelegenheit und schlüpften durch die Tür.
„Wie kam sie darauf, Hagrid?"
„Weiß nich`. Stand einfach so vor meiner Tür."
„Aber eigentlich müsste sie es doch wissen, oder?"
„Nein, Sie war Silvester nich` da!", sagte Harry.
„Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen. Danke Hagrid, dafür, dass du nichts gesagt hast."
„Das is` doch klar und was haste jetzt vor?"
„Ich weiß schon was, aber ich kann es euch nicht sagen, ihr werdet es aber sehen."
***
„Draco ich brauche deine Hilfe."
„Ähm…ok. Worum geht's?"
„Um Spy. Sie war bei Hagrid und hat ihn über uns ausgefragt, direkt nach der Stunde."
„W – Was?"
„Also, ich habe mir das so gedacht…."
Hermin erklärte ihm, mit einem bösen Funkeln in den Augen, ihren Plan. Dracos Lippen verformten sich immer mehr zu einem verschmitzen Lächeln. Hermine drehte sich immer wieder um, um sicher zu sein, dass keiner den Beiden zu hörte, schließlich saßen sie in der Großen Halle. Wenn einer kam, sah Hermine ihn zornig an und machte, dass diese Person am Besten das Weite suchte. Als Hermine geendet hatte nickte Draco und sagte:
„Gefällt mir, wird bestimmt ein Spaß."
„Wie meinst du das?"
„Ach äh…, die Spy so rein zu legen natürlich."
„Du kannst dich echt gut rausreden, Draco."
„Ich weiß. Verzeih mit bitte."
„Ich war dir doch gar nicht böse.", sagte Hermine und sah Draco lächelnd an. Der konnte nicht anders und lächelte zurück.
„Ok, wir machen es, abgemacht?", fragte Hermine schließlich.
„Ich bin immer dabei."
„Klasse." Hermine beugte sich über den kompletten Tisch um Draco einen Schmatzer zu verpassen, danach war sie auch wieder verschwunden. Draco sah ihr nach und lachte leise auf. Was sich Hermine immer so einfallen ließ, war echt unglaublich.
„Mr. Malfoy?"
„Äh…ja?" Draco wurde von Spy aus den Gedanken gerissen.
„Durfte ich Sie etwas fragen?"
„Kommt ganz auf die Frage an."
„Sind Sie und Miss Granger liiert?"
„Nein, diese Frage dürfen Sie nicht stellen, ich wüsste nicht, was Ihnen das angeht."
„So, also ja?"
„Nein!", sagte er zornig und entrüstet zu gleich.
„Auch gut."
Spy verließ Draco wieder. Hermine hatte Recht, irgendwie benahm Spy sich komisch. Kein anderer Lehrer interessierte sich für das private zwischen zwei Schülern, oder doch? Bei dem Gedanken zog Draco eine Augenbraue hoch. Zumindest hatte es noch nie ein Lehrer öffentlich gezeigt. Aber egal. Spy würde ihre Lektion bekommen, da war sich Draco sicher.
***
„Du?"
„Ja?" Draco saß im Schnee unter der Eiche und Hermine hatte sich gegen ihn gelegt.
„Spy war bei mir."
„Was? Wieso?" Hermine setzte sich gerade hin. Das interessierte sie sehr.
„Sie wollte wissen ob wir zusammen sind."
„Das geht der doch gar nichts an."
„Habe ich auch gesagt…"
„Und?"
Draco wusste nicht was sie meinte und machte es mit einem Blick klar. Seine Freundin verdrehte die Augen und sagte:
„Was hast du noch gesagt? In dem Zusammenhang das wir zusammen sind."
„Ich äh…nein.", sagte Draco klein laut.
„Das hast du nicht!?", sagte Hermine empört und sprang auf. „Für wen hältst du dich eigentlich?"
„Äh…entschuldige, aber…"
„Du bist ein Genie, Draco Malfoy."
„Hä, was?"
Hermine setzte sich wieder hin und umarmte ihn.
„Du hast genau das richtige getan!", flüsterte sie.
„Ach ja?"
„Natürlich, sonst würde unser Plan ja nicht mehr aufgehen."
„Und was war das eben?"
„Ich muss ja auch ein wenig Spaß haben, oder?"
„Was?!", sagte Draco gespielt ärgerlich und schlug Hermine Schnee ins Gesicht. Das ließ sich Hermine natürlich nicht gefallen und wehrte sich. Es dauerte nicht lange und die komplette Schule hatte sich zur Schneeballschlacht zusammengefunden.
Pansy stand hinter einem Baum und beobachtete das Geschehen. Ihr sprang die Eifersucht wortwörtlich ins Gesicht. Die Abreibung, die sie von Harry und Draco bekommen hatte, hatte wohl nicht lange angehalten. Pansy dachte schon wieder nach, wie sie Hermine am Besten loswerden konnte. Ihre Augen verformten sich zu Schlitzen, als sie dieses Mädchen mit Draco rumalbern sah.
„Hey Leute, schaut mal wen ich gefunden habe!", rief Ginny plötzlich und schupste Pansy, die mit dem Gesicht in den Schnee fiel, von hinten vor den Baum. Alle lachten.
„Man muss auch angreifen und nicht nur in Deckung bleiben, sonst verliert man!", sagte Harry, mit einem komischen Ton. „Glaub mir, ich kenn mich damit aus." Bei diesem Kommentar musste Hermine noch mal so heftig lachen.
„Hör bloß auf zu lachen, Schlammblut!"
Mit einem Male, waren alle Still und starrten zwischen Pansy und Hermine hin und her. Draco sah zornig zu Pansy und musste sich, genauso wie Harry, beherrschen nicht zuzuschlagen oder ihr einen Fluch auf den Hals zu hetzten.
„Komm sag schon was. Du kannst nicht immer erwarten, dass deine Freunde für dich die Angelegenheiten aus der Welt schaffen."
„Das habe ich auch nicht nötig, aber wenn du unbedingt etwas hören willst dann bitte!", sagte Hermine zickig und ging auf Pancy zu, bis sie nur noch paar Zentimeter vor ihr stand. „Du willst etwas von mir hören? Ich sag dir mal was. Halt dich aus meinem Leben raus. Mit wem ich befreundet bin und nicht geht dir nichts an, genauso wenig, wie das, dass ich mit Draco zusammen bin. Kapier es doch mal, er will nichts von dir. Außerdem kann dich hier keiner leiden. Kehr erst mal vor deiner Tür und dann sprechen wir uns wieder."
„Ich mich verändern? Ich bin hier nicht das Schlammblut, das sich bei jedem einschleimen muss, nur damit es Anerkennung braucht.", flüsterte Pansy aufgebracht.
„Pack dich erst mal an deine eigene Nase, bevor du etwas über mich sagst."
Pansy glaubte es sei witzig und tat was Hermine sagte. Sie stand dort, hielt sich die Nase und sagte:
„Und jetzt? Jetzt bist du dran."
„Du kapierst es nicht, Parkinson." Hermine drehte sich um und Pansy fing an zu lachen. Das Gryffindormädchen hielt inne, drehte sich sofort zurück, holte mit der Faust aus und schlug Pansy mitten ins Gesicht.
„Jetzt kannst du dich wirklich an deine Nase fassen.", sagte Hermine. Die Anderen klatschten Beifall. Pansy sah mit Tränen in den Augen zu Draco, der mit den Schultern zuckte. Sie drehte sich um und rannte in die Schule. Sofort tat es Hermine irgendwie leid. Sie war nicht der Mensch, der einfach so zuschlug.
„Glaubt ihr, ich habe übertrieben?"
„Was? Das ist ein Scherz, oder? Draco und ich haben dasselbe schon Silvester gemacht und wer nicht hören will muss fühlen.", sagte Harry.
„Aber Harry, du kennst den Spruch, ich weiß nicht, ob ihn Parkinson kannte."
„Die Bedeutung müsste man aber sofort verstehen und Parkinson wusste, dass du das nicht so meintest."
„Vielleicht hast du Recht." Hermine sah auf die Uhr. Es war Zeit für Kaffee und Kuchen.
„Wer hat Hunger?", fragte sie und alle waren durch die Schlacht erschöpft. So marschierten alle Schüler in die Große Halle, wo sie Kakao tranken und Kuchen aßen.
„Spy fehlt schon wieder.", sagte Ron plötzlich. Hermine blickte zum Lehrertisch und suchte ihn ab. Ron hatte Recht, Spy fehlte wieder.
„Was glaubst du, wo sie steckt?", fragte Hermine.
„Ich weiß nicht, aber Pansy fehlt auch."
„Was?" Hermine erschrak. Steckten Parkinson und Spy unter einer Decke? Sie stand auf und ging zum Slytherintisch, an dem Draco saß. Sie legte eine Hand auf seine Schulter, beugte sich bis zu seinem Ohr hinunter und flüsterte:
„Spy und Parkinson fehlen." Draco begriff sofort und suchte erst einmal die Halle ab. Er sah Hermine an und fragte:
„Meinst du Pansy sagt ihr…"
„Ich weiß nicht, hoffentlich nicht. Ich traue Spy nicht, genauso wenig wie ich Parkinson traue."
„Und was machen wir jetzt?"
„Lass es uns durchziehen und hoffen das Parkinson nicht gesungen hat."
Draco nickte.
