Kapitel 5: Besprechungen
Stargate Center (SGC) Erde
Sie befanden sich seit über zwei Stunden in diesem Raum und sie waren gerade erst die Einzelheiten der Mission durchgegangen. Alles ab dem Zeitpunkt, an dem sie auf dem Stargate auf Chulak angekommen waren, bis zu ihrer Rückkehr mit Feindfeuer im Rücken.
„So, lassen Sie mich das wiederholen, Colonel", sprach General Hammond langsam, „Sie wurden von einem acht Jahre alten Außerirdischen gerettet?"
„Ja, Sir", antwortete O'Neil.
„Sie verstehen nicht, Sir, es steckte mehr in dem Kind, als man sehen konnte", gab Captain Carter hilfreich an. „Kel'ac und Teal'c waren die einzigen Außerirdischen unter den Gefangen, die uns helfen konnten."
„Und die Art und Weise, wie er die beiden Jaffa getötet hat, die uns festgehalten haben, war beeindruckend", warf der Colonel ein. „Ziemlich unheimlich sogar. Er hat kaum mit der Wimper gezuckt, als er die beiden Schlagenwachen erstochen hat. Und die Geschwindigkeit, mit der er das getan hatte, war unmenschlich."
„Nicht zu vergessen, wie er den Todesgleiter vernichtet hat", sagte Carter.
„Da war etwas Seltsames an ihm", sagte Daniel Jackson zum ersten Mal nach einiger Zeit.
„Was meinen sie Doktor?", frage der General, als es nicht danach aussah, als ob er weiterreden würde.
„Habt ihr nicht bemerkt, dass er angekettet war, während all die anderen Gefangenen frei herumgehen konnten? Das und die Folter, die er offensichtlich ertragen musste. Wer würde einen Achtjährigen drei Wochen lang foltern?" Daniel schien mehr mit sich selbst, als mit den anderen zu reden. „Verdammt", fügte er ruhig hinzu.
„Was?", fragte der Gruppenführer von SG1.
„Ich meine, verdammt. Habt ihr es nicht bemerkt?", fragte Daniel seinen Teamleiter und sah dann zu Carter.
„Was bemerkt?", fragte O'Neil ungeduldig.
„Er sagte oft 'verdammt'", warf Carter ein, als sie bemerkte, auf was Daniel hinaus wollte.
„Was sagt euch das?", fragte der General verwirrt. „Viele Leute sagen ‚verdammt'."
„Ja, eine Menge Leute auf der Erde sagen das, es ist ein Dialekt der Erde", erklärte Daniel. „Wieso sollte es ein Außerirdischer benutzen?"
„Könnte das nicht ein Zufall sein?", fragte der General.
„Es ist unwahrscheinlich. In all meinen Studien über Sprachen und die Zeit, die ich auf Abydos verbracht habe, hatte ich noch nie etwas von diesen Flüchen gehört, in keiner von ihnen. Aber es ist möglich. Er sprach dasselbe Englisch wie wir."
„Wir werden das Rätsel jetzt sicher nicht lösen, warum machen wir nicht weiter?" Der General wartete das Nicken der anderen ab, bevor er weitermachte. „Was denken Sie über eine Allianz mit den Melatai?"
„Die Technologie, die Kel'ac benutzte, war ziemlich cool", grinste der Colonel, „Es würde mir nichts ausmachen, eines ihrer Schiffe in die Finger zu bekommen."
„Sie war definitiv sehr fortschrittlich. Sein Schild hat es geschafft, einer gewaltigen Menge an Feuerkraft standzuhalten und uns zu schützen, als wir flohen. Und er blieb offensichtlich noch weiterhin dort, um sich zu verabschieden, nachdem wir weg waren. Dies trifft auch auf seine Waffen zu."
„Was ist mit der Waffe, mit der er das erste Schiff abgeschossen hat?", fragte der General.
„Sie war sehr effektiv", sagte Carter. „Auch wenn er gesagt hat, dass eine Allianz mit den Melatai möglich ist, so liegt es in ihrer Hand und nicht in unserer. Egal wie, wir haben keine Möglichkeit sie zu kontaktieren, da er gesagt hat, dass es in ihrem System kein Stargate gibt und wir haben keine andere Möglichkeit, um dorthin zu kommen."
„Um ehrlich zu sein, ich bin mir nicht sicher, dass es Technologie war, die den Todesgleiter zerstört hat", sprach Daniel leicht verwirrt. „Ihr ward zu sehr damit beschäftigt auf sie zu schießen, als dass ihr es genau gesehen hättet, aber ich sah, dass er nur seine Hände benutzt hat und sonst nichts."
„Was ist mit dem Gerät, das Teal'c ihm gegeben hat?", fragte O'Neil.
„Ich denke, dass er damit sein Schiff kontrolliert hat, aber ich glaube nicht, dass es das Richtige ist, um so eine mächtige Waffe integriert zu haben", erklärte Daniel. „Ich glaube, dass er es war."
Die Shadow
Harry ruhte sich auf seiner kurzen Reise, zwischen Chulak und der nächsten Welt mit einem Stargate, aus. Es war ein Planet, der von den Goa'uld selten genutzt wurde, also würde es einfach werden durch das Tor zu gehen. Seine Wunden waren geheilt, aber er war noch immer ziemlich müde, aber wusste, dass er sich, sobald er seinen Bericht abgegeben hatte, für eine längere Zeit ausruhen konnte.
Er trat in die Atmosphäre des Planeten ein und steuerte das Schiff in die Richtung, wo sich laut Kel'acs Erinnerungen das Stargate befand. Die Tok'ra hatten diesen Planeten oft als Ausgangspunkt für ihre Operationen benutzt, da er unbewacht war und sie konnten das Tor unbemerkt von und zu ihrer Basis benutzen. Er landete das Schiff einen halben Kilometer vom Tor entfernt und, nachdem er es tarnte, ging er in Richtung Stargate, wo er nur die Toradresse, die ihm gegeben worden war, eingeben musste und hindurch gehen konnte.
Es war Harrys erste Erfahrung mit dem Reisen durch ein Wurmloch. Nachdem er durch einen endlosen blauen Tunnel geflogen war und ihn wieder verlassen hatte, wurde er mit dem Anblick einer Sandwüste begrüßt. Er trat ein paar Schritte vom Tor weg, falls noch jemand hindurch kommen sollte und wartete. Keine zwei Minuten später enttarnte sich ein Schiff vor ihm. Es hatte offensichtlich eine Meile entfernt auf Toraktivität gewartet.
Er lächelte zu den getönten Fensterscheiben hinauf und winkte leicht. Das Schiff landete sofort und ein paar Sekunden später öffnete sich der Rumpf und zwei Männer traten heraus.
Sie sahen ihn neugierig an, ehe sie sein ziemlich mitgenommenes Erscheinungsbild bemerkten und die Tatsache, dass er allein war. Er hatte nicht einmal daran gedacht seine Kleidung gegen eines seiner anderen Sets einzutauschen, aber sie war noch immer als Mage-Uniform erkennbar. Ihre Kleidung zeichnete sie als Pilot mit seinem Kampfpartner aus. Keine Mages und deswegen war Harry im Rang über ihnen, solange sie im Dienst waren.
„Mage Kel'ac?", fragte der kleinere der beiden Männer.
„Ja." Er fragte nicht nach ihren Namen und er wusste, dass es nicht erwartet wurde.
„Sir? Uns wurde gesagt, dass wir Mage Lia ebenfalls antreffen sollten?" Harry wusste, dass er diese Frage hätte erwarten sollen, aber er war deswegen trotzdem traurig. Er weigerte sich, Schwäche vor den beiden Erwachsenen zu zeigen.
„Wir wurden auf unserer Mission vor mehr als drei Wochen angegriffen. Ich wurde gefangen genommen und sie wurde getötet", erklärte er schlicht. „Ich konnte erst vor kurzem fliehen."
Es herrschte eine unangenehme Stille. „Hast du einen Bericht?", fragte der größere Mann, der Pilot.
„Ja, habe ich. Ich werde euch das Wichtigste mitteilen, aber es ist alles auf dem Datenträger." Er gab ihnen einen handgroßen Datenträger, bevor er weitersprach. „Zusammengefasst, Ra ist tot, obwohl niemand von den Jaffa wusste wie. Seine Gebiete und Streitkräfte wurden unter den anderen aufgeteilt, hauptsächlich auf Apophis, was ihn jetzt zu einem der mächtigsten Systemlords macht."
Die zwei nickten um zu zeigen, dass sie verstanden hatten, blieben aber ruhig. „Wir haben nichts über Melatai gehört und niemand in den Jaffa-Unterkünften hat etwas erwähnt. Ich glaube, wir sind ziemlich unerkannt geblieben", sagte er, bevor er zu dem ersten Punkt zurückkam. „Die Jaffa und die Goa'uld wissen wahrscheinlich nicht, wer Ra getötet hat, aber ich habe es heraus gefunden, nachdem Lia getötet wurde. Die Menschen, die mir geholfen haben zu fliehen, waren von einem Planeten namens Erde. Sie haben zugegeben, dass sie ihn getötet haben und ich glaube ihnen. Ihr Verständnis von Technologie ist viel weiter fortgeschritten als bei vielen anderen Welten, die von Menschen bewohnt werden und die wir besucht haben."
„Ist das alles?", fragte der Pilot.
Harry wartete kurz, bevor er dem Mann einen anderen Datenträger gab, den er, nachdem er Chulak verlassen hatte, aufgenommen hatte. Es beinhaltete all das, was die Bevölkerung seiner Meinung nach nicht unbedingt wissen sollte. Alles, was mit ihm zu tun hatte. Dass er ein Tok'ra war, seine Pläne sowie die Anfrage für alle Informationen über den Handel, welche die Melatai mit den Menschen der Erde hatten und auch die Empfehlung, dass eine Allianz geformt wird. „Das ist verschlüsselt. Macht nicht den Versuch, es aufzudrehen. Es muss von euch persönlich in die Hände von Offizier Sirrus Curtis, vom Nachrichtendienst, übergeben werden. Ihr werdet ihn durch das Hohe Konzil finden. Verstanden?"
Beide nickten und Harry war zufrieden.
Sie warteten, um zu sehen, ob Harry noch etwas hinzufügen wollte, aber als er nichts weiter sagte, sprach der Kampf-Offizier. „Wir wurden vom Konzil angewiesen, dich mit allem zu versorgen, was du brauchst. Wir haben extra Lebensmittel und Wasser gebracht, genauso wie Waffen, um das auszugleichen, was du auf dem Herweg verbraucht hast. Du kannst alles von uns nehmen, was du brauchst, solange wir noch genug haben, um nach Hause zurückzukehren. Wir haben auch das für dich." Er hielt Harry einen Datenträger hin, damit er es nehmen konnte.
Harry nahm es. Er wusste, dass eine lange Reise vor ihm lag und deshalb war er, obwohl er dank Kel'ac länger ohne Essen und Trinken auskommen konnte, für die zusätzliche Ausrüstung dankbar.
Schließlich ging er durch das Tor zurück, die Ausrüstung auf einem Buggy, der sich vor ihm befand und nachdem er die Ausrüstung im Laderaum verstaut hatte, nahm er eine entspannende Dusche und wechselte seine Kleidung, danach aß er etwas von dem leichter verderblichen Nahrungsmitteln, die ihm gegeben worden waren.
Als er zu dem Kontrollsitz zurückkehrte, schob er den Datenträger, den er bekommen hatte, in die dafür vorgesehene Öffnung und lud ihn sofort hoch. Es war ein Bericht über Melatai, der ihn über den neuesten Stand informierte. Sie sahen es als unnötig an, die Welten wieder aufzubauen, die früher bewohnt gewesen waren und sie hatten beschlossen, die Tradition fortzusetzen und den kleinsten Planeten weiterhin unbewohnt zu lassen. Sie begannen aber damit, die nächstgelegene Welt, die von den Goa'uld zerstört worden war, wieder bewohnbar zu machen, machten aber daraus keine Priorität.
Es gab am Ende eine verschlüsselte Nachricht, welche seine Aufmerksamkeit auf sich zog und die ihm Curtis hinterlassen hatte. Er gab das Passwort ein, von dem er wusste, dass Curtis es benutzte: „Tok'ra", und fand eine Nachricht vom Konzil.
Um jeder Situation vorzubeugen, bei der Harry die Melatai schnell kontaktieren musste, oder erreichen musste, würde eine Shadow auf der Welt bereitstehen, die er gerade besucht hatte und die mit einer extra starken Kommunikationsausrüstung ausgerüstet war, so dass er schnell Nachrichten senden konnte und er konnte auch, sollte er sich nahe der Shadow befinden, durch diese Nachrichten an die Melatai schicken.
Harry schaltete die Nachricht aus und seufzte dankbar. Er würde Curtis und das Konzil vermissen, aber er wusste, dass er erledigen musste, was er zu tun hatte. Er überlegte einen Moment sorgfältig, was er erreichen musste und fing an, in Gedanken eine Liste zusammen zustellen.
'Erstens; Die Tok'ra finden.'
'Wie werden wir das angehen?' , machte ihn Kel'ac darauf aufmerksam. 'Der einzige Weg wie wir das schaffen können ist, dass wir einen über den Weg laufen und das wäre purer Zufall.'
'Also, was schlägst du vor, oh Allmächtiger', antwortete Harry, während er seinem Begleiter in Gedanken die Zunge rausstreckte.
'Wir müssen es schaffen, als Goa'uld durchzugehen. Jeder Goa'uld, der uns nahe kommt, wird fähig sein, mich zu spüren, selbst wenn deine Magie hilft, meine Präsenz vor den Jaffa zu verbergen, wie es bei Teal'c war, aber wenn wir ein Goa'uld Handgerät hätten, würden uns die Jaffa etwas in Ruhe lassen.'
'Ok, einverstanden', dachte Harry, 'Ich denke, wir sollten auch ein Zatnickatel finden.'
'Es könnte nützlich sein.', stimmte Kel'ac zu. 'Ok, Punkt Eins: Goal'uld Waffen finden.'
'Punkt zwei: Ausschau nach Tok'ra Spionen halten', fügte Harry hinzu.
'Punkt drei: Informationen darüber finden, wie wir nach Melatai kamen', bemerkte Kel'ac nach einem Moment des Nachdenkens.
'Sehr gut, das hätte ich fast vergessen. Punkt vier: Die Erde finden.'
'Ich glaube, dass eine Allianz, mit oder ohne den Melatai, definitiv nützlich für uns sein könnte', gab Kel'ac dazu.
'Was wird passieren, wenn sie herausbekommen, dass wir Tok'ra sind. Sie werden glauben, dass wir Goa'uld sind', erwähnte Harry, während er die Vorstellung von einer Gefangennahme und Befragung von seinen eigenen Leuten nicht ertragen konnte. Es wäre zu viel für ihn.
'Keine Sorge Harry, dein Onkel gehört nicht mehr zu deinen Sorgen. Er verkauft Schrauben und du fliegst ein technisch hochentwickeltes Raumschiff. Du bist nun komplett außerhalb seiner Liga', versicherte Kel'ac. Harry ließ seine Augen für eine Sekunde geschlossen, ehe er sie wieder öffnete.
'Die Erde also', wechselte Harry das Thema wieder auf den eigentlichen Punkt. 'Ich denke, wir sollten sie das selbst rausfinden lassen und dann werden wir sie überzeugen, dass wir nicht die sind, welche die Galaxie erobern wollen. Wir halfen ihnen trotz allem bei der Flucht.'
‚Und es könnte uns helfen herauszufinden, wo die Tok'ra ihre Basis haben', fügte Kel'ac hinzu und fuhr fort, als Harry die Augenbraue hochzog. 'Es scheint, dass sie ziemlich hineingezogen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie etwas über eine Organisation, so berühmt wie die Tok'ra, erfahren. Alle Goa'uld hassen uns.'
„Ok, als erstes müssen wir Waffen finden und dann sollten wir herausfinden, was wir können darüber, wie wir nach Melatai gekommen sind", sagte Harry, nicht bemerkend, dass er seine Stimmbänder benutzte.
Er gab das Ziel ein, das ihn zu einer Welt bringen würde, die, mit voller Geschwindigkeit, zwei Wochen entfernt war und die Apophis normalerweise als seinen Palast benutzte. Er wusste, dass er dort Goa'uld Waffen finden würde.
Er ließ das Schiff allein weiterfliegen und zum ersten Mal seit drei Wochen hatte er ein nettes, bequemes Bett und er zog sich nur noch aus, ließ sich hineinfallen und fiel in einen rastlosen Schlaf.
Traum
Harry schrie, immer und immer wieder, während er zusah, wie Lia von einem orangenen Energieblitz getroffen zu Boden geworfen wurde und alles, was er machen konnte, war das zu beobachten. Dann sah er durch die Augen, die er vage als seine eigenen erkannte, dass er von Apophis gefoltert wurde.
Dann begann etwas Komisches zu passieren. Langsam kam er zur Erkenntnis, dass er sich in einem Traum befand. Er wusste nicht, ob es Kel'acs Einfluss war, aber es war noch nie zuvor passiert, dass er geträumt hatte, selbst als er von seinem Onkel geträumt hatte. Die Szene vor ihm begann sich plötzlich zu verändern und zwar so, dass er nun mehr ein Beobachter war und langsam kam es zu einem Stopp. Apophis stoppte mitten im Satz.
Dann wurde die Szene komplett schwarz. Harry keuchte, als die Welt plötzlich so leer schien.
„Was passiert hier?", fragte Harry laut. „Kel'ac? Wo bist du?"
„Beruhige dich, Kind", erklang eine Stimme vor ihm. Eine weibliche Stimme, so beruhigend und gleichzeitig so mächtig, dass Harry sie nicht in Frage stellte. „Dein Symbiont ist unverletzt, aber er ist in diese Diskussion nicht miteinbezogen."
„Wer bist du?", stotterte Harry. Er fühlte sich als genau der achtjährige Mensch, der er eigentlich, ohne Kel'ac in seinen Gedanken, war, obwohl die Erinnerungen immer bei ihm waren.
„Wir sind Antiker", sprach die Stimme eines Mannes plötzlich, als vier leuchtend weiße Wesen in der Schwärze, in einem Halbkreis um ihn, auftauchten. „Genauso wie du."
„Was ist ein Antiker?"
„Das ist jetzt nicht von Bedeutung, Junge", sprach eine dritte Stimme ungeduldig.
„Wir sind gekommen, um dir zu helfen", sprach die Stimme der Frau erneut. „Erst einmal, du bist jung, Harry. Du stammst von uns ab und doch hast du es geschafft, aufzusteigen, weder mit Hilfe von Technologie, noch mit unserer."
Der vierte Antiker beteiligte sich zum ersten Mal an dem Gespräch. „Unsere Gesetze sind sehr eindeutig. Jegliches Einmischen in deiner Welt, mit den Kräften der Aufgestiegenen, ist verboten. Aber du hast uns in eine schwierige Lage gebracht. Du stehst nicht unter unserer Kontrolle, da es keiner von uns war, der dir geholfen hat, sondern du selbst. Und du bist einer von uns. Das ist der Grund, warum wir uns entschieden haben, dir zu helfen."
„Habt ihr uns nach Melatai geschickt?", fragte Harry neugierig.
„Du bist aufgestiegen, Harry. Wir glaubten nicht, dass du wirklich bereit für diesen Schritt warst, also haben wir dich dorthin geschickt, wo du deine Kräfte ordentlich trainieren konntest", sprach die erste Frau.
„Also werdet ihr mich nicht aufhalten, Magie weiterhin zu nutzen?", fragte Harry, während er verstand, worauf sie hinaus wollten.
„Genauso wie wir den Melatai erlauben, ihre gegebene Magie zu nutzen und wir werden dir erlauben, deine zu nutzen. Wie dem auch sei. Deine Magie ist die eines Aufgestiegenen. Du bist nicht mehr ein voller Antiker, so wie wir einst waren, aber etwas dazwischen. Deine Kräfte eines Aufgestiegenen kannst du verwenden wie du willst, aber wir werden dich beobachten."
„Werdet ihr mich lehren, sie zu benutzen?", fragte Harry hoffnungsvoll, obwohl er die Antwort schon wusste.
„Das können wir nicht. Diese Kräfte können nur über längere Zeit erlernt werden, aber verwende sie weise und nur wenn du sie wirklich brauchst", sagte der Ungeduldige, dieses Mal aber freundlicher.
„Wir werden dir in diesem Konflikt helfen, da eine neue Macht erscheint, die ohne deine Hilfe nicht aufgehalten werden kann. Durch unsere eigenen Gesetze können wir nicht helfen, aber du kannst es, also werden wir dich mit einem letzten Rat verlassen. Suche die Welt, die einmal die unsrige war und die jetzt als Erde bekannt ist. Vor 50 Jahren haben sie eine Welt besucht. Finde diese Welt und suche das Wissen."
Harry fühlte einen Stoß, als er aufgeweckt wurde und schoss so schnell aus seinem Bett, dass er sich in den Lacken verhedderte und mit dem Gesicht voran auf dem Boden landete.
Er spürte sofort Kel'acs willkommene Präsenz, als dieser seine neuen Erinnerungen durchsah. 'Du bist was?'
„Ein Antiker", flüsterte er geschockt.
