Hi,
ich möchte mich ganz doll bei euch für die lieben kommis bedanken... leider gehts mir heute nicht so gut, weshalb ich euch heute nicht direkt antworten kann... nur soviel (weil einige gefragt haben) ja, es wird noch eine weile dauern bis wir zu dem zauber kommen... ich kann und will das nicht überstürtzen, weil es einfach schade um die fic wäre... ich were nur die wichtigsten schritte von vins und sevs beziehung beschreiben, aber gerade die anfangszeit ist bei sowas ja immer wichtig, weshalb wir uns schon noch einige chaps in der Schulzeit von den beiden aufhalten werden... seit geduldig, immerhin muss ich fast 50 Jahre abdecken... das kann schon dauern
und nun genug gelabert... viel spaß noch
lg nerventod
oooooooooo
6. Verbotene Freundschaft
Harry hatte die ganze Nacht schlecht geschlafen. Er hatte die ganze Zeit darüber nachgedacht, was er mit Snape zusammen gesehen hatte. Er hatte ja schon in seinem fünften Schuljahr einen Einblick darin bekommen, wie sein Vater und dessen Freunde mit Snape umgegangen waren. Doch es hatte ihn tief getroffen, dass sein geliebter Pate sogar soweit gegangen war, Snape ernsthaft verletzen zu wollen. Snape schienen diesen Erinnerungen so vollkommen anders. Ruhig, zurückhaltend und einsam. Vielleicht wäre aus ihm nicht der Mann geworden, der er jetzt war, wenn Sirius und die anderen ihn damals nicht so zugesetzt hätten.
Als der Wecker fröhlich um acht klingelte, warf Harry ihm nur einen ärgerlichen Blick zu und stand dann leise auf. Schnell machte er sich fertig und ging dann hinunter in die große Halle um zu frühstücken. Punkt neun Uhr stand der erneut vor Dumbledores Büro und wurde nach einem kurzen Anklopfen eingelassen. Drinnen stand ein, wie sollte es anders sein, schlecht gelaunter Snape und ein ihm fröhlich zuzwinkernder Dumbledore, der ihm auch sogleich wieder zu den Sesseln deutete, auf denen sie bereits gestern gesessen hatten.
Harry nickte ihm höflich zu und begab sich dann zu seinem Sessel und setzte sich. Auch Dumbledore setzte sich in seinen Sessel, gab Harry den Trank und bat dann Snape, sich ebenfalls zu setzen. Dieser tat, äußerst widerwillig, worum er gebeten wurde und setzte sich wieder auf dem Sessel gegenüber von Harry. Dieser sah ihm fest in die Augen, als er den Trank hinunter schluckte. Nach kurzer Zeit begann er wieder weiß zu leuchten und wie von selbst fanden sich seine und Snapes Hände zusammen, ehe sie in eine neue Erinnerung eintauchten.
Wieder schienen ein paar Wochen sei der letzte Erinnerung vergangen zu sein. Es war Halloween und Vin und die anderen Siebtklässler Slytherins hatten den Unterricht bereits hinter sich gebracht. In vier Stunden würde das Festessen in der Großen Halle stattfinden und so hatten die Schüler noch etwas Zeit, um zu lernen oder sonstigen Freizeitbeschäftigungen nachzugehen.
Zwischen Vin und Severus hatte sich inzwischen eine vorsichtige Freundschaft gebildet. Der langhaarige Slytherin war zwar immer noch sehr zurückhaltend, doch sie hatten begonnen ein paar Dinge gemeinsam zu tun. So standen sie jeden Morgen gemeinsam auf, um zusammen eine Runde um den See zu joggen, oder sie lernten beide in der Bibliothek.
Vin war im Schlafsaal der Jungen und zog sich dort um, um eine weitere Runde um den See zu laufen. Severus, der auf seinem Bett lag und in einem Buch las, schaute auf. "Wo willst du hin?", fragte er.
"Ich will noch ein wenig rausgehen.", antwortete Vin kurz.
"Kann ich Dich begleiten?", fragte Severus. "Du müsstest nur kurz warten, bis ich umgezogen bin."
"Sei mir nicht böse, aber ich wäre gern allein.", erwiderte Vin und verließ kurz darauf den Schlafsaal.
Draußen angekommen, atmete er erst einmal tief durch. Die frische Luft tat ihm gut. Es tat ihm leid, Severus zurückgewiesen zu haben, doch heute brauchet er einfach etwas Zeit für sich. Langsam setzte er sich in Bewegung und begann dann im ruhigen Tempo um den See zu joggen. Es tat ihm gut, sich zu bewegen. So bekam er seinen Kopf frei.
Er hatte gerade seine Runde um den See beendet, als er von einem Beinklammerfluch getroffen wurde und zu Boden ging. Wütend drehte er sich um, doch da seine Beine sich immer noch nicht bewegen ließen, konnte er nicht aufstehen. Hinter einem Baum trat Lucius Malfoy hervor und grinste ihn überheblich an. "Na, Hallwood, zu dumm zum laufen?"
"Was soll der Scheiß, Malfoy?", fragte Vin aufgebracht.
"Na na na, wer wird sich denn gleich so aufregen? Ich wollte mich nur ein wenig mit Dir unterhalten.", schnarrte Lucius.
Vin schaute ihn noch immer wütend, aber auch fragend an, was den blonden Slytherin nur noch breiter Grinsen ließ. Er schwang seinen Zauberstab und ließ Vin zu einem der Bäume in der Nähe schweben und ließ ihn dort wieder, etwas unsanft, hinunter. Vin rappelte sich mühsam auf und lehnte sich mit seinem Oberkörper an den Baum. "Heb gefälligst den Fluch auf, Malfoy.", knurrte er.
"Alles zu seiner Zeit. Zuerst unterhalten wir uns.", entgegnete Lucius und hockte sich neben ihn.
Vin verdrehte die Augen genervt. "Was willst Du denn?", seufzte er.
"Ich möchte Dir nur einen guten Rat geben.", sagte der Blonde. "Ich möchte, dass du dich von Severus fernhältst."
"Was geht es Dich an, mit wem ich befreundet bin?", knurrte Vin. "Außerdem denke ich, dass Severus durchaus in der Lage ist, selbst zu entscheiden, wer sein Freund ist."
"Das mag vielleicht sein, aber er weiß manchmal nicht, wer gut für ihn ist.", sagte Lucius mit einem falschen Lächeln.
"Ach und ich bin wohl kein guter Umgang für ihn?", blaffte der Dunkelhaarige.
"Ich sehe, wir verstehen uns.", entgegnete der andere mit einem süffisanten Grinsen.
"Du spinnst wohl?", brauste Vin nun auf.
"Ganz im Gegenteil. Ich habe Erkundigungen über Dich eingeholt. Deine Eltern waren Auroren. Ich weiß gar nicht, was Du hier in Slytherin zu suchen hast."
"Lass meine Eltern aus dem Spiel.", fauchte Vin nun wütend.
"Oh, habe ich da etwa einen wunden Punkt gefunden?", höhnte Lucius, ehe er aufschaute und sein Gesicht ernst wurde. Vin konnte aus einiger Entfernung Lachen hören, was sich ihnen näherte. Ärgerlich schwang der Malfoy seinen Zauberstab und hob dem Beinklammerfluch auf, ehe er Vin noch einmal anfunkelte. "Ich hoffe, wir haben uns verstanden. Du hältst Dich in Zukunft von ihm fern.", sagte er kalt, ehe er aufstand und verschwand.
Vin konnte immer noch nicht glauben, dass er gerade dieses Gespräch geführt hatte. Mühsam stand er auf und schaute sich um, wer ihn da gerade unfreiwillig aus seiner misslichen Lage befreit hatte. Drei Ravenclaw-Mädchen liefen kichernd und tratschend zum See. Noch einmal schüttelte er seinen Kopf, ehe er wieder in Richtung Schloss lief.
Er stürmt in den Schlafsaal, riss seinen Schrank auf und holte sich frische Sachen heraus. Als er sie wieder umdrehte, um zur Dusche zu gehen, fiel sein Blick auf Severus, der ihn eindringlich musterte. "Was?", blaffte er ihn an, was den anderen merklich zurückzucken ließ.
Severus senkte seinen Kopf. Vin seufzte. Der andere konnte doch am wenigsten dafür. "Es tut mir Leid.", sagte er und ging zu dem Langhaarigen hinüber. Er setzte sich auf dessen Bett und sah den anderen entschuldigend an. "Severus, entschuldige. Ich bin heute einfach nicht so gut drauf und ich hatte gerade einen kleinen Zusammenstoß mit Lucius.", sagte Vin.
Severus schaute ihn verblüfft an. "Was meinst Du damit? Zusammenstoß?", fragte er.
"Er hat mir einen Beinklammerfluch auf den Hals gehetzt, um sich mit mir zu… unterhalten.", antwortete der Kurzhaarige.
"Hast Du ihn mit irgendetwas verärgert?"
Wütend über diese Frage verengte Vin seine Augen zu Schlitzen, riss sich dann aber zusammen. "Severus, in welchem Verhältnis stehst Du zu Lucius?"
Der Angesprochene schaute ihn fragend an, antwortete dann aber zögerlich. "Lucius ist mein Freund. Er ist… ich meine, er war bisher der einzige, der mit mir gesprochen hat… ich meine, ehe Du gekommen bist."
"Das ist auch kein Wunder.", schnaubte Vin. Auf dem überraschten und zugleich fragenden Blick von Severus sprach er weiter. "In dieser kleinen Unterredung, die Lucius mit mir geführt hat, hat er mich eindringlich darauf hingewiesen, dass ich mich von Dir fernzuhalten habe."
"Was?", fragte Severus erstaunt.
"Ja, genau deshalb hat er mich angesprochen. Und ich wette mit Dir, dass er absichtlich diesen Tag ausgesucht hat.", sagte Vin fest.
"Wie meinst du das?", fragte Severus vorsichtig.
"Er hat gesagt, dass ich kein guter Umgang für Dich wäre, weil meine Eltern Auroren waren. Er wusste, dass mich diese Aussage heute besonders treffen würde. Meine Mum hätte heute Geburtstag hat. Das ist auch der Grund, warum ich vorhin allein sein wollte.", seufzte der Kurzhaarige.
"Deine Eltern sind tot?"
"Ja, sie sind Ende Juni dieses Jahres gestorben.", flüsterte Vin und lehnte seinen Kopf nach vorne. Er wollte nicht, dass der andere seine Tränen sah. Er versuchte, seine Fassung wieder zu erlangen und gegen die Tränen anzukämpfen. Plötzlich spürte er, wie sich vorsichtig und unsicher eine Hand auf seinen Rücken legte und damit begann leicht auf und ab zu streichen. Und es dauerte nicht lange, bis Vin es schaffte, Severus von seinen toten Eltern zu erzählen. Der, saß nur still hinter ihm und hörte ihm aufmerksam zu.
Vin war ihm unglaublich dankbar dafür, auch wenn er sich ein wenig dafür schämte, geweint zu haben. Es dauerte ein paar Minuten, ehe er sich wieder soweit gefahren hatte, dass die Tränen versiegten.
"Sag mal, was will Lucius eigentlich von Dir? Ich meine, über was unterhaltet Ihr Euch?", fragte Vin.
"Ich weiß nicht gerecht. Normalerweise redet meistens nur Lucius. Am meisten über den Dunkeln Lord.", antwortete der langhaarige Slytherin.
"Severus, sei mir nicht böse, aber ich möchte dich etwas fragen. Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf wird immer mächtiger und ich habe die Befürchtung, dass es ein Krieg geben wird. Auf welcher Seite… ich meine, würdest du einer seiner Anhänger werden wollen? Ich denke nämlich, dass genau das der Grund ist, warum Lucius ein solches Interesse an der hat und versucht, andere von der fernzuhalten.", äußerte Vin seine Vermutung.
"Ich weiß es nicht.", erwiderte Severus ehrlich.
Vin stand auf und sammelte seine Sachen wieder zusammen. "Wirst Du Dich jetzt von ihr fern halten? Ich meine, weil Lucius…", hörte er Severus fragen.
"Nein.", sagte Vin. "Ich kann dir nicht sagen, wie es ist, wenn Du Dich wirklich dazu entschließen solltest, ihm zu folgen, aber solange das nicht der Fall ist, wäre ich wirklich gerne mit Dir befreundet. Und davon wird mich auch kein Lucius Malfoy abhalten."
Mit diesen Worten verließ er den Raum, um duschen zu gehen.
Zum Festmahl betrat er gemeinsam mit Severus die große Halle und sie setzten sich an das Ende des Tisches. Vin bemerkte, dass Lucius ihn böse an funkelte und richtete seinen Blick ebenso kalt auf ihn. Er würde sich von niemandem die Freundschaft verbieten lassen. Er müsste in Zukunft aufpassen, wenn er allein war, doch er wollte nicht, dass Severus weiterhin von diesem Menschen beeinflusst wurde.
Es wurde ein schönes Essen. Nachdem sie sich für eine Weile noch angeschwiegen hatten, blühte Severus regelrecht auf, als ihr Gespräch auf das Spiel der letzten Quidditchweltmeisterschaft zwischen England und Griechenland fiel. Verwundert wurden die beiden von einigen Mitschülern an ihrem Haustisch angeschaut, da noch nie jemand den Einzelgänger so gelöst und entspannt gesehen hatte.
Dumbledore schaute neugierig auf, als das weiße Leuchten um Harry und Snape verschwand. Er ließ den Beiden Zeit, um sich wieder zu sammeln, ehe er fragte, was sie gesehen hatten. Snape stand auf und ging wieder zum Fenster, während er Harry erzählen ließ, was sie gesehen hatten. Es ärgerte ihn ungemein, dass der Junge gesehen hatte, wie schwach er damals war, dass er damals solche Gefühle gezeigt hatte. Und er ärgerte sich auch über sich selbst. Ja, im Nachhinein hatte er gewusst, dass Lucius ihn von Anfang an manipuliert hatte, aber es so deutlich vor Augen geführt zu bekommen war demütigend.
Nachdem Harry geendet hatte, schwiegen die drei für eine Weile, ehe Dumbledore sich wieder zu Wort meldete. "Es scheint wirklich so, als würde Euch eine Geschichte erzählt. Das ist sehr seltsam." Nachdenklich stand er auf und ging hinüber zu seinem Zaubertränkelehrer, und legte ihm sanft eine Hand auf seine Schulter. "Severus, ich weiß, dass es für Dich schwer sein muss, dass hier ausgerechnet mit Harry zu erleben, aber...", begann er, wurde aber von Snape unterbrochen.
"Ich weiß was Du sagen willst, Albus, und ich bin Deiner Meinung. Wir müssen herausfinden, was das alles soll. Das schließt als auch Potter mit ein.", sagte er ruhig.
Dumbledore drückte noch einmal seine Schulter und wandte sich dann wieder an Harry, der mittlerweile aufgestanden war. "Professor Snape, Sir, ich möchte Ihnen sagen, dass niemand von dem, was ich hier gesehen habe oder noch sehen werde, erfahren wird. Es ist mir klar, dass das für sie sehr privat ist und ich verstehe auch nicht, was das Ganze mit mir zu tun hat, aber vielleicht finden wir es noch heraus, wenn wir weitermachen.", sagte er.
Snape sagte dazu nichts, doch Dumbledore nickte ihm dankend zu. Harry verabschiedete sich und verließ dann das Büro. Er begab sich nach draußen und setzte sich dort wieder auf seinen Stein am See, um die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. Dieser Snape, den er in diesen Erinnerungen kennen gelernt hatte, faszinierte ihn. Das war nicht der kalte, gefühllose Tränkemeister, den Harry seit Jahren kannte. Das war ein Snape, den er mögen könnte. Nein, diese Snape mochte er bereits. Mit diesen Snape könnte er befreundet sein, er wäre es sogar ganz sicher.
Er fragte sich, man aus diesem verletzlich wirkenden Jungen der Mensch geworden war, den er jetzt kannte. Irgendwie hatten diese beiden Snapes nichts gemeinsam und der Junge aus diesen Erinnerungen verdiente es auch nicht, Snape genannt zu werden. Für ihn war das Severus.
Harry war wieder einmal so in Gedanken versunken, dass er nicht bemerkte, wie es schon langsam dunkel wurde. So merkte er auch nicht, als sich ihm eine dunkle Gestalt näherte. Erst als diese bei ihm war und ihn ansprach, schreckte er hoch. "Mr. Potter.", sagte die kalte, schneidende Stimme seines Tränkelehrers. "Da Sie nicht zu Abendessen erschienen sind, sucht Madam Pomfrey Sie bereits seit einer halben Stunde im ganzen Schloss und hat nun auch mich beauftragt, Sie zu suchen, als sei ich irgendein Botenjunge und kein Lehrer an dieser Schule. Würden Sie also die Freundlichkeit haben, zum Essen in der Großen Halle zu erscheinen um ihren mageren Körper die Nahrung zuzuführen, die er braucht."
Harry schaute beschämt zu Boden. "Es tut mir Leid, Professor, ich habe die Zeit vergessen.", sagte er leise.
"Mitkommen.", befahl Snape.
Harry stand auf und folgte seinem Lehrer, wobei er Mühe hatte, mit diesem Schritt zu halten. Als sie vor der großen Halle ankamen, deutete Snape ihn an ihn einzugehen, und rauschte dann ohne ein weiteres Wort davon in die Kerker.
