hallo Ihr Lieben,
ich möchte mich ganz herzlich bei denen bedanken, die mir einen Kommi hinterlassen haben (auch wenn die Zahl der Schwarzleser ungleich höher ist, als die Zahl derer, die ein Review hinterlassen haben - hey, gebt euch doch einen ruck, und schreibt was, wenn es euch gefällt)
Ich hoffe, dass euch auch das neue Kapitel gefällt.
Ich wünsche euch, ein wunderschönes Wochenende.
Liebe grüße,
Nerventod
oooooooooo
4. Erinnerungen?
Dumbledore schaute noch immer zwischen Severus und Harry hin und her. Er wusste nicht, was vor sich ging. Warum nur leuchtete Harry auf, wenn sich ihm sein Professor nährte? "Severus, mein Junge, du scheinst diese Reaktion auszulösen.", sagte er nachdenklich.
"Das merke ich auch!", erwiderte Snape scharf. "Die Frage ist nur, warum er so reagiert."
"Wir werden später versuchen, das herauszufinden. Du solltest ihm jetzt den Trank geben.", sagte der Direktor Hogwarts.
Snape nickte und beugte sich wieder zu seinem Schüler hinunter, um ihn den Trank einzuflößen. Wieder begann Harry zu leuchten. Als Snape sich gerade über Harry gebeugt hatte, streckte dieser plötzlich auf. Er riss die Augen auf und packte mit beiden Händen Snapes Gesicht. Der Zaubertränkelehrer keuchte auf. Dumbledore schaute die beiden erschrocken an. Auch er wusste nicht, was los war. Hilflos musste er mit ansehen, wie die beiden Männer von einem weißen Licht umgeben wurden.
Snape und Harry jedoch, fanden sich in der Erinnerung an das Leben eines anderen wieder.
Ein sechzehnjähriger Junge, mit dunkeln, kurz geschorenen Haaren, trat durch die Absperrung die zum Gleis 9 ¾ führte. In diesem Jahr sollte er zum ersten Mal Hogwarts besuchen. Bisher hatte er eine Zauberschule in Griechenland besucht. Noch bis vor zwei Monaten hatte er dort gelebt. Doch seine Eltern, die dort als Auroren arbeiteten, waren bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Nun lebte er bei seinen Großeltern hier in England. Er fühlte sich hier allein. All seine Freunde waren noch in Griechenland. Er fragte sich, ob er an dieser Schule Anschluss finden könnte, schließlich waren die meisten schon mehr als fünf Jahre zusammen. Seine Großeltern hatten ihn von der Schule erzählt und er fragte sich, in welches der Häuser er kommen würde.
Der Bahnsteig war überfüllt mit Menschen. Überall standen Schüler mit ihren Eltern herum und verabschiedeten sich von ihnen. Vorsichtig schlich er sich durch die Menge und betrat den Zug. Er suchte nach einem freien Abteil, welches er ziemlich am Ende des Zuges auch fand, und setzte sich hinein. Der Zug würde in fünf Minuten abfahren und als er aus dem Zugfenster sah, bemerkte er, wie sich der Bahnsteig langsam lehrte.
Als der Zug anfuhr, seufzte er und holte aus seinem Koffer ein Buch. Seine Großeltern hatten ihm erzählt, wie lange diese Zugfahrt dauerte und er musste sich irgendwie beschäftigen. Sein Großvater hatte ihm "Eine Geschichte Hogwarts" geschenkt und er wollte sich nun mit dieser Schule vertraut machen. Er hatte gerade begonnen zu lesen, als die Tür zu seinem Abteil aufgeschoben wurde. Herein trat ein großer schwarzhaariger Junge. "Kann ich mich zu dir setzen?", fragte dieser.
"Natürlich, setzt Dich doch.", erwiderte der Sitzende und deutete auf dem Platz ihm gegenüber. Der andere schritt herein, wuchtete sein Koffer auf die Gepäckablage und setzte sich dem anderen gegenüber.
"Mein Name ist Severus Snape. Ich habe dich noch nie hier gesehen. Bis Du neu?", fragte der Junge, der sich gerade gesetzt hatte.
"Ja, ich bin neu. Mein Name ist Vin Hallwood. Freut mich, Dich kennen zu lernen.", entgegnete der andere und reichte ihm die Hand.
Severus nahm sie und nickte ihm zu. "Hattest du vorher Privatunterricht, oder warum habe ich dich noch nie gesehen?", fragte er.
"Nein, ich habe bis vor kurzem in Griechenland gelebt und bin auch dort zur Schule gegangen.", sagte Vin.
"Also bist Du mit deinen Eltern hierher gezogen?", fragte Severus weiter.
"Nein, ich bin zu meinen Großeltern hierher gezogen.", erklärte der Andere. Er wollte dem Jungen nicht erzählen, dass seine Eltern tot waren
Severus schien zu bemerken, dass der andere etwas verheimlichte, respektierte aber sein Wunsch nicht darüber reden zu wollen und ließ ihn in Ruhe. "Was liest Du da?", fragte er statt dessen um von dem Thema abzulenken.
"Oh, das ist ‚Eine Geschichte Hogwarts'. Mein Großvater hat es mir geschenkt. Ich wollte ein wenig darin lesen, um mehr über die neue Schule zu erfahren.", erwiderte Vin, dankbar, dass der andere nicht weiter nachbohrte.
"Ja, das habe ich auch gemacht, als ich zum ersten Mal nach Hogwarts gekommen bin. Es ist sehr interessant. Wenn du Fragen hast, kann ich dir vielleicht helfen, sie zu beantworten.", bot der andere Junge an.
Vin ging gerne auf dieses Angebot ein und ließ sich von Severus alles über die vier Häuser erzählen. Dabei erfuhr er auch, dass Severus nach Slytherin ging, dem Haus, das scheinbar dem Vorurteil unterlag, nur Schwarzmagier hervorzubringen. Er fragte sich, in welches Haus er kommen würde. Von Gryffindor hielt der Junge, ihm gegenüber, nicht besonders viel. Da er sich ganz gut mit ihm verstand, hoffte er, dass er nicht von diesem sprechenden Hut, von dem er gehört hatte, in dieses Haus eingeteilt werden würde. Er bezweifelte stark, dass der andere dann noch mit ihm befreundet sein wollte.
Sie wurden unterbrochen, als ein anderer die Abteitür aufzog. "Hallo, Schnievelus. Hast Du es immer noch nicht geschafft, Dich bei deinem Zaubertrank-Experimenten in die Luft zu sprengen? Ich hatte so darauf gehofft.", sagte ein Junge in ihrem Alter, dessen Haare wild zerzaust waren. An seiner Seite, standen drei weitere Jungen, die ebenfalls grinsten. Er grinste Severus spöttisch an.
"Verschwinde, Potter", knurrte Severus.
"Aber aber, Schnievelus, wir wollen uns doch nur, Deinem neuen Freund vorstellen. Das wirst Du uns doch nicht verwehren?", entgegnete der Strubbelkopf gespielt getroffen und fasste sich mit seiner Hand an seine Brust, worauf Severus nur seine Augen verdrehte und mit einer ausladenden Handbewegung zu dem Jungen, ihm gegenüber deutete.
Die vier Jungen quetschen sich in das Abteil und traten zu Vin. Der Strubbelkopf streckte ihm seine Hand entgegen und sagte nur freundlicher: "Ich bin James Potter und das hier sind meine Freunde, Sirius Black, Remus Lupin und Peter Pettigrew. Freut uns, Dich kennen zu lernen."
Vin, der immer noch zu Severus geschaut hatte, richtete nun seinen Blick zu Potter und sein Freunden und reichte ihm die Hand. "Hallo, ich bin Vin Hallwood und ich finde es äußerst unhöflich, was Du zu Severus gesagt hast."
"Och, das war doch nur ein Spaß zwischen mir und dem ollen Schnievelus. Das stört den noch gar nicht.", erwiderte Potter leichthin.
"Potter, verschwinde mit deinen Freunden dorthin, woher Du gekommen ist.", schnarrte eine kalte Stimme hinter ihnen.
Der Angesprochene wirbelte herum. "Du hast überhaupt nichts zu sagen, Malfoy.", blaffte er den Jungen an, der gerade hinter ihnen das Abteil betreten hatte.
Malfoy, der sehr groß war, und schulterlanges blondes Haar hatte, zog nur arrogant eine Augenbraue nach oben und setzte ein falsches Lächeln auf. "Ich habe dir schon einmal gesagt, Potter, dass Du Dich von uns Slytherins fern halten sollst.", erwiderte der Blonde spöttisch. "Geh zu deinen Gryffindor-Freunden, wo Du muggelliebender Blutsverräter hingehörst. Ich wette, Evens wird schon auf Dich warten. Und nimm Deine dreckigen Freunde mit."
Potter blitzte ihn wütend an, verschwand dann aber, samt seinen Freunden, aus dem Abteil.
"Was sollte der Scheiß, Malfoy?", blaffte Severus aufgebracht. "Ich habe Dir schon einmal gesagt, dass ich Deine Hilfe nicht brauche. Ich kann mich gut alleine verteidigen."
"Natürlich kannst du das, mein lieber Severus, aber ich wollte uns ersparen, dass wir alle noch einmal Deine Unterhosen sehen müssen.", entgegnete der andere Junge unberührt. " Und was sollte dann Dein neuer Freund von dir denken? Mein Name ist übrigens Lucius Malfoy." Er reichte Vin, der die ganze Szene ruhig beobachtet hatte, seine Hand, die dieser zögerlich entgegennahm. "Vin Hallwood.", nickte er dem anderem zu.
Lucius setzte sich einfach auf einen der freien Plätze, und schaute Vin abschätzen an. Der hielt den Blick stand und wartete darauf was der andere nun sagen würde.
Kurz darauf befand sich Vin in einem Verhör. Der blonde Slytherin versuchte mehr über Vin zu erfahren, doch dieser blockte die meisten seiner Fragen einfach ab. Severus saßen still daneben. Es war offensichtlich, dass er sich nicht traute, in der Anwesenheit des anderen etwas zu sagen und dass er sich sichtlich unwohl fühlte. Lucius machte keine Anzeichen, das Abteil wieder zu verlassen und blieb, während der ganzen restlichen Fahrt bei Ihnen.
Vin schaute nicht schlecht, als er das Schloss erblickte. Es war sehr viel beeindruckender, als seine Schule in Griechenland und es war auch sehr viel größer. Sicher, auch seine Schule hatte immer beeindruckend auf ihn gewirkt, doch wie der Mond in diesem Moment das Schloss beschien, war einfach atemberaubend. Severus hatte, auch nachdem Lucius verschwunden war, kein Wort mehr gesprochen und ging nun griesgrämig neben ihm her. Es war kein angenehmes Schweigen. Vin hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen, aber er wusste einfach nicht was. Also bestiegen sie schweigend eine der Kutschen, in der sie zusammen mit drei Huffelpuffs nach oben zum Schloss fuhren. Dort musste Vin bei Professor McGonagall auf die Ankunft der Erstklässler warten, während Severus bereits in die Große Halle ging.
Zehn Minuten später, wurde er zusammen mit den Erstklässlern hineingeführt und blieb mit Ihnen zusammen vor einem alten Schemel, auf dem ein noch älter Hut lag, stehen. Als ältester unter ihnen, hatte er das Privileg, den Hut als erster aufzusetzen. Nach dem er vorhin, die vier Gryffindors kennen gelernt hatte, war er froh, als er nicht dort hin, sondern nach Slytherin gewählt wurde. Er stand auf und setzte sich neben Severus.
Das Licht um Harry und Snape verschwand. Harry keuchte und hielt mit seinen Händen den ebenfalls keuchenden Snape fest. Beide verstanden nicht, was da gerade passiert war. Dumbledore, der die ganze Zeit an ihrem Bett gesessen hatte, schaute sie noch immer fassungslos an. So etwas hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Langsam setzte Harrys Verstand wieder ein und er ließ Snape los. Auch Snape erwacht aus der Starre, und er taumelte mit weit aufgerissenen Augen zurück.
Auch Dumbledore fand seine Sprache wieder. "Was ist geschehen?", fragte er.
Snape schaute ihm mit entsetztem Gesichtsausdruck an und versuchte Worte für das zu finden, was er gerade erlebt hatte. Doch er schaffte es nicht. Das, was er gerade gesehen hatte, hatte er nie erlebt. Er konnte sich noch genau an seine Zugfahrt in diesem Jahr erinnern, doch da gab es nie eine Person namens Vin Hallwood. Potter und seine Freunde hatten ihn zwar auch damals einem Besuch abgestattet und Lucius hatte sie vertrieben, doch diesen Jungen, mit den kurzen, dunklen Haaren, hatte er nie kennen gelernt. "Ich... Ich kann es einfach nicht sagen. Ich weiß nicht, was passiert ist.", stammelte er.
Dumbledore runzelte die Stirn. "Ich muss genau wissen, was geschehen ist, Severus. Ihr wart über zehn Stunden von diesem Licht eingehüllt und es gab keine Möglichkeit, an Euch heranzukommen."
Snape nickte. "Gib mir ein paar Minuten, ich muss mir selbst erst einmal darüber klar werden, was da gerade passiert ist."
Auch Harry wusste nicht, was er sagen sollte. Wieso hatte er eine Begebenheit aus dem Leben Snapes gesehen? Wie war er überhaupt auf die Krankenstation kommen? Das letzte, an was er sich erinnern konnte, war, dass er den Trank in Snapes Unterricht getrunken hatte. Doch der hatte doch nicht funktioniert. Hatte Hermine ihn doch falsch gebraut? Das konnte er sich nicht vorstellen.
„Mr. Potter, können Sie mir vielleicht sagen, was geschehen ist?", riss ihn Dumbledore aus seinen Gedanken.
Harry schüttelte seinen Kopf. „Nein, Sir. Ich habe keine Ahnung, was geschehen ist.", sagte er noch immer atemlos.
Dumbledore schaute die beiden besorgt an. Er wusste nicht, was sie gesehen hatten, doch wenn selbst Severus Snape so durcheinander war, war das kein gutes Zeichen. Seinen Spion brachte sonst so leicht nichts aus der Ruhe. Er entschloss sich dazu, ihn später genau zu befragen. Jetzt sollten die beiden erst einmal etwas essen. Er rief eine der Hauselfen und ließ den beiden von ihr etwas bringen. Snape setzte sich nur widerwillig und aß etwas, doch Harry hatte einen Riesenhunger und ließ es sich schmecken.
Nachdem sie aufgegessen hatten, brachte Dumbledore die Aufmerksamkeit der beiden wieder zu sich. "Bitte erzählt mir jetzt, was genau geschehen ist.", bat er und schaute fragend von einem zum anderem.
"Ich habe eine Erinnerung aus Snapes Leben gesehen.", sagte Harry.
"Das war keine Erinnerung aus meinem Leben!", fauchte Snape.
"Aber... Ich dachte... Ich meine, ich habe Sie doch gesehen.", stotterte Harry verblüfft.
"Potter, Sie können mir glauben, dass mein Gedächtnis noch ganz in Ordnung ist und ich durchaus in der Lage bin, mich noch an meine Schulzeit zu erinnern. Wenn ich dies wirklich erlebt hätte, dann wüsste ich es.", schnappte der schwarzhaarige Tränkemeister.
"Beruhigt Euch, bitte.", bat Dumbledore. "Severus, bitte setzt Dich, Du machst mich total nervös."
Grummelnd setzte sich der Tränkemeister auf einen Stuhl und blickte den alten Direktor finster an. Der ließ sich davon jedoch nicht stören, sondern richtete seine Aufmerksamkeit zu Harry. "Bitte, erzähle mir, was du gesehen hast."
Harry nickte langsam und begann dann zu erzählen. Als er geendet hatte, lehnte Dumbledore sich nachdenklich in seinen Stuhl zurück und schaute beide verwundert an. "Ich kann mich an keinen Schüler namens Vin Hallwood erinnern.", sagt er nachdenklich und strich sich über seinen langen Bart.
Snape schnaubte. " Was du nicht sagst, Albus."
Dumbledore ließ sich davon jedoch nicht beirren, sondern sprach ruhig weiter. "Das ist sehr seltsam. Ich frage mich, was das zu bedeuten hat. Severus, was war das noch mal genau für ein Trank?"
Snape rollte mit seinen Augen. "Memoria reinkarnia, der Trank, durch den man sich an seine früheren Leben erinnern kann. Granger, Weasley oder Potter müssen irgendetwas daran versaut haben, denn erstens hat sich Potter nicht an ein früheres Leben erinnert und zweitens hat er sich dann, als er sich dann erinnert hat, an etwas erinnert, was nie geschehen ist. Ich würde sagen, das ist ein glattes T für diesen Trank."
"Ich weiß nicht, Severus. Irgendetwas kommt mir hier komisch vor.", sagte Dumbledore nachdenklich. "Gab es irgendwelche Ähnlichkeiten zu den Geschehnissen, an die Du Dich erinnern kannst?"
"In gewisser Hinsicht schon. Ich war damals allein in einem Abteil und Potter und seine Freunde sind tatsächlich zu mir gekommen und Potter hat mich auch mit exakt denselben Satz begrüßt. Auch Lucius kann damals und hat sie verscheucht. Doch danach, hat er sich die ganze Zeit mit mir unterhalten und versucht zu erkunden, ob er mich auf die Seite des Dunklen Lords ziehen kann. Vielleicht wurden durch die Verbindung, die Potter durch seine Berührung zu mir hergestellt hat, zwei unterschiedliche Erinnerungen zu einer zusammengefasst."
" Aber ich kenne niemanden mit dem Namen Vin Hallwood. ", sagte Harry leise.
Beide Männer schauten nun zu ihm. Diese Theorie hatte sich so logisch angehört, doch wenn der Junge sich an niemanden mit diesem Namen erinnern konnte, konnte sie nicht zutreffen. Dumbledore war der erste, der sich wieder fing." Ich weiß nicht, was das alles zu bedeuten hat, doch wir müssen herausfinden, was dahinter steckt.", sagte er.
"Was willst du damit sagen?", fragte Snape und auch Harry schaute ihn verwundert an.
"Ganz einfach.", entgegnete Dumbledore. "Wir müssen sehen, was passiert, wenn Harry den Trank erneut nimmt. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass dieser Junge durchaus existiert hat, wie uns aber nicht mehr an ihn erinnern können, meine man unsere Gedächtnisse verändert hat. Wie das mit Harry zusammenhängt, kann ich leider nicht sagen. Harry, wärst du bereit dazu, den Trank noch einmal zu nehmen?"
Noch ehe Harry antworten konnte, ging Snape dazwischen. "Das kann doch nicht dein Ernst sein! Ich habe wichtigeres zu tun, als irgendwelchen Hirngespinsten hinterher zu jagen. Wer weiß, was wir da gesehen haben."
"Genau deswegen müssen wir ja versuchen herauszufinden, was es damit auf sich hat. Vielleicht ist es wirklich wichtig, Severus. Wir dürfen das nicht einfach auf sich beruhen lassen.", erklärte Dumbledore ruhig. Dann wandte er sich wieder zu Harry. "Also Harry, wirst Du den Trank noch einmal nehmen?"
Harry nickte unsicher, was ihm ein verächtliches Schnauben von Snape einbrachte. Doch auch er wollte wissen, was er da gesehen hatte. Und auch wenn das bedeutete, dass er mit Snape zusammenarbeiten musste, würde es tun.
Dumbledore nickte zufrieden." Ich habe nichts anderes von Dir erwartet.", lächelte er ihn an. "Das Beste wird sein, Ihr kommt am Samstag in mein Büro. In Anbetracht der Tatsache, dass diese 'Erinnerungen', die Ihr gerade durchlebt habt, so lang gewesen ist, denke ich, es ist das Beste, wenn wir direkt nach dem Frühstück beginnen. Ich erwarte Euch also denn punkt neun." Damit stand er auf und verließ die Krankenstation.
Snape schaute Harry vernichtend an und Harry hatte plötzlich das Gefühl, etwas sagen zu müssen. "Na ja, immerhin hatten wir noch gute vier Tage zeit.", brachte er daher heraus.
Sein Zaubertränkelehrer schaute ihn nur verächtlich an. " Da sie es nicht wissen, Potter, muss ich Ihnen mitteilen, dass sie drei Tage in einer Art Koma gelegen haben. Übermorgen ist Samstag. Wir haben also keineswegs vier Tage zeit.", blaffte eher und verließ mitwehenden Roben ebenfalls die Krankenstation.
Zurück blieb ein nachdenklicher Harry Potter, der nicht wusste, was auf ihn zukommen würde, wenn er erneut diesen Trank einnehmen würde. Doch seine Entscheidung war nicht falsch. Er wollte wissen, was es mit den Bildern, die er vorhin gesehen hatte, auf sich hatte und er würde es herausfinden.
